hamann unterschrift 04

Kommentar zu Band VI

Brief 849

1,3           nach Pillau: am Frischen Haff, V,472,4. Zum Reisezweck V,466,10ff., auch 2,13 ff., 4,10, 14,1.

5              der dritte: Tag.

6              Zuschrift: nicht überliefert, 8,35; beyden Büchern: wahrscheinlich die Rücksendung des Petersburger Journals und Engels Mimik.

7              HEKr.[iegsrat] H.[ippel]: 3,6.

8              gespeist: 16,18; Hayn Mamre: nach 1 Mo 13,12.

9              Uebersetzung: der Georgica Vergils durch Bock, 9,3ff., offenbar hatte Scheffner diesen an Hamann verwiesen, 9,5ff.

14            Reise: V,497.

18f.          Moderations Urtheil: wodurch der Richter einen erhobenen Anspruch auf das gebührende Maß herabsetzen kann, 12,11.

20            Ihre Lectur: ob Hamann nach seiner vereitelten Reise für Scheffner mehr Bücher besorgen könne ...

21            Gestern: den nicht überlieferten Br. erhielt Hamann am 30. Juni, 3,3.

22            der Herzog: von Kurland, Peter v. Biron, 11,4.

23            Superintendentenstelle: V,472,10, wobei Hamann gleich an Herder gedacht hatte.

24            Aufenthalt der Elise zu Weimar: Charlotte Elisabeth Constantia v. d. Recke war im Dezember 1784 dort, siehe Herders Briefe von Ende Oktober 1784 (Nr.777) und vom 28. Febr. 1785 (Nr. 816). Goethes Briefe: an den Herzog Carl August, 6. Dez., an Knebel, 15. Dez., an Herzog Carl August, 26. Dez., wo er Person und Wirkung der Besucherin schildert; zur Abreise vor dem 6. Jan. 1785 siehe Goethes Brief an Knebel unter diesem Datum. (Die Mitwirkung Elisas bei einer möglichen Berufung Herders ist nichts als ein Gerücht, zumal dessen Begegnung mit der Reisenden nicht durchaus harmonisch verlief, V,388,33ff.)

25            gebeßert: sich positionell verbessere, verglichen mit dem Joch in Weimar, V,419,24.

26            Zedlitz: 24,4 ff.

2,1           St. Nicaise: von J. A. Starck, rezensiert in Allgemeine Literaturzeitung 1785, Bd. 2, Nr. 83, S.33-36 und Nr.84, S.40.

3              Eusebe: von Laveaux, V,451,14.

6              Memoire gelesen: Mémoire à consulter et Consultation pour Madame la Comtesse de Mirabeau.

7f.           Adelung <…> auch meinem: Stil; das Ohr gezwickt: die übliche leichte Schulstrafe, die Hamann in Adelungs zweibändiger regulativer Beschreibung des Deutschen Styl[s] zuteil wurde, etwa im ersten Teil, S. 517, aus Anlaß biblischer Parodien und Anspielungen: Noch alberner sind die biblischen Anspielungen in den Zwey Scherflein zur neuesten Deutschen Litteratur; S.377f.: welch ein unnützer Überfluß in folgendem Gleichnisse [Zwey Scherflein, S. 19], welchem es noch dazu an allem Interesse fehlt; Mädchenseele der Sprache, an deren Rosen- und Narcissenmond sich die Metaphysik der Midasschreiberey vergreift [Zwey Scherflein, S. 22]; S.516f.: <…> es ist wider die Achtung, welche man seinen Mitgeschöpfen schuldig ist, Gegenstände, die ihnen heilig sind, als Scherze zu behandeln, und sie ihnen dadurch lächerlich zu machen; auch 7,16; 9,21 ff., 26,22ff.

11            Zürcher Litteratur: möglicherweise: Bibliothek der neuesten theologischen, philosophischen und schönen Literatur.

12            naseweisen Ton der Berliner: in der Allgemeinen deutschen Bibliothek, Bd. 64,1.St., S. 218f, unter der Sigle T., über Cicero´s zwey Bücher von der Vorsehung, in einer teutschen Uebersezung. Leipzig 1784. Der Übersetzer ist aber nicht Garve, sondern J. Hottinger, daher wohl auch die Rezension in der Zürcher Litteratur.

17            Hartkn.[och] schreibt: nicht überliefert, V,471,6.

18f.          Unterschrift des Titels: die Bogennorm wechselte: auf Bogen K (S.145) steht nur noch Petb.J.1784, bis Bogen I Erster Band 1784.

21            seinen Brief: nicht überliefert, zum Inhalt 848.

22            einen einzigen baar erhalten: der bisher einzige Dukaten kam vom Bankier Friedrich Konrad Jacobi. Hamann assoziiert sogleich den Geheimen Admiralitäts- und Kommerzrat Ludwig Jacobi, den sein gehabter Gast, Bock, um Hilfe für Hill bei Jacobis Bruder, dem Legationsrat in Wien angehen soll, 3,13; 8,8 und Brief 854, bes. 17,33.

23            Kr[iegsrath] H[ippel] betreibt die Geldsammlung für Hill, 2,23.

31            fr.[anzösischen] u deutschen Buche: Zeilen 1 und 3. Es könnte sich auch um das Neue St. Petersburger Journal handeln, das Hamann statt an Kriegsrath Deutsch (auf Graventhin) an Scheffner sendet; der schickt es zurück, H. entschuldigt sich, 6,28ff.

Brief 850

Die Daten, auf die Hamann sich in diesem und in Brief 851 bezieht, hat er wohl aus dem Hause Courtan (Ehemann und Sohn), 5,19; 5,31; 5,34; 6,4f.

3,3           in H.[artknochs] Briefe: 1,21 und V,471,7.

6              Collin: 16,23.

8              Gefährtin: Tobler, 5,19.

19            Inhalt meines Briefs: 848.

20            Wohlthäters: Bucholtz.

30            Flügeln <...> Adler: Jes 40,31.

Brief 851

Antwort auf einen nicht überlieferten Br. S. M. Courtans, 48,15.

4,13         zu seiner Schwester: Elisabeth Regina im Pensionat der Baronesse Bondeli, um einen Brief an Henriette, Tochter Courtan, abzuholen, die sich in Trutenau aufhält, 5,36.

18            meine Post: 849 u. 850.

21            Brief aus Geldern: nicht überliefert, 9,26; auf der Charte: als eingeschriebene Extra Post.

24            jungen Frauenzimmer: Marianne Bucholtz.

26            in M.[ünster].

30            Jachmann: Johann Benjamin J.; also war der Brief vermutlich die Einlage in einem Brief Hartknochs (?) an Kant.

31            Bibi: hier Madame Courtan.

5,1           HE Referendarius: wohl ihr Sohn Fritz.

12            st.[yle] vieux: der Sonntag war also der 26. Juni, 5. Sonntag nach Trinitatis Johannes und Paul.

19            Schweitzerin: Tobler.

21            dortigen Ankunft: Mohilow, 6,12.

22            Unser Freund: Hartknoch; Gehalt: für den Unterricht Anna Barbara Toblers.

24            Der liebe Johannes: Lavater.

25            Ihr: ihr: Tobler; Denkzedel: Geschenk auf die Reise, hier eine Breloque: Anhänger, auch an der Uhr zu tragen.

31            Heimweh: das (nach Scheuchzer) den im Ausland reisenden Schweizern stereotyp nachgesagt wurde.

6,2           lieben Jungen: Sohn Carl.

5              bloße Verdacht: daß Madame Courtan mit Hartknoch unzufrieden sein könnte.

10ff.         nicht wie <…> sondern drei Bibi: aus den Memoiren Duvals: Bibi- so nannte er Madem. Anastasie und alle Personen dieses Geschlechts, für die er in seinem Leben einen gewissen Grad von Zuneigung hatte (S. 58). Der 2. Teil der Memoiren enthält den Briefwechsel mit Anastasie Socoloff, die mit Brief 15 die Anrede (mon) aimable bibi erhält und auch mit diesem Namen antwortet. Hamanns 3 Bibis sind analog in Paris Marianne Bucholtz, in Riga S. M. Courtan, in Mohilow A. B. Tobler, 4,31.

15            arme Michael: 4,10ff.

16            Jettchen: 4,13f.

18            Kursche Laune: galten die Kurländer als anzüglich-witzig, oder stimmt ihn Madame Courtan, derzeit ja in Kurland, launicht?

19            batons rompus: vom Hundertsten ins Tausendste kommen.

21            Antwort an Hill: nicht überliefert.

24            Oberbürgermeister: Hippel.

25            ein Freund: Hamann selbst, 7,28ff., indem er den Dukaten Scheffners mit seinem Vorschuß verrechnet.

31            Hayn Mamre: 1 Mo 13,18.

32            Pernau: Hinz' Wohnort, V,421,28.

7,1           Mariae Heimsuchung: 2. Juli in der lutherischen Kirche, sonst 31. Mai.

7              Postscript: von Tochter Henriette.

16            Adelung <...> sehr rühmlich: natürlich ironisch, 26,20ff.

Brief 852

7,27         Ihren Brief: nicht überliefert.

28            die Bücher: Laveaux und Starck, 2,3.

29            in Hills Namen zu danken: 6,25

8,1           des ersten Goldpfennigs: 2,20ff.

5              Jacobi: 17,33.

7              dortigen SchwiegerSohn Itzig: eine Tochter Daniel Itzigs, Vögelchen Itzig, die spätere Fanny von (seit 1795) Arnstein, hatte 1776 von Arnstein geheiratet.

9              Legationsrath: 17,34.

16            nach Weimar: 853.

17            zerstreuten Blätter: Hamann erhielt sie am 20. Juni 1785 (V,459,24).

18            Graventinsche Herrschaft: Deutsch.

22            Monathsschrift: Berlinische, Juli 1785.

22f.          philos.[ophische] Betrachtungen: von Bruckner.

26            Petersb.[urger] Journals: 2,16f.

35            Ihren letzten Brief: nicht überliefert.

9,3           Uebersetzer: Bock, 1,7ff. Später wird, nach Proben in der Berlinischen Monatsschrift (Febr. 1789), die Vergil-Übersetzung Bocks erscheinen: Des Publius Virgilius Maro Lehrgedicht vom Landbau übersetzt, <...>. Leipzig 1790, u. Virgils Georgika, neu übersetzt und mit Anmerkungen begleitet. Königsberg 1803.

9              nackt und eckel wie ein Marsyas: bevor ihm Apoll, dem er im Wettstreit unterlegen war, die Haut abziehen ließ (bei Hyginus).

14            Gedruckte Beyl.[age]: Das Verhältnis dreyer Schwestern von Bucholtz, 19,35.

17            alten Briefe: 15,18.

18            Titel eines Raths: 15,18. Zum Folgenden 19,35ff.; 26,9; V,473,12.

21            Adelung: 2,7f.

22            Auflage: der Scherflein, wozu es nicht kam, N III,462f.

23f.          Eloge <…> von Alembert: N III,231,40f.

27            aus Geldern geschrieben: 4,22.

10,1         Schrift: von Cor(r)odi.

5              Memento <...>: gedenke des Übersetzers des Vergils, also Bocks, 9,7ff.; pro Julio: sozusagen zur monatlichen Fortsetzung.

8              Candidaten: Scheller, 20,27.

9              Nachbar: Ruffmann.

12            der Mann endlich ist: eifrig, emsig, in den Tischreden u. der Hauspostille, oder: hurtig, ohne Säumen, mit Züchten, womit L. nicht allein das schnelle, eilige, sondern auch das ernste, würdevolle, züchtige hat ausdrücken wollen, bei der Übersetzung der Stelle Lk 1,39 samt Erklärung in der Hauspostille.

Brief 853

Antwort auf Brief 830, siehe V,423,31.

10,22        Pfingst heil.[igen] Abend: 14. Mai; unverwelkliche Blätter: Herder hatte die Übersendung seiner Zerstreuten Blätter mit dem Bescheidenheitstopos garniert: ein nichtiges Geschenk von Blumen u. vielleicht verwelkten Blättern, V,423,34ff.

27            [Ich] hab in Gottes Herz: Beginn des Liedes von Paul Gerhardt.

11,1         Theano: Karoline Herder, V,424,3; Demodor: Herder. Unter diesen Namen wird das einleitende Gespräch der Zerstreuten Blätter geführt.

14            molimina meiner Reise: zur Erinnerung des komplizierten Sachverhalts: im Brief vom 7. Sept. 1784 (765) lädt Hamann Bucholtz ein, ihn in Königsberg zu besuchen. Br. 787 vom 15. Dezember 1784 äußert den Reisewunsch in den Westen überhaupt und nach Münster vor allem (V,287,14ff.). Der Schwierigkeiten wegen, eine Genehmigung unmittelbar im Cabinet zu erlangen, sei es ihm allerdings lieber, B. komme nach Königsberg, wobei er mit der luxuriösen Gastfreundschaft Hippels lockt. Ähnlich an Lavater ( V,293,26ff.), aber mit der Erwägung, er, Hamann, könne auch, wenn Bucholtz' Gesundheit das nicht erlaube, mit Hartknoch die Reise zu den Freunden im Westen unternehmen. Für eine solche denkt er an die Hilfe Reichardts (V,298,34ff.), wie er auch Jacobi am 6. Januar 1785 (V,317,11ff.), mit Bitte um Vertraulichkeit mitteilt, er erwäge eine Beförderung der Reiseerlaubnis durch die Fürstin Gallitzin. Mehrfach (802, 813, 818) fragt er B. nach dessen Reiseabsichten und bekräftigt seine eigene Bereitschaft, ihm zuvor zu kommen, ja seine feste Reiseabsicht und teilt einen möglichen Kanal zum Berliner Hof mit. Den festen Reiseentschluß liest man auch in mehreren Briefen an andere Freunde. Aber auch der Besuch Buchholtz' in Königsberg wird weiter erörtert, zumal dieser im verlorenen Brief vom 18. März 1785 das Stichwort Frankfurt im Zusammenhang mit seiner geplanten Reise nach Mannheim gegeben zu haben scheint, wobei er natürlich Frankfurt am Main meinte. Ob H. bewußt an der Oder unterstellte (V,412,34ff.) oder der Wunsch, Bucholtz doch in Königsberg zu empfangen, ihm (828 an Herder) die Reisestation an der Oder als Begegnungsort am 1. Juli suggerierte, von wo er dann nach Weimar fahren will? Sein schließlich verfaßtes Reisegesuch vom 1. Juni 1785 an die Provinzialdirektion (839) nennt jedenfalls als Reiseziele Halle und Frankfurt an der Oder (wo er einen Freund treffen wolle, der die Kosten der Reise und Kur übernehme). Davon unterrichtet er am selben Tag auch Jacobi (840). Aber Hamanns -wie sich zeigen wird- verfehlte Taktik: präzise allein von Zweck und Dauer der beantragten Reise zu reden, jedoch nur von deren erster Etappe, ohne den Ort der Cur zu nennen, erforderte offenbar jene geographische Verstocktheit, Frankfurt an der Oder im Sinn zu haben. Selbst noch Brief 844 an Bucholtz spricht nur von Frankfurt, was nun wiederum höchst nebulose Vorschläge Bucholtz' zur Voraussetzung zu haben scheint, während der Hamannsche Kontext deutlich auf das an der Oder weist (V,455,17ff.). Er möchte nun B. die weite Reise ersparen, außerdem passe das zu seinem veränderten Reiseplan über Weimar, Wandsbeck, Düsseldorf. Erst Jacobi versucht Klarheit zu schaffen, wenn er Hamann korrigiert (843): Bucholtz habe ihn am Main treffen wollen, sei mittlerweile von Mannheim zurück, habe geheiratet und sei auf der Reise nach Paris, weil er durch die Fürstin Gallitzin wisse, daß H. in Berlin jetzt keinen Urlaub bekommen werde, so daß er ihn erst für den Winter in Münster erwarte. Jacobi aber, um die Komik der Mißverständnisse zu komplettieren, nimmt an, Hamanns verschobene Reise gehe gleichwohl über Frankfurt am Main. Und H. spielt weiter das Spiel der doppelten Geographie:

24            in Frankfurt: ! - Zum Fortgang 38,2ff.

28            zieml.[ich] alten Brief: nicht überliefert.

32            Nachrichten: 843, von Jacobi.

36            Ihnen: dem Ehepaar Bucholtz.

12,14        Freund: 11,23.

27            dem Studenten: Sohn Johann Michael.

13,17        Komm ich um: siehe periissem.

25            Adam: etwa auf 1 Mo 1,26 zu beziehen?

29            Blumauers: wegen dessen Aeneïs-Travestie.

14,6         Brief aus Wien: 9,14, nicht überliefert.

22            Leßings Evangelisten: V,427,15.

27            Verfaßer: H. Cor(r)odi.

28            Morgenstunden: der Erste Theil erschien in der Tat 1785 in Berlin.

31            Rhapsodie im Shaftesburyschen Geschmack: Anspielung auf die Gesprächsstruktur seiner The moralists, a philosophical rhapsody.

35            kein Deutsch: V,425,4ff.

37ff.         Adelung hat <…> ohne den rechten Fleck: 2,7f.

15,6         Zeilen an Scheffner: zu Brief 855?

14            rechtes Skandal: von Hamann als Neutrum gebraucht, gemäß griechisch: το σκανδαλον.

18            Kaufmann: wohl Friedrich Conrad Jacobi in Königsberg; unser B.[ucholtz].

33            zu einem Hauptbriefe V,318,28; V,376,34. Hamann wird ihn immer wieder anmahnen, ohne Erfolg.

16,5         Thränen: der Freude und Rührung.

16            unserm J.[acobi]: Friedrich H.

25            Virtù: künstlerische (und weltläufig-gesellschaftliche) Begabung.

33            Mitauschen Gerüchts: 11,4 und 1,21ff.

34            Geburts Monath: August.

36            in Weimar nicht unbekannt: wohl keine Anspielung auf ein Geschenk der Herders, sondern auf deren Badereise.

37            zweiten Theil: der Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit, der 1785 bei Hartknoch erschien; warm und schwitzend meint die Druckfrische.

Brief 854

Der Brief ging nach Wien, erreichte Hill aber nicht, der schon zur Rückreise aufgebrochen war. Das Friedlaendersche Comptoir sandte den Brief an Hamann zurück, 63,11ff.

17,12        Weimar: 14,17ff.

17            oncle: Miltz

21            Ernst: Deutsch.

22            Vetter Becker: die Nachricht stand auch in der Allgemeinen deutschen Bibliothek.

31            In W.[eimar] wird H.[erder].

18,4         wie in Rom: wo er bestohlen wurde; Zürcher: Lavater.

11            Gönner <...> Graventhinern: Hippel, Deutschs.

17            Jakob: Hills Bruder.

Brief 855

Antwort auf Scheffners nicht überlieferte Briefe, 15,6.

18,28        Buch: gemäß Zeile 32: philosophische Vorlesungen: von Pfenninger, Erste Vorlesung und Praeliminarien, in mehreren Paragraphen gegen: Das ganze neue Testament unsers Herrn und Heiland Jesu Christi recht gründlich nach der griechischen Hauptsprache verteutscht, mit jeder Kapitel kurzen Summarien und dero richtigen Abtheilungen Von neuem mit Fleiß wiederum übersetzt. Zürich, gedruckt bei David Geßner 1768. Pfenninger erklärt seine Absicht: es sey hier um unpartheyische, von frisch auf angestellte Untersuchungen zu thun, und wir nehmen dieses Buch wie ein fremdes, ohne vorgefaßten Glauben und Unglauben als zum ersten Mahle zur Hand, 20,10ff.

19,5         HE Sch.[eller].

16            gegen alle die apokalyptische Exegeten: wohl auf Bahrdt zu beziehen.

19            Die Eydgenoßengeschichte: in der Tat von Johannes v. Müller.

21            Sein Bruder: Georg, sein Brief ist nicht überliefert; lies das[s] jener.

26            gegen L.[avater].

34            Schrift über Offenbarung: von Cor(r)odi.

35            Verhältnis der 3 Schwestern: 9,14 und Hamanns Kritik, V,470,2ff. Scheffners Urteil stand also in einem seiner verloren gegangenen Briefe.

20,14f.     Adelung: 7,16ff.

16            Kanters Hauskapelle: offenbar zu Privatandachten bestimmt.

20            Beyspiel: 8,2; Päckchen: 17,10f.

25            ergänze [nach] Graventihn.

30            geschrobnen: siehe Zeile 6.

31            Wie er mich führt <...>:  Str. 11 von Paul Gerhardt, Ich hab in Gottes Herz und Sinn, 10,27.

Brief 856

Antwort auf 843.

21,3         32,31.

6              Aachenschen Reise: V,453,3 3ff.

7              Familie aus Graventhin: Deutsch.

25            junger Freund <...> Brief: vielleicht der 27,5 erwähnte v. Auerswalds.

28            Stelle, von der ich <…> Wink gegeben: V,454,34ff.

30            Verf.[asser]: Zöllner.

31            kleine Schrift: von Cor(r)odi.

33            philosophische Vorlesungen: von Pfenninger.

36            klein Briefchen: ob geschrieben? Nicht ermittelt.

22,1         Namen dieses Meisters in Israel: Pfenninger, Jh 3,10.

2              eine Freude: 19,4ff.

3              beyden Buchladen: Dengel, Hartung.

6              Gatterer: Handbuch der Universalhistorie.

10ff.         wenigsten Schriftsteller <…> seinen Autor verstehen: Variation des hermeneutischen Grundsatzes: der Interpret müsse einen Schriftsteller besser verstehen als dieser sich selbst verstand.

14            Himmelreich <...> Kameel: Mt 19,23f.; Mk 10,25; Lk 18,25.

17            neusten <...> Offenbarungen: Anspielung auf Cor(r)odi.

19            Figaro: siehe Herders Hinweis auf das Wunderding unsrer Tage (V,363,33). Die ersten Ausgaben des (nach langer Zensur-Vorgeschichte) im April 1784 zuerst aufgeführten Stücks erschienen 1785: in Paris (3), Lyon (1), Stockholm (1). Weitere Nachdrucke u. a. in Paris, Gent, Dresden.

20            5 Jahre Arbeit: es waren drei (1775- 1778), aber in seinem Préface berichtet Caron de Beaumarchais: <...> La Folle Journée resta cinq ans au portefeuille; les Comédiens ont su que je l'avais, ils me l'ont enfin arrachée.

24            Memoires u Theatre: nicht in der Biga, vielleicht war es die vierbändige Ausgabe von 1780. Seine Mémoires sind die Verteidigungsschriften von 1773/74, die er, im Gefängnis, gegen den Conseiller Goezman schrieb, der ihn der Korruption beschuldigt hatte. Damit siegte dieser vor Gericht teilweise, verhalf aber Beaumarchais mit jenen Mémoires zu großer Popularität und literarischem Ruhm. Im vierten Mémoire fand Goethe bekanntlich den Stoff seines Clavigo.

25            ächte Ausgabe: eine vollständige erschien erst 1809, zuvor gab es Mitschriften der Aufführungen.

26f.          Mirabeau Werk von den Staatsgefängnißen: Des lettres de cachet et des prisons <…>.

27f.          Proceß mit seiner Gemahlin: Mémoire à consulter et consultation.

30            jüngsten Stück der Monatsschrift: Juli 1785, Ueber die Besorgnisse <…>. Garve übte von protestantischer Seite die fundierteste Kritik an Nicolais und Biesters „Verschwörungsthese“: Erfahrung habe als Richtschnur des menschlichen Handelns den religiösen Enthusiasmus abgelöst. Niemals wieder werde sich geistliche Macht über die weltliche erheben können: wenn die Jesuiten nicht das Verbot ihrer Vereinigung verhindern konnten, wie sollten sie jetzt Einfluß ausüben, wo sie im Geheimen operieren müssen? Biester setzte den Entwicklungsstand der Aufklärung niedriger ein, die Behauptung, ein protestantisches Land könne nicht wieder in den Katholizismus zurückfallen, widerlegte er mit historischen Beispielen. Hinzu kämen die beiden Grundübel des Protestantismus: der eine Teil neige zu fanatischer Schwärmerei, der andere, wie Garve, gebe sich zu sorglos. Garve antwortete in einem zweiten öffentlichen Brief, beharrte auf seinem Ideal des geschichtlichen Fortschritts, bestritt die Wirksamkeit geheimer Gesellschaften und erklärte Nicolais Besorgnisse individualpsychologisch, daß die Begegnung mit dem Katholizismus auf seiner Reise einen Schock ausgelöst habe: "Hat er etwas anders erwarten können, als die Katholiken katholisch zu finden?" und warnte vor Übertreibungen, die Auseinandersetzungen provozieren könnten.

33            an eben dem Ort: Berlin.

23,5         Oberbürgermeisters Wohnung: Hippel, der im Stadtteil die Huben wohnte, Z. 27f.

11            Brief: 14,6ff.

22            Unserm Herder <...> antworten können: 853.

29            liebe Paar <…> geschrieben: Bucholtz, nicht überliefert.

31            Jona: Jon 4,8.

35            Hauptperson den Rath gegeben: V,469,32ff.

24,7         dörften: brauchten.

9              plus: Gewinn an Steuern; das Bonmot Friedrichs II. (der alte φφ) wurde offenbar schnell verbreitet.

14            nicht unmittelbar: vom König selbst, wie v. Zedlitz.

15ff.         Allzuklug dumm <...> allzudumm <...> klug: nach Unzers Devisen.

20            den Winter über: 20,28f.

27            gröste Bedürfnis: 13,35.

25,17        lieben Raths: 26,2ff.

27            auf meinen Dienst hier lauert: seine Pensionierung eigensüchtig betreibt.

29f.          Komm ich um, so komm ich um: Est 4,16.

33            Kapellmeister R.[eichardt].

34f.          kommt auch im Novbr zurück: aus London und Paris.

26,1         Auftrag: in 846, V,464,17ff.

3              Titel, der mir gefällt: wohl wegen des biblischen Sinnes von Rath nach Jes 9,5; V,473,12ff.; 267,19; 344,36.

4              unsern Kaufmann: Bankier Jacobi in Königsberg, über dessen Haus die Geldspende Bucholtz' lief.

9              glückl.[ichen] Schwester: aus Bucholtz´ Erzählung, 20,4 u. V,473,14ff.

18            Nebenbuler: in der Hume-Übersetzung.

20f.          Adelung hat sich <…> geärgert: 7,16ff.

28            Embryon einer Metakritik: V, 120,27ff. und 766.

[Zu Brief 856: JBW II,4,S.250-257.]

Brief 857

27,5         Zuschrift: 21,25.

7              die Oeuvres des Duval: Valentin Jamerai-Duval.

22            Ein Mensch: Hill.

28            kleinen vertrauten Briefwechsel: mit Hill, den er Auerswald zugänglich machte. Die Kant-Anspielungen deuten auf dessen ebenfalls metakritische Gesinnungen.

32            Brief aus Paris: von Bucholtz, nicht überliefert, 29,17ff., wohl wegen der geplanten Reise, zu der H. die Erlaubnis (im heil Römischen Reich <…> ohne Noth) versagt wird.

28,1         Lienhard und Gertrud: von Pestalozzi.

4ff.          6,10ff.

8              Autorschaft Ihrer Muse: die junge Gattin möge ihn bald zum Vater machen.

Brief 858

28,26        Versuch: ohne Angabe des Verfassers: Versuch über die Bildung der Jugend zur Industrie. Prag, in der k.k.Normalschuldruckerey 1785.

28            Proben zur Ausführung: aufgelistet in den Vorerinnerungen; Moritz: Johann Christian Friedrich M.

33            Schultz: Schulz, Joachim Christian Friedrich.

29,2ff.      Schultz: Schulze; rez. in der Allgemeinen deutschen Bibliothek 65.Bd.,1.St., 577-599, die die Kritik von Semler, Nösselt, Knapp, Niemeyer und Schulze an Bahrdt referiert, mit anschließender Rezension von Bahrdts Systema theologiae Lutheranae<…>, unter der Sigle Br.

9              Rector in Brieg: Immanuel Scheller, 51,9ff.

17ff.         Brief aus Paris <…> Brief gelesen: 27,32ff.

21            Trost: 25,27.

24            Freundes: Bock in Marienwerder, 9,8ff.

25            zur Aust: ostpreuß.: Ernte, auch Erntemonat; Gäste in Graventh.[in]: in der Familie Deutsch, darunter Hans Michel.

26            Gläser: Barometer.

29            Nebst vier Büchern: Blair, Mirabeau und Adelung?

Brief 859

29,33        3 Briefe: 844, 847; der vom 4. Juli ist nicht überliefert.

34            4 bekommen: der vom 14. Juni ist nicht überliefert.

30,2         Circulair: vom 11. Juli, angekommen am 27. Juli (29,17) ist nicht überliefert; Gestern frühe: ein Brief aus Paris, ebenfalls vom 11. Juli, angekommen am Morgen des 30. Juli, durch Jacobi in Düsseldorf vermittelt; am Nachmittag ein Brief aus Paris vom 4. Juli, der über Mannheim gegangen war.

28            ohn all mein Verdienst: nach dem lutherschen Katechismus.

28f.          Seinen Freunden giebt ers schlafend: Ps 127,2

33            Ihr Urteil: Mariannes.

34            wohl gemeint: daß Hamann sich mit Bucholtz' Drei Schwestern schwer tat, u. a. V,467,2ff.

31,2         alti silentii: die von Bucholtz vorgeschlagene Schreibpause, 30,1.

3              Unvermögenheit: nach dem bekannten Schema seiner Hypochondrie, dem Trost von 2 Ko 12,9 und der Andeutung, sich an den König selbst zu wenden.

26            Schild und <...> Lohn: 1 Mo 15,1.

27            Da Capo: freundlicher Einspruch gegen das altum silentium.

Brief 860

Antwort auf 846 und 856.

32,4         sagen was Sie wollen 24,24.

5              gut gefahren: V,464,28ff.

7f.           nach Paris geschrieben: nicht überliefert.

9              Cramers Buchholtz: V,467,2.

10            Mit der Liebe <...>: Antwort auf Hamanns begreifliche Neugier, auch wenn er sie dementiert, V,463,16ff.

19            philosophischen Vorlesungen: von Pfenninger.

20            gut gebildet: wohlgebaut (bienfaite).

26            Cardinaltugend: V,463,20.

34f.          damahls dänischer Gesandter: 1784.

33,7         liebe Epistel: 856.

25            vom Lesen sagen: 22,8ff.

33            gegen eine Rezension: von J. Müller,, anonym.

34            April u May des Museums: 4. St. April 1783: Ueber und bey Gelegenheit des kürzlich erschienenen Werkes, Des lettres de Cachet et de prisons d´etat, S. 361-394; St. 5, Mai, S. 435-476.

34,1         letzten Seiten: besonders Kapitel XIII, gegen den Despotismus, Fehler der Staatsverfassung,Verbrechen des Oberhaupts etc.

7              procédure de Pontalier: mehrfach berichtet im Mémoire, das Todesurteil: la sentence de Pontalier, wegen Ehebruchs und Entführung.

8f.           Briefe <…> Marq.de Marignaux: recte: Marignan(e), der Mädchenname von Mirabeaus Frau, mehrfach im Mémoire.

11            Diderot <…> pas de Dieu: Ausspruch der Großmutter Mirabeaus, Francoise, geb. de Castellane-Norante (1685-1769), welche vor ihrem Tod ihre Umgebung durch besondere Blasphemien erstaunt haben soll.

14f.          Mendelssohn sagt mir gerade heraus: Brief vom 21. Juli 1785 samt Diskussion als Beylage in die 2. Auflage der Spinozaschrift übernommen, S.164-258, hier S.231f., auch Z.22 (S.231).

15            aus Geldern schrieb: nicht überliefert.

29f.          meine Behauptung im Woldemar: im Gespräch zwischen W. u. Henriette: Haben Sie [nämlich W.] nicht hundertmal versichert, daß Sie nie aus Leidenschaft heyraten- nie von einem Mädchen Leidenschaft verlangen würden; man dürfe von keinem Mädchen, das ein ächtes Kind der Natur sey, eigentliche Leidenschaft erwarten: denn Mutter Natur habe das Weib nur zu Einer, der Leidenschaft für die Kinder angewiesen. <...> Wo ein Weib- sagten Sie- die Leidenschaft der Liebe, gleich uns Männern, zu empfinden scheint; da wird fast immer etwas unlauteres, verkehrtes zum Grunde liegen <...>. Jacobi, Werke, Bd. 5, S. 231.

35,5         Stelle: 21,28ff.

6              fac totum: 147,17ff.

7f.           verschiedenes <...> zugetragen: die Kontroverse um das Gespräch, in dem sich Lessing, nach Jacobis Darstellung, angeblich zum Spinozismus bekannt haben soll, 60,19.

10            würklich drucken: Ueber die Lehre des Spinoza in Briefen an Herrn Moses Mendelssohn, Leipzig 1786.

13            Morgengedanken: Mendelssohns Morgenstunden.

14f.          Mendelssohn sagte mir: im Brief v. 21. Juli 1785, aufgenommen als Beylage. An den Herrn Moses Mendelssohn über desselben mir zugeschickte Erinnerungen in Ueber die Lehre des Spinoza, Jacobis Werke 4/1, S. 225: <...> da ich mir selbst gestehen muß, daß mir so manche Stelle in Ihren Aufsätzen, so wie in den Schriften Spinozas selbst, völlig unverständlich sind. Aber den Statum Controversiae hoffe ich in der nächstens Ihrer Beurtheilung zu unterwerfenden Schrift fest zu setzen, und dadurch den Streit gehörig einzuleiten, 80,35ff.

18            in der Schrift: die Morgenstunden.

22            Mendelssohn mir schreibt: in eben diesem Brief, S. 224f.

[Zu Brief 860: JBW II,4,S.257-264.]

Brief 861

36,5         18 Oct. pr.[aecedentis; prioris; praeteriti]: 773.

7              Brief vom 11ten <...> und <...> 4ten: nicht überliefert.

10            Nachrichten: 844, 847.

12            Uebermaas seiner Aufmerksamkeit: 30,1-12.

17            von Ihrer Reise: V,453,32f.

18            der Einl.[age]: von Bucholtz, 30,2f., 31,20ff.

19            Loge: Amtsstube; Com.[merzien] Raths: Jacobi.

21            Innhalt: 39,10.

25f.          einen aus Wien <...> erhielt: nicht überliefert.

28            neue Freude: die erste über das empfangene Geld aus der Sammlung der Königsberger Freunde, 17,28, die neue, die ihn in Weimar erwartet, nämlich Herder zu treffen, 14,17ff., 17,11ff.

31            jungen Menschen: Georg Friedrich Nicolovius, 58,25f.

35            PflegeEltern: Deutsch.

37,4         Cavalier: Losch, dessen schon bewilligter Urlaub vom König cassirt wurde.

16            meine Bitte: geäußert Brief 846, die Jacobi inzwischen erfüllte, 34,15ff.

24            Feilstaub: eig. was beim Feilen abfällt. Dieser bildet auf einer glatten Oberfläche, über die ein Magnet gehalten wird, bestimmte Figuren.

27            nochmals gebeten: in 859.

35            Buben: die Generaladministration in Berlin.

38,2         aus dem Lande schleichen: hat Hamann endlich seine Verwechslung der beiden Frankfurt begriffen, nachdem ihm Jacobi (843) eindringlich erläutert hatte, daß Bucholtz ihn in Frankfurt am Main erwartet habe? Oder vermutet er, J. mache ihm den Vorwurf der Unlauterkeit, 39,10, wenn er immer von Frankfurt an der Oder geredet habe und B. zu einer Reise nach Königsberg habe bewegen wollen? In der Tat hatte J. einen leisen Vorwurf erhoben: Hätten Sie mir nur etwas mehr von Ihrem Reise Plan geschrieben, V,454,12f. Daher seine Verteidigung, Zeile 5ff.

8              Geburtstage: Herder am 25. (1744), Claudius am 15. August (1740).

11            exceptiones: (juristisch) Einwände.

16            Silber im erdenen Tiegel: Ps 12,7.

[Zu Brief 861: JBW II,4,S.264-266.]

Brief 862

Die Hs des Briefs befindet sich derzeit in der Universitätsbibliothek Krakau.

38,32        zweimal: als Folge von 853.

33            Theano: Karolines Name in den Zerstreuten Blättern.

39,1         Ihre Ideen: 10,30.

5              Adelung: in Ueber den Deutschen Styl, 1785. Etwa in Bd. I, 6. Kap. Von der Präcision,
§ 1: Blair habe der präcisen Schreibart Härte und Trockenheit erlauben wollen, oder S. 502: Blair habe Marmontels Definition des Naiven (als reitzende Offenherzigkeit, welche uns einen Grad von Ueberlegenheit über die Person zu geben scheint, die Naiveté verrät, <...>) nicht verstanden, indem er das Naive dem Affectirten entgegensetze.

7              Theory of Sentiments über die Sprache angehängt: die 3. Auflage von Smith´s Theory of moral sentiment 1767 hat den Appendix Considerations concerning the first formation of languages. Blair führt allerdings, Lecture VI, S.122f. Adam Smith, Dissertation on the formation of languages an.

8              damals zur Beyl.[age] der Zeitungen übersetzte: wohl in den fehlenden Jahrgängen der Königsbergschen <…> Zeitungen 1779-1781, siehe W. D. Baur, Johann Georg Hamann als Publizist, in: Johann Georg Hamann und die Krise der Aufklärung. Acta des fünften  Internationalen Hamann-Kolloquiums in Münster/W. 1988. Frankfurt/M. 1990, S.270

9              Brief aus Paris: von Bucholtz, 39,1ff.: das Circulair.

12            Hill: 36,26.

20            Freund H.[ippel].

22            Nachricht: 854.

28            Onesimus: Kol 4,9. Phm 10 (der Nützliche); Nathanael: von Gott geschenkt, V,472,16, nach Jh 1,45;. 21,2 u.a.

35            in meinem Hause: Hamann irrt. Mendelssohn besuchte H. Ende Juli 1777, auf einer Geschäftsreise nach Memel, aber Hill trat erst Ende 1781 in Hamanns Kreis, IV,350,35ff. (an Hartknoch) und 354,15ff. (an Herder).

40,1ff.      Einl.[age]: 863, 42,23; Lindner: Gottlob Immanuel L. hatte den Empfang eines Briefes (wohl des Circulair) von Bucholtz aus Paris also in seinem (nicht überlieferten) Brief an Hamann vom 14. April mitgeteilt, 41,27.

10            beyde Briefe: von Bucholtz an Herder (39,9f.) und an G. I. Lindner.

18f.          jammernder Brief <...> Schwester: C. D. Güldenhorn, nicht überliefert.

19            Ihrem: ihrem.

21            geantwortet: nicht überliefert.

25            ihres Erbfeindes: Ihres, nämlich Trescho, Zeile 29.

30            Gerüchte: mögliche Berufung Herders nach Mitau.

32            Tohuvabohu: 1 Mo 1,1; Gott sieht: Anklang an 1 Ch 28,9.

34            Buchstabe: 2 Ko 3,6.

35            Geburtsmonats: August.

41,5         Schweitzer: Pfenninger.

10            wackern Griechen: seiner schwarzen Locken wegen.

13f.          Sey stille <...>: Rut 3,18.

Brief 863

41,27        Brief: nicht überliefert, 11,28f.

31            Lies unter [dem] ich.

32            an der Oder: 11,23; 12,14.

42,9         φφ: Philosoph von S.[ans]S.[ouci].

14            ehmals: im Juni 1764, auf der (ergebnislosen) Reise nach Frankfurt am Main, II,269,5f.

15            Jacobi: Friedrich Conrad J. in Königsberg.

16            Douz.[aine].

25            gleichaltigen: vom selben Datum: das Circulair.

43,1ff.      Mißglückter Satz. gemeint ist wohl: was wäre das für eine musterhafte Ordnung im Haushalt, wenn in dem meinigen alles so verhältnis- und stufenweise ginge wie die Reihe der Geburtstagsdaten.

5f.           Philosophische Vorlesungen <…>: Pfenninger, Schweitzers,Z.8..

11            an Sie: sie.

Brief 864

43,21        Brief von Ihnen: 853.

22            Brief <...> von B.[ucholtz], nicht überliefert.

28            wie ich aus Ihrem Briefe sehe: 11,11,14ff.

29            jener Junge: die Anekdote wird über M. G. Lichtwehr erzählt: M.G. Lichtwehrs Leben und Verdienste. Ans Licht gestellt von F.W. Eichholz. Halberstadt 1784, S.12 erzählt folgende Anekdote: die Mutter lehrte den Jungen mittels Reime an: auf Babel antwortet Schnabel: Nebukadnezar sprach: das ist das stolze Babel/ da kam der liebe Gott und schlug ihm auf den Schnabel.

32            recte: Grodart.

32f.          Sie sich <…> nicht anfechten laßen: die den Reiseantrag abgelehnt hatten mit der Begründung, Königsberg habe ebenso gute Ärzte wie Halle.

33            Gericht Koloquinten, wie jene Prophetenkinder: 2 Kö 4,39ff.

44,3         mit Ihren neuen Freunden: Bucholtz, Jacobi, A.v. Gallitzin.

7              Persius: sat 1,96f., Vergil-Persiflage (Übers. O. Seel: „Waffen und Mann“: ist dies nicht Schaum und wuchernde Borke,/ Wie überaltert Gezweig, an mächtiger Eiche verdorret?)

19            Hütten Kedar: Hl 1,5; Ps 120,5.

21            B.[ucholtz].

28            refus de main de maitre: Anspielung auf die Dichtkunst Friedrichs II. (Ode sur la mort), eine Absage aus der Hand des Meisters, 52,31ff.

45,3         Fetwa <...> Mufti: möglicherweise Anspielung auf den Schluß des ersten von Hamanns Kleeblatt Hellenistischer Briefe, N II,172,30ff., oder auf die Quelle der Anekdote selbst: die Geschichte des Osmanischen Reichs des Fürsten D. Kantemir.

7              gute neue Mähr: Anspielung auf Luthers Lied: Vom Himmel hoch.

9              Super.[intendenten] <..> weiß ich nichts: 11,4ff.; 91,31f.

11            Herz.[og]: v. Kurland, Biron.

14            die Sprache: lettisch.

16            gebundener Prometheus: u.a. II,352,7f.

17f.          blaue Dunst <...> dem Publikum vorgemacht: in der griechischen Maske des weiblichen Gesprächspartners der Zerstreuten Blätter.

Brief 865

Antwort auf einen verschollenen Brief Scheffners, 47,32ff.

45,28        aus Gr.[aventhin].

33            mein Päckchen: 14,23.

46,2         Ihren Brief: wohl Brief (und Rechnung?) Nicolais für Scheffner.

5f.           Biographien der Selbstmörder: von Chr. H. Spies.

11            Kwerl: ein anonym erschienener komischer Roman, Leipzig 1785/6.

13ff.         Uebersetzer: nicht ermittelt: Liegnitz und Leipzig, bei Siegert: Nachgelaßne Werke des Hrn. von Montesquieu. Aus dem Französischen übersetzt. 1785, darin: Arsazer und Ismene (morgenl.[ändische] Geschichte) S.3-116, Betrachtungen über die Ursache des Vergnügens <…>, S.117-185, Entwurf einer historischen Lobschrift auf den Marschall von Berwick, S.186-228.

19f.          Brief an den Verf. der Briefe über die Bibel <...>: an Bahrdt, Briefe über die Bibel im Volkston. Verf. des Briefs an den Verfasser der Briefe <…>, Dessau 1785, nicht ermittelt.

20            Creyfeld: nicht ermittelt.

22f.          Lebensgeschichte <…>: Meister, S.11.

23            Prof. Fuesli: J.H. Füßli.

23f.          Schrift über die Ehe: von Hippel: Meister, Kap. 52,S. 219f: "Es ist schwer, heißts bei dem sokratischen Verfasser der interessanten Schrift über die Ehe, es ist schwer, einen Mann treu und verliebt zu erhalten und, um figürlich zu reden, der, der alle Kleider gesehn, durch ein anders gestecktes Band zu überraschen. Nichts aber ist leichter, als ein ganzes Regiment Liebhaber zu kommandieren".

24            Voyage de Figaro: von J.-M.-J. Fleuriot, die Urteile über Raynal S. 106 und 107.

28            Der Luftwagen oder <...>: von Ehrmann.

30            Journal aus Urfstädt: von Adolph Frh. v. Knigge; Verf. des Romans <...> Clausen: ebenfalls v. Knigge.

34            David Plumbeus: Figur aus dem Journal.

37            Hebe: eine periodische Schrift für Jünglinge, hg. von Ch. K. F. Müller.

47,2         Theatralisches Quodlibet: hg. von G. F. Lorenz.

4              Der deutsche Zuschauer: hg von P. A. Winkopp.

6              kleiner Aufsatz: 1. Band, 2. Heft vom 4. Mai 1785: Ueber die innere Verfassung der brandenburgischen Staaten, S. 164-185.

11            zwei Bände von Predigten: des Hugh Blair, übersetzt von F.S. Sack: Predigten in 5 Bänden, an Band 4 beteiligt war später F. Schleiermacher, der Band 5 übersetzte.

13            sollen 2 Recensionen stehen: nicht ermittelt, eine Rezension über Sacks Übersetzung in Allgemeine deutsche Bibliothek 1782 50/2, S. 373-374, in der Allgemeinen Literaturzeitung ist Schreiters Übersetzung rezensiert: 1785/2, Nr. 147, S.295-296.

13f.          Original, das zwey Uebersetzer gefunden: Blair, der von Schreiter und Sack übersetzt wurde.

18            Blairs Vorlesungen: über Rhetorik und schöne Wissenschaften.

20            dies Werk in 2 Bänden: es erschienen bis 1789 vier Bände.

25            kleinen Engl.[änder]: Bruckner.

28            Frau Stadträthin: Wirth.

29            Bibliothek der Romane: von H. A. O. Reichard herausgegeben.

30            mein ordentlicher Bibliothek.[ar]: Hans Michael.

33            stockende Wände: Schwamm, 66,3f.

34            Arbiter <...>: Petronius-Anspielung für den Fachmann und aesthetisch Urteilsfähigen; nicht ermittelt, wer.

48,4         Condimentum: Würze.

Brief 866

48,16        den 5 Julii beantwortet: 851.

17            den letzten: ebenfalls nicht überliefert.

23            Frau Schwester: Albertine, geb. Toussaint, Hartknochs 2. Frau.

32f.          höher ist denn <...>: Phl 4,7; Lk 16,22.

49,13        Einseegnung der Fräulein: aus dem Pensionat der Baronesse Bondeli, darunter Hamanns Tochter Elisabeth Regina.

33            ungenannten Schweitzers: Pfenninger.

35            Wirth: Hartknoch.

Brief 867

50,15        Ruß.[ische] Bibl.[iothek]: von H. L. Ch. Bacmeister.

16            Verf.[asser] des Antiphädon: Spazier.

20            Zusätze: von Ferber.

27            alten Nebenbulers: bei der Hume-Übersetzung: Schreiter.

51,3         Freundin: Madame Courtan.

9              lügenhafte Nachricht: 20,9ff.

15            Frage: 50,16.

18            zweyten Theil der Ideen: Herders.

Brief 868

51,31        Brief: 864.

52,10        zweite Theil: 45,1.

13            Bräutigams Stimme: Jer 7,34; Bar 2,23.

28            Bisher hat der HErr geholfen: 1 Sm 7,12; Sonntags Evangelio: Mk 7,31- 37.

29            alles wohl gemacht: Mk 7,37. (auch Str. 9 des Kirchenlied Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut).

30            Salomon <...> Supplicanten: Friedrich II. und H.

31f.          refus de main <…>: eine Ablehnung von der Hand des Meisters.

35            Einl.[age] aus Paris: von Bucholtz.

53,2         Ihn <...> Er: Bucholtz.

9              Jubel: Jubel[jahr].

17f.          Was Sie mir <...> melden: 777, V,247,3ff.

37            Philosoph in Pemp.[elfort].

54,3         Feilstaub: 37,24.

8ff.          32,19ff.; der junge Wittwer: Jacobi.

14            J.[acobi] beklagt sich: 35,25.

23            Memoire: siehe 682; nona: lies nova: omnia poma nova et vetera servavi tibi dilecte mi, Hl 7,13.

30            dem Manne: Bucholtz.

34            Empfang: des 2. Teils der Ideen.

55,2         letzten Brief: 854.

35            Metaphysik der Körper: wohl Metaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft, Riga 1786 bei Hartknoch.

56,1         alte Inclination: Catharina Elisabeth Kunzendorff, V,432,1.

2              Anverwandtin seiner ersten Frau: Hummius.

12            Pathgen: August Herder.

Brief 869

Antwort auf einen nicht überlieferten Brief, 57,31.

56,29        philos.[ophische] Vorlesungen: von Pfenninger.

57,3f.       Recensenten: in Halle nicht ermittelt, in Nürnberg: Nürnbergische gelehrte Zeitung LXIII. St. V. Dienstag, den 9.Aug.1785, 209, S.513-516.

7              Kameel: Mt 19,24.

8              den übrigen 3: der übersandten Bücher, 29,29.

11            Oberbürgermeister: Hippel.

12            zweyte Theil: von Herders Ideen; von Erfurt: Druckort, 45,1.

14            guten Erfolg: wohl eine Hofmeister- oder Vikarsstelle.

15            Die Bücher: nicht ermittelt.

17ff.         3 Briefe des Spalding <…> Deisten: Spaldings Übersetzung von Francis Gastrell. The principles of deism truly represented and set in a clear light. In two dialogues between a sceptic and a deist, 1755 übersetzt und durch drei Briefe Spaldings ergänzt: Anhang einiger Briefe, welche den Streit über die Religion betreffen. Auch die Übersetzung des Jacob Forster Discourses on […] Natural Religion and Social Virtue (2 Bde., 1749/1752) spielte dabei eine Rolle, Spaldings Übersetzung stammt, ebenfalls in 2 Bänden, von 1751/1753.

19            Anhang zu einer <...> Uebersetzung: Richtige Vorstellung der deistischen Grundsätze.

21            Wechselbriefe: mit seinen (anonym) das galante Leben Berlins beschreibenden Briefen (1782, 1783, 1784) zettelte Johann Friedel einen Streit über die kulturellen Qualitäten Berlins und Wiens an; einem darauf angeblich aus Berlin antwortenden Brief eines anderen Anonymus folgte dann Joseph Grossingers wenig gelungener Kulturvergleich. In den Streit griffen weiter ein: Leopold Alois Hoffmann, Karl Anton Pilati di Tassulo und Johann Rautenstrauch. Die Geschichte dieser Wechselbriefe wird von der Allgemeinen deutschen Bibliothek kritisch begleitet (59. Bd., 1. Stück, 1784; 70. Bd., 2. Stück, 1786), zumal F. Nicolai von Friedel heftig angegriffen worden war und N. sich ausführlich verteidigte.

27            Monboddo: James Burnett.

28            Blair <...> 4 Theile: der Lectures in der Übersetzung von Schreiter.

33f.          Übersetzung der Predigten: von Sack.

37            Zollikofer: Predigten über die Würde des Menschen <…>.

58,3         Kirchenrath Neumann: Johann David N., welche Schrift(en) nicht ermittelt.

10            Briefe: 1784 war bei Hartknoch erschienen: von H.A.O. Reichard, Briefe auf einer Reise nach Rom und durch einen Theil Italiens <…>. 2 Theile. Riga.

14            Vom patriotischen Archiv: hg. von F. C. v. Moser.

15f.          Herder <...> Beytrag <...> sächsische Kirchengeschichte: von Herder findet sich nur der Abdruck seines Briefs, V,249,23ff.

20f.          XXIV. Stücks in Engels φφ [Philosophen] für die Welt: Der Philosoph für die Welt 2. Theil 1777, S. 172-180: Hylas und Phylonous. Ein Gespräch über die Immaterialität der Seele, von Mendelssohn.

22            zweiter Brief: wohl 854, denn Hill war etwa am 26. Juni mit dem Ziel Dresden aufgebrochen, wo er, nach Ausweis seines Stammbuchs (78,28) am 1. Sept. nachweisbar ist.

30            Gottersche: verschrieben für Gatterersche.

36            Friedrichsthal: wo J. H. Wirth u. seine Frau Justine Henriette, Scheffners Schwester, wohnten; Petersdorf: G. Th. Scheller war dort Pfarr-Adjunkt, zugleich Hofmeister in Graventhin im Hause Deutsch; Ambulance: nach der lat. Wurzel des Wortes das Hin- und Herspazieren (ambulare).

59,3         was Neues: der Fliegenden Brief oder noch Metakritik?

Brief 870

59,14        Brief vom 5ten Aug: 860, 32,31.

16            den Ihrigen: 861; Einschluß: 859, 31,22.

20            nach Hof Geismar: zur Badekur. Im damals wegen seiner heißen Quellen beliebten Kurort hatte sich auch Jacobi, nach schwerer Krankheit, dem Tod seines dritten Sohnes und seiner Frau auf der Reise nach Weimar Anfang September 1784 aufgehalten, als die Fürstin ebenfalls dort die Kur gebrauchte, V,240,28ff; 241,16ff.; 300,20.

24            jüngsten Briefe: 860.

25            Marianes Schwestern: 37,17f.

29            3 Exempl.[are] meiner <...> Schrift: Ueber die Lehre des Spinoza in Briefen an den Herrn Moses Mendelssohn, Breslau 1785.

30            lies Lengnick.

32            conformes Papier: dem Probedruck entsprechendes.

60,7         Gebeth: Ps 51,12.

10            in einem Ihrer Briefe: 837.

13            V,411,1ff.

19            Druck: seines französischen Briefs an Hemsterhuis: seine Antwort auf den article Spinoza in einem Brief Hemsterhuis' vom 26. April 1784, der sein eigenes Verständnis der Metaphysik Spinozas zusammenfaßte (Spinozismus sei Atheismus, nach seinen logisch unwiderleglichen Voraussetzungen der seine Schwierigkeiten mit Spinoza erörtert), JBW, I,3, Nr. 1032 und 1063. Seine Ausführungen schickte J. erst im September, als Abschrift einer Abschrift, an Mendelssohn. Vorangegangen war Mendelssohns Ankündigung eines Aufsatzes über Lessings Charakter, und die Intervention der Elise Reimarus, die M. am 4. August 1783 einen an sie gerichteten Brief Jacobis (vom 21. Juli 1783) weiterleitete. Es wäre möglich, daß Lessing diese Gesinnung [in seinen letzten Tagen ein entschiedener Spinozist gewesen zu sein] gegen mehrere geäussert hätte; und dann wäre es nöthig, daß Mendelssohn in dem Ehrengedächtnis, das er ihm setzen will, gewissen Materien entweder ganz auswiche, oder sie wenigstens äusserst vorsichtig behandelte. Vielleicht hat sich Lessing gegen seinen lieben Mendelssohn ebenso klar als gegen mich geäussert; vielleicht auch nicht, weil er ihn lange nicht gesprochen, und sehr ungern Briefe schrieb. Die Unterlagen dieser Behauptung gingen erst nach dem 4. November aus Pempelfort nach Berlin. Mendelssohns erste Reaktion auf E. Reimarus' Mitteilung vom 16. August ist die dringlichen Bitte nach einer genauen Definition dieses Spinozismus und verweist auf Lessings Gymnastic des Geistes, die ihm in der Laune, die auf Paradoxie und Widersprechen gestimmt war, eine Bitte, die Jacobi am 1. September von E. Reimarus mitgeteilt wird. Jacobis Bericht an M. vom 4. November geht nur darauf ein. Am selben 4. November verschickt dann J. seinen folgenreichen Bericht (JBW I,3, Nr. 964,1059). Von ihm berichtet M. an die Reimarus-Geschwister am 18. November, er habe nur das Wenigste verstanden, und bittet um weitere Aufklärung. Hilfestellung in der Diskussion mit J. übernahm J. A. H. Reimarus, da sich M. zu krank dazu fühlte, und verlangte am 24. Dezember erneut Jacobis Bericht. Erst April 1784 erhält M. ihn zurück. Seine Reaktion darauf sind die Erinnerungen an den Herrn Jacobi, die sich mit dem französisch verfaßten Brief Jacobis an Hemsterhuis überkreuzten. Diesen, eine Interpretation der Philosophie des Spinoza, schickte J. erst im September 1784 in einer Abschrift an Mendelssohn (JBW I,3, 1071). Aus all dem, unter Auslassung aller Schreiben Mendelssohns und unter Einfügung abschätziger, Lessing zugeschriebener Bemerkungen über M. stellte Jacobi seine Spinozaschrift Ueber die Lehre des Spinoza in Briefen an den Herrn Mendelssohn zusammen.

29            Kuffler: Küffelaer.

30            Zwischen den Büchern: den 3 Exemplaren seiner Spinozaschrift.

32            scheußliche Copie: ein Stich, der Jacobis Profil von rechts gibt, stand vor dem Titel des 1. Stücks des 54. Bandes der Allgemeinen deutschen Bibliothek, 1783, und zeigt in Nonpareille die Unterschrift: Hemsterhuis amicus ad viv. delin. Düßeld. d. 2. Mart. 1781.

34            Wort v Hippel: V,302,15ff., 331,35. Zur verleugneten und aufgedeckten Verfasserschaft Hippels siehe Arthur Warda in: EUPHORION (15. Bd. Jg. 1908, S.34-41): der Kupferstich (73,32ff.) habe sich in Hippels Bildersammlung nicht auffinden lassen. Warda verweist auf die Briefe Jacobis an Hippel vom 3. Dez. 1780, an Lavater vom 8. März 1781, an Kleuker vom 4. April 1782; auf den Hamanns an Jacobi vom 28. September 1785, sowie den Hamanns an Herder vom 21. Febr. 1779. Er wiederholt auch den Abdruck des einzigen, mit Tr. unterzeichneten (und undatierten) Brief Hippels an Jacobi, zuerst in: Friedrich Heinrich Jacobi's auserlesener Briefwechsel I,353 ff. Auch VI,549f. sowie die Nachweise zu Brief 881.

36            einmahl an ihn geschrieben: JBW I,2, Nr.745 (offenbar ein Entwurf vom 3. Dezember 1781).

37            Antwort erhalten: von Anfang Dezember 1782, JBW, I,3, Nr. 850. Es geht in jenem um die erneute Lektüre der Lebensläufe samt einer anschließenden Liebeserklärung an Hippel; in diesem aber um Hippels amüsierte Replik auf den Liebesantrag, um die Versicherung, daß J. ihn verstanden habe und um einen Wink auf seine eigentliche Absicht als Todfeind vom leeren Witz und gleich leerer Spekulation.

61,10        Zedel: 38,21ff.

18            Vorlesungen: von Pfenninger.

24            in meiner neuen Schrift <...> Stelle <...> angeführt: § 245 und 256, in Ueber die Lehre des Spinoza, 207 Anmerkung.

25            Brief an Lavater: Nr. 873, 70,32ff.

28            gelästerten Pontius: u.a. in Goethes Kritik und in der Allgemeinen deutschen Bibliothek 1782, 99-114, wahrscheinlich durch Cor(r)odi.

30f.          von einem jungen Geist vollen Manne: wahrscheinlich Wizenmann.

31f.          allein den Matthäus: Die Geschichte Jesu nach dem Matthäus, postum hg. von Kleuker, 1789.

35            an ihn geschrieben: unter dem 2. und 3. September, mit beigelegtem Spinozabuch, siehe den Auserlesenen Briefwechsel, I,389f.

37            Buchhändler aus Frankfurt: nicht ermittelt, wohl nicht J. G. Garbe.

62,6         schrieb ihm diesmahl: an Herder, 2.u.3.9.1785, JBW Nr. 1206.

8              Mohren u Zuckertrank: Kaffee, Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit, Teil 2, Buch IX,3.

14            die alten Geheimnisse: Ideen zur Philosophie, Buch IX, 267f.

16            Brief von <...> Kleucker: nicht überliefert.

[Zu Brief 870: JBW II,4,S.295-298.]

 

Brief 871

62,30        Zuschrift: nicht überliefert; Vorlesungen: von Pfenninger.

63,5         Schrift über Offenb.[arung]: von Cor(r)odi.

11            Brief nach Wien: an Hill, 854.

15            seltsamen Brief: nicht überliefert.

21            Lies V.[on] R.[echts] W[egen]; lies auf des; HE. R[egierungs] P.[räsidenten], 113,13;

21f.          Hauptmann von S.: nicht ermittelt.

22            guten Willen: unterstrichen, weil Anspielung auf den Anfang von Kants Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, 1785.

24            das Beste: wohl eine Anstellung bei dem Hauptmann von S.

36f.          zu Philadelphia ausgekommen: 1783, aber von der französischen Regierung verboten, daher mit Druckort Londres.       

37            Adams: Aedanus Burke. Mirabeau sollte auf Anregung Benjamin Franklins die Schrift übersetzen, Mirabeau schrieb aber seine eigenen Kampfschrift, worauf die Nebenbemerkung Imitation d´un pamphlet Anglo-Américain hinweist. Z.4f: mehr als Uebersetzung und Nachahmung.

64,1f.       neu errichteten Ordens <…> das ganze demokratische Gebäude zu Grunde gerichtet: die amerikanische Vereinigung von altgedienten amerikanischen und französischen Offizieren, die auf der Seite der Vereinigten Staaten gekämpft hatten, nahm nur die männlichen Nachkommen der Gründungsmitglieder auf. Diese erbliche Mitgliedschaft wurde von republikanischer Sicht als Bedrohung gewertet.

5f.           Circulare <…> Anmerkungen: die Lettre circulaire und Observation, signée du général Washington en sa qualité de président.

8f.           Brief des berühmten Turgot: <…> Suivies <…> d´une lettre de feu Monsieur Turgot, Ministre d´etat en france, au Docteur Price<…> de la traduction d´un pamphlet du docteur Price, intitulé: Observations on the importance of the American Revolution, and the means of making it a benefit to the world <…>.

13            zu dessen Uebersetzungen: durch Brahl, Des Grafen Mirabeau Sammlung einiger philosophischen und politischen Schriften <…>.

16            als ein Anfang zu dieser Sammlung: diese Schrift ist in der Übersetzung Brahls nicht enthalten.

17            Lies berichtigten; Briefe des Fr.[iedel], wohl die 1785 erschienene Neuauflage der Friedelschen, 57,21ff.

18            Freund in Düßeldorf: Jacobi, 33,31ff.

19            das ganze deutsche Musäum: 33,33ff.

23            Einlage: nicht ermittelt.

25            doppelten Candidaten: Scheller, 58,36. Hamann hoffte wohl, daß dieser inzwischen die Stelle in Petersdorf erhielt.

26            aus Graventhin: seiner Hofmeisterstelle im Hause Deutsch.

30            N.[eumann]: 58,3.

33            Plagium: lat.: literarischer Diebstahl, eigentlich: Menschenhandel.

36            von Z.[ollikofer].

65,4         2te Theil von Monboddo: Burnett, Werk von dem Ursprunge und Fortgange der Sprache <…>.

6              alte Metaphysik: Ancient metaphysics.

8              schädliche Fliege: Pr 10,1.

11f.          Beyfall: Mendelssohn mit seinen Morgenstunden, auf die H. keine Vesperlection als Abendpredigt zu halten beabsichtigt.

16            Verdacht des Atheismus: den Jacobi hatte anklingen lassen.

17f.          bloßen Atticismus <...> erklärt habe: N III,309,35f.

19f.          Leßing soll auch <...>: im Bericht Jacobis.

21            seinen Biographen: Mendelssohn, der eine Gedächtnisschrift Lessings plante.

23            seit 81: Erscheinungsjahr von Kants Kritik der reinen Vernunft.

24            Anfangsworten Agurs: Spr 30,1: Ich habe mich gemüht, o Gott, ich habe mich gemüht, o Gott, und muß davon lassen. Bei Luther (1545) lautet 30,2: DEnn ich bin der aller nerrischt/ vnd der Menschen verstand ist nicht bey mir ... (I, S. 1134).

35            Freund in M.[ünster]: Bucholtz.

37            Einlage nach Trutenau: für Kanter.

66,3         Börnsteinöl: früher oleum succini genannt, bei 300 Grad Schmelzhitze aus Bernstein gewonnen. Hier ist entweder die Arznei gegen stockendes Blut (mit Rheumatismus-Folge) oder das Öl für „stockende Uhren“ oder (Frischbier II,374), am wahrscheinlichsten, ein Mittel gegen feuchte, schimmelige Wände gemeint, 47,33f.

9              Meiner: Johann Werner M.

18            Unterschied: Hamann ist 4 Jahre älter.

19            galanten Juden: möglicherweise Isaac Levi, IV,365,10.

Brief 872

66,30        von dem hiesigen Fortgange: die erwartete Bestätigung seiner Adjunctur als Pfarrer in Petersdorf.

67,1f.       3 ersten Predigten: über die Würde des Menschen.

12            Z.[ollikofer].

15            Mechanismus: Logik des Diskurses.

21            Ethnicismis <...> Polylogie: volkläufigen Redewendungen <...> Wortfülle.

23            Wahl des Textes: Ps 8,5- 7.

24            Morus: Samuel Friedrich Nathanael M. in seinem Kommentar zum Hebräerbrief.

27            einzigen Individui: Christus, nach Heb 2,8ff.

28            Lehrer der Heiden: Paulus, der dort Ps 8 deutet.

33            Frage des Kämmerers: Apg 8,26ff.

68,5         Hiobs Beschwerden: Hi 5,17.

7              dieser Spruch: Heb 12,5.

14            per arsin: mit Hebung des Tons.

20            berufen: lies wohl beruhen. Der Gebrauch des Akkusativ (auf einige religiöse Theorien) entspricht Hamanns Sprachgebrauch; Verheißung alles neu zu machen: Off 21,5.

21            mit neuen Zungen: Apg 2,1- 5.

23            mit einem Artzt: Mt 9,12 u. a.; Wenn du <...> Blinden: Lk 14,13.

30            lies Thätigkeit [ab].

33            Alle Herrlichkeit <...> Ewigkeit: 1 Pt 1,24; Recht zu theilen <...> Wahrheit: 2 Ti 2,15.

69,9         Memoire des Mirabeau: 34,4ff.

18            Barthen [,]: nördlich von Rastenburg.

20            Familie des Mirabeau: Hamann wiederholt, was er von Jacobi erfahren hatte, 34,10ff.

21            des Grafen Mutter: gemeint ist die Großmutter Mirabeaus.

24            Gelegenheit von Friedrichsthal: Bote vom Wohnort des Justus Heinrich Wirth.

25            3 Büchern: Adelung, Blair, Büsching (19,32).

27            Fabriccius: gemeint ist St. Martin.

30            gewesener Eleve: Ernst Deutsch.

32            Journal von und für Deutschland: hg v. Goeckingk.

34            Pro Memoria von Dohna: recte Dohm: Verf. ist C. W. von Dohm: Vorstellung <…> an den Königl. Preußischen Staatsrath in Betreff der Cranzschen Schriften, S.112-115.

37            Vetter Becker: Schmohl; Relique weil dieser auf der Reise nach Nordamerika bei einem Schiffbruch (?) umkam; Anekdote: wohl S. 144 die Geschichte vom Hirschfänger.

70,5         In Ansehung des Museums: Deutsches M., hg von Boie.

Brief 873

70,15        letztes Briefchen: 832 vom 8. Mai 1785.

16            Reisegefährtin: A. B. Tobler, 71,10.

17            diesen Herbst: eine erstaunliche Ausweitung seiner früheren Reisepläne!

24            liebe B.[ucholtz].

32            Namen: Pfenninger. Erstaunliche Frage: 71,17.

71,3         Arbeiters <...> recht theilt das Wort: Mt 9,37; Lk 10,2; 2 Ti 2,15, 68,24.

5              fördere das Werk: Ps 90,17.

11            Schwägerin: Madame Courtan, 3,8 u. 851.

17            Pf.[enninger].

18            zur anderen Hälfte: im Ganzen wurden es 12 Bändchen.

31            neueste Schrift: Ueber die Lehre des Spinoza.

34            das Thier <...> falsche Prophet: Off 19,20; 20,10.

36            weder meine Tenne noch meine Kelter: 5 Mo 15,14; 2 Kö 6,27.

Brief 874

Antwort auf Brief 860.

72,9         Alles erhalten: 59,29ff.

11            lieben Brief: 860.

12            Nachrichten von B.[ucholtz].

13            Jedermann <…>: 32,19f.

16            wichtiger Nebenumstand: Bucholtz´ wirtschaftliche Situation, 32,22fff.

17            Cardinaltugend: Oekonomie, 32,26.

18            Die Zeit <...>: Hes 11,17.

24f.          wachsen <…> abnehmen: nach Jh 3,30.

28            wirkl.[ichen] Abreise.

30            beynahe verwiesen: 847.

73,4         Unrecht gethan: 93,4.

9              Dii deaeque me perdant: quid scribam vobis.

10            Epistel: 861.

14            Berge zu versetzen: u.a. Mt 17,20.

15f.          nicht Jedermanns Ding: 2 Th 3,2.

19            Antwort an Lavater: 873.

24            Bücher aus Engl.[and]: 75,34ff. bis 76,29.

25            Ihres lieben Päckleins: 59,29f.

27f.          Zwillings Exemplar: Ueber die Lehre des Spinoza <…>.

28            zu Hippel: 60,4.

29            Dieser Brief: 870.

32            Geschenk: 60,4 und 33.

35            seltenes Original: ein Pastell von La Tour, IV,428,21.

36            Lord Marshall: Georg v. Keith, IV,428,20ff.; ihm selbst: Hippel war mithin der Testamentsvollstrecker des Lord Marshall.

74,3         schönes Denkmal: das Kupferstichporträt Jacobis, 60,33.

4              ersten Gruß: V,302,15ff.

6              des Ordens wegen: dazu Jacobis Br. an Garve vom 27. April 1786 (JBW 1410, I,5,169-173): <...> Ich selbst gehöre zu gar keinem Orden, gar keiner geheimen Gesellschaft. Vor drei Jahren sollte ich ein Illuminat werden, und nachdem die Papiere verschiedener Grade mir waren anvertraut worden, und ich dennoch keinen Theil an der Sache nehmen wollte, kam ich bei einigen meiner Freunde, die sehr warm dafür waren, in den Verdacht des Egoismus- Die Gründe, welche ich den Erwartungen dieser wackern Männer entgegensetzte, waren gerade dieselben, die auch von Ihnen gegen die vermeinten Folgen von dergleichen Verbindungen angeführt worden sind. (auch: F. H. Jacobi's auserlesener Briefwechsel. In zwei Bänden. Leipzig 1825. Erster Band, S. 308). 1765 war J. Mitglied der Düsseldorfer Freimaurerloge geworden (La parfaite amitie).

12            Buch über die Ehe und an den Lebensläufen: Hippels Verfasserschaft von Ueber die Ehe galt erst nach seinem Tod als gesichert.

14            ehmaligen Praxi: als Advokat, dann als Kriminalrat.

16            cöllmischen Gute: nach Culmer Recht, d.h. Landbesitz, ohne adliger Abstammung zu sein und ohne Abgabenverpflichtung.

17            Schwester: Justine Wirth, geb. Scheffner, 58,36.

20            beschänden: üble Nachrede.

21            Ihrer Autor Mascopey: ihrer literarischen Zusammenarbeit, wohl das verballhornte niederländische maatschappij: kommerzielle Gesellschaft, Verbindung, Partnerschaft zu einem gemeinsamen Zweck.

28            mit dieser: Ueber die Lehre des Spinoza.   

30            Aufschrift: Titel.

33            Verfügung: 60,4.

34            Kayserl.[ing].

75,7         Statum causae: Ueber die Lehre des Spinoza, 176f.

10            Mittheilung deßelben: V,241,27ff., passim Brief 774.

14ff.         vermuthe S.14 <…>Sternchen S. 174: 94,18ff.

16f.          Nachricht S.173: erhielt ich von eben diesem Freunde die Nachricht: Mendelssohns Morgengedanken (wäre ihm versichert worden) <…> hätten die Presse würklich schon verlassen. In der 2. Ausgabe des Ueber die Lehre des Spinoza wird der Freund in der Fußnote genannt: Der seelige Hamann aus Königsberg.

22f.          Von Nicolai <…> merkantilisch geantwortet: nicht überliefert.

23            letzten Theile: der Morgenstunden?

24            Reichardts Zurückkunft: aus Paris, 77,4 und 877.

26            Weitzenkornchen: Jh 12,24.

30            Was Pope <...> sagt: Z. 32, An essay on criticism, Teil 1,142.

35            Kaufmann: vermutlich F. C. Jacobi in Königsberg.

37            oben ein: obenein.

76,2         Cardinaltugend: Oekonomie, 72,17.

5              I. Theil von Monboddo's Werk: zuerst Edinburgh 1773.

7              sehr lächerliche Recensionen: nicht ermittelt.

9              Die Aufzählung der Teile bezieht sich auf die Ancient Metaphysics.

13            Organon: jedoch baldiger Widerruf 77,37 (wahrer Misthaufen).

18            3 Guinées: seit 1717: 63 Schilling.

20            Freund in W.[eimar]: Herder; Buchdrucker: Schlegel, 81,4ff.

26            B.[ucholtz].

33            Lavaters seinen: Fortsetzung von 873 am 3. Oktober, 71,6ff.

77,2         Kräusel: Kreisel.

3              Namensvetter: dem Kommerzienrat J.

4              Nachrichten von Reichardt: aus dessen Brief an Dorow, 82,4.

9              hat alles wohl gemacht: anspielend an evangelische Kirchenlieder, C. Runge, J.J. Otho.

14            Ihre Schrift: Ueber die Lehre des Spinoza.

15            jenen Einwurf: Mendelssohns, wohl die Analyse von Lessings Jonglieren mit Scheinbegriffen und den salto mortale, den J. brauchte, seine Beschuldigung zu untermauern; auch 80,33ff.

16            dort: im Berliner Kreise Mendelssohns; dergl.[eichen] posthuma: was Lessing gesagt haben soll.

34f.          einen Brief von ihm: 60,37ff.

37            Misthaufen: Variante zu Vergils Ausspruch aurum stercore Ennii.

78,1         das ganze deutsche Museum: 70,5ff; 74,5ff.

4              L' Inconnue: von Imbert, 81,23ff., 114,31f.

6              komme nicht vom Fleck: mit der Kantkritik.

9              aus Paris <...> Geschichte Ihrer Schrift: von Bucholtz und zur Rezeptionsgeschichte der Spinozaschrift.

14            Graf Stollberg: 884.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746.

Zu Brief 874: JBW II,4,S.313-328.]

Brief 875

Kreuzte sich mit Brief 880.

78,26        Bitte <...> Hills: die auch die Hamanns war, 55,4. Warum es unterblieb: 112,23ff. Er hatte Hill aber zu einem Besuch bei dem Professor der Theologie, Johann Gottfried Eichhorn, damals noch in Jena, empfohlen. Seine Freude an Hill äußerte er auch anderen Korrespondenten gegenüber. So Herder an Jacobi (16. Sept. 1785, JWB 1220, I,4,182-183): Hill habe viel von Hamanns Hausleben erzählt: so sind bei mir Ideen der kindischen, seligen Jugend erweckt worden, die ich jetzt- meinen Kindern wünsche: denn ich fühls von Tage zu Tage, daß ich ein alternder Gott bin.

28            längst zu Hause: Hill, dessen Stammbuch ( Max Morris, Zu Goethes Stammbuch-Einträgen, in: Chronik des Wiener Goethe-Vereins XXVII. Band) während seines Aufenthaltes in Weimar Einträge Goethes, Wielands, der beiden Herders und Bodes (alle vom 12. September) enthält, nahm seinen Weg, der anhand des Stammbuchs zu verfolgen ist (siehe den Eintrag Häfelis), über Jena, Wörlitz, Stettin, wo er zu Schiff ging; er langte am 20. Oktober in Königsberg an, 112,23ff.

79,4         Apostolischen Reisenden: auch Z.16 Nuntius Apostolicus: Hill kam aus Rom.

20            nach Wilna: wo er seit 1784 an der Universität als Prof. der Naturwissenschaften lehrte.

21            zu frühe Reise: als Begleiter seines Vaters Johann Reinhold F. auf der Cookschen Reise um die Welt, siehe J. R. Forster's Reise um die Welt <...> in dem <...> durch den Capitain Cook geführten Schiffe <...>. F. war damals gerade 18 Jahre alt. Cook hatte seine Reise zum Südpol selbst beschrieben: A voyage towards the South-Pole and round the World, performed in his Majesty's Ships the Resolution and the Adventurer, in the years 1772, 1773, 1774 and 1775. 2 Bde. London 1777.

27            kam <...> Gallizin: erster Aufenthalt vom 19. bis 27. September, dem vom 21. bis 25. Oktober ein zweiter folgte; siehe Goethes Briefe vom 20. und 25. Sept. an Charlotte v. Stein (WA IV,7, Nr. 2164 und 2166).

80,5         Statthalter in Erfurt: v. Dalberg.

15            Sprick.[mann]: 103,20ff u. 147,20.

19            Sekretär: Haas, 147,20f.

20            entzweien: nicht negativ, sondern im Sinne von: sich einzeln äußern.

33            unsers Jac.[obi] Spinozism.: Ueber die Lehre des Spinoza. Zu Herders Jacobi-Kritik siehe seine Briefe an diesen vom 6. Juni 1785 und 16. Sept. 1785 (JBW 1158,1220).

35            wie Mend.[elssohn] sagen: daß er ihn nicht verstehe, ihm manches schlechterdings unverständlich vorkomme, Mendelssohn an Jacobi am 21. Juli 1785.

36            πρωτ.[ον] ψευδ.[ος]: erste Lüge, Grundirrtum; entsprechend 81,1: δευτ.[ερος] ψ.[ευδος]: zweite Lüge.

81,5         (Th.[eil] 2. Id.[een]).

7              Buchdr.[ucker]; im Karlsb.[ad].

8              Ex.[emplaren].

10            beiden Buchhandlungen: Hartung und Dengel/Wagner.

Brief 876

DIE I N C O N N U E DES IMBERT ? 62,32f.; 74f.; 114,29ff., von Brahl übersetzt.

23ff.         K.s.r.n.: die österreichische Kaiserin; Gr.[afen] C.[obenze]l: 114,31ff. Cobenzel hatte eine schöne Unbekannte zu befragen, von der man mutmaßte, sie sei eine natürliche Tochter des verstorbenen österreichischen Kaisers. Er kam zu keiner klaren Entscheidung, schlug jedoch der Kaiserin eine großzügige Haltung ohne Anerkennung vor. Die Kaiserin jedoch entschied gegen die junge Frau und lieferte sie ihren Gläubigern aus.
Als Absender fällt Hennings wohl aus -es dürfte sich um Hippel handeln, auch weil die Adresse auf eine Überbringung durch Boten deutet.

Brief 877

82,4         D.[orow].

10            Ihre: ihre.

17            Urian: Claudius, metonymisch nach seinem Gedicht Urians Reise um die Welt, zuerst im Voßischen Musenalmanach auf das Jahr 1786 erschienen.

19            Vetter Becker: 69,37.

31            Einlage an mich: 83,14, siehe Einleitung zu 878.

33            braust wie im King Lear: Akt III, Szene 2.

Brief 878

Antwort auf einen nicht überlieferten Brief Lindners unbekannten Datums aus Jena. Die Einlage betraf seinen Auftrag, sich um seine beim Diacon Kahle zurückgelassenen Bücher zu kümmern, 84,18; 88,15; 90,4.

83,20        Erlaubnis <...> Reise: 839.

22            Freund und Arzt in Halle: eben Lindner.

24            Frankfurt an der Oder: Hamann bleibt hartnäckig bei dem Mißverständnis: es sei dieses Frankfurt, wo er zu einem Treffen mit Bucholtz verabredet sei.

25            alten Brief: vom 14. April, 41,27; 84,28ff.; 83,25; 84,28; 101,16, den er kurz nach seinem Reisegesuch vom 1. Juni 1785 erhielt, nicht überliefert.

28            neue Vorfälle: die Heirat Bucholtz'.

84,10        Dulcamara: bittersüßer Nachtschatten, gegen Erkältung, Katarrh, Durchfall.

14            Brief aus Paris: von Bucholtz, nicht überliefert.

16            Directorium: Stationenverzeichnis, Fahrplan.

18            Ihr Verlangen: 88,15; 96,27; 101,23.

20            Einl.[age] nach Cracau: Empfänger nicht ermittelt.

22            Dengelsche Sache: offenbar drohender Konkurs seiner Buchhandlung oder Spezialisierung auf theologische Literatur,116f.

25            Gesellen von Hartknoch: Schuchardt, 88,8; 117,2f; dort: in Königsberg bei der ehemaligen Kanterschen Buchhandlung.

28            Ihren letzten <...> Brief: 41,27.

33            in Ansehung des Wanderers: Hill.

85,20        junger Student: F.W. Schultz, 55,8ff.

33            dorthin geschrieben: 863.

35            Um den Schibl.[emini]: Golgotha und Scheblimini.

87,9         Lesart der Allg.[emeinen] Litteratur Zeitung: 181,3.

Brief 879

87,31        HE Levi: 105,33; letzten Brief: nicht überliefert.

32            Schrift über Offenbarung: von Cor(r)odi.

88,1         meiner Ana: analectae, Brosamen (Martial. 7,20) oder Hamanniana.

9              Ihr gewesener Schuchardt: 84,25.

12            Ihres Auftrags: er stand vermutlich im verlorenen Brief vom 10. August.

14            D.[octor] Lindner: 83,14.

15f.          seiner <...> Bücher wegen: 84,18.

22            Graf <...> zu Stollberg: VI,XII.

24f.          frisch aufgenommenen Stube: Staub gewischten.

26            Brief von Claudius: nicht überliefert, 90,25ff.

30            Er: Graf Stolberg.

31            Backmeister: Bacmeister, in St. Petersburg.

89,4         Reisegefährtin: Mademoiselle Tobler, siehe Briefe 850 u. 851.

7              an Sie: sie.

8              Ihrer Reise: ihrer. Ebenso 89,10/12/14.

16            aus Paris: von Bucholtz.

17            Weimar: von Herder.

Brief 880

Kreuzt sich mit Brief 875.

89,34        widerum 4# zu seiner Pflege: 89,17ff.

90,1         Von Dr. Lindner: 83,14; 84,14.

4              Einl.[age] über Weimar: wohl über Herder.

4f.           wegen eines Auftrags: 88,15.

7              Stollberg: 879 und VI,XII.

8              wüsten Stube: 88,24f.

10            Kayserl.[ingschen] Hause.

17            das Bad bekommen: 43,19.

25            Claudius <...> geschrieben: nicht überliefert, 89,3.

27            hier für gewiß ausposaunt: fälschlich, 105,4ff.; 129,12.

28            Gr.[af]. Schimmelmann; Kammerherrin: v. d. Recke.

29            kleine dänische Pension: 129,12ff.; ein d°: dito.

31            Stelle seiner Schriften: Asmus omnia sua secum portans, oder Sämmtliche Werke des Wandsbecker Bothen, I. und II. Theil, Hamburg, gedruckt bey Bode. 1775. Darin ein Brief an Andres, worin es um das neue Holzbein und die Bärenmütze geht, die Andres dem invaliden Dietrich auf sein Strohlager hatte hinlegen lassen -und dafür Dank erwartete. Das redet ihm Asmus gründlich aus: Herzlicher Dank tut wohl sanft, alter Narre, doch ist das auch keine Hundsfötterei, heimlich hinlegen, und denn dem armen Volk als'n unsichtbarer Fierk hinterm Rücken stehn und zusehen, wie's würkt, wie sie sich freuen und handschlagen, und nach dem unbekannten Wohlthäter suchen. Und da muß man sie suchen lassen, Andres, und mit seinem Herzen in alle Welt gehn. <...>. Die Suche nach dem unbekannten Wohlthäter prägte sich Hamann an dieser Stelle wohl besonders ein, 129,11ff., wo H. auf Claudius und die Idiosynkrasie seiner Erkenntlichkeit zurückkommt.

35            was man mir erzählte: vermutlich Graf Stolberg.

91,1         Baroneße: Bondeli.

9              unter Fräulein: adligen Töchtern.

13            Speciem facti: seine Ansicht, Gesichtspunkt, gemeint ist Jacobis Ueber die Lehre des Spinoza.

15            Hamann kannte Herders Kritik noch nicht, 80,33ff.; Areopagiten: Mitglieder des Gerichtshofs in Athen, hier ironisch für die Berliner Kunstrichter.

17            Einl.[age] des Lindners: 83,14; Wohlthäter: Bucholtz.

19            Kapellmeister: Reichardts Brief ist nicht überliefert.

22            Ancient Metaphysics: von Monboddo

25            noch oben ein: obendrein, 75,37.

32            Verfaßer: Pfenninger.

35            Beyträge von Jacobi: 33,33f.

92,1         wie es Claudius nennt: in Zwey Recensionen etc. in Sachen der Herren Leßing, M. Mendelssohn, und Jacobi, 103,28.

2              Aristé: Hemsterhuis' Aristée ou de la divinité.

6              meine Freunde: vor allem Kraus.

16            Nachrichten von Ihrer Erholung: im Karlsbad, 81,7.

Brief 881

92,25        sehnlich erwarteten Brief: 874.

27f.          Ihrem Oberburgermeister attribuirten Brief: Hippel, 74,3ff. und 22f.

30            Prinzeßin schrieb mir: nicht überliefert.

93,2         schrieb mir Lavater aus Zürich: vom 12. September 1785 (JBW 1218).

4              nicht Unrecht gethan: 73,3f.

8              von Hippeln einen Brief: 60,34ff.

13            Q.[uod] E.[rat] D.[emonstrandum].

14            Minor: Untersatz im Syllogismus; folgt in Person hiebey: das anonyme Schreiben Hippels, VI,549f.; maiorem: Obersatz.

15            probieren: lat. probare: prüfen, empfehlen, beweisen.

15f.          aus Herders Munde: bei dem Aufenthalt in Weimar September 1784.

19            Verfaßer des einliegenden Schreibens: 74,9-11.

27            durch Kants Hände: 74,27-34.

30            77,29ff.

94,1         64,1f.; 75,1ff.

3f.           Buch sur <...> Turgot: von Pierre-Samuel Dupont de Nemours.

5              daß ich es übersetzen wolle: im Deutschen Museum, St.10, 1783, S. 376.

18ff.         75,14ff.

30            v dort aus geschrieben: nicht überliefert.

32            schrieb mir Goethe: Hill der wandernde Philolog, den Haman in die Welt sandte, ist bey uns auf seiner Rückkehr von Rom, WA IV,7,92; JBW 1215.

33f.          gedachte auch Herder seiner: JBW 1220.

95,1         neulich schrieb: 62,1ff.

5              das schlimme Wetter: 77,20ff.

11            Problem <...> Schlüßel: 75,28.

13            Anfrage wegen Kant: 77,30ff.

16            GegenGruß u Kuß: 77,33.

21            letzten Stücke der dortigen Monatsschrift: 1785, St.8, Noch über den Beytrag zur Geschichte itziger geheimer Proselytenmacherei, S.104-164. Zuvor Januar 1785, S.59-80: Beytrag zur Geschichte itziger geheimer Proselytenmacherei.

22            Martinisten: Anhänger des angeblichen Theosophen St. Martin. [
Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Briefs siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 881: JBW II,4, S.336-340]

Brief 882

96,5         16 Bände des deutschen Museums: 70,5 ff.

8              Lebensbeschreibung: nicht ermittelt.

14            lies an die ich [nicht] mehr.

18            Lais: die korinthische Hetäre, Ovid am. 1,5,12.

20            Kürzer: wohl verschrieben für: Klüger.

21            mehr als ein Phrygier: Anspielung auf das antike Sprichwort sero sapiunt Phryges.

22            Brief von unserm Lindner: 83,14.

27            Kasten mit Büchern: 88,15f.

30            am zweyten Revuetage: 101,20.

97,5         ihn erste aus dieser Monatsschrift kennen: den Grafen F. L. von Stolberg, der im Deutschen[n] Museum Gedichte und Aufsätze veröffentlichte, u.a. Warnung, Gegen den Persifflage, Die Dichterlinge, Die Quelle, Die Gözen, An F.H. Jacobi, An meine Freundin <…> Gräfin Baudißin, An meinen Freund, Homer, Ueber die Sitte der Weihnachtsgeschenke, 1781, Ritter Bayard, Graf Gleichen, Selmar und Selma , Die Schätung, Der Wehrwolf, Die Schaafpelze, An Lichtwehr, Der Prüfstein, Der Rath. An Tobias Mumsen, Über die Fülle des Herzens, Der Bach. Eine Idylle, Vom Dichten und Darstellen, Über die Ruhe nach dem Genuß <...>, Über die Begeistrung veröffentlicht hatte.

6              seinem Bruder: mit dem er einen Gedichtband veröffentlicht hatte: Gedichte der Brüder Christian und Friedrich Grafen zu Stolberg, herausgegeben von H. Chr. Boie. Leipzig 1779; sein Beitrag im Deutschen Museum 1776, 1. Bd.

9              Kopftuch à la Russienne: also -vermutet Hamann- habe ihn der (H. später so ärgerliche) Stich in Lavaters Physiognomik (2. Teil) neugierig gemacht.

19f.          fehlgeschlagene Erwartung <...>: möglicherweise eine Pfarrstelle für Scheller. Hamann antwortet vermutlich auf einen Brief Scheffners, der dem Kästchen beilag.

26            II Theil: der Philosophischen Vorlesungen von Pfenninger.

28            Aus Weimar: von Herder; geschrieben: 880.

31            Sprickmann zu Münster: mit mehreren Beiträgen 1776, 1777, 1778.

32            nichts von meinem Jacobi zu D.[üsseldorf]: 103,33ff.

98,3         Mendelssohn: wohl die Morgenstunden.

5              Z.[ollikofer] Predigten.

9f.           Despotismus <...> Pabstum: eines von Hamanns Themen, Hierophantische Briefe, N III,135ff.

10f.          Die Berl.[iner] schlauer wie die galanten Sachsen: Zollikofer war seit 1758 Prediger in Leipzig.

19            im Gr.[iechischen] und Engl.[ischen].

Brief 883

99,16        Capt. Bentevegni: ehedem Lieutenant in Königsberg u. Schüler Hamanns (im Englischen und Italienischen) ist offenbar nun in Berlin stationiert.

21            Gemälde: Friedrich Wilhelm Sennewaldts, der öfter in Königsberg wirkte. Hatte v. Auerswald die Hamann-Porträts in Auftrag gegeben, die aus Berlin (?) an Dorow geschickt worden waren? Eines geht am 5. Jänner 1786 an Jacobi, 193,5; 216,6; 232,2ff.

32            gewesenen Lehrmeister: Scheller.

35            jungen Paars: die Bucholtz.

100,1f.     erste Stück <...> Allg.[emeinen] deutschen Bibliothek: 63. Band, Berlin/Stettin 1785, S. 33-37.

6              Rebecca: entweder in einem verschollenen Brief Jacobis; oder Hamann hat noch die Nachricht von der schweren Geburt der 7. Tochter in Erinnerung, von der Claudius selbst berichtete (in einem verschollenen Brief, den H. vor dem 24. Jan. 1785 empfangen haben muß, siehe 803 an Scheffner, V,341,23).

8              mit dem N[ota]B.[ene].

10            Ipecacuanha: Brechwurz, ein Vomitiv.

12            artigen Brief: nicht überliefert.

26            eins ist bey mir Alles: leicht ironische Replik auf den Spinozastreit.

101,7        so der Herr will, und wir leben: Jak 4,15.

Brief 884

Antwort auf Briefe 870 und 881.

101,12      schon gemeldet zu haben: 78,1f.

16            Schreiben vom D. Lindner: 83,14 und 88,15, 96, 27f.: Bücher, die bei Diakonus Kahle zurückgelassen wurden..

21            beyde jüngste Mädchen: Magdalena Katharina u. Marianne Sophie.

23            Auftrag: 88,15.

102,8        Brief des Claudius: vom Grafen Stolberg überbracht, nicht überliefert.

10            beiden lucida sidera: Horazstelle bezogen auf die Brüder Stolberg, als Castor und Pollux, versammelt in einem Gedichtband.

11            Antheil aus dem deutschen Museo: 97,5.

14            Baronesse: v.Bondeli.

16            an Scheffner: 882.

20            neuen Vorspann: die Geldsammlung für Hills Rückkehr, 89,34, 92,3f.

21            ein Jude: nicht ermittelt.

26            Jacobi: Friedrich Conrad.

34            ersten Exemplar: der Morgenstunden.

103,7        aus Ahndung: Hamann wird bald die Neigung des Sohnes fördern; er kauft ihm ein arabisches Wörterbuch, wohl in der damals noch geltenden Meinung, daß in einschlägigen arabischen Traktaten nicht nur Beiträge zur Geschichte der Medizin, sondern auch zu ihrer Praxis zu finden seien.

20            Brief <...> Herder: 875.

21            Emilie: Fürstin Amalie v. Gallitzin, 104,21.

22            Fürstl.[ichen] Gefolge: 80,18.

22            Namen des Secretairs: Haas, 80,19, 147,20f.

23            Ihr factotum: Schenk, 35,6 u. 147,17.

28            Claudius: vermutlich im verschollenen, vom Grafen Stolberg überbrachten Brief, denn Claudius´ Rezension erschien 1786.

32            vrceum: Wasserkrug, Hor. ars 22.

33            Ihren Beyträgen zu Gefallen: 104,1ff.

104,1        beyden ersten Stücke: im Deutschen Museum, April und Mai 1779 als Fortsetzungsgespräch zum Woldemar, dessen 1. Band 1779 erschienen war, unter dem Titel Ein Stück Philosophie des Lebens und der Menschheit. Deren unter dem Titel Der Kunstgarten veränderte Fassung erschien in den Vermischten Schriften, 1781. Dazu und zum Folgenden 896 mit Jacobis Antworten auf Hamanns Fragen, besonders 146,27ff. Siehe auch seine Vorerinnerung zu Etwas das Lessing gesagt hat in Werke II,327ff.

5              find ich 81.: im 6. Stück des Jahrgangs 1781 des Deutschen Museum Jacobis anonym erschienenen Aufsatz Ueber Recht und Gewalt <...>. Hamann hat wenig Laune, die Polemik gegen Wielands im Teutschen Merkur, November 1777 erschienenen Aufsatz Ueber das göttliche Recht der Obrigkeit zu fördern. Zum Fragmentcharakter siehe F. Roth im Vorbericht der Werke Jacobis, VI, S. VI (1825): Jacobi wurde durch die grobe Verunstaltung, welche sie [die Abhandlung] in einem höchst nachlässigen Abdrucke im Deutschen Museum 1781 erlitt, so erzürnt, daß er die Fortsetzung verweigerte. Indessen hat sie ihre Ergänzung durch die Schrift: Etwas das Lessing gesagt hat, erhalten.

8              mehr auf W.[ielands] Seite <...> herrliche Stelle: die Jacobi zitiert hatte: <...> wenn wir sehen, durch was für ein minimum von Weisheit die Welt regiert, und wahrlich wenigstens so regiert wird, daß es schwerlich einer von uns besser machen würde, so deucht mich, es leuchte stark in die Augen: daß es bloß die in allen Regierungen hinter Szene spielende Theokratie sey, welche macht, daß es, trotz unserer eiteln Besorgnisse, nicht schlimmer, und oft gegen alle unsre Deduktionen, Theorien und Demonstrationen so viel besser in der Welt geht, als es, unsrer einfältigen Meinung nach, gehen sollte. Hamanns Zustimmung war kaum nach Jacobis Sinn.

14            beyden letzten: im Jahrgang 1783; des Mirabeau großes Werk: es handelt sich um Ueber das Buch: Des lettres de Cachet und eine Beurtheilung desselben, weil J. sich auch auf eine Rezension in den Göttingischen Anzeigen von gelehrten Sachen bezieht, 33,31ff. u. Jacobi Werke II,411-455.

16            Ihren Erinnerungen: Erinnerungen gegen die Gedanken Verschiedener über eine merkwürdige Schrift, und vorhergehend: Gedanken Verschiedener bey Gelegenheit einer merkwürdigen Schrift, in den Werken II (1815), als Anhang zu Etwas das Lessing gesagt hat. Ein Commentar zu den Reisen der Päpste, also zu der Schrift des Johannes v. Müller, 146,29ff.

17            Verfasser von den Gedanken: in Brief 774, V,243,13, hatte Jacobi bereits die Namen Dohm und Mendelssohn genannt.

18            Ihre Vergleichung: 146,36ff.

19            in dem fr.[anzösischen] Brief: 146,30ff.

20            großen würdigen Freundes: Hemsterhuis.

22            Beyträge <...> Sprickmanns: 97,31f.

23            aus B.[ucholtz] Briefen.

24f.          Dein Buchholz <...>: 147,1f.

27            Un. scheint mir: lies Ue, die Chiffre des Helfrich Peter Sturz im Deutschen Museum; dessen Sammlung: seine von Boie herausgegebenen Schriften.

32            Schlüßel: in 896

36            nach P.[aris]: an Bucholtz. Jacobi hatte Hamann mitgeteilt (92,29), Bucholtz habe Paris verlassen und sei über Lyon auf dem Weg nach Zürich, zu Lavater. H. liest dies aber erst am 26. Oktober, 106,8f.

105,4        Brief vom Claudius: zur Auflösung des Gerüchts, 90,25ff.; 129,12ff.

6              ein junger Mensch aus Büschens Pension: der eine Handelsakademie leitete und junge Leute betreute, V,60,14ff. nennt als jungen Mann den Sohn des Ernst Egidius Müller.

12f.          misverstandenen Stelle seiner Schriften: 90,31; 129,16ff.

18            Sie haben Hemsterhuis gesehen: im März 1781.

18f.          Lavater <…> bey Ihnen gewesen: 89,3.

33            von einem Juden: Isaac Levi, 87,31; 116,33.

106,2        Comm.[erzien].rath selbst Ihre Einl.[age]: 881.

5              Päckchen wider von Hartknoch: 108,31ff.

6              2ten Theil: der Ideen.

7              Hofrath Metzger: bei dem Hans Michael eine Einführung in das Studium der Natur- u. Arzneiwissenschaften hörte.

8              Nachrichten: 92,29ff.

17            dem Reinen: Tit 1,25; Weisheit ihrer Wege: Anspielung auf C. F. Gellerts geistliches Lied Preis des Schöpfers: Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht, Die Weisheit deiner Wege, Die Liebe, die für alle wacht, anbetend überlege.

24            mitgetheilte Beyl.[age]: ein anonymer Brief Hippels an Jacobi, 93,14.

33            Copist bey H.[ippel].

107,7f.     Demodor: Gesprächsmaske Herders in der 1. Sammlung seiner Zerstreuten Blätter, IV,54f. und 56,25f.

9              Document: 93,21.

16            Freunden: Hippel, Scheffner.

19            Die Firma: Hippel-Scheffner: H-r.

22f.          Mendelssohn zu widerlegen: in der Schrift Was heißt: sich im Denken orientieren?

26            helle reine Kopf: Jacobi hatte in seinem Spinozabuch, wo er sein Gespräch mit Lessing widergibt, sich selbst die Charakterisierung Spinozas zugeschrieben: Eine solche Ruhe des Geistes, einen solchen Himmel im Verstande, wie sich dieser helle, reine Kopf geschaffen hatte, mögen wenige gekostet haben.

33            statum causae: Stand der Dinge, Plattform des sog. Spinozastreits.

36            Aberglaube an die mathematische Form: z. B. die more geometrico dargestellte Ethik.

108,3        tabula votiua: bei der Horazanspielung (c. 1,5, 13) ist hintergründig mit zu verstehen, daß auf der Votivtafel ein Schiffbruch (!) dargestellt ist: Ich, wie an heil'ger Wand/ Laut die Tafel besagt, die ich geweiht, ich hab' / Längst die feuchten Gewänder/ Aufgehängt für den Meeresgott. (Übers. Rudolf Helm).

5              psilologischen und psilosophischen: Neologismus Hamanns von ψιλος: haarlos, federlos, baumlos, entblößt. Im Wortspiel ersetzt Hamann φιλος so, daß er sich (laut Nadler) zum Liebhaber des verklärten, aus dem Fleisch zurückgekehrten Wortes bekennt.

6              verdientesten Männer: Kant u. Mendelssohn.

9f.           dem Stabe Sanft <...> thörichten Hirten: Sa 11,7 u. 11,15.

14            Ευρηκα: bekanntlich der Ausruf des Archimedes (Vitruv IX), als er, den Goldgehalt einer für Hiero II., den König von Syrakus, gefertigten Krone prüfend, das Gesetz des spezifischen Gewichts entdeckte; Ihrem archimedischen Motto: J. hatte auf dem Titelblatt seines Ueber die Lehre des Spinoza das Motto setzen lassen: δος μοι που στω des Archimedes (gib mir den Punkt, da ich hintreten kann, und ich bewege die Erde).

16            zweiten Theil: der Morgenstunden, der aber nicht mehr erschien.

22            das zweyschneidige Schwert: Heb 4,12.

25            γνωϑι σεαυτον: Erkenne dich selbst, die Tempelinschrift des delphischen Apollo (Cic. Tusc. 1,22, 52); p. 195, 196: beziehen sich auf das Spinozabuch.

32f.          die große fünfjährige Reise: nicht ermittelt.

36            das Haf: Kurisches Haff.

109,8        halbschlägige Unruhe: ohne bestimmte Ursache.

11            Ihrem Ohr: 94,28ff.

12            Reisender aus Berl.[in]: nicht ermittelt.

14            interdict: untersagt, gesperrt.

15            OstPreußen: üblicherweise bei Hamann Preußen.

18f.          Er war <...>: Rothkirch.

20            expostulirt: Beschwerde geführt.

26            Uebersetzer des Mirabeau: Brahl, 93,35

29f.          zugedachte Exempl.[ar]: 93,33.

33f.          Juden <…> Mendelssohn betrifft: Seligmann? nicht ermittelt.    

35            wegen Ihrer Innschrift: nicht ermittelt.

110,2        Anfechtungen von B.[erlin]: 95,18ff.

4              Pöbel von Sichem: Sir 50,28.

6              Ihre nicht scheue Feder: 95,23.

10            Eckelnamen: z. B. Spinozist.

11            Mendelssohns Antwort: die brieflich nicht mehr erfolgte.

12            Herr Herr! sagen: passim im AT, Lk 6,46.

13            Systeme de la Nature: (mit Baron Holbach) das System des frz. Materialismus, von Voltaire im Artikel Dieu seines Dictionnaire philosophiques widerlegt.

19            Logomachiam: Wortgefecht; optische Täuschung: die täuschende Verwechslung, mit Gründen der Vernunft zu einer transzendenten Erkenntnis Gottes zu kommen: Kritik der reinen Vernunft: Kap. 55. Der transzendentalen Logik Zweite Abteilung. Die transzendentale Dialektik. Einleitung. Vom transzendentalen Schein: Die transzendentale Dialektik wird sich also damit begnügen, den Schein transzendenter Urteile aufzudecken, und zugleich zu verhüten, daß er nicht betrüge <…>.   

29            Sirach 40,37: Sir 39,37.

31            wie Eli die Hanna: 1 Sam 1,12ff.; auf den Mastbaum zu schlafen: Spr 23,34.

111,1        Gemeint ist wohl das Lied des Johannes Frank: Jesu, meine Freude, Str, 2: Unter deinen Schirmen/ Bin ich vor den Stürmen/ Aller Feinde frei./ Laß von Ungewittern/ Rings die Welt erzittern/ Jesus steht mir bei <...>.

3              lieber Turgot: 94,3f.

4              Nehmen <...> Geben <...> Seeligkeit: spielt an auf Apg 20,35.

14            Senior: Pfarrherr Gottsched in Petersdorf. Hamann denkt (129,37) bei der sehr liebenswürdigen Tochter an die in diesem Kreis nicht unübliche Einheirat.

16f.          Etat <...> peccirt: er leidet an Lücken und Überziehung.

17            aufsteigende Linie: spielt an auf Hippels Roman Lebensläufe nach aufsteigender Linie.

24            beantw.[ortet] den 18ten: 17.und 18. November, 144,10. 
[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 884: JBW II,4,S.346-361.]

Brief 885

111,28      Zur Verlesung Lavaters 70,17.

112,1        Buchholz: Bucholtz.

7              Antispinosist: Jacobi.

Brief 886

Antwort auf Brief 880.

112,20      schon gemeldet: 81,5ff.

23            Hill: 78,26ff.

29            Br.[ief] an Lindner: 878 oder 863.

30f.          Br.[ief] <...> mit der reitenden Post: 864.

Brief 887

113,6        Pathen: Raphael Hippel, 322,8.

9              veniam concionandi: Vortragserlaubnis.

13            RegierungsPräsident: 63,21. Im September also war Hamann bereits mit der Vermittlung eines Hauslehrers für jenen befaßt und hatte an Hill gedacht.

15f.          Anwerbungen eines Gräfl.[ichen]: von Dohna, 115,11ff.

23            ihre: Ihre.

28            Heynecke: Heinicke, Neues ABC-, <...> Lesebuch.

28f.          Spinozabüchlein: im folgenden immer auch Anspielung auf die Benennung in Claudius' Rezension, 103,28.

29f.          Romanbibliothek für die Damen: hg. von Reinhold.

30            weder säen noch spinnen: ironische Variation von Mt 6,26.

34            Herder <...>: 875.

114,12      der zweite: der nicht mehr geschrieben wird.

13            seinen Sohn u seine Freunde: Joseph M., M. Wessely, S. Veit.

15f.          weder Lambert <…> alles Zermalmenden Kant gelesen zu haben: so von Mendelssohn im Vorbericht genannt, 117,17f. und im Brief vom 10.April 1783 an Kant, Kant Akad.A. X,S.287f. (Brief 174), Nervensaftverzehrendes Werk= Kritik der reinen Vernuft.

16f.          Beywort <...> in einem Briefe gegeben: nicht ermittelt.

18f.          ersten polemischen Ritt: Was heißt: sich im Denken orientiren?

25            den Orang Utang hält er <…> Menschenrace: Antient metaphysics, Volume fourth 1. Buch, 2. Kapitel.

30            kommt auch bei ihm vor: Antient metaphysics, Volume fourth <…> with an appendix relating to the FILLE SAUVAGE whom the author saw in France. March 28th 1765, Paris. Edinburgh 1779, S. 403-408, zuvor S.33f. Es handelt sich um eine ähnliche -ähnliches Gespenst-, nicht um eine identische Geschichte.

31f.          L' Inconnue: 78,4, von Imbert. Die Mémoires secrets pour servir à l´Histoire de la Republique des lettres en Frances, London 1786 zitieren das Nachwort der Geschichte on la doit croire authentique: Cette narration est l´extrait fidèle des vingt-quatre interrogatoires qui m´ont été confies par M. le Comte C[obenze]l [minister de sa majesté] & M.de Neny, chef president qui lui avoit d´y assister. Siehe 81,23ff. In englischer Übersetzung (114,29: Bristol): A narrative of facts. Supposed to throw light on the history of the Bristol-Stranger; known by the name of The Maid of the Hay-Stack. Translated from the French. London 1785.

32f.          des vorigen Kaysers: Franz I., verheiratet mit Maria Theresia.

35            Pr.[ofessor] Köhler: 127,31ff.

115,3        Pörschke: 128,8.

15            Festbrot: seiner Genesung wegen.

24            güldnen Morgenstunden: sprichwörtlich für Frühaufsteher- und Mendelssohn-Anspielung!

27f.          philosophischen Vorlesungen<…>: von Pfenninger.

116,4        Me Cuvry: 142,27.

Brief 888

116,18      HE Füesli: 114,1-9,

27            Briefe aus Weimar: 875.

33            Ihr Levi: 105,33.

36            Dängel: Dengel, 84,22.

117,2        dem undankbaren: Schuchardt, 84,26.

5              Jensch: 138,21.

6              Bar[onesse]: Bondeli.

9              Tichten und Trachten: Variation von 1 Mo 6,5.

12            Frau Gevatterin: Madame Courtan, in ihrer Sorge um die Rückreise.

16            M.[endelssohns].

18            K.[ant].

19f.          recensirt <...> 2ten Theil der Ideen: für die Allgemeine Literaturzeitung, v. 15. 11. 1785.

23            alles richtig erhalten: im Fueßlischen Päckchen, 108,32; 113,35ff.

37            Empf den 3 Nov: Datum alten Stils.

Brief 889

118,4        Einl.[age] an Hartknoch: 888.

5              Oncle Tobias: nicht ermittelt.

6              des Leichenaufzugs wegen: 108,29.

10            meine Tochter: wohl Lisette Reinette.

11            Neveu: nicht ermittelt.

12            aus respectu parentelae: aus verwandtschaftlicher Rücksicht.

18            Päckgens: mit 3 weiteren Exemplaren der Spinozaschrift, 93,33ff.

20            Hamburgschen Zeitungen: Nr. 172 der Staats- und gelehrten Zeitung vom 28. Oktober 1785.

22            Recension des Schiblemini: durch Eberhard in Bd 63/1 der Allgemeinen deutschen Bibliothek.

28            meinem Freunde dem Einnehmer: Brahl, 93,35ff.

30            Auszahlung: 109,15.

119,5        Scheffner: 93,34.

14            Brief des Mendelssohns: vom 16. Oktober. Er habe ihm die Morgenstunden zuschicken lassen; er wisse, daß Kant und er in Grundsätzen nicht überein kämen, aber daß K. Widerspruch vertrage. Er habe die Veröffentlichung des 1.Teils der Morgenstunden vorgezogen und nicht bis zur Fertigstellung des 2.Teils gewartet. Denn Jacobi sei ihm zuvorgeeilt mit seiner Schrift Ueber die Lehre des Spinoza: Er [Jacobi] macht in derselben einen Briefwechsel zwischen ihm, einer dritten Person [gemeint: Elise Reimarus] u. mir bekannt, in welchem er [Jacobi] darauf ausgeht, unsern Lessing zum erklärten Spinozisten zu machen. Jacobi will ihm den Spinozismus vordemonstriert haben. Lessing habe alles mit seinen Grundsätzen übereinstimmend gefunden u. sich gefreut, nach langem Suchen endlich einen Bruder im Pantheismus anzutreffen, der über das System des All- ein- oder Einallerlei so schönes Licht zu verbreiten weiß. Er für seine eigene Person zieht sich am Ende unter die Kanone des Glaubens zurück u. findet Rettung u. Sicherheit in einer Bastion des seligmachenden Lavaters, aus dessen engelreinem Munde er am Ende seiner Schrift eine trostreiche Stelle anführt, die mir keinen Trost geben kann, weil ich sie nicht verstehe. Überhaupt ist diese Schrift des Hrn.Jacobi ein seltenes Gemisch, eine fast monströse Geburt: der Kopf von G ö t h e , der Leib Spinoza u. die Füße Lavater. Mit welchem Rechte aber man sich jetziger Zeit so allgemein erlaubt, eine Privat- Korrespondenz, ohne Anfrage u. Bewilligung von seiten des Briefschreibenden, öffentlich bekannt zu machen ist mir unbegreiflich. Noch mehr: Lessing soll ihm, Jacobi nämlich, gestanden haben, daß er mir, seinem vertrautesten, dreißigjährigen philosophischen Freunde, seine wahren philosophischen Grundsätze nie entdeckt habe. Ist dieses, wie hat Jacobi sich dann überwinden können, dieses Geheimnis seines verstorbenen Freundes nicht nur mir, vor dem er es geflissentlich verborgen, sondern der ganzen Welt zu verraten? Seine eigene Person bringt er in Sicherheit u. verläßt seinen Freund nackt u. wehrlos auf freiem Felde, daß er ein Raub oder ein Spott der Feinde werde. Ich kann mich in dieses Betragen nicht finden, und möchte wissen, was rechtschaffene Männer davon denken. Ich fürchte, die Philosophie hat ihre Schwärmer, die ebenso ungestüm verfolgen und fast noch mehr auf das Proselytenmachen gesteuert sind, als die Schwärmer der positiven Religion [Text nach PhB Band 52a: Immanuel Kant, Briefwechsel, ed. Otto Schöndörfer, I,270ff.; JubA 13, Nr. 713, S. 312f.]

21            Recension des Schiblemini: 118,21f.

24            Verhältnis des Politici: Hippels zu Kant u. Hamann.

28            Gang mit Mendelssohn: verwirklicht erst 1786 in dem Aufsatz Was heißt: sich im Denken orientiren?

30            Diversion: Ablenkung.

33            Vertraulichkeiten Todter: Lessing.

35            Prediger in der Wüsten: Hamann.

37            Modifikation des Mendelssohn-Zitats, dort: der Kopf von Göthe, der Leib Spinoza, u die Füße Lavater.

37f.          148,18ff.; 150,31ff.

120,8        Vetter Nabal: F. Nicolai.

13            Scheffner <...> Empfang: siehe 890, auch für das Folgende.

14            außerordentl.[ichen] Frühstück: 123,9f.

15            besorgte: vorbestellte.

18            Brief aus Wien: von Hills Gönner Wucherer.

21            Herder für seine letzte Oelung: 112,23, 124,5ff.

22            Apostel in Zürich: Lavater.

23            gegen Ihr Ohr: 94,28.

25            nihil, als Caesar zu seyn: aut Caesar aut nihil.

31            lies jetzt nicht[s].

31f.          Brief des Hemsterhuis: an J. vom 26.4.1784.

32            dessen Antwort: in einer Beylage, die dem vorangehend abgedruckten Brief Mendelssohns vom 1. August 1784 folgte.

121,9        des auf Golgotha gepflanzten Kreuzes: die Rezension Eberhards.

14            B.[ucholtz] u Seine M.[arianne].

20            ἁδυ το Ψιϑυρισμα: süß ist das Rauschen; sanftes Sausen: 1 Kö 19,12.

24            But take me, as I am: Zitat?

25f.          des Tages Last und Hitze: Mt 20,12.

26            im Schweiß des Antlitzes: 1 Mo 3,19.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 889: JBW II,4,S.373-377.]

Brief 890

122,19      für einen Juden: 109,33.

28            Turgot: 94,3f.

30f.          Daß eine Uebersetzung <...>: 94,5ff.

32            Kraus behauptet: 119,12f.

35            ausführlichen Recensionen: die Eberhards, neben der Zöllners und J. H. Schulz'.

123,11      des Abrahams Hausvogt: 1 Mo c. 24.

14            Metzgers Ungedult: 106,7.

16            auch diesen Theil recensirt: die Rezension erschien in der Allgemeinen Literaturzeitung v. 15. November 1785.

18            Brief von Mardochai: Mendelssohn, 119,14ff.

19            bey unserm Freunde: Hippel.

20            deßen Augen: 115,13.

20f.          jüdischen Hirtenbrief: Z. 18.

22f.          Philosophen <...> Philologen: 119,24f., Kant und Hamann.

24            wenn ihr: Ihr.

27            wie Homer sagt: Odysseia 2,267,400; 16,129; Ilias 17,514: Aber all dies liegt ja doch vor den Knieen der Götter (Übers. A. Weiher).

Brief 891

124,14      meine Tochter: Elisabeth, 126,19ff.

16            Baroneße: Bondeli.

18f.          Cousine des Hills: Louise Miltz.

23            ein Jude von Berlin: nicht ermittelt.

35f.          Handbriefe von Pathchen August: erster eigenhändiger Brief des neunjährigen August an Hamann, 130,9f.

125,4        erwünschter Brief: 889.

12            Zuhörer: Hans Michel, 115,17.

18f.          Abschnitt über die Regierungen: Neuntes Buch, Kap. IV.

21            Recension: 123,16f.; in der lateinschen Zeitung: die Allgemeine Literaturzeitung.

23            neuesten Band verschrieben: 120,15, mit Eberhards Rezension.

28            seine Metten: 119,14ff.

126,3        Nachricht: durch Dorow, 131,36ff. Hamann sieht eine neue Chance für seinen Reiseplan,127,26.

26            traurige Nachricht: durch Füßli.

30            kranken <…> überhäuften Mann: Hamanns Nachrichten zielen auch auf das gespannte Verhältnis Herders zu seinem Verleger.

127,5        als Schriftsteller: 102,10.

15            Mendelssohn zu widerlegen: Was heißt: sich im Denken orientieren.

21f.          Ihr Thema über Sprache <…>: z.B. Neuntes Buch, Kap. II u. III.

26            Landsmann: Kant.

31            Köhler: in diesem Zusammenhang verdient Interesse ein Passus aus einem Brief J. E. Biesters (damals Sekretär des preußischen Kultus- und Unterrichtsministers Frh. v. Zedlitz) an Kant (PhB, Band 52a, ed. Schöndörfer, I, 272ff.) vom 8. November 1785: Aber wo nimmt man einen Orientalisten an Köhlers Stelle her, der nun durchaus wegwill? Mein teurer Freund Prof. Kraus nannte mir einmal einen Herrn Hill, den er aber noch selbst nicht genug kenne. Nun begreife ich zwar wohl, daß die orientalische Welt etwas außer der unsrigen liegt. allein dieser Herr HILL schien mit seinem Zettel von Lavater, den er allenthalben vorzeigte, doch gar zu niais [unerfahren, einfältig], als daß man ihm so bald ein wichtiges Amt in unserer Welt erteilen könnte. Mit der Zeit, wenn er mehr Reife des Verstandes haben wird, mag er einst ein brauchbarer Mann werden.

128,8        Pörschke: Kants Kandidat für eine philosophische oder philologische Professur; siehe Biester im zitierten Brief: Ich werde dem Minister den von Ihnen genannten Herrn H. Pörschke vorschlagen, und er wird ohne Zweifel gern in einen Vorschlag, der ursprünglich von Ihnen kömmt, willigen.

24            Wohltäter B.[ucholtz].

26            J.[acobi].

30            Wachs und Honig: wie eine Arbeitsbiene; Wer da hat <...>: Jh 3,27.

129,5        Lies der[en] ich mich schämte.

9              um einen ganzen Monath verkürzt: 91,23ff.

11f.          denke < ... > an Claudius: 90,31.

15            kl.[eine] Jahrgeld vom Erbpr.[inzen).

20            lauter Wind: die Idiosynkrasie der Erkenntlichkeit als mögliche Lehre aus dem Brief an Andres.

27            liebenswürdige Graf: Stolberg.

33            Sie <...> gl.[eich] Ihren: sie, ihren.

130,10      erste Handschrift: 124,35.

Brief 892

130,19      Epistel v Buchholtz: nicht überliefert.

26            lieben Brief: 884.

Brief 893

131,2        Jacobi-J.[onathan]; wider mit einem Brief: nach 889.

7              Plato: Herder, Brief 891.

11            Gestern den heil. Martin: für das Briefdatum, s.o.

13            mein Loos: Ps 16,6.

14f.          guter Mensch <...> Curländer: nicht ermittelt.

19            Alc.[ibiades] B.[ucholtz].

20            seponirt: beiseite gelegt.

25            Paranymphen: Brautführer.

33            Ariel: Hamann als Prospero, bisweilen auch auf Ariel-Jacobi bezogen; glückl.[ich] angekommen: 126,3.

36f.          Dorow schrieb: 126,3, nicht überliefert.

132,2        128,17ff.

7              Bucephalus Kopf: metonymisch zu verstehen: wie das scheue, wilde Lieblingspferd Alexanders, N II,174,23ff.

9              H.[ippel].

11            Buch zurück: 113,28.

15ff.         Eine der wenigen Briefstellen, an denen Hamann von seinen Amtspflichten berichtet.

133,4        figmenta als data: Erdichtetes statt des Gegebenen.

9              Hufeland: Versuch über den Grundsatz des Naturrechts, <...>. Leipzig 1785.

12            sechsmal mit allem Glimpf [=angemessen, nachsichtig]: S.4, 26, 35, 36, 69, 118f., immer mit Erwähnung und Zitierung des Golgatha und Scheblimini.

13            feyerlich citiert und allegirt: z.B. S.69: So ist es fast unmöglich aus Hamanns Golgatha und Scheblimini das wahre System dieses Schriftstellers herauszubringen, das er sich doch nicht ganz gedacht zu haben scheint, nur aus seiner bekannten Liebe zu Sonderbarkeiten lieber in ein mystisches Dunkel als in ein helles Licht der deutlichen Darstellung hat setzen wollen (S.69); Wenn aber Mendelssohn gar durch sittliches Vermögen die Befugnis definiert; so hat er <…> so gewiß unrecht, als er sich, wie Hamann [* Golgatha und Scheblimini, S.7] richtig bemerkt, offenbar widerspricht, wenn er erstlich das, was mit den Gesetzen der Weisheit und Güte bestehen kann, sittlich nennt, und nachher durch Weisheit mit Güte verbunden die Gerechtigkeit definirt, welches letztere ohnehin ein viel zu weiter Begriff ist (S.36). [die Mendelssohn-Zitate Jerusalem S. 29 und 31].

14            Hobbios <...>: Hobbes; Vattel, Emerich; Schmauss, Johann Jakob; Flatt, Johann, Jakob.

17            den 63sten Band: der Allgemeinen Deutschen Bibliothek.

18            gefährliche Buch: Hufelands, gefährlich, weil es seine Eitelkeit versucht; was er, 141,5, zugleich ironisiert.

20            Schwabacher: „die stärkere und mehr gerundete Art der deutschen Lettern“ (Grimm WB 15,2140).

134,4        junger Mensch: G. H. Nicolovius, 171,4.

24            Tante: Johanna Reußner.

135,6        Eschenb.[urgschen] Uebersetzung.

8              Aeschines: Aischines.

20            die Ausgabe: wohl die des Plinius ex ed. Harduini in folio.

23            Mineralogie <…> D.[octor] Hagen: ein Teil des Lehrbuchs der Apothekenkunst befaßte sich, neben Botanik und Chemie mit Mineralogie.

28            kleinstädtisch Brot: gewöhnliches, siehe Frischbier I,376.

34            die drei Brüder: Nicolovius.

136,1        mein habitus: die Claudius-Reflexion 129,11.

8              hartes Ohr: hart-, also schwerhörig.

15            Abschnitt über die Regierungen: 125,18f.

21            Theano: dort die weibliche Gesprächspartnerin, in der Hamann Karoline Herder erkennt.

24            exegi <...>: Hamann ersetzt das monumentum des Horaz durch opus.

26            Gott hat den Leib: 1 Ko 12,22-24.

31            Schlag: Donnerschlag.

33            Brief: an Herder, 891.

35            nicht anders als gedruckt: der Fliegende Brief, 137,5.

137,6        keines Adonis sondern Endymions: nicht als Allegorie der Sonne (Strabo), sondern als Geliebter der Selene, die ihn im Schlaf küßt.

7              Senfkorn: u.a. Mt 13,31.

14            zermalmen: Anspielung auf Mendelssohns Epitheton für Kant, in seiner Vorrede zu den Morgenstunden, 114,15f.

16            Schwatzen hat seine Zeit <…>: Parallelbildung zu Pr 3.

18f.          an s[eine]m Mirabeau: über den Cincinnatus-Orden, 75,1 u. ö.

21            wie David des Waßers aus dem Brunnen zu B.[ahurim]: vermischt 2 Sm 17,17ff. mit 1 Chr 17.

22            zu P.[empelfort] D.[üsseldorf] u. M.[ünster].

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 893: JBW II,4,S.382-389.]

Brief 894

137,32      einige Zeilen: nicht überliefert.

33            Ihren: ihren.

138,7        Last <...> tragen hilft: Ps 68,20.

17            Die Erde: Cento aus Ps 24,1 (1 Ko 10,26); 1 Sm 14,45; 1 Ko 12,26f.

21            das Billet der Baroneße: 117,5.

29            respectus parentelae: Familienrücksichten.

37            Band: der Allgemeinen Deutschen Bibliothek.

139,1        an Nicolai: nicht überliefert; armen Sünderwein: das letzte Getränk vor der Hinrichtung, die Rezension.

5              mein Name <…> Schwabacher: 133,12ff. u. 20.

10            neues Kleid <...> Plinium: 133,31-37.

12            bald singen: weil es ein Advents-Lied ist; Der König <...>: 9. Strophe des Liedes Auf, auf, ihr Reichsgenossen von Johann Rist.

Brief 895

139,29      Kr.[iegsrath] H.[ippel]; Ihren Brief: nicht überliefert.

30            beyden <...> Büchern: Heinicke, Jacobis Ueber die Lehre des Spinoza, 113,28f.

32            Commissair: Polizist.

33            Stadtrath W.[irth]; Schreiben vom 11: nicht überliefert.

140,4        Hofmeisterstelle: 113,6ff,

7              Candidat: Räbel.

16ff.         Philosophischen u critischen Untersuchungen <...>: von Andreas Riem.

18            London: recte: Trier; Min.[ister] von Zedlitz.

20            Pendant des Horus: von Wünsch.

21            elenden Ulrich oder Schultz: J. A. H. Ulrich und vermutlich Johann Friedrich Schultz, der Ulrich rezensierte.

22            November der Berl.[inischen] Monatsschrift: S. 430-449 anonym: Magnetische Desorganisation in Paris, Straßburg und Zürich, nebst zwei Schreiben von Herrn Diaconus Lavater und Herrn Hofmedicus Marcard, 152,3. Lavater hatte die neue Variante des Magnetismus 1785 in Genf kennengelernt, die Schrift ihres Hauptvertreters de Puységur studiert und die Behandlungsmethode dann erfolgreich an seiner eigenen Frau angewandt. Bei einem späteren Aufenthalt in Bremen, wo man ihm eine Pfarrstelle angetragen hatte, berichtete L. von der erfolgreichen Anwendung, was eine heftige Kontroverse auch der Berlinischen Monatsschrift zum Thema Magnetismus auslöste, Bd.9 Mai, 478-502; Juni 1787 588-600; Bd. 10, August 1787,177-180, 181-192; September 1787,209-248, 260-270; November 1787, 458-477; Bd. 11, Januar 1788, 82-95; Bd.12, Juli 1788, 69-94 etc.

25            Hofrath Marcard: der in seinem Antwortschreiben an Lavater, Berlinische Monatsschrift 6 (1785) 438-449 die Stimmung des Publikums charakterisiert: In Deutschland treibt man alle, von allen Vernünftigen seit langer Zeit verlachten, übernatürlichen Künste und sogenannte höhere Wissenschaften: das heißt, man zitiert Geister, macht Gold, Universaltinkturen, den Stein der Weisen, zaubert den Mond herab; reißt die Welt aus ihrer Achse, - man greift nach Schatten in der Luft; und ob man gleich Schröpfer, Saint-Germain und andere jetzt für Betrüger gelten läßt: so glaubt man doch steif und fest an die Wahrheit ihrer Künste: Freilich hat noch niemand einen Grashalm aus der Stelle gebracht, ohne auf die natürliche Weise; aber man glaubt immer nah dabei zu sein.

31            Mr I: Fournal; lies proba[bi]lités.

35            unser Kant: Bestimmung eines Begriffs einer Menschenrace.

37            Versuch über <…>: 133,10ff.

141,1        Doct. Philos.[ophiae] u. Jur.[is] Vtr.[iusque].

2              der Schiblemini auch oft genug angeführt: 133,12 und 13.

5              meine Eitelkeit: 139,6f.

7              Recension: durch Eberhard.

11ff.         Abende <...>: 137,2ff.

15ff.         Anstatt der 86 rth <…> in fol 748 [recte: 741]: 139,9ff.

23f.          Briefe <...>: von Wünsch.

25            kostbar: teuer.

28f.          Zimmermanns geographische Geschichte: von E. A. W. Zimmermann.

30            bloßes Verzeichnis: aller Vierfüßler.

142,2        nomen proprium <...>: aus Hamann: hamannisieren.

5              Original des Simons: 60,13.

6              Herder: 875.

21            politisch: 123,23; Freund: Hippel.

22            Brief des Rabbi an den Kritiker: Mendelssohn an Kant vom 16.10.1785; 119,14.

25            letzten Brief: 890.

27            Compendium: Vorteil, Zeitersparnis; Me Cuvry: 116,4.

33            Sammlung seiner Schriften: Jacobis.

34            HE Kr.[iegsrath] H.[ippel] <…> Kupferstich: 60,30-34.

143,1        Verleger: Hartknoch.

5f.           die C[re]llischen Vorlesungen, Lorenz v., über Botanik und Chemie?

7              Graventhin: Familie Deutsch.

14ff.         Claudius Liedchen <...> Ich danke Gott: mit dem Titel Täglich zu singen.

18            Brief erhalten: nicht überliefert.

24            Benzler, Gr.[äflich] <…> Bibliothekar: Herders Charakteristik, IV,41,1-11;

32            Moses: 5 Mo 8,3; Menschensohn: Mt 4,4 (Lk 4,4).

33            Lies Diaphoreticum: schweißtreibendes Mittel.

34            des Spalanzani Werk: Spallanzini.

144,8        Nebst drey Büchern: Herder, 2. Teil der Ideen, Jacobi Ueber die Lehre.

Brief 896

Antwort auf Briefe 884 und 889.

144,15      dickes Packet: 892.

25f.          lege ich <…> hiebey: siehe VI,551-555.

26            OriginalBrief v Mendelssohn: JBW 1241 vom 4. Oktober 1785.

27            Abschrift des Briefes: von Schenk, JBW 1232 vom 30. September 1785.

29            Brief von der Elise: beizulegen vergessen, 150,22, JBW 1257, M.E. Reimarus an J., Hamburg 24./28.10.1785.

30            Abschrift meiner Antwort: JBW 1264, J. an M.E. Reimarus, Düsseldorf 7.11.1785.

31            Ihren guten Rath: 121,15f.

145,27      Die Worte in Ihrem Brief: 110,12f.

32            v Kants Gesinnungen: die Hamann nicht kannte oder verschwieg. Daß sie eher negativ waren, ergibt sich aus dem einschlägigen Reflex in Kants Briefwechsel, z. B. eines Briefes von Chr. G. Schütz an Kant, wo heißt, er ersuche ihn u. a. um eine Erklärung, ob Sie nicht Herr Geh. Rat Jacobi in seinem Buche über Spinoza mißverstanden, wenn er Ihre Ideen von Raum anführt und sagt sie seien ganz im Geiste Spinozas geschrieben [PhB Band 52a,I,282f.], oder aus einem Brief von Markus Herz: Es heißt hier schon seit einiger Zeit, daß Sie wider Jacobis Schrift einige Bogen drucken lassen, welches mir umso wahrscheinlicher ist, da Sie Moses letzten Brief unbeantwortet gelassen [PhB Band 52a,I,285], vor allem Kant an ebendiesen, am 7. April 1786: Die Jacobische Grille ist keine ernstliche, sondern nur eine affektierte Genieschwärmerei, um sich einen Namen zu machen, und ist daher kaum einer ernstlichen Widerlegung wert. Vielleicht, daß ich etwas in die Berl[inische] M.[onats] S.[chrift] einrücke, um diese Gaukelwerk aufzudecken. [PhB Band 52a,I,292], nämlich mit dem Aufsatz Was heißt: sich im Denken orientieren?

34            Näheres darüber zu vernehmen: 74,29f.; 77,29ff.

36            in meinem Büchl.[ein]: 119,37; 150,32ff.

146,9        Mich wundert: wohl versteckte Werbung, in den Streit einzugreifen.

22            Gang mit Mendelssohn: 119,27.

24            Original Brief v Hemsterhuis: JBW 1032 vom 26.4.1784. Aufschluß hatte Hamann 120,30 erhofft.

25f.          Prädicamenten und Prädicabilien: die Kategorientafel der Kritik der reinen Vernunft, Praedicamente=Kategorien, Praedicabilien=abgeleitete Verstandesbegriffe, im Leitfaden der Entdeckung aller reiner Verstandesbegriffe Dritter Abschnitt, § 10 und 11.

28ff.         Fragen das Museum betreffend: 103,33ff.-104,35.

147,5f.     Wielands Aufsatz: Ueber das göttliche Recht der Obrigkeit; gleich bey der Erscheinung schrieb: 1777, nicht überliefert.

17            fac totum: 35,6.

20            Sekretär: 80,15f. u. 103,22.

27            Auskunft: 106,24.

23            Brief der Prinzessinn: v. Gallitzin an Charlotte J., nicht überliefert.

32            aus Lessings letztem Briefe: v. 4.12.1780, siehe Bd.12 (der Ausgabe von Lessings Werken und Briefen in zwölf Bänden, hg von W. Barner u.a., Frankfurt 1994): Briefe von und an Lessing 1776-1781, hg von H. Kiesel u.a., S. 363ff. Jacobi hatte sich am 28. November 1780 an Lessing um Rat gewandt (JBW 597): verärgert über eine in der Allgemeinen deutschen Bibliothek erschienene, bösartige Rezension der ersten Kapitel seines Romans Eduard Allwills Papiere. In der ersten Empörung entschlossen, der Autorschaft überhaupt zu entsagen, will er dann doch vorher (als eine Art Nachlaß bei Lebzeiten) das, was vom geplanten 2. Teil des Woldemar fertig war, dazu Weiteres zu Allwills Papieren als 2. Teil des Woldemar in Druck geben, auch weil er vom Verlag der Kortenschen Buchhandlung bereits einen Vorschuß erhalten hatte. Außerdem war das meiste davon in zwei Heften des Jahrgang 1776 des Teutschen Merkur erschienen. Das alles möge Lessing -so Jacobis Bitte- lesen, prüfen und über den Plan entscheiden. Diesen Brief sandte J., auf den Rat seines Bruders, zunächst nicht ab, sondern erst mit einem weiteren vom 22. Dezember 1780 (JBW 609), dessen Gegenstand eine weitere dringliche Einladung nach Pempelfort mit seinen breit ausgemalten Annehmlichkeiten für den leidenden L. ist. Auf diesen hat L. nicht mehr geantwortet. Dessen letzter Brief aber bezieht sich auf einen früheren, verschollenen Jacobis- und auf den darin mitgeteilten Streit mit dem Kurfürsten Karl Theodor, der J. die Emolumente eines Geheimen Rats der zu Bayern gehörenden Pfalz (die immerhin 2000 Gulden betrugen) strich. J. scheint Lessing um Vermittlung durch Boie gebeten zu haben. Dieser antwortet vernünftig und distanziert, indem er ihm erklärt, es sei des Bittstellers eigene Sache, sich zu rechtfertigen. Darauf bezieht sich der von J. an Hamann zitierte, höflich appellierende Satz Lessings. Dessen nicht ohne pädagogische Ironie gesetzte Pointe im schließenden Relativsatz unterschlägt J. allerdings: Den Satzteilen: Der Mann, wie Sie, hat bei mir niemals Unrecht, wenn er es auch gegen eine ganze Welt haben könnte folgt nämlich: in die er sich nicht hätte mengen sollen. J. hatte L. in seinem Brief vom 22. Dezember zugestimmt: Besser ich hätte mich nie mit diesem Dinge abgegeben, eben so wie mit dem politischen Regiment; hätte mich (nach Ihrem Ausdruck) nie in diese Welt gemengt.

37            Recension des Scheblimini: von Eberhard.

148,6        Apologie: 159,34.

7              Denkwürdigkeiten: die Sokratischen.

13            Reichard: Irrtum Jacobis, 94,28; 131,33.

18            einiges Licht: 119,37ff.

25            Rezension: der Allgemeinen deutschen Bibliothek, 61/1, S. 311-333, unter der Sigle Sg [wohl H.A. Pistorius].

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 896: JBW II,4,S.391-396.]

Brief 897

148,31      geschrieben: 143,17ff., nicht überliefert.

149,21      Mendelssohns Vorlesungen: die Morgenstunden.

25ff.         begleite Sie <...> Sie <...> Ihre: gemeint: sie, ihre.

30            Recension meines Golgotha: 147,37.

32f.          mit desto mehr Glimpf: 133,12.

34f.          Remise <…> neues Kleid: 141,15ff.

Brief 898

150,18      geantw.: 161-165.

22            Brief der Elise: JBW 1257 vom 24./28.10.1785,

26f.          Brieflein von unserm Claudius: JBW 1269 von Mitte November 1785.

32            in dem Mendelssohn sagt: 119,37f.

151,6        mit ihren: Ihren.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 898: JBW II,4,S.398-399.]

Brief 899

151,23      Berl. Bibl.: Allgemeine deutsche Bibliothek, mit Eberhards Rezension.

25            Hätten Sie: sie.

27            meine Dido hätte Himmel und Erde aufgeboten: sie hatte Juno um geneigten Beistand gebeten, die es durch einen gehörigen Platzregen nötig machte, daß sich D. u. Aeneas in der selben Erdhöhle bergen mußten, und da erfolgete so viel, daß sich Dido bereits für des Aeneas Gemahlinn hielt (nach Verg. Aen. IV,165).

32            L.[avaters] Reise: 89,3.

152,2f.     Armuth und Reichtum <...> sind in jedem Fall seeliger: Spr 30,8, Lk 6,20.

3              Des Hofraths Antwort: Marcards Magnetische Desorganisation in der Berlinischen Monatsschrift 2.St. 1785.

4              unsers Freundes: Lavaters.

5              Die Engel des Lichts in B[erlin]: als der sich der Satan verkleidet: 2 Ko 11,14.

6f.           wie Sirach dem tollen Pöbel: Sir 50,28.

9f.           bloßen Recension der Morgenstunden: Was heißt: sich im Denken orientieren?

13            ihrem letzten Brief: nicht überliefert.

14            dergl.[eichen] oξυμωρα: scharfsinnigen Unsinn.

18            L.[avater] schreibt mir: 112,2f.

19f.          Sie haben sein offenes Briefchen lesen können: 130,23f.

21            Luft und Waßer zu empfehlen: 169,16.

23f.          Antwort auf den langen Brief: etwa von Bucholtz ?

28            im finstern Thal: Ps 23,4.

29            Geburtstag des Königs: 24. Januar.

30            mit Geschäften überhaupt: unvollendeter Satz.

32            Schwager: Dorow.

35            weder L.[avater].

37            Freund Häfeli schreiben: nicht überliefert.

153,2        Namensvetter: Friedrich Conrad J.

3f.           Scheffner <...> Ihnen ausziehen werde: 160,34-161,22.

17            beantw: 907.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 899: JBW II,4,S.399-401.]

Brief 900

Antwort auf Briefe 896 u. 898.

153,21      des Herrn von Göz: Joseph Franz von Götz.

23f.          angenehmes Schreiben vom 17.18.d.[ieses]: 896.

154,5        allgemeine Berl.[iner] Bibliothek: mit der Rezension Eberhards.

7f.           Beywörter zu verdienen: 148,1.

19            M.[endelssohn] zum Atheisten gemacht zu haben: N III,315,14ff.

24            todten Freund: Lessing.

28            zu Ende lesen zu laßen: mit dem 2. Teil.

29f.          Metten <…> Vesperlection: zu den Morgenstunden Stellung beziehen.

31            Prediger in der Wüsten: durch Golgotha und Scheblimini.

32            der allgemeine Bibliothekar: Nicolai, der Eberhards Rezension verantwortet.

34            Diversion: Ablenkung.

36            zermalmenden Landsmann: Kant, wie ihn Mendelssohn im Vorbericht der Morgenstunden nennt, 114,15f.

155,4        Kaufmann Müller: Ernst Egidius.

10            nach Sp.[anien].

15            Matthes: Matthös.

21            Namensvetter: F. C. Jacobi.

22            vorigen Brief: 898.

25f.          mein Connterfait: verschrieben für Counterfait, wahrscheinlich das von Nadler Johann Georg Hamann unter Fräulein Podbelicky veröffentlichte Porträt, nach S.240.

27            Oberbürgermeister: Hippel.

31            auf die Kupfer: 153,22.

33            Kayserl.: Keyserling.

36f.          Danziger Grafen: Archibald v. K.

156,2        Elise: von der Recke.

4              neuen Hofmeisters: Hill.

6              Kolbe: Gefäß in Kolbenform, also enger Hals, runder Bauch.

8              pallio philosophico: Philosophenmantel.

18            Jesu! wahres Brodt <...>: Beginn der 7. Str. des Kirchenlieds von J. Franck Schmücke dich, o liebe Seele, aus dem auch Z. 20/1 stammen.

30            Bischoff: eine Art Punsch, Glühwein.

34            Wirth: Miltz.

157,3f.     Officier aus Münster: Carl Friedrich Tiemann.

5              wie den X Jungfrauen: Mt 25,6.

8              junges Paar: Bucholtz.

8f.           Meister der Liebe: Lavater.

16            Major: Z. 3f.

19            Viertelscommissaires: Polizei zur Kontrolle der Stadtbesucher.

23            kurzen Gesichts: Kurzsichtigkeit.

29            Genithkatzenfell: catus Hispaniae, die feines Pelzwerk gibt.

158,5        Gynecaeum: Frauengemach.

12            Alastern: Elstern.

33            jungen Pfarrer: Scheller.

34            Mädchen: N. N. Gottsched, 111,14f.

159,3        traurige Nachricht: 150,27f.

9f.           beyliegende Urkunden: 144,25ff.

11            kauen wir an dem Einfall des Juden: Mendelssohn hatte in einem Brief an Kant von 16. Oktober, der die Sendung der Morgenstunden begleitete, erklärt, warum er zunächst einen ersten Teil des Buchs veröffentlichte: J. sei ihm mit seiner Schrift Ueber die Lehre des Spinoza zuvorgekommen.

12            Gesicht im Daniel II: Dan 2,31ff.

14            Das Bild paßt sich noch beßer: der Einfall des Juden- über Jacobis Ueber die Lehre des Spinoza- variiert: 119f.: des Sp.[inoza] Kopf, Herders Torso, Goethens Zehen; 145f.; 150,32f. Zu Brief Mendelssohns an Kant vom 16.Oktober 1785; der Kopf von Goethe, der Leib Spinoza, u die Füße Lavater.

17            Antwort an Hemsterhuis: im Spinozabuch.

20            Materialien: die Beylagen zum Spinozabuch.

23            Freundin: Elise Reimarus.

33            opuscula perfligata: wohl: profligata, Fragmente, IV,70,12f.

34            eitel zu machen: 148,5ff.

36            beyde Motto: 5 Mo 33,9f. u. Jer 23,15.

36f.          nach M.[endelssohns] Uebersetzung: Deutsche Übersetzung des Pentateuch.

160,1        Predigt in der Wüste: der Fliegende Brief.

2              Berlinsche Recension: durch Eberhard.

6f.           Beweise vom Daseyn Gottes <...> in jedem abgedroschenen Strohhalm: Anspielung auf die Anekdote von Vanini, N III,99,21ff.: V. wurde als Atheist 1619 in Toulouse verbrannt. Auf dem Weg zur Hinrichtung habe er einen Strohhalm aufgehoben und gesagt, er traue sich zu, daraus die Existenz Gottes zu beweisen.

8              Dixi et liberaui <…>: nach Hes 3,19; auch 436,24.

9f.           Antworten anticipiren: bereits im Spinozabuch: Da Mendelssohn sein Vorhaben, mir sein Werk in der Handschrift mitzutheilen, geändert und es auf einmal der Presse gegeben hatte, <...> und da Mendelssohn nun beschlossen hatte, in eben dieser Schrift einen Statum Controversiae festzusetzen: so konnte ich <...> es ihm doch allein und ganz einseitig nicht überlassen <...>, begründete J. die Veröffentlichung der Beylage zu seinem Brief an M. vom 26. April 1785 über desselben mir zugeschickte Erinnerungen.

10f.          lächerliches Mährchen: wohl sein Maskenspiel in der Hexe von Kadmonbor.

19            von Kindern und Narren belehren: weil sie nach dem Sprichwort die Wahrheit sagen.

20            weder Diabolis noch sein Advocatus: die Fortsetzung des obigen Zitats: Ueber die Lehre des Spinoza, 176f.: Noch weniger konnte ich zugeben, daß ein Statum Controversiae festgesetzt würde, wo es mir anheim fiele, den Advocatum diaboli gewissermassen vorzustellen.

29            Dominus Reuerendus: Scheller.

30            In Ansehung der Körbe: 156,1f. und 10; 166,19f.

161,17      ex meliore causae cognitione: aus besserer Kenntnis der Dinge.

33            Gräfin K.[eyserling]; Vorlesungen: die Morgenstunden.

162,7        weiblichen Kunstrichter: E. Reimarus und Gräfin Keyserlingk, 161,33, oder die beiden Schwestern?

13            eigenen Plan: des Fliegenden Briefs.

19f.          Kant <...> mit seiner Recension: die nicht zustande kam und später zu dem Aufsatz Was heißt: sich im Denken zu orientieren? führte.

24            M.[endelssohns] zweiten Theil: der nicht mehr erscheinen wird.

26            Ihrer Tochter: gemeint: ihrer. Zitiert nach Bacon, Novum Organum Pars Secunda, Aphorismi de Interpretatione Naturae et Regno Homini LXXXIX (o.bayer,Wahrheit oder methode, in:Zeitschrift für Theologie und Kirche, 86. Jg 1989 Heft 2, S.194).

36            gelegtes Straußeney: 376,18.

163,4        zum Siebe seines Weitzens: Lk 22,31.

7              seeligen Freundes: Lessing.

7f.           mit keinen Rechten einer andern Welt: Anspielung auf den ins Spinozabuch aufgenommenen Satz aus einem Brief Jacobis an Mendelssohn v. 4. 11. 1783: Ich ging noch im Polnischen Rocke, da ich schon anfing, mich über Dinge einer andern Welt zu ängstigen.

17            Kant macht Gott zum Ideal: Kritik der reinen Vernunft, Von dem transcendentalen Ideal.

23            in einem fr.[anzösischen] Briefe: aufgenommen unter die Beilagen des Spinozabuchs.

29            Des Aristée Diotime: die von Hemsterhuis so genannte A. v. Gallitzin.

30            Denkmal zu Althoff: der Schultenhof Althoff im Süden Münsters gehörte seit dem 12. Jh. dem Domkapitel, war später das domkapitularische Oblegium, bis es in den Besitz des Ministers von Fürstenberg überging. Das Denkmal mit dieser Inschrift, das C. K. W. Dohm im Deutschen Museum, 11.St. 1781 beschreibt, ist nicht erhalten.

32            allerliebstes Gemälde: 79,26-80,29.

35            Brinkmann: Hamann verwechselt die Namen, gemeint wohl: Sprickmann; Factotum: Schenk.

164,5        griechischen Bataver: Hemsterhuis, den Wieland den Plato unserer Zeit nannte.

8              Wenn Sie: gemeint: sie.

15            aufsteigende Hitze: 1 Pt 4,12.

16            Weg alles Fleisches: 1 Mo 6,12f., Gal 5,24.

21            Es gehe wie es gehe: Str. 9 des Kirchenlieds von P. Fleming In allen meinen Taten.

22            Roßinante die Cherubims- und Pegasusritter: mit Don Quichotes Pferd gegen die Berliner Verteidiger der Vernunft mit dem Flammenschwert der Kritik.

33            be- und verkleidete Prediger in der Wüste: ein Zitat in der Kritik Eberhards.

35            in der Allg.[emeinen] Bibl.[iothek]: die Rezension Eberhards, die Golgotha und Scheblimini zwischen die Besprechung von Zöllners Besprechung von Mendelssohns Jerusalem u. J. H. Schulz' Philosophische Betrachtungen über Theologie und Religion stellt.

36f.          Wie gut <...> wohl wirds thun: Str. 10 des Kirchenlieds von G. Teerstegen Kommt Kinder, laßt uns gehen und Str. 8 des Liedes von Ch. F. Richter Es kostet viel, ein Christ zu sein.

165,1        wird Ruhe Ehre seyn: Jes 14,18.

6              salto mortale: ein Jacobi-Zitat aus dem Gespräch mit Lessing (Ueber die Lehre des Spinoza,17), das Schule machte, z.B. 195,18: Ueberhaupt gefällt Ihr Salto mortale mir nicht übel; und ich begreife, wie ein Mann von Kopf auf diese Art Kopf=unten machen kann, um von der Stelle zu kommen. Gemeint ist der „Sprung“ in den Glauben als Konsequenz eines zu Ende gedachten Spinozismus.

7              Komm ich um <...> Griechischen: Est 4,16 u. Themistocles-Zitat.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 900: JBW II,4,S.402-414.]

Brief 901

165,20      oncle: Miltz.

24            Officier aus Münster: 157,3f.

166,12      Hofprediger: Johann Friedrich Schulz.

24            außerordentl.[ichen] Briefwechsel: zwischen Marcard u. Lavater, Magnetische Desorganisation.

36            Buch: die Berlinische Monatsschrift.

37            Oberstwachmeister: Tiemann.

167,6f.     manches vomS[aint] M[artin]: mit dem T. 1781 Kontakt hatte.

7              Villamons: Jean- Baptiste Willermoz.

13            Freund Arndt in Petersb.[urg]: 1783 lernte T. in St. Petersburg Katharina II. kennen, die ihn zum Major ernannte.

18            Statum Sanitatis: Gesundheitszustand.

25            Beym Dohm: an der Domkirche.

27            Provincial Receveur: Frit(z)sch.

33            Tableau naturel: 175,24.

168,8f.     was Lavater <...> sagen will: 112,2.

12            Ichor: Götterblut.

21f.          transcendentellen Autorkolik: in seiner Auseinandersetzung mit Mendelssohn.

29            1 Stück des 63 Bandes: der Allgemeinen deutschen Bibliothek, durch Eberhard.

36            zweite Theil der Morgenstunden: nicht mehr erschienen.

169,1        Biographen: Mendelssohn (und nicht Lessing).

4f.           jüngste Schrift: der Fliegende Brief.

6              wie dem großen Montesquieu: Witz der Gesetze= "wörtlich" die Übersetzung von esprit des lois, an dem M. mehr als 12 Jahre arbeitete.

8              Benoni in einen Benjamin: 1 Mo 35,18.

10ff.         Unser Leben ist ein Dampf <...> dies oder das: Jak 4,13- 15.

18            Hauptpersonen: Jacobi u. Marianne B.

21            schrieb mir Lindner: nicht überliefert.

25            Heautontimorumenen: von εαυτοντιμωρουμενος: einen selbstquälerisch veranlagten Menschen.

170,7f.     Briefe an Hartknoch u Arndt: 902, 903.

Brief 902

170,19      auf Pleßings Anfrage: 148,41ff.

33            ehrl.[ichen] Mann: Benzler, 150,4.

171,20      Oberstwachmeister: Tiemann.

24            jährlichen Pension: bei der Baronin Bondeli, 138,22.

28            Recension des Golgatha: von Eberhard.

172,3        gegenwärtiger Gast: Scheller, der die Tochter Gottsched heiraten wird.

13f.          Empf <...> beantw.: alten Stils, die Antwort ist nicht überliefert.

Brief 903

172,22      Ueberbringer: Tiemann.

23            kennt meine <...> Freunde: 167,13ff.

28            Effervescenzien: Aufwallungen.

173,17      dortigen Leibarzt: Weikard.

19            Ihres Journals: des Petersburgischen.

24            Blutsfreunde: Raphael u. Samuel Friedrich Hippel.

Brief 904

174,3        Ihr leztes: nicht überliefert.

5              von Münster u Düßeld[orf].: durch Bucholtz u. Jacobi.

9              vor seiner Reise nach Fr[an]kr[ei]ch: nach Paris und Lyon.

24            fama multiplex: das vielfältige Gerücht, aus Carmina burana 191a.

28f.          Anh.[ang]zum Z[end]-A[vesta].

175,3f.     Intensa cabbalistica zu Extensis geometricis: also die langlebige Behauptung, Spinozismus sei Kabbala in geometrischer Verkleidung.

6              Trebern: Überbleibsel bei der Wein- und Bierherstellung.

11            traditis praeiudicatis: überlieferten Vorurteilen.

14            Tradita prisca Sanctorum: alte Überlieferungen der heiligen Gebräuche.

24            des Erreurs et de la Verité: von St. Martin.

25            Μαγικον: Kleukers Schrift Magikon oder Das geheime System einer Gesellschaft <...>.

27f.          Herz.[og] Ferdin.[and]: von Braunschweig-Lüneburg.

34            Jesus v. Naz.[areth].

176,5        Hypothesen über die Mosaische Archäologie: im 10. Buch, mit Kap. IV, Asiatische Tradition über die Schöpfung der Erde und den Ursprung des Menschengeschlechts: Auch historisch bleibt uns auf der weiten Erde nichts als die schriftliche Tradition übrig, die wir die Mosaische zu nennen pflegen, und die folgenden Kapitel V, VI und VII (SWS XIII,413-439).

7              Hamburg.[ischen] Zeitungen: Staats- und gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten: Ziehens Anzeige eines bevorstehenden außerordentlichen Erdfalls, und erklärende Theorie desselben. Frankfurt/Leipzig 1786.

8              Ziehensche Nachlassenschaft bekannt machen: wie die Allgemeine deutsche Bibliothek, Bd. 79,278-297 in der Rezension von Ziehens Schrift Anzeige eines bevorstehenden außerordentlichen Erdfalls <…> berichtet, kaufte der Drucker Gotthard der Witwe Ziehens die Manuskripte ab, um noch einmal aus dessen Prophezeiung Kapital zu schlagen.

9f.           aus seiner <…> abgegebenen Schrift: die Promemoria an die Regierungen von Braunschweig-Lüneburg und Braunschweig-Wolfenbüttel vom 20.12.1779 und 7.4.1780

12f.          Antworten von einem Mitverbundenen des Verstorbenen: nicht ermittelt.

17            Mysterium magnum et multiplex: das große und vielfältige Geheimnis; auch Eph 5,32; 1Ti 3,16.

Brief 905

176,31      meinen Brief: 891?

177,1        von Niemand dem Kundbaren: der Fliegende Brief.

6              kleine Warnung: ein Schlaganfall, s.u.

7              Es gehe, wie es gehe: Str. 9 des Kirchenlieds von P. Fleming In allen meinen Taten.

31f.          von dannen <...> widerkommen: bewußte religiöse Anspielung?

34            Quarre: nach dem Sprichwort: erst die Pfarre, dann die Quarre: pfeifendes Kind.

178,1        kranken Wirth: Hartknoch.

3              jungen Paars: Bucholtz.

4              den Band: Nr. 63/1, mit der Rezension von Eberhard.

17            in W.[eimar].

18            H.[artknoch] in Riga.

32f.          Briefe nach Riga u. Petersb.[urg]: 170,7f.

179,16f.    der mit mir rezensirte preuß. Amtmann zu Bradweda: Brackwede, auch in Bd 63/1 der Allgemeinen deutschen Bibliothek.

36            Vorboten einer andern: Tod.

180,1f.     Grafen Christian: Stolberg-Stolberg. Brief u. Antwort sind nicht überliefert (auch bezeugt durch Brief v. Friedrich Leopold Grafen zu Stolberg an Agnes Gräfin zu Stolberg v. 1. Jan. 1786, vgl Ausw. d. Briefe F. L. Stolbergs durch J. Behrens, Neumünster 1966;Tramsbüttel: Tremsbüttel.

6              Streit des Garve u Biesters: 274,17f., der 1. Brief stand im Juli der Monatsschrift, S.19-66 und 68-90.

7              Stark: Starck, R.[everendus]Fr.[ater] Archidemides, sein Logenname.

14            Cerebelli: kleines Gehirn.

15            unserm J.[acobi] in D.[üsseldorf].

16            Leßing zum Sp.[inozisten].

17            seinen Biographen: Mendelssohn.

18            Coaetani: Altersgenosse.

19            köllmischen: kulmischen, nach k. Recht: ein Freischulzenhof.

31            über D.[üsseldorf].

181,1        Recensenten: Christian Gottlob Voigt.

3              Willkühr S.62 in Gewähr: das in sein Gegenteil veränderte Zitat steht in der Rezension S. 48.

Brief 906

Antwort auf 898.

181,19      Beyl.[age] an H.[erder].

20            in Wandsbek gut abgelaufen: 150,27f.

23            Kants amanuensem: Johann Benjamin Jachmann.

24            K.[ant] sich mit Mend.[elssohn].

29            allg.[emeine] L.[iteratur]Z.[eitung].

32            an etwas gearbeitet: was in den späteren Aufsatz Was heißt: sich im Denken orientieren? einfloss.

34            Recension der Berl.[iner]: durch Eberhard.

182,8        geistl.[ichen] Atheisten: Johann Heinrich Schulz.

9              R.[everendus]Fr.[ater] de Aquila fulua: Starck, 180,5ff.

9f.           polemischen Correspondentz der beyden Philosophen des Xbers [Dezembers]: Garve/Biester im Dezember 1785 der Berlinischen Monatsschrift: Ueber die Besorgnisse <...>, 2. Brief.

12            andächtigen Leser: Eberhard.

13            vor meiner Gabe der Deutlichkeit: deren Mangel Eberhard beklagte: <…> wie nötig es also ist, daß ein Schriftsteller, wenn er sich in diese Untersuchungen mischen will, sich der größten Deutlichkeit befleißigen, wenn er nicht blenden, verwirren, Staub in die Augen werfen und blauen Dunst machen will; so wird einem jeden Uneingenommenen die Sprache, die der Prediger in der Wüsten gewählt hat, nothwendig sehr übel angebracht scheinen.

14            mehr über das Feuer als den Rauch: siehe das Horazzitat Z. 6.

16f.          Tractatus <...> Totius Medicinae: Anspielung auf Spinozas und Frans de le Boe.

19f.          Großen dieser Erde: Mendelssohn beschließt sein Jerusalem mit einem Appell an die Regenten der Erde mit der Forderung nach Gewissensfreiheit, Gerechtigkeit und Toleranz; der 1. Abschnitt des Jerusalem beginnt mit einer Kritik Lockes und Hobbes. Oder: J. F. W. Jerusalem, Betrachtungen über die vornehmsten Wahrheiten der Religion, Vierte Betrachtung Moses. Vierter Abschnitt. Lehre von der moralischen Regierung Gottes über die Welt, in dem zweimal die Apostrophe Grosse der Erde auftaucht (JBW II,4, S.436).

22            heillose Redefiguren: Zwey Scherflein zur neusten Deutschen Literatur, N III,233,7ff., <…> und die widerholten Appellationen und Apostrophen an Euch, Großen der Erde! haben aber eben so viel Bedenklichkeiten in Absicht der Erziehung als der Rechtschreibung, zum Behufe des Systems einer Harmoniae praestabilitae zwischen Schreiben, Reden und Denken, und zur Pflanzung eines nahe bevorstehenden Himmelreichs auf Erden durch die herrschende sokratische Philosophie.

23            höltzernen Arm: als eine Art Wegweiser.

24f.          einziger Preuße: Ostpreuße, nämlich Hamann.

27            συζυγε γνησιε: mein treuer Geselle, Phl 4,3; 397,24.

27f.          Sie selbst <...> nicht umsonst zitiert haben: in Ueber die Lehre des Spinoza hatte J. aus Dritter Aufzug und Epilogus der Wolken mit Auslassungen zitiert: N II, 107,18-23; 107,29-108,7; 108,16-24 und 108,32f. Ebenso eine Stelle aus Golgotha und Scheblimini in Paraphrase: So ruft auch die Stimme eines Predigers in der Wüste: Um das unendliche Mißverhältnis des Menschen zu Gott aus dem Wege zu räumen, muß der Mensch entweder einer göttlichen Natur theilhaftig werden, oder auch die Gottheit Fleisch und Blut an sich nehmen <...>, N III,312f.

26f.          ridiculus mus <…> gefangenen Löwen: die Horaz´sche Maus mit der Lafontainschen Fabel verbunden, dort allerdings eine Ratte, die den im Netz verstrickten Löwen frei nagt.

30            Rubicons oder Cedernbach: Caesar und Jh 18,1, Geschichte und Heilsgeschichte.

37            Virtuosen <...> entdeckte: 170,1f.

183,2        Brief an Hartknoch <...> u. <...> Arndt: 902, 903.

8              hatte mich nicht: gemeint: hätte.

13f.          capita <...> membra: Köpfe unsers Vergehens noch mehr Masse und Glieder nach sich ziehen werden.

15            Qu exemplar: Quarto, 226,20.

17            jetzigen Embryon: der Fliegende Brief.

20            zu Mittag eingeladen: bei Hippel, dem er zweimal abgesagt hatte, auch 179,2f.

21            Senior: Gottsched.

22            Lampreten: 179,4f., Neunauge, eine Fischart.

30            reisenden Gast: Tiemann.

31            Reichardts Schwager: Dorow.

31f.          Provincial <...> Rendant: Fritsch.

184,9        Ipecacuanha: Brechwurz.

14            Stinte: eine Fischart, wie Neunauge.

17            Brief des älteren Grafen: nicht überliefert.

19            Brief an Claudius: nicht überliefert.

19f.          auch Herdern von diesem Zufall gemeldet: Anfall, 179,20ff.

29f.          Komm ich als ein Geist zu Dir <...>: Gleim, An Doris, in: Versuch in scherzhaften Liedern; III,139.

31            tenax: zäh, hartnäckig.

32            Freund Hain: Anspielung auf Claudius' Gedicht Der Tod und das Mädchen.

185,3        versprochenen Statum: 169,24.

4              Brief: 901.

13            uns zu begleiten: Vater u. Sohn Hamann auf der Reise.

16f.          schiefe Maul, das ich den Berl.[inern] zugedacht: der Fliegende Brief.

18            Moses Stab: 2 Mo 7,9ff.

22            bey H.[ippel], Baroneße: von Bondeli.

29            schon <...> gedacht: 169,30.

31            Pf.[enninger].

186,2        homerischen Grafen: F. L. zu Stolberg als Homer-Übersetzer; Katzenpeltz: 157,29ff.

4f.           nordische Elise mit ihren 2 Nymphen: E. v. d. Recke, Caroline Stoltz u. Sophie Becker.

5              Calypso: die schöne Nymphe, die Odysseus sieben Jahre auf ihrer Insel festhielt.

5f.           Mentorwink: 159,23ff.

6              Herzog: von Kurland, Peter von Biron, der mit der Stiefschwester der E. v. d. Recke verheiratet ist.

11            D.[üsseldorf] M.[ünster] u W.[eimar].

18            dritten Theil der Büschingschen Biographien: Beyträge zu der Lebensgeschichte denkwürdiger Personen, Band 3: Anhang einiger Nachrichten von dem Ritter Andreas Michael von Ramsay <…> Grundlehren der natürlichen und geoffenbarten Religion in geometrischer Ordnung <…>.

27            beantw: 912.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 906: JBW II,4,S.431-442.]

Brief 907

Antwort auf Brief 899.

186,32      Geantw.: 911.

187,3        Hamburger Briefe: nicht überliefert.

6f.           Ihren Auftrag: 159,4f.

20            Haben Sie <...> an Reichardt geschrieben: 204,14.

22            Ihre 3 Briefe: 899, 900, 906.

29            Berlinische Rec.[ension]: die Eberhardsche, 154,9.

31            Sie selbst schrieben: 151,23f.

35            mit ihrem Landsmann: Ihrem, gemeint ist wohl Kant.

37            Brief von mir an Kleuker: JBW 1281 v. 5.12.1785.

188,1f.     als Sirach dem tollen Pöbel zu Sichem: 152,6.

2              In Lavaters Pontius: was Jacobi am Schluß seiner Wider Mendelssohns Beschuldigungen zitiert.

6              den November: mit Magnetische Desorganisation in Paris, Straßburg und Zürich <...>, die Auseinandersetzung zwischen Lavater u. Marcard, 140,22ff.

7              durch die Hamburger Zeitung: wahrscheinlich die Kayserlich-privilegirte Hamburgische Neue Zeitung und Adreß-Comtoir-Nachrichten. J. A. H. Reimarus war als Mitglied der Patriotischen Gesellschaft Mitbegründer dieser Zeitung.

10f.          nach Hannover zu bestellen: für Zimmermann?     

14            ihn seinen vertrauten Freund nennt: meinem Herzensfreunde, dem Hannöverischen Hofmedicus Herrn Marcard, 3. Teil, S. 73f.        

16            Hamburger Correspondenten: Staats- und gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten.

17            Freund von Reimarus: nicht ermittelt.

22            ihr Scheblimin: gemeint: Ihr.

26            Brief von Göthe: siehe WA IV,7,131, JBW 1280 v. 1.12.1785.

26f.          auf einen den ich vor 6 Wochen v ihm erhalten: JBW 1253,21.10.1785.

34            geschrieben hatte: JBW 1253.

189,3        habe ich geantwortet: JBW I,4, Nr. 1288 v. 13./14.12.1785.

15            Scheffners Urtheil: 160,34ff.

19            Gott heim gestellt: Str. 1 des Kirchenlieds von Johann Leon.

24f.          noch viel liebreicher <...> aussähe: 161,15.

32            mit einem Manne: C. H. J. v. Sickingen? nicht ermittelt.

37            die Musicos in Augenschein: Vergnügungsetablissements mit Wein, Musik und der Möglichkeit zu Damenbekanntschaften.

190,12ff.    Sie sagen <...>: 159,11ff.

19            Des HE v Goetz L[enardo] u B.[ellina]: 153,21f.

22            Sie schrieben mir <...>: V,275,21ff.

24            Bayle aus dem Bernier: 202,18.

26            Cuffeler: 163,27f.

30f.          Antwort auf einen Scheidebrief: 164,11f.

32            Getalme: Geschwätz.

191,4        fac totum: Schenk.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 907: JBW II,4,S.442-447.]

Brief 908

191,10      Geantw.: 913.

11            sudeley: 907.

14            Brief v Lavater: JBW 1290 v. 14.12.1785.

15            Abschrift: S. 556.

16f.          Lavater <…> Leuchsenring: Leuchsenring vertrat wie Nicolai die These, von katholischer Seite werde für eine Ausbreitung ihres Glaubens unter den Protestanten gearbeitet. Für die These des Kryptokatholizismus galt er im Lavaterkreis als der eigentliche Erfinder und als derjenige, der sie den Berlinern (Biester, Gedike, Nicolai) nahegebracht habe. Corrodi berichtet aus Zürich, Leuchsenring halte sich seit einiger Zeit in Zürich auf und behaupte, >daß über 40 geheime Gesellschaften in Deutschland existiren, auf welche die Jesuiten gröstentheils EInfluß haben sollten<. Da Leuchsenring in Berlin gelebt, und beispielsweise mit Mendelssohn >vertrauten Umgang< gepflogen habe, schriebe man seine Ansichten den Berlinern im allgemeinen zu. (S.Habersaat, S.111).

19            Brief an Markard: Magnetische Desorganisation <…>.

21f.          wieder so schnell gewesen: Diesen Brief [Magnetische Desorganisation <…>] lies Hr. Lavater selbst, in Abschriften in Zürich, Bern, Lausanne und an anderen Orten so häufig herum gehen, daß er ihn sicherlich durch den Druck bekannt gemacht wünsche; welches euch gewiß bald ohne mich geschehen wird. (J.W.A. Kosmann, Satirische Skizzen druckt den Artikel der Berlinischen Monatsschrift mit dieser Anmerkung, S.109-132, hier S.114, ab). Lavaters Brief trägt das Datum des 10.9.1785. Marcard antwortete darauf am 27.9.1785: In der Schweiz bin ich beinahe einer von den letzten gewesen, in dessen Hände er [Lavaters Brief] kam. Verzögerung kam außerdem durch die fehlerhafte Briefaufschrift zustande: Herrn Manard in Lausanne.

20            Nachrichten der Hamb.[urgischen] Zeitung: 188,7.

21            Nov.[ember] der Berl.[inischen] MonathSchrift: 188,6f.

24            Publikation dieser Briefe: Marcard veröffentlichte den Briefwechsel über Magnetische Desorganisation ohne Zustimmung Lavaters.

28            Hofraths: Marcard, 152,3ff., 140,22ff.

192,2        Maxime des Cicero: nicht ermittelt in dieser Formulierung, Analogbildung zu pacta sunt servanda?

4              meinen Brief an Kleuker: 556, zu VI,907, JBW 1281 v. 5.12.1785.

6              deßen Epistel: Ueber die Besorgnisse der Protestanten<…>. Garve rät darin zu Gelassenheit gegenüber Geheimgesellschaften und den nach Nicolais und Biesters Überzeugung im Untergrund wirkenden Jesuitenorden. Protestantismus und mit ihm die Aufklärung seien nicht gefährdet. Später, im Schreiben an Herrn Friedrich Nicolai <…> konzedierte er, daß die verbotene Societas Jesu im Geheimen weiterwirke. Der Streit wurde durch Nicolai in einer Erklärung der Staats- und gelehrten Zeitung des Hamburgischen Unpartheyischen Correspondenten Nr. 170 vom 25.Oktober 1786 für beendet erklärt. Allerdings änderte sich das Klima mit dem Regierungswechsel nach dem Tode Friedrichs II. dergestalt, daß Garve Nicolai im November 1786 mitteilte, ihm und Biester sei das Schreiben gegen Katholiken verboten worden, so daß er sich persönlich für die Pressefreiheit einsetzte (S.Habersaat , S.76).

8              schrieben mir neulich: 162,8ff., 209,24ff.

14            Briefl v unserm Buchholtz: nicht überliefert.

16f.          Luft u Waßer nachdrücklich zu empfelen: 152,21.

18f.          die Novitzen des Pater Brey: Leuchsenring, nach Goethes Schwank Ein Fastnachtsspiel vom Pater Brey der Typus des Mannes mit „breiigem“ Wesen, der Schwärmer u. Ränkeschmied. Die Novizen wohl Biester, Gedike, Nicolai.

30            lange vor ihm Sokrates gedacht: er weiß, daß er nichts weiß oder zu schweigen im Sinne des Pythagoras.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 908: JBW II,4,S.447-448.]

Brief 909

193,5        geantw: 915.

7              wie ein Träumender: Ps 126,1.

9              Brief v Reichard: nicht überliefert, aber übereinstimmend mit seinem Bericht für den Hamburgischen Correspondenten Nr.18 mit dem Bericht seines Besuchs bei Mendelssohn.

12            point d´honneur: 299,16f.

15f.          Schreiben an mich: An die Freunde Lessings, aber nicht in der Berlinischen Monatsschrift (Z.19) veröffentlicht.

25            Gött.[ingischen] Zeitung: die Göttingischen gelehrten Anzeigen.

28            Verfaßers: J. G. H. Feder.

32            Lehrheit: Leere.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 909: JBW II,4,S.449.]

Brief 910

194,12      B.[ucholtz] Hand.

18            Katzenpeltz:157,29.

23            Wahrheit wegen seiner Diät: 168,8ff.

26f.          wie der Rebecca geht: 1 Mo 25,22ff.

27            Benoni oder Benjamin:1 Mo 35,18, es handelt sich allerdings um Rachel; Abschiedsaudientz: der Fliegende Brief.

31            Rabelais oder Tristram Shandy: in den Figuren Gargantua und Pantagruel und in Laurence Sternes [=der englische Rabelais] Roman, beide in "chaotischer" Struktur und nur mit Kommentar wirklich zu verstehen, in der Art deutlichster Umständlichkeit, 195,33f.

33            dreyköpfichen Höllenhundes: nicht nur mythologisch korrekt, sondern auch wegen Eberhards Rezension, die mit Hamann die Schrift Zöllners u. J. H. Schulz' betraf.

195,2        Jupiter pluvius: die Widmung, N III,112.

3              Schwefelregen: 1 Mo 19,24.

18            salto mortale: auch H. selbst, wie J.

24f.          letzten Freundschaftsdienstes <...> zu übernehmen: den Fliegenden Brief bei Eyrich in Mülheim drucken zu lassen.

30            wird kein rothes Meer seyn: 2 Mo 14,22ff.

32            zu meinem Scripsi: Jh 19,22.

37            der sich 25 Jahre bedacht hat: von den Sokratischen Denkwürdigkeiten bis zum Fliegenden Brief, die Silberhochzeit von Hamanns Autorschaft.

196,7        Wenn Sie: gemeint: sie.

12            2ten Theil <...> Vorlesungen: von Pfenninger.

16            Senior: Gottsched.

18            nach Graventhin: zu Deutsch.

23            saturninischen Vaterschaft: der Fliegende Brief, der die Berliner verschlingt oder entmannt oder weil damit die goldene Zeit ausbricht.

24            phosphorum: Lichtträger; s.[it] v.[enia] vulua: Gebärmutter, wenn das Wort erlaubt ist.

25            ins Reich der schwarzen Kunst: gedruckt zu werden.

35            beyden Kriegsräthe: Hippel u. Scheffner, 185,34f.

36            Ascanius: Johann Michael, wohl mit großem Appetit.

197,3        beyden Nymphen: C. Stoltz u. S. Becker.

5              wenn ich was <...> verdorben haben sollte: 168,8ff.

10f.          ohn all unser Verdienst <...>: nach Luthers Kleinen Katechismus.

12            M.[arianne] B.[ucholtz].

13f.          Ihre Erinnerungen an den Mann gebracht: in Anspielung auf Jacobis An Herrn Moses Mendelssohn, über deßelben mir zugeschickte Erinnerungen (auch ein anderer Artikel hat den Titel Erinnerungen gegen die in den Januar des Museums eingerückte Gedanken) trägt Kants Aufsatz den Titel Erinnerungen des Recensenten der Herderschen Ideen zu einer Philosophie der Geschichte <…>.

14            letzte Einl[age]: 181,15.

15            Nach Zürich: an Lavater.

19            patriae manus: Vergils bis patriae cecidere manus, verbunden mit 19f. Triumph <...> über Amalek: 2 Mo 17,13.

21            To be or not to be: das bekannte Hamlet-Zitat.

23f.          bauen kann <…> Felsen: Mt 16,18.

24            Aut nil aut παν: anspielungsreich zum εν και παν: entweder nichts oder alles, aut Caesar aut nil, 195,10.

31            beantw.: 916.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 910: JBW II,4,S.449-452.]

Brief 911

Antwort auf Brief 907.

197,34      H.[amburgischen] Corresp.[ondenten]: Allgemeine gelehrte Nachrichten aus dem Reiche der Wissenschaften zum Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Beylage. XII. Stück.

198,7f.     Einl. nach Petersburg: für Arndt.

8              C.[ommerzien]R.[at]F.[ischer].

13            Grafen aus Tremsbüttel: Stolberg.

13f.          Gerücht einer angekündigten Uebersetzung: nicht ermittelt, vielleicht die Arbeit an Platons Apologie des Sokrates, ASMUS, 5. Teil.

18            an der Bar.[onin]: v. Bondeli.

22            mit meinem Briefe Anstößig: 168,8.

27            die Hand einmal an den Pflug gelegt: Lk 9,62.

29            Brief vom lieben Kleuker: 904.

30            geantwortet habe: nicht überliefert.

31            Verleger: Hartknoch.

32            dii deaeque me perdant: quid scribam vobis <…>.

32f.          wie ein römischer Tyrann <...>: Tiberius.

37            über die Mysterien: Kleukers Magikon.

199,2        wie Herder es nennt: in Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit, 1. Theil Viertes Buch, VI (SWS XIII,154-165).

5              hieroglyphischen Sprache: zu Beginn von Nachricht von einer bevorstehenden großen Revolution der Erde <…>. Mit einem Anhang über das Buch Chevilla <…>.

10            Vnum necessarium: das eine, was wirklich nötig ist.

16            Der ins Verborgene sieht: Mt 6,4.

19f.          Berlinsche Handel: die Auseinandersetzung mit Marcard, Magnetische Desorganisation betreffend, in der Berlinischen Monatsschrift.

21            wie dem heil.[igen] Paulo: passim in der Apostelgeschichte.

22            blinden Anhänger: die Lavaterianer.

24            Brief von einem Geistl.[ichen] bey Emden: nicht ermittelt.

26            mir bekannten Juden: Ruben Elkanan.

27f.          sein Exeget <…> Schultz: Johann Friedrich Sch., Erläuterungen über des Hrn Professors Kant Critik <…>.

30            an <...> Häfeli <...> zu schreiben: nicht überliefert.

31            liebreiche Zeilen: nicht überliefert.

33            Antwort nach Wunsch: nicht überliefert.

37            Ihr G.[olgotha] u Sch.[eblimini].

200,10      Häf.[eli].

14            in beyden Buchläden: Dengel, Hartung.

23            Michaelis: J.D., Syntagma Commentationum; Baumgarten: S.J., Übersetzung von Guthries Allgemeiner Weltgeschichte <…>.

26            Meisters in Israel: Jh 3,10.

32            neuesten Kritiker: Kant.

201,1        Gerstenbergs Melodrama: Minona.

2              Versuch des Beckers: Rudolf Zacharias B. volksaufklärerisches Noth und Hülfsbüchlein, Einzelartikel, dann ab 1788 in hoher Auflage nachgedruckt.

2f.           Z.[edlitz].F.[ürstenberg].D.[alberg].R.[ochow] Briefe hat vordrucken laßen:. Als Probedruck angekündigt, mit Einladung zur Subskription Versuch über die Aufklärung des Landsmannes. Nebst Ankündigung eines für ihn bestimmten Handbuchs mit Probedruck einiger Kapitel. Vor dem Druck waren Gutachten der Obengenannten eingeholt und der Vorrede beigegeben worden.

14            Wirths: Hippel.

15            klugen Freund G.[oethe].

16            den Herz.[og]<…>; Chaldäer in B.[erlin].

21            von einem Zuhörer derselben: neben Joseph waren die Zuhörer Simon Veit Witzenhausen, der Schwiegersohn, und Bernhard Wessely.

26            ähnliche Geschichte von G.[oethe]; Bust: nicht ermittelt, vielleicht die Gipsbüsten, die M.G. Klauer von Jacobi und Goethe schuf, Goethe an Jacobi, 12.11.1784 (WA IV,6, 2006,S. 388f.): <…> wir haben uns neulich mit deiner Büste unterhalten, die recht gut gerathen ist, und wovon ich nun einen Abguß besitze. <…> Die Gyps Büsten die für dich und nach Münster bestellt sind, wird Klauer wohl eingepackt an meine Mutter schicken schreibe ihr nun gleich wohin sie den Kasten weiterexpediren soll.

28            Fragen von Gegenanstalten: 188,32 u. 189,3f.

31            von Sp.[inoza].

33            mitgetheilten Anekdoten: 189,33ff.

202,1        Taubeneinfalt: Mt 10,16.

4f.           Sie zitieren eine Stelle: 190,12ff.

7f.           wie Goethe mit der Klugheit: 188,29f.

13            die Göthe Glaubenssophisterey nennt: 188,36.

19            Stelle aus Bernier: in den Anmerkungen zu dem Spinoza-Artikel Bayles in seinem Dictionnaire historique et critique findet sich eine Liste de quelques peersonnes qui ont eu le sentiment des Spinoza, in der die Bekenntnisse antiker Philosophen, mittelalterlicher Häretiker, mohamedanischer Sekten, moderner Naturphilosophie, ostasiatischer und indischer Sekten figurieren. Hier findet sich auch ein langes Zitat aus Suite des Mémoires sur l´Empire du grand Mogol, pag 202 et suiv., édition de Hollande, das beweisen soll: que le Spinozisme n´est qu´une méthode particulière d´expliquer un dogme qui a un grand cours dans les Indes, die Lehre von der Weltseele, von der die menschlichen und die tiereischen Seelen bloß Teile seien: Il n´est pas que vous ne sachiez a doctrine de beaucoup d´anciens philosophes, touchant cette grande âme du monde dont ils veeulent que nos âmes et celles des animaux soient des portions. Si nous pénétrions bien dans Platon et dans Aristote, peut-être que nous trouverions qu´ils ont donné dans cette pensée. C´est là la doctrine comme universelle des Pendets, gentils des Indes; et c´est cette même doctrine qui fait encore à présent la cabale des Soufis et de la plupart des gens de lettres de Perse, et qui se trouve expliquée en vers persiens si relevés et si emphatiques dans Goultchez-raz, ou Parterre des Mystères; comme c´a été celle-la même de Flud que notre grand Gassendi a refutée si doctement, et celle où se perdent la plupart des nos chimiques. Or ces cabalistes, ou Pendets indous que je veux dire, poussent l´impertinence plus avant que tus ces philosophes, et prétendent que Dieu, ou cet être souverain qu´ils appellant Achar, immobile, immutable, ait non-seulement produit ou tire les âmes de sa corporel dans l´Univers; et que cette production ne s´est pas faite simplement à la facon des causes efficientes, mais à la facon d´une araignée qui produit une toile qu´elle tire de son nombril, et qu´elle reprend quand elle veut. La creation donc, dissent ces docteurs imaginaires, n´est autre chose qu´une extraction et extension que Dieu fait sa proper substance, de ces rets qu´il tire comme de ses entrailles, de même que la destruction n´est autre chose qu´un reprise qu´il fait de cette divine substance, de ces divins rets dans lui-même <….>.

21            Säule Nebucadnezars: der Traum in Dan 2,31ff.

24            traurigen Arbeit: der Fliegende Brief.

28            allgemeinen deutschen zu B.[erlin].

32            dem eckeln Undinge ein Ende: 189,22.

33f.          Mit Geduld u Weineßig: Anspielung auf Hannibal, nach Livius, ab urbe cond. 21,37: die Steine erhitzen und sie mit Essig übergießen, was zum Auseinanderbrechen der Steine führte, die man dann leichter wegräumen konnte.

36            alles bey ihnen bestellte: gemeint: Ihnen, 195,8ff, passim in Brief 910.

203,2        wie Bileams Esel Dinge sieht: 4 Mo 22,22ff.

3f.           Meine letzte <...> meine erste: der Fliegende Brief u. Sokratische Denkwürdigkeiten.

8              unsers Davids: Friedrich II. am 24. Januar.

10            Es gehe, wie es gehe: Str. 9 des Kirchenlieds von P. Fleming In allen meinen Taten.

11            zweer Todten: Spinoza, Lessing.

11f.          Rem populi ago, Suis atque Mineruae: die Sache des Volkes betreibe ich, für das Ihrige und Minerva.

14            Paars: Bucholtz.

17f.          Uebersetzungen: 198,13f.

18            den Gecken nicht melden: 188,19.

20            Buchladen <...> wie unsere: vor allem Dengel, Hartung.

23            so gut als das erste: Untersuchung der Verbindlichkeit der göttlichen Gesetze.

27            Pf.[enningers] zweyten Theil: der Philosophischen Vorlesungen.

29            seine Journale: Christliches Magazin.

29            polypragmatisch: vielgeschäftig.

31f.          Verdacht von unserm lieben Johannes <…> eher von jenem: Pfenninger hatte durch seine Zirkelbriefe zur Verbreitung der Lavaterschen Schwärmerei und des Sailerschen Andachtsbuch beigetragen, was Nicolai anprangerte: Lavater müsse von den Zirkelbriefen gewußt haben, ohne seine Mitwirkung hätten diese niemals entstehen können. Lavater und Pfenninger waren sehr befreundet, darin wurden private Informationen über Lavater preisgegeben, was ohne Lavaters Einwilligung nicht hätte geschehen können. In seiner Rechenschaft an Seine Freunde. Zweytes Blatt gab Lavater das gemeinsame Vorgehen mit Pfenninger zu.

36            die Welt ja betrogen seyn will: mundus vult decipi.

204,3f.     sein Brodt mit Freuden ißt <...>: Pr 9,7.

5              seine Werke ihm nachfolgen: Off 14,13.

8              Kant zum Schreiben aufzubringen: sich zu Mendelssohns Morgenstunden zu äußern.

9f.           unsern Freund: Herder.

14            noch nicht geschrieben: 187,20.

17            zum Abendlied des Maitre: Anspielung auf den erwarteten Tod Friedrichs II.?

19            öffentl.[ichen] Lustbarkeiten: zum Geburtstag Friedrichs II.

33            Sieur Noel: der Küchenmeister Friedrichs II.

37            pro arrha: zum Pfand, 207,33.

205,24      beantw: 916.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 911: JBW II,4,S.453-460.]

Brief 912

Antwort auf 906.

205,29      Geantw.:  919.

206,5        Unpäßlichkeit: 184,8f.

8              Knochenmann: 184,32.

12            Einlage an unsern Herder: 905.

13            Aufträge: 185,3.

15f.          Daß Ihr Tractatus <...> Fortgang gewonnen: 182,16f.

26            Ich sagte zu Weimar: September 1784.

29            Blat des Hamburger Correspondenten: recensiert durch Engel.

30f.          Rabbinischen Vorlesungen: Mendelssohns Morgenstunden.

33            2ten Theil der Vorlesungen: gemeint hatte Hamann die Pfenningers, 186,16, nicht Mendelssohns.

207,6        Brief von Claudius: nicht überliefert.

14            erste Fortsetzung: des Fliegenden Briefs.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 912: JBW II,4,S.461-462.]

Brief 913

Antwort auf Brief 908.

207,18      alte Görgel fängt <...>, wie er das alte beschloß: 204,22f. Görgel als Claudius-Anspielung und sein Neujahrslied in ASMUS <…> oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Boten, Erster und zweiter Teil.

20            nebst copeyl.[icher] Beyl.: Abschrift des Lavaterbriefs, 191,15.

23f.          Zwillingsbrüder der Lebensläufe: Scheffner und Hippel als vermutete gemeinsame Verfasser der Lebensläufe nach aufsteigender Linie; der Verf. war Hippel, 93,10ff.

25f.          Zeilen an Claudius: nicht überliefert.

28            Nach Graventhin: zu Deutsch.

29            nach Petersdorf: um Gottscheds Pfarre zu übernehmen.

32            entre chien et loup: inter canem et lupum.

33            pro arrha: als Pfand.

208,1        Brouillons: der erste Entwurf zu Entkleidung und Verklärung.

5              zur Recension: von Eberhard in der Allgemeinen deutschen Bibliothek.

12            folio wie die Funeralien: ein großes Format, prächtig wie Leichenbegängnisse?

15            Ende meiner Autorschaft so gut wie der Anfang: 203,3f.

18f.          eben die Caustizität vorrückte: nämlich Mendelssohn im 113. Brief.

20ff.         Xenophontischer <...> Leibnitzische <...> Roußeauische: ironisch aus Eberhards Rezension übernommen, 343,11f. u. N III,362,27f.: <…> Wenn man von einem Schriftsteller herkömmt, der uns die Leibnitzische Erhabenheit seiner philosophischen Ideen, die Roußeausche Wärme der Beredsamkeit verbunden mit Xenophontischer Simplicität in Bewunderung setzt, <..> wie sehr muß dann nicht der Unwillen gegen den letztern, durch die Bewunderung des Erstern erhöet werden.

25            Factotum: Schenk.

26            lieben Kinder: Georg Arnold, Karl Wigand Maximilian, Klara Franziska.

28            Briefe v. B.[ucholtz], den Sie vermißen: 192,15.

31            analogischen Verlegenheit: ebenso „schwanger“ zu sein wie M. Bucholtz.

32            seiner M.[arianne].

33            Carte blanche: Vollmacht.

34            Durchreisende: F. L. Graf Stolberg.

209,1        unsers L.[avaters] Correspondenten: Marcard, 140,23ff.

2f.           Rhapsodisten von der Einsamkeit: J. G. Zimmermann.

3              Sie mögen tadeln: 191,21ff.

4              ungerechten Haushalter: mehrfach, u.a. Lk 12,42ff.; Lk 16,8.

6f.           daß er Zeichen und Wunder sieht: öfter im AT u. NT. Der Vorwurf an Lavater wird in den Fliegenden Brief eingehen, N III,400f.

12            die Hand, wie Usa darnach ausstrecken: 2 Sm 6,6.

16            Abschrift: eben das Brouillon, 208,1.

21            Beurtheilung des vierten Theils: von Lavaters Pontius Pilatus, in Allgemeine Litteraturzeitung v. 26.11.1785, Nr. 281,193-196.

21f.          wo auch mein Name vorkommt: <…> daß Hr. Lavater das, was von Pilatus erzählt wird, durch seinen Freund Haman aufmerksam gemacht <…>.

22f.          nicht ganz Unrecht geben: <…> daß diese Art von Schreiberey im Ganzen unsäglich viel Schaden stiftet, den Gegnern des Christenthums Waffen in die Hände liefert, ehrwürdige Dinge dem Gespött aussetzt. <…> Aber aus Ehrfurcht für ihn thut es uns leid, daß ein Schriftsteller, der so viel wirken und der, wie selbst einzelne Stellen dieses Pontius beweisen, so viel vortrefliches über Christenthum sagen könnte, als Hr. Lavater, gerade zu unserer Zeit, die Sache der Wahrheit durch solche Spielereyen und Träumereyen aufhält, und den nüchternen Mann, der zwischen Deismus und Christenthum noch wählen will, gewiß, wenn er auf ein solches Product fällt, von diesem zurückschrecken muß.

23            Recensenten: nicht ermittelt.

24            nach Grillen: 192,12f.

32            3 jungen Leute: Johann Michael, R. Hippel, G. H. Nicolovius.

210,5        beantw.: 918.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 913: JBW II,5,S.3-14.]

Brief 914

Antwort auf Brief 905.

210,13      Ihr Zufall: Anfall, 179,18ff.

15            mali fons et origo: Quelle und Ursprung des Übels.

19            Phryx: ein Phrygier, der bekanntlich erst spät zu Verstand kommt.

211,9f.     am Eridanus: Fluß, in den Phaeton, der Sohn des Helios, stürzte. Seine Schwestern, in Pappeln verwandelt, weinten Bernsteintränen; im 18. Jh.: die Ostsee.

14            Freunde in Düßeldorf: F.H. Jacobi.

15            Treiber Jesu: gemeint: Jehu, 2 Kö 9,20.

16f.          Diät eines Reichen, der keine Geschäfte hat: der 1779 seine Tätigkeit in München aufgegeben hatte.

25f.          Mend.[elssohn] <…> ein zu claßischer Philosoph <…>: nicht lobend gemeint: konservativ, starr.

29            Schatten von Leßing: Morgenstunden, XXXVII, die Anmerkungen und Zusätze durch J. A. H. Reimarus: einen gebeugten, abgehärmten, endlich unterliegenden Kämpfer [zu erkennen gab]; einen gleichsam müdegejagten, verschmachtenden Hirsch, der endlich hinsinkt, und sein edles Geweih mutlos in den Staub legt.

31            Vorrückung der Steine: wie beim Schach- oder Brettspiel.

32            Wie Jacobi mir schreibt: JBW Nr. 1301 v. 25.12.1785.

212,17      Ihren Rec.[ensenten]: Voigt, 181,1f.

21            sine culpa et noxa: ohne Schuld und Schaden.

24            dem Verf.[asser]: Herder selbst.

32            Jenaischen Weinberges: die Allgemeine Literaturzeitung.

34f.          Berlin[er]. Recensenten: Eberhard.

35            Mend.[elssohns] Antwort: An die Freunde Lessings.

213,4        sagt Onkel Toby: Sterne, The life and opinions of Tristram Shandy, 2. Buch, Kap. 12.

10f.          als wo ich ihn genannt habe: SWS XIII, S. 14 u.17.

11            ein Werk dieser Art: Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht.

13f.          Plan <...> für einen künftigen Newton <...> herausrückte: Muthmaßlicher Anfang der Menschengeschichte.

25f.          Mein gestriger Text: zur Neujahrspredigt, 210,11.

Brief 915

Antwort auf Brief 909.

213,30      Ihren Brief: 909.

31            daß sie: Sie; kalmäusern: grübeln.

214,6f.     Wie er dem Publikum seine Nervenschwäche klagt: u.a. in der Vorrede der Morgenstunden.

12            Schildkröte <…> Adler zur Luftfahrt: Aisopos´ Fabel von der Schildkröte, die den Warnungen des Adlers zum Trotz fliegen wollte und beim Sturz zerschellt, wie Aischylos gestorben sein soll, weil der Adler die Schildkröte auf seinem fälschlicherweise für einen Stein gehaltenen kalten Haarschedel zerschmetterte.

13            alten Aeschylum: Eberhard.

14            Anfang, den ich Ihnen zugeschickt: 207f.

17            ausgeschwitzten Horatz: das Motto zum Fliegenden Brief.

22f.          Rebecca <...> Rahel: 194,26f.

30            L.[avater] selbst: 209,6f.

32            wie ein Träumender: Ps 126,1.

215,1f.     wie S. Paulus sagt: 1 Ti 4,3ff.

4              Zusätze von Reimarus: M. hatte J. A. H. Reimarus eine Manuskriptabschrift der Morgenstunden (Metten) mit der Bitte um Durchsicht geschickt. R. kam der Bitte nach und M. übernahm diese in Anmerkungen und Zusätze: Einer der gründlichsten Weltweisen dieser Zeit, der die Freundschaft für mich gehabt, diese Aufsätze durchzulesen, hat mir einige Anmerkungen darüber mitgetheilt, die ich meinen Lesern nicht vorenthalten will (S.III). Reimarus in seiner Vorrede zu dem 1787 herausgegebenen Werk Ueber die Gründe der menschlichen Erkenntniß und der natürlichen Religion: Nun begehrte der seelige Mendelssohn von mir, ihm meine Meinung über sein herauszugebendes Werk, davon er mir den ersten Theil in Abschrift zuschikte, mitzutheilen. Ich musste es flüchtig durchlesen und zeichnete, ohne mich über sein Lehrgebäude überhaupt einzulassen, nur ein und anderes aus welches er auch in den Zusätzen angeführt hat. Zu dem anderen mir nachmals zugesandten Theile hatte ich auch ein Paar Anmerkungen entworfen und darin noch einiges berührt, was auch hernach von den Recensenten erinnert worden. Sie liefen aber zu spät ein als die Schrift schon im Druk war, und sind nicht eingerükt worden. Aus dieser Mitteilung erhellt, daß die im Anhang zu den Morgenstunden (JubA III.2, 159-166, bis Z. 14) veröffentlichen Anmerkungen einen Teil der Beilage zu Reimarus´ Brief an Mendelssohn, Hamburg 1785. Jun.18. ausmachten. Dieser gedruckte Teil der Anmerkungen hat sich im Original nicht erhalten. Er wurde wahrscheinlich in die Druckerei geschickt. Der erhaltenen Teil (erstmals JubA III.13, 284-289 veröffentlicht) wurde offenbar von Mendelssohn nicht für geeignet befunden, im Anhang seines Werks zu erscheinen (Moses Mendelssohn Gesammelte Schriften. Jubiläumsausgabe. Briefwechsel III. Bearbeitet von A. Altmann. Jub A 13,III,417f.). Stuttgart/Bad Cannstatt 1977.

6f.           Evangelio aus Cana: Jh 2,7ff.

7              epistolischen Geist: des Fliegenden Briefs.

9              politische Algebra für Kannengießer: nach Holbergs Komödie.

16            Göttingsche Recension: 193,25, siehe Heyne.

17            Landprediger: Scheller.

24            Neujahr der Heiden: der Dreikönigstag.

31            todten Freundes: Lessing.

216,8        Beyl.[age]: das Porträt von Sennewald, 193,5.

10            Geheimniß meiner 6 Wochen: der Arbeit am Fliegenden Brief.

13            Mutterkirche: die katholische.

18f.          meine beyde Elemente <...> zu predigen: 152,21.

20f.          schiefen Maul: 184,7ff.

27f.          im irdenen Tiegel geläutert: Ps 12,7.

37            No 197: der Göttingischen Anzeigen.

217,2        allen Unfug an Voss: die öffentliche Gelehrtenfeindschaft, in die auch Lichtenberg, Klopstock, Meiners, Boie involviert waren. Voss hatte von 1772-75 in Göttingen Altphilologie studiert und war von Heyne sogar in sein Philologisches Seminar aufgenommen worden. Durch Kritik Heynes an Voß verkehrte sich die ursprüngliche Hochschätzung bei Voß in Hass. Siehe J.H. Voß, Abriß meines Lebens. Rudolstadt 1818; auch: der Streit mit Voß: Ankündigung seiner Übersetzung des Homer, in: Göttingisches Magazin,2.St. 1780; darauf erschien im Göttingischen Magazin St.42 1780 Heynes kritische Bermerkung. Voß im Deutschen Museum, St.9 1780, 238-260; Lichtenberg beschuldigt V. der Undankbarkeit; dagegen Verteidigung Vs in Deutsches Museum St.4. 1783,340-356.

3              H.[erder] in W.[eimar.

5              Arzt, hilf Dir selber: Lk 4,23; Rath: 214,6.

8              Herzenserleichterungen 2 Menschenfreunde: von K. L. Reinhold.

11f.          ohn Sch.[eller] abwarten.

13            L.[avater].

14            an die Sie neulich dachten: 191,15ff.

16            unsere Gedanken: in Herzenserleichterung und Golgotha und Scheblimini

32            meinen Gast: Scheller.

34            Arztes: Miltz.

218,14      beantw: 920.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 915: JBW II,5,S.15-24.]

Brief 916

Antwort auf Brief 910.

218,19      Geantw.: 924.

20            Grüß Dich Gott Du Lieber: der erste Brief mit der vertrauten Anrede, Z. 29f., 219,2ff.

24            dortige Buchdrucker: Eyrich.

28            Handschrift: des Fliegenden Briefs.

219,13      drey Briefe: 907, 908, 909.

15            4ten Brief: 912.

220,13      Mein Legatur zu Deinem Scripsi: 195,32.

17            Rezension v Herders: 197,13.

18            Büsching: 196,14.

Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 916: JBW II,5,S.24-27.]

Brief 917

220,29      Ihre Schrift: Ueber die Lehre des Spinoza.

30            dies habe übersehen: 195,23.

32            foetus: der Fliegende Brief.

221,7        während dieses Paroxysmi: 194,30ff.

9              humorum peccatum: sündigen Säfte.

12            wehemütterlichen Beystand: 194,25 u. 196,22ff.

13            H.[erder].

17            kenne Heynens deutschen Styl gar nicht, ahnde aber: 193,27 u. 217,3.

18            Freund in W.[eimar].

20            Arzt: Miltz.

222,4        Gast: Scheller.

5              in Graventhin: bei Deutsch.

17            dem Leser: Miltz.

26            dummen Bewundrer u Chaldäer: N III,319,20ff.

30f.          um 3 Jahr älter ist als meine leidige Autorschaft: Sokratische Denkwürdigkeiten, 223,15ff.

32            wie jener Landsmann im Buch der Maccabäer: wohl der bis zum letzten Moment tapfere Jude überhaupt, passim, z.B. 2 Makk 14,46: und, obwohl er schon fast verblutet war, riß er sich noch die Därme aus dem Leib, faßte sie mit beiden Händen und warf sie unter die Kriegsleute und rief zu Gott, der über Leben und Geist Herr ist , dies alles möge er ihm wiedergeben, und starb so.

35            noch so große H.[uren] seyn.

223,13f.    Samariterpflicht <…> Leviten: Lk 10,32ff.

17            seine Briefe: Briefe über die Empfindungen, Philosophische Gespräche.

18            Geist der Litteraturbriefe: in der Auseinandersetzung über Rousseaus Nouvelle Héloise, durch Abaelardi Virbii <…> und Abaelardus Virbius an den Verfasser <…> und Hamburgische Nachricht; Göttingische Anzeige, Berlinische Beurtheilung der Kreuzzüge des Philologen.

20f.          in meinem Vaterlande: Ostpreußen, in Königsberg 1777.

24f.          Plage von eignen Landsleuten <…>: durch die jüdische Orthodoxie und christliche Vorwürfe gegen Mendelssohns angebliche Profanierung der Religion.

28            wegen der frühen Beerdigung: 1772 war in der jüdischen Gemeinde von Mecklenburg-Schwerin aufgrund einer neuen Verordnung des dortigen Herzogs ein heftiger Streit über die Tradition der frühen, d.h. sofortigen Beerdigung unter den Juden entflammt worden. Man wandte sich an M. Mendelssohn, der die neue Anordnung begrüßte, weil sie nicht gegen Religionsgesetze verstoße, sondern die Beerdigung Scheintoter verhindere. Als Arzt u. Bewunderer Mendelssohns vertiefte u.a. M. Herz die Begründung einer heilsamen Anordnung aus medizinischer Sicht (Über die frühe Beerdigung der Juden. An die Herausgeber des hebräischen Sammlers. Berlin 1788).

31f.          Zusätze <…> von Reimarus: 215,4.

224,6        Brief vom lieben Herder: 914.

10            Tod ist in den Töpfen: 2 Kö 4,40, auch N II 211,24 (Aesthetica in nuce).

18            beantw: 923.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 917: JBW II,5,S.27-36.]

Brief 918

Antwort auf Brief 913.

224,23      Geantw: 924.

26            Ihren Brief: 911.

28            Neujahrsgeschenk: 913 mit den ersten beyden Blätter des Fliegenden Briefs, 207,33f.

31            Consistorialrath: J. F. Jacobi.

225,15      Ihre Beylage: 207f., der Fliegende Brief.

17            gemino ex ovo: N III,354,6, 249,3.

18f.          ehernen Typo, den Mose gemacht: 249,4ff.

24f.          Gärtchen u Lusthäuschen: N III,350,38.

29            Hoffmeister: J. P. Reitz.

226,14      andern Copisten: VII,302,22.

18            12te Stück der B[erlinischen] Monatschrift: Garve, Ueber die Besorgnisse der Protestanten <…>. 2. Brief an Herrn D. Biester, 192,6.

20            4 Format: Quarto.

24            Lucem dare: gemäß dem Horazischen Motto des Fliegenden Briefs.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 918: JBW II,5,S.39-42.]

Brief 919

Antwort auf Brief 912.

226,27      Einl.[age]: 912.

227,2        herzl.[ichen] Wunsch: Beginn von 912.

7f.           Ich habe <...> gemeynt: 206,33.

8f.           Morgenträume: die Morgenstunden.

15            Berlinschen Kunstrichter: der Allgemeinen deutschen Monatsschrift u. der Rezension von Eberhard.

19            Biesters Briefen an Kraus: V,375,7ff.

27            gegen den Sohn: Joseph M., für den die Vorlesungen der Morgenstunden abgehalten wurden, Z. 34.

31            verpesteten Freundin: wie Mendelssohn in der Vorrede der Morgenstunden Berlin nennt.

32            Mose und den Propheten: Lk 16,29 u. 31.

35            Herders Brief: 914.

36            philtro: Liebestrank.

228,8        verdrießliche Verlegenheit: wegen Albertine Hartknoch?

12            bey seinem Verleger Voss: wegen des Drucks der Schrift An die Freunde Lessings.

18            seiner Tochter: Brendel Veit.

19f.          2 te Theil: der Morgenstunden kam nicht mehr zustande.

21            mir bekannten Juden: nicht ermittelt.

24            seine eigenen Nation: um der bürgerlichen Gleichstellung der Juden wegen.

27            bewunderte einst sein Jerusalem: Brief Kants an Mendelssohn vom 16.8.1783.

28f.          willens <...> über die Morgenstunden etwas herauszugeben: Was heißt: sich im Denken orientieren?

29f.          Ausgabe seiner eignen Werke: 181,25ff.

35            Seifblase: Muthmaßlicher Anfang der Menschengeschichte.

36            Herder sehr erbauen wird: die wechselseitige Kritik durch Herders Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit und Kants Rezensionen in der Allgemeinen Literaturzeitung Nr. 4, 1785 und Beylage zu Nr. 4 und Nr. 271, auch 240,15ff.

229,6        Die Stelle <...> geändert werden: des Fliegenden Briefs, N III,352,4ff.

7              Ich zweifle selbst: 206,24ff.

12ff.         Was im Jerusalem <...> steht: im Ersten Abschnitt, Gesammelte Schriften, hg. von g.b. Mendelssohn, 3. Bd. Leipzig 1863, S. 260f. [Nachdruck 1982].

21f.          Berlinschen Kunstrichter: Eberhard.

25            Herder beurteilt: 211,25ff.

230,4ff.    Wollust eines Ixion <...>: nach Diodorus Sic.: Allein, da Ixion <...> nun der Juno Liebe pflegen wollte, so gab Jupiter einer Wolke die Gestalt seiner Gemahlinn. Weil er nun in der Meynung, daß sie die wahrhaftige Juno sey, seine Händel mit ihr hatte, und die Centauren erzeugete, so stürzete ihn Jupiter in die Hölle, und band ihn daselbst auf ein Rad, welches ohne Aufhören mit ihm herum lief (Hederich).

8              Gabe der Deutlichkeit: 182,13.

9f.           Wie Herder auf den Gedanken kommt: 212,17f.

10            Recensenten: Voigt.

12f.          Berl.[inschen] Recensenten: 212,34f., Eberhard.

14            Bibl.: die Allgemeine deutsche Bibliothek.

22            nach W.[eimar]: Brief 922.

24            die Kritik seines alten Lehrers: Kant, 213,8f.

28f.          nichts von Ihnen: keine Rezension des Spinozabuchs.

35            Cogito <…> Sum: 201,30f.; Gott schuff: 1 Mo 1,1 u. 27.

37            der verpesteten Buhlerin: 227,31.

231,2        Auch Unglaube ist Religion: VI,238,30f.

3              Zweifeln Sie <…>: 230,8.

4              mit Pilatusfrage: Jh 18,38, von Mendelssohn in den Morgenstunden, Vorlesung I: Was ist Wahrheit, erörtert.

11            Lehrer u Freund: Lessing.

11f.          verschmachtenden Hirsch: Ps 42,2, das Bild des erschöpften Lessing.

12f.          Hagar <...> Ismaele: 1 Mo c. 16.

13            Logo-u Sciomachia: Haarspalterei.

16            αυτος εφα: Er hat es selbst gesagt, nämlich Pythagoras.

23            beantw: 925.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 919: JBW II,5,S.42-57.]

Brief 920

Antwort auf Brief 915.

231,27      Geantw: 926.

30            das Bild: Sennewald, 193,5.

232,2        als wäre das Bild für Buchholtz: 216,8.

8              Sie schrieben ohnlängst: 155,25.

8f.           Portrait-Mahlerinn: Karoline Podbielski.

23            Cöllnische deutsche Zeitung: nicht ermittelt.

29            Pöbel zu Sichem: Sir 50,28; Mantel des Propheten theilen: den Philosophenmantel und den des heiligen Martin?

32            an mich gerichtete Epistel: An die Freunde Lessings.

34            Ihren Plan: der Fliegende Brief.

233,2ff.    Die Stelle <...>: 209,10ff.

6              wie Schuppen: Apg 9,18.

7              Siehe, er betet: Apg 9,11.

8f.           auf seinen letzten Brief die Antwort schuldig: vom 14.12.1785, JBW 1290.

16            Herzenserleichterungen: von Reinhold.

16f.          beyden Schriften: Gottesvertheidigung und Untersuchung der Verbindlichkeit <…>.

18f.          Pfenningers 2ten Theil: der Philosophischen Vorlesungen.

23            Lavaters moralisches Weib: 203,31f.

24            Ihrem Zufall bey D. Gräf: 216,20f.

27            v Ihrem Wurststyl: 217,22f.

34ff.         Daß die weisesten Kunstrichter <...>: Ein Fliegender Brief, N III,350.

234,4        sagt Salomo: Spr 17,1.

13            verirrte Brief: 192,15.

14            Ihre Aufträge: 185,23ff., 196,5ff.

16            ungerathener Sohn: 224,30ff.

19            sagt der hl Augustinus: Wortlaut nicht nachweisbar, z.B. De anima 7: anima ibi plus est ubi amat, quam ubi non amat, oder: Seele ist, wo sie liebt, als wo sie lebt.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 920: JBW II,5,S.62-67.]

Brief 921

234,30      Unsere Albertine: die Universität der Stadt Königsberg.

31f.          Einführung des TodesEngels: N III,356,9ff.

235,1f.     Wenn Sie unter Deutlichkeit eine gehörige Vertheilung des Lichts und Schattens verstehen: zum Horaz- Motto des Fliegenden Briefs, von Goethe zitiert unter Verschiedenes in Kunst und Alterthum (1824, Bd. 5, H.1).

7              Saalbadereyen: V,204,19ff.

8              Verleger: Hartknoch; Jahrlang bey der Nase herumgeführt: eine Gesamtausgabe und Neuauflage seiner Schriften war zwischen Autor und Verleger lange im Gespräch, eine Gesamtausgabe kam nicht zustande.

9f.           von Pohlen abzuhängen: der Krakauer Vertrag von 1525 hatte eine polnische Lehnshoheit für das Herzogtum Preußen beschlossen, das sich vom Ordensstaat in ein weltliches Herzogtum wandelte.

10f.          Politik der Chaldäer im deutschen römischen Reich: Preußens Politik im Zusammenspiel mit Österreich wie auch die kulturell religiöse Auseinandersetzungen, siehe Z. 16f.

12            scandaleuse Geschichte der Pfuy! Pfuy!: der Foien-Gelder, N III,300,12f.

19            Großkanzler aus Memel: von Carmer.

23            Sophienschreiber: J. Th. Hermes.

25            auf Ihren Geburtstag: am 25. Januar.

29f.          aus dem Buchstaben F.: steht für Eberhard.

31f.          seine eigene Weißagung über mich <...> gefährlich bin: Mit einem solchen Gegner sich einzulaßen, würde ebenso gefährlich als vergeblich seyn, heißt es in Eberhards Rezension, 275,9f.

236,13      Namensvetter: F.K. Jacobi.

15f.          römischen Camillen The: 229,2.

22f.          Text der A.[llgemeinen]D.[eutschen].Bibl.[iothek]: mit der Eberhardschen Rezension, Nr. 63.   

30f.          in M.[ünster] <…> Luft und WaßerDiät: 168,18f.

35            göttl.[ichen] Geheimnißen der Zeit: nach Bucholtz' Das Verhältnis zwischen drey Schwestern, V,470,28.

37            V.[on] R.[echts] W.[egen].

237,1        curas secandas: Sorgen, von denen man sich befreien muß, oder secondas, folgende Sorgen; Er folgt auf unsers Davids seinen: 235,25, Friedrichs II. Geburtstag am 24.1.

14            orient L[iteratur] L.: nicht ermittelt.

18            eclipsirten: verschwundenen.

22            Kraus hat weniger Vertrauen zu ihm als Kant: dazu 127,31ff.

37            beantw: 925.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 921: JBW II,5,S.67-75.]

Brief 922

Antwort auf Brief 914.

238,11      DeutschGascogner: Aufschneider.

27f.          Sie urtheilen gantz recht: 211,25ff.

28            weder Mose noch den Propheten: Lk 16,29 u. 31.

32            bey seinem Verleger Voß gewesen: 228,12.

33            zweiten Theiles: der Morgenstunden.

239,1        Achates: der treue Gefährte des Aeneas, Verg. Aen. 1,312, gemeint ist Lessing.

1f.           Was Sie mir an der Hand gegeben haben: 211,15ff.

3f.           den 63sten Theil <...>: mit der Eberhardschen Rezension.

6              No III nebst II u IV. gelesen haben: Hamann, zwischen Zöllner u. Schulz, No I ist Mendelssohn; lateinschen Zeitung: der Rezension durch Voigt in der Allgemeinen Literaturzeitung.

9              Philister F.: Eberhard.

10            Eselskinnbacken: Ri 15,15.

14            vor 25 Jahren: mit den Sokratischen Denkwürdigkeiten.

16            Verlegers: Hartknoch.

35            Assa foetiola: eig.: foetida, Teufelsdreck, Asant, abführend, krampfstillend, abführend.

240,2        Großkanzler: von Carmer.

8f.           J.[acobi] hat seinen Jehu an mir gefunden: 2 Kö 9,20, 211,15.

10            Autorparoxysmos: der raptus zum Fiegenden Brief, 194,30ff.

12            Newton in nuce: Kants Muthmaßlicher Anfang der Menschengeschichte.

15            Schläge Ihres alten Lehrers: Kant mit der Rezension der Ideen, 212f.

17            veniam mutuam: beiderseitige Nachsicht.

19            bittere Aloe macht rothe Wangen: P. Gerhardt, Ich hab in Gottes Herz und Sinn, Str.9.

22            Und das ist K.[ant] nicht: nämlich ein Feind.

25            Kgl. Bibl.[iothekar]: Biester.

26            Beytrag zum N.[euen] J.[ahr].

27            Sind seine Erinnerungen ohne Grund: Kants Aufsatz bezieht sich auf das 10. Buch der Ideen.

35f.          iß Dein Brot <...> gefällt Gott: Pr 9,7.

241,1        künftigen Verleger: Hartknoch.

2              Oesophago: Speiseröhre.

6              bey Keyß[erling]; Elisa: v.d. Recke.

12            Wirths: Hippel.

14            Gottesvertheidigung <...>: von Marées.

21            gegen Baumgarten [S.J.] und Michaelis[J.D.]: 200,23.

31            Altst.[ädtischen].

35f.          morgenl.[ändischen] <…> Abzuge: 127,31ff.

242,5        Raphael [Hippel]; HE Johannes: Johann Michael.

10            Sch.[inder]knecht.

15f.          Ankündigung einer neuen Uebersetzung: 198,13f., möglicherweise die Apologie- Übersetzung.

Brief 923

Antwort auf Brief 917.

243,5        Geantw: 926.

12            Brief voll Sorge: JBW 1319.

19            Wer nur den lieben Gott läßt walten: Kirchenlied von G. Neumarck.

24            Claudius schreibt mir: nicht überliefert; Alfanzerei: Posse, dummes Zeug.

30            dereinst zu statten kommen: in seiner Schrift Wider Mendelssohns Beschuldigungen.

31            heute eingelaufenen Schreiben: 917.

32            meinigen vom 6ten, 13ten u 17ten: 916, 918, 920.

33            Beylagen: des Fliegenden Briefs.

244,2        entlaufener <...> Junge: Johann Georg.

6              Ueberantwortung nach Wesel: in den Soldatenstand, 225,6.

9              v Zelle: wo sein Onkel Johann Friedrich J. lebt.

16f.          2 Jahre in Claudius Hause: 1778–1780.

17            4 Jahre: bis 1784.

24            Rec.[ension] <...> Götting. Anz.[eigen]: von Pistorius.

26            Blatt der Litt.[eratur] Z.[eitung]: mit Kants Rezension.

33            Sternchen S 174 meiner Schrift: 75,16 u. 94,18.

245,3        von Schwärmerey: Mendelssohns Aufsatz Soll man der einreißenden Schwärmerei durch Satyre <…> entgegenarbeiten?

4              Messieurs <…> à l´aise: Argot: Schlappschwänze.

5              Gäste: die Clermont-Familie.

9f.           Vor dem Tod in den Töpfen: 2 Kö 4,40, 224,10.

12ff.         was Spinoza sagt: Ein freier Mensch denkt an nichts weniger als an den Tod; und seine Weisheit ist ein Nachdenken über das Leben, nicht über den Tod, Ethica Ordine Geometrico demonstrata, in: Sämtliche Werke, Bd. 2. Hamburg 2010, S. 495.

22            Glied der Dicasterien: urspr. Gerichtshöfe bei den Griechen, hier: weltliche Zentralbehörde: Jacobi als Mitglied der kurpfälzisch-bayerischen Regierung.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 923: JBW II,5,S.76-78.]

Brief 924

Antwort auf Brief 918.

245,27      an Ihrem Geburtstag: der 25. Januar.

28            den vom 5 d.: 916.

28f.          meine Schwärmerey beynahe auszustechen scheinen: 218f.

32            Hauskreutz: die Probleme mit Sohn Johann Georg.

246,15      M.[oses]M.[endelssohn] an Leßings Freunde.

18            wie Ihre dortigen Gewäßer: 224,25.

18f.          Ankündigung: C. Ph. Moritz, Anzeige von Moses Mendelssohn an die Freunde Leßings. Ein Anhang zu Herrn Jacobis Briefwechsel über die Lehre des Spinoza.

18f.          in den Berlinischen Zeitungen: Königlich-privilegirte Berlinische Zeitung von Staats- und gelehrten Sachen, 10.St. 24.Januar 1786.

20            Vorrede des Engels: zu Moses Mendelssohn: An die Freunde Lessings. <…> III-XXII.

23            2te Fortsetzung: des Fliegenden Briefs.

32            letzten Briefe an Herder: 922.

32            körperl.[ichen] Eyd: 240,6ff.

247,1        (Wolken in Erschei)nungen der Juno verwandeln: die Geschichte mit Ixion, 230,4. Zu der Version des Diodorus Sic. gibt es bei Hyginus die Variante, daß Juno selbst, auf Jupiters Befehl, der Wolke ihre Gestalt verlieh. Die ihm zugedachte Strafe vollstreckte Mercur.

2              Mir ist es lieb, daß Engel: Z. 20.

3f.           der Philosoph für die Welt: Engels Zeitschrift.

5              so oft anfangen zu sinken: bis patriae cecidere manus; Amalek: =Berlin, nach 2 Mo 17,11.

6f.           εις νικος την κρισιν <...> Docht <...> geknickte Rohr zubrechen: Mt 12,20.

9              Namensvetter: Friedrich Konrad J.; bittere Geschmack bleibt: 236,17f.

15f.          Briefe von Claudius erfreut: nicht überliefert.

17f.          Brief vom Kapellmeister Reichardt: nicht überliefert.

31            Geh. Finantzrath: Grodart?

31f.          zur General- Adm.[ministration]: scil.: gehört.

34            welcher das Departement von Schlesien, <...> hat: Launay de la Haye?

248,5f.     nicht durch Vermittlung der Prov.[incial] Direction: die der General-Administration unterstand.

7f.           verpesteten Freundin des Philosophe de S.[ans] S.[ouci]: das Berlin Friedrichs II. nach Mendelssohns Zitat aus den Morgenstunden, 227,31.

10            catonischen Patriotismus: 533,35f.

15f.          ins Gelag hineingeschrieben: drauf los.

17            Breslau <...> Verleger: Löwe.

19            Sp.[inoza]Büchlein.

20            Joh.[ann] M.[ichael].

31            Mendelssohns Vermächtnis: An die Freunde Lessings; guter Freund: E. F. Ch. Mayer.

249,2        Serm[ones] ad Pisones: des Horaz.

4              ehernen Schlange: 225,18ff.

5              ist aus der Gloße Luthers: Randglosse zu 2 Kö XVIII,4 in Die gantze Heilige Schrifft Deudsch. Wittenberg 1545; N III,35716ff.; 358,15ff.

8ff.          Denn ohne Gottes Wort <…> Sakrament: Luther, Viertes Hauptstück des Kleinen Katechismus.

12            politische Mitlauter: Eberhard.

14            Dare lucem: 226,24.

32ff.         Er wird <...> bekehren <...>: Lk 1,17.

34            Raphael: Hippel.

250,7        über D.[üsseldorf].

18            beantw: 932.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 924: JBW II,5,S.82-88.]

Brief 925

250,22      Geantw.: 933.

29            vier Mädchen aus Vaels: Clermont.

251,11      Brief v 18ten: 921.

24f.          Voßischen Zeitung abgeschrieben: Kgl. privilegierte Berliner Zeitung von Staats- und gelehrten Sachen v. 24. 1. 1786, verfaßt von Moritz.

25f.          im Hamburger Correspondenten: der die Rezension am 27. Januar 1786 übernahm.

30            mit Lavater in Eine Pfanne gehauen: "Lavaters Zudringlichkeit gab seinem Leben den ersten Stoß. Jacobi vollendete das Werk".

37            haben sie: Sie; Gegeneinanderstellung <…>: Zöllner, dessen Ueber Moses Mendelssohns Jerusalem vor Hamanns Golgotha und Schulz (s.u.) gemeinsam rezensiert war.

252,1        Atheistischen mit dem nur tonsurierten Prediger: Mendelssohn und J.H. Schulz, Philosophische Betrachtungen <…> im Fliegenden Brief,
N III,358-360. Auch V,375,29ff.

2ff.          Die Stelle aber <...>: 231,3f. u. 269,35f.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 925: JBW II,5, S.91-93.]

Brief 926

Antwort auf 923 (im 2. Teil).

252,17      Epistel: Mendelssohns An die Freunde Lessings.

21            Raritäten auf des Vetter Nabals silberne Hochzeit: Des Herrn und der Madame Nicolai <...> 25jähriger Ehe- und Haus-Calender.

23            Corsica: das im Calender als der bekannte Vergnügungsort genannt wird: Jeden Freitag ist Liebhaberconcert bei Corsica, von welchem H. Nicolai nicht nur Mitglied ist, sondern auch selbst mit seinem ältesten Herrn Sohne dabei auf der Violine accompagniert; Dohm: 258,23f.

29            Rüsttag: Vorabend der Beichte.

253,1        eifriger Claudia- und Wandsbeckianer: der seine Frau Rebekka und alle diese Feste besingt.

5              Reichards Schwager: Dorow.

7              Hartknoch seiner: nicht überliefert.

9              engl.[ischen] von einem jungen Menschen: nicht ermittelt, eventuell H. D. W.Keyserling.

10            der tollste aus Wien: 500,29f., wohl die Unterstützung Hills betreffend, der in Wien ohne Geld nicht weiterreisen konnte.

14            eine gute Dame: S. Courtan, auch 14,6ff.

15            Buchdrucker: wohl Weinmann, 63,15f.

18            Marientags: der 2. Februar, Maria Reinigung, Lichtmeß.

20            Elisa: v.d. Recke; ohne Göckingh: anders als 215,11.

24            hinkenden hochadlichen Gast: H. D. W. Keyserling

25            Beichtvater: Matthös.

31f.          rabbinischen Epistel: An die Freunde Lessings.

35            Todten: Mendelssohn.

254,20f.    schrieb <...> an Reichardt: nicht überliefert.

23            mir die Gen[eral] Adm[inistration geantwortet: 247,34ff.

28            bevorstehenden Heimsuchung: des Sohnes Georg Heimkehr.

37f.          Berlinsche Epistel mit allen mimischen <...> Apparatu: Vorrede zu Mendelssohns An die Freunde Lessings von J. J. Engels, der Verfasser von Ideen zu einer Mimik war. Zum theatralischen Apparatu gehören auch der Bericht des M. Herz u. D. Friedländer die in Einleitung u. Bericht erhobenen Vorwürfe.

255,1        Plan: der Fliegende Brief.

4              Wollen <...> Vollbringen: 2 Ko 8,11

6              Hand am Pflug gelegt: Lk 9,62.

10            Betrug der allgemeinen deutschen Baal: Eberhards Rezension.

12            Epistel: An die Freunde Lessings.

18            untergehende oder aufgehende Sonne: der bevorstehende Machtwechsel in Berlin.

21f.          Nachbar u Artzt: Miltz.

30            Sophisten, Lügner Heuchler: N III,301,3f.

33            an dem zweiten Theil nichts war: der Morgenstunden.

34            blinde Gerücht: 228,12 u. 238,32.

37            ins Bockshorn <…> jagen laßen: mit der Aufforderung an Mendelssohn, Bonnets Beweise für das Christenthum öffentlich zu widerlegen, in seiner Übersetzung K. Bonnets, <…>, philosophische Untersuchung der Beweise für das Christenthum <…>.

256,1        durch seine Palinodie: Zwey Schreiben an Herrn Moses Mendelssohn samt einer Beylage.

4              Philosoph für die Welt <...> an die Spitze: Engel mit der Einleitung zu Mendelssohns An die Freunde Lessings.

5              Anklage eines Mords: Vorrede zu Moses Mendelssohn an die Freunde Lessings.

9              den 5 Dom[enica] V p.[ost] Epiph.[aniam].

11f.          die ersten 4 Nos der Allg.[emeinen] Litt.[eratur] Zeitung; aber No 7 <…> nicht: die ersten vier Nummern der ALZ, darin: Bd.1, Nr.1 vom Montag, 2. Januar 1786, S.1-6 die Rezension von Mendelssohns Morgenstunden; Nr.7 vom Montag, 9. Januar 1786, S. 49-56 enthält den Beschluß der in Nr. 1 abgebrochenen Rezension der Morgenstunden durch Ch. G. Schütz.

18            nach M.[ünster] ein paar Zeilen: 927.

22f.          Cunctatio <...> restitutio: Zögern, Wiederherstellung.

25f.          der Herr schelte Dich!: Sa 3,2.

29f.          mitschuldigen Freundes: Lavater, in Jacobi, Berichtigung eines <…> pragmatischen Punktes in der Recension des Gesprächsüber Idealismus und Realismus <…>.

30            der Gegner des seinigen: Mendelssohn, Lessing

32f.          Engel für die beyde Todten: Engels Vorrede, Z.4, auch indirekt anspielend für ein Gespräch im Totenreich.

257,12      Bettler Wiener: nicht ermittelt.

14            Candidat: nicht ermittelt.

22            ein paar Zeilen: 927.

24            Ihrem Hausfreunde: Schenk, 258,1.

28            meinen Wald: der Fliegende Brief.

29            Billet doux an die Kammerherrin: E. v.d. Recke, 258,17ff.

30            Ihr Brief: 923.

31            Georg: Arnold Jacobi.

34ff.         weder an Kälberbraten <...> fehlen zu laßen: mit dem der verlorene Sohn begrüßt wird: Lk 15,23.

258,1        Hausfreund: Schenk.

2              jetzo bey mir legitimirt hat: 244,7.

4              fr.[anzösischen] Copie: 260,32ff.

8              K.[eyserlingschen] Hause; Compl.[?].

13            des S.[ervan], Réflexions <…>.

15            Biographie: die Confessions.

15f.          meinem Joh.Michael zugedacht: N III,412f.

20            G.[nädige] F.[rau].

22            Corsica: 252,23.

23            Kayser von Japan <...> silbernen Hochzeitsjubel: 252,21ff. Dohm verfaßte für den Calender unter dem "Pseudonym" des japanischen Kaisers TSISZNASOSOMA Die geheime Instruktion für den japanischen Abgesandten Josimatz Quambuku. Darin geht es in launiger Weise um die Abwehr gegen Jesuiten oder Loyoliten, 283,10f.

24            schiefen Maule: 184,8f.

33            keiner natürl.[ichen] Deutung: einer Schwangerschaft.

35            Freundin: M. Courtan.

259,1        glaubwürdigsten Männer: Euchel, R. Hippel, Kraus, Wannowski.

3              Hochgräfl. Hause: Keyserling.

8f.           wie einst Warschau für Sachsen: die Zeit der Personalunion zwischen dem wettinischen Kurfürstentum Sachsen und Polen-Litauen und die Zeit des Siebenjährigen Kriegs. August III. zog mit und seinem Hof nach der Kapitulation am Lilienstein von Krakau nach Warschau um und verblieb in politischer Bedeutungslosigkeit. 1763 erlosch die Personalunion, die russische Zarin Katharina ließ ihren Günstling Stanislaus II. August Poniatowski zum polnischen König wählen.

10f.          Abreise eines rechtschaffenen Landsmannes: Reichardt.

12f.          Residentz, die 2 meiner lebenden Freunde: Berlin mit den Angriffen auf Jacobi, Lavater.

13            eines Mords beschuldigt: durch Engel.

14            verpestete Freundin: 227,31.

15            Elendsknochen: Hirsch.

16            nicht ein Gott der Todten <...>: Mt 22,32, Mk 12,27, Lk 20,38.

19            mimischen Engeln und mercurialischen Hofräthen: Engel mit seinen Ideen zu einer Mimik, David Friedländer als Kaufmann und Herz als Hofrat.

20            Brüder im Pantheismo: Lessing, Mendelssohn.

27            welsches Bedlam: das Irrenhaus in London.

28            Salomonische Herrlichkeit: Mt 6,29.

28f.          Loos eines Lazarus: Lk 16,20.

31            kein alles zermalmender Kunstrichter: Kant, von Mendelssohn so genannt in den Morgenstunden, 114,15f..

260,4        franz.[zösische] Abschrift: s.u. Z. 32ff.

6              Freundin: C. Stoltz.

25            Schweitzergeschriftsteller: Johannes Müller, der die Geschichte der Schweiz beschrieb.

27            unserm Görgel: dem Sohn Georg Arnold.

34            Ihre Fürstin: von Gallitzin.

35            das Leben sauer gnug gemacht: Dirk van Hogendorp, den Hamann zunächst für charakterschwach hält, kampierte 1782 nach seinem Abschied aus der Armee, durch ein Duellverletzung dienstuntauglich, einige Zeit in Hamanns Garten.

36            Gouv.[erneurs]: W. Alting.

261,5        fatalen Buchstaben B.: Bengel.

7              Laßt das Unkraut wachsen: Mt 13,29f.

11            Daß er: nämlich Georg Jacobi.

17            Ihrer Gesellschaft: Clermont.

18            Corpus delicti: Georg J.

21            den vom 30 Xbr[Dezember]: 912.

22            Fortsetzung: des Fliegenden Briefs.

24            Geburtstag <...> 2 Briefe: am 25. 1., 916, 918.

26            kommt von Fischer: 245,18f.

31            sokratischen Schwaben: Steudel, den Kraus besuchen wollte, 153f.

262,5        beant: 935.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 926: JBW II,5, S.94-116.]

Brief 927

262,8f.     schrieb ich an Hartknoch <...> folgende Antwort erhalten: 263,16, nicht überliefert.

23            aus Ihrer Nachbarschaft: von Jacobi.

24            Freund in Jena: G. I. Lindner.

263,5        seit dem 19 Nov pr.[ioris; praecedenti]: in einem nicht überlieferten Brief oder durch Jacobi.

Brief 928

siehe Brief 926, VI,258-260

Brief 929

263,16      Antwort vom 7 Jan: nicht überliefert.

21            durch den Mangel eines Briefs geschwächt: 228,2f.

264,4        Baroneße: von Bondeli.

6              Frau Schwester: Christine Motherby, geb. Toussaint.

10            Unterhändler: nicht ermittelt.

17f.          zu einem Gewißensrath Ihre Zuflucht: Hamann?

20            C.[ommerzien] R.[ath] J.[enisch]., 117,5f.; 138,21.

20f.          der Ihnen den Rath gegeben: Hamann selbst, V,131,23f.

23            Ihre Pension: ihre.

265,4        l.[eider] so schlecht kennen.

10            Die Welt aber betrügt <...>: mudus vult decipi.

20            eine Beyl.[age] mitgebracht: nicht ermittelt.

26            Meine Hände sinken: bis patriae cecidere.

26f.          Abschiede der Autorschaft: der Fliegende Brief.

34            Empf. u. beantw d 8 Febr: alten Stils, nicht überliefert.

Brief 930

266,4        Geantw: 934.

10            Brief der Elise: Reimarus, 559-560.

11f.          Der mittlere Punct: wohl Mendelssohns Verdacht, Jacobi stecke mit Lavater unter einer Decke und unternähme einen weiteren Bekehrungsversuch.

12f.          Andecdote v Claudius: daß es C. mit den Katholiken halte und hülfe, den Katholicismus zu verbreiten.

13            Meinen Anhang: Mendelssohns An die Freunde Lessings. Ein Anhang zu <...>.

15            die meinige: Ueber die Lehre des Spinoza.

23            erhielt ich heute einen Brief: nicht überliefert.

27            Von Goethe <...> sehr trockene Antwort: WA IV,7, 173; JBW Nr. 1326 v. 24(?).1.1786

29            Ich hatte ihm ohngefähr geschrieben: am 13./14.12.1785, JBW Nr. 1288.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 931: JBW II,5, S.116-117.]

Brief 931

267,5        gemeinschaftl.[ichen] Freunde: wohl Hippel.

9              Indignatis versifax: widerwillige Verseschmiedin.

10f.          Epistel: An die Freunde Lessings; 11 poetische <...> Hochzeitgedichte: 252,20ff; 258,22ff.

15            in Spr.[intlaken] u. Pet.[ersdorf]: bei Scheffner u. Scheller.

19            lustige quid pro quo: nicht ermittelt. Könnte assoziativ (Z.11) mit der Geschichte der Ehe von Luther und Katharina von Bora zusammenhängen. So erzählt Henricus Stephanus in einem Epigramm von einer herrschsüchtigen Xanthippe, Catharina genannt, die Lessing auf K.v. Bora deutete. Über den Umgang mit K. äußert sich Luther in den Tischreden, fol.308: <…> ich hätte auch gern, wenn mir meine Käthe über´s Maul führe, ein Mauschellium. Auch wird L. Herr Käthe und die Xanthippe der Reformation genannt; Die Geschichte Catharina´s von Bora. Nach den Quellen bearbeitet von Wilhelm Beste. Halle 1843, S.64.

21            Preuß. Backofenverwalter: 253,11.

26            P.[astor] Adiunctum deßen Eleve: Scheller, der bei Deutsch in Graventhin hofmeisterte und H.

Brief 932

Antwort auf Brief 924

268,4        Geant. eod.: 936; Nebst den ersten 5 Blättern: des Fliegenden Briefs.

6f.           Anmerkungen: 560-562.

8              worin Sie mir sagen: 248,34f.

13f.          Mendelssohns Vermächtnis: An die Freunde Lessings.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 932: JBW II,5, S.118-123.]

Brief 933

Antwort auf Brief 925

269,6        Epistel: Mendelssohn, An die Freunde Lessings.

6f.           Berl.[inische] Recension: 251,24ff.

7              gelacht: 251,29.

9              letzten Willen <...>: Mendelssohns.

10            wenigstens eine Maske: das Motto zu An die Freunde Lessings und der in Ueber die Lehre des Spinoza aufgenommenen Brief Mendelssohns vom 1. August 1784: Man ist so sehr gewohnt, philosophische Masken und Larvengesichter auftreten zu sehen, daß man, wie jener Aethiopier, beym Shaftesbury, am Ende in Gefahr ist, jedes ehrliche Menschengesicht für eine Maske zu nehmen, also die Maske Lessings für dessen Gesicht, Mendelssohns Gesicht für eine täuschende Maske. Dieser Vorwurf zieht sich durch den ganzen Streit: in Reichardts Bericht wurde Jacobis Vorwurf vorgetragen, Mendelssohns Betragen sei nicht frei von frommen Betrug: Vor allen anderen hätte es ihm indeß sehr wehe gethan, daß Sie in der Art, wie Sie die Sache nun vorläufig dargestellt, von dem fromme Betrug nicht ganz frey geblieben wären, dessen sich die Berlinischen sogenannten Aufklärer und Verfechter der gesunden Vernunft so gerne und oft zur Verbreitung ihrer Meynungen und Lehren bedienten, so sehr die Herren auch sonst Metier davon machen, der entgegengesetzten Parthey über alles, was sie frommen Betrug nennen, heftig zu Leibe zu gehen. Sonst hätte er Sie davon ganz frey geglaubt-. Darauf habe M. geantwortet: Maske? Deren bin ich mir wenigstens nicht bewußt. Die nach diesem Gespräch erscheinende Veröffentlichung Mendelssohns, An die Freunde Lessings, gab diesen Vorwurf an J. zurück, den er seinerseits als mit allen Mitteln operierenden Spinozisten demaskiert zu haben glaubte.

10f.          ehrl.[icher] Landsmann R.[eichardt] gethan im Fluge auf dem Wege: Reichardts rasch geschriebener Artikel widersprach Engels Vorrede u. Moritz' Bericht, wollte eine Eskalation der Vorwürfe gegen J. verhindern.

12            Actenstück zum Proceß: M. schreibt vom Prozeß, den man geneigt sey Lessingen auf diese Weise zu machen.

17f.          Die Liebe deckt der Sünde Menge: 1 Pt 4,8.

21            Daß ich Recht und Fug gehabt: in Golgotha und Scheblimini, N III,301 und 309.

23            Vorlesungen: die Morgenstunden; Hirtenbrief an L.[essings] Freunde.

25f.          betrügt und betrogen seyn will: nach mundus vult decipi.

29            Rheumatismo Ihrer Freundschaft: wahrscheinlich die krankheitsbedingte Hemmung des Lektüreflusses, wie in 925 passim beschrieben, z.B. 251,35ff.

34            Die Wendung mit M.[endelssohns] Tod habe beybehalten: in der 1. Fassung des Fliegenden Brief erinnert Hamann -eingefügt mit ***- an Mendelssohns Schlaganfall als Anlaß zu dieser Schrift, N III,354/6. Der direkt auf M. bezogene Satz fehlt in der 2. Fassung.

36            Vielleicht habe ich unter Deutlichkeit: 235,1.

270,5        Ihre Erinnerungen: An Herrn Moses Mendelssohn, über deßelben mir zugeschickte Erinnerungen.

9f.           den ganzen Dienstag eine Höllenfahrt ausgehalten: nicht ermittelt.

11            Unser Leben ist ein Dampf: Jak 4,14.

14            die Vorlesungen: die Morgenstunden.

15f.          schon den Nehustan: 225,20 und N II,107,29-108,7 entspricht Jacobi, Ueber die Lehre des Spinoza, S.191 bez 192.

26            rede ins Gelag hinein: „von dem tollen Treiben bei Gelagen, wo schließlich jeder für sich darauf losredet oder schreit oder singt“ (Grimm, WB 2847).

37            optische Täuschungen: Kant-Anspielung ?

271,4        Mein Bogen beßert sich <...>: Hi 29,20.

7f.           bisweilen Satans Stimme: 318,15.

12            Freund und Reisegefährte Crispus: 101,6f.

18f.          Epistolae posthumae: Mendelssohns An die Freunde Lessings.

27f.          öffentliche Veränderung und Castrum doloris [Trauerkatafalk]: der wahrscheinliche Tod Friedrichs II.

35            gleich dem K.[ant].

272,7        philosophischen Wort: Existenz.

9              solchen Inhalt: aus Engels Vorrede: Anfänglich wollte er die Existenz dieser Schrift, und als diese bald außer Zweifel gesetzt war, wenigstens einen solchen Inhalt derselben durchaus nicht glauben.

11            Gaben der Abtrünnigen: Ps 68,19, N III,398,16.

12            Handel mit unserm L.[avater].

13            sich u seinen Freund: Lessing.

15            ungerechten Richter u Haushalter: Lk 18,6 u. Lk c. 16.

16f.          Schickt euch in die Zeit, denn es ist böse Zeit: Eph 5,16.

24            eine Legion wider sich: was J. in Wider Mendelssohns Beschuldigungen schreibt.

25            feste Burg: das bekannte Lutherlied.

26            des hebr.[äischen] Berlinschen Hirtenbriefs: in Engels Vorrede zu An die Freunde Lessings hatte Marcus Herz einen Bericht von Mendelssohns letzten Tagen, Krankheit und Tod gegeben.

28            nicht ihn für sie und sie für ihn: 270,29.

28f.          an den Freunden <...> zu halten: weniger die Verteidiger Mendelssohns (Engel, Herz, Moritz, Friedländer) als die Berliner Aufklärung überhaupt.

30f.          wie im Shaftesbury geschrieben steht: Mendelssohn hatte als Motto zu An die Freunde Lessings eine Stelle aus Shaftesburys Essay on the Freedom of Wit and Humor, Teil 2, Abschn.1 gewählt: If a native of Ethiopia were on a sudden transported into Europe, and plac'd either at Paris or Venice at a time of Carnival, when the general face of mankind was disguis'd and almost every Creature wore a mask. t'is probable he would for some time be at a stand, before he discover'd the Cheat. not imagining that a whole People cou'd be so fantastical, as upon agreement, at an appointed time, to transform themselves by a variety of habits, and make it a Solemn Practice to impose on one another, by this universal confusion of Characters and Persons. Tho' he might at first perhaps have look'd on this with a serious eye, it wou'd be hardly possible for him, to hold his Countenance, when he had perceiv'd what was carrying on. The Europeans, on their side, might laugh perhaps at this Simplicity. But our Ethiopian would certainly laugh with better reason. T'is easy to see which of the two wou'd be ridiculous, bear a double share of Ridicule. However, shou'd it so happen that in the Transport of ridicule, our Ethiopian, having his Head still running upon Masks, and knowing nothing of the fair Complexion and Common Dress of the Europeans, should upon the Sight of a natural face and habit, laugh just as heartly as before: wou'd not he in his turn become ridiculous, by carrying the jest too far. when by a silly presumption he took Nature for mere Art, and mistook perhaps a Man of Sobriety and Sense for one of those ridiculous Mummers. Auch Hamann verwendet das Bild von Maske und Gesicht im Fliegenden Brief, N III,364,15f.

32            wie ich mit ihren Fibelisten: die gerademal lesen können, ABC-Schüler, N III,362,6f.,vor allem Eberhard.

35            meine Sichel in keine fremde Erndte wagen: nach den Adagia des Erasmus: falcem in alienam messem.

36            an den Kayser appelliren zukönnen: u.a. Apg 25,8ff.; 27,24; 1 Ti 2,2, mit dem Sinn, J. könne sich direkt an Kant wenden.

37f.          gegen die allgemeinen deutschen Sadduccäer: =die Aufklärung, vertreten durch die Allgemeine deutsche Bibliothek mit Schulz u. Eberhard als Repräsentanten.

273,5        zuckersüß <…> geschmeckt: ironisch, siehe auch Z.7 douceurs, auf Mendelssohns Lieblingsnäscherey anspielend, von der Engel in seinem Krankenbericht berichtet, mit dem Ausspruch: Der Zucker hat nur den einzigen Fehler, daß man keinen Zucker dazu essen kann

6              Intestinis: Eingeweiden.

7              Musculn des Lachens: 251,29.

9f.           von K.[raus].

8f.           hebraisches point d'honneur: 193,12.

10f.          Ihre Rezension: des Spinozabuchs durch Schütz in Nr. 36.

12f.          bin mit der Verklärung <...> ziemlich ins reine: wohl der nicht übernommene Entwurf N III,481, vor 29: Da der Berlinsche Nachrichter <…> Lutherschen Übersetzung.

14            Berl.[inschen] Diana: die Aufklärung überhaupt, N III,360,6..

17f.          den Atheismum der jüdischen Vorlesungen: J.H. Schulz, Philosophische Betrachtungen <...>, dessen antichristentümliche Freymüthigkeit der Fliegende Brief nennt (N III,358,36).

18f.          verpesteten Freundin <...> Herodianer [Mt 2,16]: die atheistische Berliner Aufklärung und der antichristentümliche Herodes Schulz.

21            Nachtmahl von Austern, dem welschen Most: 251,3ff.

23            Jachzorn: Jähzorn.

24            rideas über die Berl. Klagweiber: lachen kannst (s.o.) insbesondere über Engel, Herz, Moritz.

30            auf seel.[igen] Mendelssohns u meine Empfehlung: in An die Freunde Lessings verweist M. auf die Worte eines Weltweisen <...>, der in zwei kleinen sehr lesenswerten Schriftchen [Der Dorfprediger, Die Dorfschule] viel gesunde Philosophie hat, und doch mit der Philosophie so unzufrieden ist <...>. Später, 303,23f. wird Hamann dieses Buch wieder empfehlen.

33            petillirende Geck: sprudelnde, der Champagner, Z. 21.

274,8        beantw den 3 März: 938.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 933: JBW II,5, S.127-139.]

Brief 934

Antwort auf Brief 930.

274,13      Epistola posthuma famosa: An die Freunde Lessings.

15            Postpapier: feines Papier.

16            Der Freund: Reichardt, aus Paris zurück; den 4 geschrieben: nicht überliefert.

17f.          Biester hätte über den Garve auch bald ins Gras büßen müßen: die Nachwehen des Streites zwischen B. u. G. nach Garves Aufsatz Ueber die Besorgnisse der Protestanten in Ansehung der Verbreitung des Katholicismus. An Herrn Doktor Biester, Bd. 6 der Berlinischen Monatsschrift, dem zwei Briefe Biesters folgten u. der Beschluß in Bd. 7, Jan. 1786. G. nahm an der Denunziation angeblicher katholischer Machenschaften Anstoß, die Nicolai in seiner Reisebeschreibung aufgedeckt haben wollte.

28            den Bettel: das Manuskript des Fliegenden Briefs.

29            Radotage eines Nachtwandelers: Geschwätz, N III,1ff.

30ff.         Licht der Wahrheit und der Liebe <...> nicht den Buchstabe, sondern den Geist <...> nicht das Gegenwärtige, sondern das Künftige <...> innerer verborgener Jude: Cento aus Jh passim. 2 Ko 3,6/ 1Ko 3,22/ Rö 2,28f.

275,2f.     Berl.[iner] Apotheose eines Juden: das geplante Denkmal für Mendelssohn.

3              Andenken des unglückl.[ichen] Fürsten auszustechen scheint: Christus, nach Jh 14,30, Apg 5,31 u.a. durch die geplante Inschrift des Denkmals: ein Weiser wie Sokrates, den Gesetzen der Väter getreu, Unsterblichkeit lehrend; unsterblich wie Er.

9f.           An Anlaß hat es nicht gefehlt: durch die Eberhardsche Rezension, die ihm Unverständlichkeit bescheinigt hatte: Mit einem solchen Gegner sich einzulassen, würde ebenso gefährlich als vergeblich seyn. Wir getrauen uns daher kaum, uns an die Beurtheilung seiner Meynungen zu wagen. das geringste, was wir zu besorgen hätten, würde doch immer die Gefahr seyn, den Verfasser nicht verstanden zu haben (Allgemeine deutsche Bibliothek, Bd. 63, S. 35). Dem Mendelssohnschen Text aber gab E. die Prädikate tiefsinnig und subtil und geriet so in den Widerspruch, die Deutlichkeit eines Mendelssohn zu rühmen im Vergleich zur Dunkelheit Hamanns. Denn dieser hatte sich eng an Mendelssohns Text gehalten, so daß Nadler von Golgotha und Scheblimini als einem einzigen Cento aus Mendelssohns Stellen, Worten und Begriffen spricht (Na 354).

12            non possum non: ich kann nicht nicht, d.h. ich bedarf einer Sicherheit, die aus dem Innersten des Denkens kommt.

13            lächerl.[ichen] Sturm und Drang: in der Anspielung auf F.M. Klingers Schauspiel gibt H. der literarhistorischen so genannten Bewegung ihr Signum.

13f.          wie ein brennend Feuer <...>: Jer 20,9.

15            Diese Schäferstunde: mit der Muse.

20            heil.[ige] Epistel: der Fliegende Brief.

21            Beylage: 266,9ff.

24            die Hitze befremden zu laßen: 1 Pt 4,12.

26            hebräische Seegensabschied: in Engels Vorrede die Abschiedsworte von Herz.

32            sich übereilt zu haben: indem er M. das ungebundene Spinozabuch schickte.

33f.          M.[endelssohn] war es um das erste Wort zu thun: der nach der Lektüre des Spinozabuchs sich umgehend entschloß, in seiner Schrift An die Freunde Lessings seine in Jacobis Publikation ausgesparten Erinnerungen mitsamt der Antwort Jacobis auf diese Erinnerungen an die Öffentlichkeit zu geben.

276,1        ästhetische Formen: halbernste Anspielung auf die transzendentale Ästhetik der Kritik der reinen Vernunft; Moden- und Mondwechsel:
N III,306,16.

2              No 15 des [Hamburgischen] Correspondenten: vom 27. Januar 1786.

5              Daß Moritz <...> geantwortet: Moritz´ Antwort in Königlich-privilegirte Berlinische Zeitung von Staats- und gelehrten Sachen 16. Stück, 7. Februar 1786.

6f.           Daß G.[oethe] ein wenig verlegen ist: 266,27ff. G. nahm die Spinozaschrift sehr reserviert auf, nicht nur der unautorisierten Veröffentlichung der Prometheus-Ode u. des Edel sey der Mensch wegen, die der 1. Auflage vorangestellt war. Sein entschiedenes Urteil ist im Brief v. 9. Juni 1785 an Jacobi formuliert, JBW Nr. 1162.

9              Vorlesungen: die Morgenstunden.

9f.           über die Kant <...> zu schreiben willens war: K. dementierte seinen Plan in einem Brief an L. H. Jakob v. 26. Mai: Was mein vorgebliches Versprechen betrifft, Mendelssohns Morgenstunden zu widerlegen, so ist es falsch und durch Mißverstand in die Gothaische Zeitung gekommen. <...>. Kants spätere Auseinandersetzung mit Mendelssohn findet sich in dem Aufsatz Was heißt: sich im Denken orientieren.

11            jetzigen Cursu der Autorschaft: Anfangsgründe <...> oder Kritik der praktischen Vernunft; Maske: siehe das Motto zu Mendelssohn An die Freunde Lessings.

17ff.         Weil der Vorwurf des heidnischen, naturalistischen, atheistischen Fanatismi <...> so empfindlich gewesen: N III,315,19ff. der Vorwurf betraf also seine ganze Autorschaft von den Anfängen (Sokratische Denkwürdigkeiten, Aesthetica in nuce) bis zum Fliegenden Brief.

24            auf einen Rabelaismum herauslief: eher also >satirisch< gemeint, 194,30f.

26            ersten Plan Sturm zu laufen: der euphorische Beginn der Niederschrift.

27            Unser David: Friedrich II.

29            Henriade: Anspielung auf das Epos Voltaires, das eine poetische Darstellung des Kampfes Heinrichs IV. gegen die Liga, seiner Konversion zum Katholizismus und seines Einzugs in die Hauptstadt Paris ist.

33ff.         Babel, seine verpestete Freundin: ein Mendelssohn-Zitat aus dem Vorbericht der Morgenstunden.

33f.          philosophischen Hudibras <...> Evangelisten du jour: mit dem Helden des gleichnamigen satirischen Epos ist die ganze Berliner Aufklärung und der Einfluß der französischen Aufklärung in Berlin und am preußischen Hof gemeint.

34            Genium Seculi des verlogenen Voltaire: Hamanns ambivalente Einschätzung des taktierenden zeitweiligen Günstlings Friedrichs II.

35            Evangelisten du jour: Voltaire, L´evangile du Jour. Londres [Amsterdam] 1769-1774.

35f.          vielleicht ist ihre Stunde gekommen: mit dem Machtwechsel.

277,2f.     immer noch entschloßen <…> seinen Schwaben: Steudel, 153,33ff.

8f.           ein paar Tage einhalten: im Zimmer bleiben.

9              in M.[ünster].

16f.          Wie mag der Schöpfer <...>: J. G. Reinbeck, V,332,4ff.

23f.          Mettenprediger: Mendelssohn mit den Morgenstunden.

20ff.         so lächerl.[iche] Seite <…> erheitert <…> Narren <…> Lachen wollen wir: 251,29; 269,7; 288,25f. im Sinne von Pr 9,7, 278,26f.

30            Apologisten M.[endelssohns] des Moren: im Doppelsinn von Mohr [= der Aethiopier im Shaftesbury-Motto] und Tor.

31            Masken <...> Carnevals=Brüder: 272,30 u. 269,10.

33            bis die Zeit kommt: nach Pr 3,11.

34            Schatz unsers Herzens: Lk 12,34.

36            Er wirds wohl machen: freie Anwendung von Str. 9 des Kirchenlieds von J. J. Schütz Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut.

278,7f.     statt der Elisa ihren: Reimarus, 559/560.

8ff.          beyde Gedichte<…> Erlaubnis sie drucken zu laßen: von Goethe, Das Göttliche und Prometheus. Beide Gedichte zum ersten Mal abgedruckt in Jacobis Spinozabuch ohne Goethes Wissen und Willen, das erste mit Angabe des Verfaßers auf zwei zwischen Titelblatt und Vorbericht eingesetzten Blättern, das zweite auf zwei unbezifferten Blättern, die man leicht entfernen konnte, zwischen den Seiten 48 und 49, ohne Nennung des Autors. Jacobi behauptete, Lessing habe seinen Spinozismus bekannt, als er ihm den Prometheus zu lesen gab, denn in diesem Gedicht habe Lessing die Gesichtspunkte seiner eigenen Weltschau wiedergefunden. (Loos/Trunz, Goethe, HA 10, S. 588/89)

16f.          Prof. Mor.[alium] u. Polit.[icarum]: Kraus.

17ff.         III.Stück der Beyträge <...>: Engel und Herz beeilten sich die Vorwürfe von Moritz gegen J. (M. <...> ward ein Opfer der Freundschaft für seinen Lessing, und starb als ein Märtyrer seiner Vertheidigung, der unterdrückten Rechte der Vernunft gegen Fanatismus und Aberglauben- Lavaters Zudringlichkeit gab seinem Leben den ersten Stoß. Jakobi vollendete das Werk) in einer Antwort auf Reichardts Artikel (der einen keineswegs kränklichen Mendelssohn beschrieb) die Dinge zurecht zu rücken: die Erklärung am 11. Februar im Hamburgischen Correspondenten zusammen mit David Friedländer und distanzierten sich von Moritz' Mordvorwurf. Moritz antwortete auf diese Erklärung am 22. Februar im Correspondenten, er habe nur Engels eigene Worte widergegeben, in dem Glauben, sie entsprächen der Wahrheit.

25            ανεχου και απεχου: Epictets Maxime: leide und meide.

26            Iß Dein Brodt mit Freuden: Pr 9,7.

28            nicht weiter gekommen: im Fliegenden Brief.

29            wie unsere Feinde lieben: Mt 5,44 u.ö.

32            fahrenden Ritter: H. selbst.

35            Alcibiades: Bucholtz.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 934: JBW II,5, S.139-150.]

Brief 935

Antwort auf Brief 926.

279,14      letzter Wille: An die Freunde Lessings.

32            Brief an die Churländische Elise: 258,17-260,16.

33            Claudius eine Abschrift: nicht überliefert.

280,1        ausführliche Beurtheilung: Zwey Recensionen etc. in Sachen <...>.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 935: JBW II,5, S.158-159.]

Brief 936

Antwort auf Brief 932.

280,30      mit ihrer Krankheit: gemeint: Ihrer.

31f.          politische Proceduren <…> Namensverwandten: 244,1ff., Georg Arnold betreffend.

33            Nachrichter: Scharfrichter.

281,3f.     punischer Rat <…> gegeben habe: 246,2ff.; 254,29ff. N II,254,11-24.

5f.           Gleims Gespräch mit einem Philosophen: mit Friedrich dem Großen, übersetzt von Lucchesini, der Friedrichs Milde hervorhebt: Denn diesen wunderbaren Herrscher ewiget nicht allein des Mavors Kranz, in blutiger Arbeit schwer errungen. Auch im Schoosse der Musen baut er seinen Geist durch mildere Künste.

7              Banden des Todes: der erwartete Tod Friedrichs II; Jünger: Hill.

9              hiesigen Namensvetter: Friedrich Conrad J.

11            Reise=Mentor: Kraus.

14            Corpus delicti: An die Freunde Lessings.

15            Apologie: Wider Mendelssohns Beschuldigungen.

17            wahre Selbstliebe: nach 3 Mo 19,18.

18            Freund Tiro: Schenk.

22f.          würden Sie mehr und manches runder gesagt haben: zum Fliegenden Brief.

26            Interregnum <…>: die russische Besetzung Ostpreußens während des Siebenjährigen Kriegs.

26ff.         Interregnum <...> hägen: 561 u.562.

30            ersten Theile des Adelungs: Versuch eines vollständigen <...> Wörterbuch.

282,1        Typus muß stehenbleiben: 561.

2              Stelle aus den Wolken: N III,348,34ff. u. N II,86.

3              dreyfache Recension: die Eberhards in der Allgemeinen deutschen Bibliothek, St. 63 über Mendelssohn, Zöllner, Hamann.

6              bayerschen Edict: die sprachpolitische Zweiteilung seit der Reformation in einen katholisch-konservativen Süden und eine protestantisch-aufklärerische Mitte und Nordhälfte lockerte sich durch ein bayerisches, süddeutsches Selbstbewußtsein (Parnassus boicus; Ignaz Weitenauer, Zweifel von der deutschen Sprache. Augsburg/Freiburg 1764) gegen die Meißnische Vorbildsprache. So übernahm die Bayerische Akademie der Wissenschaften seit ihrer Gründung 1753 die Pflege und Förderung der deutschen Sprache in ihre Satzung, darin auch die Aufforderung, Publikationen nurmehr in deutscher Sprache zu verfassen. Auch N III,183.

13            Crispus: Kraus.

19f.          Alcibiades: Buchotlz.

20            silbernen Hochzeit meiner Autorschaft: mit den Sokratischen Denkwürdigkeiten.

21            So bald er sie für seine Sara erkennt: 1 Mo 21,1f.

22            confessionis auricularis: Bekenntnispflicht eines vertrauten Ratgebers.

28            die Kosten: für den Druck des Fliegenden Briefs wurden geteilt zwischen J. und Bucholtz.

36            mit ihren: Ihren.

283,3        nach Weimar: für Herder.

6f.           im Fall einer allgemeinen Veränderung: 271,27f.

8              welscher Lügenprophet <…> Preußische Barde: gegen Voltaire Hamann selbst.

9              Formula solennis: feierliche Formel.

10            nach näherer japanischer Instruction ad imitationem der Dohmischen: 252,20ff., 258,22f. der in der Maske des Kaisers seinen Gesandten anweist, Nicolai vor allzu intensivem Kampf gegen die Jesuiten abzuhalten, sie eher zu dulden: <…> beredest ihn nach Deiner besten Kunst und List, daß er die Tücke und Ränke der Loyoliten nicht ferner aufdecke und offenbare, vielmehr <…> Alles dazu beytrage, damit die Loyoliten ihr Wesen im Westen forttreiben und unser Reich im Osten in Ruhe lassen <...>.

11            Vetter Nabals silberner Hochzeitsfeyer: Des Herrn und der Madame Nicolai in Berlin 25jähriger Ehe- und Haus-Calender.

14f.          1. im Text 3 a[tertia] persona in 2 dam[secondam]: 562,12f.

18            S.[okratische] D.[enkwürdigkeiten], eben An das Publicum oder Niemand, den Kundbaren, nicht Niemanden, 205,13f, aber auch 203,4.

22f.          Residentz unseres auserwähltem Amanuensis: zu Bucholtz.

23f.          Idib.[us] Martii: vor den Iden des März.

26            3 Sibyllinischen Blätter: die Manuskriptseiten des Fliegenden Briefs.

30            nach Münster: für Bucholtz.

32            φφ [Philosoph] <...> Autor zu K.[önigsberg]: Jacobi, Hamann.

35            zu Dach geht: auf ihn losgeht, eine etwas aufdringliche Art, K. zu besuchen.

284,2        το λιαν: das gar zu sehr.

9              entferntesten Freunde, für den ich neulich an ihn geschrieben: 927, in der Sorge um Jakob Michael Reinhold Lenz, auch 167,14 u. 19ff.

11f.          Freunde <...> Verleger: Hartknoch.

18            Patroclus R.[eichardt]. Seine Erklärung vom 13 d.[ieses]: zum Besuch bei Mendelssohn und dem Bericht darüber vom 1. Februar, Nr. 18 des Hamburgischen <…> Correspondenten mit Datum des 29.1.1786.

19f.          dreyfachen Protokoll: die Stellungnahme Engels, Herz', D. Friedländers.

20            breui manu: kurzerhand.

21            Interlocut: Dazwischenreden, Einspruch.

25            Miscell. XIX Stück: der Miscellaneen artistischen Inhalts. Heft 19. Erfurt 1785.

30            fahrenden Ritter <…> Silberhochzeit: zum Fliegenden Brief, die Sokratischen Denkwürdigkeiten.

31            meine alte Käthe Xantippe: 267,19f., mit Bezug auf die streitbare 25jährige Autorschaft Hamanns?

32            in Wandsbeck nennen soll: nicht ermittelt.

37            Schwester: Helene J.

285,5f.     ich selbst und Herr Niemand: Sokratische Denkwürdigkeiten <…> Mit einer doppelten Zuschrift an Niemand und an Zween; Priester in der Wüsten: Golgotha und Scheblimini.

8f.           des Leßings christl.[ichen] Tauf <...> verwandelt: Nathan L., N III,356,5.

12            parthische Abzug: teilweise- oder historisch, die Parthen als große und erfolgreiche Gegner Roms (=Berlin), immer der Treulosigkeit beschuldigt, Hor.sat. II,5,62; carm. IV,15,23 infidi Persae=Parthi.

14f.          Crispus <…> Rath: 278,20ff., mit alto silentio zu antworten.

19            Scurra Regiomontano et Rabelesio: dem Königsbergischen und Rabelaisschen Hanswurst, 194,30f. u. N III,350,33f.

21            Namensvetter: F. C. Jacobi.

22            den 26 Hor.[nung].

286,5        Berolinensis: Mendelssohn.

8              Recensenten: Eberhard.

13            Buchdrucker: Eyrich.

15f.          Münsterschen Gutachten: durch Bucholtz, auch Z.23f.     

18            Freund im Haag: Hemsterhuis.

35            Sein Recensent: Kant.

36            Beurtheilung der Ulrichschen φφie: Philosophie, gemeint ist die Rezension von J.F. Schulz der Institutiones logicae et metaphysicae des J.A.H. Ulrich.

37f.          Hofprediger (nicht Oberhofprediger): Johann Schulz war 2. Hofprediger, Johann Ernst Schultz Oberhofprediger.

287,1f.     Epitomator <...> Beweis: Erläuterungen über des Hrn. Professors Kant Kritik der reinen Vernunft und Entdeckte Theorie der Parallelen.

3f.           Löwe <...> Pudelhunde: ungeschoren tragen die Hunde ihr Fell um den Hals wie ein Löwe, aber eben nur wie: despektierlich für politische Maulaffen, im allgemeinen die Berliner, im besonderen Moritz, Engel, Herz.

5              pruritus: Juckreiz.

6              meine Erklärung über die Frage: im Fliegenden Brief über den Beweis oder die Nichtbeweisbarkeit des Daseins Gottes.

10f.          opera supererogationis: überpflichtmäßige Werke, also über eine Pflicht hinausgehende Handlungen, nach Lk 10,25-37.

17f.          Landpredigers: Arndt.

21f.          so wenig <...> habe auffinden können: in der Tat finden sich beide Zitate nur im ungefähren Wortlaut bei Augustin, siehe auch Leibniz, Théodicée § 259. N III, 348,29f.

25            inaniter: N III,350,28f.

26            wie der ungerechte Haushalter: Lk 16.

32            gemeinschaftl.[ichen] Inh.[alt].

288,1        Oberhofprediger: J. E. Schultz.

3              Opere profligato: 283,21.

6              Mamsell Schwester: Helene J.

8              Mamamuschi seiner 3 Federn humida vestimenta: III,90,11f. und Horaz, c.I,5,14ff.: angespielt wird auf den Schiffbruch der Kantischen Philosophie, bei der Hamann wenigstens seine feuchten Kleider rettet.

15            beantw.: 941.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 936: JBW II,5, S.160-171.]

Brief 937

Antwort auf Brief 933.

288,22      gewißer Modulationen: z. B. 271,6ff. 271,32ff. u. 273,32ff.

24f.          Daß ich <...> gelacht habe: 269,7.

27            aus der zweyten Hand: als Abdruck der Königlich-privilegirten Berlinischen Zeitung von Staats- und gelehrten Sachen.

32            Büchlein: An die Freunde Lessings; schrieb ich Ihnen: 279,17ff.

289,6f.     Resignation <…> meine Philosophie ist: in Wider Mendelssohns Beschuldigungen, S.14 Fußnote; 317,36f.

12            feste Burg: 272,25.

21            Dorfprediger u die Dorfschule: von Ch.H. Müller.

22            ob ein 2tes da ist: 272,2f.

290,1f.     des seel.[igen] M[endelssohn] Empfel.[ung].

4ff.          Nur keine Lüsternheit <...>: 273,7f.

8f.           ausgemahlten Bilde Leßings nach meinem vorgeblichen Ideal: Er war gewohnt, in seiner Laune die allerfremdesten Ideen zusammenzupaaren, um zu sehen, was für Geburten sie erzeugen würden. Durch dieses ohne Plan Hin- und Herwürfeln der Ideen entstanden zuweilen ganz sonderbare Betrachtungen, von denen er nachher guten Gebrauch zu machen wußte. Die mehresten waren aber waren denn freilich bloß sonderbare Grillen, die bei einer Tasse Kaffee noch immer unterhaltend genug waren.

291,1 Brief von Hamann: 934.

5              beyde Gedichte: 278,7f.

11            hier der Brief im Original: 562f.; 316,33.

15            Brief an Heinsius: nicht überliefert.

20            Original der Antwort: JBW 1228.

22            Den Prometheus pure abdrucken zu laßen: so Goethe: ohne Note und ohne das Blat, wo du eine besorgte Confiskation reizest, alsdann hättest du auch wohl das erste Gedicht ohne meinen Nahmen drucken mögen u.s.w. Nun aber da es geschehen mag denn die Legion ausfahren und die Schweine ersäufen.

25            Was Mendelssohn über das Gedicht selbst sagt: Armer Kunstrichter! Wie tief mußtest du gesunken sein, diese Armseligkeit im Ernste gut zu finden- In bessern Tagen sah ich ihn [Lessing] öfters weit leidlichere Verse dem Dichter wieder in die Hände stecken mit den Worten: „Recht gut, Freund, recht gut! Aber wozu Verse? Sehen Sie doch erst zu, ob Ihnen die Gedanken in Prosa gefallen würden! Herr Jacobi hat Bedenken getragen, diese Verse, ohne Verwahrungsmittel mit abdrucken zu lassen, und daher ein schuldloses Blätchen mit eingelegt, das Leser von zärtlichem Gewissen, an die Stelle der verführerischen Verse, können einheften lassen. Meinem Geschmacke nach, hätte Lessing die Warnung schädlicher finden müssen als das Gift. Wer durch schlechte Verse um seine Religion kommen kann, muß sicherlich wenig zu verlieren haben.“.

29            mit Goethe entzweyt war: seit Goethes Farce Das Unglück der Jacobis und und der sog. Woldemar Kreuzigung 1779.3

33            Mein Sohn schreibt: nicht überliefert.

33f.          Widerlegung der Morgenstunden: Was heißt: sich im Denken orientieren.

36f.          Chicane, die mir die Lit.[eratur] Zeitung <...> macht: Schütz´ positive Besprechung der Morgenstunden und seine Rezension von Ueber die Lehre des Spinoza beruft sich auf Kant und gewisse Übereinstimmungen von Kant mit Spinoza.

292,7f.     Aufsatz: Wider Mendelssohns Beschuldigungen.

8f.           Aufzug <...> im Hamburger Corr.[espondenten]: 284,19f., Nr.24 vom 11. Februar.

12            mit Kölbele verglichen wurde: K. hatte M. im Lavater-Mendelssohn-Streit auf beleidigende Weise angegriffen. Engel schreibt: Soll z.B. ich meinen Vorbericht nicht geschrieben haben, weil sich Herr Reichardt in diese Jacobische Sache, wie ehemals Balthasar Kölbele in die Lavaterische einmischt, eine Vorrede mit einem Zeitungsartikel zusammen mengt, und mich in den Verdacht bringt, als ob ich einen ehrlichen Mann durch eine der gehäßigsten Bemerkungen hätte anschwärzen wollen? Siehe auch Biga 55/435.

15            verlornen Sohn: Georg Arnold.

25f.          recht Hamannisches Motto: 317,6ff.

30            den Ihrigen: 934.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 937: JBW II,5, S.172-180.]

Brief 938

293,3        Claudius <...> Recensionen: Zwey Recensionen etc. in Sachen der Herren Leßing, M. Mendelssohn und Jacobi.

5              langen Brief: nicht überliefert.

7              Machwerk: nicht mit dem modernen Beigeschmack: eben die Zwey Recensionen; faule Socius: Claudius.

8f.           Moldenhawers Homilie: Johann Heinrich Daniel M., Beleuchtung der Schlußworte <...>, die sich für Lavater und Jacobi ausspricht.

11            Handschrift: der Fliegende Brief.

20            Buchdrucker: Eyrich.

29            Warum nicht gar Beurtheilung: N III,358,8ff.; von Abc Schützen: N III,362,6 und Fibelisten N III,358,9.

294,8        unglückl.[ichen] Danovius: er hatte sich 1782 das Leben genommen.

13            Jerusalem: J.F.W. Jerusalem, Betrachtungen <…>, 182,19f.

17f.          die so albern jetzt in Gedicht und Allegorie verwandelt wird: C.J. Bretschneider, Systematische Entwickelung aller in der Dogmatik vorkommenden Begriffe <…>. Leipzig 1841, S.522ff. nennt für die 1780ger Jahre mehrere Darstellungen, die den Sündenfall als Allegorie oder als bildhafte Erzählung begreifen, z. B. Eifert, Leß, Flatt, Lüderwald, Storr, Rufius, oft gegen Jerusalem gerichtet.

18            Lienhard u Gertrud: von Pestalozzi.

19            Patroclus: Reichardt.

30            Alcibiades Gutachten: Bucholtz´.

33            Inuocauit: 1. Sonntag in den Fasten, 5.3.1786.

35            meinen Plan: die Reise.

36            Erklärung meines Titels: Entkleidung und Verklärung.

295,1f.     blasenden Mitlauter: Eberhard mit der Sigle F, dessen Identität Hamann nicht kennt.

3f.           Beschuldigung des heidnischen <...> Fanatismus: 276,17ff.; N III,315,19ff.

6              Pfuy, Pfuy armer Sünder: N III,300,12f.; VII,63,27ff.

10f.          Vorsehung <...> Sperlinge u ihre Natur: Mt 6,26.

20ff.         nichts Neues mehr unter der Sonne <...> Wort wurde Fleisch <...> Thorheit: Pr 1,9/Jh 1,14/ 2 Ko 3,6/1 Ko 1,23.

32            merkwürdige Stelle: Müller wendet sich gegen Gebetbücher, Predigten und gegen die Bibel, die simplen und ungelehrte Menschen mehr zum Schaden als zum Nutzen sei.

296,5f.     Sprachverwirrung <…> wahres Babel: 1 Mo c.11.

10            eben dem Propheten: Sacharja.

11            im Golgatha: N III,302,28ff.

15            nach Wörlitz zu schreiben: an Häfeli, nicht überliefert.

15            Bekanntschaft: mit seiner Schrift Briefe über die neuen Wächter.

19            in Ansehung Ihres G.[eorg].

24f.          Moritz Verantwortung gegen Engel: Moritz hatte im Hamburgischen Correspondenten v. 22. Februar 1786 auf die Erklärung Engels, Herz, D. Friedländer und den Bericht Reichardts geantwortet, daß er lediglich Engels Worte ihrer Essenz nach wiederholt und J. sehr wohl zum Tode Mendelssohns beigetragen habe.

29            nächste Sonntagsevangel.[ium]: Mt 4,1- 11.

33            Epist.[ula] posthum.[a].

34            vt supra: wie oben genannten, Z. 22.

35f.          extraord.[inairen]<…> ord.[inairen].

297,9        beantw. den 14ten: 943.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 938: JBW II,5, S.180-186.]

Brief 939

297,13      Ihr Brief: 935.

19            Reminiscere: 2. Sonntag in den Fasten, 12.3.1786; Päckchen: mit den Bogen des Fliegenden Briefs.

21            Münstersche Gutachten: 282,19ff.

27            nach Weimar: für Herder.

30            beyliegenden Entwurf: 300,11-302,14.

33            mimischen <...> Gesindel nicht einlaßen: auf den Streit wegen Mendelssohns Tod mit dem Verf. der Ideen zu einer Mimik, also Engel und Herz, Friedländer, Moritz.

298,1        Instruction an Claudius: 280,3.

2              Ihren Beyfall: ein wahres Meisterstück, 280,2.

4              Anmerkungen über das N.T.: wohl: Gründliche Erklärung der schweren Stelle der heiligen Bücher neuen Testaments, N IV,276,30f.; ich die Hebamme: mit der Besprechung in den Königsbergschen <…> Zeitungen, N IV,275-277.

5              unter sehr mißl.[ichen] Umständen: als Moldenhawer durch einen Wohnungsbrand ohne Bleibe und seine Bibliothek blieb.

9              aus der Epistel an Vinnium: epist. 1,13: asinaeque paternum cognomen [Asmus cum puncto auf dem m= asinus] vertas in risum et fabula fias: du würdest ja dein Vätererbe, den Zunamen Eselin ins Spaßhafte umdeuten und dem Stadtwitz verfallen (Übers. W. Schöne).

10            bey Anmeldung seines Boten: N IV,386-388.

10f.          Hohepriester zu W.[eimar]: Herder.

11            cum puncto schreiben muß: III,106,3f.

20            Claudius werde ich erst lesen: die Zwey Recensionen etc.

22            Ihres und meines G[eorgs].

23            wie des verlorenen: Lk 15,11ff.

25            Crispi Rath: 278,20ff.

27            Weltweisen: Mendelssohn; praeuenire: was Mendelssohn Jacobi vorwarf, ihm gegen die Absprache mit der Veröffentlichung zuvorgekommen zu sein.

28f.          Berl.[iner] Engel: direkt und metaphorisch zu verstehen, 297,33; in das Gelag hineinreden: drauflosreden.

30f.          pharisäische Reinigkeit der Schüßeln: Mt 23,25.

32            classis dictis: klassischen Zitaten.

299,1        eignen Autorschaft: Wider Mendelssohns Beschuldigungen <…>.

17            point d´honneur: von dem Reichardt in seinem Bericht vom Besuch (Hamburgische Correspondent Nr. 18) bei Mendelssohn ihn antworten läßt: es wird in dieser Sache wol wieder eintreffen, was mir einer meiner Freunde schon längst gesagt, ich hätte keine rechten Begriffe von Ehre und point d´honneur in meiner ersten gemeinen Erziehung genossen. 193,12, 327,6.

18f.          Ihr Anliegen an Lavater: ihn als Kronzeugen zu bemühen.

26            hinkenden Geitzhals: Keyserling, 302,35.

31            ad nutum: auf Befehl; Zuglüftchen: das Bucholtz peinlich vermied.

33            hellig: entkräftet.

36            Vertheidigung der Frau von Wahrens: von F. A. Doppet. F. L. E. de Warens war die mütterliche Geliebte Rousseaus.

37            Romane für Beichten: die Confessions als Lebensbeichte mit fiktionalen Zusätzen.

300,23      Patroclus: Reichardt.

301,6        lateinsche Zeitung: Allgemeine Literaturzeitung.

16            KammerSecretaire Bock: Carl Gottlieb.

35            Hofmeister: Hill.

302,13      Raphael Hill: wohl R. Hippel gemeint, 301,35.

22            Epist.[ula] posth.[uma]: Mendelssohns An die Freunde Lessings.

26            dem andern der Zween: (neben Kant) Lindner.

29f.          Schütz <…> Verdacht des Atheismi: an Kant, Februar 1786, Akad. Ausgabe X,430.

31            von Ihnen angeführten Stellen: Ueber die Lehre des Spinoza, die Analoge zwischen Kant und Spinoza betreffend, Anmerkung 123f.

303,9        Einl.[age] aus Hamburg: Claudius' Zwey Recensionen.

11            kranker Freund: Wizenmann; Gr.[äfin] von Horion: 279,16.

11f.          Nach Wörlitz: Häfeli.

13            Ewalds Uebersetzung: des Spinoza.

16f.          Der Besuch hat ihn geahndet: 310,10ff.

17f.          Recension der Morgenstunden: durch Eberhard in Bd. 68/2 der Allgemeinen deutschen Bibliothek.

21            unglückl[iche] Danovius: 294,8ff.

27f.          Pastor Polyphemus: der, wie Homer und Vergil erzählen, eine große Herde Schafe u. Ziegen hütete. N III,360,18ff.

28            protegé des H.[ippel].

30            Rüstabend: Vorabend der Beichte.

33f.          Kant <...> voll von der Mendelssohnschen Sache: mit dem Aufsatz Was heißt: sich im Denken orientieren?

304,1        Namensvetter: Friedrich Konrad J.

9              Beichtvater: Matthös.

13ff.         wie Vater Abraham παρ' ἐλπιδα ἐπ' ἐλπιδι πιστευειν: er hat geglaubt aus Hoffnung, da nichts zu hoffen war, Rö 4,18; <...> in der Schwachheit mächtig: 2 Ko 12,9.

16            Philosophen von Braddau: Miltz.

17            Relat.[iones] curio.[sa]: Happel-Anspielung.

25            allgem. deutsche Pucelle: die Allgemeine deutsche Bibliothek mit der Anspielung auf Voltaire.

30            keinen Corresp.[ondenten] zur Hand: den Hamburgischen unpartheyischen vom 22. Februar mit Moritz' Rechtfertigung.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 939: JBW II,5, S.187-201.]

Brief 940

305,4        Exempl.[ar] des Betrügers: Cagliostro, in der Komödie der Katharina von Rußland, 298,14f.

5              Uebersetzers: Arndt.

13            Nachttag: bei Grimm nur adj. „nachttäglich“, Tag und Nacht anhaltend.

15            In der Sache bleibt es: die Probleme mit Albertine Hartknoch,26423ff.; 366,29ff.

28            guter Freund: vielleicht Mayer.

29f.          von Mendelssohn <...> überläuft: S. 193-204: Mendelssohn, Giebt es natürliche Anlagen zum Laster; S. 204-216: Biester, Zum Andenken Moses Mendelssohns; S. 271-275: J. F. Zöllner, Ueber eine Stelle in Moses Mendelssohns Schrift an die Freunde Lessings.

30            Unser Landsmann R.[eichardt] bekommt seinen Teil: in Biester/Gedikes Nöthige Erklärung über eine Zudringlichkeit, S. 269-288.

36            mit Furcht und Zittern: Eph 6,5, Phl 2,12.

306,5        ihr Licht und Recht: die Losorakel, 2 Mo 28,30, 3 Mo 8,8.

7              Geschichte von Jamaica: von Edward Long.

9              zu meinen verirrten Schaafen: retournons à nos moutons, III,XXIII,8.

11            Freundin auf dem Tragheim: S. M. Courtan.

14f.          Nachrichten aus der Schweiz: vom Sohn Hartknoch.

Brief 941

Antwort auf Brief 936.

307,13ff.   habe ich Herdern geschrieben <...> Alkibiades, u auch Reichardten:
JBW 1354., an Bucholtz und R. nicht überliefert.

15f.          Moritzens Rechtfertigung: im Hamburgischen Correspondenten vom 22. Februar 1786, Ueber des Herrn Professor Engels Vorbericht zu Moses Mendelssohn letzter Schrift durch Moritz.

17f.          Werklein: Zwey Recensionen etc.

18            Probebogen: des Fliegenden Briefs.

32            Geantw: 948.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 941: JBW II,5, S.203-206.]

Brief 942

308,12      ein Freund: Mayer, 305,28; März der Berl.[inischen] Monatsschrift: 305,29f.

13            Patroclus <...> abgefertigt wird: Reichardt durch Biester/Gedike, 305,30.

16f.          Recension der Jenaischen <...> Zeitung: von Jacobis Spinozabuch in der Allgemeinen Literaturzeitung durch Schütz.

23f.          wie ein wankend Rohr <...>: Mt 11,7. Lk 7,24.

26            Handschrift: des Fliegenden Briefs

309,2        unserm B.[ucholtz].

11            mit der eigentl.[ichen] Recension: von Eberhard.

16f.          Jener Lügenprophet: Bileam, 4 Mo 22,22ff.

27f.          Religion <…> Freundschaft: abgewandelt die Aufzählung in Ueber die Lehre des Spinoza, S. 190.

31            Mitternacht heißt diese Stunde: Str. 1 des Kirchenlieds Wachet auf, ruft uns die Stimme.

32f.          des guten Willens: der in der Grundlegung zur Metaphysik der Sitten beschworen wird, auch N III,360/362.

310,11      Experiment: die Übersetzung Arthur Youngs.

16            Nachbars: Bucholtz.

22            No 36: verschrieben für Nr. 86= die Rezension von Golgatha und Scheblimini stand in Nr. 86, von Ch. G. Voigt.

23            fehlt noch: Eberhards Rezension von Mendelssohns Morgenstunden etc., Band 68/2.

31f.          Erinnerungen der Herrn Grammatiker: Adelungs Kritik an Soloezismen, Unklarheiten, Mundartlichem und Eberhards Rezension, 312,32ff.

35            sie: Sie.

36            letzte Gesichtspunkt: die religiöse Wendung mit dem Schlüssel des ehrwürdigen Jerusalem (S.211f.) und dem Lavaterzitat.

311,7        Erklärung: Was heißt: sich im Denken orientieren?

7f.           Schütz ihm gemeldet haben soll: 302,29ff.

8              in dortigen Gegenden: in Berlin.

9              mit dieser Lehre: dem Spinozismus.

15            den Druck: des Fliegenden Briefs.

16            Erinnerungen: Wider Mendelssohns Beschuldigungen.

37            beantw: 947.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 942: JBW II,5, S.203-206.]

Brief 943

Antwort auf Brief 938.

312,4        Geantw: 948.

8              Schwester: wohl Helene J.

11f.          Ihrem Schreiben: 936.

24            Buchdrucker: Eyrich.

26ff.         Eine Stelle <...>: N III,358,10-14.

32            Der Recensent <...: dazu N III,366,15f.

313,1        Auch stimme ich Freund Crispus bey: 293,34.

17            meiner Schwester: Helene.

19            Beweise daß sie lesen kann: die Handschrift Hamanns.

25f.          seines Schildes u seines Lohns: 1 Mo 15,1.

27            Charaktere des Pabsttums: 295,30ff.

30            wiederholen in allen Ihren Briefen: u.a. 280f.

314,16      Mein Brief vom 21ten: 935.

18            folgendes Schreiben: 937.

20            meine Beantwortung: Wider Mendelssohns Beschuldigungen.

30            Sie reden v <...> sind sechsJährige: N III,368,1.

32            zu scharf schneidet nicht: nach Unzers Devisen.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 943: JBW II,5, S.206-222.]

Brief 944

Antwort auf Brief 937.

315,9        Was ich den 15 pr.[aecedenti, prioris] geschrieben: 269,15ff.

11            alten Herrn: Vater Jacobi, u.a. 289,27f.

13            traute Ihrem Lachen nicht: 251,29.

28            von einer Kirche in die andere: 310,25.

316,1f.     Reg.[iments] Feldsch.[er].

3              Roquemons: nicht ermittelt.

33            Was Goethe schreibt: 291,10ff.

34f.          wie die Allg.[emeine] L.[iteraur]Z.[eitung] <…> anzuführen: die Rezension durch Schütz 1786/1, Nr. 36, S. 292-296 bemerkt S. 293: die am Ende beygefügten Verse von Hrn. Göthe, also nicht das Prometheus-Gedicht.

37            Urtheil der Berliner: die Rezension von Eberhard in der Allgemeinen deutschen Bibliothek, Bd. 68 S.323-333, das Urtheil über Prometheus S.325f.

317,6        Ihr Motto in meinem alten Cicero: 292,20ff., Biga 11/170.

8              Sumissa <…> audiant: hoc nimirum <…>.

25            Alc.[ibiades] B.[ucholtz].

33            Wer ist G.[oethes] Fritz: von Stein, 345,14.

35            Erfüllung seines Vorhabens: Was heißt: sich im Denken orientieren?.

36            Das Herz Ihrer φφie: 289,5ff.

318,14f.    christliche Pflicht <…>: u.a. Mt 5,43.

15            Gehe hinter mir Satan: Mk 8,33; 271,8.

17            Rückzug hinter der Fahne des Glaubens: Mendelssohn an Jacobi vom. 1. August 1784, JBW 1059.

18            Thorheit u Aergerniß: 1 Ko 1,23.

19f.          Antiprometheus: Goethes Edel sey der Mensch.

20            lateinsche Zeitung: Allgemeine Literaturzeitung.

20f.          rechten Ort: 316,34f.

21            που στω: Archimedes´ Motto als Motto zu Ueber die Lehre des Spinoza.

22            wachender Traum: 316,15.

22f.          Kant kein Herkules: zitiert aus Wider Mendelssohns Beschuldigungen.

24ff.         Maske <...> Aethiopier: das Motto zu An die Freunde Lessings, 272,30f.

28f.          nicht gern den Herodes nachahmen: in der Enthauptung des Propheten, Mt c.14 Anfang.

31ff.         Resignation <...>: 289,5ff.

319,1f.     philosoph.[ischen] Vorlesungen: von Pfenninger.

2f.           den dritten Theil: vor allem Schulmeister Gülphi [Glülphi], 320,31.

4              Sprache zum Volkston verstimmt hat: durch betonte Naivetät und Helvetismen.

10            Bruder G[oethe].

10f.          uns.[eren] H.[erder].

12            Ein Titel des Buchs: Kap.69: Um so gut zu sein, als es Menschen möglich ist, muß man böse scheinen.

13            L.[essing].

14            letzte Kapitel: Kap. 84: Kinderlehre; J. nennt in David Hume über den Glauben, S. 203 aus Pestalozzis 3. Teil die Seiten 78, 292, 306, 408; was er vom Predigen sagt: Kap.1: Ueber das Predigen, aber nicht viel.

15            Tirade gegen die Bibel: in Müllers Dorfschule oder Dorfpfarrer, 295,32, 320,32: Die Bibel selbst ist solchen simplen und ungelehrten Menschen mehr zum Schaden als zum Nutzen. <…> Es ist vielleicht kein Buch, das dem gemeinen Mann schädlicher wäre <…> Der Schlimme liest es nicht; der Gleichgültige kehrt sich daran nicht; der Stumpfe versteht es nicht. <…> Mir blutet die Seele, wenn ich an die vielen Menschen aus meiner Bekanntschaft denke, die durch ihre eigene Frömmigkeit bei Lesung der Bibel unglücklich geworden <…> etc.

22            beantw den 7 u 14ten Apr.: 952.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 944: JBW II,5, S.222-225.]

Brief 945

319,27      Es gehe wie es gehe!: Str. 9 des Kirchenliedes von P. Fleming In allen meinen Taten.

320,1        de Marees: Briefe über die neuen Wächter.

4              Lienhard und Gertrud: von Pestalozzi.

5f.           philosophische Vorlesungen: von Pfenninger.

11f.          Nordischen Semiramis <...> Landsmann: Katharina II. v. Rußland, Arndt.

12            Name des Helden: Cagliostro.

15            Salomonische Denkwürdigkeiten: von Kleuker.

16            Dorfschule u Dorfpfarrer: von Ch. H. Müller.

21            Zu Ihrer Strafpredigt: in einem nicht überlieferten Brief?

23f.          der alte Bote: der Wandsbecker.

28            ungl.[ückliche] Danovius: 294,8ff.

28ff.         Rustan <…> Charakter deßelben: Roustan, 294,8

31            Schulmeister Gülphi: recte: Glülphi, bei Pestalozzi.

31f.          Tirade <…> gegen die Bibel: 295,32; 319,15.

321,3        Name <...> ominös ist: der biblische Haman, Z. 12.

3f.           gute Freundin und ihr Gerücht: wohl M. Courtan, nicht ermittelt.

6              Doctor: Lindner.

7              neuen Gesangbuch: hg von Spalding, Diterich, Teller.

9              Xsten: Christen.

14            Aus Weimar <...> Jena: von Herder, Claudius und der Allgemeinen Literaturzeitung; letzterm: Claudius, mit Zwey Recensionen etc.<…>.

16            beyden Rec.[ensionen]: von Claudius; D.[üsseldorf].

21f.          jüdischen Kunstrichtern: vornehmlich Mendelssohns Urteil, 291,25.

22            Crispus: Kraus.

31f.          mimischen Engeln: Engel als Verf. der Ideen zu einer Mimik.

322,4        quoad (formale) materiale: was die Form bez das Material angeht.

6f.           Mit No. 4 u 5 <...> Eile: die numerierten Titel 320,11 u. 15.

8              Ihr lieber Pathe: Raphael Hippel.

17            K.[anters]: Uebel: 335,11.

Brief 946

Antwort auf 939.

322,23      Probebogen: des Fliegenden Briefs.

323,4        Für 4 Format: quarto, also 4 Blätter pro Falzbogen.

6              Brief vom4ten: 939.

11            Loewe hat mir geschrieben: nicht überliefert.

13            über meine Schrift: Über die Lehre des Spinoza.

14            Garve: Ueber die Besorgnisse der Protestanten und die Briefe und Antworten Biester/Garve in der Berlinischen Monatsschrift 1785 und 1786; Lieberkühn: Philipp Julius L., nicht ermittelt, welcher Beitrag.

15ff.         Leßings Bruder <…>: in dem von ihm herausgegebenen Gotthold Ephraim Leßings Theologischer Nachlaß und Jacobi: Wider Mendelssohns Beschuldigungen, S.80.

18            BerlinerMonatSchrift v März: 308,11ff; Correspondenten v 11ten: die Stellungnahme zu Reichardts Bericht durch Engel, Herz, Friedländer.

19            Bosheit dieser Leute: Engel, Herz, Friedländer, Biester, Gedike, Zöllner.

32            Schreiben der Prinzeßinn: von Gallitzin, nicht überliefert.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe Janina Reibold, JBW II,5, S.734-746. Zum Brief 946: JBW II,5, S.228-232.]

Brief 947

Antwort auf Brief 942.

324,4        Geantw den 9.: 953.

5              meinen Brief an Sie: 946.

12            aus Buchholtzens Brief: nicht überliefert.

20            meinen Brief vom dritten: 637.

25            Biestern werde ich mich <…>: Nöthige Erklärung über eine Zudringlichkeit.

27f.          falsitatem dispensativam: soviel wie pia fraus, eine verzeihliche Betrügerei. Quelle: Vigilantius und in Lessings Anti-Goeze Fünfter: Auch sind die Stellen der andern Art, wo die Kirchenväter den Aposteln selbst eine dergleichen οικονομιαν, eine dergleichen "falsitatem dispensativam" beilegen, ebenso unleugbar <…> Er [der Ungenannte, [H.S.Reimarus] hat immer in seinem Herzen dafür halten können, daß wir betrogen sind, aber er hat sich wohl gehütet zu sagen, daß wir von Betrügern betrogen sind.

34            Zweymahl habe ich Kant citirt: Wider Mendelssohns Beschuldigungen, 101- 104 mit Stellen aus Kants Kritik der reinen Vernunft S. 828, 829, 830, 831, und Jacobi 119 mit einem Kant-Zitat S. 748.

35            Lessing, womit er seine Axiomata schließt: S.80, Wider Mendelssohns Beschuldigungen, 112f.: <…> noch weniger habe ich die Sitte boshafter Bettelleute hiemit nachmachen wollen, die sich einen hastigen Hund nicht anders vom Leibe zu halten wissen, als dadurch, daß sie ihn auf einen andern hetzen. <…> , S.112f.

325,4        gewiße Note: Ich habe nicht die Absicht, hiemit die Kantische Philosophie zu der meinigen zu erniedrigen oder die meinige zu der Kantischen erhöhen zu wollen. Mir gnügt, daß dieser Herkules unter den Denkern die angezeigten Punkte betreffend bey meinen Gegnern, billiger Weise, in noch größerer Verdammniß stehen muß als ich <…>, 104f. Fußnote.

8              mit den Berlinern u Jenensern: der Berlinischen Monatsschrift u. der Allgemeinen Literaturzeitung.

12            Brief v ihm: JBW1370 v. 20.3.1786.

16            In seinem letzten Brief: nicht überliefert.

19            Recensionen: Claudius, Zwey Recensionen etc.

20f.          nach Wandsbeck gemeldet werden: nicht überliefert.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 947: JBW II,5, S.232-234.]

Brief 948

Antwort auf Briefde 941 u. 943.

325,30      Nachricht vom Empfang: 307,4.

32            B.[ucholtz´] Videtur: 326,12.

326,1        Abschrift: des Fliegenden Briefs.

5              Der erste Bogen: 322,24f. und 346,12f.

14            Gegen unsern Johannes: Lavaters Brief, 885.

16            Cl.[audius] Büchlein: Zwey Recensionen etc.

19            schändlichsten Buchs: des St. Martins Irrthümer und Wahrheit; verdächtig gemacht: in der Kampagne gegen Jesuitismus und Proselytenjäger durch die Berlinische Monatsschrift, Biester und Gedike: Ueber den Beitrag zur Geschichte itziger geheimer Proselytenmacherei, Nöthige Erklärung über eine Zudringlichkeit, Von einem Ungenannten.

20            Moldenhawers Bogen: Beleuchtung der Schlußworte.

22            2 St. des 66 Bandes: gemeint: des 65. Bandes, mit Nicolais Etwas über den Tod Moses Mendelssohns.

24            Annalen von Crantz: Cranz, August Friedrich, der Jacobi vom Mordvorwurf durch Engel entlastete und zur Versöhnung aufforderte.

29ff.         Sagen Sie mir doch: 345,32ff. Nicolai irrte, siehe A. Altmann, Moses Mendelssohns Frühschriften zur Metaphysik. Tübingen 1969, S.1ff.

34            Ernesti Clavem: Clavis Ciceroniana.

35            Wahl des Mottos: 292,20ff. und 317,6ff.

36            ohne alle H…[amannsche] Verstümmelung: 317,6ff.

37            Gruß an Kraus bestellt: 307,23.

327,5        Recension der Bibliothek: in Bd. 68/2 der Allgemeinen deutschen B. durch Eberhard.

5f.           M.[endelssohn] gesteht selbst <...> point d'honneur: 193,12.

23            Journal aller Journale: hg. von J.L. v. Heß.

26            Alles gut: mit Brief 943.

30            Ihr altes deutsches Sprichwort: 314,31f.

32            Galimathias: verworrenes Gerede.

328,1f.     So war es gar nicht gemeint: 284,37, 285,1, 313,19.

14f.          Die Abschrift <…>: Zwar hat die deutsche Sprache: N III,480 zu 362,25ff.

21f.          Herders Erinnerungen: 286,16f.

24f.          elenden Uebersetzungen aus dem Seneka: 1. Band Januar und Februar 1786: Mittel wider Verhängnisse. An Gallio. Aus dem Lateinischen des Seneka, S.7-18 [anonym]; Senekas Briefe an Lucil. S. 195-208 und 2. Band März, S.1-15.

25f.          Ankündigung von Mendelssohns Tode: es behandeln 2 Gedichte das Thema Mendelssohn: Mendelssohn von Hess im 2. Band 1786, S.195; im 3. Band [anonym] mit Vertonung, Der Luftfahrer, S. 200, von Hanke.

27            auf eine lächerliche Art: 2.Band, S. 192-194: Wenn etwas trauriger seyn kann, als daß dieser Mann nicht mehr ist, so ist es wohl dies, daß durch die thörigste aller Thorheiten, durch mißverstandenen Bekehrungseifer, nicht mehr seyn soll mit der Nachbemerkung, Jacobi würde zum Mörder des ganzen Menschengeschlechts, wenn Engel sich weiter zu Tode grämte und eine Kettenreaktion auslöste.

27f.          Ein Gespräch: Gespräch im Reich der Schatten, zwischen Klotz, Lessing, und einem Landpriester. S. 362-372, von Hess. Eine Einzelausgabe ist nicht ermittelt.

37            Ihre Erinnerungen: in Nr. 943.

329,6        nur die erste: 312,27.

11            gegenseitige Intereße: Leser und Kunstrichter nach perspectivischem Unebenmaße, N II,339-349.

12            Kantsche Idee: in der Kritik der reinen Vernunft.

15            s.[it] v.[enia].

16f.          groß Opfer der allgemeinen deutschen Baal: mit Eberhards Rezension so zu verfahren wie Jehu Baal aus Israel zu tilgen.

18f.          Wegen der andern beyden Stellen: in den veränderten handschriftlichen Entwürfen.

26            Hauskreutzes: die Schwierigkeiten mit dem Sohn Johann Georg.

27            beruhigt mich völlig: 313,30ff.

28f.          Auch die Abtrünnigen nehmen <…> Antheil: Ps 68,19. N III,398,16-18.

33            die Berliner schämten sich schon selbst: vor allem Engel, Herz, D. Friedländer, Moritz.

35            anderer Besuch: nicht ermittelt.

36            Rüsttag: Vorbereitung zur Beichte.

330,3        Tag nach seinem Geburtstage: also am 23. April.

4f.           meisterhafte Deduction: Pro memoria die der bey der Rectorwahl eines philosophischen Senators geltenden Regeln betreffend. R.Brandt/W.Stark (Hgg), Autographen, Dokumente und Berichte. Zu Edition, Amtsgeschäften und Werk Immanuel Kants Hamburg 1994, S.58-90. Siehe JBW II,5,244.

8              neuen Auflage: der Kritik der reinen Vernunft, Riga 1787.

11            air de reprouvé: Aussehen eines Verworfenen.

13            Debit: Vertrieb.

33f.          wie ein vom Schiffbruch Geretteter <...>: Anspielung auf Hor. carm. I,5,14ff. daher: uvida vestimenta.

37            Allzuklug ist dumm: nach Unzers Devisen.

331,7f.     Escalpiren: Auskratzen.

9              Meine Antwort auf Ihren Brief: 939 auf 935.

10            mit Ihrer Erklärung: Wider Mendelssohns Beschuldigungen.

11            mit seiner Hypothese: An die Freunde Lessings.

11f.          Die Unvollständigkeit unserer Selbsterkenntnis: Morgenstunden, Vorlesung XVI,286.

14f.          verrathenen Worts: der fromme Betrug, die Maske.

16            engl. Commentar: das Vorwort Engels zu An die Freunde Lessings.

27            Er war selbst der Afrikaner: der Aethiopier in Shaftesbury's Motto, 272,30f.; Johannes wie an Fritz: Lavater u. Jacobi.

31            Vorlesungen <...> Metten: Mendelssohns Morgenstunden, die Vorlesungen für den Sohn Joseph, M. Wessely u. S. Veit.

31f.          atheistischen <...> Fanatismus: 276,17ff., N III,315,19ff.

33f.          Kant hat nicht Unrecht <...> System der Täuschungen: in einem Brief an Ch. G. Schütz v. Ende November 1785: Obgleich das Werk des würdigen M.[endelssohn] in der Hauptsache für ein Meisterstück der Täuschungen unsrer Vernunft zu halten ist, wenn sie die subjektiven Bedingungen ihrer Bestimmung der Objekte überhaupt, für Bedingungen der Möglichkeit dieser Objekte selbst hält, eine Täuschung, die in ihrer wahren Beschaffenheit darzustellen und den Verstand davon gründlich zu befreien, gewiß keine leichte Arbeit ist <...> (Kant, Briefwechsel I, 280). Hamann konnte den Beginn dieses Briefes (Obgleich, so schrieb er [Kant] uns <...>), der Rezension der Morgenstunden in der Allgemeinen Literatur-Zeitung Nr. 1 u. 7, entnehmen, in der am Ende dieser Brief Kants zitiert wird, allerdings ohne Namensnennung, als Urteil eines Mannes, der sich in diesem Felde schon längst zu einer vollgiltigen Stimme legitimiert hat. Die Rezension stammte von Ch. G. Schütz.

35            silberne Hochzeit: mit den Sokratischen Denkwürdigkeiten.

332,13      Familie Frick: von A. G. Meißner, Die Familie Frink.

17            Mangel des vorgestrigen Abend: 329,35f.

19            M.[endelssohns] Maske: 296,10.

21            den von Ihnen angeführten Spruch des Pascals: V,94, und: La nature confond les Pyrrhoniens, et la raison confond les dogmatiques.

25            Unser Wissen ist Stückwerk: 1 Ko 13,9.

30f.          Aufenthalt in P.[empelfort].

35            inter bonos: scil. bene.

333,3f.     März der Berl. Monatsschrift: in Büschings Wöchentliche Nachrichten von neuen Landcharten, <...>, 12. Stück März 1786, S. 92-94 stand eine Anzeige der Berlinischen Monatsschrift, in der vor allem von Mendelssohn gehandelt und von dem Plan eines Denkmals für ihn und andere berichtet wird, mit der Bemerkung: <...> ich mögte es aber lieber Denkmal für die letzten berlinschen Wolfianer nennen, auch 364,17f.

5f.           Nicht=juden <...> eckelhaft: aus eben jener Anzeige, S. 93: daß aber Nicht- Juden ihn auf eine übertriebene Weise loben, ist verständigen Berlinern und Auswärtigen eckelhaft <...>.

7              Schluß in seinem letzten Briefe an Sie: er lasse den von ihm, in Ansehung des Seyns Gottes vorgeschlagenen ehrlichen Rückzug unter die Fahne des Glaubens, an seinen Ort gestellet seyn; er sey völlig in dem Geist der christlichen Religion, die den Christen die Pflicht auflege, die Zweifel durch den Glauben niederzuschlagen; der christliche Philosoph könne sich den Zeitvertreib machen, den Naturalisten zu necken, ihm Zweifelsknoten vorzuschlagen, die ihn, wie die Irrlichter, aus einem Winkel in den anderen locketen, und seinen sichersten Griffen immer entschlüpften.

24            beantw den 7 u 14ten: 952 und 955 v. 13. April.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 948: JBW II,5, S.234-250.]

Brief 949

Abgeschickt als Einlage des Briefes 953 am 10. April 1786.

333,27      mein auserwählter <...> Sohn: Spr 31,2.

334,2        Ihr Brief: nicht überliefert, 324,12.

3              an Herder schrieb: 950.

5              Autorschaft: Wider Mendelssohns Beschuldigungen.

9              Schriftstellerey: der Fliegende Brief.

18f.          Wollen <...> Vollbringen: Phl 2,13.

21f.          dreyfache Beylage: Bucholtz' Schrift Das Verhältnis zwischen drey Schwestern.

24            Seine Zeiten sind seine Geheimniße: V,470,28.

26            ehrl.[ichen] Schwaben: Steudel.

29            Großpapa: Hamann.

335,2        Dich glücklicher Leichtsinn: von Gemmingen.

4f.           Maleachi IV.2: in der alten Lutherübersetzung, jetzt Mal 3,20: Euch aber, die jr meinen Namen fürchtet/ sol auffgehen die Sonn der Gerechtigkeit/ vnd Heil vnter desselbigen Flügeln/ vnd jr solt aus vnd eingehen/ vnd zunemen/ wie die Mastkelber.

7              Matth. <...> Schreibfehler: 324,13f.

8              liebenswürdige Fußgängerin: 334,28.

11            jüngst an J[acobi] schrieb: 327,32f.

12            Ihre und Mariannens opera: Kinder.

13            Joh. Casp.: Lavaters.

16            Alle Menschen sind Lügner: Ps 116,11; Rö 3,4.

Brief 950

336,9        J.[acobi] in D.[üsseldorf].

17            Benoni: 1 Mo 35,18.

20            besten Welt: Leibniz/Voltaire-Anspielung.

27            über das allgemeine deutsche Babel: zunächst die Rezension Eberhards, dann allgemein gegen die Berliner Aufklärung.

28f.          den mit Blindheit geschlagnen Kindern Sodoms: 1 Mo 19,11.

31            Probebogen: des Fliegenden Briefs.

337,6        Minerva meines Gehirns: eine gewaltsame Kopfgeburt: Er [Jupiter] empfand einen grausamen Schmerz von ihr im Haupte, daher er sich denn den Vulcan den Kopf mit einer scharfen Axt von einander hauen ließ. So bald solches geschehen war, sprang sie aus demselben freudigst heraus <...> und erwies sich nicht anders, als ob sie sogleich ihren Feind angreifen wollte (Hederich, nach Lukian).

8f.           wie sich die Spartaner <...> bedienten: um ihre Zöglinge vom Weingenuß abzuschrecken, Plut. mor. 28 (vita Lycurgi).

26f.          leidenschaftliche Uebereilung: der raptus des ersten Anlaufs zum Fliegenden Brief.

28f.          Verleger H.[artknoch] <...> geschrieben: nicht überliefert.

338,1        damaligen Verdruß: die Herderschen Klagen über den Verleger, 750, u. der Versuch Hamanns zu vermitteln.

14            Seit meinem schiefen Maule: 100,8f., 184,7ff.

18            An der rechten Stelle ist er wohl nicht: als Hofmeister bei F. C. Jacobi.

26            Debit: Vertrieb (des Kupferstichs), 330,8ff.

27            verbeßerten Ausgabe: 330,8.

29f.          Roman <...> herausgekommen: von J. Ch. F. Schulz, im Merkur, 1./,2./4. Vierteljahr 1784,S. 3-34; 121-140;[2.]S. 193-246;[4.]S.247-283.

30f.          Abhandlungen über die Aufklärung: von K. L. Reinhold im 3. Vierteljahr 1784, Gedanken über Aufklärung, S. 3-22; 122-133; 232-245.

32            Freundin: S. M. Courtan.

35f.          freundlichen Brief: nicht überliefert.

339,11f.    Werk Ihrer Muse: 336,3.

15            philippisirende und judaisirende Geschmier in Berlin: die Reaktionen auf den Spinoza-Streit, den Tod Mendelssohns, die Erklärungen, Darstellungen u. Richtigstellungen von Engel, Herz, Moritz, D. Friedländer, Reichardt, Nicolai, die Aufsätze der Allgemeinen deutschen Bibliothek u. Berlinischen Monatsschrift.

17            Das A[λφα] und Ω[μεγα].

21            Thurmbau: 1 Mo c. 11.

22            witzige Tirade: 295,32.

22            Pope ein Metaphysiker!: 1755 anonym erschienen, von Lessing und Mendelssohn.

24            und wie sie es gewesen sind: ob sie als glaubhafte Metaphysiker gelten.

26            Enargie: Klarheit, Deutlichkeit.

27            orphisches Ey: im besonderen: der Fliegende Brief.

27f.          Die alte Frage Agurs: Spr 30,4.

30ff.         Vernunft <…> wächserne Nase <…> Hirngespinste: siehe N III,107,8-11. Wächserne Nase öfter bei Luther, siehe J.Wolff, Metapher und Kreuz <…>. Tübingen 2005, S.396 und auch bei Lessing (Duplik).

35            guten Willens: Anspielung auf Kants Grundlegung zur Metaphysik der Sitten.

340,1        Kants Autorschaft: vor allem die Grundlegung.

3              Schütz <…> Privatbriefe: hatte Kant in einem Brief vom Februar 1786 um Erklärung gebeten, ob Jacobi ihn nicht mißverstanden habe, wenn er Ihre Ideen von Raum anführt und sagt, sie seien ganz im Geiste Spinoza´s geschrieben.

5              System der Täuschung: 331,33f.

6              Beschreibung eines Mondsüchtigen: in den Morgenstunden beschreibt M. die Krankheit, die man Nachtwandeln nennt. Die freiwilligen Verrichtungen, die in diesem Zustand geschehen, erfolgen vermöge der subjectiven Ideenverknüpfungen. Von dem wirklich Gegenwärtigen nehmen sie nur soviel mit, als unmittelbar zu ihrem Zwecke gehört. Der Nachtwandler wird die Gegenstände, die ihn unmittelbar berühren, oder zunächst im Wege sind, zu vermeiden suchen, oder aus dem Wege räumen. und dies um so viel eher, wenn es Dinge sind, die er auch im Wachen, ohne Bewußtsein, so zu behandeln gewohnt ist. N III,396,1f.

10f.          An ihren Früchten <...>: Mt 7,16, zitiert von Jacobi in Wider Moses Mendelssohns Beschuldigungen, S.117.

15            Brief aus Münster u Düsseldorf: Z. 19f., Brief 946, der Brief von Bucholtz nicht überliefert.

18f.          Judica me <...>: richte mich Gott und führe meine Sache, PsG 42,1 (Psalterium Gallicorum).

20            Probe- und Correctur Bogen: des Fliegenden Briefs.

23            Fritz Ariel: 341,6.

28f.          Urim und Thummim: Licht und Recht als Sinnbild für das Wohnen Gottes bei seinem Volk, IV,272,32.

Brief 951

341,6        quainty spirit: Shakespeare, Der Sturm, I,2, 317: my quaint Ariel.

8f.           die Weichsel und Gewäßer: 352,20ff.

13            an Herder schreiben zu können: 950.

15            Anfanges: des Fliegenden Briefs.

18            ein zwiefältiges empfieng: 340,15, von Bucholtz, nicht überliefert, Jacobi 946.

23            an H.[erder]: 950; Ich antwortete: 949.

342,9        Spuk in Z.[ürich]: den geplanten Besuch bei Lavater, 362,17, mit der Anspielung auf dessen Magnetische Desorganisation in Paris, Straßburg und Zürich und die Therapie seiner Ehefrau.

17            Nun es gehe, wie es gehe: Str. 9 des Kirchenlieds von P. Fleming, In allen meinen Taten.

26            Crispum: Kraus.

27            Freund H.[ippel]: 347,7.

28            Laune seit dem 7 Xbr: Dezember, 347,7.

36f.          Ihre Gründe: 225,17ff., 312,30.

343,2        dreyschrumpfigen Recensenten: Eberhard.

3              allzuscharf schneidt nicht: 314,32,u. 327,30 u. 330,36.

11            in M.[endelssohn]: Jerusalem oder über religiöse Macht und Judenthum.

11f.          Xenophontische Simplicität <...> Rousseau <...> Leibnitzische: 208,20ff.; ironisch von Eberhards Rezension übernommen. Auch N III,362,27f.

14            kein Geist Gottes schwebt: wie in 1 Mo 1,2.

25            A[λφα] - Ω[μεγα].

344,1        also ouo: N III,354,6.

3              Opferer: N III,358,13f.

6              ἰσα λεγειν: N III,350,24.

7              vtens <…> deleatur: N III,350,34.

8f.           Horaz Incitat <…> hemistichon: N III,350,27-29.

10            Not.6.Top.[ic] §4: N III,352,32.

10f.          Das erste Ihm: N III,352,16.

[Zur Entstehungs- und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 951: JBW II,5, S.252-257.]

Brief 952

344,28      Geantw: 958.

33            Ihren Brief: 944.

34            der v 25t u 27ten: 948.

34            Abschrift u Gedrucktes: der Fliegende Brief, Korrekturbogen und Probedruck.

345,13      Brief von Claudius: nicht überliefert.

14            Goethes Fritz: 317,33.

16f.          Fricksche: Frinksche; Verfaßer: A. Meißner.

18            Lienhard u Gertrude: von Pestalozzi.

19f.          Siegfried v Lindenberg <...> Braunen Mannes: von J. G. Müller.

21            Sie fanden Aehnlichkeit: V,333,28ff.

29            der Handlung gewiedmet: soll Kaufmann werden.

32            hat Nikolai recht: 326,29ff.

35            Nikolaitische Etwas: Etwas über den Tod Moses Mendelssohns, 326,23.

36f.          wie im Traum: 326,30; Betrübnis darin: passim durch den Ausdruck von Trauer, Schmerz, Verlust etc.; gleicht der des Agamemnon nach dem Homer: mehrere Stellen erzählen davon, u.a. im 2. Gesang,110-141, im 9. und 19. Gesang der Ilias.

[Zur Entstehungsgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 952: JBW II,5, S. 259-262.]

Brief 953

Antwort auf 947.

346,10      schrieb eben an Herder: 950, auch Z. 15.

11            erhielt: 946.

13            Anfang: des Fliegenden Briefs.

15            Dom[inica] Judica: 335,24.

18            Ihre und B.[ucholtz'].

25            Correctur: des 1. Druckbogens.

347,3        Brief vom 24 März: 947.

8              Freund Crispus: Kraus.

23            Alcibiades den Vorschuß unter sich theilen: Bucholtz, 324,15.

25            wie Bileams Eselin: 4 Mo 22,22ff.

31            H.[erders] Antwort.

37f.          Benoni <...> Benjamin: 1 Mo 35,18.

348,14      Ich schreibe Dekan <…>: N III,348,21; 358,6.

21            Dorfprediger oder Dorfpfarrer: N III,358,15 u. 30, die Varianten zur Benennung des J. H. Schulz.

25            besser ist durch Lachen: ridentem dicere verum.

34f.          sollte ersucht worden seyn den Schiedsrichter abzugeben: im Brief v. 27. Februar 1786 schreibt Herz (Kant, Briefwechsel I,285): Was sagen Sie denn zu dem Aufruhr, der seit und über Moses Tod unter Predigern und Genies, Teufelsbannern und possichten Dichtern, Schwärmern und Musikannten beginnt, zu dem der Geheimrat von Pimplendorf das Zeichen gab? Wenn doch ein Mann wie Sie diesem lumpigten Schwarm ein einziges ernsthaftes: Still da! zuriefe. <...> Wenn es Ihnen doch gefiele, bei der Gelegenheit zum Besten Ihres verstorbenen Freundes wider die gegenwärtigen und vermutlich noch aufstehenden unvernünftigen Jacobiten etc. etwas zu sagen. Kant an M. Herz, 7. 4.1786: Die Jacobische Grille ist keine ernstliche, sondern nur eine affectirte Genieschwärmerey, um sich einen Nahmen zu machen, und ist daher kaum einer ernstlichen Widerlegung werth. Vielleicht,daß ich etwas in die Berl.[linische] M.[onats]S[chrift]. einrücke, um dieses Gaukelwerk aufzudecken.

36            soetwas haben entfahren laßen: Was heißt: sich im Denken orientieren?, 349,1f: über die Verdienste Mendelssohns <…>.

349,4        seinem Jerusalem eingenommen gewesen: Br. Kants an Mendelssohn, 16.8.1783: Ich halte dieses Buch [Jerusalem oder <…>] vor die Verkündigung einer großen, obzwar langsam bevorstehenden und fortrückenden Reform, die nicht allein Ihre Nation, sondern auch andere treffen wird.

26            den φφ: Philososphen.

28            Amanuensem: Johannes Benjamin Jachmann.

33            den Aeschylum lesen: den Jenisch übersetzte.

350,4        seiner Arbeit herausrückt: Was heißt: sich im Denken orientieren?

5              Verdienste des Todten: Mendelssohn.

6              berlinschen Schätzung: vor allem die Eberhardsche Rezension.

14            manchen harten Strauß mit ihm: im Streit mit Berens nach Hamanns Rückkehr von England 1758; die Schrift Sokratische Denkwürdigkeiten, an Kant und Berens gerichtet; die gegen Kant gerichtete Schrift ΠΡΟΛΕΓΟΜΕΝΑ über die neueste Auslegung der ältesten Urkunde des menschlichen Geschlechts; die Rezension der Critik der reinen Vernunft und die Metakritik über den Purismum der Vernunft.

21            πρωτον ψευδος: Urlüge.

23            Auftritt mit den jungen Leuten: 349,26ff.

351,1        Gottes Zeiten <...>: 334,24 u. V,470,28.

12            quaestionem facti in integrum: den Tatbestand wieder zurecht bringen, alles einrenken.

13            berlinschen Masken: Anspielung auf das Motto zu Mendelssohns An die Freunde Lessings, 272,30f.

15            wie Sie [=sie] wolle, und ihre Zahl eine Legion: der Gegner Jacobis, 272,24.

21f.          krumme Wege <...> geraden Pfades: Jes 59,8.

26            in eine Wüste versetzen: als Prediger in der Wüsten des Golgotha und Scheblimini.

27            Preße: Druckerpresse.

31f.          Plan und Zirkeln: Wider Mendelssohns Beschuldigungen.

352,5        wie dem alten Simeon: Lk 2,28ff.

7              Einl.[age] an unsern guten B.[ucholtz]: 949, den Hamann erst als Einlage mit diesem Brief abschickte.

28f.          Schläfst du Brute!: der, wohl Anspielung auf Shakespeares Julius Caesar, nachts vor Sorgen nicht schlafen kann; auch Plutarch, Βιοι παραλληλοι.

31            meiner silbernen Hochzeit: der Fliegende Brief.

35            Moldenhawer: Beleuchtung der Schlußworte.

36            Nicolai Ehrengedächtnis: Etwas über den Tod Moses Mendelssohns.

37            sie auch: gemeint: Sie.

353,1        Mst auf Lavater <…> ans Licht kommen würde: was sich als eine erfolglose Suche des Manuskripts erwies.

11f.          Kameelschlucker als Mückenseyer seyn, ex utroque Caesar: Mt 23,24 und die Maxime: in der Kunst und im Krieg- in beidem Caesar sein.

14            um sich zu orientiren: Anspielung auf Kants Schrift.

19            Schäferaugenblicken: seiner Muse.

20            Tenne noch Kelter: 5 Mo 15,14. Hos 9,2.

21            Schwert und Bogen: 1 Mo 48,22. 2 Kö 6,22.

28            über das Recept <...> Schwärmerei: in den Morgenstunden.

354,1f.     wie dem Aethiopier <...> Gesicht mit der Maske: das Shaftesbury-Motto zu An die Freunde Mendelssohns, 272,30f.

5              eine Art von Antipathie: so schreibt Kant an M. Herz am 7. April 1786 (Kant, Briefwechsel I, 293): Reichard ist auch von der Genieseuche angesteckt und gesellet sich zu den Auserwählten. Ihm ists einerlei, auf welche Weise, wenn er nur großes Aufsehen machen kann, und zwar als Autor, und hier hat man ihm wahrlich zu viel eingeräumt.

6              in Dinge gemischt: durch seinen Bericht über das Gespräch mit Mendelssohn.

7              Billet doux <...> beantworten: nicht ermittelt.

11            eingeschreckt: eingeschränkt.

22            Ihrer Arbeit: Wider Mendelssohns Beschuldigungen.

30f.          100 nöthig: 300,11-302,14.

36f.          keine Vignette <…>: N III,348,5; 476 (Titel <…>); siehe JBW II,5,230/1, Vignette beim Neusatz getilgt.

37            A[λφα] - Ω[μεγα].

355,3        Einl.[age] nach Münster: 352,7.

6              Opus operatum: das vollbrachte Werk, eine Art Generalpardon.

15f.          Man kann was man will <...>: nach Unzers Devisen.

18f.          seine Kraft ist in den Schwachen mächtig: 2 Ko 12,9.

24            nebst Θ uns.[erem] A.[lcibiades] B.[ucholtz]: wohl: nebst Gott.

33            beantw. den <...>: 957, 959, 964.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 953: JBW II,5, S. 264-274.]

Brief 954

356,4        wie die Hochzeit in Graventhin: 350,26.

8              de Marées: Briefe über die neuen Wächter <…>.

14            der beste Pendant: etwa der 3. Band von Flögels Geschichte der komischen Litteratur ?

17            Freund H.[ippel].

26            Moldenhawers Übersetzung: von Daniel Gottlob M.

28            der Schlüßel: wohl das 2. Buch.

30            7 Xbr.: Dezember; Ob.[er]b.[ürger]Meister: Hippel.

33            Mein malum: Übel, oder wie 347,21.

36            von ihrer: Ihrer.

357,4        Gevatter K.[anter].

9              topographische Erzpriester: Nicolai, mit der Anspielung auf seine Reisebeschreibungen.

13            der Unfug: wohl: dem U.

21            Büchlein: Jacobis Ueber die Lehre des Spinoza.

26f.          über M.M. Predigten <...> zu schreiben: über die Morgenstunden, Was heißt: sich im Denken zu orientieren, 349,1f.

32            Nebst einem Buche: Flögel, 356,14.

Brief 955

358,4        Geantw. eod 27: 960.

7              meiner Schrift: Wider Mendelssohns Beschuldigungen.

18            zwey Vettern <…> 3ter: Clermont.

27            ihres: Ihres.

30            schwörenden: schwärenden.

359,6        dänischen Gesandten: bis 1789 war Friedrich Graf v. Reventlow dänischer Gesandter in London (JBW II,5,276).

8              Brief von Claudius: nicht überliefert.

10            Johannes in Zürich: Lavater.

10f.          meine Schrift abermals <…> versiegelt: Wider Mendelssohns Beschuldigungen, 126f.

11f.          Stelle aus dem Pontius <…> Dienerwuth: Pontius Pilatus, Band 4, S. 253, auch 376,7= Jacobi, Wider Mendelssohns Beschuldigungen, 126.

16            die Israeliten in der Wüste v E.[manuel] Bach: von Daniel Schiebeler.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 955: JBW II,5, S. 275-277.]

Brief 956

359,21      Geantw den 30: 962.

24            Brief v. Buchholtz: 358,26?

26f.          Rechtfertigung: Wider Mendelssohns Beschuldigungen.

33            verlohrner Sohn: Johann Georg.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, s.734-746. Zu Brief 956: JBW II,5, S. 279.]

Brief 957

360,15      Ihren Brief: 951, 953.

21f.          Lettre du Comte de Mirabeau <...> mich der Wisch erschüttert hat: weil er Beweise gegen die „Scharlatane“ Lavater und Cagliostro erbrachte und L. mit C. gleichsetzte.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 957: JBW II,5, S. 284.]

Brief 958

361,12      Ihr letzter: 942.

16            mit dem 1 May: das Lieblingsdatum Hamanns, nach F. v. Hagedorns Gedicht, I,69,24.

20            gestörter Cand.[idatus] Medic.[inae]: wohl Ruben Elkanan.

24            halben Bogen: des Fliegenden Briefs.

25            Recension: Eberhards im der Allgemeinen deutschen Bibliothek.

30            neue Auflage: der Morgenstunden, nicht ermittelt.

33            infame Lettre <...>: Mirabeaus.

362,1f.     Fäustenschlage <…> Berl.[iner] Satansengel: 2 Ko 12,7.

3f.           welscher Theist: in Lettre du comte de Mirabeau behauptet M., die Theisten seien von Friedrich II. und der "Aufklärung" verfolgt im Gegensatz zu den Sozinianer.

362,8        Predigt, die L.[avater] über die Ziehenschen Prophezeyungen: Predigt wider die Furcht vor Erderschütterungen. Gehalten den 15.Jänner 1786 über PS XLVI, v.2-4. Karlsruhe 1786. Die Deutsche Zeitung für die Jugend und ihre Freunde nennt in Band 3, 51. Stück den 22. Dec. 1786 auf S. 414 (Erstes Register über die Begebenheiten): Herr Lavater predigt gegen Ziehen.

17f.          Reisevisionen: 342,9.

18            gegenwärtige Lage: 360,21f.

22f.          Verfaßer <...> Reinhart Morgensterns: von Starck, Der Weisheit Morgenröthe oder <…>, N III,370,25f.

29            kümmerl.[iche] Landpfarre: in Arnau.

363,6f.     Myrrhenhügel, wie Golgatha: nach Mk 15,23.

9              Das A[λφα] Ω[μεγα] muß <…> vom Titel fort: 354,37f.

17            Parenthyrsen: Übertreibung, Schwulst, scheinhafte Begeisterung.

18            Nicken: Nücken, heimliche Bosheit, unerwarteter Eigensinn, Schrulle.

26            seel.[ige] Mann: eben Kreutzfeld.

35            selbst geantwortet: Königsbergsches Intelligenzblatt Nr. 44, 1786, 506,5f.; 518,20f.

36f.          Crispus hat nicht Lust darauf zu antworten: was Kraus auch nicht tat, 506,4ff.

364,1f.     am Gr.[ün]Donnerstag.

3              nach der Weisheit Morgenröthe: 362,22f.

13            das heutige Ehrengedicht auf Kant: da er zum erstenmal Rector der Königsbergschen Universität wurde. Vo einigen seiner Schüler. Den XXIII. April MDCCLXXXVI. Königsberg 1786.

15            Verf.[assers] <...> Der ältere: die Brüder Jachmann.

17f.          Daß der alte φφ [Friedrich II. v. Preußen] den Juden [= Mendelssohn] vom Monument ausgeschloßen: 368,30ff. Im Nachruf Zum Andenken Moses Mendelssohns in der Berlinischen Monatsschrift, März 1786, S. 204-216 stand noch am Schluß in einer Anmerkung (216) zu lesen: Wir wollen bei dieser Gelegenheit unsern Lesern die Nachricht geben, daß auf die Piramide, die auf dem Opernplatze in Berlin soll errichtet werden, <...> nebst Leibniz, Lambert und Sulzer, auch Moses Mendelssohns Bildniß kommen wird. Auch in Büschings Wöchentliche Nachrichten von neuen Landcharten <...>, 12. St. v. März 1786 veröffentlicht, 333,3f.

19            berühmten Mst [Manuskript] gegen Lavater: 352f.

23            nicht eingesprochen: eingekehrt.

31            beantw den 5ten: 964.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 958: JBW II,5, S. 288-296.]

Brief 959

365,5        Geantw: 966.

9              2 Exempl.[are] auf holl.[ändischem] Papier: des Fliegenden Briefs auf gutem Papier.

12            Resultate: von Wizenmann.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 959: JBW II,5, S. 297.]

Brief 960

Antwort auf Brief 955.

365,25      Rechtfertigung: Wider Mendelssohns Beschuldigungen.

25f.          alten Görgel: Hamann.

26            wie dem kindischen Swift: N II,88, 20ff.

29            νομον οντος: das Gesetz des Seins, Wider Mendelssohns Beschuldigungen, S.14f.; von dem alten Mann: poor old man, als den sich Swift sah.

32            viatico: zur Wegzehrung.

366,1        selbiges mit dem gegenwärtigen: Ueber die Lehre des Spinoza mit Wider Mendelssohns Beschuldigungen.

4              heute erhaltenen Bogen: des Fliegenden Briefs.

7              zweite Ausgabe des ersten Buchs: die zweite Auflage von Ueber die Lehre des Spinoza.

10            Fabel mit den Masken: Shaftesburys Aethiopier, N III,364,14ff.

11            lustig zu machen: N III,362,24ff.

12            Landsmann R.[eichardt] , in dessen Bericht mit Mendelssohn herzlich gelacht wird, mit feiner Spottlache <…> Hiebey lachte M. herzlich, versicherte aber lachend, sagte lächelnd.

14            ins Gelag hinein: ins Blaue, drauflos.

24            meiner Antwort: 953.

30            würdigen Baroneße: von Bondeli.

31            Ihren Verleger: Göschen.

367,4        Mann mit der Hippe: Hippel, 376,29.

8              die Vettern: 358,18.

11            beyden Nachbarn: Stockmar und Marvilliers.

12            Sie: sie.

14            Mit dem 1 May: 361,16.

17            der eine nach P.[empelfort] <...> nach L.[ondon] gehen muß: 359,4.

368,6        seinem Schwaben: Steudel.

16            Zurathziehung H.[ippels].

19            Widerherstellung Ihrer liebsten Schwester: 358,30.

31f.          Collecte zum Monument: für Mendelssohn.

35            Unser Alter: Friedrich II.

369,12      beantw: 965.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 960: JBW II,5, S. 297-304.]

Brief 961

369,20f.    hiesigen Stadt Physici: Metzger.

Brief 962

370,3        mir für einen Schnurrbart: Wider Mendelssohns Beschuldigungen, S.110-112 Fußnote.

4              Whiskers: Backenbart.

5              engelreinen Mund des Joh. Casp.: das Predigtwort Lavaters, mit dem J. sein Ueber die Lehre des Spinoza beschloss, S.213.

6f.           homeromastiziert: wie Homer getadelt u. gezüchtigt.

7f.           Eyerkuchen <…> Pastor Polyphemus: 303,27ff.; N III,360,18ff. mit einer Anspielung an den Spruch >Tant de bruit pour une omelette< des Desbarraux.

11            einen Backofen nennen: 253,11.

15            bey allem Deinem Händewaschen: Mt 27,24.

17            Mückenseiherey: Mt 23,24.

19            rief jener Vogel des Apolls: Erasmus belegt in seinen Adagia, 362. I,IV,62 die Version des Sprichworts oleum et operam perdidi mit Macrobius, Saturnalia, 2. Buch, das vom sprechenden Raben handelt, allerdings in einer abgewandelten Version: oleum perdit et impensas, qui bovem mittit ad ceroma. Bei Parallelstellen des Zitats (Plautus, Poenulus I,2,219), ist es der Ausspruch einer Hure, die ohne Freier bleibt; bei Cicero (Ad Atticum liber XIII) trifft es den Briefeschreiber.

21            Wortspiel: mit Backofen.

24            beyden sokratischen Epitheta: groß und heilig, 377,26f. und N III,404,13f.

27            Berlinschen Recensenten: Eberhard; Flacius Fulbert: Verknüpfung zweier Namen: Fulbert, der Oheim der Héloise, der Abaelard zur Strafe für die Verführung Héloisens entmannte, und Flacius Illyricus, der in Verkleidung eines Mönchs Klosterbibliotheken aufsuchte, aus den Handschriften Brauchbares herausschnitt und mitnahm.

28            doppelten Motto: von Golgotha und Scheblimini, N III,372,2ff.

29            Cultello Flaciano: das Flacianische Messerchen, N VI,85f. Eberhard hatte in der Rezension die Titelseite unterschlagen.

30            Testiculi [Hoden] <...> Achilles: N III,376,9, der Bildbereich des Zeugens.

31            sichemitischen Wunden: Hos 6,9.

33            Knebelbart: weil Jacobis Lob, s.o., Hamann in gewisser Weise knebelt.

34            gute Kälberleber, zum Nasenfutteral: wahrscheinlich: Kälberleder, das Nasenfutteral dient nach Krünitz, Oeconomische Encyclopaedie, Bd. 68 dazu, "den Dampf zurück zu halten".

35            mit dem Berl.[iner] Apoll in keinen Wettstreit: wie mit Marsyas, der den musikalischen Wettstreit mit Apollo verlor und lebendig gehäutet wurde. Daher Vorsicht im Wettstreit mit den Berliner Aufklärern.

371,9        Orbil: Zuchtmeister, nach Horaz ep.II,1,70-71.

9              muß mein Werk bei Mondschein treiben: lucubrieren.

11ff.         Die Rinder mögen beyseit austreten <...>: 209,10ff.

12f.          wie bey Peretz Usa: 2 Sm 6,6, 1 Chr 13,10f.

14            Brief: 961.

20f.          dort aufhält: in Berlin.

33            infarctus meiner Eingeweide: 368,10f.

372,10f.    35ste Krankengeschichte: in Kämpfs Abhandlung, S.436f.

22            theils Ihnen antwortete: 960.

23f.          VII Theil der Nikolaitischen Reisebeschreibung gegen Garve: auch separat veröffentlicht: Untersuchung der Beschuldigung des Herrn Prof. Garve wider meine Reisebeschreibung durch Deutschland <...>. Garve hatte im Juli der Berlinischen Monatsschrift Kritik an Nicolais Katholizismusbild geäußert und Nicolais Dramatisierung seines Kampfes gegen das Böse, gegen herrschsüchtige Hierarchen, Schwärmer und Unterdrücker der Vernunft sanft gerügt. N. wehrte sich mit einer 190 Seiten langen Polemik, die er dem 7. Bd. seiner Reisebeschreibung anhängte: Garves Partheylichkeit für die Katholiken kann durch einen ihm selbst unmerklichen Einfluß bewirkt worden seyn. Als Beleg führte N. die geheimen Bestrebungen der Jesuiten nach Weltherrschaft im allgemeinen an, im besonderen aber die Geschichte des vollständigen Lese-und Bethbuchs zum Gebrauch der Katholiken des Johann Michael Sailer. Ganz allgemein hatte N. Fakten, Daten und Befunde seiner Reise niedergelegt, Lebensverhältnisse in deutschen Ländern beschrieben. Der katholisch grundierten Welt des deutschen Süden begegnet er mit Unverständnis, auch formte sich ein Widerwille gegen die schwäbischen Theosophen und eine Abneigung gegen die spekulative Philosophie des deutschen Idealismus. Vor allem aber führte er einen Kampf gegen den Jesuitenorden. Nach dessen Aufhebung durch Papst Clemens XIV. 1773 entfaltete sich Nicolais Meinung nach die Wirksamkeit der Jesuiten in den der Öffentlichkeit entzogenen Geheimorden. Seine Befürchtungen, Jesuiten unterwanderten unerkannt Freimaurer-Orden, seine Kritik der Arkanpraxis und dem Hochgradsystem der Freimaurer-und Templer-Orden schrieb er in kämpferischen Artikeln auch außerhalb seiner Reisebeschreibung nieder. Höhepunkt dieser Auseinandersetzung war 1788 die Öffentliche Erklärung, nachdem Nicolai bereits vorher aus der Loge zu den drei Weltkugeln ausgetreten war.

25            babylonischen: berlinischen.

25f.          ihre Tolerantz und bon ton aufzudecken: die Nicolai als Lüge, als faux air du bon ton deklariert, vornehm über Gefahren hinwegzureden, statt ernsthafte Sachen ernsthaft zu untersuchen; N III,390,5ff.

28            ein Mährchen de se ipso ad se ipsum: Nicolais Attacke gegen J. M. Sailers Lese-und Bethbuch: Er bringt die ganze katholische Theologie in ein süßes ascetisches Säftchen, damit man ihre Bitterkeit nicht schmecken soll, läßt alle katholischen Terminologien, die den Protestanten etwa anstößig seyn könnten, weg, befleißigt sich hingegen auf die Floskeln protestantischer Asceten, besonders solcher, welche auf die dunkeln Gefühle des Christenthums mehr Wert setzen, als sie es verdienen, denn unter allerhand geweihten Worten, die ich weiß nicht welche Salbung mit sich führen sollen, lassen sich unbestimmte Begriffe am leichtesten unterschieben, welches hier eben dem P. Sailer sehr dienlich ist (Nicolai, Reise, S. 83). Aber ausgerechnet dieses Lesebuch wurde von Protestanten weit gefördert, was sich N. mit Manipulation und Machination erklärte, als deren Hintermänner vor allem Lavater und Pfenninger (Zirkelbriefe) entlarvt wurden: Kein geringerer Mann als Lavater und sein Sprachrohr Pfenninger empfehlen es mit größtem Eifer, nicht etwa öffentlich, sondern insgeheim in einem vertrauten Zirkel treuer Leute <...> . Sailer wehrte sich gegen den Vorwurf der Proselytenmacherei mit dem Einzigen Märchen in seiner Art, wie es Nicolai erfunden habe, in der gleichnamigen Schrift.

29            Blumauer durch eine Romanze: in Nicolais Untersuchung der Beschuldigungen, S. 183-189: Glaubensbekenntnis eines nach Wahrheit ringenden Katholiken, von Johannes Blumauer. Nicolais lobende Besprechung, Weyrauch, S. 126f.

32            Vorsicht: Vorsehung.

373,1        meine Bestellungen: 366,2f.

7              zur Reise: nach England; widerhole meine Bitte: 367,17f.

11            Minister: von Zedlitz.

29            den 1 May und die Zwillings Apostel: Anspielung auf Hagedorns Gedicht, 361,16, Jakobus, Philippus.

374,19      wie der Diana: Plutarch Leben Alexanders, c. 3 berichtet, A. sei am selben Tag, als der Artemistempel von Ephesos niederbrannte, geboren worden: Darüber gibt es einen Ausspruch des Hegesias von Magnesia, eine so frostige Bemerkung, daß sie leicht den ganzen Brand hätte löschen können: es sei kein Wunder, daß der Tempel niedergebrannt sei, Artemis habe ja gerade bei Alexanders Geburt zu tun gehabt.

20f.          Es gehe, wie es gehe: Str. 9 des Kirchenlieds von P. Fleming In allen meinen Taten.

30f.          dem Linus <...>in W.[andsbek]: Claudius, wohl als Sohn Apolls angesprochen.

35            an Sie: sie.

375,6        ersten Theil seiner Uebersetzung: des Mirabeau.

9              Vorschmack meiner Fortsetzung: des Fliegenden Briefs, erst mit Brief 966.

21            ex= und esoterischen Character durchkritisirt: Der Mann, für den ich Leßingen gehalten haben soll – der bin ich selbst. Das ist mein esoterischer Character; und der eines Gläubigen, nur mein exoterischer, in: Wider Mendelssohns Beschuldigungen, S. 39f.

28f.          den Berl. Flacius Fulbert: Eberhard, N III 372,12.

36            beantw: 965.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 962: JBW II,5, S. 317-329.]

Brief 963

376,2        den 3 May: 360,86.

3f.           Anfang und Ende: 360,11ff. und 365,8f., Erhalten den 6 May: 365,4.

5              schönes Buch: Wider Mendelssohns Beschuldigungen.

6              Mann mit dem Zirkel über dem Mohrenkopf: die Illustration auf dem Deckblatt von Wider Mendelssohns Beschuldigungen: Ein Zergliederer untersuchte, nach Sömmering, den Neger. Es zeigt S. beim Vermessen eines Schädels, wie J. sich in seiner Widerlegung auf dessen zergliedernde Technik bezog, S.119.

7              Schluß aus Lavater: aus Pontius Pilatus, Theil IV. Cap. VI. Hohenpriester und Dienerwuth, sechster Abschnitt (Wider Mendelssohns Beschuldigungen, S.126f.; Jacobi, Werke IV,275f.): Es giebt unbelehrliche, unüberzeugbare, grundschiefe Charaktere. Je klärer sie sehen, desto lauter rufen sie: welche Dunkelheit! Je bestimmter man mit ihnen spricht, desto starrsinniger sprechen sie von leidiger Unbestimmheit. Sobald du den Mund öffnest, so machen sie sich auf Widerspruch gefaßt. Denke nie, durch Einfalt und Aufrichtigkeit sie zu gewinnen. Sie haben keinen Sinn als für Schiefheit. Sie sind wahre Visionärs alles Krummen und Unedlen. Sie sehen's, wo es ist und wo es nicht ist. Sie lauern immer, und beobachten nichts.

8              Motto aus dem Cicero: 292,20ff.; den guten Wein bis zuletzt: Jh 2,10.

9              groß und heilig: wie J. in der Fußnote zu Seite 110 Hamann tituliert: einen großen und heiligen Mann, Johann Georg Hamann aus Königsberg, mit einem Zitat aus Neue Apologie <…>, S.111, siehe 377,26f. N III,404,13f.

10f.          Dom.[enica] Quasimodog.[eniti] <...> Auflösung <...> erhalten haben: 958.

12            Autorschaft: der Fliegende Brief.

14            Lumpenbriefes von Mirabeau: Lettre du Comte de Mirabeau sur MM Cagliostro et Lavater; Dupe: Betrogener.

16            wie Asmus sich gern ausdrückt: nicht ermittelt.

17            der Schola tyrannica wie dem Hund das Grasfressen: Wider Mendelssohns Beschuldigungen, S. 122 (Jacobi Werke IV,274), von Jacobi zitiert nach Lessings Anti-Goeze Sechster, Anhänger des Kirchenschriftstellers Tyrannius Rufinus.

18            Die Vögel sollen sich <...> weyden: das Ende des Vorberichts zu Jacobis Wider Mendelsohns Beschuldigungen, VII: Unterdessen laße ich mein Straußen- Ey im Sande ruhig liegen. Meißen und Aelstern werden es nicht zertreten. Staaren und Krähen es weder aufhacken noch auf die Seite bringen: seinen Inhalt zu offenbaren sey dem Lichte, das den Tag regieret, überlaßen. Auch 382,20ff. u. VII,3,30f. Der Originalausgabe beigegeben (Wider Mendelssohns Beschuldigungen, S.127) war ein Bildchen, in dessen Hintergrund die bekannte, hier wohl als Lichtquelle einer höheren und tieferen Erkenntnis der Dinge zu deutende Aufklärungssonne leuchtet, deren stark unterstrichene konzentrische Strahlen die ebenso bekannten Wolken des Irrtums durchbrechen. Im Vordergrund ein Straußenei, auf dem eine Meise und eine Elster herumspazieren, während ein Star und eine Krähe an der Schale herumpicken. Links aus dem Gebüsch ein Strauß heraussehend. Straußeneier sind ihrer harten Schale wegen bekannt.

19f.          Lies nur erst <...>: 372,23ff.

26f.          liebe Kritiker: Kant.

29            Freundes mit der satyrischen Hippe: Hippel.

377,1        Baroneße: von Bondeli.

3              kleinen ruß.[ischen] Marwood: die verzogene Tochter Hartknoch, 371,17f.

7              Beichtvater: Matthös; Einspruch versprochen: Besuch zu machen.

9              rein auszuholen: 376,30.

10            über die Pfarre: in Arnau.

13            Straußen oder Colibri ey: auf 376,18 anspielend die Fortsetzung des Fliegenden Briefs.

14            besprochen habe: bestellt habe.

18            Sippen: in Tropfen trinken.

19            vollen Trunk eher nüchtern: nach Pope: trink tiefer, um nüchterner zu werden, An essay on criticism, 216, IV,391; VII,442.

20            kritische Orbile: wie strenge Schul- und Zuchtmeister.

21            notas ebrias: beschwipste Anmerkungen, 375,18ff.

26f.          376,9.

27            auch mit der That zu retten: dem Fliegenden Brief.

29f.          nach Mendelssohnscher Übersetzung: Deutsche Übersetzung des Pentateuch. N III,374,26ff.

36            Ich habe <...> geweißagt: 369,29.

378,1        unserm Kaufmann: Fischer.

5              Vetter J.[acobi]: Friedrich Conrad.

6              kranken Compagnon: Lengnick.

9              curriculum pomeridianum: Verlauf des Nachmittags.

11            Anfang und Ende: 376,3f.

11f.          bis auf den Nabel: den Lobpreis, 377,26ff.

14            wie es im hohen Liede: Hl 7,3.

14f.          hätte <...> lieber <...> gelesen: 393,25.

16            Schlüßel zu Mendelssohns Mondsucht: Kants Stellungnahme zu den Morgenstunden, später niedergelegt in Was heißt: sich im Denken orientieren; Mendelssohns Mondsucht gemäßer: die Morgenstunden, Vorlesung VI. N III,396,1-7.

22            deine Engl.[ische] Wallfahrt: 359,4.

22f.          den Herrn und Meister Beelzebub genannt: Mt 10,25.

24f.          mit unsern Caldaunen <...> Eyern und Blättern: mit dem Fliegenden Brief und Wider Mendelssohns Beschuldigungen, 376,18f.

28f.          Apoc.[alypsin] in fine II cet.: Off c.2, unter dem Aspekt Off 2,6.

31            mir zugedachte Anzahl: neun, 380,32.

31f.          9 barmherzigen Schwestern: die Musen.

32            MarsyasSchinder Apoll: 370,35.

32            mein Symbolum: Wahlspruch.

36            nach W.[eimar].

379,4        alten Lehrer <...> Verleger: Hamann und Hartknoch.

8              welcher <...> ins Verborgenene sehen kann: Mt 6,4.

16f.          Valeas <…> VOBIScum: bleibe bei guter Gesundheit und Friede sei mit Euch.

33            erstes Büchlein: Ueber die Lehre des Spinoza.

36            Kr.[aus].

380,3        ist der V. Theil des Sp.[inoza]: 393,28.

4f.           seinen Bauch in Gedanken: auch Rö 16,18.

31            Pharisäer: Dorow.

32            von ihren: Ihren.

34            Ihre Sache wegen seines Schwagers: Reichardts Artikel im Hamburgischen Correspondenten.

381,14f.    mit lachendem Mund <...> die Wahrheit gesagt: Hor. sat. I,1,24.

16            ihren Advokaten: Ihren.

20            SpannNagel <...> atteloire: 375,15f.

29            fehlgeschlagene Pfarre: 377,10f.

29f.          Hartknochs Hofnung beunruhigt mich: 414,5-415,3.

33            Tenesmi: schmerzhafter Stuhl- oder Harndrang, 382,31.

34f.          Gegen das Ende Ihres Ruhepuncts: Wider Mendelssohns Beschuldigungen, S. 94f.: <…> ich wüßte keine schicklichere Stelle, einen Ruhepunkt zu machen, bevor Jacobi zu den Beschuldigungen kommt, die allein aus der Person und der Philosophie des Herrn Mendelssohn erwachsen, <…>.

36            Tot capita,tot sensus: das klassische Zitat (Cicero, Horaz) im Abschlußmotto des Vorberichts zu David Hume als Diderot-Zitat: on dit en morale, tot capita, tot sensus: c´est le contraire qui est vrai; rien n´est si commun que des têtes, & si rare que des avis.

382,1        Fortsetzung: des Fliegenden Briefs.

10f.          Züge de main de maitre: Anspielung auf Friedrich II. und seine gleichnamige Ode.

11            Strahlen der untergehenden Sonne: Gerüchte um den möglichen Tod Friedrichs II.

13            Deine Ruh sey Ehre: Jes 14,18.

18            an Deinem Ey: 376,18.

22            Aesopischen Apolog: wohl die Fabel vom Adler und Mistkäfer. Ein Adler mißachtet die Bitte eines Mistkäfers, dieser krabbelt in den Adlerhorst und wirft daraufhin immer wieder die Eier des Adlers aus dem Nest. Deshalb bittet der Adler- Vogel des Zeus- seinen Gott um einen sicheren Platz. Zeus bietet diesem Platz in seinem Schoß. Daraufhin rollt der Käfer eine Kugel aus Mist, die er Zeus nach oben fliegt und in den Schoß legt. Als Zeus aufsteht, um den Mist abzuschütteln, zerbrechen die Eier. Daher brütet seither der Adler nicht mehr, solange die Mistkäfer fliegen. Lehre: auch scheinbar machtlose kleine Menschen können sich an den großen rächen, wenn man ihnen Unrecht tut.

22f.          Sömeringk <...>:  376,6.

25            des Adjutanten: Reichardt, weil er J. beigesprungen war.

25f.          für den heutigen Schreck: wegen Hills Stammbuch.

34            Petito: Nr. 961, der Antrag auf Genehmigung seiner Reise.

36            Wie Du mich führst <...>: aus dem Kirchenlied L. Gedickes Wie Gott mich führt, bes. Str. 6, oder P. Gerhardt, Ich hab in Gottes Herz und Sinn, Str. 9 Ende.

383,3f.     in integrum restituirt: daß der verlorenen Sohn Johann Georg zurückkehre.

7              Polypragmosyne: Vielgeschäftigkeit, unnütze Geschäftigkeit.

9              Gott versteht mich: der Leibspruch Sancho Pansas.

11f.          wie das Unkraut mit dem Weizen <...> bis zur Erndte: Mt 13,29f.

18            beantw: 967.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 963: JBW II,5, S. 335-344.]

Brief 964

Antwort auf Brief 958.

383,23      Geant.: 968.

26            Ihren Brief v 3ten April: 951; mit dem v 9ten: 953.

30            Brief vom 23ten: 956.

31            8 Exempl[are]: der Rechtfertigung Wider Mendelssohns Beschuldigungen.

33            Exempl meiner Briefe: Ueber die Lehre des Spinoza.

384,4        seine Jünger in Jena u Gotha: die Allgemeine Literaturzeitung (Schütz) und die Gothaische gelehrte Zeitung (Rezension von Ueber die Lehre des Spinoza, Rezension von Wider Mendelssohns Beschuldigungen erschien am 25.Mai).

8              Nur das Budchen: 397,8.

26            Auftrag an Lavater: 362,11.

26f.          wegen Reinhart Morgenstern: von Starck.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 964: JBW II,5, S. 347-349.]

Brief 965

Antwort auf 962

385,3        Geantw: 969.

10            Zeilen an Buchholtz: nicht überliefert.

14            Deines Briefes: 962.

16            Schon der Brief vom 26 ten April: 960.

20            komisch aufgetreten: Ueber Moses Mendelssohn, S. 400f.: Ich habe alle Klippen dieses gränzenlosen Meeres, mit dem Kompasse der Vernunftlehre umschift. Ich bin, wie alle kühnen Weltumsegler, oft verschlagen worden; allein doch nie gescheitert.

20f.          Ausfall wider den Glauben: J. A. H. Reimarus, Ernstliche Betrachtungen über das Glauben, in: Berlinische Monatsschrift, Mai 1786, S. 413-433.

27            Resultate: von Wizenmann.

29            Bestellung an Lavater: 362,11.

31            Schnurrbart, den ich Ihnen machte: die Zitierung als großer und heiligen Mann, 370,3f.; Ersehen hat er aus meinem Büchlein: im Brief von L. an J. vom 3.5.1786, JBW 1421.

32            kein Israelite ohne falsch ist: Jh 1,47.

386,3f.     v Reventlow geschrieben: nicht überliefert.

10            meinen jüngeren Bruder: da Jacobi Hamann oft mit Vater anredet.

33            Nicolai´s Beylage: 376,19f.

35            nachdem sie: Sie.

387,1f.     Die S 14 angeführte Stelle: Wider Mendelssohns Beschuldigungen, S.14 Fußnote: Ergebung in mein Seyn und in den Schein meines Seyns, mache das Herz meiner Philosophie aus <…>, 317,36f. und 289,5ff.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 965: JBW II,5, S. 361-364.]

Brief 966

387,15      hellig: müde, matt.

23            Ipecac.[uanha]: ein Vomitiv, Brechwurz, u.a. V,356,32, in der Dosis von 10 (?) gr[an].

32            Bußtag: am 12. Mai 1786, 388,18.

388,14      Schwäche womit sie ihr Kind erzogen: 414,6ff.

16            quoad nos: soweit es uns betrifft.

19f.          Mendelssohn geantwortet: Wider Mendelssohns Beschuldigungen.

27            mit einem Briefe von Herder: nicht überliefert, 410,27.

34            H.[erder]; ersten Bogen: des Fliegenden Briefs.

36            mit der Localität <…> bekannter als ich selbst: die gemeinsame Zeit in Königsberg, 1762 -1764.

389,4        A[λφα] Ω[μεγα].

11            Freund Tiro wird Dein Substitut und Plenipo[tens]: Schenk wird für den Druck des Fliegenden Briefs als Bevollmächtigter sorgen.

21            Uebersetzung: des Mirabeau.

31            Ded.[ications] Exempl[are], 365,9f.

32            beyden Wonsen: 370,4.

35            Tübingsche Recension seiner Moral: Tübingische gelehrte Anzeigen, St.14, S. 105-112: Kant, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten. Riga 1786.

36            Kirchenraths Tittel: Gottlob August Tittel, Ueber Herrn Kants Moralreform. Frankfurt und Leipzig 1786.

35f.          Schütz hatte ihn <...> vorbereitet: brieflich nicht ermittelt.

36f.          Commentator des Feders: Erläuterungen der theoretischen und praktischen Philosophie nach Herrn Feders Ordnung.

390,5        Schrift: Jacobis Wider Mendelssohns Beschuldigungen.

5ff.          Was Kant <…> unversehrtes uncastrirtes Exemplar erhalten: 365,10f. Offensichtlich plante Hamann, Z.12 (mich von den Schnurren rein abzuwaschen), das Hamannzitat, 370,8f. zu streichen; 376,9.

15            deine kleine Abwesenheit: durch die Englandreise.

18            Resultatemacher: Wizenmann; Crispus vermuthet <…> Herder: 411,24f.

21            Sp.[inoza].

24            Stratagem: Kriegslist.

32            Asmus und Flaccus: Claudius und Wieland, seiner Horaz-Übersetzungen (Horatius Flaccus) wegen, 404,23.

33            Fido et Videbo: ich vertraue und werde sehen.

391,1        der Verblendete: von Katharina v. Rußland.

2              Charon Arndt: als Übersetzer.

4              Dedic.[atum]: Wider Mendelssohns Beschuldigungen.

11            Petitum: 961.

19            Deduction für die hiesigen Kaufleute: ausgearbeitet im Jahr 1786, auch 377,35f.

20            v Kayserling: ob Albrecht Johann v. Keyserling?

22            Berl. Diana: die Berlinische Monatsschrift.

27            la veille de la date: tags zuvor, nur vom Datum her korrekt: der Vorbericht von Wider Mendelssohns Beschuldigungen ist datiert 19. April 1786, der Brief Scholtens 18. Februar 1786.

28            gefreßen wie ein Gerberhund: sprichwörtlich: weil er zu viel Abgeschabtes von den Häuten fressen muß.

32f.          Schaum vor dem Munde <…> wie dem Lügenpropheten Mahomet: der Überlieferung nach fiel M. bei seinen Offenbarungen in Ohnmacht, mit Schaum vor dem Mund. Quelle: Ibn Saad, Tabaqat T.1, S. 225, 228.

392,3        großen und heil. Mann: so Jacobis Zitat, 377,26.

9              in 4o : quarto-Format.

10            Niemand kann 2 Herren dienen: Mt 6,24.

12            In M.[ünster]: bei Bucholtz.

15            Cantate Canticum nouum<…>: Singet [dem Herrn] ein neues Lied, Ps 96,1

27            die Resultate: von Wizenmann.

35            Einl.[age]: 365,6.

393,7        beantw: 970.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 966: JBW II,5, S. 364-369.]

Brief 967

Antwort auf 963.

393,11      Geantw: 971.

25            lieber subjective <...>: 378,14.

28            Vten Theil der Ethic: 380,3f.

32            Lavaters Brief: JBW 1421 v. 3.5.1786.

394,2        letzten Briefe: 963.

3              Brieflein v Buchholtz: JBW 1437 v.14.5.1786.

10            jungen Engländer: Sohn des Lord Lisburne.

21f.          wie Du gesagt hast: 382,34f.

24            in Schwaben hängen bleiben: bei Steudel.

26            Ruhe die Du mir empfielst: 382,13.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 967: JBW II,5, S. 371-373.]

Brief 968

Antwort auf 964.

394,32      zu F.[ischer] hinlief.

33            Compagnon: Lengnick.

395,6        Namensvetter: Friedrich Konrad J.

7              C.[ommercien] Rath: J. K. Fischer.

9              Brief: 964.

12            zwey Exempl[are].: von Wider Mendelssohns Beschuldigungen.

14            Buchs u Kupfers: 383,33.

17            Gesuchs: 961.

22            Dir.[ektor]: Stockmar.

26            Schwabe: Steudel.

27            Alcibiades <…> Ariel: Bucholtz, Jacobi.

29            eins <...> mit dem ersten: Wider Mendelssohns Beschuldigungen und Ueber die Lehre des Spinoza.

30            Buchladen: wohl die Hartungsche.

396,1f.     Deduction <...> gegen die Elbinger: 391,20f.

9              Lavater nach Bremen: als 1. Prediger; verlor ich die Tramontane: nach dem ital. Idiom: verlor ich den Kopf.

17            causam remotam: nach entfernter Ursache.

22f.          Titel Jerusalem: oder über religiöse Macht und Judenthum, der 4. Abschnitt des Fliegenden Briefs, N III,380,15ff.

24f.          Lavater gegen den welschen Plutarch retten: gegen Mirabeau und den Vorwurf von Wundergläubigkeit und Mystizismus. Aber auch Hamann kritisiert Lavaters Wundersucht, N III, 400,28-402,29.

25f.          Wonsen, die ich <...> empfangen: 377,26f.

33            Urtheil des Triumvirats: Kraus, Jacobi/Schenk, Bucholtz.

34            mit Nemo vel Duo angefangen: das Motto der Sokratischen Denkwürdigkeiten und ihre Widmung an Niemand und an Zween.

35            Omne Trinum perfectum: aller guten Dinge sind drei.

36            Exegi: monumentum; Der ins Verborgene sieht: Mt 6,4 u.18; Brabeuta: Kampfrichter.

37            Species ludentis: Anschein des Spielerischen.

397,4        Resultate: von Wizenmann.

7f.           danke für die Correctur des Büdchen: 384,8.

9              größerer Mückenseiher: Mt 23,24.

13            nimis leider satis: zuviel leider genug.

14            Einzug meines NamensBruders: Georg Arnold J.,384,30.

16f.          Siehe, Kinder sind <...>: Ps 127,3.

20            wie jener Held: Plutarchs Themistocles.

21            κατ' εξοχην: im eigentlichen Sinn.

24            συζυγοι γνησιοι: treue Gesellen, nach Phl 4,3.

26            Im Schweiß unseres Angesichts <…>: 1 Mo 3,18f.

33            Resultate: auch die eigenen mitgemeint, Z.4; 398,8f.

398,2        Erklärung über S. 94: Wider Mendelssohns Beschuldigungen, S.94, 424,32f.

5              Des Schutts ist so viel: Anspielung auf Mosers Schrift Ueber Regenten, Regierung und Ministers. Schutt zur Wegebereitung des kommenden Jahrhunderts.

9              Crispi Vermuthung: daß Herder der Verf. der Resultate sei.

14            Mephiboseth: der Sohn Jonathans nach 2 Sm 4,4.

15ff.         Durch ein solches Sehrohr <...>: N III,386,10ff.

20f.          Mein Bogen beßert sich: Hi 29,20.

22            Du hast den guten Wein: Jh 2,10.

24            Für den Schatt[en) und Grundriß: Z.17ff.

36            et calamus in vacuo: (nach der Vergil-Stelle: die Stimme blieb ihm im Halse stecken) und die Schreibfeder im Leeren.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 968: JBW II,5, S. 375-381.]

Brief 969

Antwort auf Brief 965.

399,8        Namensvetters Familie: F. K. Jacobi.

11            Hofmeister Jachmann: Reinhold Bernhard.

12            ein paar junge Engl[änder]: nicht ermittelt.

16            über den Begriff der Existenz: De notione existentiae dissertatio.

17            seinen ganzen Cursum: Kants.

22            Sechs Exempl.[are] der Resultaten: von Wizenmann, 385,27.

24f.          wohl bedacht und gut gemacht: Anspielung auf Str. 9 des Kirchenlieds Sei Lob und Ehr.

28            durch was für Schutt: 398,5.

30            die Juno umarmen: also als Jupiter wieder in einen nassen und vor Kälte zitternden Kuckuck zurückverwandelt zu werden, nach der Überlieferung durch Aristoteles, Theocrit u. Pausanias.

32            Mein Nachbar <...> hat Wort gehalten: 395,22f.

400,3        Maasreguln zur Engl.[ischen] Reise: 386,4ff.

5              Geburtsmonath Aug.[ust].

13            Libation: Trankopfer.

18            Misthaufen vor meiner eignen Thür: der Fliegende Brief.

24            Deduction gegen die Elbinger: 391,18f.

25            Aruspices: laut Cicero lacht kein Wahrsager, wenn er einen anderen sieht, siehe vetus autem <...>.

29f.          Die 1000 Grüße <…>: 386,36.

31            Aufschrift meiner Briefe: 387,4ff.

36f.          Daß Ihr [=ihr] Prophet Moses doch noch erhöht werden wird: es handelt sich um die Diskussion eines Denkmals in Berlin, u.a. für M. Mendelssohn, 364,17f.

401,2        Kunstrichter: Kant.

3              denkt an keine Abhandl.[ung] mehr: die Auseinandersetzung mit den Morgenstunden, die die Gothaische Zeitung voreilig ausgerufen hatte, die sich dann in dem Aufsatz Was heißt: sich im Denken orientieren? konzentrierte.

3f.           die er einmal ausgekramt: 349,1ff.

6              Amanuensis: J. B. Jachmann

7              für die Luna: die Berlinische Monatsschrift, also keinen Beitrag verfaßt hat.

9              wie verrechnet: es ist nicht mehr mit ihm zu rechnen; wenn Apoll, der Smynthier, oder ein Engel vom Delphin, sich nicht seiner erbarmt, so ist er verrechnet, zu Wasser und zu Lande, aus Schriftsteller und Kunstrichter, geschildert in Lebensgröße, N II,333,20f.

10            sein Exemplar: von Jacobis Wider Mendelssohns Beschuldigungen.

12            Hohepriester <...> meldete mir: Herders Brief ist nicht überliefert, 388,27.

13f.          Resultators: Wizenmann.

14f.          was ich jetzt nur glauben muß: daß die Resultate von Herder sind.

17f.          Küche <...> Hausgötter: nam et hic dii sunt.

19f.          wie Maestro Ludovici seine: Kardinal d'Este soll Ariost, nachdem er ihm seinen Orlando furioso überreicht hatte, gefragt haben: Dove, diavole, Messer avete pigliato tante coglioneri?, IV,384,21.

22            W.[eimarer] Abc Buch: Herders Buchstaben-und Lesebuch.

36            diem nicht annum noch euentum: Tag, Jahr, Ereignis.

37            wie Alc.[ibiades] sagt: Bucholtz' Das Verhältnis zwischen drey Schwestern, 351,1.

402,2        Born antwortete: Ak10,470f.; die Abhandlung: De notione existentiae.

4f.           an Biester zu schreiben: 395,24.

10            No III. noch gar nicht gesehen: den Bogen G von Jacobis Wider Mendelssohns Beschuldigungen.

11            wieder mit einem Fingerhut <…> erfreut würde: die Fortsetzung der Probebogen zum Fliegenden Brief zu erhalten, 400,12

12f.          mit meinem Wust bis auf den Ruhpunct: anspielend auf Jacobi, Wider Mendelssohns Beschuldigungen, S.94f., 381,34f.

15            Rolle eines Freidenkers: im 5. Abschnitt des Fliegenden Briefs.

16            die erstgebornen Leser: N III,352,18f.

17            Postfacione: sinngemäß wohl Nachspiel.

23f.          Hahns Postill: Philipp Matthäus H., Sammlung von Betrachtungen.

27            wegen der Pyramide: wohl das Denkmal für Mendelssohn betreffend, 400,35ff.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 969: JBW II,5, S. 383-387.]

Brief 970

Antwort auf Brief 966.

403,4        Geantw: 976.

7              an unsern Buchholtz: nicht überliefert.

7f.           mit der Prinzeßinn zerfallen: Lavater zB. An Jacobi, Zürich 13.12. 1787: Der liebe Buchholtz macht durch seine Sondebarkeiten seine Freunde viel leiden.

9              heutigen Brief: JBW 1459, erschlossen; Beylage: die Fortsetzung des Fliegenden Briefs.

21f.          an Deinem Schnurrbart kämmst: 370,4.

23            Claudius schrieb mir einmahl: nicht überliefert.

24            Strangurie: Harnzwang.

404,6        ausdrücklichen Befehl: 366,2ff.

8              Verfaßer: Wizenmann.

10            großen u heiligen Mann: das Hamann-Zitat in Wider Mendelssohns Beschuldigungen, 377,26f.

12            Brief v Lavater: 393,32ff.

13f.          Deine Versicherung: 390,16f.

20f.          Tract.[atus] Th.[eologico] Pol[iticus].

22            Ohe: iam satis est.

23            Asmus u Flaccus zusammen: 390,32.

30            was Kant gesagt hat: 390,5.

31f.          noch einmahl mit seinem Verstoß gegen die <…> Logik: in seiner Rezension von Ueber die Lehre des Spinoza, Sp. 294f.

32f.          aus dem Hüme vorlesen: Essays and Treatises on several subjects, aufgenommen in Jacobi, David Hume oder <…>, 27f.

37f.          was neulich in der Hamburger Zeitung stand: Über Moses Mendelssohn <…>.

405,2        ernsthafte Gedanken über den Glauben: von Reimarus.

5              General Vorlesung: David Hume über den Glauben <…>.

6f.           daß es einen Menschen gibt <...>: Tittel, 389,36f.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, s.734-746. Zu Brief 970: JBW II,5, S. 388-391.]

Brief 971

Antwort auf Brief 967.

405,16      Beyl.[age]: 394,21.

20            Köchin: wohl eine Nichte Anna Katharina Schumachers, N III,344,20f.

26            Müller: Ernst Egidius M.

27            Hat er an Biester geschrieben: 395,24.

31            Pater peccaui: Lk 15,18.

406,3        wie mit dem Büdchen: 397,8.

18            Resultatenmacher: Wizenmann.

19            Probebogen an H.[erder].

25            Aufschub Deiner Reise: nach England.

27            in Münster: bei Bucholtz.

30            Lavateriana: Pontius Pilatus, Vermischte Schriften, Predigten.

32f.          von seiner Albertine etwas zu ahnden: 414,6ff.

34f.          ohne noth besorgt für seinen Bruder: der Pfarrstelle in Arnau wegen.

407,2        Herders <...> Schwester: C. Güldenhorn.

3              7 ten Exempl.: von Wider Mendelssohns Beschuldigungen.

4              Beyl.[age] von Lavater: 393,32f.; doch nach Bremen: 396,9.

5              Picque: Gipfel.

16            hiesiger Landpfarrer: Bobrück.

17            in Engl.[and], Fr.[ankreich] u. Holl.[and].

19f.          Amanuensem: J. B. Jachmann.

21f.          Metaphysische Grundsätze: Metaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft.

23            Siegwarts: Sum: die Fortsetzung von Sigwarts Fragmentum I. Cogito.

24            dritte Theil: der Philosophischen Vorlesungen.

26            Wink auf dem Titul: für Gelehrte, für Nichtgelehrte Denker ohne Glauben und Unglauben.

26f.          Meinen alten des Marées: mit der Schrift Gottes Vertheidigung.

27            sollen Sie: sie, Pistorius in der Allgemeinen deutschen Bibliothek, Bd. 66 (1786).

28f.          Meiner <...> Sprachlehre: Johann Werner M., Versuch einer an der menschlichen Sprache abgebildeten Vernunftlehre oder philosophische oder allgemeine Sprachlehre.

31            verschrieben: bestellt.

32f.          Statt Symbolum: 393,26f.: Schemen: Schattenbild, Maske.

34            guter Freund: nicht ermittelt.

36            Note über Lästerer: die Fußnote in Wider Mendelssohns Beschuldigungen, S. 115f., die auf Adelungs Wörterbuch, erste Bedeutung dieses Worts verweist= zerreißen, zerfetzen.

408,4        Antwort schuldig: 972.

4f.           Mit dem Lobe Kants in Beyl.[age]: passim in Wider Mendelssohns Beschuldigungen.

8f.           schlecht behandelt: durch Pistorius.

17            wegen meiner Erlaubnis: zu reisen.

28ff.         Es betrifft ein Anliegen: bis neugierig, wie Sie wißen wohl die Wiedergabe eines Dialogs.

30f.          Die Liebe fängt von sich selbst an: nach dem Gebot 3 Mo 19,18: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

33            ein Exemplar: Metaphysische Anfangsgründe?

35            ihn: Kant.

36            auf sein Zeugnis beruffen hätte: Z. 4f.

409,2f.     L.[essing]Nathan: N III,356,5; Kant bezieht sich auf Wider Mendelssohns Beschuldigungen S. 75f.

3f.           Busenfreund: Mendelssohn.

6              Note zu S. 105 <...> Zeitungen erklärt: 425,6f.

6f.           Tübingschen <…> Zeitungen: die Rezension von Wider Mendelssohns Beschuldigungen durch Schütz in der Allgemeinen Literaturzeitung und von Mendelssohns Morgenstunden; siehe Wider Mendelssohns Beschuldigungen, S. 104f.

8              Jenaische u Gothaische: Allgemeine Literaturzeitung, Gothaische gelehrte Zeitungen.

11f.          über diese ganze Sache <...> auszulaßen: Was heißt: sich im Denken orientieren.

14f.          An HE.D. Biester hätte auch ein Monitorium <...> ergehen laßen: nicht überliefert; Biester an Kant vom 11. Juni 1786.

17            in seinem Taschenbriefe: an Biester, 408,12.

20            Censoramt: 405,28.

21            letzte Seite: des Fliegenden Briefs.

22            vlt.[imum].

23            die Allg.[emeine] Bibl.[iothek]: 408,7f.; Schweizer Journal: wahrscheinlich Pfenningers Christliches Magazin, 203,29f.

24            Kant: 408,33.

34f.          durch die letzte Schrift: Wider Mendelssohns Beschuldigungen.

410,2        Brief an Herder: 972.

7f.           Claudius hat heute auch einen Gegner bekommen: Hamann selbst?

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 971: JBW II,5, S. 391-399.]

Brief 972

410,27      Brief von 1 May: nicht überliefert.

29            Prof.Mor[al] u Polit.[ik] Namens Crispus: Kraus, Professor der Sitten- und Verhaltenslehre, siehe Brief 788.

33            Einl.[age] von Ihrer <...> Schwester: 408,1f.

411,5        Direction: Stockmar.

18            Pupillen: Mündel.

22f.          Viatico: als Reisebegleitung, Wegzehrung.

24            Resultaten: von Wizenmann.

27            triumviros: Lessing, Mendelssohn, Jacobi.

27f.          im Schilde geführt: mit der Schrift Gott. Einige Gespräche.

28            Ihr Abc Buch: 401,22.

36            die fünfte Fortsetzung: des Fliegenden Briefs.

37            bis an die Morgenstunden: Mendelssohns.

412,1        wie jener Bauernjunge: eine Anspielung auf eine Stelle in Herders verlorenem Brief ?

8              Ariel aus Pemp.[elfort] <...> eingebunden: Jacobi eingeschärft.

13            Minister: Zedlitz oder Werder.

15            politischen Gefährten: eben Kraus, 410,29.

17            φφus ambulans: philosophus, einer der beiden älteren Söhne Herders.

19            Ihr [ihr] griechischer Name: Theano, in den Zerstreuten Blätter, später auch in Gott.

413,2        des Stadt u Land Physici Testimonio: Metzgers Gutachten, 368,8ff.

16f.          Schlagwaßer: aqua apoplectica, ein aus Rosmarinblüten aromatisiertes Wasser, das gegen Schlagfluß helfen soll.

27            Cynthius: Apollo aurem vellit.

28            flachen Hand <...> geballten Faust: das wortlose Ballen und Entfalten der Hand ist der Ausdruck für die äußerste Zurückhaltung des Urteils, die dem andern die Verantwortung für die Antwort zuschiebt. N III,289,23f.; N VI,37 u. 143. Auch V,216,31.

33            kein Zucker mit Zucker eßen läßt: Mendelssohn-Anspielung, 273,5.

414,2        Baroneße: von Bondeli.

415,2        φφie: Philosophie.

6              Werke offenbar werden: Jh 9,3.

Brief 973

415,20      Geantw: 979.

31            Brief v 22ten: 968.

32f.          beygelegten Fortsetzung: des Fliegenden Brief.

416,1        Briefe vom 26ten May: 970

9              Resultate: von Wizenmann.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 973: JBW II,5, S. 400-401.]

Brief 974

416,29      Reichardts Schwager: Dorow.

417,7        Resultaten: von Wizenmann.

13f.          Antwort aus Berlin: wegen seines Reisegesuchs.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 974: JBW II,5, S.406.]

Brief 975

Antwort auf Brief 969.

417,22      Geantw: Nr. 982, 981.

29            Brief v 25ten: 969.

418,10      Verfaßer: Wizenmann.

12            Laß die Berliner <...>: 400,37; Neben Sulzer: porträtiert werden sollten Leibniz, Lambert, S. und Mendelssohn.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 975: JBW II,5, S.407.]

Brief 976

Antwort auf Brief 970.

419,1        Ein klein Mißverständnis: wenn nicht die im Hause Jacobi, dann wohl die Verstimmung zwischen Bucholtz und A. v. Gallitzin, 403,7f.

6              Opfer der Verleugnung: den Namen des Verfassers nicht zu verraten.

11            Kaufmann: Fischer.

18            Von Berlin noch kein Laut: 417,13f.

35            verhudelt: verdorben.

420,7f.     Hirtenbriefe: Magnetische Desorganisation <...> nebst zwei Schreiben <...>.

8f.           Hypochondrie aus Erfahrung: in Beschreibung von Pyrmont, Band 2.

9              auf Lavaters Brief: 393,32f.

10            Versetzung nach Bremen: die L. nicht annahm und sich für Zürich entschied.

17f.          Greis <...> elend zu klügeln <...>: Anspielung auf das Gedicht von E. F.v. Gemmingen, 335,2f.

36            Asmus u Flacius so enge: 390,32 u. 404,23.

421,1        H.[erder].

6              erste Regel der Logik: 404,32.

7              lateinsche Zeitung: die Jenaer Allgemeine Literaturzeitung.

13            Das ernsthafte Ding vom Glauben: von Reimarus.

31f.          Ich habe viel zu schreiben <...>: 2 Jh 12.

33            στομα προς στομα. ἐλπιζω: 2 Jh 12, von Mund zu Mund [mit euch zu reden] hoffe ich [zu euch zu kommen].

34            den Reid: Essay on the intellectual power of man.

422,8f.     viel nicht verstehe. Warum <...> nennen soll: 405,3ff.

11            Trio: verlesen für brio, 405,5.

12            wie Heineke sagt: 142,1ff.

15            zu buchstabiren: zu entziffern.

17            oder P.[empelfort].

19            Mentor: Kraus.

423,3        bittersten <…> Feind: schon durch Golgotha und Scheblimini.

5f.           Resolue mihi hunc Syllogismum: befreie mich von diesem Schluß vom Allgemeinen auf das Besondere.

8              Calculo: Spielstein; VI Fortsetzungen: zum Fliegenden Brief.

17            Kämpfsche Ibis: wohl nach Ovids Schmähschrift Ibis, in der der Storchenvogel den Schimpfnamen abgibt für einen ungenannten persönlichen Feind. Denn, obwohl dem ägyptischen Gott Thot heilig, galt der Ibis als unappetitlich u. war mit dem Odium des Unsauberen u. Anrüchigen behaftet: er pflegte sich mit seinem besonderen Schnabel selbst zu klistieren.

19            wie dem alten φφen: [Philosophen] Friedrich II., der nicht sterben kann?

23f.          in Münster <...> überstanden wäre: die Niederkunft der M. Bucholtz'.

33f.          Te autore Te consule cet.: mit Dir als Autor, als Ratgeber etc.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 976: JBW II,5, S.408-411.]

Brief 977

Antwort auf Brief 971.

424,8        Geantw: 984.

28ff.         Hier der versprochene Brief <...> nebst einem: JBW 1421 vom 3.5.1786 und 1455 vom 3.6.1786, VI, 574/5.

31f.          gegen den Mann aufgebracht ist: vor allem durch Biesters Angriffe in der Berlinischen Monatsschrift.

32f.          S. 94 meiner Apologie: Wider Mendelssohns Beschuldigungen: Ich komme zu den Beschuldigungen, die mir allein aus der Person und Philosophie des Herrn Mendelssohn erwachsen, und ich wüßte keine schicklichere Stelle, einen Ruhepunkt zu machen- um mit der Rechtfertigung fortzufahren.

425,6ff.    Daß Kant <…> zufrieden ist <…> Tübinger Zeitung aussieht: 409,6f.

30ff.         Kein Flecken ist so klein <...> vergiften Satan: nicht ermittelt.

35            Am Morgen, eh ich Deine Broschüre erhielt: die Fortsetzung des Fliegenden Briefs.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 977: JBW II,5, S.411-413.]

Brief 978

426,33      neue Ausgabe seiner Schweitzer Geschichte: 2 Bände neu bearbeitet; Die Geschichte schweizerischer Eidgenossenschaft <…>; Von dem Aufblühen der ewigen Bünde. Leipzig 1786.

34            Er antwortet mir: JBW 1454 vom 3.6.1786.

427,9f.     Lavatern nach Offenbach geschrieben <...>: L. besuchte dort G. Ch. Tobler, der Prediger einer reformierten Gemeinde war. Von dort reiste L. nach Göttingen, 575,22f. Brief nicht überliefert.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 978: JBW II,5, S.416-417.]

Brief 979

428,14      hiesigen Zeitungen: wohl die Königsbergische gelehrte und politische Zeitungen und/oder Königsbergsche Staats Kriegs und Friedenszeitung.

15            Resultate: von Wizenmann.

28            von Alcibiades angekommenen Päckchen: 433,24.

30            Salomo: von Lavater.

429,2        Brief: 973.

18f.          Hartknoch <…> Brief von Herder: Herder Briefe V,176,32f im Brief an Hartknoch vom 15.5.1786: Inlage bitte ich an Hamann abzugeben; ich habe nicht an ihn schreiben können <…>.

21            Goschen: Göschen.

430,5        März des d.[eutschen] Mercurs: St 3, S. 193-228: Ehrenrettung der Reformation, Mittelstück zu St.2 (Februar,), S.116-141 und St.4 (April), S. 43-79: Ehrenrettung der Reformation gegen zwey Kapitel in des k.k. Hofraths und Archivars Hrn. J. M. Schmidts Geschichte der Teutschen, 6ten Band.

7              Confoederation mit der Berl.[inischen] Monatsschrift: weil beide Zeitschriften identische Themen behandelten.

8f.           Recension des Spinoza: anonym in Anzeiger des Teutschen Merkur, Januar 1786, I-III.

10            Berlinschen Recension: durch Eberhard, Mendelssohns Morgenstunden, Jacobi Ueber die Lehre des Spinoza, An die Freunde Lessings, Wider Mendelssohns Beschuldigungen, Wizenmanns Resultate und Claudius, Zwey Recensionen<…>, Allgemeine deutsche Bibliothek 68/2 1786, 311-379; auch 431,30f.

11            zweite Theil der Mimik: von Engel.

15f.          Mitgenoßen <...> Ex-bibliopola: Ex-Buchhändler F. D. Wagner.

16            Keiserl.[ingschen]: Keyserling.

17            fam[iliär] filirt ist <…> Lombardhaus: das Kredit gegen Verpfändung beweglicher Sachen gewährt.

19            Chef d'oeuvre de main de maître: Anspielung auf das Gedicht Friedrichs II.

28            Wohlthäter schreiben zu können: 981.

33            wie dem heil. Apostel: Paulus passim in Apg oder Petrus 1 Pt 2,23.

431,9        Verfaßer: Wizenmann.

24            Pflegkindes: der Fliegende Brief.

31            Berl.[inschen] Recension: 430,10.

33            Abgrund für einen Ankömmling: wie es Hamann in London ergangen war.

36            armen Ithaca: wie der irrende Odysseus.

432,3        einer der sonderbarsten Menschen: III,96,35ff.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 979: JBW II,5, S.417-421.]

Brief 980

432,20      Geantw: 987.

25            jüngsten Brief: 976.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 980: JBW II,5, S.421-422.]

Brief 981

433,23      Mein auserwählter <...> Sohn: Spr 31,2.

24            Päckchen: 428,28.

31            Surnumeraire: Beamtenanwärter.

434,13      Ihrer: ihrer.

20            Mahler: Senewald.

25f.          Ueber den Salomo <...> dritten Theil der Meßiade: von Lavater.

28            Freund: Jacobi.

30            Das Geheimnis seiner Zeit: Anspielung auf Bucholtz' Das Verhältnis zwischen drey Schwestern, 351,1.

Brief 982

433,23      Mein auserwählter <...> Sohn: Spr 31,2.

24            Päckchen: 428,28.

31            Surnumeraire: Beamtenanwärter.

434,13      Ihrer: ihrer.

20            Mahler: Senewald.

25f.          Ueber den Salomo <...> dritten Theil der Meßiade: von Lavater.

28            Freund: Jacobi.

30            Das Geheimnis seiner Zeit: Anspielung auf Bucholtz' Das Verhältnis zwischen drey Schwestern, 351,1.

Brief 983

437,24      Geantw: 991.

30            Brief vom 8ten: 976.

438,1f.     Wort der Ermahnung an den Thomas Gläubiger in Zürich: gemeint ist Lavater, besonders N III,402,29.

3              Großer heiliger Mann: Hamann nach der Apostrophierung in Jacobis Wider Mendelssohns Beschuldigungen, 377,26f.; Alexanders Liebling: Hephaestion.

10f.          Quo constantior <...>: je standhafter man sich verweigert, desto würdiger erscheint man, Zitat nicht ermittelt, eo dignius visus öfter bei Cicero.

21f.          kann nicht richtig seyn <...>: N III,400,35. Irrtum Hamanns, das Zitat könnte auf Ps 5,10 zutreffen.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 983: JBW II,5, S.430-433.]

Brief 984

Der Brief wurde zurückgehalten, 464,15.

438,25f. beyde letzten Briefe: 979, 982.

439,3f.     auf dem Halse gelegen: ausführlich geschildert 440,35-442,3.

7              L.[avater] Briefe: 424,28 und 446,2.

8              wie engelrein: d a s charakterisierende Beiwort Lavaters, seit Jacobis Schluß seines Spinozabuchs: laß mich, redlicher Lavater, mein Werk mit einem Wort aus Deinem frommen Engelreinen Munde segnen und versiegeln, S. 213 und Wider Mendelssohns Beschuldigungen, S.126.

10            Rechtfertigung: Rechenschaft an seine Freunde.

14            Das Du durch die dritte Hand: in der Zitierung Lavaters am Schluß von Wider Mendelssohns Beschuldigungen, 376,7.

20            Cr.[ispus].

440,2        Euch beiden: J. und Bucholtz.

5              gute Willen: Anspielung auf Kants Grundlegung zur Metaphysik der Sitten.

8              Freunde in Riga: J. Ch. Berens.

11            nach W.[eimar] noch W.[andsbek].

12            Nachricht: wie sein Urlaubsgesuch bewilligt wurde.

17            errorem calculi in puncto der Größe u Heiligkeit: den Rechenfehler, diese Punkte betreffend, 438,3.

17f.          Die Wahrheit <...> frey machen: Jh 8,32.

24            seiner Zeit, die eben das Rätzel ist: nach Bucholtz' Zitat in Das Verhältnis zwischen drey Schwestern, 434,30.

28            glückl.[ich] <...> angekommen bist: 452,4.

30f.          dritte Hand <...> Person und Zahl der Vertraulichkeit: 467,4f.

33            Einl.[age] vom 29 pr.[aecedenti; praeteriti; prioris]: 988.

34            schrieb ich an Hartknoch: 994.

36            guten Willen: gesperrt, da auch Anspielung auf Kants Grundlegung.

441,1f.     Nachahmung vielleicht des Alcibiades: einer Schenkung an Hamann wie Bucholtz es tat, 482,3f.

4f.           Gen.[eral] Isabel: Administration.

9              Frankfurter Denkungsart: wahrscheinlich: zu berechnend, geschäftstüchtig.

15f.          Intereßen: Zinsen.

16            dritte Freund: Bucholtz.

33            hatte ingrossiren laßen: gemeint: hätte eintragen lassen.

442,3        Meine infarctus: 368,10ff.

6              wie Fontaine vom Baruch: La Fontaine habe, nach einem Bericht des jüngeren Racine, von der Lektüre begeistert, alle Freunde nach dem apokryphen Buch Baruch gefragt, N II,187f.

11            güldene Ader: Hämorrhoiden, nach Kämpf in Wechselwirkung mit Hypochondrie.

13f.          auf diesen Weg des Genies und Sitzleders Verzicht thue: Genie= Fleiß und der Hosenboden.

14            Antwort nach Riga: für Hartknoch.

22            Engl.[and].

28            Sphincter: der Schließmuskel.

30            Resultatenmachers: Wizenmann.

31            Berl.[inische] Monatsschrift hat den Hierophanten Stark in der Mache: im Februar 1786 anonym, S. 127-154: Beweis, daß das Buch St. Nicaise der Religion, allen öffentlichen Staaten und auch den guten Sitten zuwider sei. Juli, S. 44-100: Noch etwas über Geheime Gesellschaften im protestantischen Deutschland.

32            hat Dich recensirt: Allgemeine Literaturzeitung 109 (Mai 1786), Sp. 249-254, und 113 (Mai 1786), Sp.281f., Jacobis Wider Mendelssohns Beschuldigungen zusammen mit Mendelssohn An die Freunde Lessings, der Vorbericht von Engel, Moritz´ Artikel und Bericht Reichardts.

443,3        Gefährtin: Lene J.

3f.           unverschämten Auftrag: 436,28ff.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 984: JBW II,5, S.434-441.]

Brief 985

443,11      HE. Geheimen Raths: Jacobi.

23            statt tragischer muß tropischer: N III,355,7.

25            jüdisch-welsche <…>: N III,366,25.

29            Mit-correctors: Kraus.

444,9        Beyl.[agen] aus der Schweitz: Lavaters Briefe, 446,2.

445,3f.     nach dem Sohn des HE G.[eheim] R.[ath]: Georg Arnold Jacobi.

11            Ihren: ihren.

112f.        Arzt hilf dir selber: Lk 4,23.

31            gute Zeitungen aus Münster: Nachrichten von der bevorstehenden Niederkunft M. Bucholtz´.

37            meine Antwort: auf 977 (424f.) mit 984 und 993 (464,14f.).

446,6-24   ursprünglicher Entwurf, erwogen (einzufügen zwischen N III,398,4 u. 5), dann verworfen, 449,23f.

16            David Virtuoso <…> Capellmeister: Reichardt, Kapellmeister Friedrichs II.

17            Leviathan: Hi 3,8, 40,25; Ps 74,14; Jes 27,1 und Thomas Hobbes; attischer Cyropädist: Xenophon; welscher Quietist: Epikur, N III,224,11f.

27            Resultatenmacher: Wizenmann.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 985: JBW II,5, S.441-445.]

Brief 986

Antwort auf 974.

447,34      Anrede an Lavater: N III,400,28ff.

448,2        Resultate: von Wizenmann.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 986: JBW II,5, S.456-459.]

Brief 987

448,16      Ihre Einlage vom 16 d.[ieses Monats]: 980.

449,10f.    Gott ist getreu: Esr 9,15, 1 Ko 10,13.

12            ins Gelach: 366,14.

17            Maske eines Predigers <…>: in Golgotha und Schebimini.

21            Bidental: geweihte Stelle, wo der Blitz einschlug.

23            Gott ist groß und unbekannt: 446,6-24.

29            Hyphen: Zusammenziehung zweier Wörter zu einem Kompositum, dann auch der dabei verwendete Bindestrich, N III,372,16.

31f.          verkannt für verkennt: N III,380,25.

36            Buchdrucker: Eyrich.

450,1        Resultate: von Wizenmann.

3              Was Imo gesagt: nicht ermittelt; unter dem Pseudonym wird Johann Friedrich von Meyer, Theologe, Jurist, Bürgermeister von Frankfurt/Main geführt. Von den Lebensdaten 1772-1849 dürfte er hier ausscheiden.

12            Ihren Gegenden <…> aufhalten: Osnabrück und Hannover.

16f.          Entwicklung des Systems der Weltbürgerrepublik: von Göchhausen.

18            alter Verleger: Hartknoch.

26            domestica: Häusliches, Privates.

451,13      cunctando oder peremtorie: zögernd oder vernichtend.

24            nach Pf. u W.[eimar]: Pempelfort, wohl Irrtum Hamanns, der Münster meint, oder meint er den ihm namentlich noch unbekannten Wizenmann, der in P. lebt?

26            gegen Markart: gegen Marcards Aufsatz Magnetische Desorganisation mit Johann Caspar Lavaters Rechenschaft.

26            seinen Geist: H. Cor(r)odi, Lavaters Geist aus dessen eigenen Schriften gezogen.

28            Dedication <…> an <…> Hill: Fünftes Bändchen. Dem Wanderer Hill zugeeignet.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 987: JBW II,5, S.460-466.]

Brief 988

452,3        Brief von Dover: nicht überliefert.

14            Brief vom 19ten: 982.

16            Einschluß an Herrn Buchholz: 981.

21            salientori mica: N III,382,15, salienti mica.

29            Drucker: Eyrich.

36            Geantw eodem: 993.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 988: JBW II,5, S.459-460.]

Brief 989

Antwort auf Brief 985.

453,3        Geantw: 996.

7              Buchdrucker: Eyrich.

17            Brief aus London: 986.

18            wie Sie sehen werden: 448,4.

24            Berliner Direction: 435,30.

30            Sie haben <...> zu wißen verlangt: 444,20f.

454,1        Vorrede zu seiner Apologie: Wider Mendelssohns Beschuldigungen V.

7              Haupt Thema: Die Resultate <…>: diese, nicht der Vernunft, sondern der Philosophie trozzende Wahrheit ist es, was den Streit zwischen Vernunft und Glauben von Grund aus schlichtet.

12            Ihre Anfrage: 445,3f.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 989: JBW II,5, S.467-469.]

Brief 990

454,31      L.[ieber] V.[erehrter] H[err]!

455,20ff.   wunderlichen <...> dem Mikroskop bekannten Manne: Ph. M. Hahn.

34            Kaufmanns: Johann Abraham Siebel; kleine Schrift: vielleicht: Göttliche Entwicklung des Satans.

Brief 991

456,19      Resultate: von Wizenmann.

25            letzten Brief: 983.

457,3        güldene Ader: IV,183,31.; 442,11.

17            Brief aus Weimar: von Herder, nicht überliefert, 510,27.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 991: JBW II,5, S.477-478.]

Brief 992

459,5        Aprilgeschickt: N III,366,28.

13            nach Rechts wegen: N III,362,2f.

16            halber heißen: N III,366,27.

18            μανϑανοντα: N III,370,2, das, was man gelernt, verstanden hat.

20            Buchdrucker: Eyrich, 460,3.

26            Carton: Ersatzbogen.

460,18      Verf.[aßer] der Resultate: Wizenmann.

25            Kants seines ignorieren: schriftlich formuliert in Was heißt: sich im Denken orientieren: Kant sehe -in der Mendelssohn- und Jacobischen Streitigkeit, vornehmlich durch die nicht unbedeutenden Schlüsse des scharfsinnigen Verfassers der Resultate die Gefahr eines „Umsturzes“ grundlegender Bedingungen und Voraussetzungen philosophischen Denkens (R. Wild, Nachwort des Nachdrucks von Th. Wizenmann, Die Resultate
<…>
. Hildesheim 1984, S.5*f.). Später dann in Kritik der practischen Vernunft, S.259 Fußnote über Wizenmanns Aufsatz im Deutschen Museum Februar 1787: An den Herrn Professor Kant von dem Verfasser der <…> Resultate.

30            Die Entwicklung des Systems <...>: von Göchhausen.

31            Critick dieser Schrift: Der Teutsche Merkur. St.5. (Mai) 1786, S.176-190: Revision des Buchs: Enthüllung des Systemes der Weltbürger-Republik.

36f.          Lavaters Gespenst: H. Cor(r)odi, Lavaters Geist aus dessen eigenen Schriften gezogen.

461,2        ohne Zweifel veranlaßen wollen: Nicolai, Johann Caspar Lavaters Geist, aus dessen eigenen Schriften gezogen. Berlin/Stettin 1786.

4              Theogonie des blinden Glaubens: von K. L. Reinhold, Der Teutsche Merkur. St. 6, 2. Vj. (Juni), S.229-242: Skizze einer Theogonie des blinden Glaubens; Nikolaitische Abfertigung: von K.L. Reinhold, Auszug einiger neuerer Thatsachen an Herrn Nikolais Untersuchung der Beschuldigungen des Herrn Prof. Garve, S.270-280.

5f.           Warnung gegen den Gebrauch <...> Anzeiger LXXXVII. Winke für gute Fürsten, Prinzenerzieher und Volksfreunde. Von Martin Ehlers, Professor der Philosophie in Kiel, Beschluß der Ankündigung: Vielleicht würde der V. selbst die so sehr gemisbrauchten Ausdrücke Glaubensartikel und Glaubensbekenntniß vermieden haben, wenn ihm die Beschuldigung eines projektirten philosophischen Papismus, die Männern von seiner Denkungsart gegenwärtig immer lauter gemacht wird, damals schon bekannt gewesen wäre.

6              Philosophischer Papismus: aus Jacobis Wider Mendelssohns Beschuldigungen <…>, VII,20,7f.

8ff.          haben die Jenaer <...> vorgeladen: in der Allgemeinen Literaturzeitung 125 und 126 die Rezension der Resultate, durch Schütz.

13            des Verfaßers Vertheidigung des Historischen Glaubens: durch Wizenmann.

16f.          in der Fabel mit dem Nagen: wohl Aesops Das Wiesel und die Feile.

20            Johann Georg: 445,3; 454,12: Georg Arnold Jacobi.

462,8        wie der Wirt im Götz v. Berlichingen: 1. Akt, 1. Szene, Schwarzenberg in Franken. Herberge.

18            lucida intervalla: helle Momente.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 992: JBW II,5, S.478-483.]

Brief 993

464,9        Kaufmann: Fischer.

12            Resultate: von Wizenmann.

14            Einlage: 984.

15f.          leergebliebene Seite des Papiers vollkritzelte: 440,26ff.

16f.          Brief zu beantworten: an Hartknoch, 994.

465,4        etwas für die Berl.[ische] Monatsschrift: Was heißt: sich im Denken orientieren.

4f.           das Mendelssohnsche Orientiren: in den Morgenstunden 305f; Fußnote 313f.

6              unser Freund und sein Apologist: Jacobi und Wizenmann.

8              rasenden Innhalt und Aufzug gegen den alten Hierophanten Stark: in der Berlinischen Monatsschrift, August 1786, S.183-95, anonym: Geglaubte Neigung der Protestanten zum Katholizismus, 494,2f. Der Hauptvorwurf lautete, St. sei Jesuit der vierten Klasse, d.h. durch sämtliche vier Gelübde gebunden und mit päpstlichen Sonderaufträgen betraut. Gegen diese abscheuliche <...> Beschuldigung rief St. gerichtlichen Beistand an, aber er verwahrte sich nicht mit gleicher Schärfe gegen den zweiten Anklagepunkt, daß er <...> auch in seinen Predigten vom Priesterthume einfließen lasse. Die Worte geschickt auswechselnd, beteuerte er nur, daß er durchaus nicht den Katholicismus in seinen Predigten zu verbreiten suche, und dementsprechend richtete er seine literarische Verteidigung Über Krypto-Katholicismus, Proselytenmacherei, Jesuitismus, geheime Gesellschaften (1785) ein. (Manegold, 100).

11            gewesenen Beichtvaters: eben Starck.

14f.          gute Nachricht aus Münster: 445,31.

466,3        Versuch über den Ursprung: Über die Quellen der menschlichen Vorstellungen.

29            dem M.[endelssohn]: 276,17ff.

32            betrifft das Pfuy! Pfuy! meiner Zöllnerschaft: N III,300,12f.

36            beyden Briefen des Lav.[aters]: 446,2.

467,10      Freunde: Hartknoch, 440,34ff. und 994.

25f.          zurückgehaltnen Brief: 984.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 993: JBW II,5, S.484-486.]

Brief 994

467,27      Ihr Schreiben vom 20 Jun.: nicht überliefert.

468,6        meinem Kinde: Magdalena, 441,34f.

8f.           guter Wille <...> guten Willen: gesperrt: Anspielung auf Kants Grundlegung.

24            Wohlthäter in M.[ünster].

33            fuga vacui: Flucht vor der Leere.

36            Jacobi: Friedrich Konrad J.

469,1        Baroneße: v. Bondeli.

6              unter Ihrer Aufsicht: ihrer, also der Baronesse v. Bondeli.

27            das Gesetz und die Propheten: Rö 3,21.

33            Unterhändler: Schenk.

34            4ten Correcturbogen: des Fliegenden Briefs.

470,4        Tante: v. Bondeli.

11            Er ist <...> angekommen: F. H. Jacobi.

27            wie unser Freund <...>: eben Hartknoch.

30            Halssachen: Sache von Wichtigkeit u. Gefährlichkeit (die man auf dem Hals hat).

35f.          Mit diesem Argus kann der Mercur bald fertig werden: Ovid (Metamorphosen I,624ff.) erzählt, Argus, der voller Augen war, sei von Juno als Wächter der von Jupiter begehrten u. in eine Kuh verwandelte Io eingesetzt worden. Jupiter, der Io gerne befreien wollte, schickte Mercur, den Argus zu überlisten. M. verwandelte sich in einen Hirten, der so lieblich auf seiner Flöte blies, daß der immerwache A. einschlief. Wie Jupiter befohlen hatte, tötete M. den A. und stieß ihn den Felsen hinab.

471,4        Willkommen und Abschied!: eine Anspielung auf Goethes Gedicht aus dem Frühjahr 1771, 1. Druck in Iris, 1775, aber ohne den späteren Titel.

10            pica zum Buch: ein Seelenhunger, 230,19.

14            mein Arzt: Miltz.

20            beantw: nicht überliefert.

Brief 995

471,32      hier gebliebene Schwester: Charlotte J.

472,4        in der Armida: von Ch. W. Gluck oder G. F. Händel.

21            Paulskirche: die Londoner St. Paul´s Cathedral.

26            Resultate: von Wizenmann.

28            2.mahl an ihn geschrieben: ein Brief JBW 1423.

473,1        unzusammenhängenden Rhapsodie: 461,18-463,35.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 995: JBW II,5, S.486-491.]

Brief 996

474,20      Brief aus Münster: nicht überliefert.

21            Geistl.[ichen]: nicht ermittelt.

23            würdigen Oncle: Johann Friedrich Jacobi.

27            heutigen Sonntagsevangelio: Petri Fischzug.

28            damaligen Prediger: J.R. Pittius (JBW II,5,493).

29            Iß den Brodt mit Freuden <...>: Pr 9,7.

475,1        A.[lter] u. N.[euer] Styl: 11 Tage Unterschied zwischen dem Julianischen und Gregorianischen Kalender

3f.           May der lateinschen Zeitung: die Wizenmann-Rezension der Resultate in der Allgemeinen Literaturzeitung, Nr. 126 (Beschluß des Nr. 125 abgebrochenen Artikels), S. 385-392.

5              kleinen Betrug spielen: 489,24.

9              lateinsche Recensent: Schütz.

12            Freund Sch.[enk] T[iro].

13            Brief meines Jonathans: 986.

14            Brief des Autors in Pempelfort: Wizenmann, 990.

15            erfreul.[iche] Nachrichten: von der Geburt des Sohnes Bucholtz´.

23            sein Wirth: E. E. Müller.

28            Antwort nach Münster: 997.

30            vierten Bogen: des Fliegenden Briefs.

476,1        à batons rompus: vom Hundertsten aufs Tausendste kommen.

4f.           Aenderung meines Entschlußes: zu reisen.

20            Direction: Stockmar, Launay de la Haye u. Grodart.

25            vorjährigen Petito: 839.

28            Erlaubnis auf einen Monath: 433,28f.

477,26      meine Freunde: vor allem Jacobi, Bucholtz, Herder.

27f.          A.B.C. <...> muß auch D. schicken: die Druckbogen des Fliegenden Briefs.

33f.          für das Gute, <...> Hill gethan: 17,9ff.

478,1        Crispus: Kraus.

2              nach Oberland: auf von Auerswalds Gut in Faulen.

4              3 kranken Brüdern: eben Hamann, Steudel, Kraus.

8              jüngsten verlornen Sohn: Bogen D des Fliegenden Brief.

10f.          Experiment à posteriori: die Kämpfsche Kur mit Einläufen.

14f.          Weg hat Er allerwegen: Str. 4 des Kirchenlieds von Paul Gerhardt Befiehl du deine Wege.

20            die ihnen Horatz zuschreibt: in Sermones, liber I 3,1ff.: Omnibus hoc vitium est cantoribus, inter amincos/ ut numquam inducant animum cantare rogati: Alle Sänger haben diese Unart: werden sie im Freundeskreis um ein Liedlein gebeten, so lehnen sie ab. Unaufgefordert können sie kein Ende finden (W. Schöne).

21            Lavaters Wallfahrt: nach Dessau, 491,7f.

25            Schrift über den Ursprung Natur und Fortgang der heil.[igen] Wißenschaft: A. F. Ursinus, Ursprung, Natur und Fortpflanzung einer heiligen Wissenschaft, Schrift und Sprache <…>.

28f.          Compilation über die leidende Kraft des Menschen: von C. Th. von Dalberg.

30            quis? <...> quid: Non quis? sed quid? ist das Motto auf dem Titelblatt von Wizenmanns Resultaten.

32            Nachbar: Wizenmann, der auf Einladung Jacobis in Pempelfort lebt.

34            In dem Schulgange: 455,1ff.

479,1        an diesen Gast niemals gedacht: da Jacobi vorgab, den Verf. der Resultate nicht zu wissen.

17            Bachmanns Mund: lies Rund: Bachmanns Geschichte <…> Runds. Christoph Bachmann ist das Pseudonym L. Ch. Sanders.

18            in dem gräflichen Haus: der Reventlows.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 996: JBW II,5, S.492-497.]

Brief 997

479,26      Mein auserwählter <...> Sohn: Spr 31,2.
27             Ihren Brief: nicht überliefert. 
480,11 
  Geistl.[ichen]: 474,21f.

13            Petri Fischzug: Lk c. 5,1-11.

33            jüngsten Autorschaft: des Fliegenden Briefs.

481,9        infarcirten Eingeweiden: 368,10ff.

19f.          Die Pfuy! Pfuy! von Golg.[atha] und Schible.[mini]: 466,32f.

482,8        Er schrieb mir: nicht überliefert, 467,27.

10            habe ich geantwortet: 994.

25            gute Wille: Anspielung auf Kants Grundlegung.

30            ersten beyden: Klistiere.

34            güldene Ader: IV,183,31.

483,6        Alles was die Gnädige Fürstin in der Sache thun kann: von Gallitzin, über ihren Bruder von Schmettau, für Hamanns Reisegesuch.

13            Freunde: die Familie Berens.

14            Seegen St. Peter: 480,13, eine Art „Menschenfischer“ zu sein im Schließen von Freundschaften.

31            der ins Verborgene sieht: Mt 6,4 u.18.

35f.          ersten Brief <...> aus Engl.: 986.

484,4f.     die Resultate <…> hat sich <...> entdeckt: Wizenmann, 990.

17f.          Altflicker Zimmermann setzt den Termin <...> aus: der Arzt Friedrichs II. und seine Auskünfte über den vermuteten Tod.

485,1        hat noch seine Julie auf seinem Herzen: Anspielung auf Rousseaus Nouvelle Héloise? nicht ermittelt.

28            Ehpaar: Cormann; Freund Dr.[uffel].

28f.          Arzt hilft dir selber: Lk 4,23.

Brief 998

486,5        Geantw. eod.: 1003.

7              Schreiben vom 13ten Juni: 978, 426,20ff.

8              Empfang des Ihrigen: 991.

28            Drucker: Eyrich.

33            Reisegefährtinn: Lene J.

487,2f.     letzten Briefen vom 11ten und 15ten: nicht überliefert.

12            Station in Cölln: Dohm, Geh. Kriegsrat im preußischen Außenministerium, war bis 1795 Gesandter in Köln u. Aachen.

17f.          Berliner Süfficance: Wider Mendelssohns Beschuldigungen, S.13f.: Was Mendelssohn dazu sagt, davon lassen Sie mich künftig, was ich wissen darf, erfahren. Ich erwarte eben nicht den besten Dank von ihm für meine Mühe, weil meine Art zu sehen von der seinigen etwas verschieden ist, und die Morgue berlinoise, das dort eingerissene Meisterische süffisante Wesen, wovon auch Mendelssohn nicht ganz unangesteckt geblieben ist, dergleichen nicht verträgt.

19            allgem.[eine] D.[eutsche] Bibl.[iothek].

19f.          Biesterschen Journals: die Berlinische Monatsschrift.

29ff.         Das Epigramm <...> in Berlin selbst verachtet: Wider Mendelssohns Beschuldigungen, S.100 Fußnote; siehe den Brief J. E. Biesters an Kant v. 11. Juni 1786: <...> gar die armselige u. noch dazu ganz falsche Anekdote von dem Epigramm in den Zeitungen, das Nikolai so wenig als ich u. Sie gemacht hat, sondern das ein Impromptü des hiesigen Polizeipräsidenten Philippi am Tisch des Gouverneurs war. Das Epigramm lautete: Es ist ein Gott, das sagte Moses schon/ Doch den Beweis gab Moses Mendelssohn. Vermutlicher Verfasser ist A. G. Kästner.

32            die Resultate: von Wizenmann.

488,9        nach London geschrieben: nicht überliefert.

23            nach Münster und Weymar: für Bucholtz und Herder.

26            jemand von Münster: 493,26, nicht ermittelt.

29            junge Ehepaar: wohl Bucholtz.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 998: JBW II,5, S.503-504.]

Brief 999

488,33      zuvorkommendes Vertrauen: in Brief 990.

489,10      Freund: Brahl, 428,16ff.

16            meinem Freunde: Jacobi.

19f.          angewiesene Stelle S. 184: Da uns nun das Verhältnis eines Gottes zur Welt gänzlich unbekannt ist, so fehlet uns die Bedingung zum Erweise seines Daseyns, so können wir von dieser Thatsache nicht gewiß werden, als so, daß sie für uns Thatsache wird, d.i. durch Erscheinung, Begebenheit, Offenbarung und Zeugnis. Auf alle transcendente Erkenntnis Gottes. Auf alle Begriffe à priori von seinem Daseyn und seiner Natur müssen wir also Verzicht thun, so lange wir Menschen sind. weil wir von Thatsachen, die einzig in ihrer Art sind, nur thätlich unterrichtet werden können.

24            Freund: Kraus, 531,35f.

26            Urtheil der lateinschen Zeitung: die Rezension der Allgemeinen Literaturzeitung v. 11. Februar 1786.

29            Mißverständniße: am Schluß der Resultate findet sich die Wendung zu einer eschatologische Hoffnung, die Hamann wohl wegen des unscharfen Geschichtsbegriff bedenklich stimmte, als er las: mit der Geschichte des Menschen rücke seine Erkenntnis fort, und es ist politisch wie theologisch wahr, daß die wahre, eigentliche Erkenntnis nur in dem Grade transcendenter werden kann, in welchem es die Geschichte wird. Die Geschichte folgt uns nach bis in eine andere Welt. und sie allein kann das που στω jeder weitern Entwicklung seyn.

33            Ihre Prüfung: ihre.

36            Krankheit zum Tode: Jh 11,4.

490,7        materia peccans: der Stoff, der in mir sündigt.

8              ersten Schrift: Göttliche Entwicklung des Satans durch das Menschengeschlecht.

10f.          raisonnirenden Bücherverzeichnis: hg von Hartung.

12            Prediger aus Tilsit: J. G. von Lauwitz.

14            ihrer ersten Schrift: Ihrer.

19f.          wie Pope <...> God mend: wahrscheinlich ist Essay on Man III,310 gemeint: And all of God, that bless Mankind or mend. Hamann sieht allerdings den Gegensatz von bless und damn, der nicht original ist.

22            φφie: Philosophie.

34            Freund in Richmont: Jacobi.

37            wie ein wankend Rohr im Wind: Mt 11,7; Lk 7,24.

491,3        Ihres lieben Hahn: Philipp Matthäus H., 455,20ff.

7              wallfahrenden Evangelisten: Lavater.

32            Wer zu viel Honig ißt: Spr 25,27.

492,1        keinen andern Geist als den Buchstaben: Umdeutung von 2 Ko 3,6.

2              nichts nehmen, es werde ihm denn gegeben: Jh 3,27.

3ff.          und wem Ers giebt <...> errettet vom Sterben: Str. 4 (leicht abgewandelt) des Kirchenlieds von J. Agricola Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ.

10            Baum der Erkenntnis: 1 Mo 2,9 u. 17.

12            blähen mehr: Hi 15,2. 1 Ko 13,4.

Brief 1000

492,22      Briefes vom 12ten: 993.

23            Briefe Ihres Jonathans vom 18ten July: JBW 1508, Richmond, 18.7.186.

493,2        Gastfreunde: Reventlow.

4              wie ehmals den Propheten Habakuk: StD 2,35.

7f.           Brief der Direction: 435,21ff.

21            Uebersetzung des Alexis: von Hemsterhuis.

22            Brief von der Fürstinn: nicht überliefert.

26            Münstersche Officier: 488,26.

31            Ihre Nachricht: 465,4f. Was heißt: sich im Denken orientieren?

32            Verf.[aßer] der Resultate: Wizenmann.

34            Moral- Theologie: in der Kritik der reinen Vernunft und Grundlegung zur Metaphysik der Sitten.

494,2        Ihr Urtheil: 465,8.

8              einem von Witzenmanns Freunden: Ph. W. G. Hausleutner.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 1000: JBW II,5, S.505-507.]

Brief 1001

495,16f.    erhielt Ihre traurige Anzeige: vom Tod des Sohns, nicht überliefert.

17f.          den 5 mitgetheilt: nicht überliefert.

20            Ausspruch: u.a. Mt 5,3. 19,14.

496,10      menschenfeindlichen Stab des Tarquinius Superbus: der Menschen wie Mohnköpfe köpft, nach Liv. 1,54.

11            Laßt die Kindlein zu mir kommen: u.a. Mt 19,14.

35            Sprühl: engl. sprue, im Osnabrückischen Sprüf: Kinderkrankheit, „sonderlich der saugenden Kinder, wenn der Mund inwendig und der Schlund mit <...> Blattern bedeckt wird“ (Grimm, Bd 16, 2797).

497,4f.     Davids Verhalten <...>: 2 Sm 12,19-24, bes. 22f.

20            Hiob bekam alles doppelt wieder: Hi 42,10 u. 13.

36            Antwort von Hartknoch: nicht überliefert.

36f.          guten Willen <…> reinen Vernunft: Kant anspielend.

498,1f.     Briefe von <...> Kraus: nicht überliefert.

2              gemeinschaftl[ichen]. Freunde: von Auerswald.

6              vierten Probebogen: des Fliegenden Briefs.

15f.          wie Hiskias sagt: Jer 38,15.

18f.          materia peccans: 490,7.

22            wie St. Paulo mit dem Thun: Rö 7,15-19.

37            im babylonischen Dialect: im berlinischen des Antwortschreibens.

499,6        momenta luciada: lichte Momente.

17            fainéantise: Faulenzerei.

20            Paraclet: Tröster, nach Jh 14,16. 1 Jh 2,1.

28            durchreisender Freund: Mayer mit Sprengel, 501,25f.

30            Man hält <...> für den Verf.[asser]: der Resultate.

37            zurückgebliebene Brief: von Schenk, 998.

500,4        auf Crispi Aufträge: von Kraus, 498,3.

7              junge Paar: Cormann.

Brief 1002

500,25      würdigen Paar: Auerswald.

26            Dom.[inica] V. p[ost] Tr.[initatem =16. Juli] <…> Fischzuge Petri: 480,13.

28            unsern Jacobi: Friedrich Conrad.

29ff.         Brief aus Wien <...> Backofenverwalter: 253,10ff.

32f.          Berg Zion: die Verheißungen des Buchladens.

33f.          göttliche Entwicklung des Satans: von Wizenmann.

501,4ff.    gegen die Groß Mama <…> Kapitel aus dem <...> Sirach: wohl die Kapitel 31,12-41 und 32,1-18.

7              belobten Mahler: Sennewald.

10f.          Abhandl.[ung] über die Racen <...>: Kant, Bestimmung des Begriffs einer Menschenrace.

12            Pfeffermüntze: u.a. 498,33ff.

14            Nachbarn: Miltz.

16            Dom[inica] VI: nach Trinitatis: 23.Juli 1786.

20            andern Röhre <...> unser Critiker: V,36,1ff.

22f.          ältesten <…> Freund: Hennings.

24            Zufall: Anfall.

25            Dienstag war Jacobi: Festtag des heiligen Jacobus, 25.7.

27f.          nebst 2 poetischen <…> Schriften: Marées und Masius, 532,33f.

29            doppelsinnig berühmten Masius: weil er ihm 2 Bücher mitbrachte, 532,33ff.

35            Unser Graf: von Keyserling; Hayn Mamre: u.a. 1 Mo 13,18.

502,2        nachbarl.[ichen] Arztes: Miltz.

6              erst dies Jahr bekannt: 515,12ff; 509,11f.

7f.           Feyer Deßelben à Asmus: in seinen Gedichten über den Geburtstag, z.B. Geburtstag, sei mir willkommen, Zum Geburtstag.

9              Heftgelde: Heftelgeld, Trinkgeld für weibliche Bedienstete.

19            Außer ihrem: Ihrem, 498,1f.; aus Münster: 495,17.

20            Ende der Freude: der Tod von Bucholtz´ neugeborenen Sohn.

22            solcher ist das Himmelreich: 495,20.

29            längste Brief war aus Riga: 497,36.

35            Kayserin: Katharina von Russland; gräfl.[iche] Haus: Keyserling.

37f.          in Graventihn und Dähnhofstädt: bei Deutsch und Hippel, 411,16.

503,2        Ihnen nicht unbekannten Obern: wohl Gräf und Crichton, 304,5.

4              HE. Oberhofprediger: Schultz.

5              Ihren Brief: 500,4f.

11            Hayn Mamre: 501,35.

13            Zwey Wanderer: vermutlich Nicolovius, R. Hippel, 515,28.

14            Dom[inica] VII: 30. Juli.

15f.          nach Arnau: wo Hippels Bruder Gotthard Pfarrer ist.

18            kranken Freunde: Hennings.

19            Pflegeltern: E. E. Müller u. Frau.

31            meinen Wanderer: E. Ch. F. Mayer.

34            Hauspostill: wahrscheinlich von Ph. M. Hahn.

36            Bogen D: des Fliegenden Briefs.

504,2        Commissarius perpetuus: Sommer.

5              kranken Freund: Hennings.

9              Candidaten: Ollech.

18            Ihr Brief: an Steudel, 498,3.

19f.          In Dessau: von Häfeli; wird Herder für den Verf. <...> gehalten: 499,30.

22            Könige in Taurien: Taurien: Krim. Grigorij Alexandrowitsch Potemkin, Günstling der Zarin Katharina II., hatte 1783 die Krim unterworfen und regierte samt seinen potemkinschen Dörfern seit 1787. Quelle des Gerüchts waren offenbar jene Zeitungen von Z. 8.

23f.          Augustus anhebt <...> keine Neuigkeit: ein Schleiersatz, der sich mit den vielsinnig zitierten Epitheta Friedrichs II. (Augustus, Maecen) auf seinen seit Monaten erwarteten Tod bezieht, der am 17. August eintrat; im August hatte sich wohl verbreitet, dem an Wassersucht und (wie u.a. Graf Mirabeau von seinen Besuchen im Januar und April berichtete) an schwerer Atemnot leidende König sei ein Kollaps begegnet.

25            Maecen: Zedlitz.

26            Einnehmer: Brahl.

32            ως εν παροδῳ: wie im Vorübergehen.

34            bis auf den 17 p.[raecedenti] zurückgehen: 500,27.

37            den 27 c.[urrentis] nicht zu versäumen: Hamanns Geburtstag.

505,2        Auditor Anacharsis: Johann Michael als Zuhörer wie Anacharsis, ein skythischer Fürst, der zur Zeit Solons aus Wissenstrieb in Athen weilte, 515,27f. Diogenes Laertios beschreibt ihn im 8. Kapitel seiner Leben und Meinungen berühmter Philosophen.

3              nomine omnium: im Namen aller.

6              über den Bau: 506,18 u.524,10f.

14            HE Kriegsrath: Scheffner.

16            nach Trutenau: die Kantersche Papiermühle zu besuchen, 531,11, 516,9, 524,13.

23            dicken Brief: 998.

26f.          Magazin zur Geschichte <...>: Preußische Nationalblätter.

28            auswärtig gedruckt werden muß: 525,10f.

30            Briefe von Riga: von Hartknoch, nicht überliefert.

36            Dohm <...> nach Cölln gegangen: 487,12.

506,1        Epigramm auf den alten u jungen Moses: 487,29ff.

5              Herausforderungen des Exministers: von Braxein, 363,20ff.

7f.           neusten Statistick des Vaterlandes: in Mangelsdorfs Nationalblättern.

9              Maecen: von Zedlitz, Z. 19.

10            ciuiliter mortuus: nach bürgerlichem Recht tot; akademischer Freund: Hennings.

19f.          erhalte einen Brief: nicht überliefert.

22            gnädigen Herrschaft: von Auerswald.

26            nach Petersdorf: zu Scheller; traurige Geschichte: 516,21ff.

29            Rochau: Rochow.

Brief 1003

507,5        Ihren Brief: 1000.

8              dicke Brief: 992, 505,23.

16            dritten Brief: 998 mit Druckbögen.

20            traurige Nachricht: nicht überliefert.

22            mit gestriger Post geantwortet: 1001.

22f.          von dort aus: unter Einsatz der Fürstin Gallitzin und ihres Bruders von Schmettau.

24f.          Jonathans kranke Augen: 486,30; 510,8.

26            Vorsehung bis auf unsere Haare: u.a. Mt 10,29f.; Lk 21,18.

30            Sperlinge: Mt 10,29.

32            wegen der Druckfehler: 494,24ff.

508,4        mein Namensgenoße wider erholt: 494,36.

11            moliminibus der güldenen Ader: Beschwerlichkeiten,442,10ff.

18            Eilfertigkeit der Rückreise: 493,20f.

19            quamdiu <...> quam bene: wie lange <…> wie gut, Seneca ad Lucilium.

23            Domin.[ica] VIII: nach Trinitatis, 6. August.

26            Fischzug <…> ohne <…> evangelisches Wunder: nicht wie Petri Fischzug.

28            Schiffbruch: 288,8 und 330,34.

30            Resultate: von Wizenmann.

36            hiesiger Geistlicher: nicht ermittelt.

509,1        Tage Jacobi: 25. Juli 1786.

2              Freunde: E. Ch. F. Mayer.

5              Nachbar W.[izenmann].

8              Aposteltag: Jacobi, 25.7.

11f.          ersten Geburtstag meiner Hausmutter: 502,5.

9              einen Besuch nach dem anderen: 501,25ff.

15            Freunde: Hennings.

23f.          daß Nicolai Verf.[asser] des Sinngedichts seyn sollte: 487,29ff.

28            gewesene Patient: Johann G. Jacobi.

33            Einl.[age] aus Riga nach Weimar: von Hartknoch für Herder.

33f.          seit dem 8 pr. eine Antwort schuldig: 510,27.

510,13      zurückgebliebene Briefe: 447,5f.

16ff.         Briefe aus Riga: von Hartknoch, 505,30ff., nicht überliefert.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 1003: JBW II,5, S.508-511.]

Brief 1004

510,27      Monitorium: nicht überliefert.

28            zweyte Sammlung: der Zerstreuten Blätter; Chef d'oeuvre: Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit.

30            aliis inferiendo: wohl verschrieben für inseriendo: durch Aufpfropfen auf anderes.

511,3        Fischzuge Petri: Lk c. 5, 1-11.

7              Surnumeraire: Beamtenanwärter.

11            Einl.[age] aus Riga: von Hartknoch, 509,33.

13            so viele Proselite: nämlich Kant u. S. Courtan.

16            In Münster: durch die Fürstin Gallitzin.

25f.          Verf.[asser] vom Ursprung <...> Wißenschaft: von Ursinus, 478,25.

28f.          den Spinozismus in Erwägung zu ziehen: was dann mit der Schrift Gott. Einige Gespräche auch geschah.

33f.          3 Bogen <...> den vierten: des Fliegenden Briefs.

35            mein Gaul: Pegasos, 512,18.

512,10      nicolaitischen Unfuge gegen Garve: 372,23f.

11            gegen Stark: gegen Starcks Schrift St. Nicaise oder <...> war in der Berlinischen Monatsschrift (Febr), S. 127-154 anonym ein Aufsatz erschienen: Beweis, daß das Buch St. Nicaise der Religion, allen öffentlichen Staaten und auch den guten Sitten zuwider sei.

13            fremder Knecht: Garve lehrte in Göttingen.

24            momenta lucida: lichte Momente.

28f.          Ταλαιπωρος εγω ανϑρωπος τις με ρυσεται εκ του Σωματος του Θανατου τουτου: ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem todverfallenen Leib, Rö 7,24.

30            Bardus: so sollen, nach Amminianus Marcellinus u. Strabo, bei den Galliern die Sänger geheißen haben.

35f.          Finsternis ist wie das Licht: Ps 139,2.

513,9        Plerophorie: volle Zuversicht, Vollendung (in den paulinischen Briefen).

14            Noel: der Küchenmeister Friedrichs II., von ihm besungen.

15            saluum conductum: freies, sicheres Geleit.

26            Um Einlage zu befördern: eine Sendung Hartknochs an Herder.

29            Lavater <...> in Weimar: auf seiner Reise nach Göttingen und Dessau.

33            Nach D.[üsseldorf]: an Schenk.

Brief 1005

514,8        Krone zu empfahen: Jak 1,12.

14            Nachbar: Miltz.

15            Cur: die Kämpfsche.

29            Meyer: E.F.Ch. Mayer.

515,24      Buch des Ritter Michaelis: 503,7.

25            Mayer: wohl Johann Christoph Mayer.

28            nächsten Freunden: R. Hippel, Nicolovius; Antrittspredigt: G. Hippels.

30            den reisenden: Mayer.

32            Krausens Pflegeeltern: E. E. Müller, 503,20ff.

36            dicken Briefe: 1000.

516,11      gütigen Andenken: Brief nicht überliefert.

13            Freund in Riga zu antworten: 1007.

18            Freundin: von Morstein.

517,7        die jetzt Leid tragen: Mt 5,4.

16f.          Brief an <…> Kriting: der Königsberger Kaufmann Johann Christoph Kriting hatte Penzels skandalöse Komödie Der Musketier vor der Aufführung für 100 Gulden gekauft und Penzels Flucht vor dem Militärdienst ermöglicht.

28f.          nach Pillau zu gehen: 534,34f.

30            M.[agister] Schmidts: K. Ch. E. Schmids.

35f.          schlimmen Augen: 486,30.

518,11      Capt. Mallison: nicht ermittelt.

15            Pfeffermünzwaßer: 498,33f.

16            medicinischen Briefwechsel: von Metzger.

18            preußische Geschichte: Mangelsdorfs Preußische Nationalblätter.

20            lebender Freund: Hamann.

21            Exminister: Braxein.

Brief 1006

Antwort auf Brief 996.

519,4        Geantw. den 24: 1012; J.[onathan]J.[acobi].

12            Ihres Schreibens: 996.

13f.          dieses Ihres Schreibens: 999.

18            Er schreibt unterm 25ten p.: JBW 1512, nicht überliefert.

27            meinen Brief vom 11ten: 992

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 1006: JBW II,5, S.511.]

Brief 1007

520,10      Zuschrift: nicht überliefert.

11            aus M.[ünster].

16            zum ersten mal: u.a. 515,12ff.

19            nach W.[eimar]: 1004.

31            Baroneße: v. Bondeli.

521,1        Freundin: v. Morstein.

4              älteste Schwester die jüngste: der Töchter Hamanns.

5              guten Willen: gesperrt, daher Anspielung auf Kants Grundlegung.

19            abschlägige Antwort: 994.

26            wie das Manna in der Wüsten: Jh 6,31 u. 49.

28            dum nego, fruor: indem ich nein sage, habe ich den Nutzen.

30            Mercur: Quecksilber.

34            Käufer zu meinem Haus: 516,1f.

522,9ff.    Masius <...> 2 poetische u 2 prosaische Kleinigkeiten: 532,30ff.

15            Jünglinge: Wizenmann.

17            Michaelischen Supplemente: 503,7.

18            Rossi: Variae lectiones Veteris Testamenti.

27            Gletscher Spiritus: als Arzneimittel verwendetes Gemisch von Gletscherwasser, Spiritus u. verschiedenen Salzen; Bats. Heluet. maj. u. min: Schweizerkraut, ein Gemisch verschiedener heilsamer Kräuter, die kleingeschnitten aus der Schweiz verschickt werden und u. a. bei Durchfall helfen sollen; VII,72,31f.

35            Me Courtan <…> geschrieben: nicht überliefert.

523,8        Bey ihm ist jeder gute Wille That: eben anders als in Kants Grundlegung.

12            Pflegtöchter: Louise Miltz, Karoline Podbielski.

12f.          Penzels Dion: Dio Cassius.

18            beantw.: nicht überliefert.

Brief 1008

523,21      Wirth: E. E. Müller.

28            Minister v. Z.[edlitz].

524,15f.    dort <...> Herrschaft: in Faulen bei von Auerswald.

17            Abel <...> gegen die Resultate: geplante Schrift.

18            kranken Freund: Hennings.

29            Baroneße: v. Bondeli.

31            Commissarius perpetuus: Sommer.

33            Hayn Mamre: 1 Mo 13,18.

34f.          Inhospitalität: Ungastlichkeit.

525,1        Mein Anacharsis: Johann Michael, 505,2.

4f.           Abhandl.[ung] über das Orientieren: von Kant.

6              Brief von Me Courtan: nicht überliefert.

10            preuß.[isaches] Magazin: Mangelsdorfs Preußische Nationalblätter.

11            Glavschen Geschichte: 382,4ff. u. frühere Charakterisierungen.

Brief 1009

525,18      Geantw eod.: am 27., 1013.

26            meinen Freunden: Clermont.

526,1        nach Deiner langen Epistel: 986, von H. zurückgehalten,447,5f.

3f.           Werk v. Schwedenborg: Swedenborg, Arcana caelestia.

5              gegenwärtig ins Engl.[ische] übersetzt: 1750 durch J. Merchant, 1788 durch J. Cloves.

16            Reisegefärthinn: Lene J.

21            meinem Rath folgte: 427,9f.

26            Nach Riga geschrieben: 1014.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 1009: JBW II,5, S.512.]

Brief 1010

527,15      Brief an Schenk: 1003.

16f.          die ihn betreffende Stelle: 509,5ff.

18            sein Arzt: wohl Abel, J. G. l. L.

28            Prinzeßinn: A. v. Gallitzin.

30f.          Prozeß, den ihm die Berliner M.[onats] Schrift an den Hals geworfen: Starck verlor diesen Prozeß, den er selbst anstrengte.

35            durchlöcherten Brunnen: Jer 2,13; N II,209,18f.

528,2        Gedanken in der MonathSchrift geäußert: Soll man der einreißenden Schwärmerei durch Satyre oder durch äußerliche Verbindung entgegenarbeiten?, Februar 1785, S. 133-137: Die Leibnitz-Wolfische Weltweisheit und die mancherlei Streitigkeiten, die sie veranlaßte, gaben den Begriffen eine solche Festigkeit, wovon unsere Nachbarn bis jetzt keine rechte Vorstellung haben. <...> Man suche also die deutsche Philosophie wieder in ihre alten Vorzüge und Rechte der Gründlichkeit einzusetzen, man berichtige die schwankenden Begriffe, bestreite die Ursachen der Schwärmerei, den schalen, nervenlosen Atheismus, den die französisierenden Schriftsteller durch Witz und Persiflage zu unterstützen gewußt haben. so kann man hoffen, den erwünschten Endzweck zwar langsam, aber desto sicherer zu erhalten. <...>.

6              Verlegers: G. Löwe.

8              Rezensionen der allgemeinen Bibliothek: in Bd 68/2 durch Eberhard.

9              Aufsatz v Kant: Was heißt: sich im Denken orientieren?

12            mit Dom[enica] VIII wagen: nach Trinitatis, 6. August, 508,23f.

14f.          morgen v Mühlheim: von Drucker Eyrich.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 1010: JBW II,5, S.513-514.]

Brief 1011

529,14      in P.[empelfort].

15f.          Dein Johann Georg und sein Pendant: der Sohn Jacobis und Hamann selbst.

19            Freude in M.[ünster]: die Geburt des Sohns Bucholtz.

19ff.         Alles Fleisch <...> Eins bleibt: Jes 40,6ff. 1 Pt 1,24f.

22            Parder <...> Flecken: Jer 13,23.

29            im Oberlande: in Faulen bei von Auerswald.

35            Königsgarten: der Paradeplatz.

530,9        5 Bücher von B.[ucholtz]: VII,7,1ff, nicht überliefert.

17            Beyl.[age] <...> ersehen: der zurückgehaltene Brief, 447,5f.

21            Sterblichkeit meiner Schriftstellerey: den Fliegenden Brief nicht fortzusetzen.

24            seinen letzten Brief: 519,12f.

25f.          auch von ihm Abschied nehmen: 1012.

28            ProvincialRendant: Fritsch, 516,26ff.

31            Bileams Künste: 4 Mo 22,23ff.

32            Gedult ist uns noth: Heb 10,36.

34            lächerlichen Riß: N II,85,17f.

531,6        Domnic zu Danzig: ein Volksfest am 5. August.

9f.           wirkl.[icher] Anverwandter von der Magenseite: also blutsverwandt, nicht nur ein Namensvetter.

31            in Ansehung meiner Autorschaft zu orientieren: Anspielung auf Kants Schrift.

35            Diversion: Ablenkung.

37            diesen Betrug wahrscheinlich zu machen: 489,24ff.

532,2        lateinsche Zeitung: die Rezension der Allgemeinen Literaturzeitung, 2. Band 1786, Nr. 125 und 126.

6              Loge von dem System: wohl eine der Rosenkreuzer.

7              ist selbst Freimäurer: in der Königsberger Johannesloge.

15            den Empfang bescheinigt: 456,19ff.

19f.          Zusätze des Gr[afen] Mirabeau: zu den Considérations sur l'ordre de Cincinnatus, 63,34ff.

21            guter Freund aus Curl.[and]: Siebert, 545,4.

23            Pensionair des Königs: David von Rohd.

24            Director: Stockmar.

27            Freund Mayer: Ernst Christian.

28            aus Deutschland zurück: aus Dessau.

30            2 prosaische <…> poetische Kleinigkeiten: auf die Untertitel bei Masius Ein Lied in Prose, Zweytes Lied in Prose anspielend.

533,1f.     Gottes Geheimnißen, die man abwarten <...> muß: Anspielung auf die Schrift von Bucholtz, Das Verhältnis zwischen drey Schwestern, 351,1.

3              neue Epoche <...> Held: nach dem Tod Friedrichs II.

4              wunderlichen Wallfahrt nach Trutenau: 531,11ff.

6              Seinen Orden: die Allgemeine deutsche Bibliothek hatte gemeldet, daß der neue Herrscher den Freyherrn von Herzberg mit Dero großem schwarzen Adlerorden beehrt habe, ohne die Verfügung Friedrichs II. zu erwähnen.

10            treuer Knecht seines Herrn: der erste Diener seines Staats.

10f.          Anti- <...> Metamachiavell: Anspielung auf die von Voltaire korrigierte und mit seinem Vorwort anonym erschienene Jugendschrift Friedrichs II.

15            sollen schon nach Berl.[in] abgereist seyn: zum Staatsbegräbnis.

26            pythagorischer Maulaffe: ein geheimnivoll schweigender Zuschauer.

28            Senfkorn meines Glaubens: Mt 17,20.

31            meinen B[ucholtz].

33            Crispus: Kraus.

33ff.         flachen Hand <...> geballten Faust: 413,28.

35            Salamin und Carthago: in S. schlugen, nach einem Kriegsplan des Themistocles, die Griechen 480 v. Ch. die Perser, 146 wird Kathago erobert und, wie immer von Cato gefordert (delendam esse Carthaginem) zerstört.

36            schämt sich Cato keines Solöcismi: keines Sprachschnitzers oder keiner sprachlichen Eigenheit, wenn es um die Sache geht. Er vergißt sogar seinen Haß gegen die Griechen, wenn er sie als Wegbereiter alles Römischen gebrauchen kann wie eben Salamis als Vorläufer der Kriege Roms gegen Karthago, 248,10; Jack with a Lantern: Nachtwächter (nach Fieldings Tom Jones), also Eberhard mit seiner verständnislosen Rezension von Golgatha und Scheblimini.

534,2        mag D. Herz anatomisiren: die publizistische Tätigkeit des M. Herz im Spinozastreit, sein Krankenbericht, den Engel in der Vorrede zu Mendelssohns An die Freunde Lessings zitiert.

6              in einem Buch: Der Grund aller Ueberspannung ist Leidenschaft, Schwäche: nicht ermittelt, VII,2,28ff.

14            Wenn ich schwach bin <...>: 2 Ko 12,10.

20f.          Der auf dem Stuhl saß <...> Siehe, ich mache alles neu: Off 21,5.

24f.          Nachfrage zu thun: 527,22.

34            Schwester in Pillau: Magdalene Seiff.

535,3        Fürstin: v. Gallitzin. J. hatte der Fürstin Hamanns Reisedilemma geschildert. Ihr Brief vom 17.2.1785 hatte angedeutet, über die Prinzessin von Oranien den Prinzen Heinrich von Preussen oder durch ihren Bruder, den Grafen v. Schmettau ihre Beziehungen hilfreich zu nutzen.

5              Abel ist zu fruchtbar: der u.a. eine Rezension von Wizenmanns Resultaten schreibt.

6f.           Biester hat Kant <...>: in einem Brief v. 8. August.

8              Ob Z[edlitz] sich erholen wird: 523,28ff.; die Luna eclipsieren: der Berlinischen Monatsschrift eine Mondfinsternis bereiten, sie zu verdunkeln oder verschwinden zu lassen, d.h. die Zeitschrift nicht mehr zu publizieren unter dem neuen König.

13            des Hemsterhuis: die Übersetzung des Alexis.

16            Gebrauch der Mittel: zur Kämpfschen Kur.

23            Mephiboset Taugenichts: Hamann selbst und auch Sohn Johann Georg, nach 2 Sm 4,4.

24            God mend him: Pope- Zitat, 490,19f.

25            an Tiro geschrieben: 1012.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 1011: JBW II,5, S.514-530.]

Brief 1012

Antwort auf Brief 1006.

535,31      Hausvater: Jacobi.

536,4        Ihren Augen weh zu tun: durch die nahezu unleserliche Handschrift.

9f.           aussätzigen Schwester des jüdischen Propheten: Mose ( und Arons) Schwester Miriam, 4 Mo 12,10 u. 12.

16            hyperboreische Besuche: aus dem hohen Norden, Hamann aus Königsberg.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 1012: JBW II,5, 529-530, zitiert.]

Brief 1013

Antwort auf Brief 1009.

536,21      Dominica Pharisaei et Publicani: 11. Sonntag nach Pfingsten.

23            Deinen ersten Brief: 703.

25            den 49sten: 1009.

27            das ich Dir <...> geschrieben habe: 1011.

537,1        Dulcamara: Nachtschattengewächs gegen Erkältungen, Blasenentzündung und Katarrhe des Verdauungsorgans.

2f.           jüngsten Brief: 1009.

8              alter Ego: Lene Jacobi.

10            Aumonier: Wizenmann.

12            φφie: Philosophie.

14            Alc.[ibiades]: Bucholtz.

24            Cardinaltugend: Ordentlichkeit.

29            Autor: Jacobi, als Vater.

32            Prometheus: Wizenmann.

35            Der Titul war mir schon verdächtig: die Resultate[!] der Jacobischen und Mendelssohnschen Philosophie[!].

538,1        nahen Verbindung: Wizenmann lebte auf Einladung Jacobis in Pempelfort.

7              Freunde: Hippel, Scheffner, Kraus, Nicolovius, Brahl, 532,17f.

9              tot capita: 381,36.

12            Deinen Brief an den letzten: als Beilage in Ueber die Lehre des Spinoza, 2. Auflage, aufgenommen, Jacobi, Werke 4,1, S.123-162.

26            50ster Brief <...> No 51: 1010, 1015.

539,3        Mag.[ister] Prometheus: Wizenmann.

15            quod Devs auertat: was Gott verhüten möge.

25            Baroneße: von Bondeli.

27            Veränderung: durch den neuen König.

540,2        den Sept.: mit dem Nachruf von Biester/Gedike auf Friedrich II., S. 280-292, Z. 27f.

3              Der October: mit Kants Aufsatz Was heißt: sich im Denken orientieren?

15            an Garve geschrieben: JBW 1410 vom 27.4.1786.

19            an einen Freund in Sachsen: wohl Ch. F. Weiße.

24            des Vielgeliebten: Friedrich Wilhelm II.

28            lügenhaft blendend ausgestrichen: die vielen Lob-, Gedenk- und Huldigungsreden auf Friedrich II.

30            mit dem guten Willen: Anspielung auf Kants Grundlegung.

31            Sprichwort: Morgenrot bringt frühen Tod.

32            2 Briefe erhalten: von Hartknoch, nicht überliefert.

35            st.[yli]v.[eteris]: nicht überliefert.

541,4        26. Aug.[ust] st.[yli]v.[eteris]: nicht überliefert.

28f.          B.[ernhard] G.[ottlob] Hoffmann.

31            gleich beantwortete: 1018.

33            wegen ihres kurzen Aufenthalts: Ihres.

542,1        älteren Brief: 1019.

12            Ziehensche Predigt: mehrfach, z.B. Ueber Ziehens Weissagung. An Freund H.

13            pollnische Lehrmeister: Wannowski.

16            Rupertus expertus: Pseudonym von Johannes Beer.

17f.          Der Stab ist einmal gebrochen: Jer 48,17.

19            Zaubereien wie Bileam: 530,31.

26            wie St. Petrus <…> that: vor allem Lk 22,50ff.

30            wie ich mit Einl.[age] gethan: 1012.

543,7f.     Die Wahrheit wolle <...> frey machen: Jh 8,32.

8              Freund Ruprecht: Schenk, 542,16; Freund Prometheus: Wizenmann.

11            Liebe, der Hoffnung und des Glaubens: 1 Ko 13,13.

12            in der Wüsten: die Maske des Golgotha und Scheblimini.

15            für Kameele und Mücken: Mt 23,24.

23            beantw den 6ten: 1015.

[Zur Entstehungs– und Druckgeschichte des Fliegenden Brief siehe JBW II,5, S.734-746. Zu Brief 1013: JBW II,5, S.531-539.]

Brief 1014

543,28      einen Brief: 1009.

29            meldet mir: 526,4f.

33            Freund: Schönborn.

544,11f.    Lausons Gedicht: Gustabalda und Barthel sind 2 Steinfiguren, Bartki= Steinweiber genannt, etwa 1000 Jahre alt, stehen an einer Straßenkreuzung in Bartoszyce (Bartenstein) und gehören heute zu den ältesten auf polnischem Gebiet. Die weibliche Statue soll ein von der Mutter verfluchtes Mädchen darstellen, aus der General F. von Anhalt, mit seinen Soldaten Anfang des 18. Jhs in B. stationiert, die preußische Prinzessin Gustabalda machte. Anhalt sorgte für die Mystifizierung der Steinfiguren durch zahlreiche Legenden. Die andere Figur soll den Apostel Bartholomeus, Gründer von Bartoszyce, vorstellen. Die wirkliche Entstehungsgeschichte der Denkmäler ist nicht bekannt. Gesichert ist, durch Vergleiche mit einer Figur aus Barciany, ihre Herkunft von den Pruzzen. 1769 wurde Barthel auf dem Marktplatz aufgestellt, 1825 sollen beide Statuen auf dem Schloßhof aufgestellt worden sein. (Freundliche Mitteilung von Malgorzata Kubacka; siehe F. S. Bock, Versuch einer wirthschaftlichen Naturgeschichte von dem Königreich Ost- und Westpreussen. Bd 2, S. 64-68. Dessau 1782). Lausons Gedichte sind nicht ermittelt.

31            in Erwartung guter Dinge: mit dem Regierungsantritt Friedrich Wilhelm II.

32            Domnick: 531,6.

33            dortigen Laden: in Danzig.

36            Erbfeind St. Petri: ebenso gegen die angeblichen Machenschaften der Katholiken vorzugehen wie sein Vater.

545,9        beantw: nicht überliefert.