hamann unterschrift 04

Kommentar zu Band V

XX, letzte Zeile: tilge 432,36 <...>.

Brief 682

1,9           d'après l'ordre de Cabinet du 15 Octobre dernier: IV,440,11ff.

2,8f.         pour m'epargner l'embarras de suivre les drapeaux d'une aigle à deux têtes: der russischen Fahne mit dem Doppelkopf-Adler zu folgen.

Brief 683

3,20f.       Groß- und Landesvater zu schreiben: 682.

23            Minister: v. d. Schulenburg-Kehnert.

26            Es gehe wie es gehe: Str. 9. von P. Flemings Lied: In allen meinen Thaten.

27            freundschaftl.[ichen] Nachricht: nicht überliefert.

29            Rubicon: Caesar citra Rubiconem, nach Cic. Philippicae orationes 6,5. Caesar überschritt 49 v. Chr. den Rubicon; es begann der Bürgerkrieg zwischen dem diesseitigen Gallien und Italien; nicht der erste meiner Narrheit: eine Formulierung, die von dem älteren v. Witten stammt, mit Nachwirkungen auf Hamann, N II,115,22ff.

4,2           Jonathan: nicht ermittelt; unser D.: wohl Dr. Biester.

3              Gehülfe nach Bresl.[au] komt als Rector: nicht der Mitherausgeber der Berlinischen Monatsschrift Friedrich Gedike, sondern sein Bruder Ludwig, der 1783 an das Elisabeth-Gymnasium in Breslau berufen wurde; erste Stück: jener Monatsschrift (Bremer Beiträge zur Freien Volksbildung, Heft 11: Ursula Schulz, Die Berlinische Monatsschrift (1783-1796). Eine Bibliographie. Mit einer Einleitung von Günter Schulz. Bremen o. J.).

4f.           unumgängl.[ichen] Erklärungen des letzten Briefes: nicht überliefert, IV,457,10; 460,16ff.; 465,32ff.; V,217,4ff.

5f.           engl.[isches] Buch zum Uebersetzen: Dimsdale.

7              fliegenden Blätter für Sie: Reichardt stellte sich einen Sammelband von Hamanns Schriften zusammen, den er später an Ludwig Tieck auslieh.

10            Listen meiner Collecteurs: der Subskription entweder für die Übersetzung von St. Martins Des erreurs durch Claudius oder den 4. Teil des Asmus.

11            Lilienthalschen Bücherwirthschaft: der Auktion.

12f.          dachte kaum morgen- kaum gegen den 24. <...> fertig zu werden: IV,471,33; der 24. Januar ist der Geburtstag Friedrichs II.; Hamann verstand Brief 682 wohl als eine Art von Geburtstagspräsent.

14            Canzler: v. Korff.

15            sein Fritzchen betrifft: dem Hamann Nachhilfestunden gab.

19            Constanza Wyn: Kapwein aus der südlichen Region Kapstadts galt damals als edles Gewächs, auch für europäische Höfe, 74,27ff.

20            jüngste Sohn: Dirk.

23            Vetter: Schmohl.

24            den Haager: G. C. v. Hogendorp.

25f.          die Erde ist <...> des Herrn: Ps 24,1; 1 Ko 10,26.

27            von wilden Säuen zuwühlt, <...>: Ps 80,14.

28            Relationes curiosae aus Philadelphia: Reiseziel Schmohls.

5,2f.         Buchdrucker in Marienwerder: eben Kanter oder sein Mitarbeiter.

3f.           Probebogen des Nachdrucks: nicht ermittelt; Zitterland veröffentlichte Beiträge zum Preußischen Tempe, zu den Königsbergschen <…> Zeitungen und Gedichte in der Preußischen Blumenlese 1781 (Goldbecks literarische Nachrichten I,243; II,118; Preußische Provincial-Blätter, VI,214ff.)

4f.           Erbherr von Trutenau <...> mit seinen Eicheln ausgeblieben: Kanter, der Papier Müller.

Brief 684

5,13         erhielt Ihren Brief: nicht überliefert; allegire: anführe.

16            das Gute <...> und Eurer Muse Schwangerschaft: bezieht sich auf eine doppelte, die Rebeccas (9,8ff.) und die Übersetzung von St. Martin (Irrthümer und Wahrheit).

19f.          Anteil an dem Kummer unsers Eutinschen Freundes: Voß, etwa im Zusammenhang des Briefes 658.

23            Subscriptionswesen: wohl für die Gesamtausgabe oder einzelne Teile des Asmus, siehe S.8f.

27f.          An Hartknoch <...>: 9,15; aus Curl.[and] erwarte: Hinz oder G. I. Lindner.

6,5           meinen ersten Brief dieses Jahr: 682.

6              gelesen oder erhört: <...> Le Salomon du Nord ne lit rien qui exige quelque contention de l'esprit et d´autres ne sentiron pas ce que vous dites, hatte ihm bereits im Oktober 1773 Quintus Icilius (Guichard) auf seine Essais à la Mosaique und besonders ENCORE deux Lettres perdues!!! mitgeteilt; III,62,10ff.

12            nach Riga: für Hartknoch.

13f.          Sammlung von Freygeistern besonders engl.[ischen]: IV,465,5.

22f.          wie dem HE Gevatter auf HE Hermanns Apotheke: Apotheker Hermann am Speersort in Hamburg war Matthias Claudius' Postadresse; Andreas Claudius schreibt in seinen Erinnerungen Aus vier Generationen der Familie Claudius. Nach Aufzeichnungen, 1929: Er [i.e. Johannes Claudius] legte <...> den einsamen Weg von Wandsbek nach Hamburg zurück, wo er bei Apotheker Hermann am Speersort nach etwaig für den Vater eingelaufenen Briefen fragen und die Zeitung abholen mußte.

25f.          wie des Vaters Silens oder <...> sein Pegasus: Silen ritt bekanntlich einen Esel, der bedächtig Fuß vor Fuß setzte, ein Sinnbild seiner Philosophie, die ruhig und wohlüberlegt erschien, im Gegensatz zu Aristoteles' fortstürmenden Gedankenfluchten; wahrscheinlich hatte Claudius auch geklagt, daß die Einfälle auf sich warten ließen.

26            Lies Praefiscini.

30            jüngsten Gevatter Jacobi: Friedrich Konrad J.

32            feuchtes Exemplar: der Übersetzung des St. Martin.

34            Euren Löwen: Claudius' Verleger in Breslau.

35            den Namen des hiesigen Buchladens: Dengel und Wagner.

7,1f.         Hünern Schiebkarren <...>: ironische Replik auf Claudius' epistolare Heimeligkeit.

5f.           sesquipedal Buchstaben: anderthalb Fuß lang, ellenlang, also von ausgeprägter Größe, mit Anspielung auf Hor. ars 97; IV,160,22.

7              sigl.[ierten].

9              Expedition der sämtl.[ichen] Werke: der subskribierten Asmus-Exemplare.

16            den andern: Wagner u. Dengel.

17            Euer Wein: der Malaga, IV,372,27.

23            Euer Puppenwerk: unter den im Kasten mitgeschickten opulenten Geschenken für die Kinder befand sich wohl auch eine Anleitung, Puppen auszuschneiden oder zu basteln; spanische Pips: eine Hühnerkrankheit.

26            Haverey: Haferei (Havarie?) meint alle >unkosten, die ein schiff von seinem auslaufen aus dem hafen bis zu seiner zurückkunft an hafengeldern, schaden u.s.w. hat; vorzüglich aber den schaden, der entsteht, indem man bei einem sturme güter vom schiffe in die see wirft und den die eigenthümer der übrigen unverletzt ankommenden waaren tragen< (Grimm DW 10,126).

9,1           Johann Friedrich Schultz: Schulz, Professor der Mathematik in Königsberg.

10            Mattheschen im Keller: Anspielung auf ein zu erwartendes Kind (5,16); dieser Johannes wird am 8. Mai 1783 geboren werden.

11            Salamalec: Fußfall, Bückling; Kleeblatt Hellenistischer Briefe 1, N II,172,25-29; auch I,148,3; 162,18.

Brief 685

9,15         Brief sine die et consule: ohne Datum und Ort, wohl 685. Hartknochs Antwort ist offenbar verloren gegangen; es fehlt aber die übliche Absendenotiz, 11,10.

16            gute George: Berens.

19            den 1 huj ins Cabinet gegangen: mit 682.

20            Dixi et liberaui <…>: nach Hes 3,19; auch 13,25; 269,31.

28            Irrthum wegen Dimsdale: daß bereits eine andere Übersetzung angekündigt war.

30            mit der Uebersetzung: seiner eigenen?

32            Lilienthalsche Rechnung: IV,471,23f.

10,5         Postilla Mystica: von Ch. Hohburg, 12,16 u. 24.

6              Sie ist engl.[isch]: gebunden,  IV,371,10.

6f.           Unschuldigen Nachricht: hg. von V. Löscher.

10            im Buchladen: Dengel und Wagner.

20            Ihrer: ihrer.

24            Schwager: Toussaint.

27            Sie: sie.

30f.          Petersburger Journal: hg. von Arndt.

32            Mümpler: J. L. Mümler.

11,9         empf d 12 Jan 1783: alten Stils.

Brief 686

11,13        Familien Trauer: wegen des Todes der Emilie Laval.

15            2 Patienten: Baczko und ein unbekannter Mieter Hamanns, 13,34 u. 37.

21            doctorandus: G. I. Lindner.

22            des Hofraths ältesten Sohn: E. F. Lindners Sohn Friedrich Georg, 15,10; 18,24ff.

25            Unschuld.[ige] Nachrichten: 10,6f.

12,2         HE Schwäger Händen: Laval.

5              Altst.[ädtische] Bibl.[iothek].

7f.           Conjectures sur la Genese: wahrscheinlich Astrucs Buch Conjectures sur les mémoires originaux <...> pour composer le livre de la Genese.

9f.           wo wir Nebenbuler <...> vielleicht schon geschrieben: IV,440,32.

18            alle Schwärmer: 10,13.

24            2 gestohlne: IV,442,19ff.(Macarius, Dippel); Buch des Hoburgks: 10,5; 12,24.

31            beßer hält als Franz: französischer Einband.

13,20f.     glaubte, das Werk <...> nöthig zu haben: für die geplante Dimsdale-Übersetzung.

27            Lindners Pension: für den Sohn.

30f.          Ihrem Wust: ihrem.

32            Weier: Matthias Weyer.

33            Morgan: Thomas M.

36            D. Lindner: 11,21, als Arzt.

37            Der andere ist: 11,15 u. 16,17f.

14,6f.       von R.[eichardt] <...> der Hoffnung auf einen Erben hat: es wurde eine Tochter: Juliane.

7              Weimar: von Herder; Ein Graf von Kayserlinck: wohl Archibald Gebhard v. Keyserling.

23            12,24ff.

25            Polanger Zoll: litauische Hafenstadt zwischen Kurland und Memel.

30            Ihren Bruder: ihren, nämlich Johann Friedrich.

Brief 687

15,12        kostbarer: kostspieliger.

13            HE Oncle: Friedrich Wirth, nach Steinbeck.

33            nachtheilige Gerüchte: von des Vaters Geiz, 18,28.

16,12        ins Cabinet geschrieben: Brief 682.

18            hat sich <...> berichten lassen: das Sakrament reichen, 16,18.

32            franz.[ösischen] Einrichtungen: die Regie, Verwaltung.

33            mein Nachbar: Marvilliers.

35            gegen meinen Nachfolger: der zu erwartende, also auch bei einer kalkulierten Entlassung.

17,10        aufzustutzen: modische Blender zu bilden.

17            Richter: möglicherweise Karl Gottlieb R.

22            seel.[igen] Bruder: J. G. Lindner; damals: 1776.

Brief 688

18,10        aus Berl.[in]: von Reichardt.

10f.          abscheulicher Bücherkasten: 11,24ff.

13f.          wie den Israeliten mit den Wachteln: 4 Mo 11,31f.

17            offene an den jungen Neumann: 11,19, nicht überliefert.

19f.          die Gevatterschaft so schnöde vorbey gegangen zu seyn: Berens war Pate Wilhelm Herders.

25            zu letzen: Abschied zu nehmen.

29            heute geschrieben: Brief 687.

32f.          weder Stimme noch Aufmerken von Baal: 1 Kö 18,29, Berlin samt dem König.

19,4         mein Beichtvater: Matthös.

8              Lies Praefiscini.

11            Einl.[age]: nicht ermittelt.

13            neuer Gesellschafter: F. G. Lindner.

24f.          des Dimsdale Reise: Hamann übersetzt die Tracts [on inoculation] mit Strecke statt mit Traktat.

26            im Deutschen herausgekommen: Schriften über die Einpropfung der Kinderblattern.

30            schrieb meinen Brief: 682.

30f.          erhielte einen, deßen Beyl.[age] <...> bestand: Absender nicht ermittelt.

35            de Puy: Dupuy.

20,1         Uebersetzung von 665: möglicherweise die von N. Gürtler.

3              In einem der neuesten Stücke der Allg.[emeinen] Bibl.[iothek]: Bd 51/2, Berlin/Stettin 1782,S. 315ff., Chiffre G: möglicherweise Eichhorn, die Rezension des Maran atha.

4              arme Pilatus sehr mitgenommen: Lavater wurde dort im Bd 51/1, S. 99ff. kritisch rezensiert.

6f.           Lavaters Gedicht auf diese Begebenheit: auf die heiligen drei Könige.

10            den Kraus hier führte: als Hofmeister bei Archibald Gebhard v. Keyserling.

11            Brief war französisch: nicht überliefert.

15f.          unter einem Schwarm von Separatisten u Fanatikern: aus der Lilienthalschen Auktion; mit der Nennung des Separatismus im 2. der Hierophantischen Briefe (III,140) ironisiert Hamann die traditionelle röm.-katholische Reformationskritik; mitgemeint ist wohl seine Distanz zur Mystik jener französischen Frömmigkeitsströmung quietistischer Art (Marquis de Marsay, Madame de Guyon, und ihrer deutschen Apologeten, J. F. v. Fleischbeim Graf zu Hayn u.a.), siehe Katalog der Franckeschen Stiftungen zu Halle 6: Paul Raabe, Separatisten, Pietisten, Herrnhuter. Goethe und die Stillen im Lande. Fliegenkopf Verlag 1999.

19            jene Glaubensidee: der Herrnhuter.

20f.          Claudius <...> antworten <...> Subscribenten: 684, bes. S. 8f.

34            Sache mit Nabal u dem Mercur: Herders Streit mit Nicolai über die Geschichte der Templer.

35            libellum famosum: Schmährede, Nicolais Versuch über die Beschuldigungen.

Brief 689

21,8         aurea praxis: gold(richtige) Handlungsweise-der Ärzte, in diesem Fall, ironisch, die einträgliche, 22,20f.

8f.           auf mein letztes zu antworten: 687.

19            sein Oncle: Wirth.

22            Historias selectas: von Johann Friedrich Fischer.

22,2         allerunterthänigsten Bettelbrief: 682.

6              Freund, Verleger und Gevatter: Kanter.

9              Wurzel allen Uebels: 1 Ti 6,10.

12ff.         nicht den Unterricht, will nicht sagen den Unterhalt Ihres unschuldigen Sohns nicht zu übernehmen gesonnen bin: gemeint ist, 600 Gulden seien das Mindeste.

19            Mann, der sich zu keiner Pflicht als zu dem Geld versteht: zitiert, offenbar aus dem Gedächtnis, den Schluß von Gellerts Gedicht Der arme Greis.

Brief 690

22,30        Gottlob Immanuel L. überbrachte also am 14. Februar einen Brief seines Bruders Ehregott Friedrich vom 7. Februar an Hamann, wohl die Antwort auf Brief 687; er lag einem Brief des Bruders E. F. bei, wahrscheinlich vom selben Datum, an den Bruder G. I. in Königsberg.

23,5f.       Andere mögen nun erzählen: 15,33.

7              Ihnen: ihnen.

25f.          deductis deducendis <…> adiiciendis: nach allen nötigen Abzügen und Zusätzen.

28f.          Zeitungen der alten Welt: Auszug aus der allgemeinen synchronistischen Weltgeschichte.

24,11        Chrien: Plural von Chria: Text-Auszug, auch die für Schulen verbindliche Entwicklung eines Lehrsatzes.

15            Historicis selectis: von J. F. Fischer.

21            Sein Oncle: Leutnant Wirth, Bruder des Stadtrats.

24f.          calicutsche Henne: Truthahn, Puter.

28            ihre Mama: Ihre.

36            seel.[igen] Grosmutter: Amtsrätin Wirth.

25,7         Meine Tochter: Elisabeth Regina.

17            Was Demosthenes von Actio sagt: III,76,7.

20            beyden jungen Leute: Johann Michael und F. G. Lindner.

35f.          wegen meines letzten Briefes: 689.

37            Ihre Antwort: im Brief an G. I. Lindner, 22,30.

26,31        würdigen Großmutter: A. A. Lindner.

27,9ff.      lateinisches Büchlein <...>: Jenkins Thomas Philips: Epistolae sermone facili conscriptae <...>, auch N IV,499, letzter Absatz; der älteste Bruder seinem nächsten: Friedrich Georg für seinen jüngeren Bruder.

27            das 12 Kapitel: der Selectae <...> historiae.

Brief 691

Beigelegt: Rede bei der Taufe des Durchlauchtigsten Erbprinzen Carl Friedrich Herzogs zu Sachsen-Weimar und Eisenach, 5.2.1783 (SWS XXXI,514-519); Kantate beim Kirchgange <…> (SWS XXVIII,122-126); Zwo Ilythien (SWS XXIX,693f.).

28,20        Cantate: Kantate bei dem Kirchgange der regierenden Herzogin von Sachsen- Weimar und Eisenach Hochfürstl. Durchlaucht, nach der Geburt des Erbprinzen. In Musik gesetzt <…> v. E.W. Wolf. Weimar 1783, SWS XXVIII, 122-126. Auch 60,21f.

24            Lies Anmunterung (nach freundlicher Mitteilung Günter Arnolds).

25            τυπτω: ich schlage; Merkwort aus der humanistischen Pädagogik, Montaignes Essais, ed. Armaingaud, 1924] II, c. XXV: Du Pedantisme, wo mit Berufung auf Xenophons Kyropaedie (I,3) von Schulen gesprochen wird, in denen es Prügel gab, pour avoir oublié le premier aoriste de τυπτω, also das erste Paradigma der griechischen Konjugation. Was dann Rousseau in seiner ersten Preisschrift von 1750 zitiert.

33            letzten Brief: 688.

36f.          keine Freude und Wonne <…> mehr: Jes 16,10.

29,3ff.      Aus der Tiefen <…> Größers erduldet: de profundis, Ps 130,1, verbindet Herder mit einer Odysseus-Anspielung (20. Gesang,18).

6              Der 2te Th.[eil] v. d. Ebr.[äischen] Poes.[ie]: Dessau 1783, SWS XII,1-319.

7f.           im Lande da man nichts gedenket: Ps 88,13.

8f.           die Salomonische und Prophetische Aue des 3ten: die nicht mehr zustande kam.

12            Br.[ief] <…> fortgeschickt: nicht überliefert.

17f.          beiden Predigten <…> müßen gedruckt werden: Zwo Predigten bei Gelegenheit der Geburt <…>. Weimar 1783, SWS XXXI,520-535.

21            examine <…> speciminibus: Prüfung mit bestimmten Aufgaben.

22            Büchelchen für Hartknoch: nicht ermittelt.

26            Predigt: am Dankfest wegen der Geburt des Erbprinzen, 5. Sonntag nach Epiphanias, 9.2.1783 (über Ps 102,26-29), siehe Zwo Predigten <…>, 17f.; statt Geburtstag: lies Geburtsfest (nach Mitteilung G. Arnolds).

27            Rathsstande: für die Mitglieder des Stadtrats bestimmt.

30,13        Piques: Stiche(leien).

18            Hofpoet: Wieland.

29            Commercium: gesellschaftlicher Umgang.

31,6         Raillerie: Scherze; beigehende Verse: Zwo Ilithyien.

8              Ilythyien: die Beilage von Karolines Hand. Ilythien, Eileithya (=Lucina) ist die Tochter Jupiters und der Juno, helfende Göttin der gebärenden Frauen, z. B. bei der Geburt des Apoll und der Diana.

17f.          an Nikolai habe <...> nicht denken können: die am Schluß der Briefe über Tempelherrn im Merkur gemachte Aussicht auf eine weitere Kritik von Nicolais 2. Teil des Versuchs über die Beschuldigungen, die aber unterblieb.

20            allgem.[eine] Deutsche Lit.: Allgemeine deutsche Bibliothek. Die Rezension dann Bd. 62/1, S.185-194, Sigle FW.

29f.          Sie haben letzt ein Wort gegen ihn fallen lassen: IV,462,23f.

32,1f.       Pathchen: lies Pathen, Marianne Sophie.

Brief 692

32,5         in Steinbeck gewesen: bei dem Onkel F. G. Lindners, Wirth, 42,3f.

6              Claudius <...> am Rhein: die noch immer ausstehende Reise zu Jacobi.

10            Persico: ein Likör aus Pfirsichkernen.

13            glücklichen Aspecten: bevorstehende Geburt der Tochter (Juliane).

17            verpausten: verpusten, eine Pause machen.

18            meinem Neujahrsbriefe: 682.

19            Man redet hier <...>: 58,3ff.

23            das zu besorgende Minus: Minus, um das man sich Sorgen machen muß.

28            den Ihrigen: W. Hensler.

30            Hamburgschen Kaufmann: nicht ermittelt.

33,1         in die Comödie geschickt: Das Findelkind, Lustspiel in 5 Aufzügen von einem Kavalier [i.e. Aloys Fr. Graf v. Brühl].

4              mein alter Freund: Dirk v. Hogendorp, 46,31f.

7              unser Vetter: Schmohl; Verlust des Päckchens: wohl mit Briefen.

8              pro rata: verhältnismäßig.

16            aufgewährmte Kohl: crambe repetita.

19f.          terminus fatalis meines Podagra: 35,31f.

34            beyden ersten Monathe: der Berlinischen Monatsschrift.

36f.          doppelte Erscheinung der weißen Frau: zwei Aufsätze der Monatsschrift befaßten sich damit: J. A. Eberhard, Ueber den Ursprung der Fabel von der weißen Frau (Januar 1783, S. 5-21) und F. Gedike, Nachtrag zu der Legende von der weißen Frau (S. 22-38). Eberhard (S.8) nennt J.Chr. Nagels Dissertation de celebri spectro quod vulgo die weiße Frau nominant. Königsberg 1723.

34,1         großer Bücherkasten: 11,24ff.

4              Jonathan: nicht ermittelt.

5              Castor und Pollux B.[iester] u. G.[edike]; Wenn Sie so fortfahren: die beiden, mit der Monatsschrift.

Brief 693

34,16        große Kasten: 11,24ff.

18            hat sich wider gefunden: 12,16f.

19            Der Passepartout oder Dietrich in 2 Bänden: von Franz Balthasar v. Lindern.

21f.          Racovsche Neue Testament: Rakow, der geistige Mittelpunkt der polnischen Sozinianer. Nach deren Vertreibung aus Polen (1658) verlor R. seinen Einfluß.

25            Bitten meiner Freunde: Schultz und Lauwitz, 13,1ff.

Brief 695

Antwort auf Brief 691

35,14        Einlage nach Morungen: 28,9.

15            für seinen Eifer: 28,29 u. 29,11f.

16            angekündigten Cur: 60,10f. u. 68,19ff.

23f.          Quelle <...> in Ansehung ihrer häuslichen Laune: die Quelle ist Hartknoch, 31,31. Hamann spielt in der Vermittlung zwischen Herder und Hartknoch den Ahnungslosen.

29            wie unser Freund: Hartknoch.

36,1f.       Evacuationen: Ausscheidungen, Entleerungen.

2              ungemein und oft am sehr unrechten Ort: vor allem als Tischgespräch.

6              langes Billet: nicht überliefert, siehe Kant Akad.A. XIII,115.

9              Kunks: nicht ermittelt, vielleicht Wortspiel. Eine Bühnenfigur Chr. Weisses heißt so (Von Tobias und der Schwalbe).

10            an einem Versuch: Erläuterungen zu des Hrn Professor Kant Kritik der reinen Vernunft.

11f.          Göttingsche Recensent: Garve.

13            Briefe über die Freymäurerei: von Paul Joseph Vogel.

15            Tempelherren Sache: der Streit zwischen Nicolai und Herder.

17            Etwas, das Leßing gesagt haben soll: von F. H. Jacobi. Der Schweizer Historiker J. v. Müller hatte anläßlich der Reise des Papstes Pius VI. zu Kaiser Joseph II. nach Wien im Frühjahr 1782 eine Schrift Reisen der Päpste verfaßt. Der Papst versuchte, die reformerischen, auch politische Gewalt nicht ausschließenden Eingriffe Josephs II. in die Gewohnheitsrechte der Kirche, auf den Weg einer friedlichen Einigung zu bringen. Müller aber wollte in seiner Schrift das Exemplarische dieses Ereignisses nachweisen: die Päpste hätten ihre Herrschaftsansprüche überhaupt und stets mit den Mitteln der gewaltfreien Überzeugung, mit feinster Rhetorik und ausgefeilter Diplomatie zu sichern gesucht. Jacobi erschien diese Schrift v. Müllers als Modell, innerklerikale Machtfragen auf die Diskussion von Machtgefügen im weltlich-politischen Rahmen überhaupt zu übertragen-und damit Wieland zu widerlegen, dessen Abhandlung Über das göttliche Recht der Obrigkeit im Teutschen Merkur (Nov. 1777) sein Mißfallen erregt hatte. Die Gegenargumente entwickelte der Aufsatz Über Recht und Gewalt <...> im Deutschen Museum 1781. Er war zunächst von Jacobi als Rezension angelegt, die aber vom Hamburger Correspondent, bei dem J. A. H. Reimarus die redaktionelle Linie bestimmte, abgelehnt wurde. Jacobi verfaßte daraufhin seine anonym erscheinende Schrift, die Lessing im Titel als Gewährsmann seiner eigenen Kritik reklamierte.

18            auch eine Zeile auf mich zu finden: wohl S. 89f., 94,18.

19            Abhandl.[ung] aus dem Museo: Deutsches Museum, 1781, 6. St., der genannte Wieland- Aufsatz.

20            ihren Text: Ihren.

23            dortigen Zeitungen: die Königsbergschen <...>.

32            Tauf Gebet u die Cantate: Beilagen zu Brief 691.

37,13f.     Mit dem Iunius wird sich der Knoten auflösen: 58,3ff. u. 61,2ff.

21            Was Sie mir vom bösen u guten Genius schrieben: 30,35f.

25f.          Parerga historica: von Johann Uphagen.

26            Briefe des Schöppenherrn: im Autograph ist Schöppen ausgeschrieben, dann folgt ein Kürzel, das nur mit geringer Wahrscheinlichkeit als herrn zu deuten ist. Gemeint sein könnte, im etymologischen Spiel à la Johan Balhorn (Scheffner-Schöppner), ein Brief von (und dann an) Scheffner; dann wäre Brief 698 nicht der erste in der Korrespondenz mit diesem.

28            seiner Wilhelminchen: 697.

34            von der neuen Schrift wissen: 29,22.

38,1         Ihren Recensenten des Maran Atha: Allgemeine deutsche Bibliothek, Bd 51/2, S. 315- 335, wohl Eichhorn, 20,3.

2              des Nicolai Geschmier: der 2. Teil seines Versuchs über die Beschuldigungen.

3f.           Collecte der Reisen: Beschreibung einer Reise durch Deutschland und die Schweiz.

8f.           jungen Menschen: F. G. Lindner.

Brief 696

38,32        Ihr letztes: nicht überliefert.

39,2         aufs Land gereist: nach Steinbeck.

13            aber das Fleisch ist schwach: u.a. Mt 26,41.

37            ersten Theil der Histor.[iarum] select.[arum]: von Fischer.

40,6         Muzel: Muzelius.

41,2         Zeitungen der alten Welt: vielleicht: Schröckh Auszug der allgemeinen <...> Weltgeschichte oder Carl Christoph Reiche, Allgemeine synchronistische Weltgeschichte oder Zeitungen aus der alten Welt.

19            HE Stadtrath: J. H. Wirth

20f.          jetzigen Schul=Collegen: Samuel Krackau.

42,7         ihren Sohn: Ihren.

43,29        sein alter Hofmeister: Krackau, 41,20f.

44,8         Freundes u Lehrers: Wannowski; dritte Gedicht: des Mäusekrieges von Krasicki.

17            Schulfüchsereyen: unter den diversen Bedeutungen bei Grimm DW dürfte hier die pedantische Befolgung des Modischen gemeint sein.

45,1         unsern Geschichten: der Historiae selectae.

22            moralischen Briefstellerin: 43,1ff.

Brief 697

45,26        dreyfache Schnur<...>: Pr 4,12: die dreimalige Patenschaft bei Reichardts Kindern.

30            Aus W.[eimar] u. W.[andsbek].

46,1f.       erhielt Ihren <...> Brief: nicht überliefert.

10            wallfahrender Vetter: Schmohl.

10f.          dessen Eingeweide: Briefe und Schriften.

13f.          wie seinem Holl.[änder]: IV,399,14f., John Adams, Gesandter der Vereinigten Staaten in Holland.

16f.          wie mein Gevatter K.[aufmann] unter den Mährischen Brüdern: bei den Herrnhutern, IV,353,23f.

17f.          des Menschen Wille <...>: sprichwörtlich nach Pers. sat. 5,53 und Verg. ecl. 2,65.

19            glückl.[ichen] Anlandung dort: in Amerika.

20            auf lange Zeit finden <...>: Freiheit auch in Preußen.

22            Wink an Dengel: hängt wohl mit Publikationen des Vetters Becker zusammen.

24            das überschickte: an Hamanns Schriften?

27            car c'est le ventre de ma mere: Ps 71,6; den Verf.[asser] des Etwas: F. H. Jacobi; Ihr Hogendorp: Gijsbert C.

30            William Birken: Schmohl.

34f.          Contrast meines Urtheils: von Dirk v. H. hatte Hamann bisher nichts gehalten.

47,1         uns.[erer] Reforme: die Sparmaßnahmen der Regie, z. b. die Streichung der Foyengelder.

3f.           letzten Brief: 46,1f.

7              Pflegsohn: W. Hensler.

11            Jonathan: nicht ermittelt; den Dioscuren, B.[iester] u G.[edike].

14ff.         Mitteilungen Reichardts über den Abschied Schmohls aus dem Anthropinum, Zeilen 22ff.

Brief 698

47,20        verlangten Kupferstich: zur Ansicht (54,4), nicht ermittelt.

21f.          Gevattersbrief <...> zu beantworten hatte: 697.

27            Parerga Historica: von Uphagen.

28f.          Schweitzerblatt: das Christliche Magazin?, nicht ermittelt.

32            Hauptmann von Sch.[rötter]: Friedrich Leopold v. (48,26); zum Praenumeranten: für Nicolais Beschreibung einer Reise durch Deutschland.

48,2         Wirth: Hippel.

Brief 699

48,11        nach so langer Zeit: seit 513.

16            die heilige Zahl: die 13 (Christus und 12 Jünger).

26            von Schröder: Schrötter.

29            Lapides Brandenburgenses: Beschreibung der Königlichen Residenzstädte.

49,5         meinem Freunde u Verleger: Nicolai.

10            aus manchen Beziehungen: zu Herder.

13            einer zu merkurialischen oder zu saturninischen Kritik: Anspielung auf Herders Briefe im Merkur und seine mehr als melancholische, vielmehr mit der Sense des Saturn vernichtenden Kritik. Hamann verhüllt das Abgeilen von BücherLeckerbißen selbstironisch,5f.

17            wie Pontius Pilatus sagen: was ich geschrieben habe, habe ich geschrieben, Jh 19,22.

18            Phanärete war keine Xantippe: eher auf die Hebammenkunst denn auf Streitereien aus.

19            auf deßen Ps.: Psalmen, Berlin 1783.

25            # 969-980-: die Anzahl der (mit Hamann gewonnenen) Praenumeranten.

Brief 700

Zum Tode von Reichardts Frau Juliane, geb. Benda.

49,28        In einem treuen Arm <...>: Zitat aus dem Gedicht Gellerts Das neue Ehepaar, dessen trauriges Ende, den Tod durch Ertrinken, der Dichter zum Mitleid- und Tugendappell wendet.

50,2f.       Gott hat alles wol gemacht: aus Str. 9 des Kirchenlieds von J. J. Schütz Sei Lob und Ehr dem höchsten Gott.

4f.           seelig worden <...> Lebendigen: Versuch einer Sibylle über die Ehe, N III,201,1 (Berufung auf 1 Ti 2,15; Eph 5,23).

10            Er schloß die Stätte zu mit Fleisch: 1 Mo 2,21.

16            Jonathan: nicht ermittelt; Freunden B.[iester] und G.[edike].

Brief 701

50,20        erhielt Ihren Brief: nicht überliefert.

25            um den König anzutreten: vielleicht, um bei der Parade in Graudenz als Bittsteller vor den König zu treten; siehe auch die Begebenheit ein Jahr später: 161,7.

32            Abwartung der öffentl.[ichen] Vorlesungen: 43,26ff.

51,1         praenumerirte halbe Jahr: was für Pension und Unterricht des Sohnes vorgesehen war.

14            Es gehe wie es gehe: aus der letzten (9.) Str. von P. Flemings Lied In allen meinen Thaten.

19            Cive academico: lies civi (einem akademischen Bürger), 100,19.

20            Historicis selectis: von J. F. Fischer.

30            Pas und Coupés: Schritte und Biegeschritte beim Tanzen.

32f.          wie Moses u die Propheten: Lk 16,29ff.

34            nach Steinbeck: zu seinem Onkel Wirth.

35            vorigen Hofmeisters: Krackau.

52,8         seel.[igen] Frau Amtsräthin: Wirth.

20f.          Histoire des Larrons: von Calvi.

22            Wirthlichkeit: gute Wirtschaft, Sparsamkeit.

30            aus Friedrichsthal: bei dem Onkel F. J. Wirth.

53,1         HE Stadtr[at].: F. J. Wirth; gegen den HE Doctor: G. I. Lindner.

7              aus Tuckum: Kreisstadt in Kurland, westlich von Riga.

Brief 702

54,4         Kupfer: 47,20.

9              jüngster Gevatter Reichard[t].

10            wie <...> Biester gemeldet: nicht überliefert.

13            den von M. Reich zerrißnen schwarzen samtnen Rock des Basedows: Karl Christoph Reiche, erbitterter Gegner Basedows, veröffentlichte 1783 eine Streitschrift Getreue Darstellung der Umstände, unter welchen J. G. Basedow Schläge bekommen und seinen Rock verloren hat.

15            Apologie der Vernunft: von Bahrdt.

17f.          Der wahre Gesichtspunkt <...>: von Baum.

30            Nebst einem Buch: Nicolais Beschreibung einer Reise.

Brief 703

Über Claudius gesandt (Zeile 27).

55,4         Geantw. den 2.23 Novbr: Brief 721 v. 2.-22. November.

5              nebst einem Briefe an Claudius: diese Beilage zu 721 ist nicht überliefert.

15            Ihr Brief: 660.

23f.          Philosophie des Lebens u der Menschheit: im Deutschen Museum, April und Mai 1779. Unter dem Titel Der Kunstgarten; wiederholt in Vermischte Schriften. I. Theil.

28f.          mit meinen Geisteskindern umgeht, <…> gefunden hätte: J. hatte nicht nur seine Geisteskinder zuerst nach Wandsbeck geschickt, sondern auch seine 2 Söhne zur Erziehung von 1778-1780.

32 bis 56,8    Zitat aus Brief 660, IV,416,29-417,5 [In Jacobis Kopie: Enden <...>, Glückseligkeit <...>, Tinktur].

56,9         ich eingefügt.

19            Lies darzustellen,.

36            95,7f.

57,5         edelste Philosophie: wohl die Kants.

25            Lies Tod,.

Brief 704

57,35        Exemplar: von Asmus, 4. Teil.

58,3f.       wir Zöllner u Sünder: Mt 9,10. Mk 2,15f.; Lk 5,29 u 15,1.

9              auf Ihren Gütern: Faulen.

Brief 705

Nach Graventhin.

58,18        Wohlthäters: Deutsch.

22            nach Steinbeck: zu seinem Vetter Wirth.

33            Arnoldts: Th. Arnold.

34            Consist.[orial] Räthin: A. A. Lindner.

59,12        dies soll eins meiner ersten Bücher seyn: Camper, Ueber die beste Form der Schuhe, 68,30f.

22            zur Baroneße: v. Bondeli.

23            nach den Huben: Hufen, nordwestliche Stadteile Königsbergs, vor dem Steindammer Tor gelegen, eine Vorstadt mit Gärten, Villen und zahlreichen Vergnügungsorten.

27            liebe Doctor: G. I. Lindner.

34            Köppens Epistel an die Römer: Koppe, Novum Testamentum Graece, 4. Teil.

60,1         Schmant u Glums: Quark mit Sahne.

Brief 706

60,11        in Ihrer Abwesenheit: 68,19ff.

14            Eines hiesigen Kaufmanns Sohn: E. E. Müller.

18            Asmus <...> Nachricht: in einem verschollenen Brief.

19            IV. Sonnt.[ag] nach Trin.[itatis]: 13 Juli.

20            Zusammenkunft in Br.[aunschweig].

22            Taufpredigten u Cantate: u.a. die Rede bey der Taufe des durchlauchtigsten Erbprinzen Carl Friedrich, Herzogs zu Sachsen-Weimar und Eisenach, 5. Febr. 1783 und Kantate bey dem Kirchgange der regierenden Herzogin von Sachsen-Weimar und Eisenach hochfürstl. Durchlaucht nach der Geburt des Erbprinzen, (68,16; nach Morungen bestimmte Exemp.[lar]: für C. Güldenhorn).

23            Prof. Hennings: B. G. Hennig.

24f.          Ihre den 24 Julii erhaltne Einl.[age]: Adressat nicht ermittelt; Sie haben aber <...>: Hamann kehrt zurück zur Sendung an ihn selbst.

25            Gebet: unklar: denn Predigten und Kantate besitzt H. bereits?

28            gappe ich schon: gaffe, schnappe.

32            altes Übel: der Ausschlag im Rücken, 82,11ff. u. 89,27f.

61,2         Am 7 Brüdertage: 10. Juli.

33            Schattenriße edler Teutschen: von Lose.

62,4         Märtyrers: seiner ungerechtfertigten Entlassung vom Darmstädter Hofe wegen.

5              Geburtsmondes: August.

6              meine Mutter: Hausmutter, Anna Regina.

34            mit seinem letzten Theil: des Asmus.

63,5         lebendige Spinne <...> toter Seidenwurm: Anspielung auf Spinoza (366,18) und die durch Friedrich II. geförderte Seidenraupenzucht.

6              Ihren zweiten Theil: der ebräischen Poesie.

8f.           der Frauen verschloßene Mutter: Gebärmutter.

23            wäre der Bischof von Weimar noch weiter geflohen: vor den Blattern.

24            Jona vor dem HErrn: Jon 1,3.

30            mit seiner Uebersetzung: 59,36f.; kalfatert: (metaphor.) verstopft, kalfatern: die Fugen oder Lecks (eines Schiffes z. B.) stopfen.

35            landkundigem Geiz: 18,28.

64,15        erbärml.[ichen] Buchs Orus: Horus, von Christian Ernst Wünsch.

16f.          der den Boulanger ausgestochen: als Kritiker des Alten Testaments und Anhänger der Katastrophentheorie (wie auch Ziehen).

22            erhalte einen Brief von Gevatter Kaufmann: nicht überliefert.

23            gegenwärtigen Kanaans: der Herrnhuter in Schlesien.

24            wie meiner: der vorliegende, über einen längeren Zeitraum geschriebene.

32f.          die zwo Emilchen: Karl Emil und Emil (und eigentlich noch Luise Emilie).

Brief 707

65,25        habe nach Gr.[oß] Schwansfeld <...> geschrieben: nicht überliefert.

36            mathematisch Buch: Chr. K. Lous, Tentamina: 76,30.

66,4         zerstreuten Hauses: Hartknochs Sohn hielt sich noch in der Schweiz auf.

14            traurigen Gestalt: eines Don Quijote.

24            Empf d 30 July 1783: alten Stils.

25            beantw 13 Aug-: nicht überliefert.

Brief 708

67,3         Claudiana: Geschenke von Claudius.

4              des Autors Geburtstag: 15. August.

6              dortigen Subscribenten: in Kurland, für den 4. Teil des Asmus.

11            auf Galbien: Gubbien, 8,24.

17f.          oder 48.fl. 18. gl <...>: Hamann wollte zuerst das Portogeld (2 fl 6 gl) für eine Büchersendung, die auch Bücher für ihn enthielt (Brief 684), gänzlich Auerswald anrechnen; nun aber verschleiert er, daß er sich entschloß, selbst 1 fl 9 gl zu tragen. Und zwar addiert er in der obigen Rechnung 1 fl statt 2, die strittigen Gröschel zieht er im folgenden ab: erwarte aber nicht mehr als 47 fl.15 gl., Zeile 23.

21f.          in Trutenau <...> unsern Freund: Kanter.

Brief 709

68,4         kleine Claudius: 67,3.

5              Der wahre Gesichtspunct <...>: von Baum.

6              angenehmen Zuschrift vom 18. Juni: nicht überliefert.

8              andere kleine Schrift: nicht ermittelt.

9              Neveu: F. G. Lindner.

11            dritten und vierten Band: der Beschreibung einer Reise durch Deutschland; ledigen Töpfchen: ein leeres, aber?

16            ein Paar Predigten: 60,22.

26            sehr freundschaftl.[ichen] Briefe: 703.

27            4 Sont.[ag] nach Trin.[itatis]: 13. Juli.

28            zu Graventyn: bei Deutsch.

31            Möhser: J. K. Möhsen.

33            Steinbart: System der reinen Philosophie <…>.

69,1         Roman: Carl Biderfeld, 62,2.

3              Horus: von Wünsch, 64,15.

4f.           günstigen Recension <...> HE. Regierungsrath Gr.[aun]: in den Königsbergschen <...> Zeitungen.

8              Velthuisen: Velthusen.

11            alle Exemplarien: von Asmus, 4. Teil.

20            Hiebey 2 Bücher: Nicolais Beschreibung, Herders 2. Teil der ebräischen Poesie.

Brief 710

69,32        Ihr P.[ontius P.[ilatus].

33            sonderlichen Liebe: Anspielung auf 2 Sm 1,26.

70,3f.       Hemans des Esrahiten Unterweisung: Ps 88,1. Hamann verstand diesen Namen, der mit dem im Buche Esther vorkommenden Haman nicht identisch ist, als Anspielung auf seinen eigenen Namen. Lavater mißversteht diesen Satz und hält ihn für den Titel einer neuen Schrift Hamanns.

7              δοξης και ατιμιας: 2 Ko 6,8, in Ehre und Schande.

10            vom Verleger: J. C. Füßli Sohn.

12            ein anderes Werk: Neue Messiade oder die vier Evangelien <...>; vielecktest geschliffenen Titel: die fünf Untertitel.

16f.          die evangelische Kraft und Weisheit sich gegen jüdischen Anstoß und griechische Torheit: 1 Ko 1,18-24.

20            Gideons Fell: Ri 6,37ff., besonders 40.

25            daß des Bücherschreibens kein Ende ist: Pr 12,12.

71,4         Haus verkauft: 61,15f.

20            Von den Predigten und Predigtfragmenten: vermutlich von Häfeli, 156,28f.

24            beyden Freunden: Pfenninger und Häfeli.

28            theologischen Briefwechsel eines Layen: Lüdtke.

33            Garvens Recension: Karl Vorländers Einleitung zu den Prolegomena in Meiners Philosophischer Bibliothek, 7. durchges. Auflage, 1993. Dort auch die komplizierte Rezensionsgeschichte der Kritik der reinen Vernunft. Hamann berichtet an Lavater zutreffend von Garves, durch Feder verstümmelter und anonym in den Zugaben zu den Göttinger Gelehrten Anzeigen vom 19 Januar, 3. Stück, S. 40-48, 1782 erschienener Rezension, der ersten überhaupt (er hatte sie übrigens mit Vergnügen gelesen, IV,376,11-19). H. kannte Kants scharfe Kritik am Göttinger Anonymus im Anhang der erst im Frühjahr 1783 erschienenen Prolegomena; er wußte wohl auch, durch Kant, von Garves Entschuldigungsbrief an diesen vom 13. Juli 1783, in welchem Garve u. a. eine vollständige Rezension ankündigte, die dann auch (hier noch erwartet, aber gerade gedruckt) in der Allgemeinen Deutschen Bibliothek, im Anhang der Zweyten Abteilung des Jahrgangs 1783, veröffentlicht wurde.

37            zu M.[endelssohns] Jerusalem: oder über religiöse Macht und Judentum.

72,3         nicht Recht gehabt zu behaupten: in Golgotha und Scheblimini.

8f.           Kaufmann hat mich <...> zweymal mit der Nachricht erfreut: nicht überliefert, 64,22.

12            zwo ihrer Schwestern: Sophie Courtan, Christine Motherby.

13            dortiger Stiefbruder: Johann F. Hartknoch, 66,4.

15            ältesten Freunde: E. F. Lindner.

28            berühmten Schellers von Brieg: Gottlieb Scheller.

36            Ihr habt die Salbung <...>: 1 Jh 2,20.

Brief 711

73,12        Profeßor: Kraus, 62,5f.

16            Collecte: für Asmus, 4. Teil.

18f.          hiesige reiche Judenschaft: 26f.

Brief 712

Erhalten Ende Juni 1784 (128,37ff.), nebst ein paar [französischen] Zeilen von seiner würdigen Mutter, 254,3; Hamann hat den Brief Hogendorps, wegen seiner lebendigen Beschreibung kolonialen Lebens, in einem verschollenen Brief an Biester zur Veröffentlichung gesandt; er erschien im Märzheft 1784 der Berlinischen Monatsschrift; der Titel und die Anmerkung (75,35, zu Matte) stammen also von Biester oder Gedike, 480,3ff.

74,5         Eingebohrnen: Weißen!

11            aufgesetzt: frisiert.

15            Armee von Pondichery: Indien war in der großen transatlantischen Auseinandersetzung zwischen Franzosen und Briten im Siebenjährigen Krieg ein Nebenkriegsschauplatz. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts waren beide Länder nur durch private, mit einem königlichen Monopol ausgestattete Handelsgesellschaft auf dem Subkontinent vertreten, der Compagnie des Indes im Golf von Bengalen und an der karnatischen Küste im Süden, Pondicherry und der East India Compagnie in Kalkutta und Madras. Ende der 1740ger Jahre endete die Phase der für beide Seiten einträglichen Neutralität abrupt, die Rivalität zwischen den europäischen Mächten eskalierte mit der Landung zweier französischer Infanterieregimenter am 22. April 1758 in Pondicherry mit dem Auftrag, die britische Präsenz in Indien zu beenden. Neben verlustreichen Seeschlachten litt die französische Kriegsführung unter erheblichem Geldmangel und hatte es versäumt, sich der Unterstützung durch die Einheimischen zu versichern. Die Belagerung von Madras mußtern die Franzosen abbrechen, sie zogen sich nach Pondicherry zurück. Im Januar 1760 unterlag Frankreich den Briten in der Schlacht von Wandiwash,die Briten schlossen die stark dezimierte französische Armee in Pondicherry ein, wo sie vergeblich auf Entsatz durch die Flotte wartete. Mit der Kapitulation am 15. Januar 1761 war der Siebenjährige Krieg in Indien zu Ende, Pondicherry wurde zerstört. Im Frierden von Paris (10. Februar 1763) erhielten die Franzosen die Stadt zurück und verwaltete sie bis 1954. Wieviele Friseure das französische Heer bereicherten ist nicht ermittelt. (K.-J. Bremm, Preußen bewegt die Welt. Der Siebenjährige Krieg. Darmstadt 2017, 302ff.)

22            Riebek: Riebeeck.

28            Wein von Konstantia: Constantiawein aus der Kapkolonie war beim europäischen Adel bekannt und beliebt.

Brief 713

76,30        mathematischen Buch: Lous, Tentamina, 65,36.

77,6         pica: Heißhunger, Gier.

7              nach Pillau: vielleicht an den Spediteur Seiff.

78,1         Freund wie H.[artknoch].

12            Apollyon und Abbadon: Off 9,11: Verderben, Verdammnis, Untergang.

Brief 714

78,23        Ihr Päckchen vom 3 Aug. c.[urrentis].

31            den Mangel entdeckt: wahrscheinlich in der Ernährung oder der Auszehrung der stillenden Mutter.

79,1         unter mosaischem Banne liegen: nach 2 Mo 2,7 ließ die ägyptische Pharaotochter Mose durch eine hebräische Amme stillen; die seel.[ige] Frau meines heutigen Wirths: Henriette Jacobi, geb. Korn.

6              für das portug.[iesische] Wörterbuch: 65,18ff.

7              Philipschen Briefe: J. Th. Philipps, Epistolae <...> conscriptae.

8              aus Trutenau: von Kanter; in Graventihn: bei Deutsch.

11            Ihres Briefes: nicht überliefert; Er erhielt deshalb: 713.

12            datirt vom Berge Sinai: neben der Anspielung auf 2 Mo 31,18 auch Sir 48,7; seine Antwort: nicht überliefert.

17            Antwort aus Schwansfeld: von Arndt, 65,25.

17f.          alles <...> bis zum ersten Quartal: des St. Petersburgischen Journals.

30            Aus Mitau: von E. F. Lindner.

32            die Kolbe gelauset: derbe Variante von: den-Kopf-waschen.

34            jungen Menschen: F. G. Lindner, Hamanns Pensionär.

35f.          An Lavater habe <...> geschrieben: 710.

80,2         Bording: kleines Lastschiff, das größere von ihrer Fracht erleichtert, damit diese seichte Stellen befahren können.

21            Empf d. 9 Sept 1783: alten Stils.

22            beantw d. 7 Oct-: nicht überliefert.

Brief 715

80,24        kleines Mst.: Manuskript, 112,4ff.

26            Jacobsleiter: 1 Mo 28,11.

33            jener Vater, der ins Verborgne sieht: Mt 6,4 u. 18.

Brief 715a

81,5         werthes Schreiben vom 19. September: nicht überliefert.

13            auf dem Lande: bei Deutsch in Graventhin.

17            Laubhüttenfeyer: das Erntedankfest der Juden, abschließend mit dem Fest der Gesetzesfreude.

20            Reisegefährten: vielleicht Meyer oder Bernhard Friedländer.

Brief 716

82,7         die Dulcamara: die Bittersüß-Wurzel zur Entschlackung, zum Abführen etc.

23            Pathchens Geburtstag: Siegmund August, am 18. August.

33            Quakeley: kindisches Geschwätz.

36            fonds: das Kapital dafür.

83,1         Des Hofraths Sohn: F. G. Lindner.

3              Verscheels: Verschil: Unstimmigkeit, Differenz.

7              bei der Grosmutter erzogen: Wirth.

16            in Graventihn erschien: bei Deutsch.

17            Bartholomäi: am 24. August.

22f.          D. Brodthag: Brodtsag.

84,1         Hausmade: wohl verballhornte housemaid.

21            weder Hemd noch Laaken gefunden: arm, tags wie nachts.

23            Hartungschen Zeitungen: Königlich privilegierte Preußische Staats-, Kriegs- und Friedenszeitung.

26            HE Münzmeister: Johann J. Göschen.

30            als Leichenbitter: einer, der meist im Auftrag der Angehörigen zur Begleitung einer Leiche einlädt.

34            Zeitungen: die Königsbergschen <...>.

35            vorigen Gouverneurs: J. F. v. Stutternheim.

36            raisonirendes Verzeichnis: hg. von Hartung.

85,10        Halbbruder: Hennig.

17            Kräusel: Kreisel.

35f.          kleine Handschrift <...> preuß. Adels: Meynung über den Adel der alten Preußen.

37            Verleger: Hartung.

86,22        Naßir u Zulima: von J. G. Jacobi.

25            einen Brief aus Riga: nicht überliefert.

26            wegen des Monboddo: Herders Vorrede zur Übersetzung von James Burnetts Werk von dem Ursprung der Sprache, SWS XV,179-188.

87,2         Schaarwerk: ungeliebte Arbeit.

17            Ueberlauf: Überblick.

29f.          Brief, den er [Garve] durch Spalding an ihn schrieb: vom 13. Juli 1783; 107,16ff.

30            Er liest jetzt: Kant.

32            conferirt mit M.[endelssohn] u Hofprediger Schultz: Johann Friedrich Schulz, Erläuterungen über des Hrn Professors Kant <…>.

34            Aus Morungen: von C. Güldenhorn.

34f.          Das Gewitter hat auch dort eingeschlagen: 80,1ff.

[481,6      DICATE: gemeint: DICATAE, nämlich: die gewidmeten DELICIAE.

Brief 717

88,17f.     Rechenschaft von jedem unnützen, müßigen Wort: Mt 12,36.

19ff.         was Demosthenes sich in der 3 maligen Wiederholung eines einzigen Kunstwortes dachte: III,76,7.

Brief 718

88,26        sichern Freund: Kreutzfeld.

89,13        wegen des gegenwärtigen Rectorats: Johann Michael hatte beschlossen, Medizin zu studieren.

16            gegen die Schärfe: eine Art Krätze.

18            Karpen: Karpfen.

19            Lindner: Friedrich G.

24            Douce-amère: 82,7f.

25            liebe Doctor: G. I. Lindner.

35            überschickte Quodlibet: Nessir und Zulima, 86,22.

36            Freund Jacobi: gemeint ist Friedrich Heinrich J. (90,4), der Verfasser ist jedoch Johann Georg J.

90,1         sehr lebhaft an das au revoir: wohl das Abschiedsgespräch zwischen Vater Arast und Sohn Nessir, 1. Buch, S.15 u. 16.

2              heller Kommentar über eine Gesinnung: möglicherweise das Gespräch vor Arasts Tod; S. 19, oder aus dem 3. Buch die Glaubensunterweisung Nessirs an seine Tochter Zulima, S.61f.

4              diese Bogen vom Verfaßer: also Nessir und Zulima vom vermeintlichen F. H. Jacobi.

6              nebst einem Briefe von Ihm: 703.

12ff.         Der Brunn des Lebens <...> aus Seinem Herzen: aus dem Kirchenlied von J. Crüger, Lobet den Herrn, denn er ist sehr freundlich, Str. 5.

16f.          Bleibt der Centner: ein Ausspruch Luthers, eingegangen ins Kirchenlied, u.a. Bogatzky Tägliches Hausbuch der Kinder Gottes 1753, oder Georg Serpilius, Neuverfertigte Lieder-Concordantz über DC Kirchen- und andere geistreiche Gesänge.

18f.          den dritten: Kreutzfeld, neben Lauson und Karstens.

22f.          Prof.[essor] der Politik: Kraus.

34            meinen Pestalozzi: den Roman Lienhard und Gertrud.

35            hinten angebunden: J. von Müller, Les voyages des papes.

91,2ff.      Nebst 2 Büchern: Pestalozzi und Jacobis Etwas das Leßing gesagt hat <...> nebst einem dritten; -den [ ] b.G.s.-: wahrscheinlich: Jacobis Gedanken Verschiedener bey Gelegenheit.

Brief 719

91,20        zehnten Band: des Shakespeare, 77,11ff.

22            gemeinschaftliche Freund: vielleicht Scheffner.

Brief 720

92,8f.       Antwort von Auerswald: nicht überliefert.

14            der sechste Theil: der Shakespeare-Ausgabe.

15            dieselbe Seyte: z. B. 77,11; 79,20f.

16            Expedition nach [Gr.]Schwansfeld: für den Pfarrer dort, den Bruder des Christian G. A. Arndt in St. Petersburg, über den offenbar der Bücher- und Zeitschriftenverkehr lief, 65,25 u. 79,17.

17            mir angewiesnen Kaufmann: nicht ermittelt.

22            Advocaten der Ammen: 78,27ff.

24            Monboddo: 86,26.

25            Fortsetzung der Zend-Avesta: von Kleuker.

28            auch dem Publico [kund] thun müssen: sein Nachruf auf Lauson; 480f., die Notizen Hamanns, die vermutlich 716 beilagen bzw. in die Überlieferung des Briefs zu liegen kamen.

29            Raisonnement: Raisonnierendes Bücherverzeichnis.

34            Episteln: von J. Th. Philipps.

93,3         gute Doctor: G. I. Lindner.

15            lieben Schweitzer: Hartknochs Sohn.

15f.          Nach Weimar: 716.

25            Empf. d. 24 Oct: alten Stils.

26            beantw d 7 Dec- [a. S.]: nicht überliefert.

Brief 721

Datum: 20. Sonntag nach Trinitatis

93,30        Zuschrift nebst der gedruckten Beyl.[age]: 703 mit Etwas das Leßing gesagt hat.

31            an Seinem Geburtstage: 15. August.

32            eine Freundin: S. Courtan.

32f.          kleine Erzählung nach Raphael: Nessir und Zulima.

94,7         Reisen der Päpste: von J. v. Müller.

8              Schweitzergeschichte: v. Müller, Die Geschichte der Schweiz.

8f.           zu viel achillisches: Zorn, nach dem Beginn von Homers Ilias; Gott Mäusim: Dan 11,38.

13            was Leßing gesagt, kömmt mir eben so alt als wahr vor: Dieses hörte ich Lessing sagen: Es wäre unverschämte Schmeychelei gegen die Fürsten, was Febronius und was die Anhänger des Febronius behaupteten. denn alle ihre Gründe gegen die Rechte des Papstes, wären entweder keine Gründe, oder sie gälten doppelt und dreyfach den Fürsten selbst. Begreifen könne dieß ein jeder. und daß es noch keiner öffentlich gesagt hätte mit aller Bündigkeit und Schärfe, die ein solcher Gegenstand gelitten und verdient, unter so vielen, die den dringendsten Beruf dazu gehabt. Dies wäre seltsam genug und ein äußerst schlimmes Zeichen. Lessing hatte das innerklerikale Demokratisierungsbestreben als Hohn abgetan, solange im weltlich-politischen Raum Zustände einer absolutistischen Willkürherrschaft der Fürsten vorherrschten, die möglicherweise jene in der katholischen Kirche vorhandenen Mißstände im Machtgefüge erheblich übertrafen (Kurt Christ, 69); auch 405,13.

18            innigen Beziehung zweyer Stellen auf meine Umstände: 89f.

19            mir die Stelle meines [eingefügt-] eignen Briefes wider mitzutheilen: 55,32ff.

27            jenes ungeheure Loch: 57,6 u. 23f.

28            ein wenig à la Pascal ergrübelt: z. B. Fragment 72 der Pensées: vom Erschrecken des Menschen entre ces deux abîmes de l'infini et du néant nous brûlons de désir de trouver une assiette ferme <...> mais tout notre fondement craque, et la terre s'ouvre jusqu'aux abîmes <...>.

34            Que sais-je?: Montaignes Formel der Skepsis.

35            keinen Eintrag: Schaden, Abbruch.

37            wie jenem alten: gemeint ist der Sophist Simonides, in Ciceros De natura deorum, 1,60: Solltest du mich also fragen, was Gott ist oder was für ein Wesen er hat, so möchte ich dem Simonides folgen, der sich, als der Tyrann Hieron genau dieselbe Frage an ihn richtete, einen Tag Bedenkzeit ausbat. Als er ihm am folgenden Tag dieselbe Frage vorlegte, erbat er sich zwei Tage. und als er dann noch öfter die Zahl der Tage verdoppelte und Hieron verwundert fragte, warum er das eigentlich mache, gab er ihm zur Antwort: Je länger ich überlege, desto dunkler scheint mir das Problem zu sein. [Übers. W. Gerlach/K. Bayer].

95,2         Das ist die Natur der Leidenschaft: Zitat aus Etwas das Leßing gesagt hat, S. 80.

5              dürren Holtzes: Lk 23,31.

5f.           Sie machen die Vernunft zum Strom <…> Leidenschaft zum Ufer: abgewandeltes Zitat aus Etwas das Leßing gesagt hat, S.209.

6              Thür oder Mauer: 56,36.

9              Werdt wie die Kinder: Mt 18,3.

14            wie St. Paulus vom ganzen Gesetz: u.a. Rö 3,19f.; Gal 2,16.

16            Der letzte Zweck des Forschers: 56,17f.

20f.          an dem Organo oder Criterio: ein Young-Zitat aus The complaint, 108,6.

25            die einfältigsten Galiläer und Fischer: die Apostel.

26f.          Weisheit, die nicht irrdisch <...> heimlichen verborgenen Weisheit <...>: Jak 3,15ff.; 1 Ko 2,7f.

30f.          öde Stellen <…> hingeängstigt: 57,28.

33            Für die Dächer: Mt 10,27.

36            Besuch eines Fremden: 98,11ff; zu Becker 147,9ff.

96,3         beyden Patienten: die Zehen, 94,3.

8              8 Heften der Pomona: von Sophie v. la Roche, 477-479: Hamanns Exzerpte.

9              von einem Freunde für eine Freundin: die Freundin ist wohl S. Courtan.

11            auf dem Lande: bei Deutsch.

13            auch eingefügt.

14            war der Name Bondeli zu anzüglich: zu anziehend. Im 4. Heft der Pomona, April 1783, S. 323-376 findet sich die Bemerkung: Die Briefe von Marianne Fels, die von meiner angebeteten Julie Bondely und andrer überzeugten mich davon [von der Liebe zur Schweiz] <...> die Wunder der Natur erheben die Seele der Schweizerinnen zu dem Muth, alle Schwierigkeiten auf dem Weg der Kenntnisse zu überwinden, und im 8. Heft, August 1783, S. 725-764: Man sagte einst von meiner Julia Bondeli, daß, wenn es möglich wäre, daß die französische Sprache verloren ginge, so würde man sie in ihren Briefen wiederfinden <...> Den mir heiligen Namen Julia B. schriebe ich auf die Brust der edlen Bildsäule. Denn, ach!-die tief in der Brust meiner Julia liegende Demuth brachte sie dahin, alle Schriften, die von der Größe ihrer Einsichten gezeugt, und die sie der Unsterblichkeit geweyht hätten, alle zu verbrennen.-<...>.

17            auf 2 Jahre wie ein Miethsmann: von 1768 bis 1770.

33f.          die so reitzende Scene: in der Pomona, 3. Heft, März 1783, S. 243-245. Sophie von La Roche beschreibt die Bilder in ihrem Zimmer: <...> auf einer Seite des Spiegels hängt das Bild der Herzogin von Ancaster, bei welchem ich mich oft meiner unschätzbaren Freunde Jacobi erinnere, nicht nur, weil ich dieses schöne Stück zuerst in ihrem Hause sah, als ich acht Tage lang das Glück genoß, in dieser würdigen Familie zu leben, sondern weil der edle und scharfsinnige Friedrich Jacobi, mir, als ich wünschte, in der andern Welt die Gestalt dieser Frau zu haben, mit ernster Freundschaft sagte: „O wie möchten Sie eine Gestalt haben, unter welcher Ihre Freunde Sie nicht mehr kennen würden!“ Wie sanft zeigte mir der vortrefliche Mann das ungerechte und unverständige dieses Wunsches meiner Eigenliebe, welche darinn gegen meine mich liebende Freunde würklich undankbar war, und mich durch Erfüllung dieses thörichten Verlangens der Freunde beraubt hätte, in der anderen Welt von meinen theuren tugendhaften Freunden wieder erkannt, und Ewigkeiten hindurch von ihnen geliebt zu werden?-und alles das hätte ich verlohren, um in meinen Augen schöner zu seyn, als ich war.-O wie oft schadet uns unbedachtsame Eitelkeit mehr, als Feinde es hätten thun können? und wie viel ist in einer solchen Stunde der aufgeklärte gütige Freund werth?-Betti! Sie umarmten mich, als Ihr würdiger Gatte mir die liebreiche Weisung gab.-Ich glaube, Ihre vortrefliche Seele hatte eine doppelte Absicht dabey: Sie wollten mir die Lehre in das Herz drücken, und daneben den Ernst des Tons und der Blicke Ihres Fritz mildern.-Haben Sie Dank-beyde-für dieses und vieles Glück der Freundschaft, so ich von Ihnen genossen. Sie kennen Ihre Sophie-Sie wissen, wie sehr ich Sie liebe und ehre <...>. Siehe auch S. 477-479.

32            Lies Me [ohne Punkt].

36            Lies offene.

97,4         nicht eingefügt.

9              übelberüchteten Philosophen: Demokrit und Heraklit.

12            Lies doch eingefügt.

13            Lies angemeßene

19            geschickten Hofmeisters: Scheller.

23            Lies muste, ohne.

33            Lies Gott laße.

34            Seegenswunsch der Göttin Pomona: wahrscheinlich spielt Hamann auf das Märzheft 1783 S. 245 an, wo S. von La Roche F. Jacobi anredet: Möge das Maaß Ihres Wohls so überfließend seyn, als dieß Ihr Verdienst ist! und mög ich Ihnen werth bleiben, wie ich bis jetzo es war!

35            Lies ergebenst<er> verpflichteter.

Brief 722

98,4         Schwager D.[orow].

6              Gruß an Sie durch Lavater: 710.

15            die bestellte 2 Disp.[utationen]: Kraus' selbst?

20            mein kleiner Scipio fehlt: Johann Michael, da bei Familie Deutsch.

29            med.[io] Augusti.

35f.          Quäcken: Quecken.

36            Gevatter in W.[eimar].

99,12        portugiesischen Kaufmanns: nicht ermittelt.

13            Ihren Brief: nicht überliefert.

14            Schwager D.[orow].

29            verjährte Freundschaft: eine jahrelange.

30            seel.[igen] Kirchenrath: J. G. Lindner.

33f.          an ihre Söhne schreiben müßen: nicht überliefert.

101,4        mit Hack und Pack: wohl mit Sack und Pack; in Trutenau: bei Kanter.

5              bis Pr.[eußisch] Eylau.

7              Bartholomäustage: 24. August.

13            Hofmeisters: Scheller.

16f.          ein langes und breites <...> geschrieben: nicht überliefert.

28            das strickende Mädchen, Lebe, lache, Küße: Lieder dieser Titel von Reichardt aus den Sammlungen Oden und Lieder von Herder, Goethe und anderen […] und Lieder für Kinder.

28f.          Elegie auf ein Landmädchen: von Reichardt vertont, IV,456.

35            nicht curiöse Relation: Anspielung auf Happels Relationes curiosae.

102,2        Pathchen: Juliane Reichardt. Pflegsohn: W. Hensler.

3f.           nichts beßer zu wünschen <...> Gehülfin: nach dem Tod von Reichardts Frau Juliane, geb. Benda.

4              Gehülfin: Johanna (Alberti) Hensler.

9              meine Poßen mit kaltem Blute zu lesen: die eigenen Werke.

12            Pucelle d' orleans: von Voltaire, 112,29.

22            Meierotto: bei dem Hamanns Pensionär Lindner studieren soll.

26            Abschrift eines Gesanges von mir: 113,27ff.

28            worunter eine der wichtigsten für mich: N III,219,26, der 13. Gesang.

29f.          betrift das Auguste enfilage: 113,34. (Noch im Stellenlosen Blatt, N III,213,21: bis au bout de l'auguste enfilage [vgl W. Boehlichs Konjektur] zum comme on peut des Fra Caprio.

32            Vetter B.[ecker]: Schmohl.

103,2        deutsche Uebersetzung: wohl von Ch. F. v. Blankenburg.

3f.           mit dem Constanza-Nectar: 4,19.

4f.           halb holländischen halb französischen Valetbrief: nicht überliefert.

8              Lies wiewol.

13            Riedesel: siehe J. K. Riesbeck.

14            Aschley: Ashley.

15            Allerliebsten Briefe <...> Ihrer Monathsschrift: in Musikalisches Kunstmagazin, allerdings trägt keine Beitrag diesen Titel.

17            Claudius soll <...> Thomas heißen: 109,31ff.

24            kleine liebe Riese: Wilhelm Dorow, Neffe Reichardts.

26            unser D.[orow].

32            Ihrem Jonathan: nicht ermittelt.

Brief 723

104,9        HE KR. [Kommerzienrat]: Deutsch.

14f.          Wissen bläht auf <...>: 1 Ko 8,1.

15f.          Baum der Erkenntnis <...> einen beßern, einen höheren Weg: 1 Mo 17 u.a.; 1 Ko 12,31.

105,1        Mutter: Lk 2,19 u. 51.

Brief 724

105,13      Fleischkäulchen: Fleischklößchen.

27            Anhaltkuchens: Fladen aus Butterteig.

20            relationes curiosae: Happel-Anspielung.

23            Des Präsidenten Freywerbung: vielleicht die Brautwerbung Auerswalds.

26            Deinem Freunde: Ernst Deutsch.

33            rechtschaffenen Mann: Scheller.

Brief 725

106,3        angenehmen Brief: nicht überliefert.

9              pr Dom XXI: 9. Nov. 1783, der 21. Sonntag nach Trinitatis.

4              den meinigen: wohl 716; Einl.[age]: die an Hartknoch, Zeile 28.

7              meine Cur vollendet: die Dulcamara.

9              Moosmilch: lichen islandicus, gegen Schwindsucht oder Lunaria italia, Mondkraut, mit Blättern wie Wolfsmilch [A. Lonicerus, Kreuterbuch 1679], auch zur Wundbehandlung.

15            Preisschrift: Ist es dem gemeinen Haufen der Menschen nützlich <...>.

16f.          er: Reichardt; seine neue Verbindung: mit Johanna Alberti.

18            Pflichtvater: W. Hensler ist der Sohn aus der Ehe Johanna Albertis mit P. W. Hensler, dem Bruder des Philipp Gabriel Hensler, möglicherweise Reichardts Jonathan.

21            güldenen Ader: Hämorrhoiden.

22            bittersüßen Stengel: Dulcamara, 82,7f.

35            Gagliani: Galiani; des Mercier Espion devalisé: nicht von Mercier, sondern von Baudouin de Guémadeuc.

107,1        Buch von der Münze, das der Lemgoer übersetzen sollte: Della moneta, übersetzt von Helwing, 149,10.

1f.           durch unsere Israeliten: vielleicht Friedländer.

3              welschen Uebersetzungen: des Guicciardini.

16f.          Garvesche Recension über die Kritik: ohne die Bedeutung von Kants Kritik angemessen zu verstehen, hatte Garve Anteil an der ersten unglücklichen Rezension in den Göttinger Gelehrten Anzeigen. Er hatte die Rezension verfaßt, Feder redigierte sie journalgerecht und fügte einen Vergleich des Kantschen Idealismus mit dem Berkeleys hinzu. Kant machte seinem Unwillen darüber in den Prolegomena Luft, K. Vorländers Edition der Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können, mittlerweile in der 7. Auflage von Meiners Philosophische Bibliothek Bd. 40, Hamburg 1993; darin, als Beilage II die Göttinger Recension; als Beilage III Garves Brief vom 13. Juli 1783 an Kant, nach dem Erscheinen der Prolegomena, und Kants Antwort an denselben (nach AA Briefwechsel, ed. Reicke Bd I). Feder griff in den Streit ein mit der Schrift Ueber Raum und Causalität. Zur Prüfung der Kantischen Philosophie und verband sich mit Meiners in Göttingen zur Herausgabe der Philosophischen Bibliothek.

19f.          Er soll nicht damit zufrieden seyn <...>: siehe Kants Brief 207 (Kant AA Bd XIII,125).

30            meinen Liebling Steward: Denham, An inquiry into the principles of Oeconomy.

34            πρωτον ψευδος: die Urlüge.

108,2        Bidental: im etruskisch- röm. Kult die geweihte Stelle des Blitzes, wo er einschlug: nach Hor. ars 471, id quod Iovis fulmine percussum est; ersten Recension: IV,294,18f.

7              wie Young sagt: in The complaint, or night thoughts (Night II): Speech, thought's canal! speech, thought's criterion too, N II,129,32.

15            Schultz: Magister Johann Schulz.

16            seine Theoriam situs: möglicherweise der Plan zu dem 1788 in Königsberg veröffentlichten Buch Versuch einer genauen Theorie des Unendlichen. 1. Theil: Vom Unendlichgroßen und der Meßkunst desselben.

21            der Mennoniten Vermahnung: 111,19.

26            Ihr wißt nicht <...>: Jh 4,22.

27            Briefen eines Reisenden: von Riesbeck.

29            Aschley's Briefe: Ashley.

31f.          Machen Sie nicht einen Zweig des Ordens aus: Herder war 1766 in die Rigaer Loge Zum Schwert eingetreten.

34            Ist Bahrdt nicht: Verfasser ist Wünsch.

35            Gleichens System: v. Gleichen-Rußwurm.

36            Chevilah: von Ziehen.

109,1        Sternkunde u Physik: möglicherweise seine Sämtliche[n] Schriften der Revolutionen der Erde, bestehend in zwölf Teilen; neue Auflage 1786 in Frankfurt und Leipzig.

5              Songe des d' Al.[embert].

6              sub lege remissionis: unter dem Gesetz (Verpflichtung) der Rückgabe.

7              Systeme de la Nature: von P. H. Baron de Holbach.

10            Linguets das Gegenteil ist: die Mémoires sur la bastille. London 1783.

12            Systeme social: von Holbach.

18            Ausflucht nach Engl[and]: Reisen eines Teutschen in England von K.Ph. Moritz.

18f.          den Xbr[Dezember] der Berlinschen Monatsschrift <...> über den seel. Ziehen: Ch. H. G. Rettberg, Ueber den seeligen Superintendenten Ziehen, Dezember 1783, S. 533-536.

20            Ich wünschte, daß die capella ihrer Wege gienge: Verg. ecl. 1,74.

23            dem Engl.[änder] Logan: nicht ermittelt, eventuell der Verfasser der in Kosegarten Rhapsodien 3. Band (1790,1801) aufgenommenen Gedichte An die Jungfrauen.

27            Umarbeitung der Philosophie der Geschichte: wovon im verlorenen Brief offenbar die Rede war: seine 1774 anonym erschienene Streitschrift Auch eine Philosophie der Geschichte zur Bildung der Menschheit zu überarbeiten und um einen zweiten Teil erweitert neu herauszugeben. Im Oktober 1782 machte er sich an die Neufassung seiner Ideen. Krankheit, Mißmut und die Last der Kirchengeschäfte hielten ihn bis Dezember 1783 von der Arbeit ab,-die dann aber rasche Fortschritte machte, so daß der Erste Theil zur Ostermesse 1784 erscheinen konnte, der Zweite wird 1785 erscheinen (SWS XIII).

32            meine Einnahmen geschickt: von der Subskription für den 4. Teil des Asmus.

110,1        auf 2 Briefe Antwort schuldig: nicht überliefert.

2              habe ich mich gegen Lavater für seine Denkmüntze bedankt: Brief 710, auch für den 2. Teil des Pontius Pilatus.

5              Messiade: von Lavater.

11            bey dem Minister v. Z.[edlitz]. Deutschen hiesigen Gesellschaft: eine Parallelgründung der Leipziger Deutschen Gesellschaft, deren Erneuerung sich 1727 dem (1724 von Königsberg nach Leipzig übersiedelten) Gottsched verdankte.

13f.          Kr.[iegs] u. Dom.[äne] Cammer.

19            Schreyhals und unnützer LicentControl in Pillau: nicht ermittelt.

32            den abwesenden: Sohn.

Brief 726

111,5        wie der kursche Bauer sagt: ein nicht nur kurländisches Sprichwort.

9              den 9 Nov. erhielte aus Weimar: im verschollenen Brief Herders.

14            D.[orow].

15            wirklichen Vater: 106,18.

18f.          nicht weiter als in die Mennoniten Kirche: 108,21.

21            der s.[it] v.[enis verbo] ein derbes Fell bekommen: geprügelt wurde.

22            Oberbürgermeister: Hippel.

112,4ff.    Extracte aus meinen Hauskalendern <...>: 80,24f.

18            HErrn Kriegsraths: Hippel.

24f.          wie H. Sie gezeichnet: Herder im verschollenen, am 9. November angelangten Brief.

27            HE von Sch.[uckmann]; D.[oktor] B.[iester].

29            welche mir so viel Spuk gemacht: 102,11f.

32            Schuld nicht an ihm liegt: H. hatte den jungen Lindner verdächtigt.

113,3f.     eine Abhandl.[ung] <...> Schaamhaftigkeit: Fliegende Blätter VII.

7f.           den Gedanken <...> aus den Kreutzzügen des Philologen: in: Versuch über eine akademische Frage, N II,123.

12            ihn: 112,32.

27ff.- 114,4   Voltaire, La Pucelle, XIII. Gesang, IV,100,1ff.

114,10      Repartition: Verteilung im Verhältnis der Beteiligten.

Brief 727

115,3        gütige Zuschrift: nicht überliefert.

7f.           Definition <...>, die ich auch einmal definirt: Billigkeit ist ein Kind der Wahrheit-die alles positive in I (Symbol der Gottheit)-und der Gnade-die alles negative in=O (Element des Universi!) auflöst, N III,234. Auch 117,29; 126,30ff.; 129,29ff.; siehe auch  R.Wild, Metacritus bonae spei, 471ff.

19            Wilhelmus Sophonensis: Guilhelmus Saphonensis, IV,355.

20            Juvenal in Lipzk 497: vermutlich die Ausgabe der Satiren durch Fabri de Werdea, Leipzig 1497; Strimesii: Johann Samuel Strimesius.

22f.          dicken Brief aus Weimar: den verschollenen, 106,3.

23            die Einl.[age]: Herders an Hartknoch.

24            Albrecht u Musina: nicht ermittelt.

25            P.[ost] Secr.[etär] Schultz: wohl in Memel, 116,16.

28            einen Brief erhalte: vom Sohn, nicht überliefert;

30ff.         Zitat daraus.

36            Mall.[eus] Malef.icarum]: der Hexenhammer, von Institoris.

116,4        dem HE H.: Hartknoch.

7              ihres: Ihrer.

11            Ihnen gemeldt: Auctionsbericht 11ff.

18            Beyleid an unsern Freund in St. Petersburg: an Arndt, der Trauerfall ist nicht ermittelt.

19            von seinem Empfang: des St. Petersburgischen Journals.

30            Ankündigung des Todes: von Lauson, zunächst in der Königlich privilegierte Preuß. Staats-, Kriegs-und Friedenszeitung, dann in den Beylagen zu den Königsbergschen <...> Zeitungen.

34f.          lieben Sohns: in der Schweiz; Engbrüstigkeit: anatomisch zu verstehen, 118,9.

117,6        Catalogum: der Lilienthalschen Auktion.

29f.          Aequitas: N III, 352/25: Cic. de off. 1,9 im Fragment eines Mst.

118,3f.     alte Jacobi <...> über Mendelssohns Jerusalem: nicht gedruckt.

10            Meßiade: Jüdische Briefe <...> oder Messiade in Prose.

16            empf d 13 Febr 784: nach alter Rechnung.

17            beantw d 17-: nicht überliefert.

Brief 728

118,21f.    Ihr Brief: nicht überliefert.

22            Die Bücher: nicht ermittelt.

28            Tempelherrenstreit: zwischen Herder und Nicolai; Freund in W.[eimar].

30            Briefe über die Freymäurerey: von Paul Joseph Vogel.

119,1        Mittheilung des Catalogs: nicht ermittelt.

9              kleine Schrift über Person Amt und Würde Jesu: von C. F. Herrosee.

11            Versuch über die Strafe der Verdammten: von Johann Rudolph Beyer.

12f.          Von der Gerechtigkeit Gottes: von Jakob Salomon Krause.

17            zweiten Theil von Plenk: Plenck. Welche medizinischen Lehrbücher gemeint sind, sind unter den zahlreichen Veröffentlichungen nicht zu ermitteln.

20            Osiris und Sokrates: von Plessing, siehe Kants Brief vom 3. Febr. an diesen (AA X,311.), wo er vorsichtig der sinnreichen Vermutung [Plessings] zustimmt, daß Sokrates nichts Minderes als eine Staatsrevolution, durch den Versuch einer Religionsveränderung beabsichtigt habe.

22            der weise Cato Pl.[essings] Vorgänger: P. beginnt sein Buch (S.3) mit der Darlegung, der ältere Cato sei gegen Sokrates als einen Mann eingenommen war, der schädliche, gesezwidrige Neuerungen, angefangen und beschreibt ihn (S.153/203) als Aufrührer und nach Tyrannei strebend; die Quelle für P. ist Plutarch, In vita Catonis maioris, vol.2,p. 596. Fortgesetzt wird die Sokrateskritk nach Catos Argumenten z.B. durch Rousseau in seiner Abhandlung über die politische Oekonomie: Der eine belehrt einige Einzelpersonen, bekämpft die Sophisten und stirbt für die Wahrheit, der andere verteisigt den Staat, die Freiheit, die Gesetze gegen die Eroberer de Welt und verläßt schließlich die Erde, als er dort kein Vaerland mehr erblickt, dem er dienen könnte.

23            Mercier les pies deratifs: vielleicht decoratifs, die des Mon bonnet de nuit, nicht ermittelt.

25            Repos de Cyrus von Bernetti: von Pernety.

27            Jacobi folgt: seine Schrift über Mendelssohns Jerusalem, 118,2f.; 121,1f.

Brief 729

120,8        an meiner Cur: mit der Dulcamara.

9              gegen das Ende des vorigen Jahrs geschrieben: 725.

11            Moosmilch: 106,9.

13            auf dem Lande: bei Familie Deutsch.

20            wegen der ital.[ienischen] Uebersetzungen: des Guicciardini.

27            in Ihrem letzten Brief zufolge: wohl in dem verschollenen vom 9. November 1783.

33            bin ich über Mendelsohn Jerusalem: mit Golgotha und Scheblimini.

121,9        Wilh. Sophonensis: IV,355; V,115.

9f.           Iuuenal Lipzk. 497: wahrscheinlich die Ausgabe der Satiren durch Fabri de Werdea, Leipzig 1497.

20            Aequitas: 117,29f. Zu Hamanns philologischer Schein-Entdeckung bei Cicero, die er auch Biester mitgeteilt hatte (122,14ff.) 126,27ff.

24            Bey den Scherflein: 115,7f.

35            αποτεγμα: Buch I cap. 29,29: αποφϑτεγματα .

36            bekannte strittige Stelle: Buch I cap. 13,40 wird seit der Ausgabe des Camerarius als möglicherweise unecht angesehen.

37            die von Hamann unterstrichenen Worte congruo und pupilli fehlen in der Teubner -wie in der Heusinger-Ausgabe, auch im kritischen Apparat.

122,1        Glossema: fremdartiges oder veraltetes Wort, das einer Interpretation durch ein geläufiges bedarf.

3              vt conueniat loco, tempori et personae: von Hamann unterstrichen, fehlen in de off. 1, XL,144.

13f.          Ich habe ihm gestern <...> mitgetheilt: nicht überliefert.

17            Verf.[asser] des Horus: Ch. E. Wünsch.

29            magere Erklärung de aequitate gibt: aequitate constituenda/ Aequitas est ius aequabile, par, suum cuique tribuens. Id tum constituebat, cum summis infimos exaequabat.

123,8        daß Du auf Erden Richter bist: Anspielung auf Ps 58.

9              Monboddo: 86,26.

12            einen Brief von meinem Sohn: nicht überliefert.

17            Ein jüdischer Doctor: nicht ermittelt.

21            ihre liebe Schwester: Ihre.

22f.          Reichardts Schwager: Dorow.

28            poetischen Magd in Morungen: nicht ermittelt.

29f.          Antikritik <...> über Garvens Cicero: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten.

34            Gleims Reisegespräche: Reisegespräch des Königs im Jahre 1779.

124,1        immer noch einige Erläuterungen verspricht: nachdem jener seine Zusammenfassung der Kritik Kant vorgelegt hatte (die mir kommunizierte Blätter); siehe Kants Brief an Johann Schulz vom 17.2.1784: Ich war zwar Vorhabens, einiges, was mir zu Verhütung des Mißverständnisses, hin und wieder auch zu leichterer Faßlichkeit meiner Schrift, dienlich zu sein schien, Ihrer gütigen Wahl, es zu Ihrer Absicht zu gebrauchen oder nicht, vorzulegen; allein auswärtige und einheimische Zerstreuungen, mitunter auch gewöhnliche Unpäßlichkeit, unterbrachen mehrmalen diese Absicht <...> [es folgen einige Einwände gegen Schulz' Kritik der Kategorientafel].

8              Moldenhawers Jubelpredigt: nicht ermittelt.

10            eine Antwort darauf gemacht: nicht ermittelt.

11            heillose Schrift über die Confirmation der Kinder widerlegt: nicht ermittelt.

15            am raisonnirenden Bücherverzeichniße: hg von Hartung.

24f.          nur den letzten pr.[aecedenti] <...> an ihn geschrieben: nicht überliefert.

27            das Gummi Guaianum empfohlen: IV,373,19.

125,3        die königl.[iche] Diät: die Streichung der Bier-oder Fooigelder, 122,35f.

4              Cichorien: eine Korbblütlerart, auch Kaffeezusatz, aber hier auch als Metapher von Einschränkung überhaupt verstanden, 127,7ff.

7              Bachischen Sonaten: der Söhne J. S. Bachs.

8              mit einem Briefe von meinem Sohn: nicht überliefert.

14            Wolwart: Woellwart.

16            daß sie: Sie.

17            den HE[rrn] G.[eneral] S.[uperintendenten]: Herder.

22            die Uebersetzungen: möglicherweise die Ch. F. von Blankenburgs.

23            ihrer: Ihrer.

24            zurückgeben: wohl an Scheffner.

Brief 730

126,3        wie ein Brutus: Plutarch. Caes. c 69 und Brut. 36, berichtet: Als Brutus sein Heer von Abydos nach dem europäischen Festland übersetzen wollte, ruhte er in der Nacht davor in seinem Zelt, wie gewöhnlich ohne zu schlafen, sondern mit Gedanken an die Zukunft beschäftigt. Er brauchte nämlich, wie erzählt wird, weniger Schlaf als irgendein anderer Feldherr und konnte länger wachbleiben als jeder andere. Auch N II,353,2f.

7              am Krönungstage: 18. Januar.

17f.          letzte Schrift: Eine Meynung über den Adel der alten Preußen.

19            gegen die Braxeinsche Familien Nachrichten: F. A. v. Braxein, Historische Beleuchtung <…>.

21            Beyl[age]: vielleicht die zur Adelsschrift gehörigen Urkundlichen Beylagen.

23            Kraus: der die Schrift im Nachlass übernahm.

24            Bruders: der Halbbruder Hennig, NN.

26            vorigen Sonntag an HE D. Biester geschrieben: 122,13.

27            Nachricht einer Ciceronianischen Definition: 121f.

32            Ernestinschen Schlüssel: J.A. Ernesti, Clavis Ciceroniana <…>.

127,2        Aequitas <...>: 117,27ff.; 121,19ff.

4              Glossema: 22,1.

10            (Quittancen u Judensechsern): gemeint sind Abzüge und Sondersteuern.

17            Vetter: Becker: Schmohl.

28            Einschl.[uß]: wohl ein Brief an Biester, 126,28.

Brief 731

128,1        Alle Bücher: 119,17ff.

2f.           geliehene: wohl Repos de Cyrus: von Pernety.

5              recte: Physionomies.

7              im Wilden: L' homme sauvage.

8              bey der schwedischen Gräfin: von Gellert.

13            Verhaftsbriefen: Lettres de cachet; guten Freunde: wohl Kraus.

17            Hartwich: Hartwig, Zeile 26.

21            Storrs Abhandl.[ung]: Neue Apologie der Offenbarung Johannis.

28f.          Herder schon damals anmeldete: IV,217,31ff.

30            Schultzens Versuch: J. H. Schulz.

32            gewiße andere Arbeit: Philosophische Betrachtungen.

37            Capellmeister [Reichardt] einen Brief: samt dem von Schmohl, nicht überliefert.

129,3        Reisen eines Franz.[osen]: von Riesbeck.

4              Leichsenring: Leuchsenring.

8              erhielte einen sehr angenehmen Brief: 712.

13            milden Beytrag: was Scheffner oder Biester ihm werden mitgeteilt haben.

15f.          erste Viertel: der Berlinischen Monatsschrift.

18            Familien Trauer: Wirth, der Schwager von Scheffners Schwester, starb 1784, 133,3

19            Sonntag in Steinbeck: 32,5.

22            geneigte Einladung: wohl in Scheffners vorhergehendem Brief, 127,32.

36f.          gegen Garvens Cicero: Grundlegung zur Metaphysik der SItten; Antwort auf dessen Recension: die, von Feder verstümmelt, in den Göttinger Anzeigen von gelehrten Sachen erschienen war. Die ursprüngliche Rezension erschien dann in der Allgemeinen Deutschen Bibliothek, Anhang zur Zweyten Abtheilung 1783, S.838-862; 71,33ff.

130,1        Etwas über die Schönheit: nicht in der Berlinischen Monatsschrift erschienen; also ein Gerücht (Einer Sage nach). Wirklich auf einen schon damals geplanten Teil der erst 1790 erscheinenden Kritik der Urteilskraft zu beziehen?

11            Nebst zwey Evangel. [?] Büchern: genannt sind Pernety 128,2f. und Mirabeau 127,12f.

Brief 732

130,17f.    Weickhardt [Weikard] <...> guten Rat zu ertheilen: als Leibarzt am russischen Hof: Arndt litt an einer Augenkrankheit, 185,30f.

32f.          Döderleins Dogmatik: Christlicher Religionsunterricht.

131,4f.     Schwanengesang über Mendelssohns Jerusalem: von Johann Friedrich Jacobi, dem Superintendenten des Fürstentums Lüneburg, in Celle; seine Arbeit blieb wohl ungedruckt.

15            Zieschenwurst: eine dünne Wurst.

26            Kant arbeitet an einer Antikritik: Grundlegung zu einer Metaphysik der Sitten.

31            Glave über die Jurisdiction unsers Adels: nicht ermittelt.

36            Malleo Malef.: von Institoris, Malleus maleficarum.

Brief 733

132,21      Schmohl: sein Buch über Amerika und Demokratie.

22            französische Werk: Mirabeau, Des lettres de cachet.

24f.          Systeme de la Nature und de la Société: von Holbach.

27            Bibliothekar: Kraus.

29            Morczini: von Kraus; wie die Galater dem Paulus: wohl Gal c. 3 und 4.

30            öffentlichen Lehrers der Moral <...>: was Kraus ja war.

32f.          Prediger Schultz <...> soll seinen Besitz <...> behauptet haben: Johann Heinrich Schulz.

133,1        in Steinbeck: bei Wirth, im März 1783, 32,5.

2              Familientrauer: 129,18.

11            Wohlstand: Anstand.

14f.          Unrecht des Vaters gegen ihn unverantwortlicher, als meines gegen den Vater: E. F. Lindner, der seinen Sohn zwei Jahre lang ohne Erziehung aufwachsen ließ, und Hamann, der dessen Erziehung für mehrere Monate übernahm, dann aber energisch auf Entlastung drängte, siehe Hamanns Briefe aus den Monaten Januar und Februar 1783 an jenen.

16            lieben Doctor aus Wien: G. I. Lindner.

17ff.         mit dem jungen Menschen: F. L. Lindner.

24            Lieblingsgeschichte der Larrons: von Calvi.

29            meines Mst: Manuskripts von De officiis.

31            das Quartal: der Berlinischen Monatsschrift.

36            wie bey Gelegenheit des Monddoctors geschehen: J. Biester und J. Th. Pyl: Der Monddoktor in Berlin, in: Berlinische Monatsschrift, Bd 1, 1783, S. 353-367, und Die Wallfahrt zum Monddoktor in Berlin, ebda, Bd 1, S. 368-385 mit dem Kürzel H= Marcus Herz. (M. Herz, Philosophisch-medizinische Aufsätze, hg. von M.L. Davies, 1997, S.191ff.). Der Monddoktor war Weisleder.

134,5        Die goldene Medaille: gefertigt  "von Abram Abramson, nach einer Paste[Münzabdruck in weicher, nachhärtender Materie] des Königsbergers Paul Heinrich Collin <...> wurde Kant am 3. März 1784 von einigen Zuhörern feierlich überreicht <...> sie zeigt auf der Vorderseite den Kopf Kants mit der Umschrift Emanuel Kant und auf der Rückseite einen schiefen Turm mit einem von oben daran hängenden Lot und einer an seinem Fuß ruhenden Sphinx. Die Umschrift [die Mendelssohn entworfen hatte] lautet: Perscrutatis fundamentis stabilitur veritas?" [die Wahrheit sichert die Erforschung des Bodens] (Otto Schöndörffer, in seiner Ausgabe des Kantischen Briefwechsels in der Philosophischen Bibliothek Band 52b, Lpz 1924, S. 838).

6              das Jahr seiner Geburt <…> und einige Kleinigkeiten mehr: Nat. MDCCXXIII, Emanuel statt Immanuel, mangelnde Porträtähnlichkeit, siehe Kants Brief an den Hofprediger Johann Friedrich Schultz vom 4. März 1784: <...> auf mich haben dergleichen auszeichnende und prahlende Äußerungen des Beifalls und der Dankbarkeit eine beunruhigende und demütigende Wirkung; aber was ist zu tun, wenn es unsern Freunden beliebt, hierin anders zu denken?

7f.           In den Gothaischen Zeitungen: darin war Ewalds Rezension der Kritik der reinen Vernunft zu lesen.

8              System populair darstellen: in seinen Erläuterungen zu Kants Kritik der reinen Vernunft.

9              Antikritik: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten.

12            Sciences morales: 132,22ff.

22            Nebst einem Buch: Schmohl, 132,22.

Brief 734

Bezieht sich auf Brief 710.

134,24      beym um vergebung Bitten anfangen: 69,26.

30            Sehr wünscht ich für Geld <...> zu haben Hamans, des Esrahiten unterweisung von der Schwachheit der Elenden: Ps 88,1, 70,3f.; Lavater hält die Unterweisung für eine Schrift Hamanns.

135,3        Wer nicht für uns ist <...>: Lk 11,23.

15f.          soll <...> erinnert werden: 71,17f.

21f.          um meines Einmaleins willen: ein Werk im Manuskript, an dem er (nach Ausweis ungedruckter Quellen) seit 1782 arbeitete. An J. G. Schlosser schreibt er am 7. Oktober 1786: Wenn Du einmal was von meinem Einmaleins siehst, so wirst Du, Lieber, sodann begreifen, wie ganz populär und einmahleinshaft die allertiefsten und abstraktesten Wahrheiten vorgetragen werden.

25            Veranlaßer: ein knappes halbes Jahr nach Erscheinen der Manasse-Broschüre Mendelssohns erschien im September 1782 ein 47 Seiten starkes Oktavbändchen mit dem Titel Das Forschen nach Licht und Recht in einem Schreiben an Herrn Moses Mendelssohn auf Veranlassung seiner merkwürdigen Vorrede zu Manasseh Ben Israel, als deren Verfasser Ihr aufrichtigster Verehrer S *** zeichnete, mit einer fünfseitigen Nachschrift, die gleichfalls den Charakter eines öffentlichen Briefs an Mendelssohn trug, und, auf den 3ten Sept. 1782 datiert, die Unterschrift Ihr ergebenster Mörschel zeigt. Verfasser der Nachschrift war Daniel Enst Mörschel, Feldprediger des v. Pfuhlschen Infanterieregiments. Die Enträtselung des Namens des Hauptverfassers schien mit der Initiale S und der Ortsangabe Wien auf den österreichischen Staatsmann, Schriftsteller und Patron der Künste und Wissenschaften Joseph von Sonnenfels zu deuten. Mendelssohn vermutete in ihm den Verfasser, und sein Entschluß, auf die in der Schrift enthaltene Herausforderung zu antworten, erklärt sich aus dem Rang Sonnenfels'. Der wirkliche Verfasser jedoch war August Friedrich Cranz, der sich in seiner Schrift Die Ehre Hamburgischer Staats- Bürger ohne Unterschied der Nationen nebst einem Anhange Herr Dr. Niemann gegen die Juden, Zweite Beilage zur Stimme der Menschheit, Altona 1789, offen zu seiner Autorschaft von Das Forschen nach Licht und Recht bekannte. Als Verfasser leichtgeschürzter Satiren mußte Cranz sich einer literarischen Täuschung bedienen und das Augenmerk auf Sonnenfels lenken, um überhaupt Mendelssohns Interesse zu wecken. Von ihm erwartete er die Bestätigung und Verbreitung seiner chiliastischen Gedankengänge.

30            unsere Söhne: 72,34.

136,2f.     Geruch des Todes zum Tode: 2 Ko 2,16.

20            nach Wörlitz: der Sommerresidenz der Herzöge von Dessau.

Brief 735

136,27      aus Wien erhalten: lange vor 15. März, 133,16, nicht überliefert; um die Addresse zu ersehen: 139,13f.

28            ausdrücklich aufgehoben: Hamann pflegt Briefe also auswahlsweise aufzubewahren.

137,6        weite Reise nach dem Roßgarten: wo die Mutter Lindner lebt.

9              junge Neveu: F. L. Lindner.

11            Sein Brief: Ehregott Friedrich Lindners, nicht überliefert.

36            HE Hofrath: milder Hieb auf dessen notorische Geldgier und Geiz.

37            HE Lieut. Wirth: war vor kurzem gestorben, 129,18.

138,6        Hofrath: Knapp.

31            wenn Sie: sie.

32            Hofr.[at]: Ehregott Friedrich Lindner, auch 139,7.

139,1        Grostochter: Witwe Skubich.

5              unvermögenden Grosmutter: A. A. Lindner.

8f.           klagt, daß der Preuße ihn 130 # kostet: der Sohn Friedrich Ludwig studierte in Berlin bei Meierotto.

Brief 736

139,22f.    Zwey Briefe <...> erhalten: 644 und der IV,420,29 erwähnte, nicht überliefert.

27            von gleichem Alter: Jahrgang 1759.

30            aufgewärmten Kohl: Juvenals crambe repetita; ein paar Bogen: Golgatha und Scheblimini.

140,4        Pack schicken <...> gegenwärtige Einlage: vielleicht Golgatha und Scheblimini.

6              Schreiben <...> Gaupp: nicht überliefert.

9              Lenz dort zurück gelaßen: in Schaffhausen.

13            ihm in Moskau wohl geht: Lenz.

16f.          Lenz hat <...> an mich geschrieben: nicht überliefert.

19f.          Häfeli jetzt näher zu hoffen: in Wörlitz, 136,13f.

33            meinen Freunden in Zürich: Pfenninger, Häfeli.

34            Verzeichnis: 142,24.

36            innigsten Freunde: Hippel.

141,4        Prodromo zur Moral: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten.

6f.           Döderleins Dogmatik: Christlicher Religionsunterricht.

10            2ten Theil: der Geschichte der Schweiz.

Brief 737

Antwort auf Brief 734.

141,19      Freunde in Schafhausen: Gaupp, 140,6f.

22            dortigen jungen Freund: J. G. Müller, 736.

23            Antwort auf 2 Briefe: 139,22f.

26            unsern Buchläden: Dengel und Hartung.

28            neue Jerusalem: von M. Mendelssohn.

31f.          Ihre und Ihrer Freunde Erinnerungen: Bedenken und Einwände, z. B. in seiner Antwort an Moses Mendelssohn.

142,3f.     der ganze Pilatus zu Ende seyn wird: L. schrieb noch einen 4. Teil, 244,13.

6f.           eine harte Zeit: 135,10.

7              Tiefschweigen: 136,5.

10            Häfeli nähere Verpflanzung: nach Wörlitz, 136,13f.

11            erste Nachricht davon: nicht überliefert.

15f.          Ihre Kanzelvorträge: Predigtsammlung.

24f.          Habe Müller gebeten: 140,34f.

25            Freund: Hippel.

Brief 738

Seit dem am 9. November 1783 in Königsberg angelangten, verschollenen Brief Herders, auf den der Hamanns vom 8. Dezember (Brief 725) antwortete, scheint der Briefwechsel geruht zu haben, es sei denn, Herders Einlage und Brief an Hartknoch seien von einem an Hamann begleitet gewesen.

143,23      Gegenwärtige: Briefe von Herders Schwester, die Hartknoch übermitteln soll.

35            Ich antwortete ihr gleich: nicht überliefert.

144,2        ihr wider geschrieben: nicht überliefert.

3              sein Herr: nicht ermittelt.

11            aus Ihrem letzten Briefe: wohl dem verschollenen, den Hamann am 9. Nov. 1783 las.

11f.          Ihrer Beruhigung <...> und Ihr: gemeint: ihrer <...> ihr.

22            Notar zu Hasenpoth: in Kurland.

25            ihres Schwagers: Hartknoch.

27            ersten Pathin: Albertine Hartknoch.

28            Musico: nicht ermittelt.

145,5f.     den 1 May <...> einzuweihen: ein Tag, den Hamann immer als seinen geheimen Feiertag beging, mit Hagedorns Mailied, I,69,24.

8f.           a la Reiske wandern wird: (147), der allerdings nicht über die Niederlande hinauskam. Hamann assoziiert bei Hill dessen arabische Interessen und sogleich auch die Reise Reiskes, des Begründers der wissenschaftlichen Islamkunde in Deutschland. Seine Lebensbeschreibung, postum von seiner Witwe veröffentlicht, gibt das Panorama eines in vieler Hinsicht reichen, aber auch zerquälten Lebens, 147,27f.

9              einem Curländer: den Jachmann nach Königsberg begleitete, nicht ermittelt.

10            Hintz: 150,14ff.

23            kam Ihr Brief und einer von Reichardt an: beide nicht überliefert.

26f.          Gott wird für Kelter und Tenne sorgen: nach Hos 9,2.

30            wegen der Sicherheit: 131,12f.

35f.          Freund: Hartknoch, 148,4.

146,1        Ideen: Ideen zu einer Philosophie der Geschichte der Menschheit.

2              Ausfall: Golgotha und Scheblimini.

7f.           einen Brief von einem Kaufmann aus Schaffhausen: Gaupp.

8              Einlage von Lavater: 734.

11            prodromo: Golgotha und Scheblimini; L.[avater] lamentirt: 135,17ff.

13            wie Sie es gut nennen: wohl in einem der verschollenen Briefe.

14            Schwagers: Sigmund Flachsland.

24            erhalte einen Brief von D. Lindner: vom 2. Januar 1784, Zitat 155,34-156,13, nicht überliefert.

27            an ihn zu schreiben: Brief 735.

29            Leipziger Pack: 148,2.

147,1        Hofrath: E. F. Lindner.

3              Brief aus Dresden: 137,34ff.

9              Der Artikel in den Gothaischen [Gelehrten] Zeitungen: vom 11. Februar 1784 sprach, vermöge einer Nachricht, die wir aus dem Munde eines glaubwürdigen Mannes erhalten haben [...], von einer Lieblingsidee Kants, daß der Endzweck des Menschengeschlechts die Erreichung der vollkommensten Staatsverfassung sei, und er wünscht, daß ein philosophischer Geschichtschreiber es unternehmen möchte, uns in dieser Rücksicht eine Geschichte der Menschheit zu liefern, und zu zeigen, wie weit die Menschheit in den verschiedenen Zeiten diesem Endzweck sich genähert, oder von demselben entfernt habe, und was zu Erreichung desselben noch zu thun sei. (siehe Kant AA VIII,468). Der glaubwürdige Mann war Prof. Rudolf Zacharias Becker. Die Zusammenhänge hat Werner Stark dargestellt, der einen unbekannten, von ihm in der UB Amsterdam entdeckten Brief Kants an Becker veröffentlichte und kommentierte (Kant-Forschungen Bd V) und dabei, was Hamanns Mitteilung aus Kanters Munde in Zeile 10 anlangt, die Lesung aus Kantens Munde schlüssig empfiehlt (freundl. Mitteilung im Brief vom 27. Febr. 1992).

11f.          bey unserm Hippel: in der Tat lernten sich Kant und Becker bei einer Einladung Hippels kennen. Hamann war nicht dabei, siehe aber 95,36f. und 98,11.

12            Als Rector in Mohrungen: meint wohl: w i e ein Rector, der berichtigt und vermittelt, 162,10ff.

14f.          Auszug aus dem Tagebuch eines Rußen <...>: von August Friedrich Wilhelm von Kerten, 1783.

18            Antikritik über Garvens Cicero: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten.

22            Namen des Uebersetzers: von J. Burnett-Monboddos Werk von dem Ursprung der Sprache ist E. A. Schmid.

25            des Ueberbringers Rückkunft: Hartknoch.

27            Freunde: E. J. Deutsch.

33            guten Freunde G.[oethe].

Brief 739

148,5        nach Wien u Schweitz: für G. I. Lindner und Lavater.

10            das Mst: Manuskript von Golgotha und Scheblimini.

26            meinen Vorläufer: mit der nicht ermittelten Schrift über Mendelssohns Jerusalem.

28            meinem Verleger Garbe [recte: Gebhard in Frankfurt am Main]: von An die Hexe zu Kadmonbor und Neue Apologie des Buchstaben h, allerdings wohl von Hinz in Mitau gedruckt (N III,434f.)

36            Herders Sachen: vor allem seine Ideen zu einer Philosophie.

149,1        über die Ewigkeit der Welt: 160,26.

7              Gespräche: Dialogen über die Regierungskunst.

11f.          Er hat <. ..> geschrieben: Gagliani.

19            Mendelssohn hier: 1777, in der letzten Juliwoche in Königsberg, auf einer Reise in Geschäften.

23            ihres Monboddo: Ihres.

27            wegen der Bücher: der Synonymes.

28f.          alte Gräfin: von Finckenstein, 170,13ff.; 186,12f.

150,1f.     dritten Theil von Pilatus: Lavaters.

3              Moral für Jedermann: vermutlich seine Vorlesung über Moralphilosophie, im Nachlaß der Vermischten Schriften, hg. von Herbart und H. von Auerswald, Königsberg 1809-1819.

7              unsern Leuten: wohl Dengel und Hartung; der erste: Stahlbaum, in Berlin. Die Affäre mit der vor Jahren abgeschwatzten Maintenon ist nicht aufzuklären.

14f.          man sagt gar, daß Sie ihm den Laden abgenommen: 145,10f.

16            Besuch in W.[eimar] oder Z.[ürich]: bei Herder bzw. Lavater.

24            2 Synonymes: vom Abbé Gabriel Girard.

Brief 740

Kreuzte sich mit Brief 738.

150,29f.    neugebackenen Philosophie: Ideen zu einer Philosophie der Geschichte der Menschheit.

30            Kein Wort vom alten: Auch eine Philosophie der Geschichte, 109,27.

151,3        Turbationen: Störungen.

4              Autor autoris: eigentliche Anregerin.

6              αδης: Hades.

23            Minen= Mienen.

25            Mahomend [sic] <...> eine Sura seines Korans: 68.

27            von Ihnen mit: die Metakritik über den Purismum der Vernunft.

29            Regen ein dürres Land: Ps 143,6.

35            wie Kleists lahmer Kranich: Ewald v. Kleist, Der gelähmte Kranich. Eine Fabel, in: Neue Gedichte vom Verfasser des Frühlings, Berlin 1758.

36            wie Lazarus: von dem Lk c.16 und Jh c.11 erzählen.

152,1        Fraß der Zeit: Ovid, Metamorphosen XV,234.

1ff.          hat sich Göthe <...> sehr freundlich <...> zu uns gethan: seit dessen Geburtstag, 28. August 1783, hatten sich beide einander wieder angenähert.

9              Zuruf an Arme: 176,34ff.

14            Christl.[ichen] politischen Journal: Patriotisches Archiv für Deutschland.

20            nach dem Trost der Maria des Yoriks: Aber der liebe Gott, sagte Maria, schickt warmen Wind, wenn das Lamm geschoren ist, Laurence Sterne, Yoricks empfindsame Reise, aus dem Englischen übersetzt von J. J. Bode, im Kapitel Maria, und 9. Bd des Tristram Shandy.

21            2ten Th.[eil] meines Buchs: der Ideen.

23            Vielleicht schreibe ich Ihnen bald Nachrichten: daß ihn Gleim als Abt für Klosterberga vorgeschlagen habe (Brief Gleims vom 26. 4. 1784) und daß die Universität Göttingen ihn in die theologische Fakultät berufen wolle.

28            das Reh auf den Bergen: 1 Ch 12,8. Müllers Spitzname war  "flüchtiger Hirsch".

30            Prinzen von Preußen: der spätere König Friedrich Wilhelm III, *03.08.1770.

31            Instruction: am 6.4.1784 von Friedrich II. übersandt, die L. auftrug, in seinen Lektionen auf Locke und Leibniz einzugehen und wider die Rhetorik das Ideal der Wahrheitsfindung hochzuhalten (freundlicher Hinweis von R. Markner, sein Beitrag Franz Michael Leuchsenring, "Philosoph ambulant" in Berlin und Zürich, in: L. Kreimendahl u.a.(Hgg), Radikale Spätaufklärung in Deutschland. Bd. 24. Hamburg 2012.

34            werden sich bald sonderbare Dinge hervorthun: 156,6ff.

35            Maximilian nicht Priester werden: Kurfürst Maximilian Franz, Erzbischof von Köln und Bischof von Münster seit 1784, die Priesterweihe empfängt er im Dezember 1784.

36            muß man mit Hamlet sagen: vielmehr: Die Zeit ist aus den Fugen I,5,189.

153,12      Geantw.: 753.

Brief 741

153,15f.    ein paar Zeilen an Sie befördert: 148,5.

31            habe ich neulich gemeldet: 138,35.

154,3f.     Geschichte der Abrahamiten <...>: siehe Gerz, Wilhelm, vermuteter Verf.

7f.           Berlinschen Hebräers: Mendelssohn.

10            Dengelsche Zeitung: die Königsbergschen <...> Zeitungen.

14            Zeugniße aus Berlin: über E. F. Lindners Sohn und dessen Studium bei Meierotto.

16f.          gute Lieut.[enant] in Steinbeck: Wirth.

19            redites: unnötige Wiederholungen.

20            vom Lande: von Deutsch in Graventhin.

30            habe einen Brief vom Kap der guten Hoffnung erhalten: 712.

Brief 742

155,10      Möhser: wohl Möhsen, Beyträge zur Geschichte der Wissenschaften.

16            Freund: Kraus.

22            Oberbibliothekar: Buck.

33f.          nach Wien geschrieben: 735.

34f.          Brief vom 2 Januar erhielt: 146,24, nicht überliefert.

156,6        Kayser: Joseph II.

16            Zeitung: 154,10.

17            Morczini: von Kraus.

20            aus Graventhin: von Johann Michael.

22            jungen Lindner: Friedrich Georg.

27            Lavater klagt auch: 135,17ff.

Brief 744

158,7f.     Eifer wegen der Eichhornschen Pfarre: 156,23.

23            guten Jungen: G. I. Lindner.

24            Beykommendes Päckchen: 161,5.

159,9        Landprediger Reich: Johann Christian Reichard.

12f.          Artikel über den Tacitus: im Kapitel De l´Histoire des Bonnet de nuit.

15ff.         Le petit fils d`Hercule <...> Verf.[asser] wird Vizekönig von Orel: recte Oreb; anonym 1784 erschienen.

22f.          Erroticon <...> Liber: von Mirabeau.

24            einem andern zu Gefallen: vermutlich Guémadeuc.

Brief 745

160,12      partem posteriorem des Döderleins: wahrscheinlich seines Christlichen Religionsunterrichts.

17            Magazin für Prediger: hg von Bahrdt.

23            Monboddo: 86,26.

25            Beschreibung von Italien: von Heinrich August Reichard.

26            engl.[ischen] Werks über die Welt: Edward Moore;, möglicherweise 149,1,

161,1        freymüthigen Betrachtungen: von Starck.

2              Jerusalems seine: J. F. W. Jerusalem, Betrachtungen über die vornehmsten Wahrheiten.

7              Brief aus Graudenz: nicht überliefert; Mockrausche Revue: eine Militärparade vor dem König.

24            der Sprintlackschen Mädchen: in Scheffners Haushalt.

25            Selbst graben mag ich nicht: Lk 16,3.

34            Der 42jährige Affe: von Karl Franz Steinsberg.

Brief 746

162,10      diese Einl.[age]: von Herder; nach Morungen: für C. Güldenhorn.

16            Unser Freund: Herder.

11            selbige zu erbrechen: H. rechtfertigt seine notorische Neugier mit Hartknochs Vertrauen, ausgesprochen in einem der verschollenen Briefen.

17            auf die Summe Rechnung gemacht: siehe den Brief der beiden Herders an Hartknoch von Anfang Mai 1784 (HBGA 5, Nr. 27), der ein Exemplar des ersten Teils der vom Buchdrucker Schlegel in Erfurt gedruckten Philosophie der Geschichte in ganz veränderter Form u. Gestalt begleitet; siehe auch Caroline Herders Brief an Hamann (778). Die komplizierten Verhandlungen über den Verlag, Preis, Vertrieb und Honorar der Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit verliefen, nach Ausweis des Briefwechsels zwischen Hartknoch, Herder und Caroline Herder-und von Hamanns Vermittlungsversuchen in seinem Briefwechsel mit Hartknoch und dem mit den Herders vermutlich (und als Modell des zeitgenössischen, schwierigen Geldverkehrs hier zusammengefaßt) folgendermaßen:
Als Modell galt Wielands Honorar für die Horaz-Übersetzung, 3 Louisdor entsprechen 3,5 Talern, also 15 Taler pro Bogen. Für die Ebräische Poesie hatte Herder 2 Carlins pro Bogen verlangt; da der Carlin keine krisenfeste Währung war, ist das Verhältnis von Carlin zu Taler unklar. Nach Adelung ist 1 Carlin=12 Fl. (Gulden). 1 Fl=16 gute Groschen=1/3 Taler, da 1 Taler=24 gute Groschen. Also kann man 1 Carlin in 8 Taler umrechnen. Caroline Herder aber berechnet 40 Carlins, also 250 Taler, d.h. 1 Carlin=250: 40 Taler= 6 1/4 Taler. Daher wird Herder 12 1/2 Taler pro Bogen der Ebräischen Poesie gefordert haben. Die Buchhandlung der Gelehrten, bei der Bertuch das Buch herausbrachte, gab jedoch nur 2 Louisdor=10 Taler pro Bogen, mit der zusätzlichen Versicherung, daß Herder nach Ablauf von 5 Jahren wieder frei über sein Werk verfügen dürfe. Für die Ideen hatte Hartknoch von sich aus 2 Carlins pro Bogen angeboten. Herder aber hatte 2 Louisdor annehmen wollen. Caroline Herder kam nun hartnäckig-scherzhaft auf Hartknochs höheres Angebot zurück, worauf dieser verstimmt auf die neue Berechnung reagierte. Er rechnete die Zeilenzahl pro Bogen der Ideen auf die der Ebräischen Poesie um und kommt zu dem Schluß, daß ein Bogen hier soviel sei wie ein 1/2 Bogen dort, sodaß ein ausgedruckter Bogen der Ideen nur als halber honoriert werden könne, freilich nach dem von C. Herder gewünschten Satz von 2 Carlins. So ergibt sich die Rechnung: 40 Bogen=40 Carlins, die er aber nach der Rigaer Währung berechnet: 1 Carlin=12 Fl (Gulden); 1 Fl. Rigaer Courant=8 Groschen, also 1/3 Taler. 40 Carlins=160 Taler. Das hätte für Herder, gemessen an der früheren Abmachung, einen Verlust von 240 Talern bedeutet. Hartknoch fand sich dann doch bereit, 160 Laubtaler auszuzahlen. 1 Laubtaler=1 Taler, 12 Groschen, 6 Pf.(nach Adelung). Also sind 160 Laubtaler=240 Taler 960 Pf, ungefähr 244 Taler. Das war eine Honorarminderung von nur 156 Talern. Jetzt mischt sich C. Herder ein: sie rechnet vor, Hartknoch habe den Verkaufspreis für die Ideen zu niedrig angesetzt und für jedes Exemplar 4 gute Groschen mehr verlangen können. Das bedeutete: 24 Gr.=1 Taler, 4000 Groschen=166 Taler 16 Gr. Hätte Hartknoch diesen Mehrerlös zu den 244 Talern, die zu bezahlen er bereit war, hinzugefügt, wäre Herders ursprüngliche Forderung erfüllt gewesen. Das Streitobjekt der folgenden Monate sind also 150 Taler. Wahrscheinlich entsprang Hartknochs Umrechnung von Carlin auf Laubtaler keiner böse Absicht, denn die Rigaer Währung war in der Tat wesentlich schlechter als die Reichswährung, und es ist möglich, daß in Riga 1 Carlin=4 Laubtaler umgerechnet wurde, da beide als Goldmünzen unabhängig von dem Umrechnungskurs des unedlen Hartgeldes waren.

18            von andern: wie Bertuch.

24            zerstreuten Blätter: die 1785 erschienene Sammlung.

28            als K.[anter] und H.[artung].

163,17      Päckchen aus der Schweitz: mit dem Schweizerischen Museum, 166,9.

29            beantw d 19 Jun 1784: alten Stils; nicht überliefert, 167,3ff.

Brief 747

163,32      geneigte Zuschrift: nicht überliefert.

164,25      Magazin für Prediger: hg von Bahrdt.

31            Gertrud und Lienhard: von Pestalozzi.

Brief 748

165,26      Beylage der Abgötterey: von Plessing.

30            Aufsatz: Scheffners Wunschliste.

32            erste Stück der Heßischen Beyträge: hg von G. Forster und D. Tiedemann.

166,1        keine Empfehlung für mich ist: wegen seiner Schrift Versuch einer Erklärung des Ursprungs der Sprache.

3              Herder circulirt: seine Ideen zur Philosophie.

4              Monboddo: 86,26.

5              Nüßlers Leben: von Büsching.

9              Schweitzerischen Museum: hg von J. H. Füßli.

10f.          Bodmers Leben sehr weitläuftig: in mehreren Abteilungen, Bodmer, Jugendgeschichte, S. 1-37, Bodmer, Zweyter Abschnitt, 97- 148, Bodmer 193-222 im Museum, von Semler.

11            engl.[ische] Biographien: von S. Johnson.

12ff.         Berathschlagung <…> Ehegatten: Von der Berathschlagung und den rechtmäßigen Absichten bei der Auswahl eines Ehegatten. Von Füßli, S. 83- 94, 175- 182, 275-283.

16            ungenannte Verf.[asser] über die Ehe: Hippel.

Brief 750

167,3        warmen Brief: nicht überliefert, 163,29; Pack: 169,12ff.

6f.           Entschluß H.[erder] nicht eher zu antworten <...>: von hier aus: aus Hartknochs Perspektive der Honorarfrage. Caroline Herder wird Hamann im Brief 778 vom 28. Oktober 1784 über die Sicht der Dinge aus der Perspektiver der Herders informieren; sie zitiert eine Passage des Briefes, den Hartknoch aus Leipzig am 27. Mai geschrieben hatte (251,19 bis 252,5), nachdem sie vorher schon ein Exzerpt aus ihrer Nachschrift zu einem Brief ihres Mannes von Anfang Mai 1784 (HBGA 5, Nr. 27) gebracht und einen anderen Brief Hartknochs (252,29 bis 32) referiert hatte.

13            zu weit getriebene Aufopferung: Herder immer wieder mit Geld (Vorschüssen) zu unterstützen.

21f.          unser täglich Brodt <...> zu leben imstande ist: u.a. Mt 4,4; 6,11.

22f.          gegenwärtigen Verlegenheit: der Streit um Herders Geldforderungen.

24            Herder als Schuldner von 100 Dukaten.

30            von wirklichem Verlust: der Frage nach der Qualität von Herders Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit. Erster Theil, dem ja Fortsetzungen folgen sollen.

31            diesen Verlag: der Ideen zu einer Philosophie.

168,24f.    Schuld liegt an Euch beyden: 162,17.

169,12      Petersb.[urger] Journal; Backmeisters: Bacmeisters.

14            Schmidts Material: Schmidt-Phiseldek.

14f.          Vers.[uch] über die materielle Welt: von Russell.

15            9 Bändchen der Romanen Bibl.[iothek]: hg von Heinrich August Reichard.

16            Mümplers: Mümlers.

24f.          nach der Schweitz zu antworten: Eberhard Gaupp, 140,6ff.

26            Superintendenten: Christian David Lenz, den Vater, 171,25.

34            Drucker: Unger.

170,7        Bitte paszolli: russisch-italienisches Kauderwelsch, etwa: nun aber los; endelich: Luthersprache.

8              Mayers Bändchen sokratischer Denkwürdigkeiten: 172,3f.

11            unserer Laden: Dengel, Hartung.

14            die Synonymes: von Girard.

15            von Finkenstein: 149,28.

21            meiner Saalbadereyen: Sammelausgabe seiner Schriften.

27f.          Die Kritik der reinen Vernunft wird jetzt rege: seine Metakritik über den Purismum der Vernunft.

31            Schweitzerischer Doctor: Rothpletz, 171,27.

32f.          Briefe über die Schweitz: 226,19ff.

34            Freund der Pomona: Sophie von La Roche, metonymisch nach ihrer Zeitschrift.

36            Preis des Sh.[akespeare]: 719.

171,11f.    Empf <...> beantw: alten Stils, nicht überliefert.

Brief 751

171,16      Bogen: von Golgotha und Scheblimini.

22            An H.[erder] nach W.[eimar].

25            nach der Schweitz: an Gaupp.

26            mit Friedrich: Angestellter in Dengels Buchladen.

30            Preßpappen: wohl zu Bucheinbänden (nicht bei Grimm DW).

172,2        Büchlein: Golgotha und Scheblimini.

3              Ding von Mayer: 170,8f.

5              Kreutzf.[elds] Katalog: für die Auktion seiner Bibliothek.

7              Preißfrage über den Kindermord: unter dem Titel servare hominem quam gignere malo, gekrönt durch den Hrn. Hofkammerrath Rigal in Mannheim; siehe auch Münchner Wochenblatt vom 3. Hornung 1784, S.76.

8              Bogen über den Preuß. Adel: 85,36.

11f.          jener D. genau kennt: Rothpletz.

15f.          erste Theil s[einer Geschichte: Handbuch der Geschichte und Erdbeschreibung Preußens.

16            beyden Buchladen: bei Dengel, Hartung.

17            wenige Subscribenten: Horst  E. Miers, Die Subskribenten- Liste als genealogische Quelle, in: Ostdeutsche Familienkunde <...> Göttingen Bd II. Jg. 7, 1959, S. 180-185, verzeichnet für Bd.1 wenige Subskribenten; aus Königsberg nur [den Bankier] Jakobi. Für den 2. Bd finden sich viele Namen, auch aus Königsberg.

21f.          Entschließung in der H <...> Sache: der Streit zwischen Herder und Hartknoch wegen des Honorars für die Ideen.

Brief 752

173,3        Ihre Zuschrift: 140,6ff; 169,24ff.

4f.           unser liebe L.[avater] <...> Antwort: Brief 737.

5              einen Brief von Hartknoch: nicht überliefert, aber 171,12.

9f.           Schafhauser Freund: Gaupp.

20            ein paar Briefe mit ihm gewechselt: keiner ist überliefert.

23f.          mit ähnlichen Absichten: in Straßburg und seinem Elternhaus eine Position zu suchen; es wird das Philanthropin in Dessau werden

28f.          ergriffen habe-jage ihm aber nach: Phl 3,12.

31            Freunden in der Schweitz: Lavater, Kaufmann, Pfenninger, Brüder Müller.

32            Zu Hill siehe Hamanns Brief763.

34            wie ein Onesimus: Kol 4,9, Phm 15f.

174,11      Freunde in Zürich: Lavater und Pfenninger; in Strasburg: Ehrmann.

13f.          ohn ihn getroffen zu haben: 171,26ff.

Brief 753

174,19      Seit dem 28 May: Ankunft des Briefes 740.

23            Brief unsers Reichardts [nicht überliefert] einen electrischen Schlag: wohl Nachricht, daß sich der Druck verzögere.

27            hab ich auf jene Nachrichten gewartet: 152,23f.

29            Ihre Einl.[age]: an Hartknoch und C. Güldenhorn.

175,5f.     Hartknoch <...> geschrieben <...> Königsberger Brief Antwort: 167,6.

12ff.         Ihre Ideen: auf Hamanns deutliche Reserve antwortet Herder im Brief 759, zunächst eher ausweichend, ab 194,22 etwas substantieller.

26f.          den 2ten Band mit der Michaelismeße: wie Herder ihn ankündigte, 152,21f.

176,3        in Begleitung: Friedrichs, 171,26.

9              Preßpapiere: 171,30.

13            ehrlichen Bürger von Rothgerber: ein Rotgerber gerbt die Häute mit Lohe, wovon sie eine rötliche Farbe bekommen, heißt daher auch Lohgerber im Gegensatz zum Weißgerber.

15            meines Wirths: Kanter.

19            Briefe über die Freymäurerey: von Vogel.

22            von den vertrauten Briefen: Spalding.

23            Kant arbeitet: an der Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, erschienen Riga 1785.

24f.          Er wartet <...> auf des Heinekens Versprechen: Samuel Heinicke in Leipzig, der sich als Verteidiger der Kantischen Philosophie fühlte (ADB XI, S. 369); so berief er sich in seiner Metaphysik für Schulmeister und Plusmacher, Halle 1785, auf Kant, was ihm eine scharfe Kritik des Herausgebers der Allgemeinen Literatur Zeitung, Ch. G. Schütz, einbrachte; siehe dessen Brief an Kant vom 20. Sept. 1785.

31            ein Familienfehler: Reisen von Hills Vater oder Ahnen waren nicht zu ermitteln.

34            Zuruff an die Arme: 152,8ff.

35            bittet sich auch für Geld u Worte Hemans: 134,30 und Ps 88,1.

177,7f.     Prodromus und Prolegomena: zu Kant und Mendelssohn.

9f.           Nicht mehr als 2 haben es hier gelesen: etwa Kant und Fischer, 175,13f.

11            hatte ich: gemeint: hätte.

13            Ihr Lustgarten: die Ideen.

14f.          die letzte Hälfte des vierten Buchs mich näher angeht: das vierte Buch: Organisation des Menschen zur Humanität versucht zwischen dem aufrechten Gang des Menschen und seinem geistigen Vermögen eine Verbindung herzustellen: durch den aufrechten Gang bekam er die Hände frei, wurde ein sprechendes Geschöpf und befähigt, Vernunft zu lernen.

16            wie ich ihn erst nannte: Schädelstätte, Golgotha.

18            einziges Wort dreymal wiederholen müßen: actio, III,76,7.

20            finster über diese Tiefe: 1 Mo 1,2.

21            Engel mit dem Schlüßel: Off 1,8; 20,1.

23f.          Recensenten in einer neuen Litterarzeitung: könnte ein warnender Wink an Herder sein, sich auf eine kritische Rezension gefaßt zu machen: durch Kant. Der Herausgeber jener soeben in Jena gegründeten Allgemeinen Literaturzeitung, Schütz, hatte Kant in einem Brief vom 10. Juli 1784 gebeten, dem Gremium der Mitarbeiter beizutreten und sogleich Herders Ideen zu rezensieren. Kant, der im Begriff war, die Ideen zu lesen (175,12f.), hat den Inhalt dieses Briefes Hamann bis in das Honorarangebot mitgetheilt, 180,3-12. Kants scharfe Kritik wird in der ALZ vom 4. Januar 1785 erscheinen.

27            Unsers alten Freundes [,] Ihres Vorgängers Hintz [Geschenk] <...>.

37            Göttingschen Auswanderungen: die mögliche Berufung.

178,4        G[oethe] misvergnügt: 152,1ff.

5              Factotum: leiser Vorwurf an Herder, mit der Erinnerung seine frühere médisance, IV,484.

7f.           Leuchsenring einer reichen schönen Jüdin nachgestellt: Leuchsenring, der in den Kreisen gebildeter Juden verkehrte, strebte die Heirat mit der Tochter des Geheimraths Ephraim, Adelaide, an; der Heirater aber stellte hartnäckig die Bedingung, sie solle Jüdin bleiben, allen Schwierigkeiten zum Trotz. Darüber kam es zum Zerwürfnis mit Mendelssohn und Nicolai. Die Heirat kam nicht zustande, denn (VII,187): "Es fand sich, daß die große Liebe des Mädchens zu Leuchsenring ein Märchen war. Es hatte gar keine Lust sich entführen zu lassen". Mißmuthig verließ L. im Frühjahr 1785 Berlin. [als Ersatz für Freund R.[eichardts] Darstellung im verlorenen Brief: nach Schwartz, Landgraf V. von Hessen-Homburg <...> Bd 1, 1888. S.134.].

10f.          christ-politischen Journal: sein Patriotisches Archiv.

12            Großings ritterlicher Autorschaft: wohl Die Kirche und der Staat.

13            R.[eichardt] antworten: dessen Brief er am 5. August erhalten hatte (174,23 und 179,29); zur Antwort kam es erst mit Brief 761.

14            seinen Einfall: Hamann an Herders Geburtstag zu erinnern und ihn nach Weimar dazu einzuladen, 179,31.

17            jene Nachrichten: 152,23f.

25f.          seit 62 verjährter Schaden: seit den Wirren um Anna Regina in den Jahren 1762/63.

28            Vice-re: der Statthalter, 180,18ff.

33            akademische Kanzler: Jester, 357,6f.

34            zum Anhalt aufmarschiren: zur Ermahnung.

Brief 754

179,29      Beide Briefe sind verschollen.

30            Gaupp <...> geantwortet: Brief 752.

33            an Ihre Vorschrift gehalten: als Vermittler im Konflikt Hartknochs mit Herder und Caroline.

180,25f.    bey jetzt erledigten Stadtpysikus: Hartkoch überschätzt ja wohl die medizinische Kompetenz Johann Michaels; Bestellung der siberischen Saamen: für die siberische Schneerose.

30ff.         Mein Schiblemini <...> der Unger: als verzögernder Drucker.

35f.          Evangel.[ium] von der Zerstörung Jerusalems: u.a. Lk 21,20ff.

181,4f.     ob Sie ihm die Notwendigkeit des Geheimnißes eingeschärft: damit Unger die befürchtete Zensur umginge.

22            epistolam fulminatricem: einen blitzeschleudernden Brief

31            kleine opus posthumum: Meynung über den alten Adel.

182,5        Gaben für die Abtrünnigen: Zitat aus dem verlorengegangenen Brief, 179,29; Bischoff und Plato: Herder.

9              Aetna: der alte poetische Topos -bis zu Goethe im West-östlichen Divan.

20            H.[erders] Herz.

12            gegenwärtigen Noth: was den Druck seines Golgotha anbelangt.

21            2ten Theil: der Ideen.

31            beantw d. 12-: nicht überliefert.

Brief 755

183,2        K[öni]gsb[er]g den 15[.] August Dom.[inica] X p[ost] Tr.[initatem] [1784] et die natali V[iri]L.[itteratissimi] Matth[iae] Claudii.

4f.           freundl.[ichen] Dank für ertheilte Nachrichten: in einem verschollenen Brief.

6              Virtuoso ambulante: Reichardt.

14            in Grünstadt einen Brief von mir: nicht überliefert.

17            beyl.[iegenden] Brief: in dem Dengel um Claudius als Übersetzer wirbt, 190,16.

19            mit Löwen zufrieden: Verleger in Breslau.

24            feiner artiger Mann: Dengel.

26            Uebersetzung übernehmen: 185,1.

30            unsers R.[eichardt].

184,6        Das zerstörte Jerusalem in mir: 180,35f.

7              Der reisende Franzose: Riesbeck.

10            Reichards Brief: nicht überliefert; nach W.[eimar] zu schreiben: 753.

12            liebe H.[erder].

31            Herzog von Curl.[and]: v. Biron.

33            Herzogin: Anna Charlotte v. B.

185,2        gebt uns bald Nachricht: also Dengel und Hamann.

4              neuste Schrift: vom Sohn Friedrich Carl; enthält auch Euren Namen: S.181: Wann nach den zahllosen Allmanachs einst auch noch ein Hof-und Ministerial-Almanach erscheinen wird, so gäbe diese zwifache Operation schon Stoff zu ein paar Chodowieckyschen Bildern, belebt durch zwo (181) Kästnerische Epigrammen, von Lichtenberg kommentiert und den Begossenen von dem guten Claudius zu Grabe gesungen.

Brief 756

185,9        nach Graventhin: bei Deutsch.

30            Landsmann in Petersb.[urg]: Arndt.

34            was ich vermuthet: 172,3f.

186,1        Geld von Auerswald: für die Lieferung des Shakespeare, 130,20ff.

3              Ihrem Briefe: nicht überliefert.

3f.           Nach W.[eimar] geschrieben: 184,10.

4              nach Schaffhausen: an Gaupp, 752.

5f.           in einem meiner vorigen Briefe: 180,27f.

7              Muhme: C. Güldenhorn; Ihre: ihre.

11            Synonymes: von Girard.

18            Herzogs Suite: von Kurland, v. Biron.

21            Ding: Golgotha und Scheblimini.

24f.          gerad zu machen, was noch so krumm und schief aussieht: Lk 3,5.

33ff.         Von dem Unrecht: 162,17.

187,5        pointikeusen Eigensinn: wohl von pointilleux: spitzfindig, empfindlich.

7              schenken sind Sie bereit: was Hartknoch im Falle Herders seit Jahren tat.

11            bey jedem Theil: der Ideen.

13            der Verleger einer litterarischen Zeitung: die Allgemeine deutsche Zeitung wurde von der Churfürstlichen Sächsischen Zeitungsexpedition verlegt.

20            Hamen: Köder, Fangnetz.

25            bibliopolischen Asmodi: ein buchhändlerischer böser Geist, also Überlegungen nicht zu Gunsten Herders.

25f.          Bischof <...> Lotterie Dir. <...> Sachwalter zu Hasenpoth: Herder, Kanter, Hinz.

188,2        Krausens Antrag: wegen der Übersetzung von Harris, 181,11f.

5              Empf: nach altem Stil.

Brief 757

188,10      Oberbibliothekar: Buck.

13            Magazin für Prediger: hg von Bahrdt.

14            vom Nachbar: nicht ermittelt.

16            Daguesseau: Méditations philosophiques.

29            Lebensläufe aufst.[eigender] Linie: von Hippel.

30            zweyte Theil von Lienhardt: und Gertrud, von Pestalozzi.

33            Saltzmann: Salzmann.

189,2        Carl Reißberg: Riesbeck.

4              in Trutenau: bei Kanter.

6              Großings ergiebiger Feder: Grossing, 178,12, vielleicht Allgemeines Toleranzedikt <…> und Papstengeschichte im Aufriß.

10            Aus Riga: durch Hartknoch.

14            verlornen Schrift: Golgotha und Scheblimini.

16            in Graventihn: bei Deutsch.

19            Verlegers: Hartung.

20            Baczko ersten Theil: Lehrbuch der preußischen Geschichte.

22            Rigel: Rigal.

25            Seruare hominem <…>: besser einen Menschen retten als durch eine üble Tat zu zeugen.

28f.          D. Pfeils <...> Klippsteins Motto: die beiden anderen Preisträger: gute Sitten wirken besser als Gesetze; der Scylla fällt zum Opfer, wer die Charybdis meiden will.

32            Prodromus: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten.

33            nach Halle zum Druck: bei Grunert.

35            Brief vom May aus Weimar: 740.

35f.          vorige Woche beantworten können: 753.

37            nach Sz. gedacht: wohl verschrieben: Sp.: Sprintlaken.

190,8        Nebst 2 Büchern: Herders Ideen; Monboddo, 188,17.

Brief 758

190,16      neulich für ihn an Claudius geschrieben: 755, 183,17ff.

17            Drucker: Unger.

21            Sontags Evangelio: 180,35f.

23            Frau Kriegsräthin: Deutsch.

33            H. Angelegenheit: in Sachen Herder.

191,2f.     Kriegsrath: Hippel.

5f.           noch gestern geschrieben: nicht überliefert.

8              bis in die Schweiz: wo sich Hartknochs Sohn aufhält.

Brief 759

191,17      sehnlich erwarteter Brief: 753.

20            Gegner: Mendelssohn.

24f.          sogenannten Philosophie: der Kantschen.

27            nauseae: Seekrankheit, Ekel, Brechreize.

33            bei dunklern Schriften: vor allem die Kreuzzüge des Philologen, rezensiert von Mendelssohn.

192,1        Buchstabenmänner: N III,293,25f.; 296,13.

1f.           an der Wolfischen Schule: lies in der W. Sch.

12            Büsching <…> seine Anzeige: Wöchentliche Nachrichten <…>, 86. Stück.

12f.          die Göttinger gleichfalls, Michaelis: 3 Rezensionen erschienen bis Anfang August 1783: in den Göttingischen Anzeigen von gelehrten Sachen, St. 157, 27. Sept. 1783, 1559-1580, von Feder; J. D. Michaelis in seiner Orientalischen Bibliothek, 22. Teil 1783, 59-99, in der Allgemeinen deutschen Bibliothek, Bd 60/2, 1783, 311-328.

18f.          einen Aufsatz wenigstens angefangen: Metakritik über den Purismum der Vernunft.

19            Depositum: Leihgabe, Z. 34.

31            daß sie: daß Sie.

193,2        schrieb mir Gleim: V. u. a. Herder I, S. 101-104, auch die Antwort Herders HB, Bd V, Br. 23.

3              Minister: v. Zedlitz.

4              damaligen Lügengerichte: nach dem Angriff auf Spalding?

14            schrieb Heyne an mich: V. u. a. Herder II, S. 196, auch HB Bd V, Br. 37.

18            Sollicitation: dringendes Ersuchen.

23            abermals an Heine abschrieb: am 18. Juni, HB Bd V, Br. 37 nach dem Brief v. 14. März, V.u.a. Herder II, S. 196.

23f.          Er antwortete spät: 4. Juli, a.a.O. II, S. 197.

194,9        verwünschte Celebrität: der Ruf Weimars als Musenhof.

10            Auf Michael[is].

22            Das Ende des 2t. Th.[eils] trifft auf Ihren lebendigen Punkt: 177,14f.

23            in meiner Seele fertig liegt: in der langen Entstehungszeit mit Entwürfen, Varianten, Druckfassungen.

24f.          Organisation des Menschen <…> Vernunftfähigkeit: SWS XIII,115-131.

25f.          schon gemeldet: 151,7ff.

27            in der Hülle ihrer Lieblingsbegriffe: was durch Rezeption und Rezensenten bemängelt wird.

30            E i n vollendetes Werk: bisher blieben Urkunde und Hebr.[äische] Poesie unvollendet.

195,2        immatriculatus: Johann Michael.

4              Arzt hilf die selber: Lk 4,23.

5              mem.[oires] de Voltaire ecr.[its] par lui meme: postum herausgegeben.

6              Pasquill auf seinen grauen Wohlthäter in Potsdam: auf Friedrich II., als Rache für die Arrestierung Voltaires 1753. Voltaire charakterisierte Friedrich als unzuverlässig und homosexuell. Goethe schreibt an Ch. von Stein den 7. Juni 1784: Du wirst finden, es ist als wenn ein Gott (etwa Momus) aber eine Canaille von einem Gotte, über einen König und über das Hohe der Welt schriebe. Das ist überhaupt der Charackter aller Voltairischen Witz Produckte <...>. Kein menschlicher Blutstropfe, kein Funcke Mitgefühl, und Honettetät (WA IV,6, 1942); Parisischer Vertreter: nicht ermittelt.

7              au bicetre: ins Unglück oder ins Pariser Gefängnis/Irrenhaus?

9              Ex.[emplar] habe ich weggeben müßen: Herder hatte Goethes Exemplar durch Ch. von Stein erhalten, die es am 19. Juni aus Kochberg eingesiegelt an ihre Schwägerin S. von Schardt zur Weiterleitung geschickt hatte. Danach wird es Herzogin Luise gelesen haben.

13f.          Verf.[asser] des Horus: Wünsch.

16            seine Physiol.[ogie]: Grundriß der Physiologie.

20            Aufklärung des Landvolks: Ueber alte und neue Lehrarten unter den Menschen <…>.

21            vom Nicht=Buchstabiren ausgehn: Neues ABC-, Sylben- und Lesebuch <…>.

24            seine Anstalt zu sehen: für Taubstumme in Leipzig.

26            Mosers Journ.[al]: Patriotisches Archiv.

29f.          Hälfte meines K[öni]gr[ei]chs: Mk 6,23.

34            ihr Pathe: Ihr.

Brief 760

196,6        Mohilew: Gouvernement in Weißrußland oder die gleichnamige Stadt, ein bedeutendes Kulturzentrum.

14            24 Exempl.[are]: von Golgotha und Scheblimini.

32            schreibe ich nach W.[eimar]: in der Streitsache zwischen Herder und Hartknoch.

197,13f.    Empf: nach altem Stil; beantw: nicht überliefert.

Brief 761

197,17f.    Geburtstage in W.[eimar]: von Herder und Sohn Wolfgang.

28            nach der jungen Frauen Weise: 1 Mo 18,11; 31,35.

198,8f.     unserm Freunde in Düsseldorf: F. H. Jacobi.

9              die Zähne drüber blöcken: blecken.

12            unserm Vetter: Schmohl.

13            dem am Vorgebirge: 712.

13f.          Von Ihrem Freunde deßen Silhouette ich habe: nicht ermittelt.

Brief 762

198,21f.    nach Graventhien: zu Deutsch.

23f.          mit einem Brief von Ew. Wolgeboren: nicht überliefert.

26            Prediger Magazin: hg von Bahrdt.

32            Herren Bibliothekaren: Kraus und Buck.

199,8f.     soll Verfaßer des <...> Büchleins seyn: von den zahlreichen Schriften Franz Volkmar Reinhards haben mehrere Auflagen in den letzten Jahren erfahren: Über das Wunderbare und die Verwunderung, ein psychologischer Versuch. Wittenberg/Zerbst 1782, und Versuch über den Plan, welchen der Stifter der christlichen Religion zum Besten der Menschheit entwarf. Wittenberg/Zerbst 1782.

15            Laß die todten Griechen <..>: Abwandlung von Mt 8,22 und Lk 9,60.

19f.          in der französischen Uebersetzung: von Coste.

20            das Original: Essay concerning human understanding.

34            Nebst einem Buch: nicht ermittelt.

Brief 763

200,3f.     Einl.[age] Ihres längst erwünschten Briefes: nicht überliefert.

4              Ihrem Oncle: A. Miltz.

5              Kr.[iminal] R.[at] H.[ippel].

7              würdigen B.: nicht ermittelt.

201,9        Lockmannsche Fabeln: Lochmann.

29            nach Graventihn: zu Deutsch.

34            vlt.: ultimo.

202,6        mit meiner Mutter: der Hausmutter, A. Schumacher.

7              Sphalmata: Druckfehler.

10            mit HE Meyer: E. Ch. F. Mayer.

27ff.         einen Brief <...> zu erhalten: nicht überliefert.

33            alten Reisegefährten von mir: III,XXXI,18f.

37            Viatici: Reisegeld.

203,22      Schwester Lieschen: Elisabeth Regina.

24            aus Graventihn: von Johann Michael und Deutsch.

Brief 764

Antwort auf 759.

204,4        bey der Baroneße: v. Bondeli.

6              Ich besorge: ich habe Sorge, weil der Streit zwischen Herder und Hartknoch nicht beigelegt ist.

11            wie K.[anter] u. H.[artung].

20            S.[okratische] D.[enkwürdigkeiten].

26ff.         alte Sinngedicht <...> nur in einer Wanne: IV,351,18ff.

205,1        Catholicon: von Schmidlin.

3f.           schon <...> freymüthig vorgehalten: 187,21.

8              den zweiten Theil: der Ideen.

11            Unsere Posten sind so sicher: 195,11; Memoires: von Voltaire.

12            R.[eichardt].

14            Vie privée du R[oi] de P.[russe].

15            Nachruck: Nachdruck.

21            garstiges Pasquill: nicht ermittelt, vermutlich Christian Gottfried Gruner (1744-1819). Dieser hatte auch in Kritische Nachrichten von kleinen medicinischen Schriften inn- und ausländischer Academien vom Jahre 1780, Leipzig 1784, S.190-195, über Königsberg, Metzger und Orlovius berichtet.

21f.          Helmst.[ädtische] lat.[einische] Zeitungen: Ephemerides.

22f.          wie Democrit den Abderiten ὑγιαινειν geschrieben: einen gesunden Verstand haben, nach der Anekdote des Diogen. Laert IX,34ff., passim in Wielands Geschichte der Abderiten.

24            braven Orlov: Orlovius.

26            starke Disputation im Namen eines Doctorandi: Disputation über das Gnothi seauton.

30            eigene Schriften: wohl die zahlreichen, später separat gedruckten Adversaria medicina; Dengelschen Zeitungen: Königsbergschen <...> Zeitungen.

31ff.         in den neusten ist der Casus eines Juden <...>: vermutlich zu Metzger/Seligo, Salomon: Animadversiones Nonnullas Anatomico- Physiologicas in Doctrinam Nervorum […]. Regiomonti [1783, Hartung].

33f.          was hat man nicht alles vom großen Haller gesagt: über den großen Gelehrten zwischen Medizin, Botanik und Poesie, dessen Persönlichkeit nicht frei war von Widersprüchen zwischen Anerkennung und öffentlichen Anfeindungen.

206,2        gr.[iechische] Prof.[essur].

16            maurerische Schwärmerey: für die Freimaurer.

Brief 765

Erster Brief an Bucholtz.

206,25      Ihren Brief vom 7. Aug.: nicht überliefert.

27f.          junger Mann: Bucholtz.

30            verwelkte Blätter: um welche Schrift Hamanns es sich handelt, nicht ermittelt.

31            durch HE Kl[euker]: den Bucholtz in Osnabrück aufgesucht und gebeten hatte, die Bekanntschaft mit Hamann zu vermitteln. Kleuker hatte dann Bucholtz' ersten Brief vom 7. August 1784 weiterbefördert; jüngste Kind meiner Wehen: Golgotha und Scheblimini.

32            hinterher ein Verzeichnis: der Druckfehler.

208,33      den 1 Jänner 83 ins Cabinet geschrieben: 682.

209,1        unverdienten Vater: Bucholtz hatte H. gebeten, ihn als Sohn aufzunehmen, 218,17f.

2              kleiner Hayn Mamre: 1 Mo 13,18; Geköchgarten: Küchengarten.

3              Tenne und Kelter: Hos 9,2.

15            Correctiv der Erbsünde seiner Zunge: er stottert wie sein Vater.

29            Mönchsübel: acedia.

29f.          mich wider meinen Willen thätig <...> gemacht hatte: 207,20ff.

31            wie jener komische Vater: Chremes.

33            Dom[inica] XIII p[ost] Tr.[initatem], 5.September.

210,3        Ist Ihre Furcht der Weisheit Anfang: Ps 111,10, Spr 1,7 u. 9,10, Sir 1,16.

Brief 766

Zu seiner Vorgeschichte: 120,27ff. Ihm lag bei der Brief 764, die Antwort auf Brief 759 (V,484). Den ersten Teil des Briefes bildet die für Herder, auf dessen Bitte, gefertigte Abschrift einer kürzeren Fassung von Hamanns begonnener Auseinandersetzung mit Kants Kritik der reinen Vernunft. Von einer -ebenfalls ungedruckt gebliebenen-längeren Fassung spricht Brief 725, der auch den Plan einer gründlichen und umfassenden Metakritik andeutet.-Weitere Daten zur Entwicklung des Plans N III,468. Zum Anfang des metakritischen Entwurfs 264,31ff., aber auch die beginnende Selbstkritik 265,13ff. N III,283-289.

210,19      das [sic].

22            eleatischen: in der Nachfolge der philosophischen Schule des 6./5. Jh. v. Chr. in Elea, vor allem die Naturlehre des Parmenides. Die knappste Formel in der eleatischen Tradition ist die Goethes: Das Sein ist ewig, in den Vermächtnis-Versen vom Febr. 1829.

212,3        empyrische Purismus: gemeint ist wohl empirisch [so Roth]; siehe aber auch die vorgeschlagene Konjektur empyreisch, d.h. wie im Empyreum, dem obersten Feuerhimmel der griechischen Kosmologie, also äußerster Grad der Reinheit.

6              Idol: im Sinne Bacons: eidola als alle Abstraktionen des menschlichen Geistes; wie jenem Alten: dem Sophisten Simonides, 94,37.

10            Scheidemünze: spielt an auf Edward Young's The Complaint: Thought <...>; When coin'd in words, we know its real worth, in: Night II.

21            Schon dem Namen der Metaphysik: Meta kann verstanden werden als dasjenige Buch des Aristoteles, das in der Folge der Werke nach der Physik zu stehen kam, oder aber: über die Physik hinaus gelesen werden soll, also -anders als Kant den Begriff verwendet- jenseits der irdischen Dinge.

27            hysteron proteron: umgekehrte Kausalität, das Spätere als das Frühere.

32            mystische Liebe zur Form: Hamann behauptete öfter, Kants Kritik laufe auf ein Ideal der Entität hinaus, was sie der mystischen Synthese Platons annähere.

213,11f.    wie der weise Helvetius sagt: De l´homme, 2. Abschnitt Kapitel 19. (Ausgabe London 1776 S.143).

24            Wunderthaten des Verdienstreichen Samuel Heinke: der mehrere Streitschriften zur Verteidigung Kants verfaßte, 217,9.

214,3        ideae innatae: eingeborene Ideen; in Kants Rede von Raum und Zeit als reine[n] Formen sinnlicher Anschauung; Prinzipien der Erkenntnis a priori: transzendentalen Formen der Anschauung.

4              matrices: matrix als Gebärmutter der Sprache.

18            chymischen Baum der Diana: arbor Dianae wurde in der Chymie die baumähnliche Gestalt von Silber genannt, das in Salpetersäure aufgelöst und durch Beigabe von Quecksilber niedergeschlagen wurde.

21            per antiphrasin: Gewinnung eines Wortsinns aus dem Gegenteil des Lexems: eine Vernunft, die so rein ist, daß sie nichts mehr vernimmt.

24            erst aus der Morgenröthe: Hamann wendet sich, auf das Hauptwerk Jakob Böhmes anspielend, gegen den von der zeitgenössischen Kritik öfter erhobenen Vorwurf, jener sei dunkel, wirr und unverständlich.

28            Feigenbaum der großen Göttin Diana: der Diana von Ephesos war der Feigenbaum mythisch zugesellt, aus dem auch die Priaposfigur geschnitzt wurde.

29f.          Busenschlange <...> schönste Gleichnis: Beginn einer Paraphrase der Geschichte des ersten Menschenpaares, unter parodistischer Verwendung metaphysischer Begriffe, in der Polarität der coincidentia oppositorum der Geschlechtlichkeit und der Erkenntnis von gut und böse. Denn das ist, nach Hamanns Verständnis, die aller Metaphysik überlegene Schöpfungswirklichkeit.

37            O um die Handlung eines Demosthenes: III,76,7.

215,1f.     kommen sollende Mystik <...> Engelszunge: ich müßte des Demosthenes Beredsamkeit haben und eine Mimik, d.h. eine stilistische Genialität, die anders ist als diejenige des J. J. Engel Ideen zu einer Mimik; ironisch auf dem Hintergrund von 1 Ko 13,1.

5              auf einer Leiter: Jakobs Traum, 1 Mo 28,12ff.

6              Mahanaim: Gottes Heerlager, 1 Mo 32,2, die Stätte, da Jakob die Engel des Herrn sah.

8f.           Sulamith und Muse: die Inspirationsfiguren jüdischer und heidnischer Frühe.

10            Formenspiel einer alten Baubo: die obszöne Spiele aufführte, um Demeter über den Verlust ihrer von Pluto geraubten Tochter Proserpina zu trösten.

216,16f.    Hier schnarcht der Homer der reinen Vernunft: ironische Abwandlung von Hor. ars 359.

22            δος μοι που στω: gib mir einen Standpunkt [und ich werde die Welt aus den Angeln heben].

28            matagrabolisirt: III,184,35.

31            die geballte Faust in eine flache Hand zu entfalten: N III,289,23f.; N VI,143. Ein Sprachbild, das Hegel im 7. Teil, S. 16 von Roths Hamann-Ausgabe offenbar so beeindruckte (er las es kaum schon in Fr. Th. Rinks Mancherlei zur Geschichte der metakritischen Invasion, 1800, dem ersten Druck der Metakritik), daß er es in seiner berühmten Rezension (in: Jahrbücher für wissenschaftliche Kritik, Nro 75. u. 76, 79. u. 80 (Oktober 1828) als genuin systemkritischen Topos verwendete. Quelle ist Zenon, Stoicorum Veterum Fragmenta, Nr. 66: Zeno nämlich leugnet, daß ihr überhaupt etwas wißt. Wie das? wirst du fragen; wir unsererseits behaupten nämlich, sogar der Unverständige versteht viel. Aber ihr behauptet, daß niemand, er sei denn ein Weiser, irgendetwas weiß. Und ebendas pflegte Zenon mit einer Gebärde zu veranschaulichen: Er hielt einem nämlich die flache Hand entgegen und sagte dazu: Das ist die sinnliche Wahrnehmung. Dann zog er die Finger ein wenig zusammen und sagte: Und das ist das Fürwahrhalten des sinnlich Wahrgenommenen. Erst wenn er dann die Hand ganz zusammengezogen und eine Faust daraus gemacht hatte, sagte er: Das ist das begriffliche Begreifen. Aus dieser Auffassung heraus hat er denn auch dieser Sache den Namen katalepsis gegeben- vorher hatte es diese Bezeichnung nicht gegeben. Wenn er dann aber zu guter Letzt sogar noch die zweite Hand hinzunahm und jene Faust damit ganz fest und nach allen Regeln der Kunst umspannte, dann erst sagte er: Das ist das Wissen [nämlich das dauernde Festhalten des begrifflich Erkannten], und dazu ist niemand fähig als der Weise. (O. Bayer, Metakritik in nuce, in: Neue Zeitschrift für systematische Theologie <…>, 30. Band Heft 3, Berlin/New York 1988,S.310).

36            die lächerliche Maus: Hor. ars 139.

217,1f.     μεταβασις εις αλλο γενος: Übergang in eine andere Gattung, die der Rhetorik.

2ff.          das liebe Jerusalem: die Schrift Mendelssohns und seine Gegenschrift Golgotha und Scheblimini.

4f.           Recension der Humischen Uebersetzung: Schreiters, der ihm zuvorgekommen war.

9              M.[agister] Schultz Auszug: Johann Schulz' Erläuterungen; Heineke Kritiken: Heinicke fühlte sich berufen, die Kantische Philosophie gegen die sog. Dunkelmänner in Schutz zu nehmen, so seine späteren Schriften Die Metaphysik der Schulmeister und Plusmacher, 1785, und Verkappter Recensenten und Pasquillanten Jagd, 1786, auch seine Monatsschrift Der Kritiker.

11            Scheblimini: die dem Ps 110,1 entnommene Wendung adoptierte Hamann aus seiner Lektüre Luthers und seiner Biographen; daß Luther mit Schiblemini eine Art Hausgeist bezeichnet habe, las H. in der Beschreibung von Luthers Jugend durch F. S. Keil, Leipzig 1753, und im Buch P. Ch. Hilschers über Luthers Scheblimini, Dresden 1730; Schiblemini eher als ich erhalten: 190,11; 191,18.

14            ihn in Berlin drucken zu laßen: bei Unger.

23            πρωτον ψευδος: die Urlüge.

24            Golgotha und Schedelhügel: die Berufung auf Luther und der dem Mendelssohnschen Jerusalem entgegengesetzte Schedelhügel markieren die Pole von Hamanns Metakritik.

25f.          Pfui! auf die reducirte Fooi-oder Biergelder: Brief 682, auch 497ff.

28            meine 3 Parcen: die Töchter.

30            An Ihrem Geburtstage: 25. August.

35            Steinbrücke vor dem Friedl.[änder] Thor: in der Südstadt.

36            faselnaß: IV,384,12, fadennaß.

218,1        meines Sohns Geburtsmonat: September.

2              die erste Nachricht von meinem Hill: 200,3f.

4              unverhoften Brief: 759.

5              in Kl.[loster] B.[erga]: 193 passim.

8              die Aloe bringt bitter Weh [...] rothe Wangen: wohl ein Spruch aus sog. Volksweisheit, nach der biblischen Semantik der Aloe. Davon singt Paul Gerhardt in seinem Lied: Ich hab in Gottes Herz und Sinn mein Herz und Sinn ergeben, wo es in der 8. Str. lautet: Wie bitter sei die Arzenei/ sie macht doch rothe Wangen; auch Herders parodierende Variante im Juni 1800 an Gleim (Zur Kalligone): Die Aloë/ Macht bittres Weh,/ Bringt gleichwohl rothe Wangen,/ So muß, au weh! / Kalligone/ Durch Kampf zum Sieg gelangen, SWS XXIX,713.

12            Brief <...> Kleuker: nicht überliefert.

13            Paranymph: Brautführer.

13f.          jungen Liebhabers: F. Bucholtz.

14            deßen Brief: v. 7. August 1784, nicht überliefert.

20            den 7 darauf geantw.[ortet]: Brief 765.

30            ohne Rückhalt gegeben in Lebensgröße: ebendort.

31            der Meinigen: Briefe.

33f.          Conclusion Ihres letzten Briefes:, 195,2ff, Brief 759.

36            klein Billet doux: nicht überliefert.

219,1        Bericht von der Einladung, die im Brief 762 vorbereitet worden war.

4              nach seinem cöllnischen Gut: lies wohl: cöllmischen. Köllmer=ein freier Bauer, also ein Freischulzenhof; oder er meint die kulmisch: ostpreußische Landschaft überhaupt.

10            Dom.[inica] XIV.: 14. Sonntag nach Trinitatis, 12.September.

11            Schmant u Glomse: Quark mit Sahne.

17            er erinnert sich: Scheffner.

18            letzten Briefes den Sie aus Liefl.[and] an ihn geschrieben: aus Riga, vom 15./26. Mai und 22. Mai/2.Juni 1769, HBGA 1, Nr. 63f.

19            gelehrtes Handgemenge: bezieht sich wohl auf einen Brief Herders, den er, nach einer Pause von mehr als einem Jahr, spätestens Anfang November 1768 an Scheffner geschrieben hatte.

23            Sülli: Sully, Maximilien de Béthune, Minister Heinrichs IV., ein sparsamer Charakter.

24            curiösen September relation: mit der beliebten Anspielung auf Happels Relationes curiosae ist vorliegender Brief samt der Metakritik gemeint.

26f.          Herrn Verleger: Hartknoch; fast zu Schanden gebriefwechselt: über den Streit mit Herder.

31ff.         Schütz <...> an Kant geschrieben: Brief vom 10. Juli 1784, worin er ihn u. a. zur Mitarbeit an einer neuen Allgemeinen Literaturzeitung einlädt und zugleich eine Rezension von Herders Ideen vorschlägt. Hamann, offenbar von Kant informiert, kennt sogar das Honorarangebot genau.

35            kleine Abtey: Klosterberga,154,23; 193,1f.

220,4        aufs reine kämen: Détails im Brief 750.

5              εαυτοντιμωρουμενον: selbstquälerisch veranlagten.

18            Bein von meinen Beinen: 1 Mo 2,23.

19            Prüf- noch Wetzstein:: Hor. ars 304.

21            Immatriculatus <...> auf dem Lande: Johann Michael bei Deutsch.

23            mit meinem Adoptatitio: die Sohnschaft Bucholtz', die Hamann zunächst herunterspielt.

28            kleinen Naturforscher: 195,34f.

33            junger Schwätzer: nicht ermittelt.

Brief 767

221,9        den lieben Camin: 219,8f.

19            Aus der Nota: 484f.

20            Wegen Schwedenborgs: Swedenborg Vera christiana.

24            Holbergs <...> Leben: Nachricht von meinem Leben.

25            Traité des droits du Genie: von Séguier de Saint-Brisson.

32            Thränenweide: 1. Bandes I. Theils, Nr.VIII, Bey einer Thränenweide.

32f.          Klopstock <…> Hoffsteter: 1. Bandes I. Theil, Nr.VI: Der Nachruhm, eine Ode von Klopstock; Nr. IV: Fragmente über die Aufklärung, von Hofrath Schlosser in Emendingen; Nr.V: Die Luftschiffahrt eine alte Sache, aus den Schriften unserer Ahnen in den Jahrhunderten der Unwissernheit von Hoffstetter, Lehrer bey dem k.k. THeresianum.

222,4        Die Philosophie der Religion: von Siegmund v. Storchenau.

7              Beyträgen zu <...> Monatsschrift: wahrscheinlich die Aufsätze Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht; Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung; Ueber die Vulkane im Monde.

8              lesenswürdige Briefe: von J. K. W. Möhsen, unter Pseudonym Xaverius Großinger.

9              Geschichte des berüchtigten Rätzels: Ueber eine räthselhafte Räthselgeschichte in unseren Tagen.

15f.          über die milde Beysteuer des Göttingschen Magaz.[ins]: Scheffner hatte an Kraus wohl Hefte von Lichtenbergs Magazin ausgeliehen; auf der Lomse: Vorstadt zum Stadtteil Altstadt.

19f.          gute Minister von Z.[edlitz].

20f.          Projects <…> Goldbeck ihm aufgedrungen: die Vorbereitung seiner tabellarischen Topographie des Königreichs Preußen, nach dem Vorbild von A.F.Büschings Vollständige Topographie der Mark Brandenburg. Berlin 1775. v. Zedlitz hatte die entsprechende Weisung dazu erteilt. (B.Jähnig, Johann Friedrich Goldbeck <…>, in: Königsberg-Studien, hg.v. J. Kohnen. Frankfurt/M. 1998, 367-385).

26            beiden Theile des Sully: die Übersetzung der Mémoires, Zürich 1783 [-86].

28f.          gemeinschaftlichem Freunde <...> Geschäftsmann: wohl v. Auerswald, in der Weise eines Diplomaten.

33            Besuch eines jungen Berliners: Ludwig Friedrich Gedike, 200,13.

223,8        Von Ihrem Horatz: offenbar der Auftrag, einem entliehenen Hor. nachzuforschen.

10            Cantonsrevision: in Graventhin.

20            mit 5 Büchern: 221,24f, und Basedows Examen.

[Brief 767a]

Brief 768

223,23      Brief vom 25 Jul.: nicht überliefert.

24            Beyl.[age] zur Physiogn.[omie]: 142,24f.

25            Einl.[age] nach Zürich an unsern L.[avater] oder Pf.[enninger]: Es handelt sich bei der Briefeinlage um einen aus Königsberg am 3. Oktober 1784 geschriebenen Brief Hamanns an das verirrte Schaaf, J. Ch. Hill, der, auf seiner Wanderung nach Italien (Venedig), in Zürich Station zu machen beabsichtigte. Er hatte seinem Gönner in Königsberg, dem Bankherrn Jacobi, bei dem er, nach seiner Rückkehr, die Stelle eines Hauslehrers übernehmen wird, einen Reisebericht geschrieben; mit einer Einlage an Hamann, die Jacobi eilig übermittelte. Sie ist nicht überliefert. Ein durch Jacobi empfohlener Geschäftsfreund und Mittelsmann für Briefe war ein Herr Kelchner [Person und Ort nicht ermittelt, möglicherweise in Frankfurt lebend], gegen den sich Hill offenbar spröde und unhöflich verhalten hatte, worüber dieser sich bei Jacobi beschwerte; der wiederum teilte H. den faux pas mit, und H. antwortete Hill sogleich-und pädagogisch vermahnend, mit einer Einlage zum Brief 768, an J. G. Müller, dessen Korrespondenz nach Deutschland gewöhnlich über Weimar, d.h. Herder lief (Zeile 23). Als Brief 767a. wird Hamanns bisher vermißter Brief an dieser Stelle des Kommentars nachgetragen. Zur Vorgeschichte siehe Brief 755, den Geburtstagsbrief an Claudius: Hill wird damals in Wandsbeck erwartet. Claudius wird am 21. August 1784 in Hills Stammbuch den Vers 18,23 aus Jesus Sirach eintragen und den Wanderer am 24. August 1784 an Gleim (und wohl auch andere Bekannte und Freunde) weiter empfehlen; hans Jessens Sammlungen von Claudius-Briefen (Briefe an Freunde, 1938; Botengänge, Briefe an Freunde, 1965 ).
*Den Hinweis auf den unbekannten Brief Hamanns verdanke ich J. U. Fechner, der mir freundlicherweise seinen Aufsatz: "Der welsche Araber" beim Wandsbecker Boten, widmete, erschienen in den Jahresschriften der Claudius-Gesellschaft, 4, 1995. Fechner hatte auf eine Umfrage hin, welche der Ermittlung unbekannter und verschollener Briefe des Matthias Claudius diente, eine Nachricht von Reinhard Görisch erhalten, die sich u. a. auf Hamanns hier nachgetragenen Brief 267a bezog: war doch dieser von Max Morris, dem verdienten Goetheforscher, in der Chronik des Wiener Goethe-Vereins, XXVII. Band, Jahrgang 1913, bereits veröffentlicht worden. Im Zusammenhang seiner Suche nach Stammbucheintragungen Goethes hatte Morris in Hills reichhaltigem Stammbuch, das auch einen Eintrag Goethes (Weimar, 12. September 1785) enthielt, einen dort beiliegenden Brief Hamanns an Hill entdeckt. Zur dessen Überlieferung siehe den Anfang von 768 an J. G. Müller, Zeile 26ff.
Mein Neudruck folgt wesentlich dem Fechners; erklärungsbedürftiges Einzelne wird, soweit möglich, in [ ] erläutert.
*
Kgsberg d.3. Oct. 84.
Nun mein lieber Freund Hill! Gestern frühe übersandte mir Herr Jacobi [der Königsberger Bankherr, ein Gönner Hills] Ihre Einlage durch Herrn Kelchner [Person und Ort nicht ermittelt], der sich beklagt, daß Sie keine Höflichkeiten von Ihm hätten annehmen wollen. Warum nicht? Erklären Sie sich darüber, auch Herr Jacobi wünscht den Grund davon zu wissen. Da Sie besonders ihm [Kelchner] ... empfohlen worden: so wäre vielleicht dieser Mann zu unserm fernern Briefwechsel beförderlich gewesen. An Claudius werde nächstens schreiben und Ihren Auftrag [nicht überliefert] auf das genaueste erfüllen. Wenn Sie mit der feinern Sprache des Umgangs nicht fortkönnen, so reden Sie die lautere herzliche Wahrheit, und beichten Ihre Schwäche, und versäumen Sie nicht, so bald Sie Gelegenheit haben, dieser allerdings an einem jungen Gelehrten und künftigen Volkslehrer schimpflichen und schmählichen Blöße abzuhelfen durch a u f m e r k s a m e s Lesen bewährter Schriftsteller unserer lieben Muttersprache, und g u t e n Umgang mit Leuten von Stande und vom andern Geschlechte, den ein junger Mensch allerdings seiner vorzüglichen Aufmerksamkeit würdig schätzen muß. Bey g u t e n M e n s c h e n, die Gott noch allenthalben auf der Erde ausgesäet hat, werden Sie durch bloße Sprach- und Wohllautsfehler nichts verlieren; diese Selbstkritik muß Sie aber nicht niederschlagen, noch entfernen, sondern aufmuntern und anziehen zur Geselligkeit. Ü b e r s e t z e n und S c h r e i b e n hilft zur Fertigkeit. Wenden Sie jede Muße und Gelegenheit an sich darin zu üben, und wo Sie Zweifel haben, merken Sie sich selbige. Ein kleiner A d e l u n g wäre Ihnen heilsamer gewesen als Copenius [wohl Koppe?]. Um Ihre Aufmerksamkeit ein wenig zu schärfen, weiß ich kein beßer Mittel als Ihnen die vitia anzustreichen z. E. m i r gelabet, m i r tractirt. Der allgemein bekannte Theolog, welcher das wahre Christentum und das Paradiesgärtlein geschrieben, heist [sic!] A r n d t , nicht Arend. Welcher Leser [?] der Litteratur kennt die liebenswürdigen Schriften der Frau La Roche nicht, vor allem Ihre [sic] P o m o n a. Ist das Mädchen in Schlötzers Hörsaal nicht seine gelehrte Tochter gewesen? Was Sie m i r   n i c h t   h a b e n   j e t z t   s c h r e i b e n   k ö n n e n, thun Sie für s i c h   s e l b s t, als wenns a n   m i c h   g e r i c h t e t  w ä r e, und heben es dahin auf, um es persönlich oder durch sichere Gelegenheit übermachen zu können. Wie kann ich Ihnen einen Rath geben zu Ihrem Verhalten gegen Herrn B ö l l i n g [233] die Lage Ihrer Umstände wird Sie [leiten], den redlichen Mann aufzusuchen und ihn an sein Versprechen zu erinnern. Von Ihrer Bescheidenheit und Behutsamkeit bin ich überzeugt, und melden Sie ihm die W a h r h e i t, die reine Wahrheit ohne Wendungen des Witzes, sondern mit Einfalt des Herzens. Bitten Sie um seinen R a t h, ehe Sie noch H ü l f e nöthig haben. Wenn Sie dem ersten folgen, können Sie letztere mit gutem Gewissen annehmen. Ihrem Oncle [Miltz] habe ich zuerst den Brief und Grus [sic!] mitgetheilt; er ist auch e r b ö t i g   z u  e i n e r Unterstützung, will aber erst warten, bis d i e  N o t h   r e c h t   g r o ß   s e y n  w i r d, um vielleicht um desto größern Dank zu verdienen, den ich ihm nicht recht gönne. Seyn Sie ruhig und versichert [auf Ps 25,3 anspielend], daß Gott niemanden mit seinem Vertrauen auf Ihn läßt zu schanden werden. [Es folgen 2 adaptierte Verse aus der 4. Strophe von Paul Gerhardts Lied: Befiehl du deine Wege:] Weg hat er allerwegen, an Mitteln fehlt's ihm nicht-würde Dr. Becker in Oelsen hinzusetzen. [Dieser und der Zitatbezug nicht ermittelt].
Diese Einlage geht nach Schaffhausen an Herrn Joh. Ge. Müller, ohne zu wissen, ob Sie von Zürch über Winterthur wo Sie dem alten Kaufmann von mir als einem Freunde und Gevatter seines Sohns einen Gruß bringen können; denn so viel ich weiß hab ich schon Ihrentwegen nach der Schweiz geschrieben. Ihre[n] Eltern[n] und Geschwister[n] habe auch gestern den Inhalt Ihres Briefes mitgetheilt; war auch heute Nachmittag in der Altst.[ädtischen] Kirche auf der Orgel um Herrn Richter von Ihnen zu grüßen, fand ihn aber nicht. Bey Herrn Kr.[iegsrath] Hippel werde erst diese Woche auf seine Einladung das Nöthige bestellen. Der frommen und guten Großmutter habe den 7. September zu Ihrem [sic]Geburtstage Glücke gewünscht. Sie freute sich ungemein sehr. Den 15 hat sie ihre letzte Mahlzeit in Pilzchen gethan und den 16 Mittags plötzlich verschieden. Den 19 Sept. Dom.[inica] XV. wurde sie beerdigt und die 5 Schwestern haben den Leichenschmaus mit allem Leichtsinn der lieben Jugend gefeyert ….
Vergessen Sie nicht mit der Reise fortzufahren. Wie viel war der Fonds? wie viel ab Hamburg-und von Frankfurt ab-Halten Sie Ihre Gesundheit zu Rath' und stürmen Sie nicht drauflos. Gottes guter Geist und seine Engel begleiten Sie!!-Warum weht jetzt der Nord statt des Ostwindes. Bleib im Lande und nähre dich redlich ........ Leben Sie wohl und vergessen Sie nicht Ihren alten Freund. Kommt Zeit, kommt Rath; nur treu mit beyden umgegangen!
Joh. Georg Hamann. Herrn Christian Hill Candidat der Gottesgelahrtheit.

224,4        Milchdiät: 183,8.

7              dasigen Freunden: z.B. Müller, Pfenninger, Lavater, Gaupp, Häfeli.

10f.          Lavater kann meine gelehrte Faust nicht lesen: 135,17ff.

12            Häfeli verpflanzt seyn: nach Wörlitz.

20            meine Antwort vom 2 May: Brief 737; Mitbürger G. <...> vom 5 Aug. erhalten: Gaupp, Brief 752; Hamann hatte Hills Schweizerreise ja langfristig vorbereitet.

21            Hartkn.[och] hat <...> geschrieben: nicht überliefert.

28            jungen Mann aus Münster: Bucholtz.

225,6        Sammlungen zum Magazin: 221,27.

11            Machiavell ist so schön widerlegt wie Luther von Heinrich VIII: gemeint ist des Königs Schrift Assertio Septem Sacramentorum gegen Luthers De captivitate Babylonica ecclesiae. Am Beginn dieses ausgedehnten Streites stand eine Kampagne gegen Luther, die auf Geheiß Papst Leos X. vom englischen Kardinal Wolsey geführt wurde. Aktueller Anlaß war Luthers Schrift, die gegen die traditionelle Auffassung der kirchlichen Sakramentenlehre gerichtet war. Am 12. Mai 1521 wurden seine Schriften in London verbrannt, zwei Tage später in ganz England konfisziert. Am 12. Juli wird Heinrichs VIII. Verteidigung der sieben Sakramente veröffentlicht. Sie wird dem englischen König jenen Titel einbringen, den die englische Krone seither trägt: Defensor Fidei. Die Urheberschaft des Königs war lange ungewiß; sehr wahrscheinlich ist er der Verfasser, auch wenn der Text durch theologisch Geschulte wie Thomas Morus überarbeitet wurde. Die Assertio fand eine weite Verbreitung. Sie endet mit der Aufforderung an alle Christen, den Einflüsterungen des Häretikers, der die Ordnung des Gemeinwesens bedrohe und die Autorität der Fürsten und der Kirche gefährde, mit derselben Entschlossenheit zu widerstehen, die sie gegenüber Türken, Sarazenen und den schlimmsten Ungläubigen gezeigt hätten. Luthers Anwort bestand in der Schrift Contra Henricum Regem Angliae von 1522. Dieser ließ nunmehr Th. Morus antworten (1523), beschwert sich selbst allerdings beim Kurfürsten Friedrich von Sachsen über den rebellischen Reformator. Als dieser später hofft, Heinrich ins protestantische Lager ziehen zu können, schreibt Luther dem König am 1. September 1525 einen Brief des Bedauerns, die Königliche Majestät beleidigt zu haben. Heinrich indessen weist in seiner Antwort (1526) alles Ansinnen Luthers brüsk zurück. Machiavell <…> widerlegt: nicht ermittelt.

12            würdigen HE Bruder: den Historiker Johannes v. Müller.

19            Einl.[lage] nach Zürich: für Lavater.

20            Nachricht aber von ihm: Hill.

Brief 769

225,29      über keine Sprintlacksche Kälte geklagt: 221,9f.

34            Thorkläfter: wohl Torfklafter, also die Verordnung über die zulässige Menge an Torf zum Hausbrand.

226,7f.     Ihren Hector, den Edomiter Doeg, bellen höre: Scheffners Hund mit Anspielung auf 1 Sm 22,9 oder Ps 52,2?

12            gütige Zuschrift: nicht überliefert.

22f.          wider eine Maske angenommen, wie eines Franzosen: 170,31ff.

28f.          kleinen Romans Moritz: von J. CH. Schulz.

29f.          noch ein schönerer Brief über die Bahrdtschen Brief im Volkston: von Bahrdt.

30f.          Komische Erzählungen in Versen: von Johann David Hartmann.

33f.          Le Diable <...> en mouche: von Anne-Gédéon Pellepore.

227,1        Swedenborgs: Vera christiana.

5              HE Kr.[iegsrat] H.[ippel].

11            dem Goecking <...> Artikel: für sein Journal von und für Deutschland.

12            Credit eines Geschichtsschreibers: wegen seines Lehrbuchs der preußischen Geschichte.

15            Pf.[arrer] K.: Kraft?

23            neueste Stück von Adelung: Ueber den deutschen Styl.

25            eine litterarische Zeitung ausgeben wird: die Allgemeine Literaturzeitung.

30            Freundin: M. Courtan.

32            Villeaume: Villaume.

228,2        was Sie von Babo schreiben: nicht ermittelt.

4              dadurch veranlaßt worden: durch die Arbeit an Kreutzfelds Meynung über den Adel der alten Preußen.

8f.           der Mensch lebt vom Brodt nicht allein: Lk 4,4.

14            Pleßings Erstlingen: Die Wahrheit der Vorsehung, Deduction <…>, Osiris <…>.

15            Garve soll 100# bekommen haben: für seine Kant-Kritik.

19            Basedow und Zimmermann: Examen in der allernatürlichsten Religion und Ueber die Einsamkeit.

21            Beichtvater: Matthös.

23            Sitten u Leben Davids: vermutlich die Schrift Akens, vermischt mit A.H. Niemeyers Schrift Ueber das Leben und den Charakter Davids, Halle 1779.

24            ästhetischen Idiognostik: von J. G. Hasse.

24f.          Versuch à la Bayle über David: in der kritischen und „nachtheiligen“ Sicht auch eines Voltaire: Eines Ungenannten Freymüthiger Versuch über das Leben und den Charakter Davids nach Schrift und Wahrheit. 1784.

26            Sch.[ellers].

31            dritten Theil der Volksmährchen: von Musäus.

34ff.         astronomische Bestimmung <...>: von Benken.

229,6        Nebst 2 Büchern: 228,20f.; des Kritikers: 227,27f.

7              sokr.[atische] Denkw.[ürdigkeiten]: von J. E. Mayer.

Brief 770

229,10      längst erwünschten Brief: nicht überliefert.

14            schon ein wenig näher: von Wien nach Halle.

16            St.[adtrat] Wirth.

24            Exemplar der Bogen: von Golgotha und Scheblimini.

25            Blatt Druckfehler: 224f.

26            zu B. gedruckt: bei Unger in Berlin.

28f.          des letzteren neuste Ausgabe: 232,35ff.

230,6        beßere Nachrichten aus Berlin: wo F. Lindner bei Prof. Meierotto studierte.

16            ersten Brief <...> letzten in diesem: nicht überliefert.

31            Bruchstücke der vaterländschen Geschichte: sein Nachlaß.

32            an Reichardt ausliefern wird: zur Vermittlung für den Druck?

Brief 771

231,3f.     zuvorkommenden Brief: nicht überliefert.

4              Taufschein <...> beygelegt: 234,22f.; der Kritiker: von S. Heinicke.

5              HE Kr.[iegs] R.[at] H.[ippel].

7              einzigen Erben: Deutsch.

15            Brief von <...> Lindner: nicht überliefert.

31            Geld aus Curl.[and]: von F. E. Lindner.

36            denselben Abend geantwortet: 770.

232,6        Dryaden: Baumgöttinnen.

10f.          dem Sohn Busi auf jenem Leichenfelde: Hes 37,15-20.

15            Gerke: Gehrcken, Reisen; Briefe über die Schweiz: von Meiners.

17            welche mir D. Rothpletz ertheilt: daß Riesbeck der Verf. ist.

17f.          weder den Franzosen noch den Göttingschen Prof.[essor]: Riesbeck und Meiners.

30            verschrieben: bestellt.

35            wider mit seinem Morczini zu schaffen: durch seine Entlarvungsgeschichte, der M. mit einer öffentlichen Bekanntmachung – Nachricht an alle Freunde des Freyherrn von Mortezini, zu widersprechen versuchte. Siehe den Artikel Biesters in Berlinische Monatsschrift Dezember 1784, S.539-551: Der Pseudo-Freyherr von Mortcini, die Nachricht S.548-549.

233,4        Halunken: Morczini, Begebenheiten des Freyherrn von M., 1784 bei Hartung in 2. Auflage gedruckt, versehen mit 13 Gutachten zu seiner Rehabilitierung, Verfolgungen (Z.11): Anhang: Beylagen 1-13, S. III- XLIV. S. 549. wird ein Professor Krause aus Königsberg angegriffen, der ihn als Betrüger vorgestellt habe.

7              verbotenus: wortwörtlich.

9              Liste von 312 Subscribenten: als Einleitung zu den Begebenheiten <…>.

12            erwarte aus dieser Spitzmaus noch einen Rübezahl: parodierter Hor. ars 139?

16            B. blasen zum Neujahr: 254,35, wer A sagt, muß auch B sagen.

17            im Oct.[ober]: S. 356-378.

20f.          den ersten Brief <...> d.2 huj. den andern: nicht überliefert.

36            neue Ausgabe des Reis.[enden] Franz.[sosen]: Riesbeck.

234,1        theol.[ogische] Bibl.[iothek]: hg von Bahrdt und Mursinna, 236,11f.

2              Oberhofprediger: J. E. Schultz.

4              für Scheller verwickelt: ihm eine Anstellung zu verschaffen.

7              seel.[ige] Praetorius: Ephraim Heinrich P.

8              Einl.[aufende] Waaren.

9f.           damaliges Logis: nicht ermittelt; IV,79 schreibt Hamann: Hippel, der bisher auf dem Roßgarten gewohnt, zieht auf Michael in meinen Sprengel nach dem Steindamm. Nach F.Gause, S.259 wohnte Hippel in der Poststraße neben dem Leswangschen Stift.

12            Donatschnitzer: Fehler gegen die Grammatik.

14            was er über die Ehe geschrieben: Praetorius, Ueber die Ehen, ein ohnmaßgeblicher Versuch. Göttingen 1781.

15            Stutzer von Thorn: Praetorius war geboren in Thorn und 1779 Secretär der Stadt Thorn.

17            Stadtrath W.[irth].

18            Adjunctur: nicht ermittelt.

19            Kritiker: 227,27f.

20            Episode über die symbol.[ischen] Bücher: nicht ermittelt.

33            Spittler: Grundriß der Geschichte <…>; Sully: Mémoires des sages <…>.

Brief 772

235,4        gestrigen Brief: 771.

6              2 theol.[ogische] Bibl.[iotheken]: 236,11f.

12            so traurigen Gestalt: 232f.

16            Geschichte der Deutschen: in den Briefen eines reisenden Franzosen.

19            3 gekrönte Preisschriften: neben Pfeil und Klipstein.

20            D. Semler: David Johann Salomo S.

23            den Horus widerlegt: von Wünsch.

25            Runds Geschichte von Boehmen: nicht ermittelt, weder des Landes, noch Jacob Böhme noch Johann Gottlob Böhmer o.ä.

26            Komische Romane aus den Papieren des braunen Mannes: von J. G. Müller.

29            das Leben J. G. Quandts: anonym veröffentlicht.

33            unser Freund: Hippel.

36            vertrauliche Briefe: von Spalding.

236,1        Betrachtungen <...> Reich: J. Ch. F. Reichard, Betrachtungen über die Religion.

3f.           Philosophische Betrachtungen <…>: von J. H. Schulz.

8              unter einem gantz anderen Titel angekündigt: Christlich-politisches Journal.

14            wo ich beyl.[iegendes] gefunden: 237,11, 2 Bände der Allgemeinen theologischen Bibliothek?

15            Reisen eines Curländers: von Gaum.

16            reisenden Franzosen: Riesbeck.

18f.          Jener wird an Sonnenfels <…> schreiben: Kant an J.v. Sonnenfels, nach dem 17. October 1784, Kant Akad.A. XY,235a; Kant Akad.A. XIII,140.

19            wegen des geistl.[ichen] Abentheurers: Morczini, 232f.

20            nouvelles du jour: Tagesneuigkeiten.

21f.          deßen Himmelfahrt durch ein Meisterstück von Briefe vereitelt worden: 229,2?

22            Vice Re: Prinz Heinrich?; Magnifizenz: von Korff?

29            lobte der Hausvater: Mt 24,43ff. und Lk 12,42ff.

237,1        Wollte Gott: 4 Mo 11,29.

11            Nebst zwey Büchern: 235,6.

Brief 773

237,14      letzten Brief: nicht überliefert.

16            Druckfehler: für den fehlerhaften Druck des Golgatha.

17            Exempl.[ar]: von Golgotha und Scheblimini.

20            hitziges Fieber <...> aushalten müßen: 231,17ff.

21            alte Freund in W.[eimar]: Herder.

23            Billet der Baroneße: v. Bondeli, nicht überliefert.

30            meine damals an Sie geschriebene Briefe: vor allem 670.

33            gestohlne Bücher: Dippel IV,442, Macarius, Hilarius IV,441, Pereira IV,465, Langius IV,441.

238,8        Ob Kant fertig geworden: mit der Grundlegung zur Metaphysik der Sitten.

9              wacker für die Berlinsche Monatsschrift gearbeitet: 222,7.

12            mit Lausons Bibliothek: die nach seinem Tod versteigert werden soll.

13f.          hat nichts <...> erhalten: die Synonymes, 268,21f.

22            lebt noch auf dem Lande: bei Deutsch.

24            noch einen Sohn: F. Bucholtz.

29            Erklärung auf meine Antwort: 765, eine Erklärung, die nie eintraf.

35            nach Petersb.[urg]: für Arndt.

239,3        Psilosophie: N III, 316,25ff. Hamanns Erklärung 294,18ff.; auch 239,3f.; 294,18f.; 338,25; 440,21.

13            berüchtigten Bruder virorum obscurorum: in der Anspielung auf Hutten nennt Hamann sich selbst.

Brief 774

239,27      Ihr Brief vom 2ten <...> November: 721.

32            starb mein dritter Sohn: Franz Theodor am 8.1.1784.

240,8        und starb: am 9.2.1784.

18            Aufbruch des Rheins: Eisgang und Überschwemmung Ende Februar.

29f.          hierauf nach Weimar: am 18. September für 12 Tage.

33f.          wo auch unser Claudius sich einfand: am 25. bis zum 28. Sept.

241,1f.     Ihren Auftrag wegen des Fräulein von Bondely: 96,29ff.

13            vollkommener Pflichttragender: Zitat aus Golgotha und Scheblimini, N III,297.

18f.          Berlinische Jerusalem: von M. Mendelssohn.

27            einliegende Heft: mit fünf Briefen: Jacobi an Mendelssohn v. 4. 11. 1783, J. an Hemsterhuis v. 26.4.1784, J. an Herder v. 30. 6. 84, Mendelssohn an J. v. 1.8. u. 7.8.1784. Auch VI,60,19.

33            sich in ein Handgemeng mit Grillen einzulaßen: Zitat aus Des Ritters von Rosencreuz letzte Willensmeynung, N III,31,18.

242,1        Laßt uns nicht <...> schätzen!: aus: Die Magi aus Morgenlande, N II,140,23f.

4              Sie haben mir <...> vorgeworfen: 94,27ff.

6ff.          When I was a school-boy <...>: Zitat aus L. Sternes, Das Leben und die Meinungen des Tristram Shandy, 6. Buch, c. 32, Onkel Tobys Verteidigungsrede.

12ff.         Herr, es thut mir wehe <...>: Ps 73,21. Auf diese Psalmstelle bezieht sich Hamann in Aesthetica in nuce, N II,204,10-14; auch 444,23ff.

17-21        Cum enim Deus <...>: F. Bacon, De dignitate, 9. Buch.

26            Ich glaube-Herr, hilf meinem Unglauben: Mk 9,24.

35            meine Papiere: 241,27.

243,11      welches die 2 Stellen im Neßir sind: 89f.

13ff.         Gedanken verschiedener <...>: 405,12f.

Brief 775

243,25      zwei Ihrer lieben Briefe: 737?

29            auf den gestern von Ihm erhaltenen Brief: nicht ermittelt.

244,1f.     würde Paulus schreiben: Phm 17.

Brief 776

244,26      Ihr Brief kam: 768?.

245,1f.     in Gottes Augapfel zu greifen: nach Sa 2,12.

15f.          unathletischen Moses: Mendelssohn, der ästhetische, N II,163,28ff.; II,127,34.

17f.          Salzfreundlichkeit des Evangeliums: Mt 5,13, Mk 9,49f.

20            Das goldenste aber war mir: N III,308,12f.: <...> ist das Himmelreich des Gesalbten eingeführt worden-und gleich einem Schmetterlinge den leeren Raupengespinsten und der todten Puppengestalt des Judentums entflogen.

246,6        III. Band der Messiade: Jesus Messias, oder die Evangelien und Apostelgeschichte <…>.

Brief 777

246,19      Ihr Brief hat mich <...> erfreuet: 766 oder 764.

19f.          da Jacobi u. Claudius hier waren: 240,29 u. 33f.

25            Tod seiner Frauen: 240,7f.

26            ihre Schriften: Ihre.

30f.          unser Bethlehem in Juda: Ri 19,1 und Rut 1,1.

32            Reck: Recke.

33f.          fast wie der letzten Weltankunft bei den Spöttern: der Weltuntergang.

247,1        Ihren Brief: 761?, nicht ermittelt.

4              war er mit dem Statthalter hier: B. war zu Beginn der achtziger Jahre mit v. Dalberg in Weimar gewesen.

6              Einmal an mich geschrieben: nicht überliefert.

8              Referent: Lamezan?

17f.          Ihre Metakritik geschenkt haben: 766.

20            bei allen löcherichten Brunnen: Aesthetica in nuce, N II,209,18f.; Jer 2,13.

21            Ende meines zweiten Theils der Ideen: das neunte Buch, SWS XIII,354-367.

30            so ganz ohne Lust: lies Luft.

31f.          Taglöhners, <…> Schatten sehnet: Hi 7,2.

248,1        Krittler und Kräckler: kleinlicher, streitsüchtiger Kritiker, Z.8.

2              hieher kam: 1782.

6              das Buch: die Ideen.

9              Buchdrucker: Johann Ernst Schlegel.

16            mißfällt mir der Titel: 204,19f.

22ff.         Saale <…> Saalbader: Wortspiel mit der Herkunft des Wortes einer Anekdote zufolge: geschwätziger, alberner Mensch.

31            bewege dagegen Himmel und Erde: nach Vergils Acheronta movebo.

35            Postpapier: feines Schreibpapier.

249,5        und f.[olgende] E.[xemplare] [nach Lesung durch G. Arnold), als Saalbadereyen.

6              rein ab: weg damit.

8              Mem.[oires] de Volt.[aire].

10f.          von Gotha aus: durch direkte Beziehung mit dem Pariser Gesandten Melchior Grimm (Herder Briefe 12, 343).

14            Duc de Chartres: Louis Philippe-Joseph Bourbon, bis 1785 Duc de Ch.

17f.          von der Selbsterkenntnis: Über das gnothi seauton.

18            so verbinden Sie mich: bin ich Ihnen zu Dank verbunden; seine andern Sachen: die Physiologie und Vermischte medicinische Schriften.

19f.          was Sie mir schreiben: 205,25ff.

20f.          in meinem Vaterland: Ostpreußen.

23            Mosers polit.[isches] Journal: Patriotisches Archiv.

24            Fragment von einem Brief von mir namenlos: unter der Rubrik So trösten sich Christen untereinander, 1. Teil, S. 510-516 hatte v. Moser wörtlich einen Brief Herders vom 15.April 1781 übernommen: Auszug Schreiben eines Theologen, der um 2000 Jahre früher Prophet oder Seher geheißen hätte, an eben denselben [einen andern Leidenden,510]: <…> Der oberste Regierer, der alles weiß, und alles zum besten kehret, wird’s auch mit der Sache Ew. etc. thun, wie die vielen und mancherlei Erfahrungen Ihres Lebens Ihnen oft und lebendig genug es werden gesagt haben. Wer weiß, wozu alles gut ist? sagt der Philosoph; der Christ sagt: zum Besten! Zum Besten! Selbst die Art, wie Sie behandelt worden, nicht ausgenommen. Das Schicksal Ew. etc. war aller großen und guten Menschen Schicksal, daher auch jeder Antheil nimmt, der nur einen Tropfen gutes Blut in seinem Herzen hat; und gewiß wird auch dieses Wasser in den besten Wein verwandelt werden.

27f.          gegen die Götter unsers Jahrhunderts: eine Art der Zivilisationskritik gegen den Adel, gegen die Pfaffen, gegen allerlei Gözen. Z.B. Fürstenkritik in XII. Der Rath, S.66-75: O selig ist der König, der vom Thron/ Das Schnarchen des gestreckten Volkes hört! (S.69); Ihr spart? für wen? Für euer Volk doch nicht?/ Erweckt durch Üppigkeit und bunten Tand/ Den Unterthan, denn wer den Sinnen fröhnt/ Ist kalt für Freiheit und den Fürsten feil!/ Ruft den Kastraten von der Tiber her,/ Er ist der beste Bürger dieses Reichs/ Er singet euren Hof in weiche Ruh/ Ist leer an Kraft, von Leidenschaften frei,/ Ein solches Volk wär ganz Europa werth/ Für einen König, stirbt es nur nicht aus (S.72).

31            Joseph der Reformator: der Habsburger Joseph II.

250,3        jetzt auch eine Nichte bei sich: Philippine Goll, 253,1.

7f.           eine jugendliche Fehde: im Streit um Rezensionen der Fragmente 1766/7.

12f.          vom Guicciardini übersetzen: die Übersetzung blieb unvollendet und ist verschollen.

Brief 778

siehe auch 162,17.

250,19      nemlich umständlich: lies nemlich alles umständlich.

24            Buchhandlung der gelehrten: in Dessau, wo das Buch auf Kosten der Verlagskasse gedruckt wurde. Nachdem dieses Unternehmen insolvent geworden war, gingen die vorhandenen Exemplare in den Besitz von Joh. Philipp Haugs Witwe Leipzig über, mit dessen Namen und der Jahreszahl 1787 auf dem Titelblatt sie fortan vertrieben wurden.

251,11      ich schrieb selbst an Hartknoch: nicht überliefert.

17f.          Ich will sie Ihnen <...> ganz abschreiben: C. Herder zitiert Hartknochs Brief aus Leipzig v. 10. u. 27. Mai 1784: Von und an Herder II,96f. (Herder Briefe 9 Nachträge,737).

252,29      in einem andern Brief: nicht ermittelt.

253,1        Tochter meiner <..> unglücklichen Schwester: Philippine Goll, Tochter von Ernestine Flachsland, lebte Oktober 1784 bis Mai 1787 in Weimar.

5              Mein Mann hat ihm geantwortet: nicht überliefert.

8              die 1000 Ducaten: wohl eine Null zu viel, 252,4.

Brief 779

253,32      treuen Arm: Johanna R.

33            Unterpfand: Johanne R., geboren im November.

34            Wie komt Claudius nach Schlesien: er besuchte dort Ch. von Haugwitz und Schlabrendorff, der ihm eine jährliche Rente ausgesetzt hatte; außerdem schloss C. Bekanntschaft mit S.G. Bürde (1753- 1831), Verfasser geistlicher Lieder und Singspiellibretti, Sekretär des späteren preußischen Ministers von Haugwitz.

3              erhielte einen Brief: nicht überliefert.

6              Ein jüngerer Brief: nicht überliefert.

8              Was Sie mir <...> melden: nicht überliefert.

13            erhalten sollte: 247,1.

15            reisende Franzos: Riesbeck.

17            Reliquien unseres seel.[igen] Kreutzfeld: Meynung über den Adel der alten Preußen.

22            Dem seel.[igen] Sander zu Ehren: Heinrich Sander kommt in Beschreibung seiner Reise mehrfach auf Perückenmode und –gebrauch zu sprechen.

23f.          wie der Hofprediger <…> sagt: Joh. Schultze, Erläuterungen über des Herrn Professor Kant Kritik der reinen Vernunft, in der Vorrede.

25            zu Graventihn: bei Deutsch.

35            daß er nicht B sagt: 233,16: daß er die folgenden Hefte schickt.

36            Jahrgange: der Berlinischen Monatsschrift.

255,3        den Hunden: der preußisch-französischen Verwaltung.

4              wie mit den Fooien gehen: sie werden ersatzlos gestrichen.

7              Nachbar: Stockmar; General-Hure: die Administration.

8              an einen Grosbürger: nicht ermittelt.

Brief 780

255,16      als die Quedlinburgsche: wohl: Allgemeine Bibliothek der neuesten theologischen Litteratur. Quedlinburg [Reußner und Ernst].

17f.          reisende Franzose: Riesbeck.

18            Lil.[ienthal].

23            Acken: Aken, Reden zur Erbauung <…>.

24            Spittler: Grundriß der Geschichte <…>.

25            Uebersetzung des Schwedenborgs: von Vera christiana.

27f.          damals sich <…> verschrieb: Swedenborg, etablierter Naturwissenschaftler und hoher Beamter, gerät zwischen 24. März und Ende Oktober 1744 in eine religiöse Krise, deren Visionen, durch die er sich von Gott berufen glaubt, er in seinem Traumbuch niederschreibt. Kants Träume eines Geistersehers fertigen ihn als wahnsinnigen Narren ab. Anders dagegen sein Übersetzer Friedrich Christoph Oetinger in seinem Buch Swedenborg und andere irdische und himmlische Philosophie, zur Prüfung des Besten ans Licht gestellt.

256,1        metallurgischen Schriften: S. war außerordentliches Mitglied des Bergwerkkollegiums, der höchsten industriellen Behörde Schwedens, später deren Assessor, schrieb darüber in den naturwissenschaftlichen Schriften und der Zeitung Daedalus Hyperboreus.

2f.           zahlreichen Uebersetzern: u.a. F. C. Oetinger und J. Chr. Lenz.

4              Nervenkrankheit: S. litt unter Geistererscheinungen.

8f.           Erscheinungslehre der Kirche: in Vera christiana.

11            Reichardt meldet mir: nicht überliefert, 254,8f.

18            wo sich unser Briefwechsel <...> anfieng: IV,457,10f.

19            auf alle künftigen Bände: der Berlinischen Monatsschrift.

21            mit einer Abhandl.[ung] unsers Pr.[essor] Kant: Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht.

26            deutsche Uebersetzung der infamen Memoires: von Voltaire, Das Privatleben des Königs von Preußen <…>.

33            meinem Buchbinder: nicht ermittelt.

34f.          R.[eichardt] <...> in W.[eimar] gewesen: bei Herder.

36f.          langen Brief von unserm Herder und seiner Frau: 777 u. 778.

37            über eine Angelegenheit: den Streit mit Hartknoch um Honorarfragen.

257,3        Eine jugendliche Fehde <...>: 250,7ff.

14            Kaufmann aus Nürnberg: Johann Christoph Karg.

14f.          Einlage von Lavater: 776.

18f.          alle drei mitteilen: 233,28ff.

21            nennt sie seine süßeste Arbeit: 246,7f.

22            wegen meines Sohns in Münster: Bucholtz.

23            hoos en parodo: (lateinische Umschrift der griechischen Wendung ως εν παροδω für Scheffner): wie im Vorübergehen.

24            meine Antwort: 765.

29            den ihm durch Hill liebgewordenen <...> Hippel: 246,10f.

30            Fideikommiß: unteilbares und unveräußerliches Erbgut.

30f.          ohngeachtet Ihres XI. Gebots nichts zu tadeln: 236,27ff.

33            schrieb mir im Julii: 223,23, nicht überliefert.

258,19f.    den Anfang einer viel versprechenden Abhandl.[ung]: von K.L. Reinhold, Über die neuesten patriotischen Lieblingsträume in Teutschland aus Veranlassung des 3. und 4ten Bandes des Hrn. Nicolai´s Reisebeschreibung, S. 171-186, Fortsetzung S. 246-264.

24            Leben und Tod des Dichters Firlifimini: von Friedrich Schulz.

26            Monchaussée: Beschreibung meiner Reise <...>.

29f.          den Schwedenborg abgeben: Vera christiana.

31            Reise durch den Bayrischen Kreis: von Pezzl.

35ff.         La vie privée d'un Prince <...>: von Guyton de Morveau.

259,2        Eloge: ODE au roi de Prusse, S. 93-96.

3f.           paraphysischen Geschmacks: wohl im Sinn von >nicht wirklich metaphysisch<, S.22: <…> Comme il aime à méditer, à approfondir et à penser, c´est principalement de quelque question métaphysique don’t il fait par gôut son application, lorsqu´il n´est pas obligé de s´en détourner par necéssité: aussi est-il peu ordinaire de rencontrer tant d´abondance sur des matières dont la profondeur est faite pour déconcerter la raison.

4              Einladung zur Krone von Polen: S.48: <…> d´aller offrir la couronne de Pologne à Henri.

5              Frantz Bernardo, oder der Irrthum der Liebe: anonym, anonym rezensiert in Allgemeine deutsche Bibliothek, Bd 57/1, 1784, S.136-138.

8f.           daß Garve <...>. erhalten haben soll: für seine Kant- Rezension.

13            wird auch nächstens einen Beytrag für D. Biester liefern: nicht ermittelt.

15            Wie hälts mit der Lex contra Momum: nichts zu tadeln, 236,27ff.

19            HE. Stadtrath: Wirth; das Holtz: das von Scheffner auf Hamanns Stoßseufzer (221,9ff.) versprochene.

24            bis auf seine Diß.[ertation] anführt: die Abhandlung Principiorum primorum cognitionis metaphysicae nova dilucidatio, mit der Kant am 27. September 1755 das Recht zur Abhaltung von Vorlesungen in der philosophischen Fakultät Königsberg erhielt.

Brief 781

259,34      Brief aus Weimar <...> den 10 Ihren: 777, 776.

260,1        einen <...> aus Pempelfort: 774.

6f.           Psalm von der Schwachheit der Elenden: Ps 88.

10            οιοι αποντες, τοιουτοι και παροντες: Wer ein solcher ist, der denke, daß, wie wir sind in den Briefen abwesend, so werden wir auch wohl sein mit der Tat gegenwärtig, 2 Ko 10,11.

11            Einer des andern Last: Gal 6,2.

13            das Ungewitter, das unserm Horizont droht: nicht ermittelt, vielleicht die Krankheit Fredrichs II..

14f.          ἀλλ´ ητοι μεν ταυτα Θεων εν γουνασι κειται: all das liegt im Schoße [vor den Knieen] der Götter, Hom. Od. 2,267; Ilias 17,514 u.ö.

16            Der Brief <...> an mich addressirt: 244,30f.

17            Name des Kaufmann: Karg.

20            Ihres Schreibens vom 27. pr.[ioris mensis]: 775.

21f.          treuen Nathanael: Hill.

28f.          nach dem Empfang seines zweiten Schreibens ihm geantwortet: beide Briefe nicht überliefert.

32            J.G.M.: J. G. Müller.

34f.          Sie auch Etwas für Ihren Geschmack gefunden: in Golgotha und Scheblimini.

37            wie Agur sagt: Spr 30,8.

261,2        die Kolbe ein wenig lause: den Kopf waschen, 79,32.

4              Motto des Jeremias: Jer 23,15.

7f.           günstig Urtheil über Jerus.[alem]: 135,23ff.

12            für unathletisch erkennt: 245,15f.

13            noch er sich mit Ihnen und Michaelis: im Streit über Bonnet, IV,4f. und mit Michaelis der Streit über dessen Rezension von Lessings Die Juden in den Göttingischen Anzeigen v. 13. Juni 1754. Lessing veröffentlichte Mendelssohns Brief in der Theatralischen[n] Bibliothek.

14            schärfer, als ich es <...> gesagt haben würde: 245,16f.

23            Weil Ihnen meine Hand Mühe macht: 235,17ff.

25            Brief aus Münster: von Bucholtz, nicht überliefert.

27f.          Antwort auf meine <...> abgegangenen: 765.

30            das schöne Kupfer aufopfern: 257,27.

33            IX Kapitel Johannis: die Heilung eines Blindgeborenen.

262,1f.     süßesten Arbeit: 246,7.

4              Pf.[enninger].

6              auf dem Lande: bei Deutsch.

11            lieben Philosophen zu Pomfret: Jacobi, 782, Verballhornung von Pempelfort.

13f.          wie ein Senfkorn: eine Anspielung auf Lk 17,6.

17            Bin kein Seher: im Gegensatz zu Lavater, wie ihn Hamann nach seinen Aussichten in die Ewigkeit nannte, III,345,26.

18ff.         Du sollt eßen <…> werdt trunken: 275,27ff.

19f.          Sein letztes Vermächtnis: Anspielung auf die Einsetzung des Abendmahl.

20            Erscheinung der Heiligen: 246,7, also von der Verkündigung bis zu den Einsetzung-Worten?

35            Liste der Druckfehler: zu Golgotha und Scheblimini.

263,1        weil Sie Namen verstümmeln: L. hatte den Namen des Nürnberger Kaufmanns Karg unleserlich geschrieben und in einem vorangegangenen Brief Hamanns Hippel oder Dippel gelesen.

Brief 782

263,8        Der bis hie her geholfen: 1 Sm 7,12.

10            starken Brief von unserm H.[erder]: 776.

11            von L.[avater] aus Zürich: 777.

11f.          Ihr versiegeltes Päckchen: mit Briefen an Mendelssohn, Hemsterhuis, Herder, und von Mendelssohn enthielt, 241,27.

12            am unerwartetsten und wichtigsten für mich: Jacobis Briefwechsel mit Mendelssohn und Hemsterhuis.

13            Beziehung auf einige Grillen: 241,33.

15f.          Selig sind die Todten <...>: Off 14,13.

18            fröhlig seyn <...> kleine Weile: Jh 5,35.

20            wie wohl wirds thun: Strophe 10 des Kirchenlieds Kommt Kinder laßt uns gehen oder Str 7 von Es kostet viel ein Christ zu sein.

22            mein jüngstes Kind: Golgotha und Scheblimini.

23            Zeugnis dreyer entfernter Zeugen: Jacobi, Herder, Lavater.

26            ein hiesiger Freund: Kraus; aus Berlin: von Biester.

27f.          wegen S. 71. <...> Atheisterey: in Golgotha und Scheblimini heißt es: Hat nicht der Theorist uns ohne Ruhm zu melden, ehrwürdigen Geistlichen ins Gesicht bewiesen, daß wir seine Handlungsbrüder nach dem Fleisch geworden, gleich wie er selbst leider! durch die lose Verführung nach der Griechen Lehre und der Weltsatzungen zum beschnittenen Glaubenbruder im Geist und Wesen des heidnischen, naturalistischen atheistischen Fanatismus.-denn, wer den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht, und wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt auch den Vater nicht, 351,10ff. u. 375,9ff.; N III,315,14-22; 319,25ff.

31            sondern Johannis Zeugnis: 1 Jh 2,23.

34            Beylage: die fünf beigelegten Briefe zwischen Jacobi, Mendelssohn und Hemsterhuis.

264,3        fr.[anzösischen] Briefe des Hemsterhuis: v. 26. 4. 1784.

8f.           mehr als Herder zur Sache sagen zu können: was er später in seiner Schrift Gott bemerkte?

13            Gläschen Clairet: leichter Weißwein.

14f.          ein paar Zeilen an unsern Johannes: 776.

15ff.         unathletischen Moses <...>: 245,15ff.

20            Namensvetter: Friedrich Konrad Jacobi.

28            beyde vor 20 Jahren mit wahrer Andacht gelesen: in Mitau 1765/67.

265,3f.     Baum der Erkenntnis <...> des Lebens: 1 Mo 2-3.

10            statt Ihres Motto aus dem Syrach: Sir 43,27.

12            ουδεν και παντα: nichts und alles.

14            den ich aus Einfalt <...> mitgetheilt: 766.

18            Sie widerlegen sich selbst: 242,22ff.

24            Was ist das Bild und die Ueberschrift: Mt 22,20.

26            Er schuf <...> sich zum Bilde: 1 Mo 1,21.

27            Wir sind Seines Geschlechts: Apg 17,28.

28f.          unser Leben noch verborgen [ist]: Kol 3,3.

35            lies wohl Sinne.

266,1        δος μοι που στω: Archimedes: gib mir einen Punkt <…>.

4              Oncle Toby: 242,5ff.

8              Wissen bläht auf <...>: 1 Ko 8,1.

9              Alles ist eitel! - <...> unter der Sonne: Pr 1,2 u .9.

11            eines neuen Himmels <...> neuen Erde: 2 Pt 3,13.

14            Faden Ihres Briefwechsels: 241,27.

31f.          Neßir und Zulima: von J. G. Jacobi.

33            von den 2 Stellen weiß keine Sylbe mehr: 89f.

34            angeführte Stücke des Museums: 243,13f.

37            mitgetheilte Nachrichten: 241,1ff.

267,1f.     Ihres Bruders: gemeint: ihres.

10            durch einen Banquier aus Frankf.[urt] a. Mayn: Willemer.

11            vortrefliche Freundin aus Speier: S. von la Roche.

13f.          Lav.[ater] hat mir <...> mitgetheilt: 776.

18            Einen von <...> mir: Bucholtz.

19            Sein Rath ist wunderbarlich <...>: Jes 28,29.

27            Mendelssohns Schreiben an Sie: vom 1.8.1784, JBW 1059.

32f.          Schmecken und Sehen <...>: Ps 34.9.

33            Schild und Lohn: 1 Mo 15,1.

34            Wohl uns des feinen HErrn: Str. 2 des Kirchenlieds Allein Gott in der Höh sei Ehr.

35            per metabasin: μεταβασις εις αλλο γενος: Übergang in einen anderen Bezirk.

Brief 783

268,2        Ihr Brief: nicht überliefert.

3              Hupels VIII St.[ück]: seiner Nordischen Miscellaneen.

5              Lilienth.[al] Büchern: der Auktion; Cr[iminal] Rath J.[ensch].

12            Oberhofprediger: J. E. Schultz.

13            Matinées: Friedrich II. v. Preußen zugeschrieben.

16            nach Petersb.[urg]: für Arndt.

21f.          mit den Synonymes: von Girard.

27            dicken Brief aus W.[eimar]: 777 u. 778.

28            von seinem 2ten Theil: der Ideen.

31            welche die israelitischen Knäblein in der Geburt erstickten: 2 Mo 1,16.

269,9        Lavater schreibt <...>: 245,21.

21            Vergiß was dahinten ist: 248,12f.

36            Empf den 24 Nov: alten Stils.

Brief 784

270,3        Anvertrautes: 241,27.

5              den 16 pr.[ioris mensis]: also am 16. November.

16            tumultarischen Brief von mir: 782.

18            anvertrauten Briefwechsel: zwischen Jacobi, Hemsterhuis, Mendelssohn; Abschrift an H.[emsterhuis].

18f.          Abschrift an H.[erder) vom 30 Junii: JBW 1052.

20            vor gewißen läppischen Aufsätzen: JBW I,3, 326f.: Man ließ mich jetzo Scrupel sehen, die man vorhin nicht gehabt; sprach mit Sorgen von läppischen Aufsätzen eines gewissen Diez und von dem Unsinn dieser Zeit, den ein so großes Beispiel, wie das von Lessing, unterstützen könnte.

22            dort: in Berlin.

24            atheistischen Fanatismi: 263,27f.

25            von Berlin erhaltnen Wink: von Biester durch Kraus.

32f.          Erinnerungen Mendelssohns: Beilage zu dem Brief an Jacobi v. 1. 8. 1784, JBW 1059, I,3, S.340-347: Erinnerungen An Herrn J.[acobi].

34            ohngeachtet ich in meinem 55sten Jahr bin: Mendelssohn hatte an Jacobi am 1. August geschrieben: Nach dem fünfzigsten Jahre mag wohl unsere Seele sich nicht leicht einen neuen Weg führen lassen <...>, S.340.

36            Tract.[atus] Th.[eologico] Polit.[icus]: von Spinoza; opp.: operis.

271,3        Das System, welches <...> ausgegeben haben soll: Lodovikus (Lodewijk) Meyer, Doktor der Medizin und Philosophie und persönlicher Freund Spinozas, gab 1663 dessen Erstlingswerk Renati des Cartes Principiorum philosophiae pars I et II more geometrico demonstratae mit einer Vorrede heraus, 1677 mit den Opera posthuma die Ethica. Dabei fügte er eine von dem Mennoniten Jarig Jellis holländisch verfaßte Vorrede in lateinischer Übersetzung bei. Er selbst veröffentlichte anonym 1663 De iure ecclesiasticorum liber singularis, welches identisch ist mit dem Werk gleichen Titels, das 1665 mit dem Pseudonym Lucius Antistius Constans veröffentlicht und für ein Werk Spinozas gehalten wurde. Leibniz sprach in § 375 seiner Theodizee die Vermutung aus, hinter dem Namen verberge sich der Publizist de la Court oder van den Hoof, 274,3f.

5              M.[endelssohn].

9f.           Die Quelle von Εν και παν: eins und alles ist bis heute nicht gänzlich klar. Ähnliche Formeln bei Heraklit, Xenophanes (bei Simplicius), Empedokles. Wahrscheinlich ist für die neuzeitliche Verwendung durch Jacobi, Herder, Hölderlin u. a. die Quelle im Werk des Cambridger Theologen Ralph Cudworth, 1680, zu suchen, das Johannes Lorenz Mosheim 1773 in lateinischer Übersetzung Systema intellectuale huius mundi (bez. universi) vorlegte (ermittelt durch U. Hölscher).

11            το παν εστι αυτος: Sir 43,28f.: durch sein Wort besteht alles, er ist alles; N II,130,14f.; IV,359,27.

12            Ihre Vergleichung: im Brief vom 4. November 1783 an Mendelssohn, den J. ihm zum Abschreiben überlassen hatte, JBW 964.

19            Bei aller Schönheit des Gedichts: auch die Prometheus-Ode Goethes hatte J. beigelegt, zu der sich H. im folgenden kritisch äußert.

23            Die erste Hand: Lessing habe -so Jacobi-[Ueber die Lehre des Spinoza] zur Ode gesagt, er habe das schon lange aus der ersten Hand, was J. dann auf Spinoza bezieht.

25            To be, or not to be<...>: der Beginn des bekannten Hamlet-Monologs, III,1.

26            το Ον: das Sein.

28f.          Ursprüngliches Seyn ist Wahrheit <...>: Goethe notierte sich diesen durch J. mitgeteilten Satz, Die Wahlverwandtschaften, 2.Teil, Kap. 4 (Aus Ottiliens Tagebuch).

34f.          Lieblingssystem: Lessing soll, nach dem allerdings in drei Versionen vorliegenden Bericht Jacobis, zu ihm nach der Lektüre das Prometheus gesagt haben: Der Gesichtspunct, aus welchem das Gedicht genommen ist, das ist mein eigener Gesichtspunct <...> Die orthodoxen Begriffe von der Gottheit sind nicht mehr für mich. Ich kann sie nicht genießen. Εν και Παν! Ich weiß nichts anders <...>.

272,6f.     Prosopopöee: bei Quintilian: Personifizierung oder Dramatisierung.

7f.           της ψευδωνυμου γνωσεως: 1 Tim 6,20, der fälschlich so genannten Erkenntnis, der falsch berühmten Kunst.

19            kälbern <...> pflügen: Ri 14,18.

22f.          guter Freund <...> einzige Tochter: Andreas und Louise Miltz.

27f.          spielte <...> Wülfchen: ein Brettspiel mit Wolf und Lamm.

28ff.         Wirth <…> Sclaven und Sclavinnen: Miltz, siehe Nadler 311.

36            D. Luthers Randgloße zu Neh. III,5: Die armen müssen das Creutz tragen. Die Reichen geben nichts. Tauss Ess hat nicht/ sees Zing gibt nicht/ Quater drey die helffen frey, ein Sprichwort aus dem Bereich des Würfelspiels: Die Armen können, die Reichen wollen nichts geben; so tut es der Mittelstand (WA Deutsche Bibel IX/ 2, S. 329 Anm.; freundliche Mitteilung von Martin Seils).

273,10      stoischen Jupiter: Jupiter pluvius, durch nichts zu erschüttern; ähnlichen Frau Gemahlin: Juno, die aus Eifersucht Stürme zu erregen pflegte.

13            Freundes: Hippel.

19            Ackens: Akens.

20            einem Freund auf dem Lande: Scheffner auf Sprintlaken.

23f.          vom Zufall u. Schicksal: 2. Teil des Aken, nach Lk 2,21, S.391-442.

28f.          Wenn Zufall nichts ist, <…>: Aken, S.393.

33ff.         Memoires u Anecdotes <...> deutsche Uebersetzung: wahrscheinlich Mémoires pour servir à la vie de Voltaire, écrits par lui-même, ins Deutsche übersetzt unter dem Titel Das Privatleben des Königs von Preußen, oder Nachricht zum Leben des Herrn von Voltaire, von ihm selbst geschrieben, Leipzig 1784.

37            Ludw.[ig] Meyers: 271,3.

274,6        oben erwähnten Freundes: Miltz.

7              deutsche Uebersetzung davon: in der Allgemeinen deutschen Bibliothek läßt sich keine derartige Ankündigung finden.

11            gemeinschaftl.[ichen] Freundin: Elise Reimarus, die als Vermittlerin zwischen J. und Mendelssohn fungierte.

13            weil Mendelssohn über den Spinozismum schreiben will: Mendelssohn an E. Reimarus am 19. April 1784: Wenn ich diesen Sommer Gesundheit und Muße genug habe, so lasse ich vielleicht Lessings Charakter noch bey Seite, und wage zuerst einen Gang mit den Spinozisten (oder All=Einern, wie sie lieber heißen wollen) <...>, zitiert von Jacobi in Ueber die Lehre des Spinoza. Vom Fortgang seiner Überlegungen schreibt M. in seinem Begleitbrief zu den Erinnerungen an J. am 1. August 1784, I,3, S.340: Da ich vor der Hand von dem Vorsatz, über Lessingen zu schreiben, abgekommen und Willens bin, vorher etwas über den Spinozismus zu entwerfen, was dann in die Morgenstunden eingeht.

15f.          ihn persönl.[ich] <...> 57 in Amsterdam <...> gesehen zu haben: auf seiner Reise nach England.

21            Handel über die Fragmente: von Herman Samuel Reimarus, die Lessing 1784 in Berlin veröffentlicht hatte; Hamb.[urger] Oelgötze: Johann Melchior Goeze, Lessings Gegner (frei nach Luther: Anders denn layen gekleydet seyn, mag eynen Gleißner und Öhlgötzen machen, aber nicht einen Christen).

23            panischen System: des εν και παν.

29            Wink aus Berlin: von Biester (durch Kraus).

30            Atticismi: in Golgotha und Scheblimini schreibt Hamann: Der systematische Atheismus gehört also vorzüglich zu den Atticismis, die berlinische Geistesart der Aufklärung also, die den Ruhm des deutschen Athens und Spartas vereinigt, N III,309,35ff.

32f.          metaphysisch ästhetischen Scheermeßer: Ri 16,17 und die Beschneidung.

33f.          Landmannes Kinnbacken: lies Landsmannes, Simson in Ri 15,15.

34            jene Delila an der Elbe: E. Reimarus.

36            Nathan: der Prophet in 2 Sm, 1 Kö, 1.u. 2 Chr.

36f.          Heman, den Schauer des Königs: 1 Chr 25,5.

37            das Horn zu erheben: Hamann ersetzt das biblische Haupt (1 Chr 25,5) durch Horn, mit dem Sinn, seine Weisheit hinauszublasen.

275,8        Nach Himmel und Erde frage ich nichts: Ps 73,25.

9              heutigen Sonntagsevangelii: Lk 21,25-33.

18            Sapere aude: Hor.epist. I,2,40; Salto mortale: zu dem J. theoretisch neigt, ein Zitat aus Mendelssohns Erinnerungen, I,3, S.343.

19f.          Senfkorn, einem Sauerteige <...> το παν εστιν ΑΥΤΟΣ: Cento aus Mt 13,31-33, 44-46, Sir 43,27.

21            Alle Fülle der Gottheit: Kol 2,9. in einem Kindlein klein, in einer Krippe Raum: Luthers Weihnachtslied Gelobet seist du, Jesu Christ, Str. 3.

22            Leßing glaubte <…> im Leibnitz gelesen zu haben: Zitat aus Jacobi an Mendelssohn, 4.11. 1783, I,3,233.

27ff.         Du sollt eßen <…> kommt, es ist <...> werdet trunken: Lk 14,17, Hl 5,1; 262,18ff.

30f.          Himmel u Erde vergehen <...> vergehen nicht: Mt 24,35, Mk 13,31, Lk 21,33.

35f.          an Turgot zu erinnern: Hamann war durch Herder das Gerücht zu Ohren gekommen, J. wolle Sur la vie et les ouvrages de Turgot von Pierre Samuel Dupont de Nemour übersetzen; auch VI,94,3ff., Gerücht durch v. Sickingen.

36            unserer Beaumont: J. v. Bondeli.

276,2        angemerkte Stücke des Museums: Januar-und Februarheft 1783 des Deutschen Museums mit den Gedanken verschiedener über eine merkwürdige Schrift (Etwas das Lessing gesagt hat) und seine Gegenerinnerungen.

3              beyden hiesigen Buchladen: Hartung und Dengel.

5              Neßir und Zulima: von J. G. Jacobi.

6              genannte Freundin: S. Courtan, 93,32.

9              Jacobi zu Zelle: Johann Friedrich J. war der Onkel F. Jacobis.

10f.          hiesigen Namensvetter: Friedrich Conrad J.

12            fiel mir auch so eine Stelle auf: im 73.§ der Erziehung des Menschengeschlechts, JBW 964, I,3, S.241.

13            Von Hemst.[erhuis].

14            Einer seiner Freunde: G. K. van Hogendorp.

17            was unser Freund in W.[eimar] übersetzt: Herder übersetzte Über das Verlangen und Liebe und Selbstheit.

Brief 785

276,28      Der Strietzel ist bestellt: 259,26.

30            ersten Theil einer Reisebeschreibung <...> von Guiana: vielleicht die des Mathias Christian Sprengel.

277,8        an Vetter B. Tod: Becker, d. h. Schmohl, der vor den Bermudas über Bord gegangen war.

9              jungen Tochter: Johanne.

10            An D. Biester habe geschrieben: nicht überliefert; mit dem Blasen <...>: 233,16.

11            zweiten Jahrgang: der Berlinischen Monatsschrift.

16f.          Yoriks Meinung: L. Sterne, Neue Sammlung von Predigten, 1. Predigt: Von den zeitlichen Vorteilen der Religion: Diese Meinung ist gemeiniglich die erste, welche nur zu sehr auf unser Gemüt wirkt und bei uns herrschend wird, bis die Erfahrung und das eigene Nachdenken uns alle zu einer oder der anderen Zeit zum Bekenntnis bringt, daß unser Ratgeber (wie vom Anfange) noch immer ein Betrüger sei; und daß ein jedes unerlaubtes Vergnügen, anstatt die Hoffnung des Gewinsts und der Anmut in dem, was verboten ist, zu erfüllen, uns nur Schmerzen und Verlust gewähret.

21            Ackens Predigten: Aken, Reden zur Erbauung.

24ff.         Büschings Lebensbeschreibung: Beyträge zu der Lebensgeschichte <…>, Teil 3, Halle 1785 enthält im Anhang einiger Nachrichten von dem Ritter Andreas Michael Ramsay [Ramsey] S. 319ff.: Des Herrn von Geusau Tagebuch seiner Reise mit dem jetzigen Fürsten Reuß.

27f.          Büsching soll <...> recensirt haben: Wöchentliche Nachrichten <…>. Des zwölften Jahrgangs zwei und funfzigstes Stück (20.Dezember 1784), S.407, allerdings eine Ankündigung, keine Rezension; Kants kosmopolitischen Chiliasmum in der Berlinischen Monathsschrift: Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht.

33            einen andern Juden von dort: Euchel, aus Berlin.

36f.          die Uebersetzung verglichen: von Friedrich II. v. Preußen.

278,4        Schaftesbury: die Übersetzung durch Benzler/Hölty.

9              Ludwig Mayer: L. Meyer.

12ff.         Jemand will <...> gelesen haben: Miltz, 274,6ff.

17            mit Yorikscher Sympathie: empfindsam.

Brief 786

278,30      Nachricht Eurer glückl.[ichen] Ankunft: Johann Michaels und Raphael Hippels mit der Familie Deutsch in Graventhin.

279,7        Philosophen von Braddau: Miltz.

9              HE Jacobi: Friedrich Conrad J.

11            HE Kr.[iegs]R.[at]: Hennings, 288,17.

12            HE Mayer: Ernst Christian M.

13            Lies besuchte mir.

24            An Biester, Nicolai, Hartknoch habe schreiben müßen: nur der Brief an Hartknoch ist überliefert, 783; nach Düßeldorf das mir anvertraute: mit 784.

26f.          Erklärungen aus Riga: von Hartknoch.

280,4        wegen Sophiens Reise: von Hermes.

10            Herrn Bruder aus Münster: Bucholtz, der Hamann gebeten hatte, ihn als Sohn anzunehmen.

15            Der Auftrag von der Frau Kriegsräthin: v. Deutsch, 282,16f.

22            bestellte bey mir eine Einlage: nicht ermittelt.

24            Raphaels Antwort: R. Hippel.

281,18      wegen Wünsch Abrede: 280,14.

19            bey seinem Schwager: wohl ein Bruder der Henriette Korn.

26f.          HE Pf. aus Schmoditten: aus dem Landkreis Preußisch Eylau; wenn Pf.= Pfarrer, dann vielleicht Johann Georg Möller; vielleicht auch G.F. John, nicht ermittelt.

28f.          außerordentlichen Schicksals nach dem Tode: daß er nach dem 5. ökumenischen Konzil als Ketzer galt.

31            die holl[ändische] Handschrift: L. Meyer, Philosophia s. scripturae Interpres, 74,5f.

282,12      Nachbar: Stockmar.

13            Fritzchen: Sohn Stockmar.

24f.          Ein Herz <...> daß du der Heil.[and] bist: aus den Kirchenliedern Mit Ernst, o Menschenkinder, Str. 3 und In dir ist Freude, Str. 1.

27            verborgenen Schatz im Acker: Mt 13,44.

29f.          Himmel und Erde <...> Sein Wort bleibt: Mt 24,35. Mk 13,31. Lk 21,33.

30            Fels <...> Bau: u.a. Mt 7,24. Lk 6,48.

283,3        alten Herrn: v. Deutsch.

3f.           HE Scheller hab ich selbst geschrieben: nicht überliefert.

5              Deine gute Nachbarschaften: vielleicht Wulff.

Brief 787

283,11      jungen Mann: J. D. Friedrich.

13            mit einem Briefe: nicht überliefert.

14            nach dem Munde fuhr: ihn zu küssen.

17            Beysitzers: Friedrich.

22f.          umständliche Herzensergießung <...> vom 27 Oct.: 776.

24            die Güte und Größe der That: der Schenkung.

29            Dein Wille geschehe: u.a. Mt 6,10.

32            angesehensten Geistl.: Matthös

34            Oberbürgermeister: Hippel.

284,4        Es ist ein gar zu großes Stück <...>: Gellerts Fabel Der arme Greis: Ihr werdet Euch vergriffen haben, Es ist ein gar zu großes Stück. Ich bring Euch nicht darum, gebt mir soviel zurück, als ich bedarf, um mich durch etwas Bier zu laben.

6              überflüßig: im Überfluß.

12            Zeichen und Wunder: 2 Mo 7,3. 5 Mo 6,22. u.ö.

21            hiesige Banco-Director: Wilhelm Ludwig Ruffmann.

27            deßen Oncle: Johann Conrad J.

36f.          Der überschwenglich mehr thun kann <...>: Eph 3,20.

285,7f.     Je edler die Salbe: nach Pr 10,9.

9f.           wie in Rebeccas Gebährmutter: 1 Mo 25,22.

10            an Lavater zu schreiben: 789.

16f.          Was ist das mich heut erfreuet <...>: Paul Gerhardt, Warum willst du draußen stehen, 5. Strophe.

27            dortigen Hof=Factor: J. C. Breslau, Hofbankier des Fürstbischof von Münster.

286,11      Intereßen: Zinsen.

13            Ach mein auserwählter <...> Sohn: Spr 31,2.

3ff.          Zu was <...> gefällt Gott: Cento aus Ps 127,2, Pr passim und Pr 9,7, mit einer Anspielung auf Leibniz.

18            dicke Auslegung: die Auslegung im Großen Katechismus.

23            dem Seifensieder oder Volteius Mena: Anspielung auf F. v. Hagedorn Johann der muntre Seifensieder und Hor. epist. I,7,46-98: ein reicher Staatsmann schenkte dem Volteius Mena 7000 Sesterzen und machte ihn damit letztlich unglücklich. Horaz' Moral: Ein jeder messe sich nach seinem eignen Maß: das ist die wahre Weisheit.

24f.          Erkenntnis der Eitelkeit: Pr 1,2.

27            ohne Laterne: Anspielung auf Diogenes von Sinope bei Diog. Laert. VI,2,6,41 nach Phaedr. fab. III,19 (Aesop und der Schwätzer): D. geht bei Tag mit einer Laterne aus. Gefragt, was er da tue, gibt er die Antwort: Ich suche einen Menschen; archimedischen Wonne: sein ευρηκα.

34f.          wie jene in der Romance: in Rousseaus Julie ou la Nouvelle Héloise.

287,3        deßen Besitzer: Kanitz.

16            jüngsten Freund in Düßeldorf: F. H. Jacobi.

17f.          treue Seele in Oßnabrück: Kleuker.

27f.          Was jener alte Philosoph von seinem Hausheerde sagte: Heraklit: daß auch dort Götter seien.

32            Meinen ehrlichen homme d'affaires: Jacobi.

288,11f.    Seegen des vierten Gebots: auf daß du lang lebst im Lande, das dir der Herr gibt.

13            Lavater, der meine Hand nicht lesen kann: 135,17ff.

19            Arzt hilf dir selbst. Aber seine Kraft <...>: Lk 4,23; 2 Ko 12,9.

22            mein Zug auf Ihren ersten Brief: B. hatte wohl seine hypochondrischen Leiden beschrieben, so daß Hamann an einen Therapie-Austausch denkt.

31            das Nöthige zu wissen: über die rationalen Zusammenhänge hinaus zu erfahren, was B. zu seiner großzügigen Spende bewogen habe.

Brief 788

289,2        Clarissime: die ironisierte Feierlichkeit der Anrede.

3              peripatetischen Philosophie: Spiel mit dem Doppelsinn des Adjektivs: umherwandelnd und der Schule des Aristoteles zugehörig, als Wink, daß er nicht nach den Regeln der traditionellen Logik argumentieren werde.

6              maccaronischen Gänsekiel: Stil der willkürlichen witzigen Mischung verschiedener Sprachen, nach dem carmen macaronicum des als Erfinder dieses Stils geltenden Italieners Tifi degli Odasi (15. Jh.).

7              beykommenden Berlinschen Christmonat: das Dezemberheft der Berlinischen Monatsschrift.

8              im cant-style: bezieht sich auf die Definition Flögels, des komischen Geschichtsschreibers. Dort hatte Hamann gelesen: Die niedrige Sprache (die man in England bisweilen cant-style nennt) war am Ende des letzten Jahrhunderts in England herrschend und wurde von den Hofleuten Karls II. eingeführt, die, um ihre Verachtung der Feierlichkeit, wodurch sich das vorhergehende Zeitalter ausgezeichnet hatte, zu erkennen zu geben, in das entgegengesetzte Extrem verfielen und Ausgelassenheit der Sitten und Gespräche wie eine ungebundne ungrammatikalische Gemeinheit des Ausdrucks affektierten <...> Richard Steele sagt, daß man diesen Kantischen Styl von einem gewissen Andreas Cant herleiten wollte, der in einem ungelehrten Teile von Schottland ein presbyterischer Kirchendiener gewesen, und durch Übung die Gabe erhalten hätte, auf der Kanzel in einer solchen Mundart zu reden, daß er nur allein von seiner eignen Gemeinde und nicht einmal von allen in derselben verstanden wurde.

9              per e: wenn man statt Flögel Flegel liest; wie ein Asmus cum puncto: III,106,3; Brief 447.

11            Sapere aude!: Hor. epist. I,2,40, von Kant übersetzt: Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!; aus eben derselben Quelle: Hor. epist. I,6,1. Hamann ersetzt das Nil durch Noli, so daß aus dem Nichts anstaunen der an Kraus gerichtete Imperativ wird: Hüte dich (kritiklos) zu bewundern.

12            unsern Plato: Kant.

18            Hutchinson: Hutcheson, An inquiry into the Original of our Ideas of Beauty; seine Moral: Philosophiae moralis compendiaria.

20            Zufall jüdischer und christlicher Einstimmigkeit: Kant hatte in einer Fußnote am Ende seines Aufsatzes verlautbart, er habe erst nach dessen Abschluß erfahren, daß sich auch Mendelssohn zur Aufklärungsfrage geäußert habe: sonst würde sie die gegenwärtige zurückgehalten haben, die jetzt nur zum Versuche dastehen mag, wiefern der Zufall Einstimmigkeit der Gedanken zuwege bringen könne.

21f.          königl.[iche] Bibliothekar: Biester.

22            zweiten Jahrgang: der Berlinischen Monatsschrift.

24            kosmopolitischplatonischen Chiliasmus: Anspielung auf Kants Aufsatz Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht.

29            πρωτον Ψευδος: Urlüge, Grundirrtum; bedeutendes Kunstwort: des Aristoteles.

31            selbst verschuldet: Kants erster Satz lautetet ja: Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.

290,4        Lucubrationen: Arbeiten bei Kerzenlicht.

5f.           Αϑηνη γλαυκωπις: die eulenäugige, also in der Nacht sehende Athene. In Hamanns Bildwelt figurieren der Mond und sein Wortfeld als Metaphern des geborgten Lichts, d.h. der Aufklärung als Schein und Ersatz des Lichtes der Offenbarung.

7              katechetischer Freyheit: mit dem Willen, sich in wechselseitiger Frage und Antwort belehren zu lassen.

9              Bärenheuter: die Sagenfigur steht für Faulpelz.

11            Dies ist der Mann des Todes: 2 Sm 12,5.

13            Knaben Absalom: 2 Sm 18,5.

16ff.         der Leitung eines blinden <...> Vormundes <...> überläßt: Anspielung auf Friedrich II.

29            eximirte Maulaffe: der von jeder Verantwortung ausgenommene Zuschauer Kant.

33            glaube-exercir-zahl: bezieht sich auf den von Kant erörterten trivialen Vorwurf, mit solchen Imperativen werde die Freiheit des Bürgers eingeschränkt. Diesen will er widerlegen mit der Unterscheidung von öffentlichem und privatem Gebrauch der Vernunft. Bei diesem sei ein gewisser Mechanismus notwendig, während der Gelehrte alle Freiheit der Kritik genießen müsse.

34            Sottise des trois parts: Anspielung auf Voltaires Glosse Sottise des deux parts, 1728.

291,1        schwerer als Berge versetzen: Mk 11,23; 1 Ko 13,2.

2              donec reddant <...>: Mt 5,26.

6f.           couteaux de chasse: Hirschfänger.

10            im Mittage wandelt: Apg 22,6.

15            entschlagenen: etymologisch wörtlich genommen.

18f.          Auch in der Dunkelheit giebts <...>: aus Gellerts Moralischen Gedichten: Reichtum und Ehre.

22            meine Verklärung: was ich ins Licht der Wahrheit setze.

24f.          Die Furcht des Herrn: Hi 28,28; Ps 111,10; Spr 1,7 u. 9,10.

35            Gehört Platon auch zum schönen Geschlecht: Kant hatte dem größten Teil der Menschen (darunter das ganze schöne Geschlecht) vorgeworfen, sie scheuten den Schritt zur Mündigkeit.

36            Die Weiber solten schweigen: 1 Ko 14,34.

292,5        Schaarwerk: Frondienst, niedrige Arbeit.

6              geiler Nachtisch: dessen Üppigkeit über das karge Brot täglicher Beschränktheit hinwegtäuschen soll.

10            Anch'io sono tutore: statt des pittore im legendären Ausruf des Corregio vor einem Bild Raffaels.

Brief 789

292,17      Wahrsagung vom 27 Oct.: 246,15ff.

18            glücklichsten Abend: weil er Bucholtz' Brief erhielt.

19            mein Becher lief über: reformierte Übersetzung von Ps 23,5: mein Becher ist Überfluß.

24f.          verwelkte wie eine Blume des Feldes: Jes 40,6f.

26            Schwert durch meine Seele: Lk 2,35.

28            B[ucholtz] u L[avater].

29            ein Magus, wie jener: Simon Magus.

31            Schiblemini: Hausgeist, Beistand nach Ps 110,1, nach Luther Schutzgeist.

293,3        harre auf Gott: Ps 42,6; 43,5.

4              auf ganz besondere Veranlaßung: durch Jacobi und seine Auseinandersetzung mit Mendelssohn.

7              Balsam <...> Fliegen: Pr 10,9.

8f.           wie Abraham das Gevögel: 1 Mo 15,11.

10            menschlicher als ein Vater und Autor: 285,4f.

11f.          losen Blätter: seine Schriften, die B. kannte.

15f.          Komm ich um: Est 4,16.

17            meinen Brief nach M.[ünster]: 787.

21            genießen und ruhen: Abwandlung von Sir 31,3.

24            ich fühls am Gelenk meiner Hüfte: wie Jakob, 1 Mo 32,26.

34            in Pension: bei J. v. Bondeli.

294,1        Ich bin so voll wie Elihu: im Buch Hiob.

2              mit Lesen quälen mag: 288,13.

3              meinen Brief dort abgewartet: in Zürich, 244,26ff.

5              ist der Schmetterling bezahlt: 245,21.

6              2 Exempl.[are]: von Golgotha und Scheblimini; nach M.[ünster]: für Bucholtz.

9              Sphalmata: Druckfehler; Verstand: Verständnis.

14            Sie mögen auch humilem und sublimem nach Döderleins Dogmatik darunter verstehen: Golgatha/Christentum meint, was Döderlein Historia Jesu humilis vulgo de statu exinanitionis, Scheblimini/Luthertum, was er historia Jesu sublimis, vulgo de statu exaltationis überschreibe.

15f.          Anführung S. 77: N III,317,40.

18            Psilosophie oder Psilologie: N III,316,25.

21f.          Pfuy! Pfuy <…> Biergelder: N III,300,12f.

23            alte Barbar: Friedrich II.

35            Billett an unseren Morczinimastix: 788.

295,2f.     Pf.[enninger] <...> Hä.[feli] <...> To.[bler].

4              in W.[eimar].

6              für N.[athanael]: nämlich Hill.

Brief 790

295,13      Das Ideal der Schönheit: nicht ermittelt, später in Kants Kritik der Urteilskraft.

15            nach Graventihn: zu Deutsch.

19            den fliegenden Mann: von Restif de la Bretonne, Der fliegende Mensch, ein Halbroman. La découverte australe par un homme volant, <...>, übersetzt von W. Ch. S. Mylius, Dresden/Leipzig 1784. (Freundliche Mitteilung von Till Kinzel, Braunschweig; siehe auch T. Kinzel, Friedrich Wilhelm Zachariae als Übersetzer aus zweiter Hand: Robert Paltocks Die fliegenden Menschen (1767) und die "Gefilde der Einbildungskraft", in: C.F. Berghahn, G. Biegel, T. Kinzel (Hgg), Justus Friedrich Wilhelm Zachariä. Studien zu Leben und Werk. Heidelberg [Winter], S.327-337).

22            Zeitgenoßinnen: von Restif de la Bretonne, Les contemporaines.

27            Gang meiner gegenwärtigen Ideen: der Fliegende Brief?

296,2        aus dem Laden: wahrscheinlich Dengels Buchladen.

Brief 791

296,19f.    den 15 d. hat erleben lassen: durch Bucholtz' Brief und großzügige Geldzuweisung.

22            jungen Lindner: den Sohn Friedrich Ehregott Lindners.

27            ehrl.[ichen] Soldaten: le Roi.

32            versohlen: die Schuhe besohlen zu lassen.

297,5        literarischen Freunde: Kleuker, 218,12ff.

7              jungen Mann: Bucholtz.

11            seinen Brief: nicht überliefert.

17            beynahe römischen Idee: der Adoption.

26            erhielt allerhand Nachrichten: hauptsächlich durch Lavater.

32f.          Göttl.[iche] Vorsehung <...> auf Spatzen und Eulen erstreckt: Mt 6,26.

35            mit Furcht und Zittern: u.a. Hi 4,14; 18,20; Ps 55,6; Tob 13,5.

298,16      Zeichen und Wunder: u.a. 2 Mo 7,3; 5 Mo 28,46.

25f.          wegen Umstände noch nicht geben kann: weil er, in seinem Angebot, zwischen Hartknoch und Herder zu vermitteln, noch auf Hartknochs Antwort wartet.

29f.          Oelgötzen: Friedrich II.

30f.          welschen Scorpionen: die frz. Regie.

32            armen Commilitones in telonio: die ebenso wie er am Zoll sitzen, Mt 9,9 u.a.

34f.          Pr.[inz] von Pr.[eußen]: wohl der nachmalige König, Friedrich Wilhelm II. v. Preußen, der als Thronfolger im Gespräch war.

299,6        ein Scherflein zu dem kosmopolitischen Chiliasmo beytragen: zu Kants Aufsatz Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Hinsicht.

13            Auch in der Dunkelheit giebts <...>: aus Gellerts Moralischen Gedichten, Reichtum und Ehre.

18            reiches Oel in unsere Lampen: u.a. 2 Mo 25,6.

28f.          So kommt Gott <...>: v. G. Neumark, Wer nur den lieben Gott läßt walten, Str. 4.

Brief 792

300,5        Schreiben vom 14ten Nov: 782.

9              zweyter Brief vom 1st. X[ri]stmon.[at]: Dezember, 784.

11            Brief an Hemsterhuys: v. 26. 4. 1784, 241,27 u. 264,3.

17f.          Der bisher geholfen hat <...> ist wunderbahrlich: 263,8f.: 1 Sm 7,12; Jes 28,29.

21            Stelle S 71: 263,27f.

24f.          seinem Versuch gegen den Spinozismus: die Morgenstunden. M. hatte angekündigt, er werde nicht ohne weitere Erläuterungen Jacobis auskommen, bevor ich aber über Lessing's Charakter schreibe. Nach einer Diskretionszusage bezüglich des Goetheschen Prometheus kam M. auf J. A. H. Reimarus' Vorschlag zur Ausarbeitung einer eigenen Schrift zur Widerlegung des Spinozismus zurück. M. entwickelte den Geschwistern Reimarus den Plan, daß Johann Albert sich an einer solchen Schrift versuchen solle -quasi für ihn: Als (...) treuer Schildknappe will ich Ihnen zur Seite stehen und indem Sie den Bogen spannen, die Pfeile schärfen und Ihnen darreichen.

26            was Herder wünscht: 266,23f.: die öffentliche Bekanntmachung des Briefwechsels.

27            original Brief v Elise Reimarus <...> erste Nachricht: Mendelssohns Reaktion wurde J. am 5. Dezember 1783 von E. R. übermittelt.

28f.          System des Sp[inoza] welches L. M nach dem Tode des Sp: Lodovico Meyer, 271,3ff.

32            in Ihrem Briefe anmerken: 271,3ff.

34            pr.[incipia] Ph.[ilosophiae] Carth.[esianae].

301,6        Sie urtheilen ganz recht: wie immer greift J. Sätze Hamanns wörtlich auf: 274,19-26.

8              Rolle eines X[ri]stl.[en] Philosophen <...> Maske: 274,25.

20            Gedicht Prometheus: das J. ohne Wissen Goethes auf zwei losen, im Notfall herauszunehmenden Blättern zwischen S. 48 u. 49 einschaltete, mit dem entschuldigenden Hinweis auf die atheistischen Kundgebungen eines Hume, Diderots, sowie auf Wielands Übersetzungen des Atheisten Lucian [Scholz, Pantheismusstreit, S. 76 Anm. und 12*]; 2 Gesprächen des Lucian: Der klagende Juppiter, Der beschämte Juppiter, in der Übersetzung durch Wieland, der sie (Lucians von Samosata Sämmtliche Werke) erst 1788/9 in sechs Bänden, Leipzig veröffentlichte.

21            Trauerspiel des Eschylus: 271,23f.

24            wo Sie sagen: 271,33-272,2.

34f.          befindet sich S 113 eine Stelle, welche Aufmerksamkeit verdient: Zwang und Nothwendigkeit, nach welchen die Vorstellung des Besten wirket, wie viel willkommener sind sie mir, als kahle Vermögenheit, unter den nehmlichen Umständen bald so, bald anders handeln zu können! Ich danke dem Schöpfer, daß ich muß; das Beste muß. Wenn ich in diesen Schranken selbst so viel Fehltritte noch thue: was würde geschehen, wenn ich mir ganz alleine überlassen wäre? einer blinden Kraft überlassen wäre, die sich nach keinen Gesetzen richtet, und mich darum nicht minder dem Zufalle unterwirft, weil dieser Zufall sein Spiel in mir selbst hat? - Also, von der Seite der Moral ist dieses System geborgen. Ob aber die Speculation nicht noch ganz andere Einwendungen dagegen machen könne? Und solche Einwendungen, die sich nur durch ein zweytes, gemeinen Augen ebenso befremdendes System heben liessen?

36            Εν και παν: eins und alles.

302,3        von meinen Papieren Abschrift genommen: 266,15ff.

5f.           Mittheilung durch Vorlesen: 266,27f.

20            liebe Jacobi zu Zelle: 276,9f.

23            Herder bot mir <...> Bruder-Bund: bei seinem Aufenthalt in Weimar im September 1784, 240,29f.

26f.          Brief, den ich vor 4 Jahren an Lavater schrieb: nicht ermittelt.

28f.          Seelig sind: nach Mt 5, 6.

Brief 793

303,2        hartherzigen Mann: F. E. Lindner.

6              Brief von Kleuker: nicht überliefert.

7              Unbekannten: F. Bucholtz.

22            noch außerordentlichere Nachrichten: 245,23ff.

24            eine Antwort: nicht überliefert.

32            Hofmeister: Scheller.

35            Sie: sie, Baroneß Bondeli und ihre Akademie.

304,2f.     meinen Brief vor 2 Jahren: eine Reiseerlaubnis in den Westen zu erhalten.

3              dortige Generalhexe s[eine]r. Finanzen: die frz. Regie.

21            Katalog: Raisonnierendes Bücherverzeichnis.

22            Zeitungen: die Königsbergschen gelehrten und politischen.

26            oben: lies ohne.

31            guter Freund: Hinz.

305,2f.     kleinen mir aufgetragnen Arbeit: wohl die Erläuterung von Spinozas System für Jacobi.

3f.           in Berlin: hauptsächlich durch Biester.

4f.           ich <...> aufgebürdet: in Golgotha und Scheblimini, 263,27f.

6              Die Einl[age] Ihres letzten Briefes: an Herder.

10            der alte Adam <...> mit keiner furca austreiben: Hor. epist. I,10,24f.

13            dort: in Weimar.

17            geplagte Hiob: Herder.

27f.          keinen Trunk kalten Wassers unvergolten: Mk 9,41.

36            Vollendung seines Werks: Ideen zu einer Philosophie der Geschichte.

306,1        im Sinn liegende Reise: 303f.

7              Oberhofprediger: J. E. Schultz; Matinées: von Friedrich II. v. Preußen.

10            Georg B.[erens].

Brief 794

307,3        Ihren Brief vom 3 8br: 768.

16            nach Claudius Ausdruk: in seiner Rezension von Hamanns Neue Apologie des Buchstaben H: Übrigens hat er sich in ein mitternächtliches Gewand gewickelt, aber die goldnen Sternlein hin und her im Gewand verraten ihn <...>.

21            durch einen Freund schreiben: Lavater?

22f.          bei Brenkenhofs Leben: von Meißner, Leben Franz Balthasar Schönherr von Brenkenhof. B. war preußischer Staatsbeamter, zunächst in dessauischen Diensten als Mitvormund des Fürsten Franz. Beträchtliches Vermögen durch Pferdehandel, Armeelieferungen und andere Spekulationen im Siebenjährigen Krieg. 1762 von Friedrich II. als Wirkl. Geh. Oberfinanz-, Kriegs-und Domänenrat in den preuß. Staatsdienst berufen. Kultivierungsanlagen in Pommern, in der Neumarkt und im Netzedistrikt, Gründung von Kolonien, Anlage von Fabriken, Trockenlegung von Sümpfen und Mooren. Zerrüttung des eigenen Vermögens und der ihm überlassenen Staatskassen, mußte auf dem Sterbebett den König um Schonung bitten. Nach seinem Tod führte eine Untersuchung zur Beschlagnahme seiner Güter, die jedoch der Familie nach einigen Jahren auf dem Gnadenweg zurückgegeben wurden.

24            Büsching beschreibt: in Beyträge zu der Lebensgeschichte denkwürdiger Personen.

26            Schweizerhistoria: Geschichte schweizerischer Eidgenossenschaften.

32            Der Herr hat alles wohl gemacht: Str. 9 des Kirchenliedes v. J. J. Schütz Sei Lob und Ehr; bis hieher mir geholfen: 1 Sm 7,12.

Brief 795

308,2        Großen Neujahr: der glücklichen Wendung durch Bucholtz wegen, die der Brief beschreibt.

10            Stockwelschen Director: der Franzose Magnier.

14            Vorgänger: W. Blom; Licent-Inspector: Licent= Zoll bei der Ein- und Ausfuhr, Verbrauchssteuer.

15            Regie: die von französischen Beamten geführte Steuerverwaltung in Ostpreußen.

20            precair: einträglich.

29            pars salarii confirmirt, ratihabirt: als ein Teil des Gehaltes ausdrücklich bestätigt.

309,1f.     zielen die Pfuy! Pfuy! <…> im Schiblem.[ini]: N III,300,12f.

4              wagte <...> den 1 Jänner 83 ins Cabinet: 682.

6              Freund aus Curl.[and]: E. F. Lindner.

7              schon hier studiert hatte: zwei Jahre beim Vater.

10            kaum ¾ Jahr: von Januar bis Oktober 1783.

20f.          rohen feurigen Menschen: Hill.

31            Grenadier: le Roi.

310,4        vom Lande: bei Deutsch.

8              Wurm im Herzen: Jer 66,24.

9              trotzige und verzagte Ding: Jer 17,9.

14            hinreißenden Brief: von Bucholtz, 206,25f.

21            Saalbadereyen: die geplante Ausgabe seiner Schriften, 204,20.

23            Freunde in W.[eimar] u. M.[ünster]: Herder, Bucholtz.

24            Wunden und Beulen: 1 Mo 4,23.

25            hernach durch Lavater: 243- 247.

28            Es war ein Brief: mit der Ankündigung des großzügigen Geschenks, 787; Gold, Weyrauch und Myrrhen: Mt 2,11.

311,7        Hofmeister: Scheller.

17            welschen Sprachmeister: le Roi.

30            meinen nächsten Freunden: Hippel und Scheffner.

312,5        Beyderseits Excell.[enzen]: das Ehepaar Keyserling.

7              Durchreise der Kammerherrin von der Reck: im August 1784.

14f.          außer meinem Vaterland: außerhalb Ostpreußens.

31f.          den Juden zum ursprünglichen Edelmann <...> gemacht zu haben: in Golgotha und Scheblimini, N III,309,12ff.

32            zwey Excell.[enzen]: v. Keyserling und v. Korff, 196,24f.

36            ungl.[ücklichen]: 206,6.

37            Curator unserer Academie: Keyserling?

313,6        Oelgötzen <...> heiligern Dryade: Friedrich II. und die Gräfin.

14            teilte mir das Verlangen einer Fürstinn mit: A. v. Gallitzin, brieflich an die Gräfin v. Keyserling, 487-488.

16            Homo sum: Terenz, Heauton.77.

19            erhalte einen Brief: nicht überliefert.

21            in Hofgeismar aufgehalten: zur Kur Ende August bis Anfang September 1784.

28            Geschlechtsname: v. Schmettau.

28f.          kleinen Umstand: 304,18.

31            die Gräfin K.[eyserling].

32            Diderot u H.[amann].

314,1        berichtigten Auszug: alle seine Schriften seien ohne Namen gedruckt.

2              aus den Buchläden: Dengel und Hartung.

4              seiner Enkel: Heinrich Diedrich und Otto Karl v. Keyserling.

6              verschrieben: bestellt.

23            ευκαιρως, ακαιρως: 2 Tim 4,2: sei es zur rechten Zeit oder zur Unzeit.

26            vermittelst zerrißener und vertragener alter Lumpen: Jer 38,11f.

30            Uebersetzungen<…> Bollinbroke: Bolinbroke, Betrachtungen über den Zustand der alten Geschichte.

32            guter Freund: Ch. J. Kraus.

36            Gött.[ingische] Anz.[eige] Berl.[inische] Beurtheilung: N II,241-274.

315,5        Billets-doux: Zugabe zweener Liebesbriefe, N II,369-374.

12            Ankündigung des Asmus: N IV,386-388.

14            le ventre de ma Mere: der Bauch meiner Mutter, scil. in den ich nie mehr zurückkehren werde; 46,27.

15f.          dritte Hand: Samuel Prüßmann.

26            Commercien Rath Jacobi: Johann Conrad J.

33f.          Uebersetzung des Dangeul´s: N V,165-183, Remarques sur les Advantages et les desavantages <…>.

34            neuen Buchhändlers in Mitau: Hartung.

34f.          eher mit seinem Bankerout <…> fertig wurde: gedruckt dann bei Driest.

36            meine unschlachtige Uebersetzung: N IV,225-242, Beylage zu Dangeuil´s Anmerkungen.

37            Auszug aus Ulloa: Retablissement <…>, N V,189-193.

316,1        Tucker <…> mitgebracht: N V,165,6ff.

3              Warnerschen Uebersetzung <…>: N IV,361-362.

26ff.         auf ein Billett schuldig bin, <...> beygelegt: nicht überliefert.

27            ältesten Sohn: Dirk v. H.

317,5        Azarias, mein Bruder: Tob 6,8. 9,1, gemeint ist Bucholtz.

6              Midas Ohren: gemeint ist Friedrich II., es liegt in dem Vergleich die Anspielung auf die Eselsohren oder Eselsgestalt, mit der Apollo den sagenhaften reichen König bestraft haben soll oder an die Überlieferung, Midas habe so große Ohren gehabt, daß sie mehr ein Paar Eselsohren als Menschenohren gleich gewesen. Jedoch meynet man auch, daß man ihm nur solche deswegen zugeschrieben, weil er eben so ein feines Gehör gehabt als dieses Thier (nach B. Hederich).

7              General H--: Hure, die französische Verwaltung; Schwur Catons: daß Karthago zu zerstören sei.

9              Brüder im Mercur: die Mitarbeiter des Zolls etc., Parallelbildung zu Brüder in Apoll: Autorenkollegen; Pr.[inz] H.[einrich].

10            zu dem, der dem Herrn der nächste ist: Friedrich Wilhelm als künftiger Thronfolger.

11            Conf. Schibl. S. 25. Z.13: aus Golgotha und Scheblimini: Da also, wenn jeder sein unphilosophisches Ich zum königlichen Schiedsrichter der Collisionsfälle aufrichten will, weder ein Stand der Natur noch der Gesellschaft möglich ist; vielmehr in beyden Ständen die Entscheidung natürlichen oder verabredeten Gesetzen unter Einen allgemeinen HERRN und Erben anheimfallen muß: so lohnt es kaum, länger im speculativen und theoretischen Schutz des Eigentumsrechts zum Selbstgebrauch <...> herumzuwühlen, N III,300,14ff.

14            poltronnerie, lacheté: ausgesprochene Feigheit.

14f.          imbecillitate Hominis <…> securitatem Dei: Senecazitat; später von Jacobi in seiner Schrift Einige Betrachtungen über den frommen Betrug <…> zitiert.

16            Weißagungen eines M.[osers] u L.[avaters]: 345f. u. 365,19f.; Moser hatte durch seine Schrift Treuherziges Schreiben eines Layenbruder im Reich <…> Hamann den Namen eines Magus in Norden gegeben. 1764 war H. nach Frankfurt/Main gereist, um Mosers Hilfe und Rat in Anspruch zu nehmen, traf ihn aber nicht an. Nun scheint für H. die Situation ähnlich zu sein, daher Weißagungen. Lavater hatte H. in seinen Fragmenten als Seher apostrophiert.

20            Α u Ω: Off 1,8.

23            Tr.[actatus] Th.[eologico] polit.[icus].

27            lächerl. abgeschmackten Methode: die abstrakte, more geometrico durchgeführte.

31            erste u unter seinem Namen ausgekommene Werk: Kurzer Traktat über Gott, die Menschen und dessen Glück und Traktat über die Verbesserung des Verstandes, 1661-63?

32            hällische Bibl.: S.J. Baumgarten, Nachrichten von einer Hallischen Bibliothek. Halle 1748. Erstes Stück: Renati des Cartes principia philosophiae demonstrata per B. de Spinoza; Tractatus theologico- politicus, S. 47-69.

33f.          Museum von 83. worauf Sie mich verwiesen: das Deutsche Museum, 243,13ff.

35            nach W.[eimar] oder M.[ünster]: an Herder oder Bucholtz.

318,1        sehr rührenden Brief: nicht überliefert.

2              Schwester unsers Herders: C. Güldenhorn.

[Zu Brief 795: JBW II,4,S.3-47.]

Brief 796

318,23      ihren brief vom 15ten xber: 787.

28            drey blättchen zu einer antwort: der versprochene Hauptbrief, 376,34; 392,17; 422,34; VI,15,33.

31            beigehende bücher: die Herzenserleichterungen.

Brief 797

319,17      Brief vom 31t. December: 792.

23            Stelle mich getroffen: N III,312,36-313,7.

31            Johannes sagt: 1 Jh 2,23.

32            Selig bist du: Mt 16,17.

320,3f.     Zu Nikodemo sagte: Jh 3,3.

5f.           der natürliche Mensch <…>: 1 Ko 2,14.

8f.           schon im natürlichen Menschen: 332,10.

9f.           den Geist zu empfangen <…>: Jh 3,8.

14            dahinauf zu organisiren: 265,21ff.

36            mechanischer: 332,20f.

321,2f.     Wandle vor mir: 1 Mo 6,9; 17,1.

3f.           säe auf den Geist: Gal 6,8.

6              fand bey einer Materie: u.a. in Brief 3 u. 4: Von den ältesten Fragmenten des Ursprungs der Menschheit <...> Von Moses Gesetzen und seiner Geschichte, eine Auseinandersetzung über Geschichte und Dichtung in den mosaischen Schriften.

10ff.         Gott sprach <…>: Betrachtungen über die vornehmsten Wahrheiten der Religion, Teil 2, S. 119f. Bei Jacobi, Über die Lehre des Spinoza S. 211f.

19f.          den Schöpfer nicht zu verlieren: 332,23.

23f.          naturis naturatis <…> Natura naturans: aus Spinozas Ethica.

26            ουδεν και παντα: 265,12.

27            Stelle S. 184: Ein Wunder von solcher unendlichen Ruhe, die Gott dem Nichts gleich macht, daß man sein Daseyn aus Gewissen leugnen oder ein Vieh seyn muß. Aber zugleich von solcher unendlichen Kraft, die Alles in Allen erfüllt, daß man sich vor seiner innigsten Zuthätigkeit nicht zu retten weiß! N II, 204,10-14; 444,23ff., 448,15f.

28f.          meinem Brief vom October: 242,12ff.

322,1        ersten Brief an Sie: 774.

8              Δος μοι που στω: 266,1; schrieben Sie mir vor einem Jahr: 784, 271-272.

Brief 798

322,26      Durchsicht zur künftigen Ausgabe: 314,15f.

28            wahrer Misthaufen Ennii: stercore Ennii.

28f.          Augias Stall: die herkulische Aufgabe des Ausmistens.

31            blunders: Schnitzer, Fehler.

31f.          mein Sohn, mein einziger Sohn: Spr 31,2.

32            der Prediger hat schon gesagt: Pr 12,12.

33            der Rebecca nach gemurrt: 1 Mo 25,22.

Brief 799

323,11f.    mit der neusten Schrift: Golgotha und Scheblimini.

22            Wunder: die Schenkung Bucholtz'.

23            Ebentheuer: daß Fürstin Gallitzin seine Schriften lesen möchte.

Brief 800

324,4        zu dem in W.[eimar] geschloßenen Bunde: 302,23f.

5              einen Brief an Sie: 795.

6              den Ihrigen: 792.

7              Vorbitte: Fürbitte.

8              zweiter Brief: 300,9.

9              war nicht Mistrauen gegen Sie: 300,9f.

13f.          daß Mendelssohn kein ander Buch: 300,30.

15f.          wo ich <...> verwechselt habe: 301,30ff.

16f.          Lessing schreibt: Jacobi, Ueber die Lehre des Spinoza, 40f.

27            Wink von einer Aufschrift des Tempels: 301,36f.

31            theils Beyl.[age]: der Brief E. Reimarus´, 300,26f.

325,1        Dangeul: Des Herrn von Dangeuil Anmerkungen <…>.

2f.           2 Billets doux an unsern Kant <…>: Zugabe zweener Liebesbriefe <…>, N II,369-374.

2f.           dreyfache Recension: Hamburgisch Nachricht; <…>: N II,241-274.

3              Fürstin: Gallitzin.

5              beyden Buchladen: Dengel und Hartung.

12            das neuste und die Cochenille: Golgotha und Scheblimini und Le Kermes du Nord.

15            ungerechten Haushalter: Lk 16,1-12.

18            Gräfin: Keyserling.

21            allen Appetit verloren an einer so herkulischen Arbeit: 322,28f.

27            Der bekante Sirach für jedermann: Schulz, Versuch einer Anleitung zur Sittenlehre für alle Menschen ohne Unterschied der Religionen, also ein Weisheitsbuch für jedermann.

28            Schultz: Johann Heinrich Schulz, der in einem Brief an Herder (402,27) den Spitznamen Prediger des zureichenden Grundes bekommt; zum Besten des Atheismi: Schulz fragt alle Welt und einen jeden, <…>: ob mein Atheismus ? oder das theologische System, und Religionssystem, zu welchem sich Herr Mendelssohn bekennet, für irgend eine bürgerliche Gesellschaft gefährlicher sey?

30            mit zureichendem Grund ausgerüsteten Gegner: <…> welches ist der einzige, mögliche, vernünftige Begrif, den man mit dem Worte Gott verbinden kann? Warlich doch kein anderer, als, daß man mit diesem den zureichenden Grund der Welt bezeichnen will [Philosophische Betrachtungen, 1786,S. 97.]

31            ich abgelöst zu seyn: Zielscheibe der Berliner Kritik zu sein.

35f.          Versuch über die Natur: von Russel.

37            hinten angehängte Erzählung: Eine Erzählung, S. 175-236. Der philosophische Abenteurer gerät in eine Diskussion über metaphysische Dinge zunächst mit zivilisierten (Hunden), dann wilden Tieren, v.a. einem Affen, Elephanten, Adler, einer Fledermaus und endet mit der Absage an jegliche Metaphysik: Ich Elender, warum verließ ich um eitlen philosophischen Wissen nachzulaufen, warum schränkte ich nicht meinen […] Ehrgeiz darauf ein, seine [des ehrwürdigen Großvaters] Kokusnüsse zu bewachen! Unglückliches Geschöpf, das ich bin! Mögen wenigstens andere durch mein trauriges Beyspiel gewarnet werden, und nie sich mit metaphysischen Grübeleien abgeben, statt ihre Großväter zu pflegen!

326,2f.     nichts neues unter der Sonne: Pr 1,9.

4              Uebersetzer: K. G. Schreiter.

6f.           in seine Wochenschrift: Berlinische Monatsschrift, die Hamanns Rezension nicht druckte, 2174ff.

8              häll.[ische] Bibl.[iothek] über <...> lesen: 317,32.

13            unbefugte Methode: 317,27.

23            Gnade u Wahrheit: Jh 1,17.

327,6        der Wolfianer: J. H. Schulz in seinen Philosophische Betrachtungen.

7f.           dem Oelgötzen seines atheistischen Gegners: eben Schulz im Gegensatz zu Hamann.

12f.          Principii coincidentiae oppositorum: den Zentralbegriff der Philosophie des Cusanus schreibt Hamann irrtümlich dem ital. Philosophen zu.

20            erwünschten Brief von Gevatter Claudius: nicht überliefert.

21            Anekdoten des 15 Xbr: die Geburt der Tochter Caroline Rebecca.

22            Marschroute einer Reise: 394,23ff.

23            L.[avaters] Herzenserleichterung.

26            Freund H.[ippel].

27            seinem Gast: Scheffner.

27f.          Ihren Auftrag: 302,16ff.

30            Bouteille Bischoff: eine Art Glühwein aus rotem Wein, Pomeranzensaft und Zucker.

33            Nachricht aus Weimar: über Herders Befinden, 347,12f. u. 363,34ff.

34            liebenswürdigen Schwester: C. Güldenhorn.

328,3f.     gute L. <...> gemeldet: 244,24ff.

Brief 801

Bezieht sich auf 796.

328,14      Ihr Brief vom 31: 792; den 15 d beantwortet: 300,2f., Nr. 800.

15            Ihre Kränklichkeit: 300,6.

22f.          Argwohn, daß ich selbst ein Grübler bin: 321,33f.

30f.          Giebt es eine gewiße Gotteserkenntnis: 320,12f.

329,9        Am Seyn ohne Bewußtseyn <...>: 321,22.

12            Ihren Brief vom Oct.[ober]: 321,27f., Nr. 774; meine †Züge: 242,1f.

14f.          die Schwärze derer, die von ihm verbrannt werden: Wolken, Dritter Aufzug, N II,107,4ff.

17f.          Kinder sollen wir werden: Mt 18,3.

25            Stelle im Golgotha war auf M.[endelssohn] gezielt: 319,23ff., N III,312f.

28            Göttlichen Ebenbildes: 1 Mo 1,27.

28f.          Abglantz göttlicher Herrlichkeit: Heb 1,3.

29ff.         Ohn weiters zu verstehn <...> er sagte ihnen die Wahrheit: aus der Weynacht-Cantilene.

31ff.         Leuchten von des Engels Klarheit: Lk 2,9ff.

35f.          αρα ἡ πιστις εξ ακοης, ἡ δε ακοη δια ρηματος ΘΕΟΥ: Rö 10,17: so kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Gottes.

330,2        Besuch eines Juden: Isaak Euchel, der auf einer Reise nach Berlin und Kopenhagen Kontakte der unterschiedlichen Gruppen der Haskala knüpfen sollte. In Altona, damals dänisches Territorium, lebte eine große jüdische Gemeinschaft.

5              Ihre Elise: Reimarus.

6              im Waysenhaus: das aus Anlaß der Krönung Kurfürst Friedrichs III. von Brandenburg zum König Friedrich I. von Preußen gestiftet worden war.

7              des alten Philosophen Geburtstag: Friedrichs II., des philosophe de Sans-Souci, am 24. Januar.

8              nächsten Blutsfreund: J. P. Nuppenau.

17            vorige Bürgermeister: Hindersin.

19            alte Beichtvater: J. Ch. Buchholtz.

331,9f.     den bittern Feind des Christentums: seit dem ersten Band von Verfall und Untergang hatte man Gibbon immer wieder der Irreligiosität geziehen, Boswell z. B. nannte ihn sein ungläubiges Püppchen. G. war unter dem Einfluß der Schriften des frz. Gelehrten Bossuet zum röm.-katholischen Glauben übergetreten, hatte sich 1753 in London heimlich taufen lassen. Sein empörter Vater vertraute die Besserung seines verirrten Sohnes einem kalvinistischen Geistlichen in Lausanne an. Weihnachten 1754 nahm G. den protestantischen Glauben wieder an, erwarb sich gleichwohl in Lausanne Glaubensanschauungen, von denen er nicht mehr abwich, einen moderaten Skeptizismus, der durchaus bereit war, die Existenz eines göttlichen Wesens zu akzeptieren, ohne allerdings dessen Wirkungsweise genauer zu bestimmen. In seinem großen historischen Werk enthüllte er bisweilen die Unzulänglichkeiten gewisser zweifelhafter Gestalten der frühen Kirche, so daß der Dekan von St. Pauls Cathedral von einem kecken, arglistigen Angriff auf das das Christentum sprach.

14            Seit kurzem 2 Leichen zu folgen gehabt: N III,324, 4-11.

23            das Vater Hagedorn übersetzt: in: Sammlung neuer Lieder und Oden, Teil 2.

27            Herder will <...> nicht gelten lassen: 248,15ff.

30f.          bey Ihrem Namensvetter: F. K. Jacobi.

32            mein Beichtvater: Matthös.

35f.          Ihren Auftrag <...> ausrichten können: 302,15ff.

37            häll.[ische] Bibliothek nachzusehen: 317,32.

332,1        Recension: das 1. Stück der Nachrichten.

2              neuste philosophische Betrachtung: v. J. H. Schulz.

3              nicht nur der Cartesianischen outrés: 271,1f.

5              Junker: Gottlob Friedrich Wilhelm Junkers. Die Verszeile lautet: Wie muß der Schöffer nicht, in seiner Allmacht lachen/ Wenn sich das Nichts zu Was, und Ihn zu Nichts will machen, VI,277,16f.

10f.          die Kräfte im natürl.[ichen] Menschen: 320,8.

12f.          im heutigen Evangelio, die kommen und gehen: Mt 8,9.

16            daß es auch eine gewiße GottesErkenntnis gebe: 328,30f.

17f.          jedermanns Ding: 2 Th 3,2.

20            Dem reinen ist alles rein: Tit 1,15.

20f.          mechanisch seyn: 320,36.

22            was Gott gereinigt hat: Apg 10,15.

23            Unmöglichkeit den Schöpfer zu verlieren: 321,19f.

31f.          Sensus <...> intellectus: 322,1f.

33            ius und norma: Hor. ars 72.

35            Regale: Königsrecht.

37            Da kam ein Freund: J. Ch. Mayer, 341,5.

333,1        Brief aus Berlin von einem Mann: Biester, 263,26ff.;341,5ff.; 351,10ff.; 375,9ff.

7              von Angesicht zu Angesicht: 1 Mo 32,31.

7f.           durch ein Wunder seiner Vorsehung: Bucholtz' Geldgeschenk.

12            wenn Sie einige auf Ihr Anschreiben erhalten: die Abschrift eines Dialogs, den Jacobi, wohl durch die Abfassung seines Gesprächs mit Lessing beflügelt, im Juni 1784 geschrieben hatte und der ein fiktives Gespräch mit Spinoza zum Gegenstand hatte, ein Gespräch vor dem Hintergrund der Hypothese, daß Sp. Hemsterhuis' 1779 in Paris erschienene Schrift Aristée rezipiert habe. Anlaß zur Abfassung dieses Dialogs sei, nach J., ein Urteil seines Freundes Hemsterhuis gewesen. Von der Abschrift dieses Gesprächs gab J. eine weitere in Auftrag, die M. am 26. Oktober mitsamt seinem Brief vom 5. September durch E. Reimarus nach Berlin überstellt wurde. Diesem Brief an Hemsterhuis erwog M. zu jener Zeit, eine Abschrift des langen philosophischen Briefs des J. A. H. Reimarus vom 4. Juni entgegenzusetzen: Auf solche Weise kämen wir indirecte einige Schritte näher zum Ziele. Mehr als vier Monate vergingen, bis J. dann am 18. Februar 1785 M. die Einwilligung zum öffentlichen Gebrauch seiner beiden Brief über den Spinozismus erteilte: seiner Gespräche mit Lessing, seines Briefes an Hemsterhuis -zusammen mit Jacobis An Herrn Moses Mendelssohn, über deßelben mir zugeschickte Erinnerung Grund für die Eskalation des Spinozastreits.

14            Laßen Sie sich das Heu und Stroh nicht irren: aus Claudius' Weynacht= Cantilene.

16f.          Die Furcht des Herrn: Ps 111,10.

18            Ein anderes Δος μοι που στω: 322,8.

19            Ich bin -und werde seyn: 2 Mo 3,14, eine (mögliche) Übersetzung des hebr. Jahwe.

21            wie Hiob sagt: Hi 36,26.

22            wie er auf jenem Altar zu Athen geschrieben stand: Apg 17,23.

23f.          in Ihm leben, weben und sind: Apg 17,28.

24            wie Sie selbst ohne Wortspiel sagen: 321,24f.

26            den Nächsten wie sich selbst: 3 Mo 19,18.

28            braunen Mann: Johann Gottwerth Müller.

32            Arzt! hilf dir selbst: Lk 4,23.

33            Gott schaffe <...>: Ps 51,12,14,16.

34f.          Bluthund und Ehebrecher: David, nach 2 Sm c. 11.

334,3        wie es in der Bergpredigt heißt: Mt 6,27. Lk 12,25.

6              Nova Zembla: wahrscheinlich gemeint: Nowaja Semlja.

9              vorigen Briefe: 795, 800.

Brief 802

334,22      Mein auserwählter- mein gewünschter Sohn: die für die Beziehung zu B. leitmotivische Anrede nach Spr 31,2, auch 337,34f.

26            angewiesenen Comptoir: Nolten.

335,7        Erlebung des 15 Dec.[ember]: Nr. 787 u. 310,27ff.

9              Besuch eines Mannes: nicht ermittelt.

21            dortigen Hofmeisters: Scheller.

30            entamirt: schneidet ein Thema an.

30f.          auswärtig: bei Fürstin Gallitzin.

336,21f.    Brief <...> aus Osnabrück: nicht überliefert.

35            mich an den Prinzen von Pr.[eußen] zu wenden: 298,34f.

36            ungerechte Verfahren: wegen des Entzugs der sog. Biergelder.

37f.          Verräthern meines Vaterlandes: die frz. Regie.

337,1f.     Biergeldern ihrer Unmündigen: ironische Anspielung auf Kants Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung.

3              lettres perdues: der so betitelten Schrift und der Schreiben an den König bez. die Generaladministration.

4              ὁρμη: Aufbruch, Ansturm, Apg 14,5; Jak 3,4.

7              podagra molesta: beschwerliches Zipperlein?

16            zur Einl.[age] nach Düßeldorf: Z. 19.

22f.          denn Seinen Freunden giebt er Schlaf: Ps 127,2.

25            heutige Staatsfest: der Geburtstag Friedrichs II., 336,34.

338,7        Quintus Icilius: Guichard.

20f.          Leipziger <...> Druckers: nicht bekannt.

21            jüngsten Schrift: Golgotha und Scheblimini.

23            Ψ: Ps 110,1.

26            Ihres ersten Briefes: 796.

29            beyden Buchläden: Dengel und Hartung.

37            2 meiner Schriften: 319,4f.

339,9        schrieb an Herder: 766.

12            Herder fieng gleich Feuer: 247,3ff.

12f.          weissagte unser Widersehen: 247,14.

340,7f.     seine Kraft ist in den Schwachen mächtig: 2 Ko 12,9.

9f.           Seelsorger <...> Ackermann <...> gedient von Jugend auf: Sa 13,5.

12            Kuhhirt, der Maulbeer abliest: Am 7,14.

24            Unsers L.[avaters] Herzenserleichterung.

26f.          merkwürdigen Streitschrift: von J. H. Schulz, Philosophische Betrachtungen.

28f.          nach einem Briefe <...> aus Berlin: von Biester, 341,5ff.

Brief 803

340,32      das gebundene und gestern das ungebundene: nicht ermittelt.

33            Spittler: Grundriß der Geschichte <…>.

341,5f.     liebreiche Antwort von HE D. Biester: 33,1f.

7              was mir fehlt: von der Berlinischen Monatsschrift.

7f.           einen Brief zu spät erhalten zu haben: nicht überliefert.

10            In Ansehung Mendelssohns: wegen des Vorwurfs des Atheismi.

14            Sp.[inozas] Ethik.

17            Von Pleßing <...> alten Brief erhalten: nicht überliefert.

18            Spinoza oder über das Daseyn Gottes: die Morgenstunden.

19f.          von einem Werk seines Vaters: welches Werk J. F. Plessings ist nicht ermittelt.

21            schickte <...> Claudius: nicht überliefert, 327,20f.

25f.          wie das Grummet von der Weide <...> das Heu und Stroh nicht irren: Zitat aus der Weynacht-Cantilene.

26            glücklichen Componisten: Reichardt.

34            durchlauchtigste Leserinn: A. v. Gallitzin.

37            Von Recensionen: für die Königsbergschen <...> Zeitungen.

342,11f.    ohne bisher gefunden zu haben: 331,9f.

13ff.         Die komischen Romanen <...>: von Müller.

20            Vive le Roi: weil der Brief an dessen Geburtstag geschrieben wird.

25            böhmische Dörfer: weil Scheffner weder Kinder zu versorgen noch Geldsorgen hat.

31            Nebst einem Buch: 341,14.

Brief 804

342,33      Kirchengeschichte: v. Spittler.

343,8        Wolfischen Commentar: Chr. v. Wolff, De differentia.

14f.          Versuch über die Natur: von Russell.

Brief 805

343,24      von Vaels hierhin zurück gekommen: J. hielt sich Anfang Januar 14 Tage bei J. A. v. Clermont auf.

25            Brief vom 6ten: Nr. 795.

29            Sie schrieben mir: 267,17f.

344,14      diesen Sommer zu Hofgeismar: Ende August/Anfang September 1784.

28            Ihren Brief v 14ten u 15ten Nov: 782.

35            Erscheinung vom 15ten December: 310,27ff.

36f.          Sein Rath ist wunderbarlich: Jes 28,29.

345,1f.     Es werden nun 5 Jahre: seit Ende Juni 1780.

7              viele Jahre lang: von 1775 bis 1779.

15f.          da ich in Münster war u Kleuker mich dort besuchte (A[nn]o 82): 8.-19. Oktober.

28f.          der Prinzeßin geschrieben: JBW 1118, vom 31. Januar 1785, I,4,31-35.

29            Ihrer 2 letzten Briefe: 313 passim und 325,1ff.

30            Ich zweifle daß: in der Tat erwirkte Fürstin Gallitzin die Erlaubnis zu Hamanns Reise.

31            In der Stelle Ihres Briefes: 317,14ff.

34            severitatem: securitatem.

35            M[oser] v L[avater], 365,19ff.

346,2f.     welche Carthago Ihr Schwur des Cato gerichtet: 317,7f.

12            kann ich ohne große Mühe entziefern: anders als Lavater, 135,17f.

16            Buch v Schultz: Philosophische Betrachtungen; andre aus dem Englischen: Russell.

17            beschreibe: ausdrücklich anfordere, bestelle.

18            Ich habe mich unrecht ausgedrückt: 300,35f.

22f.          berühmte Darstellung: u.a. Kap. 15 u. 16 des Originals.

23            Lobrede der Göttinger: in den Göttingischen Anzeigen von gelehrten Sachen, 153. St. V. 20.9.1783, Bd 2 u. 3, S. 1529-1539 u. 1698-1704 durch M. Hißmann.

24            Epoche des Constantins: Kap. 14 des Originals.

28            Ihren Auftrag ausrichten: 317,35f.

30            meinen Brief aus Vaels: 797.

36            seine Nichtfreunde: in den Herzenserleichterung, §10 und 11.

37            Grundsätze: allen vorbenannten Menschen zur Prüfung, Belehrung und allenfalls zur Befolgung vorgelegt.

347,5        Geantw. eod.: 811.

Brief 806

347,9        eine Antwort schuldig: auf Brief 777.

12            eine Nachricht von unserm Claudius: 327,33.

15f.          auch ist es Gottes Ehre <...>: Spr 25,2.

19            aus Düßeldorf: von Jacobi.

27            unser Kant sie recensirt: gemeint: Sie, nämlich eine Rezension von Herders Ideen zur Philosophie der Geschichte. Am 6. Januar 1785, in der 4. Nummer, erschien diese Rezension anonym, aber niemand war über deren Verfasser im Zweifel. Ch. G. Schütz, Hg. der Allgemeinen Literaturzeitung, schrieb am 18. Februar an Kant: Ich darf Ihnen sagen, daß diese Recension, da sie mit in die Probebogen kam, gewiß sehr viel zu dem Beyfall beygetragen, den die A. L. Z. erhalten hat. <...> Hr. Herder soll indessen sehr empfindlich darüber gewesen seyn <...> Ein junger Convertit Nahmens Reinhold, der sich in Wielands Hause zu Weimar aufhält, und bereits im Mercur eine gräuliche Posaune über Herders Werke angestimmt hatte, will gar eine (si diis placet) Widerlegung Ihrer Rezension in dem Februarstück des d. Mercur einrücken. Kant entschloß sich zu einer Duplik, im Anhang zum Märzmonat der ALZ, Erinnerungen des Recensenten der Herderschen Ideen <...> über ein im Febr. des Teutschen Merkur gegen diese Recension gerichtetes Schreiben. Der 2. Teil wurde von K. in Nr. 271 der ALZ vom 15. November rezensiert, den 3. Teil besprach K. nicht.

29            Kantens Abdruck: eben diese Kritik oder Grundlegung zur Metaphysik der Sitten?

29f.          Hofr.[at] Metzger seine Dissert.[ation]: seine, nämlich Kants.

30            noch ein guter Freund u Landsmann: Scheffner ?

348,3        eh wir's uns versehen und läßt uns sehr viel Guts geschehen: Strophe 4 des Kirchenlieds Wer nur den lieben Gott läßt walten.

9f.           der 15 Dec[em]b[e]r <...> wie für Claudius: der Vater einer Tochter wurde, auch 310,27ff.

35            Sind die Worte aus dem Ψ: Ps 110,1.

36            Fliegenklatsche: gegen die schädlichen Fliegen, die gute Salben verderben, Pr 10,1.

349,1        Christus humilis und sublimis: die Erniedrigung und Erhöhung Christi.

34            ψιλος: kahl, nackt, ungeschützt.

35f.          Psilologen: 239,3f.; 294,18f.; 338,25.

350,1        lateinische Vers: reparabilis adsonat Echo, Persius´Hohn auf die Hohlheit der zeitgenössischen Poesie; die Verse werden Nero zugeschrieben, flosculus Neronianus (l.Schreiner, Golgatha und Scheblimini. Hamanns Hauptschriften erklärt. Bd 7. Gütersloh 1956, S.160). N III,317,14.

5f.           wie der Altonaische Mercur sagt: der Neue gelehrte Mercurius, Altona, hatte im 49. St. v. 2. Dez. 1784, S. 397-400, eine Rezension von Golgotha und Scheblimini gebracht, 436,27.

8              L.[avater].

9              Er schrieb mir: 245,21.

10            ich habe ihm antworten können: 294,5.

14            Ich flog schon: in Gedanken an seine Reise nach Weimar, Wandsbek und Münster.

14f.          trotz einem Blanchard: der weitere Strecken mit einem Luftballon absolvierte und 1785 als erster den Ärmelkanal überqueren sollte?

15            arme Raupe: das Bild des Schmetterlings wird wieder aufgenommen.

19f.          Sie wollen also nicht Saalbadereyen: 248,15ff.

22            seiner Mutter Stuhl: der Hebammenstuhl der Phainarete.

23            griechisches Epigramm: 331,22ff.

26f.          beständig nur in Einer Wanne: 331,26.

29            ὁρμη <...> furor uterinus: Sturm und Drang, Wut der Gebärmutter.

35            bey meinem Freunde: Hippel.

36            Mannes vom Handwerk: Wirth oder Hoppe, 229,16?

351,9        wie Sie vergeßen kann, was dahinten ist: Phl 3,13.

10            Ein Freund von Mendelssohn schrieb hieher: Biester, 263,26ff. u. 333,1.

14            aus S. 54 zu ersehen: Hat nicht der Theorist uns (ohne Ruhm zu melden) ehrwürdigen Geistlichen ins Gesicht bewiesen, daß wir seine Handlungsbrüder nach dem Fleisch geworden, gleich wie er selbst leider! durch die lose Verführung nach der Griechen Lehre und der Welt Satzungen zum beschnittenen Glaubenbruder im Geist und Wesen des heidnischen, naturalistischen, atheistischen Fanatismus;-denn wer den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht, und wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt auch den Vater nicht, N III,315,14-22.

15            Beläge aus: ein Cento aus den genannten Bibelstellen

17f.          die Handschrift, welche Sie auch gehabt: 375,25f.

22            andern Gegner: J. H. Schulz.

352,4f.     nach Trutenau: zu Kanter.

8              Kant ist von seinem System zu voll um Sie unparteyisch beurteilen zu können: Kant vermißt in Herders Geschichtsphilosophie die logische Pünktlichkeit in Bestimmung der Begriffe und sieht dagegen eine in Auffindung von Analogien fertige Sagazität am Werk, die in Verfolgung des Palingenesie-Gedankens die Grenzen der sichtbaren Welt und der Erfahrungen überschritten und sich somit in Metaphysik, ja sogar eine sehr dogmatische, verirrt habe, sprach also dem Herderschen spinozistisch-leibnizianischen Monismus die Qualität der Wissenschaftlichkeit ab. So stehen in der Tat mit Kants kritischem und Herders ganzheitlichem Denken zwei unvereinbare Wissenschafts-Paradigmen gegenüber.

11            Memoires de V.[oltaire].

21            Leibnitzens Stuhl <...> zugedacht: eine Berufung nach Göttingen.

30            den Feind des Christentums: 331,9ff.

31            reichen Juden: nicht ermittelt.

32            die deutsche Uebersetzung <...> in Stecken gerathen: der 1. Teil v. F. A. Wenck war 1779 erschienen. Weiteren Bände erschienen zwischen 1788 u. 1806.

353,5        Claudius hat <...> verewigt: in seiner Weynachts-Cantilene: Es weht bei uns ein kalter Wind, und schneiet hier und regnet.

10f.          eine zu Rom spanisch ausgekommene Grammatik: nicht ermittelt.

12            für einen Freund: Kraus, 427,16-18: diese Notiz ist von Kraus verfaßt und gehört nicht zum Brief 830; 417,16-18.

14            jemand ein klein Wörterbuch gesammelt: eben Kraus, für das im Nachlass aufgefundene Manuscript.

Brief 807

353,28      Ihres umständlichen Berichts: 778.

31            zwischen beyden alten Freunden: Hartknoch und Herder.

354,8        jeder des andern Last: Gal 6,2.

9              das Kreutz auf sich nehmen: u.a. Mt 10,38; 16,24; Mk 8,34; 10,21; Lk 9,23.

36f.          alter Freund aus Curland: E. F. Lindner.

355,4        lebt auf dem Lande: bei Deutsch in Graventhin.

12            Da kam mir den 15 Xbr.[Dezember] ein Brief: mit Bucholtz' großzügiger Zuwendung.

16            gute Freundin: v. Bondeli.

19            versäumte Mädchen: dessen Erziehung man versäumte.

356,7ff.    Es gab viele arme Wittwen <...> nur der Eine Syrer Naeman: Lk 6,25f.

18            erhörte und erfüllte Träume: 1 Kö 3,5ff.; meinen kleinen Maler: IV,362,18ff.

20            aller ausländischen Freunde: außerhalb Ostpreußens.

23f.          denn seine Gnade <...>: Ps 63,4.

Brief 808

356,28      Ihrer letzten Zuschrift: nicht überliefert.

32            Ipecacuanha: ein Mittel zum Erbrechen.

33            weithergeholten Mitteln: brasilianischer Herkunft.

35            gestern die Nachricht erhalten: nicht überliefert.

357,2f.     noch einige <…> von dem Hause <...> angewiesen: nicht ermittelt.

4              Pension vom dänischen Hofe: das Gerücht eilte weit voraus: erst 1788 vermittelte ihm der dänische Kronprinz die auskömmliche Stelle eines Revisors an der Schleswig-Holsteinischen Bank in Altona.

14            seines Vorgängers: Faccius.

23f.          ohne die Bedingung <...> brechen zu dürfen: 341,15f.

29            beyden spanischen Bücher: u.a. Z. 31.

32            es geht mir wie dem Geitzigen: in Lessings Fabel Der Geizige, nach Fab. Aesop. 59.

33            einen jungen Freund: Hill hatte Hamanns Tochter u.a. Unterricht in Italienisch erteilt.

36            Fürstin: v. Gallitzin; an den 21 Heften gnug: von Hamanns Werken, die er auf ihren Wunsch hin zusammengestellt hat, 341,28.

37            mir viel nähern Freund: Bucholtz.

358,9ff.    schedia <…> atrocis styli: Petronius, Satyricon 4, Agamemnons Anweisung zur rhetorischen Erziehung der Kinder

19            wünschten die damaligen Hohenpriester: Nicolai und Mendelssohn in den Briefen, die Neueste Litteratur betreffend.

20            neue Auflage: im Frühjahr 1760 wollte die Mutter des Verlegers M. Ch. Hartung das rasch vergriffene Buch nachdrucken. Ob es dazu kam, weiß man nicht.

24            wie den Auslegern der Physiognomie des Mondes: die immer nachhinkten, weil er ja ständig ab -oder zunahm.

27            das Urtheil der Recensenten: Mendelssohn und Ziegra.

28            Energie ihres zureichenden Grundes: Anspielung auf das Buch v. J. H. Schulz, 325,28.

35            Von den Zween: im Untertitel der Kant und Berens gewidmeten Sokratischen Denkwürdigkeiten Mit einer doppelten Zuschrift an Niemand und an Zween.

36            ein starkes schriftl.[iches] Document: der Brief von J. Chr. Berens ist nicht überliefert, aber Hamanns Replik darauf im Brief an Kant, 153.

359,8ff.    bäte mir blos eine kleine Note aus, die Sie nicht verstünden <...>: wie A. v. Gallitzin Hamann um die Auflösung einiger Verständnisschwierigkeiten gebeten hatte, Nadler II,394.

12            kann ich nicht vom Ey anfangen <...>: Hor. sat. I,3,6f.

13            beyden Tomos Pasquillorum: v. Curioni, C. S.

18            seinen Moser zurück: Lebens-Geschichte Johann Jakob Mosers.

19            vorigen Jahrgang: der Berlinischen Monatsschrift.

20f.          nur an seiner Erklärung des vorhergegangenen: seiner Empörung über den Atheismi, den Hamann angeblich Mendelssohn zum Vorwurf machte.

21f.          braunen Mann: von J.G. Müller.

23            erhielt einen Sechser: 342,22ff.

27            den ich im Mst.[Manuscript] holl.[ändisch] besitze: ein Geschenk D. v. Hogendorps.

37            Was Demosthenes Actio- Engel Mimik- Batteux Nachahmung der schönen [Natur nennt]: III,76,7 und Metakritik über den Purismum der Vernunft, N III,287: O um die Handlung eines Demosthenes und seine dreieinige Energie der Beredsamkeit oder die noch kommen sollende Mimik, ohne die panegyrische klingende Schelle einer Engelszunge!

360,2        wie Young sagt: in The complaint.

3f.           Sprachen aufhören: 1 Ko 13,8.

5f.           B.[erliner] Patriotismus. Scheffner mußte dies Hamann in einem nicht überlieferten Brief mitgeteilt haben. Hamann hatte nämlich einen ironischen Toast auf Friedrich II. ausgebracht, und Sch. hatte wohl eine ähnliche politische Einstellung, 342,20f.

6f.           Engelzunge <...> unruhiges Uebel <...> nach dem Bilde Gottes gemacht: 1 Ko 13,1 und Jak 3,8f.

10            Je länger ein Rehabeam lebt <...> Scorpionen <...> gezüchtigt: Salomos Sohn und Nachfolger nach 1 Kö 12,11 u. 14, als Bild für die Nachfolge Friedrichs II, ein Hamannscher Metaschematismus.

Brief 809

360,19      So eine Reise: nach London.

20            ich schrieb eben an unsere dänischen Pensionaire: Claudius und Familie, 357,3f., Brief nicht überliefert.

21            Ihren fliegenden Brief: nicht überliefert.

21f.          punctum machen <...> angewiesenen Freund: mit den Empfehlungsschreiben, 357,1ff.

23            liebenswürdiger Bruder: nicht ermittelt.

27            bey einem Freunde: Isaak Euchel.

32            nach Trutenau: zu Kanter.

33            der Alumnoren: der Stipendiaten.

361,2        HErrn Schwager: Dorow.

4              Mit meinen Angelegenheiten: die Erlaubnis zur Reise.

8f.           nach dem Rhein gehen: nach Düsseldorf zu Jacobi.

11            3 Briefe von meinem alten Freund Jacobi: wohl Empfehlungsschreiben für R.

Brief 810

Kreuzte sich mit 806.

361,22f.    den letzten <...> im vorigen Sommer bekam: 766, 246,19f.

25            Ihrem Briefe an ihn: 782.

27            unter die Kardinäle in petto gesetzt haben: 218,5f., 347,14.

29            einsam wie der Straus in der Wüste: Klg 4,3.

362,2        ich vergeße was dahinten ist: Phl 3,13.

7              Br.[ief] von Jacobi: 361,25.

7f.           taciturnitas <…> vitae: 327,35f.

11            Saumseligkeit meiner Schwester: C. Güldenhorn,327,33f.

12f.          metakritische Wannchen: 350,19ff., 248,15ff.

18f.          am titulo des Kreutzes Theil: Jh 19,19.

24            Literaturzeitung: Allgemeine Literaturzeitung.

26            Recension der Ideen: durch Kant, 347,26f.

36            Idee zur Gesch.[ichte] des Menschengeschl.[echts]: Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlichen Absicht.

363,2f.     Plan <…> aus der Vorrede zu nehmen: 147,9ff. So sollte Kants Idee zu seinem Aufsatz älter sein als Herders Ideen.

4              als ob kein Buch dieser Art in der Welt wäre: Kant erwähnt Herders Ideen nicht.

5              Newton und Kepler: Ende der Einleitung zu Kants Aufsatz.

6              Journal <…> unter den Augen erscheint: die Allgemeine Literaturzeitung.

7              Haupt entrepreneur: Bertuch.

13            caput mortuum: wertloser Rückstand bei chemischen Prozessen.

14            künftig keine Schriften von mir: Hamann hatte Kant die Ideen gegeben.

16            Apollon.[ius]: philosophus, Kants Spitzname im BW Hamann/Herder.

20f.          von mehrern fremden Orten höre: wohl u.a. von Wieland und K. L. Reinhold.

23            Präceptorlichen Lehren an mich: seinem lebhaften Genie etwas mehr Zwang aufzuerlegen, indem ihn eine behutsame Vernunft leite.

30            Kants Br.[ief] an Lambert: in Deutscher gelehrter Briefwechsel. Hg. v. J. Bernoulli. 5 Bde. Berlin 1781/7, darin Brief Kants v. 2. 9. 1770.

32            Neckers berühmtes Buch: De l'administration des finances de la France; Memoir. de Shott: gemeint: Baron de Tott.

364,1        mit Hiob sagen muß: Hi 6,6.

3f.           was Persius zu Cornificius sagte: Irrtum Herders, es gibt keinen Cornificius bei P., nur seinen Lehrer Cornutus, Pers. sat. 5,22f. u. 35ff., Verse, die seinen Dank an den sokratischen Lehrer zum Inhalt haben: Irgendein Stern ists gewiß, der mich mit dir hat verflochten.

12f.          Thuns magnanephton: Thun war zugeordneter Meister der Wiener Freimaurerloge „Zur Eintracht“. Er stand länger als ein Jahrzehnt im Banne einer eigenartigen Persönlichkeit, die sich als Rechner Magnanephton eine magisch-rosenkreuzerische Gesellschaft zur Beobachtung und Verehrung eines gewissen Geistes, Gablidone, geschaffen hatte. Lavater nahm an diesem geisterbeschwörenden Zirkel lebhaften Anteil. Nach dem Tod des Rechners wandte sich Thun der Luftschifffahrt zu, wobei ihn ein Baron Lüttgenstein ausbeutete. Endlich wurde T. Wunderheiler, der durch Auflegen seiner Hand heilte, ein Vorläufer Mesmers.

15            Mühe in der Differenz mit H[ar]tkn.[och]: 268,25ff., 305,29ff,

17            Inlage <...> zu bestellen: an Hartknoch, 398,6.

Brief 811

364,20      gewöhnligen Ueberbringer: Fischer.

22            meinem Gesicht: meinen Augen.

24            dies-und jenseits der Sache: des Spinozastreites.

32            freundschaftl.[ichen] Brief: 805.

34            großen Wohlthäter: Bucholtz.

365,2        warte noch immer auf Licht zu meinem Wege: Ps 119,105, der erwartete Brief, der Aufschluß geben sollte über Bucholtz´ Gründe.

5              nach Weimar: 806.

5f.           dortigen Brief vom 7 Nov.: wohl 777.

6              nach Osnabrück <...> vom 1. Jänner: auf einen Brief Kleukers, der nicht überliefert ist.

9f.           schon den 14 Nov. einen Wink gegeben: 782.

10            Brief von Lavater: 776.

16f.          Einfällen u Zweifeln: Zweifel und Einfälle über eine vermischte Nachricht der allgemeinen deutschen Bibliothek.

17            imbecillitas: fragilitatem stand im ersten Druck, was Hamann später handschriftlich in den zu versendenden Exemplaren verbesserte.

19            Wißen Sie denn nicht mehr: 345,35; Moser mich zum M.[agum] in Norden: in seinem Treuherzigen Schreiben eines Layenbruders.

20            Stelle in Lavaters Physiog.[nomie]: das von L. gedeutete Porträt in den Physiognomischen Fragmenten, die Hamann am 14. Juli 1776 durch Hennings erhalten hatte, wo er lesen konnte: Siehe den hochstaunenden Satrapen. Die Welt ist seinem Blicke Wunder und Zeichen voll Sinns, voll Gottheit <...>.

36            wie die Auction angehen sollte: III,257,13, der 9.September 1776, und 257,20ff.

366,2        feurige Kohlen: Ps 140,11.

5              mit diesen Schellen: 1 Ko 13,1.

7              den ersten Theil der Ethick: Spinozas.

8              Uebersetzung: von v. Kahler oder Lorenz Schmid.

12            als der Humische: Schreiter.

14f.          praeiudicia de bono et malo <...>: Vorurteile über gut und böse, Ordnung und Verwirrung.

18            mit Fliegen und Spinnen die Zeit vertreibt: in Kap. 8 der Biographie des Colerus: War er [Spinoza] jedoch von seinen Untersuchungen ermüdet, so kam er herunter und sprach mit seinen Hausgenossen von allem was vorging, auch wenn es nur Kleinigkeiten waren. Außerdem bestand sein Vergnügen darin, eine Pfeife Tabak zu rauchen, oder wenn es ihm um einen irgendeinen anderen Zeitvertreib zu tun war, so suchte er einige Spinnen und ließ sie miteinander kämpfen, oder er fing einige Fliegen, warf sie in das Netz der Spinne und sah diesem Kampf mit großem Vergnügen, selbst mit Lachen zu, aus: Kurze, aber wahrhaftige Lebensbeschreibung von Benedictus de Spinoza [Übers. v. C. Gebhardt].

20ff.         in der X [Regel] sagt er: Es werden nun vielleicht einige darüber erstaunt sein, daß wir an dieser Stelle, wo wir untersuchen, auf welche Weise wir geeigneter werden können, die Wahrheiten voneinander abzuleiten, alle Vorschriften der Dialektiker unbeachtet lassen, wodurch sie die menschliche Vernunft zu lenken glauben, indem sie ihr bestimmte Schlußformen vorschreiben, die von solcher zwingenden Notwendigkeit sind, daß die ihnen sich anvertrauende Vernunft, wenn sie auch einmal die evidente und aufmerksame Betrachtung jener Schlußfolgerungen in gewisser Weise unterläßt, dabei dennoch imstande sein soll, allein kraft der Form etwas Sicheres zu schließen. Die Wahrheit aber entschlüpft, wie wir bemerken, häufig diesen Banden, welche häufig diejenigen verstricken, welche von ihnen Gebrauch machen, während anderen derartiges nicht so oft widerfährt. Und so machen wir auch die Erfahrung, daß alle auch die feinsten Sophismen für gewöhnlich fast keinen, der sich nur der reinen Vernunft bedient, wohl aber die Sophisten selbst täuschen (Übers. A. Buchenau).

29            ex vi formae: allein kraft der Form.

32            Moral: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten.

33f.          Verf. [asser] des Versuchs <...>: Russell.

37            Mendelssohn seinen Mann gefunden: J. H. Schulz, 351,22f.

367,1        etwas reifes und entscheidendes: VI,108,3ff., der Fliegende Brief.

2f.           was L.[avater] von Freunden und Feinden sagt: in Herzenserleichterung, 346,35f.

5              Wahrheit des Predigers: Pr 9,1.

8              Uebersetzung des Turgot: seiner Biographie durch Dupont de Nemours, nicht verwirklicht.

9              Unser alte Pädagog: Friedrich II.; den Necker auch gelesen: De l' administration des finances.

10f.          Menschenfischer: Mt 4,19. Mk 1,17.

11            ein alter Brandenburger: Necker, denn sein Vater stammte aus Brandenburg.

12            welsche Buben und Cartouchen: die französischen Beamten der Regie: Räuber und Banditen, nach dem berühmt- berüchtigten Dieb Cartouche.

18f.          in den gegenwärtigen Angelegenheit: der zu erwirkenden Reiseerlaubnis.

23            Der Wolken, Luft und Winden: aus der ersten Strophe von P. Gerhardts Lied Befiehl du deine Wege.

26            mir widerfahrene Herzenserleichterung: durch Bucholtz' Zuwendung, 368,12ff.

31            als durch H.[erders] u. L.[avaters] Empfehlungen.

368,1f.     Unter 1000 <...> Menschen funden: Pr 7,28.

3f.           um den Layenbruder zu suchen: seine Reise nach Frankfurt/M. zu F.C. v. Moser 1764.

5              wie ein wilder Mann: wie Ismael, 1 Mo 16,12.

9f.           unter St. Jacobi Bedingung: 2 Ko 10,2.

10            παρουσια του σωματος ασϑενης: die Gegenwart des Leibes ist schwach, 2 Ko 10,10.

10f.          λογος εξουϑενημενος: verächtliche Rede, 2 Ko 10,10.

18            Die drei Briefe: nur einer ist überliefert, ein Brief an H. vom 7.8.1784 (206,25f.), ein 2. Brief, erhalten den 15.9.(in Brief 787), der 3.vom 7.1.1785 (796)

24            Zur Buße für Ihre Härte: 344,7ff.

25            Ihm Beyl.[age] zuzustellen: die Fünf Hirtenbriefe, die Bucholtz erbeten hatte.

33            Zugabe: Zugabe zweener Liebesbriefe.

34            gegenwärtige: Z. 25f.

369,2        Ihnen bereits gemeldet: 324,33f.

4              Samml.[ung] Ihrer Schriften: die Hamann der Gräfin Keyserling geliehen hatte.

7              Wie sollte ich Lavater nicht lieben: 346,34f.

14            schönen Kupferstich: III,344,30ff.

16            die Kupfer: XVIII Kupfer zum Ersten Band der Meßiade von Joh. Caspar Lavater. Beilage 1. und Kupfer zum zweyten Band von Lavaters Meßiade. Beilage 2. Zürich 1784; 2 Meßiaden: Klopstocks und Lavaters- oder Lavaters beide Messias-Dichtungen.

17            Maria und Martha: Lk 10,38ff.

17f.          Vollendung einer <…> Encyclopädie: der 4. Band von Jesus Messias, oder die vier Evangelien <…>, die Evangelien chronologisch erzählt und die Apostelgeschichte als Geschichte des Glaubens beschrieben.

20            Worte des Uebersenders: Bucholtz, 319,1.

27            Von Gibbon: von Jacobi angemerkt: Gibbon, Ferguson, Stewart.

370,2        Ferguson: Essay on the history of the Civil society.

3              Stewarts Staatswissenschaft: Denham, Untersuchung der Grundsätze.

7              römische Geschichte: History of the progress and termination of the Roman Republic.

12            trahe me post te: Hl 1,4.

16f.          blos die Stelle gezeichnet: über die Nachlässigkeiten der Handschrift in §7: An Korrespondenten, die mir das erstemal schreiben, 378,32ff.

[Zu Brief 811: JBW II,4,S.98-114.]

Brief 812

370,26f.    der Prinzeßinn von Gallitzin Antwort erhalten: ihren Brief vom 17. Februar, 392,10f.

29            lege es hiebey: 490- 92; Wegen des Mißverstandes Ihre Tochter betreffend: 492,16-24.

371,2        Herder schwur mir zu Weimar: bei Jacobis Aufenthalt im September 1784, 240,29f.

8              Brief vom 4ten dieses: lies 1ten, nämlich 805.

9              Ihrigen vom 22ten Jänner: 801.

[Zu Brief 812: JBW II,4,S.121.]

Brief 813

371,21      lies An Franz Kaspar Bucholtz.

22            Mein auserwählter <...> Sohn: Spr 31,2.

30            kleinen Brief: 796; angenehmen Päckchen: Lavaters Herzenserleichterungen.

33            das mir angemeldete Schreiben erwartet: 318,28ff., das nie eintreffen wird, 364,28ff.

34            L.[avater] und Kl.[euker] Anzeigen: 245,29ff., von Kleuker auf den Brief v. 27. November, 373,34f.

372,3        erhielte Antwort: 805.

5f.           schrieb mit derselben Post zurück: 811.

12f.          mein hiesiger Freund Jacobi: Friedrich Conrad J.

13            dortigen Banquier: M. M. Breslau.

16            Schrieb auch flugs: nicht überliefert; Tummel: Taumel.

24            Empfehlung seines Schülers: Ernst J. Ch. Deutsch.

373,7        pollnischen Abschiede: ohne sich zu verabschieden.

9f.           großen Brief an meinen Knaben: nicht überliefert.

13            ein Jude: vielleicht I. Euchel.

17            daß er sie: Sie.

23f.          endl.[ichen] Erklärung: 364,28ff.

32            Wunder und Zeichen: u.a. Apg 6,8; Rö 15,19.

33f.          Lavaters Zeugnis: 245,29ff.

34            Kleukers Wink: 371,34, nicht überliefert.

374,5        beyde Gotteskinder: die Paten August Herder und Christiana Claudius; Vaterlande: Ostpreußen.

12f.          pflügt gern mit diesem Kalbe: Ri 14,18.

15            Ja, ja, und Nein ist nein: Mt 5,37.

18f.          meinen vertrautesten Freunden: Jacobi, Herder.

20            Ihren zweyten Brief: wie auch der dritte nicht überliefert.

21f.          dem Manne, der <...> Vermögen in Händen hat: F. C. Jacobi.

23            Pflegmutter: v. Bondeli.

31            einziges mal an ihn geschrieben: 447, aus dem Briefwechsel sind nur wenige Briefe überliefert.

33            starken Brief: nicht überliefert; beyl.[iegenden] Mst.[Manuscripts]: 375,15f.

375,2        Ohne selbst daran Antheil nehmen zu können: was B. ihm angetragen hatte.

10f.          Mendelssohn zum Atheisten gemacht zu haben: in Golgotha und Scheblimini, 263,26ff.

12f.          um an Biester wider zu schreiben: nicht überliefert.

15            meiner vorigen Briefe: nicht überliefert.

19            freundschaftl.[iche] Antwort: nicht überliefert.

22            sans rime und raison: für nichts und wieder nichts.

27            den ich vom 1 Xbr. <...> fortgesetzt: Dezember, also mit 784.

35f.          unbeantworteten Brief des Kl.[euker]: 373,34f.

36            mit der Fürstin: v. Gallitzin.

376,1        den dort so nahen Freund zu meinem Vertrauten: Jacobi mit 795.

3              hörte erst vorige Woche auf: mit 805.

3f.           durch Ihren vierten Brief: nicht überliefert.

7              auf einen einzigen Fleck: den Plan einer Reise über Weimar, Wandsbek nach Münster und Düsseldorf.

15            Was Mardochai zur Esther sagt: Est 4,13.

19            Schande der welschen Isabel: der Berliner Regierung und der frz. Regie.

20            von jener großen Ueberschwemmung: Wsh 10,4.

23            Siehe, mein Bauch ist wie der Most: Hi 32,19; aristophanische Schlucken: Platon Symp. p. 185 c- e: Als <...> Pausanias ausgesagt hatte, <...> sollte <...> Aristophanes reden. Es hätte ihn aber eben, sei es nun aus Überfüllung, oder sonst einer Ursache, ein Schlucken überfallen, und er sei nicht imstande gewesen, zu reden.

24            engastrimythische Odem: ein bauchrednerischer.

29f.          wegen eines Besuchs: nicht ermittelt.

30            mit meinem Jacobi hier: Friedrich Conrad J.

31            Respetto Tage: Wechselfrist, diejenige, die von dem Verfallstage an für die Einlösung eines Wechsels noch erlaubt ist.

32            Ausfertigung der überschickten Quittung: 492f.

34            Ihr Hauptbrief: mit der Erklärung über Bucholtz´ Beweggründe für sein Geschenk an H. Bucholtz erklärt diesen Terminus in einem Brief an J.G.Müller vom 10.6. bis 12.7.1786: mein erster brief, den ich an Hamann schrieb, war eine bitte um hülfe. Er bat seitdem in allen seinen schreiben um data, und bittet noch, ich hatte geglaubt, sie ihm aus freyer faust geben zu können, und einen eignen brief dazu angefangen, den ich hauptbrief nannte. (S.Sudhof, Der Kreis von Münster 1. Teil. Münster 1964,S.150). 318,28; 392,17; 422,34; VI,15,33.

35            Mein auserwählter <...> Sohn: 371,22.

377,6        Herzenserleichterung: von Lavater.

9              für meine Hefte: die genannten 21?

9f.           wie einen Korban ansah: Mk 77,11: das Wort, das im Alten Testament das Gott dargebrachte Opfer bezeichnete (3 Mo 1; 4 Mo 7), leitet im frühen Judentum die Gelöbnisformel für Weihegeschenke ein. Mit dieser Formel konnte man den Tempel zum alleinigen Erben seines Besitzes einsetzen. Das Eigentum, das nun mit Korban Gott geweiht war, durfte nicht mehr verkauft werden, doch hatte der Besitzer bis zu seinem Tod das Nutznießungsrecht.

11            Meßiade: v. Lavater; die andere: v. Klopstock, 414,13.

16            gewißer Mayer: Ernst Ch. F.

17            die Kupfer wider brachte: von Lavaters Physiognomie 392,20.

20            wie sie scheinen: Sie.

29            Bedenklichkeit: Überlegung.

30            Certificat de l'Auteur: der seine Zufriedenheit mit dem von Gott geschehenen Ersatz ausdrückt, 338,7ff.

31            Misbrauch eines prophetischen Wortes: 1 Jh 2,23; 381,9f.

378,5f.     bis zum Mutwillen eines Alcibiades: der für seine Leichtfertigkeit, Wildheit und seinen Übermut gekannt war; so schlug er den Hermen die Köpfe ab und seinem Hund den Schwanz, Plut. mor. c. 9.

7f.           einen Brief an Jacobi: 811, 370,10f.

13f.          rechtschuldigen Gegner: J. H. Schulz.

32f.          Lav.[ater] § 7 an seine Correspondenten: seiner Herzenserleichterungen: Ich bitte, so herzlich ich bitten kann, mir nicht mit blasser Tinte, kleinlich, in einander gedrängt oder unleserlich zu schreiben. So wie ich von jedem, der mit mir spricht, erwarten darf, daß er vernehmlich mit mir spreche, so darf ich, wie mir dünkt, auch von jedem, der mir schreibt, mit Recht erwarten, daß er mir leserlich schreibt. Ich halte die Nachlässigkeit hierinn für eine unerkannte große Sünde. Man peinigt einen Unschuldigen, man schwächt sein vielleicht sonst schwaches Gesicht, man raubt ihm von seiner allemahl kostbaren Zeit, man gibt zu Mißverständnissen Gelegenheit, die oft einen fatalen Eindruck zurücklassen. man setzt den frohmütigsten Mann in üble Laune, und begehet zum mindesten die Unhöflichkeit, welche man begehen würde, wenn man vor einem gesitteten Menschen unangezogen und ungewaschen erscheinen würde. Man ist, nach den allgemein angenommenen Gesetzen der Höflichkeit und nach denen in alle Herzen geschriebenen Gesetze der Menschenliebe, schlechterdings verbunden, jeden Menschen, mit dem man umgehen will so wenig zu drücken oder zu schenieren, wie möglich. Warum im schriftlichen Umgang nicht dieselben Gesetze beobachten? Wer nicht zu leben weiß, soll nicht in gesittete Gesellschaft gehen, und wer nicht schreiben kann, daß es leicht zu lesen ist, der soll nicht schreiben. Eine unleserliche Schrift ist eine wahre Unhöflichkeit, eine scharfe Beleidigung der Liebespflicht <...>.

379,15f.    der Weisheit Anfang: u.a. Ps 110,10; Spr 1,7.

18            Unser Glaube an Eins ist noth: nach dem Kirchenlied von Joachim Neander/Adam Krieger Eins ist not.

20            Geist <...> der lebendig macht: u.a. Jh 6,63; Rö 8,2; 2 Ko 3,6.

23f.          Einschluß aus Schaffhausen in Herders zweitem Briefe: von J. G. Müller, 306,26, 794.

24f.          meine Antwort auf den ersten: 806.

25            Kl[euker].

28            wie Asmus aus dem Buch der Maccab.[äer] sagt: Denn alle Zeit Wasser oder Wein trinken ist nicht lustig, Dedikation zu Asmus I/II.

30            kleines französisches Schaarwerk: nicht ermittelt.

Brief 814

380,6        Liebausche Buchhändler: Friedrich.

7              Beyl.[age]: an Hartknoch.

8f.           seinen Brief von Novbr pr. erst den 8 d. beantworten können: Herders Brief 777 mit 806, datiert allerdings vom 3.-6. Februar.

10            Schreck über den Fall meines Bildes: 361,30ff.

16f.          II. Theil der Ideen: von Herder.

34            Empfang. d. 16. Feb.: nach altem Stil.

Brief 815

381,2        Mein auserwählter Sohn: Spr 31,2.

4              erfreulichen Brief: nicht überliefert.

15f.          Wie die gute Gr.[äfin] Kayserl.[Keyserling] zu praeludieren anfieng: um hinter die Beziehung Bucholtz' zu Hamann zu kommen, nachdem sie Gerüchte darüber gehört hatte.

22            keinem Verf.[asser] als dem Domherrn: Johann Georg J.

26            einer Art von Eifersucht und Verdacht: das Geschenk könne sich als Versuchung erweisen, als Funken eines höllischen Aufruhrs und mit empfindliche[n] Nachwehen, 292,32f. u. 285,8.

28            Kl.[eukers] positive Nachricht: nicht überliefert.

31f.          operi operato supererogationis: überpflichtiges Werk; bei den Scholastikern die Verdienste der Heiligen, welche sie sich über das vom Menschen verlangte Maß guten Handelns erwarben.

382,7        harmonia praestabilita: 377,35.

14            mein einfältiges Vielleicht: ob die Brief für B. über Düsseldorf bestellt werden könnten?

15f.          eine mit Fleiß hingeworfene entfernte Frage: ob J. Bucholtz kenne, 267,17f.

24f.          jungen Grafen: Albrecht J. v. Keyserling.

35            erste Brief <...> aus Halle: v. G. I. Lindner, nicht überliefert, 229,10.

383,8        Tochter: die älteste, in Pension bei v. Bondeli.

27            Holz am Weinstock: Hes 15,2ff.

31ff.         besten Welt <...> Bein von meinem Beine <...> Timotheum hieß: Cento, mit einer Anspielung auf Leibniz, aus 1 Mo 2,23 und ισοψυχος, gleichgesinnt, Phl 2,20.

34f.          Diogenes mit seiner Laterne: 286,26f.

384,1f.     zureichendste Grund: Anspielung auf J. H. Schulz, den Prediger des zureichenden Grunds.

16            Graventhinsche Briefe: vom Sohn, der noch bei Deutsch lebt.

28            Irre ich, so irre ich mir: Parallelbildung zu periissem-periissem.

30            diesen Versicherungen: Schweigen zu bewahren.

35            ersten Briefes mit dem Reiseproject: 796, 319,5.

36            kurz darauf nach Weimar schrieb: 806.

385,6f.     vor L.[avaters] Antwort: 776.

8f.           in der ersten Hitze begangene Unbesonnenheiten: eben seine Reise anzukündigen.

15f.          Diese Krankheit ist nicht zum Tode: Jh 11,4.

34            die nächste Woche wider zu schreiben versprach: 346,29.

35            mein letzter Brief: 811.

387,3f.     Τιμοϑεῳ γνησιῳ τεκνῳ εν πιστει: Timotheus, meinem rechtschaffenen Sohn im Glauben, 1 Ti 1,2.

Brief 816

387,8        langerwarteter Brief: 806.

9              gute Nachrichten: über die Schenkung von Bucholtz.

9f.           Tradition: im ursprünglichen Sinn: Bericht.

13            Gott hat alles wohl gemacht: Str. 9 des Liedes von J.J. Schütz Sei Lob und Ehr, Z.20.

18            ihr Leiden: Ihr, z.B. die entzogenen Fooigelder, die Kürzung des Gehalts, Krankheiten etc.

21            Gott, der tausend <…> Wege hat: P. Gerhard, Befiehl du deine Wege, Str.4.

31            seitdem wir uns nicht gesehen haben: seit 1766.

32f.          wie mir Jacobi hieroglyphisch andeutet: 347,19f. Hamann hatte bei seinen Reiseplänen, um die er offiziell noch nicht nachgesucht hatte, um Diskretion gebeten.

388,3        ehehaft: wie eine Ehe, also verbindlich.

9              auf meinen vorigen Br.[ief]: 810.

10            ältester Sohn: öfter bei Herder, Hamann hatte nur einen Sohn.

13            im Fürstenhause: von Sachsen-Weimar.

15            Herz.[og] von Gotha: Ernst II. v. Sachen-Gotha-Altenburg.

28            mit dreuster Stirn: wie in Kants Rezension der Ideen.

30            wie die Urkunde: die Übergabe der Urkunde an Kant, von der Hamann am 2. 4.1774 schrieb, erschreckte Herder. Und so übersandte Kant am 7. April eine kurze und gnadenlos präzise Darstellung der Hauptabsichten des Verfassers mit der Bitte um Verbesserung, III,82. Gelobt hat die Urkunde nur Claudius, andere Stimmen, so von J. A. Eberhard, die in der Allgemeinen theologischen Bibliothek und in der Philologischen Bibliothek kritisierten Herders stofflichen Dilettantismus und methodische Willkür. Herder komme wie ein Sturmwind daher gerauscht, droht alle Lehrgebäude seiner Vorgänger wie Kartenhäuschen wegzublasen, zieht auch wirklich den Leser gewaltsam mit sich fort: doch, er hat ausgeblasen, der Leser erholt sich wieder, und die angefochtenen Gebäude bleiben ruhig stehn. Nicht als wären ihre Stützen so fest: wahrlich Vernunft und kühles Forschen kann sie untergraben und thuts: aber für einen brausenden Herder sind sie noch fest genug (Allgemeine theologische Bibliothek Bd. 4,132), in der Tat eine vernichtende Aussage über Herders philosophischen Ruf. Er wurde durch die Mehrzahl der überaus kritischen Reaktionen nicht zu ihrer geplanten und mehrfach angekündigten Fortsetzung ermuntert.

31            Gerüchts: Ruf.

31f.          in ihren kalten, leeren Eishimmel speculieren: der Gegensatz zwischen Herders ganzheitlichem und Kants kritischem Denken: K. geht nach Herders aggressiv geäußertem Standpunkt der Sinn für Geschichte und Geschichtlichkeit ab, weil er die Fülle der Erscheinungen auf tote Begriffe reduziere.

33            die Reck[e]: Elisa von der R.

36            dem Claudius anonym 100.Duc.[aten] geschickt haben soll: VI,129,12ff.

37            beiden Nymphen: Caroline Stoltz und Sophie Becker.

389,25      Geantw: 822.

Brief 817

389,239    gewünschten Brief: nicht überliefert.

390,3        eines Freundes wegen, den ich aus Deutschl.[and] erwarte: Bucholtz.

10            Güldene Ader: nach Stahl Hämorrhoiden.

11            Ipecacuanha: ein Vomitiv, 356,32.

23            wo er Herder recensirt: seine Ideen.

36            Ziehenschen: Neue geheime Buch Chevillah.

391,3        opus supererogationis: 381,31f.; letzten Briefe: 770.

14            jungen Menschen: Prüßmann.

17            akad.[emischer] Kanzler: Jester.

25            Hofmeister des HE Seiff: Ehrenboth.

27f.          in Friedrichsthal u Sprintlaken: bei J. H. Wirth und Scheffner.

Brief 818

392,3        Mein auserwählter <...> Sohn: Spr 13,2; lieben Brief <...>: nicht überliefert.

4              einen von unserm J.[acobi]: Nr. 812, 370,31f.

10            Abschrift eines desto größern: 370,28.

16f.          letzten Schreiben: nicht überliefert.

24            grösten Heldengedichts: seiner Neuen Messiade.

27            erhielte einen Brief: nicht überliefert.

32            auf die Genesin: 1 Mo 2,24.

393,11      Sein rechtes Auge ausreißen: Mt 5,29.

35            capiat qui capiat!: Mt 19,12.

394,5f.     unerwarteten Brief aus Weimar: 816.

12            bezeugen mir beide ihre Mitfreude: über die großzügige Zuwendung von Bucholtz' Seite.

16            wie er es nennt: 387,32f.

20            Pr.[inzessin] von Oranien: Wilhelmine v. Nassau-Oranien.

23            Claudius <...> gab mir: nicht überliefert.

395,2        gleich den Reihen zu Mahanaim: 1 Mo 32,3.

7              beyden vorletzten Briefe: nicht überliefert.

20            hiesigen Freundes: F. C. Jacobi.

28            Seeligkeit des Gebers: Apg 20,35.

Brief 819

396,14      Baronesse: v. Bondeli.

20f.          alte Mamsell: nicht ermittelt.

Brief 820

396,31      einige Bücher: 405,7ff.

32            durch Creutz u Leiden ins Himmelreich geht: öfter gebraucht in Homilien.

Brief 821

397,9        Baroneße: v. Bondeli.

17            Graventihnschen Herrschaft: Deutsch.

22            Deinen Sprachmeister: Roi.

Brief 822

398,4f.     Zwey Briefe: 810.

8              beantwortet durch meinen: 806.

13            erhielt also Ihren 2ten: 816.

17            in der Ferne <...> Freundschaft: Bucholtz.

399,9        fürstl.[ichen] Episode: daß die Fürstin Gallitzin auf Hamann aufmerksam wurde.

10            Freund: Jacobi; In Ansehung der Hauptperson: Bucholtz.

15            kluger Haushalter: Lk c. 16.

28f.          mein Brief ins Cabinet: 682.

31            Oelkrüglein: aus dem Gleichnis der klugen und törichten Jungfrauen, Mt c. 25.

400,16      seel.[igen] Tr.[ibunal] Rath zur Miethe wohnen: 1768 bei v. Bondeli.

25            Intereßen: Zinsen.

401,8        Ihre teilnehmende Freundschaft: 387,16ff. u. 389,8ff.

7              denn der Mann wird nicht ruhen <...>: Rut 3,18.

13            ἑαυτοντιμωρουmenischen: selbstquälerischen.

21            Brief von unserm J.[acobi]: 820.

22            Necker: De l' administration des finances.

25            Brief aus Rom: nicht überliefert.

33f.          Onesimum: entweder nach Kol 4,9 oder Phm 10.

402,3        2 Bogen des T.[eutschen] M.[erkurs] vom Februar: v. K. L. Reinhold, Schreiben des Pfarrers zu ***, zunächst anonym veröffentlicht, 347,27.

4              kurze Antwort darauf: Erinnerungen des Recensenten der Herderschen Ideen.

5              Beyträgen zur Berl.[inischen] Monatsschrift: Über die Vulkane im Monde, Von der Unrechtmäßigkeit des Büchernachdrucks, Bestimmung des Begriffs einer Menschenrace und für 1786 Muthmaßlicher Anfang der Menschengeschichte; Metaphysik der Natur: Metaphysische Anfangsgründe.

6              Principium seiner Moralität: Grundlegung zu einer Metaphysik der Sitten.

7              Anhang gegen Garve: die geplante Erläuterung der Kritik der reinen Vernunft.

10            vermuthl.[ich] von W. selbst: Wieland fügte seine Anmerkungen bei, 347,27.

14            an unsern Claudius gedacht: 357,3f.

16f.          Kammerherrin, der ich so ein gutes Werk nicht zugetraut: E. v. d. Recke, 388,36.

22            Namen des Sammlers in seiner Muttersprache: המאסף, Ha me´assef, die von Freunden und Anhängern Mendelssohn gegründete Aufklärungszeitschrift in hebräischer Sprache, die Fortsetzung des Kohelet Mussar (Der Moral-Prediger) in hebräischer Sprache. Kohelet bedeutet nicht nur Prediger, sondern auch Sammler. Die Gründung der Gesellschaft der Förderer der Hebräischen Sprache am 12. Dezember 1782 ist das geistige Geburtsdatum der Zeitschrift, ihre Parallelen in Tendenz und Inhalten zu deutschen moralischen Wochenschriften und zur Berlinischen Monatsschrift sind beabsichtigt. Die Konzeption der Zeitschrift zeigt große Distanz zur jüdischen Orthodoxie und eine Art doppelter Aufklärung: einerseits nach außen in die nichtjüdische Welt, nach innen über die Wurzeln des Judentums.

28            dem in der Wüsten: Hamann selbst.

32f.          dabey intereßirten Schriftsteller: Mendelssohn, Schulz, Hamann.

35f.          wie dem Weitzenkorn: Jh 12,24.

36f.          Der Schmetterling <...> bezahlt: 245,21 u. 294,5.

403,1f.     meiner Autorschaft: im allgemeinen, hier an der geplanten Sammlung seiner Schriften, Z. 8.

2              bey dem jüngsten Titel: Metakritische Wannchen, 248,15ff.

12            Compilator Hufnagel: vermutlich mit seinem Salomo's hohes Lied, denn die Hiob-Übersetzungen liest Hamann später, VI,356,23ff.

15            Genius unseres Seculi: der Zeitgeist, in Anspielung auf die frühere Auseinandersetzungen mit Klotz (Genius saeculi) und den Klotzianer.

21f.          reines Herz <...> freudigen Geist: Ps 51,12.

25            Marta-Martha-Sorgen: Lk 10,41.

28            Seelig sind die Armen: Lk 6,20.

29            Täuschungen der Nähe und Ferne: abermals die Schwierigkeiten, sich Bucholtz' Geschenk zu erklären und sich darüber zu freuen.

36            Nachschrift: 389,8- 18.

404,8        Kammerdiener: Johann Michael Hamann.

Brief 823

404,20      Zuschrift vom 22 pr.: 812.

23            Huld der Fürstl.[ichen] Urkunde: der A. v. Gallitzin, 370,27f.

25            Frauenzimmers: Helene Jacobi.

30f.          meine Unvorsichtigkeit: 313,31ff.

31            von K...[eyserling] Haus.

405,1f.     jungen Prinzen: wohl einer der Söhne Js; besorgten Abdruck eines (kleinen) lateinschen Briefwechsels: von J. Th. Philipps.

7              Zedel der 8 enthaltenen Bücher: 396,31, 401,22f. u. 408,15ff., wahrscheinlich: 3 Teile Necker, 3 Schriften des Hemsterhuis, Nessir und Zulima, Erinnerungen.

12f.          Erinnerungen: von F. H. Jacobi.

13            Museum: Lessing hatte v. Dohm gebeten, in der Januarausgabe des Deutschen Museums von 1783 einen anonymen Artikel mit dem Titel Gedanken Verschiedener bey Gelegenheit einer merkwürdigen Schrift erscheinen zu lassen, der Versuch Jacobis, Mendelssohns Mißverständnis von Jacobis Etwas das Lessing gesagt hat. Ein Commentar zu den Reisen der Päpste, auszuräumen und den Boden für weitere Gespräche zu ebnen. J. hatte Lessings Zitat als kongeniale Formulierung eigenen Gedankenguts in Besitz genommen und ihn als Garanten für v. Müllers öffentlich angefeindete Thesen angeführt: so sollte L. die innerklerikalen Demokratisierungsbestrebungen als Hohn abgetan haben, solange im weltlich-politischen Raum Zustände einer absolutistischen Willkürherrschaft der Fürsten vorherrschten, die möglicherweise jene in der katholischen Kirche vorhandenen Mißstände im Machtgefüge erheblich übertrafen. J. glaubte mit zwei französischen Briefen von 1770, die der Korrespondenz mit dem Münsteraner Minister Freiherrn Franz v. Fürstenberg entnommen waren und die Schließung von Klöstern zum Gegenstand hatten, den realpolitischen Aspekt seiner Schrift dokumentieren zu können. Die deutschen Kommentare zu Lessing und seinem Zitat waren, wie aus Wider Mendelssohns Beschuldigungen hervorgeht, teils von Dohm, teils von Mendelssohn geschrieben, denn Mendelssohns Kritik war, mit seiner Erlaubnis an v. Dohm, Jacobi übermittelt worden, und nach dessen Kenntnisnahme mit Erlaubnis Ms in den Artikel eingebaut worden, nachdem Dohm einige Korrekturen angebracht hatte.

14f.          Erzählung Ihres HErrn Bruders: Nessir und Zulima.

15            von den 3 übrigen: den Gesprächen des Hemsterhuis.

18            deutsche Uebersetzung: die erste und lange auch einzige stammt von Johann Lorenz Schmidt.

23            Vertheidigung der Gottheit: dem ontologischen Gottesbeweis der Morgenstunden.

24            Prediger des zureichenden Grundes: J. H. Schulz.

25            dem in der Wüsten: Hamann mit Golgotha und Scheblimini; Verlegenheit des Vater Abrahams: zwischen Sara und Hagar, 1 Mo 21.

30f.          verlorne Anmerkungen zum Kanzeldialog: Betrachtung über die geistliche Beredsamkeit.

31            manches unvollendete Bruchstück: z. B. Die Religion Christi, Anmerkungen zu einem Gutachten über die itzigen Religionsbewegungen.

34f.          Gehorsam bis zum Tode: Phil 2,8.

36            Namen, der über alle Namen ist: Phil 2,9.

406,2        Brief aus Rom: nicht überliefert.

9              hat die Vorsehung gedacht: 357,3f.

10f.          guten Einfall: 388,36.

12            zärtl.[ichen] Brief <...> Marschroute: 327,20ff.

13f.          Brief von <...> Reichardt: nicht überliefert, 356f., 360,21.

22            Zum Laufen hilft nicht: Pr 9,11.

27            Mittelsperson: der Bruder der Fürstin v. Gallitzin, Schmettau, 394,20f.

28f.          in der Hauptsache völlig im Dunkeln: weil Bucholtz seine Beweggründe noch immer nicht erklärt hat.

32            kleine Einlage: 410,7.

33            Mannes, den Sie auch lieben: Bucholtz.

35f.          Ευρηκα: ich habe es gefunden, Ausruf des Archimedes; mit magischer Laterne: wie Diogenes.

407,1        die Ohren aufgethan: Ps 40,7.

2              Siehe ich komme: Ps 40,8; Heb 10,9.

4              was ich Herdern geschrieben: 401,7,

9              guter Freund: Raphael Hippel.

25ff.         Siehe <...> weich und warm: Hl 2,11f.

30            fürstlichen Hand: v. Gallitzin.

31            so oft nachschreiben müssen: 404,24f.

408,2        scribe vt Te videam: analog zu Rede, daß ich dich sehe, Aesthetica in nuce, N II 198,28f.

[Zu Brief 823: JBW II,4,S.131-137.]

Brief 824

408,14      Ihre 3 vor mir liegende Briefe: nicht überliefert.

18            Pasqu.[illorum tomi duo]: v. Curioni, C. S., 359,13.

19            Morczinimastix: Kraus.

20            temporisieren: hinhalten.

22f.          Brief aus Rom <...> 3 Briefe: nicht überliefert.

24            Stadtrath W.[irth]; Ihr letztes: nicht ermittelt.

25            Minister: v. Zedlitz; Bibliothekar: Biester.

26            Beytrag <...> 3 oder 4 in der Mache: für die Berlinische Monatsschrift, 402,5.

28f.          Wahl Ihres würdigen Nachbarn: G. F. Hippel wurde 1786 Pfarrer in Arnau. Oder es handelt es sich um die Altstädtische Kirche in Königsberg, Neumanns wegen.

32            die Graventhiner in pleno: die ganze Familie Deutsch.

35            HE. Kr.[iegsrat] H.[ippel].

409,2        Wink aus der Schweiz: J. G. Müller, 417,29ff.

5              Faustin: von Pezzl.

6f.           Almanach für Dichter u schöne Geister: von Ch. Wagenseil.

7              der von 82:: von F. Schulz und K. F. W. Erbstein.

8              Schmierer: eben Wagenseil; mit dem Motto des Corregio <...>: diesen Ausspruch soll C. vor Raffaels Bildnis der heiligen Caecilia getan haben.

9              geneigten Ueberbringerinn: nicht ermittelt.

13f.          Wieland hat <...> gerechtfertigt im Februar des T.[eutschen] M.[erkur]: in den Anmerkungen zur Rezension von Reinhold.

15            Gegenantwort: Erinnerungen des Recensenten.

16f.          Arbeit über seine Kritik: wohl die Rezensionen in der Allgemeinen Literaturzeitung 162ff. über J. Schulz Kritik der Kritik Kants und über die Kritik selbst.

20            Vertheidigung der Gottheit: die Morgenstunden.

21            Prediger des zureichenden Grundes: J. H. Schulz.

21f.          in der Wüsten: Hamann selbst.

27            Nebst sechs Brochüren: 408,15ff.

Brief 825

409,30f.    Wie die Mutter des Königs Lamuel <...> gegebene Verhältnis: Spr 31,1f.

410,7        erwartete Zuschrift: nicht überliefert.

7f.           eingeschloßene Silhouette: seine eigene.

16            Ihrem unglückl.[ichen] Freunde: Hamann selbst.

17            Diogenes <...> Menschen gesucht: 286,26f.

20f.          Arzt, der sich nicht selbst zu helfen weiß: nach Lk 4,23.

23            womit sich St. Paul <...> nannte: 1 Ko 15,8.

26            Pygmalions: nach Ovids Metamorphosen X, 243ff.

35            Antwort nach Düßeldorf: 823.

36            Necker u anderer Bücher: 396,31.

411,2f.     dringende Angelegenheit: 336,33f.

22            wie des Pythagoras seine: Diogenes Laertius, Leben und Meinungen berühmter Philosophen, Pythagoras, VIII,1,6: Denn Herakleitos der Physiker sagt in vornehmlichsten Tone: Pythagoras, des Mnesarchos Sohn, hat von allen Menschen am meisten sich der Forschung beflissen, und nachdem er sich diese Schriften auserlesen, machte er daraus eigene Weisheit: Vielwisserei, Rabulisterei [Frag. 129 D].

23            wie jenen Arbeitern im Evangelio: Mt 20, 1- 17.

27            des Tages Last und Hitze getragen: Mt 20,12.

31            cul de sac: Einbahnstraße.

412,10      Contrebande: Schmuggelware.

16            Nachricht aus Manheim: dem Reiseziel Bucholtz'; mit dem Wirth: Schenk?

19            Judenschaft: vielleicht Ephraim, der 1763 ein Haus am alten Graben gekauft hatte.

24            Gelegenheit: Wohnung.

413,18      Brief aus Rom: nicht überliefert.

19            vorletzter kleiner Brief vom 16 Febr.: nicht überliefert.

20            auf dem Bett <...> beantwortet worden: 818.

25f.          Er gebe Dir <...>: Ps 20,5.

26ff.         wie ein Baum <...> gerät wohl: Ps 1,3.

Brief 826

414,17f.    Vollendung des schönen Denkmals: der Messiade.

19            keinen Becher kaltes Wassers unbelohnt läßt: Mt 10,42.

21            langen Briefe aus Rom: nicht überliefert.

27            Pf.[enninger].

416,3f.     Ihnen die Mühe meiner Hand <...> zu ersparen: Lavater hatte über Schwierigkeiten bei der Lektüre geklagt, 135,17, und durch § 7 seiner Herzenserleichterungen fühlte sich Hamann getroffen, 378,32f.

5              Vertheidigung der Gottheit: die Morgenstunden.

6              Dem in der Wüsten: Hamann.

8              eines atheistischen Fanatismi beschuldigt zu haben: in Golgotha und Scheblimini.

11            als die Ex=Jesuiten beschuldigt werde das alte auszubreiten: gemeint ist Starck.

Brief 827

416,20      letzte Zuschrift: nicht überliefert.

22            Brief aus Rom: nicht überliefert; Bis dahin hat ihm der Herr geholfen: 1 Sm 7,12.

Brief 828

418,11      Hippels Abdruck: nicht ermittelt; in Hinzens seinem Kants: die Grundlegung zur Metaphysik der Sitten.

12            Disp.[utation] über das Gnothi seauton: γνωϑι σεαυτον.

14            aus Halle: von Grunert.

24            wie Leßings seiner: in seinem Theologischen Nachlaß, 416,9ff.

25            Midasohren: Hinweis auf die Eselsmanier nach Aesop, ed. Hausrath 193: der Esel, der das Götterbild zu den Eleusinischen Mysterien tragen muß, und die Verehrung, die dem Götterbild galt, sich selbst zurechnete, eine Anmaßung, die Hamann das Midas- und Ohrenverdienst unter dem Joche thierischer Bestimmheit, mit lauter Überzeugung sich anmaßen, zueignen und für keinen Raub halten nannte (Golgotha und Scheblimini,
N III,314,5ff.), auch 317,6.

419,26      oder bis Frank.[furt] an der Oder: hier beginnt das Mißverständnis Hamanns, obwohl B. ihn in Frankfurt am Main treffen will.

33            Reich.[ardts] Abwesenheit: der sich in London aufhielt, diesmal also nicht vermitteln konnte.

420,6        hiesiger guter Freund: vielleicht J. S. Schröter.

24            guter Wille wie K.[ant] sagt: in seiner Grundlegung zur Metaphysik der Sitten.

421,3        Εαυτοντιμωρουμενος: Selbstquäler.

Brief 829

421,8        geneigte Zuschrift: nicht überliefert.

14            mich seiner in meinem letzten Billet erinnerte: 408,19f.

16            diese Pasquille: Neckers Administration des finances de la France.

22            mein Gelübde wie St. Johannes: Mt 11,18; Lk 7,33.

23            ohne alle mein Verdienst <…>: 2. Hauptstück aus Luthers Katechismus.

26            Die 3 Briefe von meinem Hill: nicht überliefert.

29            künftigen Hälfte: Catharina Kunzendorf.

31            ehemalige Reisegefährtin: C. Stoltz, IV,58.

32            seines 5ten u 6 Theils: der Beschreibung einer Reise durch Deutschland und die Schweiz.

33            Mach End o Herr: Strophe 12 des Kirchenlieds von P. Gerhardt Befiehl du deine Wege.

422,2        gutwilligen Magen: Anspielung auf Kants Grundlegung, ebenso Z.10.

13            HE Stadtrath: Wirth.

25            Etourderie: Leichtsinn, Gedankenlosigkeit.

29            Vorfall mit der Fürstin: v. Gallitzin, 491,27ff.

31            großen Begebenheit: warum Bucholtz ihn beschenkt hat.

34            Hauptbrief: 376,34.

423,2        jungen Fuchses: Johann Michael.

6              Dechant von Killerine: von A.-F. Prévost d'Exiles, The dean of Coleraine.

21            gewesenen Nachbar: G.F. Hippel, 408,29; 436,7f.

22            Nachfolger: möglicherweise Ruffmann (VI,10,8f.), nicht ermittelt.

Brief 830

Antwort auf Brief 822. Beigelegt war: 1. Sammlung Zerstreute Blätter (SWS XV,189-326); der Brief überkreuzte sich mit 828 u. 833.

423,28      Sonnabend vor Cantate: 23. April 1785.

31            Geantw.[ortet] den 9 Julii: 853 [10.Juli].

33            behrdet: gebärdet.

34f.          richtiges Geschenk: lies: nichtiges, eben die Zerstreuten Blätter.

424,3        gescheuten, Theano maskirt: gescheiten Th., die Gesprächspartnerin der Zerstreuten Blätter.

4              δυσ- und ευφημια: Schmährede und gute Nachrede, 2 Ko 6,8.

5              Kürbishütte meines Vorfahren: Jon 4,6.

10f.          gutes Werk <...> errettet <...> zudeckt: Jak 2,17 u. 5,20; 1 Pt 4,8.

12            Shakespearschen ergels: argal, das „also“ einer logischen Beweiskette, die Totengräberszene im Hamlet als Beispiel.

14            Griechische Jugendblüten: Blumen aus der griechischen Anthologie gesammlet.

15            Gespräch der Antichambre: die Einleitung der Zerstreuten Blätter, ein Gespräch zwischen Theano (Caroline) und Demodokos (Herder), SWS XV,191-199.

16f.          unzeitigen Bibliothekar: Herder selbst, zur rechten oder unpassenden Zeit.

17            Anthologie: Anthologia graeca.

21            meiner aeskulapischen Sammlung: lies: dieser, nämlich heilsam durch sinnreiche Übersetzung.

23            einige Griechische Fabeln: Paramythien. Dichtungen aus der griechischen Fabel.

24            Theorie des gr.[iechischen] Epigramms: Anmerkungen über die Anthologie der Griechen <...>, im 23. Teil Anmerkungen über das griechische Epigramm, SWS XV,329f.

25            Leßing nicht genug Gerechtigkeit: in Zerstreute Anmerkungen über das Epigramm und einige der vornehmsten Epigrammatisten, in: Vermischte Schriften. Erster Teil. Berlin 1771. Herder sieht das Wesen der Gattung nicht in satirischer Entlarvung, sondern in der Mitempfindung, die Pointe als Verdeutlichung und Vollendung der im Gedicht angestrebten Wirkung, nicht wie Lessing die überraschende Wendung eines Gedankens, welche die Antizipation des Lesers durch eine unerwartete Erwartungserfüllung durchkreuzt (P. Barié u. W. Schindler).

28            Sinn- u. Windgedichts: Vorwurf der Künstelei.

32            Das Göttergespräch: Ob Malerei oder Tonkunst eine größere Wirkung gewähre? Ein Göttergespräch.

34            Herzogin Mutter: Anna Amalia v. Sachsen-Weimar-Eisenach.

36            Gespr. der Seelenwandr.: Über die Seelenwandrung. Drei Gespräche.

36f.          Hemsterh.[uis] Nachtrag: Liebe und Selbstheit. Ein Nachtrag zum Brief des Hr. Hemsterhuis über das Verlangen, zuerst in Der Teutsche Merkur, (IV) 1781,S. 211-235.

425,1        gegen Schloßer anfangs gerichteten Pfeilen zu reinigen: wie die Vorrede der Zerstreuten Blätter sagt: <…> weggethan, was nur von fern dem Widerspruch einer neuen Meinung gleich sähe (SWS XV,198).

2              actus illiciti: des Unerlaubten.

3              Baßa mit den 3. Federn: III,130,22ff.

7              etourdierie: Leichtsinn.

10            triffles of the youth: trifles, Lappalien, Leichtfertigkeiten der Jugend, die englische Übersetzung von Horaz sat. 2,3,244.

17            werden sie auf Johann fertig: der 2. Teil erscheint August 1785.

20f.          caput mortuum der Regierung: Die Regierungen sind festgestellte Ordnungen unter den Menschen. Kant hatte, wie in seiner Schrift Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht, auch in seiner Rezension der Ideen den Gedanken bekräftigt, wonach der Prozeß der Zivilisation nicht auf die individuelle Glückseligkeit des natürlichen Menschen, sondern nur auf das Produkt einer nach Begriffen des Menschenrechts geordneten Staatsverfassung zielen könne und damit nur die Gattung ihrer Bestimmung völlig erreiche. Gegen diesen bösen Grundsatz polemisierte Herder im 2. Teil der Ideen und stellte sein Grundvertrauen in die Schöpfung und seinen ganzheitlich-individualistischen Begriff von Glückseligkeit dagegen. Herder an Jacobi vom 25. 2. 1785: Ich winde mich in den Ideen über die Regierungen miserabiliter einher. Sie und die Weiber sind mir die schwersten Puncte gewesen.

21            leidige Geschichte: Kants Rezension und seine Idee zu einer allgemeinen Geschichte <…>.

23-26        2ten Aufsatz <...> den ersten ad carceres <...> 3te Aufsatz: Herder arbeitete dieses Kapitel viermal aus, SWS XIII, 448-457. Diese Mühsal erklärt sich aus dem Versuch, im Schatten des fürstlichen Absolutismus eine historisch-genetische Kritik der Erbregierungen zu leisten und zugleich gegen Kants Geschichtsphilosophie anzugehen, ad carceres: unter Verschluß.

29            repraesentatio mundi <...>: die Seele ist eine vis repraesentativa, welche die Welt entsprechend der Stellung ihres Körpers vergegenwärtigt, mehrfach bei A.G. Baumgarten mit Leibniz Monadologie §§ 56 formuliert.

426,1        laß: lasch.

4              an Göthe <...> geschrieben: nicht überliefert.

4f.           seine Schwester an meine Frau: Charlotte J., nicht überliefert.

5              über Spinotza brüte: Über die Lehre des Spinoza.

7              Antispinoza: mit den Morgenstunden.

8              Disceptation: Streit über eine in Untersuchung befindliche Frage.

14            Br.[ief] von seinem Vater: vom 13. März 1785.

15f.          mit dem Alten in einen Handel kam: wegen seines Angriffs auf Spalding in der Vorrede zu An Prediger und die sich daraufhin entspinnende Auseinandersetzung mit Sp., Teller und Theologen bez. Philosophen wie Lüdke, Sack, Damm, J. A. Eberhard, F. Nicolai. Den Briefwechsel in diesem Streit hatte Spalding Teller zu lesen gegeben, worauf Herder, erbost über diese Indiskretion, seine Briefe zurückforderte (17. 11. 1774) und sich in der Öffentlichkeit unmöglich machte. Jedenfalls zerschlugen sich einige Hoffnungen, bei der Besetzung offener Stellen (Halberstadt, Göttingen, Mitau) berücksichtigt zu werden.

22            Wir fehlen alle mannigfaltig: Jak 3,2.

23            sagt die Kirchensäule zu Jerusalem: Jakobus, Gal 2,9.

30            vom Streit gegen Herzog Georg: von Sachsen war ein entschiedener Gegner der Reformation.

32ff.         Guter, schwarzer Mönch <...>: Auf Luthers Bild, 1785. SWS XXIX, 646.

427,6        Administration des Mammons: die Verwaltung von Bucholtz´ Schenkung.

10            Ursinus: lies: Onesimus, d. i. Hill, 401,33f., nach Phl 10.

12            Punkte Ihres letzten Briefs: 822.

14            Büttn.[erschen] Bibl.[iothek]: 353,7ff.

15            Leßings Evangelisten: Neue Hypothese über die Evangelisten.

16-18        gehören nicht zum Brief: Zusatz in der Handschrift v. Ch. J. Kraus.

Brief 831

427,25      Alkibiades: Bucholtz.

26f.          hiebeykommenden Aufsatze: An Herrn Moses Mendelssohn, über deßelben mir zugeschickte Erinnerungen, den J. direkt nach Berlin schickte, ohne die Vermittlung E. Reimarus' in Anspruch zu nehmen.

28            verzweifelte Aufsatz: weil J. die im Brief vom 18. Februar an Mendelssohn versprochenen Anmerkungen zu dessen Erinnerungen über Wochen hinausgezögert hatte, so daß M., beunruhigt und in der naheliegenden Annahme, daß mit J. der „status controversiae“ über das, was Pantheismus bez. Spinozismus sei, erhalten bliebe, beschloss, den 1. Teil seiner Morgenstunden zu veröffentlichen, ohne J. Einsicht in das Manuskript zu gestatten.

32f.          Brief vom 31ten März: 823.

428,12f.    Der Krieg macht ihm <...> zu schaffen: siehe (mit freundlichem Dank) JBW II,4, 119f., Quelle W.Loos, Der Briefwechsel des Philosophen Hemsterhuis mit der Fürstin Gallitzin, in: Westfalen. Bd. 39, Münster 1961, insbesondere 125-127: Von 1780-1784 hatten die beiden Seemächte England und die Niederlande Krieg gegeneinander geführt, da Holland vom amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gegen England profitierte und England nicht bereit war, dies hinzunehmen. Für die Republik der Niederlande war dieser Krieg desaströs. Durch die militärische Überlegenheit der englischen Flotte kam der niederländische Überseehandel nahezu zum Erliegen, überhaupt war der Kriegsverlauf auch Ausdruck des ökonomischen Niedergangs der Niederlande im 18. Jahrhundert. Innenpolitisch erstarkte in den Niederlanden die sog. „Patriotenbewegung“, die sich 1785 in Utrecht zu einer Föderation zusammenfand. Die tendenziell ausgerichteten Forderungen dieser Bewegung schlossen die Abschaffung des erblich gewordenen, durch die Oranier ausgeübten Statthalteramtes ein. In der Provinz Utrecht erzielte die Patriotenbwegung Erfolge, die statthalterliche Familie mußte sich nach Gelderland zurückziehen. Das Jahr 1787 brachte die Niederlage der Patriotenbewegung. Durch das militärische Eingreifen Preußens wurde der alte Zustand zugunsten des Statthalters wiederhergestellt. Zudem gab es seit 1781 Konflikte zwischen der niederländischen Republik du Kaiser Joseph II., der vergeblich versuchte, die österreichischen Niederlande gegen Bayern zu tauschen. 1785 drohte der Kaiser mit Krieg, falls die Republik nicht, wie er seit dem Mai 1784 gefordert hatte, die Schelde öffnen würde, um den Seeweg nach Antwerpen frei zu machen. Auf dieser Scheldeblockade aber beruhte seit dem 17. Jahrhundert der Aufstieg Amsterdams zum Stapelplatz der Welt. Es kam in der Folge jedoch nicht zum offenen Krieg. Durch die Vermittlung Ludwigs XVI. von Frankreich wurde am 8. November 1785 in Fontainebleau ein Friede geschlossen, der Maastricht bei der Republik ließ, doch die vier niederländischen Forts bei Antwerpen mußten aufgegeben werden, während die Sperrung der Schelde gegen eine niederländische Zahlung von 10 Millionen Gulden aufrecht erhalten wurde.

13            Portrait des Spinoza: das dann der 2. erweiterten Ausgabe von Jacobis Spinozabuch beigegeben wurde.

16            Schrift über das Fundament: von Elditten.

Brief 832

428,22      Ihre lieben Briefe: 781, 789, 826.

25            Ihr lieber Brief Hillen betreffend: 826.

27f.          weil er ein Kind ist <...> Coelorum: Mt 19,14; Mk 10,14; Lk 18,16.

28f.          hat eine Brust gefunden: er heiratet am 17. Juni Marianne Detten.

31            Brief vom November: 781.

34            ein Rouleau Kupfer zu danken: Kupferstiche des 1. Bandes u.a. von Chodowiecki und Lips in einer Separatausgabe 1784.

429,2-7     Ach! Einen Hauch <...>: nicht ermittelt.

8              Sagen Sie der Toblern: die mit Hartknoch nach Königsberg kommen wird, 456,32.

13            Am Begräbnußtage unseres Vaters: Johann Heinrich L. war am 4. Mai 1774 gestorben.

Brief 833

429,16      Ihren Brief: nicht überliefert, denn 830 (423,30) erst am 14. Mai erhalten.

430,7        wie bey der Tenne Nachon: 2 Sm 6,6.

19            Soll ich kommen; so komm ich: Parallelbildung zu periissem-nisi perissem.

22            Unsichtbaren: Bucholtz.

25            J.[acobi] meldete mir: 820.

431,1        in Ansehung der Berl.[iner] Kunstrichter: der Reaktion auf Golgotha?

6              Brief von Claudius: nicht überliefert.

7              Schwägerinn: wohl eine Tochter Behn.

13            Reisegefährten: der Sohn Johann Michael.

19            Antwort an Claudius: nicht überliefert.

29            Ihrem Päckchen mit der Post: die zweite Sammlung der Zerstreuten[n] Blätter?

432,14      Ihre Erklärung in Ansehung des Steincabinets: bezieht sich wohl auf eine Stelle in dem verschollenen Brief, 420,7.

15            Steinhungrigen Freund: J. S. Schröter, Theologe und Mineraloge?

18            Recension in der Allg.[emeinen] Litteraturz.[eitung]: durch Kant.

19            Mann in Jena: Schütz.

33            unser Wissen ist Stückwerk: 1 Ko 13,9.

32            Σκεψις: Skepsis.

433,4        Denn mein Herz ist dürr wie Sand: 1. Strophe des Kirchenlieds von Mauritius Kramer, Gott, du gibst uns einen milden Regen.

15f.          Freundschaft Ihrer Väter: ihrer.

30f.          weiß von der Hauptsache nichts: den Beweggründen Bucholtz'.

32            Wie Du auch führst: aus dem Kirchenlied von Lambert Gedicke Wie Gott mich führt, so will ich gehn.

434,5        geb uns einen neuen gewißen Geist: Ps 51,12.

Brief 834

434,13      mit Necker fertig: De l'administration des finances.

17            Raynal <...> Antheil haben soll: mit seiner Histoire philosophique.

24            guter Wille: 420,24.

28            deutschen Hemsterhuis: Über das Verlangen.

35            Aus Weimar: von Herder.

435,1f.     aus Düßeldorf: von Jacobi.

5              Uebersetzung des Machiavell: Discorsi sopra la prima deca di Tito Livio.

12            Ziel seiner Reise: London.

14            Zarm: Trauerschmaus, zum Abschluß seiner Beschreibung einer Reise durch Deutschland und die Schweiz.

22            liebe Ernst: Deutsch.

23            Grav.[enthin].

25            bey Raphael: Hippel.

31            Hofprediger Schultz: J. F. Schulz; HE. Mayr: E. Ch. Mayer?

436,1        weder aus Münster noch Duderstadt: von Bucholtz.

2              Kayserl.: Keyserling.

3              weil sie Briefe erhalten hat: von A. v. Gallitzin, 438,26.

5              Hauptperson: Bucholtz.

7              Stelle ihres HE Nachbars: 408,29, 423,21ff. oder Ruffmann; Bruder unseres Freundes: G. F. Hippel.

11f.          erinnern Sie sich <...> wie die Egypter: die nach Herodot, Historien 2,78, beim Gastmahl der Reichen das Bild eines Verstorbenen umhertrugen mit der Mahnung: Den schau an und trink und sei fröhlich. Wenn du tot bist, wirst du, was er ist; einer traurigen Gestalt: Hamann.

21            Nebst einem Rohen und 2 gehefteten Büchern: Hemsterhuis, Über das Verlangen, Nicolai, Beschreibung einer Reise.

Brief 835

436,25      Dank für Mitgetheiltes: 440,24f.

27            Altonaische Mercur: die Rezension von Golgatha und Scheblimini im Neuen gelehrten Mercurius, 49. Stück, 2. Dezember 1784.

33            Unglück auf der Hinreise: 431,25.

437,8        schreibe an einem Brief: 836.

11            Zerstreuten Blätter: von Herder, 1. Teil.

Brief 836

437,20      Mein auserwählter <...> Sohn: 334,22.

23            letzten Briefs: nicht überliefert.

438,1f.     General-Isabel: die Berliner General-Verwaltung.

7              Ihren Nachbar: Kleuker, normalerweise in Osnabrück.

18            mit meinem Begleiter: Johann Michael.

26            Antwort auf ihre Zuschrift: 436,2f.

28            guten Ausgange der ganzen Episode: 336,14ff. u. 490ff.

28f.          zur Hauptsache fehlt <...> Schlüssel: die Erklärung über die Beweggründe der Schenkung.

Brief 837

439,8        einige kümmerl.[iche] Zeilen: 836.

10            Ihr Brief: 831.

19f.          ließ mich an Ihrer Freude: ihrer, 436,2f. und 438,26.

23f.          Bischof in Weimar <...> erfreut: Herder, Nr. 830.

24            daß Sie <...> fleißig wären: mit der Arbeit an Ueber die Lehre des Spinoza, 426,5ff.

25            Disceptation: 426,8.

26            beyderseitigen Gegner: Mendelssohn, wegen Golgotha und Scheblimini.

26f.          nicht <...> zu disputieren wäre: 426,12f.

30f.          Anspielung ausdrückl.[ich] berühren möchte: von J. F. Zöllner in der Berlinischen Monatsschrift, Juli 1785: Ueber gelehrte Lügen und Irrthümer nebst Vorschlägen, die Schädlichkeit derselben zu vermindern, S. 248-276, über den Mangel an Discretion.

32f.          vertraulichen Gespräche der Verstorbenen: Lessing.

33f.          befinde ich mich beynahe im gl.[eichen] Fall: wegen des kolportierten Vorwurf des Atheismi.

35            Aufsatz: An Herrn Moses Mendelssohn, über deßelben mir zugeschickte Erinnerungen, 427,26f.

440,9        Eloge: durch J. H. S. Formey.

15            oder <als Freund> privatus des Verf.[assers]: wohl privat, denn Kant war 1784 nicht Dekan, siehe Kant AKad.A.XIII,124.

17f.          Pfarrer im Merkur: Reinhold mit seiner Replik auf Kants Rezension der Ideen.

21            wie ich reine Vernuft übersetzt habe: so in Golgotha und Scheblimini, N III,316,25ff.; auch 418,21f.

26            Altonaischen Mercur: 436,27.

27            von einem Freunde: nicht ermittelt.

28            Uebersetzung des Flögels: Geschichte der komischen Litteratur.

29            Wort Cant: nach dem gleichnamigen schottischen Kirchendiener, der in einer Sprache zu predigen verstand, die nicht einmal von der eigenen Gemeinde verstanden wurde.

32            Alcibiades: Bucholtz.

34            Ihre Umarmung: 427,25; erlauchte Aspasie: A. v. Gallitzin.

35            Päckchen: mit den Hamann-Schriften.

441,1-5     siehe VI,60 passim.

2              seine Antwort auf Ihr Schreiben: 428,12.

3f.           Articul Spinoza: Ueber die Lehre des Spinoza, S. 56.

6              Zu Ihrer Darstellung: An Herrn Moses Mendelssohn, über deßelben mir zugeschickte Erinnerungen.

18            Knochengerippe eines geometrischen Sittenlehrers: Spinoza mit seiner Ethik, more geometrico.

19f.          Causam immanentem: Ethica, pars I, proposito XVIII,19: deus est omnium rerum causa immanens, non vero transiens.

20            gefällt mehr ein sich einspinnendes Insect<...>: wieder Anspielung auf die Spinnen 366,18.

24f.          zerstreuten Blättern: von Herder.

26f.          das Wort der Theano: am Ende der Vorrede: sie werden manchem wohlthun, Epigramm, Elegie und Sittenspruch.

33            Weimar u. Wandsbeck: Herder und Claudius..

36            wie ein Dieb in der Nacht: Mt 24,42; 1 Th 5,2.

442,12      Vorsicht: wohl auch: Vorsehung.

16            Der König nach Graudenz: zur Parade.

17            No 90. der A.[llgemeinen] L.[iteratur]Z.[eitung]: vom 19. April 1785, Bd. 2, S. 62-64.

19            mit der meinigen: 440,24f.; Verleger seiner Ideen: Hartknoch.

24            Freuden ländlicher Heiterkeit: in Pempelfort, 428,5.

28            Heautontimorumeno: von εαυτοντιμωρουμενος.

[Zu Brief 837: JBW II,4,S.173-187.]

Brief 838

443,7        mein Packet vom 26ten April: mit 831.

9              gewißen Sache: seine Heirat, 456,30.

16            Kronprinz: Friedrich Wilhelm II. v. Preußen.

444,1        Caesar mit dem Tribun: Plutarch, Caesar, c. 35: Wieder stellte sich ihm Metellus in den Weg, und einige unterstützten ihn mit Beifall. Da drohte ihm Caesar mit aller Entschiedenheit, er werde ihn töten lassen, falls er nicht aufhöre, ihm Schwierigkeiten zu machen. Du weißt sehr gut, Bursche, daß es mir mehr ausmacht, so etwas zu sagen, als es zu tun. (Übers. M. Giebel).

3              Briefes vom jüngsten October: 774, 242,27ff.

21            zu Münster waren wir sehr gestört: u.a. 344,10f.

23            Fingerzeig auf Ihre †Züge: 321,27.

27            Sie antworteten <...>: 782, 266,5f.

31f.          meinen letzten Brief an Mendelssohn: An Herrn Moses Mendelssohn, über deßelben mir zugeschickte Erinnerungen.

35            Aufsatz No 12: Das Christentum der Vernunft, ein Fragment, bereits 1753 in einem Brief an Ch. Nikolaus Naumann belegt.

36            Anmerkungen zu dem Kanzeldialog: Betrachtungen über die geistliche Beredsamkeit.

445,8        Enkelsöhne: Koeler.

13            von Ihrem Hill aus Rom: nicht überliefert.

16            Versuch über die Existenz <...>: v. Russell.

17            Buch des Jesus Sirach für jedermann: v. J. H. Schultz.

20            in der Allgemeinen die Rezension meines Etwas: in der Allgemeinen deutschen Literaturzeitung, Bd. 59 Berlin/Stettin 1784, S. 602-612, Chiffre Rm [wohl H. F.Dietz, G.Parthey, Die Mitarbeiter an Friedrich Nicolai´s Allgemeiner deutschen Bibliothek <…>. Berlin 1842].

21            vermischte Schriften: durch Biester (Cz), im Anhang zu Bd 37-52, 1785, Dritte Abtheilung, S. 1440-1442.

[Zu Brief 838: JBW II,4,S.188-192.]

Brief 839

Siehe auch die erweiterte Abschrift 494-495.

446,3        in Halle sich aufhaltenden Arzt: G. I. Lindner.

4              einer meiner nächsten Freunde: Bucholtz; Frankfurt an der Oder: wieder das Mißverständnis, obwohl B. ihn in Frankfurt am Main treffen will.

Brief 840

446,14      Ihr Brief: 838.

21            Bittschrift: 839.

23            Provincial-Director: Stockmar.

31            einen Arzt zu Rath zu ziehen: G. I. Lindner.

33            einer meiner nächsten Freunde: Bucholtz, aber in Frankfurt/Main.

34            wichtige häusl.[iche] Angelegenheiten: B. kennenzulernen und über die Beweggründe seiner Schenkung Aufschluß zu erhalten.

447,7        Großmüthigen Prinzeßin: v. Gallitzin.

18f.          Siehe ein klein Feuer <...>: Jak 3,5.

32            Empfang Ihrer Handschrift: An Herrn Moses Mendelssohn, über deßelben mir zugeschickte Erinnerungen, 439,35 u. 441,6.

36f.          wozu sich auch Mendelssohn entschloßen haben soll: über ein Vierteljahr verstrich, ohne daß M. eine Reaktion auf seine Erwiderungen zeigte.

37            eine Erklärung davon: an die Geschwister Reimarus, den 1. Teil der Morgenstunden als eine Art propädeutischer Vorhut herauszugeben, weil er zuerst seine Grundsätze darlegen wollte, bevor er sich mit Hrn. Jacobi in Wettkampf einlassen kann.

448,1        Ein Frauenzimmer in Böhmen übersetzt: nicht ermittelt.

2              in Prag gedruckten Abhandl.[ung]: nicht ermittelt.

4              gewißen Eyerle: nicht ermittelt.

6              neuen Schrift: die Morgenstunden.

10f.          über sein Fundament der Kräfte correspondirt zu haben: so dass Eldittens Schrift für eine Kants gehalten wurde; Kant Akad.A.X, Brief 204,204a; Akad.A. XIII,124.

15            Stelle aus meinen †zügen: 321,27ff.

16f.          dem Charakter in Rousseau Eloise zu verdanken habe: Näschereyen; in die Dreßkammer eines Geistlichen, im Oberland, N II,190,35-41 und II,122,18ff.

17            Druckfehler: 444,24ff.

18            nach Münster: auch Bucholtz vermutete einen Fehler, 444,26.

20            praedicamente: 452,17.

22            Monboddo: J. Burnett.

23            Werk über die Sprache: On the origin and progress of language.

24f.          Metakritik der Vernunft: N III,281- 289.

26            Cogito; ergo sum: der philosophische Grundsatz des Descartes.

29            letzten Bände der Allg.[emeinen] [deutschen] Bibl.[iothek]: mit der Jacobirezension, Bd. 59.

33            Werke des Duval: Jamerai-Duval; Nürnbergsche <…> Zeitung: Nürnbergische gelehrte Zeitung auf das Jahr 1785, XXXVIII .St. Freytag, den 13. May 1785, Nr. 124, S.308-310.

35            welche der Recensent nicht wohl gefühlt hat: Es wird fast kein Prophet unter der Sonne im Stande seyn, den Ideen des Verf. in ihrem wunderbaren Kraftgange so nachzufolgen, daß er im verkürzten Maasstabe einen deutlichen Abriß davon seinen Lesern vorlegen könnte, zumal da wirklich viele darunter vorkommen, welche mit der fleißigsten Anwenung einer menschlichen Auslegungskunst kaum zu verstehen sind: obgleich der Rec. auch aufrichtig gestehen muß, daß der Wahrheitsforscher hie und da einen Lichtstrahl erblicken wird, der ihn auf neue Wege und neue Aussichten leiten kann (S.308); Rezensent nicht ermittelt.

449,16      drei jüdische Kinder: nicht ermittelt; Boker: jidd. für Lehrer.

17            Umgang gehabt habe: nicht ermittelt.

19            gestern auspicieuse Tag: 446,15ff.

21            Olitäten: Essenzen und Öle.

29f.          Unter allen mögl.[ichen] Posten: 444,15ff.

32            Wären unsere Fooi-Gelder geblieben: u. a. 279,33 u. 337,1f.

32f.          wie der reiche Mann im vorigen SonntagsEvangelio <...> herrlich u in Freuden: Vom reichen Mann und armen Lazarus, Lk 16,19.

33            meine Brüder: die Mitarbeiter am Zoll.

36            Leßings Evangelisten: 427,15, Neue Hypothese über die Evangelisten <…>.

450,10      Ihr Tempe: der Aufenthalt in Pempelfort.

11            zu Münster: bei Bucholtz.

13f.          Was betrübst du dich meine Seele <...> Ihm noch danken: Ps 42,6.

[Zu Brief 840: JBW II,4,S.197-208.]

Brief 841

450,29      auf Ihren letzten: Brief nicht überliefert.

30            7 u 8 Theil des Nicolai: Beschreibung einer Reise durch Deutschland und die Schweiz.

31            eingekommen um Erlaubnis: 839.

32            Brief aus Düßeldorf: 838.

33            ausgebliebenen Nachrichten: v. Bucholtz.

34            Antwort an J.[acobi]: 840.

451,7        Briefe von Lindner: G. I. Lindner, nicht überliefert.

14            Exemplar des Eusebe: von Laveaux, Jean Charles Thiebault.

16            Oeuvres des Duval: Jamerai-Duval.

17            für meine Babet: Elisabeth Regina.

19            Beykommende Blätter: Herders Zerstreute Blätter.; Girard: Gerard, Gedanken von der Ordnung <…>.

26            Uphagen Ged. Scab. Ciuit. Prim.: nicht ermittelt; Mit dem Briefe: von A. v. Gallitzin, 436,2f.

29            von Ihrer geänderten Lage: gemeint: ihrer, also A. v. Gallitzins, nach der Scheidung und ihrer Wendung zum Katholizismus.

32            von guten angenehmen Nachrichten: 443,9.

452,1        Mimik: von Engel.

13            2te Theil von Monboddo: J. Burnett, Of the origin and progress, in der Übersetzung durch E. A. Schmid.

14            verschreiben: bestellen.

21            unverwelkl.[ichen] Blättern: Zerstreute Blätter.

Brief 842

452,25      Duval: Jamerai-Duval.

27f.          Im neusten Stück des Gött.[inger] Magazins <..>: Patje, Christian Ludwig Albrecht, 4. Jahrgang 1. Stück, S. 3-24 und Fortsetzung 4. Jg., 2. St., S. 1-24. Das Abregé wird in einer Fußnote der Seite 12 des 1. Stücks erwähnt.

453,4        mit Herder noch nicht fertig: mit den Zerstreuten Blätter.

4f.           Wink aus Düßeldorf und Zürich: von Jacobi und Lavater.

5              Alcibiades: Bucholtz.

6              gestern alles <...> ersetzt: durch einen Brief?- nicht überliefert.

10            Fürstin: v. Gallitzin

Brief 843

453,24      Ihre zwey Briefe: 837 u. 840.

26            Brief <…> von Buchholtz: nicht überliefert.

454,2f.     Prinzeßinn: v. Gallitzin.

4f.           gestern eingelaufenen Briefes: s.o.

9              Halle <…> in Frankfurt am Mayn: 455,24ff., Hamanns Irrtum mit Frankfurt an der Oder.

14f.          mann dürfe die vertraulichen Gespräche der verstorbenen nicht gemein machen: 439,30ff., von J. F. Zöllner.

17            Brief v Claudius: nicht überliefert.

18            Schluß meines Briefes an Mendelssohn: Jacobi an Mendelssohn, Düsseldorf 21. und 26.4.1785, JBW Nr. 1142, An Herrn Moses Mendelssohn, über deßelben mir zugeschickte Erinnerungen.

20            Stockfischen: 467,30f.

[Zu Brief 843: JBW II,4,S.222-223.]

Brief 844

455,3        Mein auserwählter <…> Sohn: Spr 31,2.

4f.           Vater und Mutter <...> auch zu verlaßen: Mt 19,5; Mk 10,7; Eph 5,31.

6              letzter Brief <...> 15 d.: nicht überliefert.

8f.           Dies sanfte Joch, diese leichte Last: Mt 11,30.

13            junges Mädchen: Karoline Amalie Podbielski, die spätere Frau Johann Michael Hamanns.

18            Bittschrift: 839.

34f.          Geburtstage, welche im August fallen: seinen eigenen, Herders und Karl Emil Adalberts am 25., Wilhelm Christian Gottfrieds am 28., Siegmund August Wolfgang am 18. 8.

456,2f.     kleine Ausflucht <...> in petto: nach Zürich, 461,32f.

11            Fürstin: v. Gallitzin.

14            ich bin George: B. hatte sich wohl in den Vornamen geirrt.

18            Malchushieb: Jh 18,10.

21            kostbar: teuer.

23f.          Demosthenes unter seiner dreymal heiligen Actio: III,76,7.

29f.          Den 1 Junii beruhigte mich Jacobi: 443,8ff.

33            Wirkung einer ausgeschütteten Salbe: Hl 1,3.

34            Zeilen von L.[avater].

36            Rouleau: Rollen mit Kupferstichen, wohl für die Physiognomische[n] Fragmente.

457,1        meine Gevatterin: als Patin von Marianne Sophie; Ihrer: ihrer.

3f.           Billet doux vom 8 May: 832, 428,28ff.

4              B.[ucholtz].

14            Kl.[eukers] Brief vom 27 Nov. pr.[ioris]: nicht überliefert.

15            den 11 April durch Hartknoch geantwortet: nicht überliefert.

18            Zank mit Oberreit: Zimmermann greift polemisch im 2. Teil O. als Friedensengel und Weltüberwinder an, der sich blind gegenüber religiöser Gewalt zeige. Zuvor hatte O. gegen Zimmermann veröffentlicht: Die Einsamkeit der Weltüberwinder nach innern Gründen erwogen von einem lakonischen Philosophen. Leipzig 1781; Gespräch im Träume über eine neue Reformation der geistlichen Orden und der Kirche. Ein Pendant zu der Einsamkeit der Weltüberwinder […]. Amsterdam/ Leipzig 1783. Auf die letzte Schrift Supplike an philosophische Damen zur Besänftigung der großen flammenden Autorschaft Ueber die Einsamkeit […] Zimmermanns in Hannover […]. Leipzig 1785, bezieht sich wohl Hamanns Bemerkung, auch 459f.

 20           Eins der neuen Bücher: Magikon oder Das geheime System.

33            neue Werk Ihres St Martin: Des erreurs et de la vérité.

35            übersetzt: durch Claudius.

458,3        reicher Kaufmann: namens Fischer, nicht ermittelt.

5              Aufenthalt auf dem Lande: bei Deutsch in Graventhin.

10            zu einer Freygebigkeit, die er gehört: also kursierte das Gerücht von Bucholtz' Schenkung.

20            Das eine Buch <...> das andre: St. Martin in der Übersetzung durch Claudius, das andere Spinoza, 470,11f.

22            Diademe des Sages: von Onésime Loos.

33f.          Klopstocksche Ode auf die deutsche Göttin Hamsoena: Göttin des Heimes und der Heimat: wie wenn K. das besänge, was am Ende des Briefes steht: 459,18f.

459,1ff.    Alles ist eitel <...> Ende wie für den Anfang: Cento aus Pr 1,2 u. 9,9. Mt 16,24 (u.a.). Off 1,8 (u.ö.).

9              vacuum immensum: die unendliche Leere.

Brief 845

459,24      Herders Blätter: Zerstreute Blätter.

27            Ueber Offenbarung, Judentum und Christentum: von Heinrich Cor(r)odi.

30            nackte kahle Schultz: Johann Heinrich Schulz in seinen Philosophischen Betrachtungen.

33            Obereitschen stinkenden Sache: 457,18.

460,3        Sonntage Oculi: 3. Sonntag in der Fastenzeit, 14. März 1784.

4              Nicolai an seinen Vetter: Friedrich Conrad Jacobi, 134,1f.

13f.          diese Biographie: die eigene oder die des Herrn von Gleichen-Rusworm?

16            Confiscation dieses Buchs: weil W. in seiner Autobiographie antikatholischen Affekt bezeugte und als Freigeist verfolgt wurde. Sein Philosophischer Arzt war verboten worden. Gleichen-Rusworms Biographie beschreibt den Weg vom Soldaten und Hofmann zum Naturforscher und Gelehrten.

18            Kritik des Rousseau: von Servan, Refléxions sur les Confession de J. J. Rousseau.

22            Stark: J. A. Starck.

23            neusten franz.[ösischen]: nicht ermittelt.

26            Ebelings Logik: Markus Friedrich E.

27            Resewitzens Erinnerungen: nicht ermittelt, vielleicht Gedanken, Vorschläge und Wünsche zur Verbesserung der öffentlichen Erziehung <…>.

31            mein Alcibiades: Bucholtz.

34            Oberbürgermeister: Hippel.

35            Lotterie=Director: Kanter.

36            ganze Hauptsache: der Bucholtzschen Schenkung.

37            Fürstin: v. Gallitzin.

461,7        Evangelium, mit dem ich aus England verwiesen: vom Fischzug Petri, Lk 5,1-11; 464,11.

13            thut mir wehe im Herzen <...>: Ps 73,21.

16            wichtigere Nachricht <...> von der Beaumarchaischen Druckerey: in: Deutsches Museum, Eilftes Stück, Nov. 1785, S. 432-450: Schreiben an den Herrn Geheimen Rath Dohm, die Beaumarchaische Buchdruckerei in Kehl betreffend, unterschrieben mit: H. Frentzel. C. de Beaumarchais betrieb, mit der Protektion Louis XVI., den Druck der Werke Voltaires, die in Frankreich verboten waren.

18            Speculation: auch um dem Plan der russischen Kaiserin, Katharina I., zuvorzukommen, die ebenfalls eine Gesamtausgabe Voltaires zu veranstalten befohlen hatte; deutsche Werke mit lateinschen Lettern: <...> in der Offizin versicherte man mich, daß Herr von Beaumarchais Willens wäre, alle vorzüglich gute deutsche Schriften und besonders die Dichter nach der Reihe mit lateinischen Lettern abdrucken zu lassen. Seine Absicht ist, und wenn sie die einzige wäre, und nicht blos kaufmännische Speculation, wie ich sehr vermuthe, zum Grunde hat, diese: die deutsche Litteratur in Frankreich bekannter und ausgebreiteter zu machen (S. 442).

19f.          in einer langen Note über Fridel <...>: Ich hörte in einer Gesellschaft von einem Cabinet de la litterature allemande sprechen, und dieses Institut nach Verdienst loben. Dies fiel mir auf. Wie? Ein Cabinet de la litterature allemande in Paris? Ich erkundigte mich, wo es anzutreffen sei, und man gab mir mit vieler Höflichkeit den genauesten Bescheid. Qu'on le trouvoit dans la rue de Richelieu-Qu'on devoit cet établissement à Mr. Fridel, professeur des Pages du Roi. Que ce cabinet, composé de plus de 3000 volumes des meuilleurs ouvrages que l'Allemagne ait produîts, etoit ouvert à tout le monde les Mardis, jeudi et Samedi les après- diner, depuis quatre heures jusqu' à neuf <...>. In der Bibliothek selbst fand ich fast alle berühmten deutschen Werke. Wielands, Herders, Weissens, Goethens u.s.w. Schriften, und die Ihre, über die bürgerliche Verbesserung der Juden (S. 442-445, Fußnote).

23            Fridel: Er ist ein zu Paris allgemein beliebter und geachteter Mann, der in der That fähig ist, für die deutsche Litteratur viel Gutes und Vorteilhaftes zu bewirken. Da er an mehrere bureaux d'esprit, und besonders in dem bei der Gräfin Genlis, die vorzüglich seine Protektrice ist, Zutritt hat, so wird er hier gewiß eine vorteilhaftere Meinung, als man bisher von der deutschen Litteratur hatte, verbreiten. und da er ein Mitarbeiter verschiedener französischer Journale ist, und selbst schon mehrere deutsche Theaterstücke auf französischen Boden verpflanzt hat, so läßt sich von seinem Eifer für unsere Litteratur sehr viel Gutes erwarten. Herr Fridel ist aus Königsberg in Preußen gebürtig, (S. 445).

26ff.         nimmt man es dem Herder sehr übel, daß er Monboddo und die Uebersetzung <...> empfahl: in der Vorrede zu E. A. Schmids Übersetzung von Burnett-M., Of the origin and progress of language. Eine negative Besprechung erfolgte durch Michael Hißmann in Göttingische Anzeigen von gelehrten Sachen, 132. St. v. 16. 8. 1784.

28f.          alte Metaphysik verschrieben: Ancient metaphysics bestellt.

32            Haus in Münster: bei Bucholtz.

33            Zürich in petto: also Lavater zu besuchen; zu meinem Kammerdiener zu qualifizieren: 456,15ff.

36            Baroneße: v. Bondeli.

462,9        Ubersetzung aus dem Engl.[ischen]: von Brucker.

13            Nebst einem Buch: Cor(r)odi?

Brief 846

462,16      beantw. den 5ten August: 860.

19            kümmerlichen Antwort: 844; Brief von unserm B.[ucholtz]: nicht überliefert.

22            von L.[avater]; gantz antipaulisch gesinnt: 392,29ff., die Ausführungen über Mt c. 19 und Paulus, 1 Ko c. 7, 393,15ff.

23f.          zur Nachfolge meiner Ausnahme aufzumuntern: der im Stand einer wilden Ehe lebt.

463,19f.    meinen Alcibiades an die Cardinaltugend der Oeconomie zu erinnern: 459,17ff.

31            Copie beylegen werde: 496-499, Anmerkungen zu 846.

497,5f.     den 4 d <...> Brief vom 14 April von <...> Lindner: nicht überliefert.

7              B.[ucholtz].

28            un troupeau de f--betes: wahrscheinlich foutre betes.

34            es gehe, wie es gehe: aus dem Lied In allen meinen Taten Str. 9.

498,4        Jean F--: nach Claudius' Voltaire-Rezension, wenig schmeichelhaftes Schimpfwort.

20f.          der eine <...> der andre Nachbar: Marvilliers, III,315,5f. und Stockmar.

22            an Morinval: III,382,20ff.

34f.          jenem alten Weibe: Iuno, nach Verg. Aen. 7,312.

463,32      zubereitet: vorbereitet.

37            seine Kinder: VI,177,12ff.

464,1        Freunde H.[ippel].

9              Besuch eines Freundes vom Lande: Scheller, 461,24.

11            Fischzug Petri: 461,7.

15            Fürstin: v. Gallitzin.

16            Ihre verlorne Fürsprache: ihre.

19            HErn Grafen: v. Schmettau.

28            Meine Freunde: Claudius, Herder, Lavater.

465,5        Brief von meinem B.[ucholtz]: nicht überliefert.

18f.          von meinem <...> Hill einen Brief aus Wien: 472,16f., nicht überliefert.

24            Ihren Brief vom 17 d.: 843; meiner Antwort an B.: 847.

466,13      nach Trutenau: zu Kanter.

16            unvergängl.[iche] Blätter: Zerstreute Blätter.

25            Die Stelle qu.[idam] steht: die besagte St., 439,30ff. u. 454,13ff., von Zöllner.

27            mit Claudius Laune alles ansehen: 454,20ff.

28            nicht jedermanns Ding: 2 Th 3,2.

28            Dich glücklicher Leichtsinn <...>: v. Gemmingen zitierend.

31            Hauptbrief: 376,34; 318,28; 392,17; 422,34; VI,15,33.

467,2        den Cramer in seinem Klopstock anredt: Georg Friedrich Buchholz, 32,9.

3              Münstersches Wochenblatt: Gemeinnützliches Wochenblatt.

4              seinen Namen gedruckt zu lesen: unter dem Aufsatz Das Verhältnis zwischen drey Schwestern.

14f.          wie unser Johannes in Zürich thut: 428,29f.

15f.          tauge für kein öffentl.[iches] Amt: 449,28f.

21            bey seiner Durchreise: März 1784 vor seiner Berufung zum Hofarzt der russischen Kaiserin Katharina II.

23f.          über Offenbarung, Judenthum und Christentum: von Cor(r)odi.

29            Schwägerinn: vermutlich Teske, NN, geb. Schultz; unser Prinz: Heinrich v. Preußen, nachmaliger Friedrich Wilhelm II. von Preußen.

30f.          reitet sich an seinem Stockfisch wund: 454,20f.

[Zum Brief 846: JBW II,4,S.223-238.]

Brief 847

468,30      Düßeldorfsche Nachrichten aus Berlin: was Jacobi über die Möglichkeiten einer Vermittlung durch den Bruder der Fürstin Gallitzin angedeutet hatte.

32f.          S. Veit erhielt ich Ihren Brief vom 26 May: am 15. 6., nicht überliefert.

34            parteyisch macht: weil sie jeder für den Schattenriß seiner ältesten Tochter hält.

469,1        Kinder sind <…> Geschenk: Ps 127,3

5              von St. M.[artin]: Des erreurs et de la vérité.

6              meiner Freunde Erwartung: Z.10f.: Herder, Claudius, Jacobi, Lavater.

25f.          Arzt hilf dir selber: Lk 4,23.

29            erhalte einen Brief aus Düßeldorf: 843.

30            gewesenen Hofmeister: Scheller.

470,2        Verhältnis der 3 Schwestern: von Bucholtz.

6f.           Sie sind es doch nicht <...>: 467,2.

17            den die Allgemeine Litteraturzeitung so ausposaunt: Band 2 1785, Nr. 83, S. 33-36 und Nr. 84, S.40.

20            In einem treuen Arm <...>: Gellert, Das neue Ehepaar.

20f.          Seinen Freunden giebt Er's schlafend: Ps 127,2.

Brief 848

471,6        Ihren kleinen Brief: nicht überliefert.

18            Arzt hilf Dir selber: Lk 4,23.

32            Wohltäter: Bucholtz.

34            Schückert: Schuchardt, Geselle Hartknochs, 473,35.

35            an den B.[anco] Dir.[ector] in Memel: wahrscheinlich gemeint: Johann Simpson (Simson).

36            Jahrgang des Journals: nicht ermittelt.

472,1        erhalten <...> Ihrer eigene Note eingewickelt: 238,4ff.

10            Gerücht von der General Superintendentenstelle: VI,1,23.

13            eben das Evangelium: der Fischzug Petri, 461,7f. u. 464,11.

16            wie ihn L.[avater] umtauft.

17            Brief erhalten aus Wien: nicht überliefert.

18            mit einer Empfehlung des D. Holze: gemeint ist wohl Lavaters Bekannter Johannes Hotze.

22            Großherzog: Pisa gehörte seit 1406 zum Großherzogtum Toskana, seit 1735 österr. Sekundogenitur. Wohl Pietro Leopold I., Großherzog v. Toskana (Lothringen-Österreich).

23f.          Kayserl.[ichen] Residenten in Florentz: F. A. v. Meyer.

473,12      Unbekannter: Bucholtz.

18            zu Frkf.[Frankfurt] an der Oder: das von Hamann gepflegte Mißverständnis.

23            Nach Weimar: an Herder.

24            Ihre Assignation: Zahlungsanweisung.

25            an Vetter N.[icolai]: 134,1f.

26            Verf.[asser] des Antiphädon: Carl Spazier.

28f.          Ueber Offenbarung <...>: von Cor(r)odi.

474,1        Elisa: von der Recke; Apell: der berühmte Maler der Antike.

3f.           Mlle Tobler von dort abgegangen: nach Moskau.

4              schreib ich nächstens nach der Schweitz: an Lavater oder an den Sohn Hartknoch.

478,14      Gräfin Baudissin die Briefe der Agnes und Ida: C.A.C.Gr. v.B.g.Gr.v.S.= Caroline Adelheid Cornelia v. geb. Gräfin v. Schimmelmann, Briefe der Agnes und Ida, in: Deutsches Museum 1782, II, S.7-61.