hamann unterschrift 04

Kommentar zu Band IV

Brief 522

Siehe auch Brief 519 an Herder.

1,5              Schall der Posaunen: u.a. Jos 6,5; Jer 42,14; Heb 12,19.

9f.              Gold und Silber <...> Specereyen: Mt 2,2.

10               trotzige und verzagte Ding: Jer 17,9.

14               12 pr[aecedente].: Dezember.

21               Ihrem Clienten: Hamann selbst.

22f.             förmliche Entscheidung: nicht überliefert; sie betraf den Nießbrauch des Gartens seiner Dienstwohnung.

27               Ihren: respektvolle Großschreibung.

2,2              mit der Rebecca: 1 Mo 25,22.

3f.              meiner prima Donna: dem König; Chef des Departments: v. Morinval.

5                 Apoll dem Horaz <...>: Etwa ein Lapsus Hamanns, der Horaz mit Vergil verwechselt? Oder ob er Vergils von ihm gern zitiertes Bild (Cynthius aurem vellit, ecl. 6, 3/4) mit einer sinnähnlichen Wendung des Horaz (Phoebus <...> increpuit lyra, c.4,15,1f.) mischen wollte? (Dankend übernommene Vermutung von E.A. Schmidt).

11f.             Unrecht gelitten <...> Unrecht gehabt: 1 Ko 6,7f.

12f.             Hiob XIX: Vers 21.

15               Hauptsache: die Verteidigung der Rechte des preußischen Beamten gegen das französische Finanzsystem.

18               Delationen: Denunziationen.

20f.             C'est mon goût <...>: Zitat wohl von Friedrich II.

23               querelle d' Allemand: der Hauptsache, Z.15 wegen.

24               Nachricht: entweder: Information für R. oder ein Schreiben, nicht überliefert; dann wohl Rs Absage, Hamanns Promemoria weiterzuleiten.

27               wie die Aloe: die nicht nur blüht, sondern auch als Heilmittel dient.

34               Nachbar zur Linken <...> coquin parvenu: der Spitzbube, Schurke und Emporkömmling=Marvilliers.

3,1              Meine prima Donna <...>: der König, auch Z.6; Penzels Jesabel: Tochter Stockmar.

1f.              machoire: bornierter Mensch, nämlich Marvilliers.

2                 etourdi crevé: geckenhafter Dickwanst: wohl Stockmar.

7                 chicaneur: Marvilliers.

10f.             kleinen Prinzen <...> beyde Pathen: Wilhelm Reichardt, August Wolfgang Herder, Christiana Augusta Claudius.

12ff.           Rabelais zu Lyon <…> Ratzenpulver: zu Hamanns Rabelais-Kenntnis N VI,319. Wahrscheinlich handelt es sich um die Anekdote, die erzählt, wie Rabelais bitterarm von Rom in Lyon angekommen war und kein Geld hatte, nach Paris zu fahren. So stieg er in einem vornehmen Restaurant ab und bestellte einen jungen Mann zu sich um Briefe zu diktieren. Dann häufte er die Kaminasche in drei Säcke, die er bezeichnete: Gift für den König, Gift für die Königin, Gift für den Dauphin. Den eintretenden Sekretär bat er um Geheimhaltung dessen, was er gesehen hatte. Wenige Stunden später verhaftete die Polizei R. und brachte ihn mit einer Extrakutsche unter Bewachung nach Paris. Der König, dem man den Streich Rabelais´ erzählte, hielt sich den Bauch vor Lachen und ließ den Verfasser des Pantagruel frei; 150,17ff.

Brief 523

Bezieht sich auf Brief 520.

3,25            Geburtstage: 17.Januar 1701.

26               Last der Geschäfte: III,396,25.

28f.             im Predigerbuch: passim, vor allem c.11 bis Schluß.

30               einzigen Dienst im Lande: den des Packhofverwalters.

33f.             Josua zur Ruhe brachte: Heb 4,8.

4,7f.           O wie gut <...>: aus dem Kirchenlied C.F. Richters Es kostet viel ein Christ zu sein.

10f.             so offenbar: Lavater hatte das von Herder erbetene physiognomische Hamann-Porträt (Ihre Beylage oder Denkmal) zu wesentlichen Teilen übernommen (SWS IX,471f.). H. kannte es durch die Vermittlung seines Freundes Henning seit dem 14.Juli 1776, siehe Brief 453.

11               συμψυχοις: nach Phl 2,2: einmütig, vertraut, III,396,29.

12               stätig: störrisch (Grimm DW 17,935f).

15               die Wahrheit Gottes <...>: Rö 3,7.

16               Mir Ignoranten: III,396,36f.; Prediger des alten Bundes: Moses.

18f.             Träume seiner Gemahlin: Mt 27,19.

19               Quod scripsi, scripsi: Jh 19,22.

19f.             Mysterium magnum: 1 Ti 3,16.

20f.             was ich geschrieben habe <...>: Analogbildung zu den Kirchenliedverszeilen Was ich gelebet habe, das decke zu/ was ich noch leben soll, regiere du, nach dem lat. Quod vixi, tege; quod vivam, rege, zitiert in der Lebensgeschichte des Pietisten und Francke-Nachfolger Johann Anastasius Freylinghausen (1670-1739), u.a. auch in Th.G. v. Hippels Lebensläufen <…>, Beilage B, Abdankung des Organisten in L., S.454.

22               Moses Mephiboseth: M. Mendelssohn, nach 2 Sm 4,4.

25               seine philosophischen Schriften: vor allem sein pointiertes Lob der Vernunft im 15.Brief, Ueber die Empfindungen, 69,32f.

27               beiderseitigen platonischen Briefwechsel: Biga 119/301.

29               Ihre Vermittlung <...> in Ihrer Heimat: 1775 ging eine kleine jüdische Gemeinde in Lengly und Endingen Mendelssohn um Hilfe an. In einem Brief vom 14.April 1775 bat er darauf Lavater, sich für die Ermäßigung der Steuer jener jüdischen Gemeinde einzusetzen.

31               gewißes Gerücht: wahrscheinlich handelt es sich um den Streit zwischen Timorus Lichtenberg und Lavater über die Physiognomischen Fragmente; auf deren ersten, 1775 erschienenen Band hatte Mendelssohn mit einem -allerdings unpublizierten-Essay reagiert, den er, bei einem Aufenthalt in Hannover (im November 1777) Zimmermann gegenüber erwähnte. Dieser kündigte den mit Lavater nicht unkritisch verfahrenden Essay ohne Wissen Mendelssohns als dessen Beitrag zu dem Streit an.

33               Ihnen meine Bestrafungen nicht unangenehm sind: III,396,31.

34               Mosen und die Propheten: Lk 16,29.

35               Ihrem Bonnet: Lavater hatte den apologetischen Teil der Palingénésie philosophique unter dem Titel Herrn Carl Bonnets <...> philosophische Untersuchung der Beweise für das Christentum <...> übersetzt und sie, mit einer Zuschrift versehen, Mendelssohn gewidmet. Zugleich forderte er ihn auf, öffentlich zu Bonnets Schrift Stellung zu beziehen, sie zu widerlegen, andernfalls aber zu tun, was Klugheit, Wahrheitsliebe, Redlichkeit Sie tun heißt, nämlich zum Christentum überzutreten.

36               ganzen Handel: mit Mendelssohns Entgegnung Schreiben an den Herrn Diaconus Lavater <...> der sog. Lavater-Mendelssohn-Streit.

5,1              hievon: von jenem Streit.

2                 Salz und Licht: Mt 5,13f.

3f.              unser einer <...> wie Adam: 1 Mo 3,22.

5                 Ihr Durst: die Schrift Durst nach Christus- Erfahrung, 1776.

7                 Passibilität <...> Actibilität: Fähigkeit zu leiden und zu handeln.

10               Satan daran gelegen: Mt 13,25.

13ff.           Der Unglaub' <...> wie er wolle, Haus: Str.6 des Kirchenlieds Mein Geist, o Herr, nach dir sich sehnt, in: J. A. Freylinghausens Neues Meist=reiches Gesang=Buch <…> zur Erweckung heiliger Andacht und Erbauung im Glauben und gottseligen Wesen. Halle 1719. Das Lied stammt von Johann Dietrich Herrichen.

16               Bis zur Lästerung <...> aufwiegt: Zitat aus Lavaters Brief, III,396,3f.

17f.             Iß dein Brod <...> mit deinem Weibe: Pr 9,7 u. 9.

22f.             Copir-und Rechnungsmaschinen: Lavater hatte vom Prediger Hahn behauptet, er könne sich vorstellen, wie Gott die Schöpfungsmaschine handhabe, die als Leibnitzens compendiöser sei.

24ff.           festes prophetisches Wort <…> scheinende Licht <…> Dunkelheit <…> Tag anbreche: 2 Pt 1,19

32               gleich Ihrem inneren Menschen: aus Lavaters Brief.

34               Geist und Wahrheit: Jh 4,23.

35               brennenden Busch: 2 Mo 3,2.

37               Gott der Todten <...>: Mt 22,32.

6,2              leid thun <...> geschrieben zu haben: Lavater hatte in seinem Brief die meisten seiner Schriften verworfen; Wird die Welt <...>: Anspielung an die letzte Strophe des Kirchenlieds von Johann Burchard Freystein Mache dich mein Geist bereit.

5                 fetten oder magern Kühe Pharaons: 1 Mo c.41.

5f.              Geschmack an Zeichen: III, 396,9f.

8f.              αὐτὴν τὴν εἰκόνα τῶν πραγμάτων: Heb 10,1, [denn das Gesetz hat] den Schatten von den zukünftigen Gütern, [nicht das Wesen der Güter selbst].

10               τελειον: 1 Ko 13,10: das Vollkommene.

12f.             τότε δὲ πρόσωπον προς πρόσωπον, [...] τότε δὲ ἐπιγνώσομαι καϑώς και ἐπεγνώσϑην: [Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Wort;] dann aber von Angesicht zu Angesicht […] dann aber werde ich erkennen, wofür ich erkannt bin, 1 Ko 13,12.

24               Tauben= Einfalt <...> Schlangenlist: Mt 10,16, zugleich Anspielung auf Versuch einer Sibylle über die Ehe.

25f.             wir sind Gott <...> des Lebens zum Leben: 2 Ko 2,15f.

30               Fingerzeiges: von Ph. M. Hahn.

34               ersten Autorschaft: Aussichten in die Ewigkeit.

35               neueste Ausgabe: 1778.

7,9f.           was Montagne <...> von sich selbst sagt: in den Essais, 2. Buch 17. Haupstück, III,247,22.

12               Hirtenbrief: Lavaters Schreiben an seine Freunde.

16               Ihr Drama: Abraham und Isaak.

17               Parodie desselben: von J. J. Bodmer, Der Vater der Gläubigen. Zürich 1778.

24               einer der merkwürdigsten meines Lebens: III,240,32ff., die erste Begegnung mit seinem Porträt in Lavaters Physiognomik.

25f.             mich für einen verlorenen Menschen hielt: der mühevollen Arbeit am Katalog zu Lindners hinterlassener Bibliothek und des Entschlusses wegen, seine eigenen Bücher ebenfalls in die Auktion zu geben.

27               Mensch und kein Wurm: Ps 22,7.

28               Stilling's Jugend: J. H. Jung.

32f.             ehrliche Mohr Ebedmelech <...> : Jer 38,7-39,16.

35               in jenem Eselskinnbacken: Ri 15,19.

36               Durst: unterstrichene Anspielung auf Lavaters Erbauungsschrift.

8,2              Fressern und Weinsäufern: Mt 11,19; Lk 7,34.

6                 à la fortune du pot: nimm vorlieb mit dem, was die Kelle hergibt.

Brief 524

8,17            unsers Erzautors <...> ο γεγραφα γεγραφα: was ich geschrieben habe, habe ich geschrieben, Jh 19,22; 4,19f.

19               der 144 000 <...> niemand zählen kann: Off 7,4/9; 14,1/3.

9,1              Papilloten: Haarwickel.

9                 deinem Brief: 523.

25f.             Alle euere Sorgen: 1 Pt 5,7.

35               Witzler Lichtenberg: hatte den 1.Band der Physiognomischen Fragmente schon in England gelesen, der 4. Band mit Lavaters Polemik gegen die Antiphysiognomisten war bereits im Februar 1778 in seinen Händen: Ueber Physiognomie; wider die Physiognomen, in: Göttingischer Taschenkalender auf 1778, S.1ff; wieder abgedruckt in der 2. vermehrten Auflage, Göttingen 1778; siehe dort S.4,30ff. u. 93,21.

10,11          Gestern begrub man <...>: 9,23.

24f.             unsers Nachtmalvergifters: diese Tat lastete man J. H. Waser an, siehe W. G. Becker, Über Wasern und seinen Prozeß. An Herrn Canonicus Gleim, in: Göttingisches Magazin, 2.Jg. 1781, S.153-229, besonders S.175ff. Vom Abendmahlwein waren die ersten sechs Kannen, die für Magistrat und Chorherren der Stadt Zürich bestimmt waren, vergiftet, was noch rechtzeitig vor der Spendung entdeckt worden war. Mehrere Pasquille, die kurz darauf zirkulierten, lenkten den Verdacht, aus mehreren Gründen, auf Waser, der bei seinem Prozeß die Tat hartnäckig leugnete. Siehe Lavaters Zwo Predigten bey Anlaß der Vergiftung des Nachtmahlweins, und die Darstellung bei Johann Rudolph Ulrich.

Brief 525

Antwort des in die Schweiz Zurückgekehrten auf einen Brief Hamanns.

11,7            Agathon: etwa Ch. M. Wielands in der Neufassung von 1773?

12f.             phisiognomische Riecher <...> Seher: Lavater.

14               halbehrlichen Mann: den Buchhändler Merz; dessen Umstände und Verwandtschaft nicht ermittelt.

15               von Ihm weis aus P.: wohl Petersburg.

29               u. W-[illamov] selig: der 1777 gestorben war.

12,1            Sopha lebte liebte u. ruhte: III,363,5ff.

1f.              sie in ihrem Porträt:=Ihrem, in Lavaters physiognomischen Versuchen.

6                 Stütze u. Stab: Jes 3,1.

Brief 526

Antwort auf einen verschollenen Brief Hamanns (vor dem Jahresende 1777).

12,32          das Bild: Herders, für das Hamann einen Rahmen besorgt hatte, 13,4.

13,4            Fragt nach den Kosten des Rahmens.

6                 überbringer: nicht ermittelt.

Brief 527

13,22          Christoph [Kaufmann].

33               der Ihrige vom 22 Oct. [1777]: nicht überliefert.

14,2            Ihr letztes vom 29.Jan.: nicht überliefert; nebst Inlage: die Einladung der Gräfin von Keyserling, 20,5f.; der Brief Hamanns hatte offenbar einen weiteren angekündigt, 16,34f.

5                 Hornung: Februar.

20f.             Porkirche: die Empore.

24               Wint.[erthur].

15,2f.         freundschaftliche Assemblée: geladen waren: außer den Eltern, den beiden älteren Brüdern (der älteste war auf Reisen), der Frau des Bruders Ulrich, Lavater und Frau, Pfenninger und Frau, Nanette Lavater, Lenz, Ehrmann, Kayser, Bosshardt, Schlosser, Sarrasin und Frau, Kaufmann Gaupp aus Schaffhausen, Landschreiber Hirzel, Pfarrer Sulzer nebst Frau, Häfeli u.a., im ganzen 39 Personen, zur Hauptfeier auch der Schultheis Bidermann, mehrere Ratsherren u.a., zusammen über 60 Personen. Unter den Nichterschienenen war der arme in den Banden des Wahnsinns gehaltene Lenz (Düntzer, Kaufmann, S.127).

16               Zwehlen: Handtücher.

16,6ff.        Schloßer: Johann Georg <...>; Amtsgeschäfte: in Emmendingen als Oberamtmann <...>; Entbehrung seines irdischen Engels: Cornelia Schlosser, Goethes Schwester, 1750 in Frankfurt am Großen Hirschgraben geboren, die Schlosser 1773 geheiratet hatte, war am 8.Juni 1777, einen Monat nach der Geburt ihrer zweiten Tochter, Catharina Elisabeth Julie, gestorben.

32               für K.[aufmann].

34f.             Ihr langer <...> versprochener Brief: 14,2.

Brief 528

17,10          dritten Jungen: Wilhelm Ludwig.

11               mater puerpera: knabengebärende.

18               beiden Herzoginnen: Anna Amalia und Luise von Sachsen-Weimar.

18,15          verbundnen Hausvaterkopf nach Ihrer Façon: wie Hamann auf dem prekären Porträt mit dem geknoteten Kopftuch.

18               Wansbecker neulich geschrieben: Brief v. M. Claudius, nicht überliefert.

27               Vorrede: SWS XXXI,707-717.

29               Bußzettel: SWS XXXI,671ff.

30f.             Entwurf eines Schulmeister Seminarii: der erste Entwurf des Weimarischen Landschullehrerseminars, die spätere Fassung SWS XXX,460-465.

34f.             was nutzten die Dichter ehmals? <...>: Ueber die Würkung der Dichtkunst auf die Sitten der Völker in alten und neuen Zeiten, SWS VIII,334-436.

35               Motto: vollständig Vtcumque defecere mores/ Indecorant bene nata culpae.

37               An Winckelm. noch nicht denken können: Denkmahl Johann Winkelmanns.-Demselben vor der Fürstl. Akademie der Alterthümer zu Cassel bei Anlaß der ersten Preisaufgabe im Jahr 1777 errichtet, SWS VIII,437-483, und 674; wurde 1778 niedergeschrieben.

19,1f.         aufgewärmten Kohls: Anspielung auf crambe repetita, bis cocta; was damit, unter den 1778 erscheinenden Arbeiten, gemeint ist, läßt sich nur vermuten: (Plastik, SWS VIII,1-87; Vom Erkennen und Empfinden der menschlichen Seele; SWS VIII,165-235; und der 1.Teil der Volkslieder, SWS XXV,127-310).

2                 meine Frau mit einem Teller Nachtisch aufwarten: vielleicht Lieder der Liebe.-Die ältesten und schönsten aus Morgenlande. Nebst vier und vierzig alten Minneliedern: SWS VIII,485-588.

4                 Geschichte der Gerichte: führt die kulinarische Metapher weiter, angewandt auf eine versprochene Geschichte seiner Arbeiten.

5                 coquus dapifero: damit der Koch dem, der die Mahlzeit bringt, nicht schade.

8                 8ten Dichter: Spervogel.

10               Prinzen aus diesem Hause: dem Sächsischen.

15               etwas Spanisches: siehe den Brief an Bertuch von Anfang Januar 1778 mit einer Liste spanischer Titel (HBGA 4, Nr.32, S.54).

22               Brücke ohne Lehnen: das Bild gehört wohl bereits zu Hamanns Plan der Schürze von Feigenblättern; Herder kennt das zur Metapher dienliche Bild, ob auch Hamanns Plan? Häfelis Zitat, 173,22f. rückt es in paulinische und apokalyptische Zusammenhänge; zum weiteren Schicksal der Metapher bei Hamann siehe Brief 594, wenn er sie, nach der Lektüre von Luthers Verwendung der Geschichte des Ritters Tondalo, existentiell reflektiert unter den Gleichnissen von Mt 7, u. a. der engen Pforte und dem schmalen Weg.

27               Begebenheiten des Prof. Ana: nach N VI,21 ist/sind Ana ein zum Nomen verselbständigter Plural aus der lateinischen Ableitungssilbe z.B. Horati-ana, der Bedeutung Horazisches [Werke, berühmte Aussprüche, Nachlass] Worte, 33,16ff.; 42,9; 57,21 u. ö.

Brief 529

20,5f.         gnädigst anvertraute Einschluß: die Inlage mit der Einladung der Gräfin von Keyserling, 14,2f.

7f.              Anspielung auf den Lavater-Kreis und die (der Förderung der Menschenkenntnis und Menschenliebe dienenden) Physiognomischen Fragmente.

10               Mit der Happel-Anspielung einer curiösen Relation geht es um Ehrmanns, des freundschaftlichen Correspondenten Bericht von Kaufmanns Hochzeit.

33               Anke: 15,27.

Brief 530

21,12f.        Hochgräflichen Einladung: der Gräfin v. Keyserling.

20f.             εὐτυχουσι και τριμηνα παιδια: auch Dreimonatskinder leben glücklich.

22,29          Birrestückli u. feißten Hammen: Kartoffeln (Erdbirre, 411,33f.) und fetten Schinken.

Brief 531

23,22          sehen, schmecken <...>: Ps 34,9.

24,5f.         BrautLiedle <...> Asmusischen Allerlei: Als C. mit dem L. Hochzeit machte, gedruckt in: Asmus III, S.133f. (neuerdings in der Ausgabe des Winkler Verlags, S.151). Kaufmann hatte Claudius sowohl in Darmstadt wie in Wandsbeck besucht.

8                 regalirt: königlich beschenkt.

12               Neugebohrnen: Wilhelm Ludwig Herder.

19               Die Sachen von St. Caspar et Cetera:: 42,17f.

Brief 532

24,32          Einl.[age]: 26,8, wohl ein Brief von Herders Schwester K. Güldenhorn.

25,3            Denkmalen: wohl das Denkmal Johann Winkelmanns, vielleicht auch der Hutten-Essay im Teutschen Merkur.

8                 meines Pathchens: 30,28f.

10               letzten Brief: 528.

20f.             politisches Danksagungsschreiben: 521.

23f.             Chef unsers Departement: Morinval.

27               hiesigen Vorgesetzten: Stockmar.

30               P.[enzel].

32               algebraisirt sich zum εαυτοντιμ[ωρουμενος]: mit seiner selbstquälerischen Übersetzung von A. Youngs Politischer Arithmetik.

34               Erben: die Familie Blom.

26,11          Gipspuppe: III,378,5 und 372,15.

12               Weimarschen Gesangbuchs: 18,26.

22               die Armen an Geist: Mt 5,3; das Motto zu Hamanns Apologie meines Cretinen, N III,323.

27f.             Freunden in der Schweiz: Ehrmann, Kaufmann, Lavater.

30               Versuche: Essais, wohl die Beiträge zum Teutschen Merkur über Hutten, Kopernikus, Reuchlin, Savonarola, SWS IX, 476ff.; Plastick: SWS VIII,1-87.

27,3            Kraft: 2 Ko 12,9.

Brief 532 a

Im Jahrbuch des Freien Deutschen Hochstifts 1986 hat B. Gajek zwei unbekannte Briefe Hamanns, die er in der Bayerischen Staatsbibliothek in München gefunden hatte, mit ausführlichem Kommentar veröffentlicht. Der erste Brief vom 17.September 1778 (aus dem Nachlaß des Münchner Oberbibliothekars Joseph von Scherer, 1776-1829) ist an Abraham Jakob Penzel gerichtet und antwortet auf dessen (nicht überlieferten) dicken Brief mit 7 Beilagen, den H. am 3.September erhalten hatte, 33,22ff. Hamanns Antwortbrief war gewagt, jeder Kontakt mit Deserteuren war verboten und strafbewehrt; daher seine Vorsichtsmaßnahmen, Adressen-Rasur, Warnungen zur Vorsicht, fehlende Unterschrift, keine reguläre Anschrift, keine Postvermerke, also wohl durch einen vertrauenswürdigen Boten überbracht.
Mit freundlicher Erlaubnis wird Gajeks Lesung übernommen; nach der abgelichteten Handschrift scheinen einige andere Lesungen geboten, manche Wörter waren freilich nicht zu entziffern. Für den hier vorgelegten Abdruck gilt, daß die Antiqua bei Wörtern, Wortteilen und Silben in Hamanns Fraktur kursiv wiedergegeben werden müssen; einige Abkürzungen waren aufzulösen; ® ...¬ bedeutet: Einfügung über der Zeile.*
An Abraham Jakob Penzel [Königsberg,] den 19 7br 78
Ich weiß die horas matutinas [1] des heutigen NativitätsFestes [2] nicht frömmer anzuwenden als mit einer Antwort auf Ihr erstes und leztes, welches d.3 huj. erhielt geg Abend, da Mlle [3] St.[olz] eben bey mir war, Kraus ebendaher kam; daher ich beyden Ihre Einl.[agen] auf der Stelle austheilen konnte. Den Tag drauf überreichte der Selma [4], aber ®NB¬ offen aus guten Gründen, ohne darein geguckt zu haben. Die übrigen Einl. las <b> noch beym Schlafengehen und habe keine einzige abgeben können, als die an Fr. [5], ®NB¬ v e r s i e g e l t. [am Briefkopf ergänzt +] ®+ nachdem mein siebenmal misbrauchter Name sorgfältig war auf der Aufschrift ausradirt worden¬. Die übrigen 3 von den 7 liegen noch in statu quo-und ich bin nicht im stande, solche, ihrem Verlangen gemäß, zu distribuiren. G. [6] besuchte mich vor den Ferien und wollte se Eltern besuchen entdeckte mir auch seine Absicht wo es mögl. nach Warschau selbst zu gehen. Einige Wochen nachher erhielt die Nachricht, daß er in lezten Zügen läge und habe nichts ®gewißes¬ in se Logis erfahren können. Pr[ofessor] K+[ant] hat sich ebenfalls öffentl. erklärt, daß er keine Briefe von Ihnen annehmen würde, im Fall es Ihnen einfallen sollte an Sie zu schreiben. Ch. K.[raus] hat aus dem bereits erhaltenen das gröste Geheimnis gemacht und erst [?] der Jun[g]f[er] S.[elma] eine Hausvisitation nach Ihrem Schritt ausstehen müßen. Ihre bey dem letzten [7] deponirte Bücher sind sogl. sequestrirt [8]worden u B. [9]ist nicht mehr Hofmeister, hat mich auch nach 2 wochen nicht wieder gesehen, ich ihn auch nicht. Ihr Wechsel ist durch alle Gläubiger die Sie darauf assignirt verrathen u ®das Geld¬ gl. in Beschlag genommen ®u dem gouvernement [10] p ausgezahlt worden¬. Allso fallen alle Ihre Aufträge von selbst weg und überhaupt wißen Sie meinen Unstern zu Aufträgen, geschweige zu solchen-Kr.[aus] ist reisefertig nach Berl.[in] und hat mir die Einl.[age] zurückgeliefert, förmlich entsagend dem T. und allem se Werk und allem se Wesen [11]. Ihr Eiferin der [?] Sache ist lächerl.[ich] als wenn Ihnender Himmel ein Monopol gegeben alles Waßer auf Ihre Mühle zu ziehen. Uebrigens ist es schlechterdings unmögl.[ich] daß ein ehrl.[icher] u vernünftiger Br[uder?] sich Ihrer Angelegenheiten ferner annehmen kann ®als¬ bis Sie mit den militair u civil Gesetzen ausgesöhnt sind. Der Rächer des 1.Gebots der 2ten Tafel [12] ist kein Philosophe de S. S. [13] für deßen Engel [14] und dienstbare Geister Sie gegenwartig gar nicht sicher seyn können. Es geht Ihnen aber >wie einem der mitten im Meer schläft und der oben auf dem Mastbaum schläft< [15];-und in seinem Herzen sagt: Wann will ich aufwachen daß ichs mehr treibe. Mendelssohn hat die ganze Judenschaft hier aufgeboten se geschencktes Buch [16] hier einzulösen; niemand aber hat es auffinden können. Den 2 Julii habe Bernoulli hier besucht, der Himmel weiß mit welchem Herzen. Er geht über Warschau u wollte sich bey Prof DuBois [17] nächstens erkundigen. Seit kurtzem soll Ihr armer Vater, (dem ich es als einem Landpriester nicht verargen kann, um seine 140 rth. zum [?] um se Logis zu jammern) an Ihren würdigen Nachfolger des Recroutenwesens à costi [18]geschrieben haben, doch noch nichts von dem Innhalt dieses Briefes erfahren können.
Den 27 Augs. habe einen Bruder des Morgens um 4 Uhr begraben laßen und sehr feyerl. ®climacterisch¬ mein 49 Jahr angetreten [19]. Ehrenreich hat auch sn Sohn begraben laßen mit allem Pomp der TodtenKöpfe welche vor nur 7 ff. die Unkosten dazu hergegeben. Εαν κυριος ϑεληση και ζησομεν [20]-hoff ich ein D e n k m a l  d e r  B r u d e r l i e b e [21] zu vollenden. Quod non imber edax, non Aquilo impotens Possit [22]-Ich bin noch niemals so reich u arm [23] gewesen als gegenwärtig, habe 10 rth zum Begrabnis von Rod[e] aufnehmen müßen und selbige noch nicht abgetragen; noch keinen Klafter Holz zum Winter eingekauft-und seit Ihrem Abschiede an keinen Menschen in der Welt geschrieben als gestern und heute nach Polen. Alle Ihre Briefe sind richtig eingetroffen, die Einschlüße des Geh. R. v. K. [24] sollen bestellt werden; Auf der Post hat man Ihre Hand immer erkannt. Br.[ahl] und Zitt.[erland] haben Ihnen längst g e a n t w o r t e t unter adresse d e s P r o f du Bois und sich alle Mühe gegeben. Auch die Bestimmung dieses Briefs [25]hat man sogl.[eich] errathen. Und hiemit Göttlicher Obhut empfohlen bis auf beßere Zeiten. Lev [26] ist nach Berl.[in] diese Woche durchgegang[en] und hatte Sie gern zu sm Nachfolger à 100 # vorgeschlagen, w e n n-Sie nicht so gut versorgt wären, anderer W e n n 's zu geschweigen. Viuat S. Selma!!!!!!! Die Liebe Gottes des Vaters, die Gnade + + und die Gemeinschaft des g u t e n G e i s t e s sey mit allen [27]vorläufigen Ονησιμοις [28], ihren Gläubigern und Bürgen, Correspondenten u Correspondentinnen ppp in secula seculorem Amen! [Umschlag:] An Freund P/ zu Gleboka b e y Cracau.

Erläuterungen:

[1]     horas matutinas: Morgenstunden.

[2)    NativitätsFestes: der Mutter Stockmar, III, 256,32 bis 257,10.

[3]    Mlle: Caroline Stoltz, II,376,12ff.

[4]    Selma: Tochter Stockmars, von Penzel in seinen Gedichten besungen.G.: wie auch seine Eltern in Warschau nicht ermittelt.

[5]    Fr.: wohl ein Freund.

[6]    G.: wie auch seine Eltern in Warschau nicht ermittelt.

[7]    letzten: wohl Kraus.

[8]    sequestrirt: eine der Sanktionen, die eine Desertion auslöste.

[9]    B.: nicht ermittelt.

[10]   gouvernement: durch Gerneralleutnant v. Stutterheim.

[11]   entsagend dem Teufel: 130,35.

[12]   1.Gebots der 2ten Tafel: 2 Mo 20,12, das 4. der Zehn Gebote.

[13]   Philosoph de S.S.: SansSouci, das Sommerschloß Friedrichs II. von Preußen.

[14]   Engel: die angemaßte göttliche Allmacht des Königs verspottend.

[15]    wie einem <…> auf dem Mastbaum schläft: zitiert Spr 23,34f.

[16]    geschenktes Buch: nicht ermittelt, siehe Brief 509 a.

[17]    DuBois: Hofrat in Warschau. Bernouilli sollte sich bei ihm über Penzels Situation informieren und in Berlin, Reichardt einbeziehend, seine legale Entlassung aus der Armee betreiebn; siehe auch Brief 474.

[18]    Recroutenwesen à costi: um einen preußischen Soldaten freizubekommen, durfte ein Nachfolger à costi [=daselbst] gestellt werden, ein Handel, über den der Regimentskommandeur entscheiden konnte.

[19]    Bruder <…> begraben lassen <…> mein 49 Jahr angetreten: Johann Christian H. war am 27.8.1778 gestorben, 31,6ff..

[20]          Jak 4,15.

[21]    Denckmal der Bruderliebe: die Apologie meines Cretinen, 31,12f.; N III,323f.

[22]    Quod non imber <…>: Hor. carm. III,30,3f.: Das kein Regen zernagt, rasenden Nordes Wut [nicht zu stürzen vermag, noch der Jahrhunderte] (Übers. nach Kayser, Nordenflycht und Burger hg v. Hans Färber).

[23]    so reich und arm gewesen: wohl 1 Sm 2,7 zitierend.

[24]    Geh. R. v. K.: nicht ermittelt.

[25     Bestimmung dieses Briefs: der beiden Freunde J. Brahl und J. W. Zitterland.

[26]    Lev: nicht ermittelt.

[27]    Die Liebe Gottes<…>: variiert 2 Ko 13,13.

[28]    vorläufigen Ονησιμοις: Phm 8-10.

Brief 533

27,6            thoriechte: törichte.

10               Gevattermann: Pate.

27               Geantw. den 7 Jänner 79: nicht überliefert.

Brief 534

27,29          Götti: Pate.

32               quantumvis wenngleich.

28,9            Akkuschör: Accoucheur, Geburtshelfer.

32f.             Nimrod: der gewaltige Jäger nach 1 Mo 10,9.

Brief 535

30,1            in meinem Hause die Taufhandlung: mit Rücksicht auf die Gewissensehe, was er im Folgenden diskret begründet und der Patin geradezu nahelegt, sich zu entschuldigen, gleichwohl nahm sie daran teil, 31,15ff.

Brief 536

30,24          Ihrem Briefe: erhalten am 21.Oktober, nicht überliefert.

29               Pathchen: August Wolfgang Herder.

31,8            Stuffenjahr: nach Gellius, Noct. Att. 3.Buch, Kap.10, §9: Ferner stellte er [i. e. Aristarch] die Behauptung auf, daß in den Zeitabschnitten, welche die Chaldäer climacteras (die Stufenjahre) nennen, die Siebenzahl ebenfalls eine wichtige Rolle spielen, weil (nach solchen Abschnitten) für das Leben und die Glücksumstände des Menschen leicht allerhand verhängnissvolle Fälle eintreten können (Übers. Fritz Weiss).

9                 an einem Fluß: Rheuma.

10               Prof.: Kreutzfeld.

13               ideale Titel: autobiographische Bilanz überhaupt, 32,5.

29               also ein Erbe: des brüderlichen Vermögens.

32,5            Take Physick, Pomp!: Shakespeare, King Lear, III,4, 33: Nimm Arzenei, o Pomp! [Gefolge]/ Gib Preis dich, fühl' einmal, was Armut fühlt,/ Daß du hinschütt'st für sie dein Überflüss'ges/ Und rettest die Gerechtigkeit des Himmels! (Übers. Graf Baudissin); vielleicht aber meint Physick, derber, ein Purgativ.

8                 Palaephatus: der über das Unglaubliche schrieb.

10               Historias selectas: wohl althistorische Texte überhaupt, oder von J.F. Fischer oder Lilienthal; Ernesti Initia: doctrinae solidioris, 56,35f.

11               die Geographie: ob allgemein oder Schröcks Allgemeine Welthistorie?

15               gr.[iechischen].

21               Was unser Gott gegeben hat <...>: aus Str. 3 des Kirchenlieds von Johann Jakob Schütz Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut.

25               Des letztern Brief: nicht überliefert.

27               Magazins für Xstentum: Christentum.

33,5            Rittergestalt: Don Quichote, also das alte Maskenspiel mit Herder, diesmal nicht als Sancho.

9                 jüngsten Buchholtz: nicht ermittelt.

12               Vorrede zu Warner: N IV,361-362.

16f.             die Anfrage <…>: 19,27f.

22               dicken Brief: 532a.

24               von Cieciczowska: recte Ciecziczewska, siehe Gajek, in: Jahrbuch des Freien Deutschen Hochstifts 1986, S.41.

26               Siegwart: von J. M. Miller.

32f.             Verfaßer der Ehe: Hippel, in dem H. den Verfasser der anonym erschienenen Lebensläufe in aufsteigender Linie vermutet.

34,18          Exemplar <...> mir verehrt: die Ausgabe London 1739.

19               Butler´s Remains: Samuel Butler, The genuine Remains <…>; mir verschrieben: bestellt.

21               neuen Rector zu Osnabrück: Kleuker, Brief nicht überliefert.

23               Benzler: siehe Herders Brief an Gleim, den er bittet, Benzler die Stelle des Bibliothekars beim Grafen in Wernigerode zu verschaffen (HBGA, 4, Nr. 61).

27               Hahns N.[eues]T.[estament]: Die heiligen Schriften <…>.

30               aufhöre doctus zu seyn: sine libro doctus.

33               Parthen: wohl Parteien.

34               Falk und Ernst: Lessings Gespräche für Freimaurer; seit Jahren geplant, erschienen deren drei erste 1778 anonym in Göttingen, dem Herzog Ferdinand von Braunschweig, Großmeister der Loge (altschottischer Observanz) gewidmet. Er untersagte den Druck der weiteren Gespräche vier und fünf; sie erschienen, wohl ohne Lessings unmittelbare Mitwirkung, 1780 in Frankfurt am Main.

35,1            Leßings Schwächen: von J. M. Goeze.

2f.              Auslegung des Hohen Liedes: Lieder der Liebe.

5                 Apocalypsin: ΜΑΡΑΝ ΑΘΑ (Maran atha).

6                 Eigel u ihren 2 Töchtern: bring her <...>: Spr 30,15.

9f.              Geheimniße des Heidentums: in Konxompax.

20f.             Gevatter Brief: 533.

21               Caßelschen Praemio: Denkmahl Johann Winckelmann, III,372,4ff.

23               Fernigem: Vorjährigem, Hl 7,13; auch 69,23; 397,34.

36,8            Moses und die Propheten: Lk 16,29.

Brief 537

36,20          Zwar mangeln meine Kinder des Ruhms: Rö 3,23.

21f.             Kinder sind eine Gabe des HErrn: Ps 127,3.

22f.             Er, der gütig ist, <...>: 2 Chr 30,19.

25               Jonathans: Hamann selbst.

Brief 538

37,5            neuen Studiums: der Medizin.

26               einl.[iegenden] Correspondenten: nicht ermittelt.

28               Verfasser der physiognomischen Reisen: J. K. A. Musäus.

Brief 539

Nimmt Bezug auf Brief 536 u. 537. Ein vorausgehender Brief, den Hamann am 21.Oktober erhielt, ist nicht überliefert.

38,14          Ihr Pathe: August H.

20               ja schon lange todt: schon deleatur; Johann Christoph war am 25.8.1778 gestorben.

23f.             was du thust: Pr 9,10.

25               gebundener Prometheus: II,352,8f.

26               Schatzkästlein: von Bogatzki, Güldnes Schatzkästlein der Kinder Gottes.

27               so habt mit allen p.[acem]: Rö 12,18.

28f.             es liegt nicht <...> Gottes Erbarmen: Rö 9,16.

31               Funken Wind zur Flamme: Sir 11,33; 28,14.

39,1            Hohelied: Lieder der Liebe.

2                 Schwager: Flachsland.

4f.              Apokalypse: Johannes Offenbarung.

5                 U.[nserer] l.[ieben] Fr.[au].

8                 letzten enfans perdus: Maran atha u. der 2.Teil der Volkslieder, auch 54,8.

10               Herzogin: von Sachsen-Weimar-Eisenach, Luise.

12f.             neue Sproße <…> Wurzel: Rö 15,12.

20               nicht nach meinem Sinn: lies: nicht recht nach meinem Sinn. Mit J. hatte Herder Dante zu lesen begonnen, 19,16f.

30               ευκληρια: glückliches Los, die lateinische Autobiographie (nach dem Muster des Augustinus) der Anna Maria van Schurman. Sie erzählt darin, wie sie dem weltlichen Ruhm und den Studien von Sprache und Literatur entsagte und ein Leben in Demut und religiöser Gefolgschaft bei den Labadisten begann, die damals gerade nach Altona gekommen waren; Herder, Briefe, das Studium der Theologie betreffend, 48. Brief, SWS XI,88.

31               Yvons: Pierre Yvon, Nachfolger des Jean de Labadie.

32f.             Kirchenpostill Luthers <…> Olearius gebraucht: von 1522 in drei Ausgaben, die O. in seinem Bibelkommentar 1678ff. nutzte?

34               H.[ieronymus] Opitz.

37               Widerlegung des Ungenannten: Beantwortung der Fragmente eines Ungenannten [Reimarus], insbesondere vom Zwecke Jesu und seiner Jünger.

37f.             auch an mich geschrieben: nicht überliefert.

40,1            9. Praenumeranten: die Subskribentenwerbung war durch die Anzeige von einer Vertheidigung der christlichen Religion <...>, Halle 1778, erfolgt.

3                 Lebensläufe: 33,33.

6                 vor 4. Jahren in Pyrmont: Juli 1774.

9                 Mähre: Märe.

10               Winkelm.[anns] Briefe in der Schweiz: Briefe an seine Freunde in der Schweiz.

11f.             an mich <…> denkt: <…> bitte ich dem Pindarischen Verfasser meines Lobes, in den sogenannten Fragmenten über die neue deutsche Literatur meinen allerverbindlichsten Dank abzustatten, S.204.

13               zweite Theil von Klopstock: Cramer, Klopstock. Er und über ihn.

14               wo auch ich so gemißhandelt bin: bei Cramer S.254-271, wo Herders Vorwurf des Silben-Stemmens behandelt wird, mit dem Ende: er sprach viel wahres vollkommen; und wo er falsch sprach, doch bescheiden.

15               Rechtschreibung: Über die deutsche Rechtschreibung.

14f.             Schulsammlungen: Sammlung einiger Erziehungsschriften.

16               neuen Versuch: Zwey Scherflein nach der Weise der Neuen Apologie des Buchstaben h.

17               stolze Narr: Klopstock, der die Orthographie des Deutschen reformieren wollte.

18               den Dante gelesen: II,268,4.

20               stark: deleatur.

27               Schlegel: Gottlieb Sch.

27f.             durch J.C. Berens <...> ersuchen lassen: nicht überliefert.

31f.             garstige lügenhafte Leben <...> Bibliothek: im 2.Band 1777, S.34 stand zu lesen: Es war diese Stelle <...> [die des Pastoradjunktus zu Riga] ganz neu, welche der Rath bloß zu dem Ende stiftete, um Herdern an Riga zu binden, weil er ins Predigtamt befördert zu werden wünschete. <...> Er behielt sein Schulamt dabey und die gute Gesinnnung gegen ihn nahm in Riga zu, als er zum ersten Mal seine Fragmente heraus gab <...>. Er hatte eine gewisse Besoldung von 400. Reichsthalern Alberts; das Zufällige konnte 300. Reichsthaler ausmachen; ich sprach ihn 1769 in Riga und er schien damals noch nicht an den Anschlag zu denken, den er bald hernach ausführete. <...> er war der Schularbeit müde und trachtete nach einer glänzenden Stelle. Er gerieth auf den Gedanken, eine langwierige gelehrte Reise vorzunehmen. Als er deshalben beym Rathe die Erlaubniß suchte, gab man ihm kurz und gut seinem Abschied. So sehr hatten sich die guten Gesinnungen geändert.

41,1            Gemahl: Simon August zu Lippe-Detmold.

2                 Benzlers: 34,23f.

6                 harthörig: schwerhörig.

14               Paullinischen Grazien: 1 Ko 13,13 Glaube, Hoffnung Liebe, 1 Ko 12,8-13: Geist, Glaube, Gemeinschaft.

23               Lettica: lettische, eigentlich litauische Volkslieder für Herders Sammlung, SWS XXV, S.667.

28               Zettel, den Sie verlangen: 36,9.

42,9f.         ana u. P.[ofessor] Mannah: 19,27.

10               Kreuzfeld <...> Geburtstagsgedicht an Sie: An Herrn Johann Georg Hamann, à son logis. Geburtstagsgedicht zum 27.8. 1777, Schluß, Seite 3 unten.

13               Adieu, remember me: Hamlet, I,5, V. 91.

Brief 540

Antwort auf Brief 524.

42,15          Helfer am St. Peter: 10,14.

22               Seligkeit: spielt auf Apg 20,35 an.

26               Monument: die Physiognomischen Fragmente.

26f.             Menschenkenntnis und Liebe: deren Untertitel.

31               Schwert: 0ff 1,16.

34               Bethesda: Jh 5,2-4.

43,1f.         leidiger Arzt: Lk 4,23.

2                 türkischen Sclaven: 9,13f.

4                 lebte bey ihrem seel.[igen] Vater: von 1768-1770.

7                 Ein Freund: nicht ermittelt.

20               Hahns: Philipp Matthäus H.

21               sein N.[ovum]T.[estamentum]: Die heiligen Schriften <…>.

24               Lieblingspropheten: Jona.

25               2ten Theil des Allerleys: von Kaufmann/Ehrmann.

27               Ihr Quousque tandem: wahrscheinlich Zwo Predigten bey Anlaß der Vergiftung des Nachtmahlweins.

30               Aussichten: in die Ewigkeit.

44,3            siehe 8,24ff.

5                 neuen Stuffe: Stufenjahr, 31,8; Schild: 1 Mo 15,1.

12               kranke Freundin: Bondeli.

13               ihrer kranken Freundin: Morstein.

24               Menschenkenntnis <...>: 42,26f.

25               ein Regale: Geschenk, aber auch Vorrecht.

26               Bundeslade: Jos 3,6 u. 14 weiterdenkend.

30               Steinbart's System <...> monstrum aus Afrika: verschränkt wohl zwei Plinius-Zitate ex Africa semper aliquid novi und monstrum horrendum, oder etwa gemeint: der aus Afrika stammende Augustinus, gegen den sich Steinbarts Schrift richtet.

Briefe 541 und 542

46,6            Deputierten: Johann Michael H.

8f.              Andere: 45,8; Herzen <...> Nieren prüft: Ps 7,10; 26,2; Off 2,23.

10               20/m fl.: 45,11; H. F. G.: die Anrede Zeile 3.

26f.             Schlafpelz: seine Benässung durch die kleine Marianne.

47,7            braven Thoris: Thocis in Claudius' Übersetzung von Terrassons Sethos, N V,334,24f.

8f.              beykommenden vier Theilen <...> des Catilina ou Retz: im 3.Teil seiner Memoires erwähnt dieser das Schlachtfeld, auf dem Catilina, der ihm als Prototyp des Verschwörers galt, getötet wurde. Hamann reiht die Memoires und Sallusts Beschreibung der Verschwörung des Catilina.

10               nordische Virtuos Parisien: Friedrich II.

15f.             Ton nombril est <…>: Hl 7,3[2].

Brief 543

47,24          Ruß.[ische] Merkw.[ürdigkeiten]: von P. S. Pallas.

26               Dictionnaire: Buterne.

48,3            3 Folianten: Passerius.

9                 über die Mysterien: in Konxompax.

13f.             Das ist ein Tag <...>: 2 Kö 19,3.

16f.             meinem Stuffenjahr: 31,8.

31               Lieder der Liebe: von Herder.

37               Weimar, Wandsbeck, Winterthur: Herder, Claudius, Kaufmann.

49,10          Livl.[ändische] Bibliothek: hg von Gadebusch.

13               Klätscherey: 40,31f.

20               Philisterflechte: 50,15 u. 51,28.

27               nicht überliefert.

Brief 544

50,4            v.[on] d.[er] R.[ecke]: Elisa.

12               Ordensqvackeleyen: Quackelchen: kleines Kind, also Kindergeschwätz.

17f.             Westpreuß.[ischer] Mercur <...> Unternehmer: Das preußische Tempe, hg von Baczko.

21               Hofr.[at]: Herder; Verfaßers: Gadebusch.

Brief 545

Antwort auf Brief 539; Hamann schreibt eine ganze Woche daran (57,29).

50,34          hiesigen Gevatterin: Courtan.

51,1            Scheidebriefchen: Brief 542.

2                 Costa: Rippe, 110,1.

3                 Gichtels Sendschreiben: N V,324ff.

4                 Angebinde: Patengeschenk.

9                 ersten Brief von Kraus: nicht überliefert.

11               P.[enzel] Strabo.

12               Ruß.[ischen] Minister: Dolgorucki.

19               Nabel meiner Bibel: das Hohe Lied, Hl 7,3; Apokalypse: Maran atha.

23               Zwillingsbrief: 539.

24f.             eben antwortete: nicht überliefert.

26               Antworten nach der Schweiz: z.B. 540.

34               Schaden Josephs: Am 6,6.

35               Fischer-Rätsel: N II, 334,20 und 37ff. (Hamanns Quelle), das er auch Lausangelrätzel nannte (N III,222,4f. und 228,1f.), oder jenes Läuserätsel, das, nach anderer Quelle, Aristoteles überliefert haben soll, gemäß Ps.-Plutarch I,3. Aristoteles erklärt den Tod des blinden Homer folgendermaßen: hochbetagt am Strand sitzend, hörte er junge Fischer vorbeikommen und fragte, ob sie etwas fingen; sie antworten: ος εχομεν λιπομεσϑα, ος ουκ εχομεν φερομεσϑα: Doch was wir gefangen, haben wir weggeworfen, und was wir nicht gefangen, nehmen wir mit uns heim (übersetzt Hamann in Konxompax, N III,228,1f.)-nämlich Läuse. Homer stirbt also am Versagen vor dem Rätsel. Auch 70,15. N II,334,37; N III,370,11.

52,30          Ingrosation: Ingrossation, Eintragung ins Pfandbuch.

53,6            meines Cretinen: der Bruder.

25               Reverse: Wechsel.

34               Speicher: Schränke.

54,4            Schatzkästlein: 38,26.

5                 ὑστερον προτερον: das spätere früher; Saltz und Friede: Mk 9,50, auch 55,20f.

6                 all mein Heil und Thun: 2 Sm 23,5.

15               zeitigen Factor: Crichton.

17               das Saturgische Comptoir: nicht ermittelt.

22               Jupiter: Friedrich II.

23               Gräfin von Sacken: Irrtum Hamanns: von Schlieben.

28               Monstrum aus Africa: 44,30.

34               Leßings ontologische Gespräche: Ernst und Falk, zu deren Bedeutung für sein Konxompax, N III, 226f.

36               ersten Wink: 40,2f.

37f.             beyde Auflagen über die Ehe (die zweite, 1776) nebst den Lebensläufen (zuerst 1778): von Hippel. Zur verheimlichten Autorschaft Hippels und Hamanns Rolle dabei Joseph Kohnens Hippel-Biographie, vor allem das Kapitel Das Schriftstellergeheimnis.

55,5            mein Freund: Scheffner.

7                 Copist von einem Freunde betroffen: nicht ermittelt.

18               Jugendschrift so bitter mitgenommen: Herder und Scheffner waren über eine unbedeutende Schrift, die dieser in der Kanterschen Zeitung gelobt hatte, während eine von Herder eingeschickte Rezension sie tadelte, in Streit geraten. Er wurde beigelegt, und Scheffner rezensierte Herders Fragmente in zwei Artikeln der Königsbergschen <...> Zeitungen von 1767, St.5 u. 60, anteilnehmend, wenn auch mit kritischen Nebentönen.

25f.             Lindners Manes: Biographie in der Livländischen Bibliothek.

28f.             ob es der Mühe lohnen sollte: 40,32ff.

30f.             Lavaters Correspondenz mit Stender: in der Livländischen Bibliothek nach alphabetischer Ordnung, 3.Theil, 1777, S.208-209; 209-211.

32               Dachs Werke: 42,7 und 474ff.

35               Gebets <...> bey der Leiche: Gebet, am Grabmaale <...> Ihro Erlauchten der weil. regierenden Gräfin von Schaumburg-Lippe etc. Maria Barbara Eleonora, gebohrnen Gräfin und Edlen Frauen zur Lippe und Sternberg, gehalten den 7.September 1776 zum Baum, SWS XXXI, 416ff.

56,3            Band: Einband.

23               Brief vom jüngsten Lindner: nicht überliefert.

24f.             physiognomischen Reisen: von Musäus.

36               Historias selectas: 32,10.

57,7            Ich beschwör euch <…>: Hl 2,7.

12               Stabe Mosis u Aarons: 4 Mo 17,8 (17,20).

13               Ihre Ruhe Ehre sey: Jes 14,18.

15               ähnliche Epoque <...> p. C. n.: nämlich für Friedrich II.

17               philosophische Bude aufgeschlagen: einer der bekannten jüdischen Salons, den seine Frau Henriette führte.

18               Maecen der Wittwen u Waysen: v. Zedlitz.

19               System: der reinen Philosophie <...>, 44,30.

21               Leiden u Ana: 19,27; 33,17 und N V,120 (Biga Mspti. 17).

25               Apologisten der Heiden: Eberhard.

33f.             wie einem Schweitzer: Scheuchzer, I,12 u. II,43.

34               weder ημεραι noch εργα: Anspielung auf Hesiods Tage und Werke.

37ff.           εμαϑεν ἀφ' ων επαϑε [την υπακοην]: hat er doch, woran er litt, Gehorsam gelernt, Heb 5,8; reinem Pfeil <...> unnützlich: Jes 49,2-4.

58,3            mit Ihren Empfindungen: 40,13ff.

4                 Päan [Friedrichs Palmen geheiliget].

8                 Nachbarn: nach Luthers Vaterunser, 4. Bitte.

11               Verf. <...> Reisen: Musäus.

13f.             Mercurs <...> Buncle <...> nicht unvergolten bleiben: Wielands Rezension des von Nicolai übersetzten Romans des Thomas Amory im Teutschen Mercur, auf die Nicolai in der Tat heftig reagierte. Am Ende des 1.Stücks des 37.Bandes seiner Allgemeinen deutschen Bibliothek, 1779, hatte er unter dem Titel Nachricht seinen Streit mit Wieland, samt dem einschlägigen Briefwechsel, über die Qualität der Übersetzung wie über die aesthetische Qualität des Leben Bunkels ausgebreitet.

16               Friede: des zu Teschen geschlossenen, der einen Krieg zwischen Österreich und Preußen nach dem Tod des bayerischen Kurfürsten verhinderte; 67,14.

21               Saat <...> verwesen: Jh 12,24.

26               Oberhofprediger: Schultz; Vorgänger: Starck.

59,11f.        Arzt hilf dir selber: Lk 4,23.

14               Prinzessin: von Sachsen-Weimar-Eisenach, Luise Auguste.

16               Herkules: der u. a. den Beinamen Buphagus führt (Hederich, 1021).

18               Geheimniße: Konxompax; Mitfasten: Mitte der Fastenzeit, Sonntag Laetare, 14.März 1779.

21               Stuffenjahr: 31,8.

Brief 546

Einlage zu Brief 545.

59,29          Schluß des vorigen: 41ff.

31               wie vom Zaun gebrochen: 36,14.

31f.             Geschenk einer glücklichen Aufnahme: die Patenschaft für Marianne Sophie.

60,2            Prinzessin: 59,14.

8                 wie St. Johannes: 2 Jh 12.

15               jenem Alten: Dan 7,9.

Brief 547

60,23          Frau Schwester: Güldenhorn.

29               Brief von Kraus: nicht überliefert, 72,1.

32ff.           Leßings Nathan anfangen soll <...> Pudenda der Philosophie=Dogmatik: Mißverständnis Hamanns, wenn er, sich verlesend (74,4ff.), Lessing auf Boccaccio anspielen läßt: mit Ring und Ding: Genitale.

61,1f.         Fragmente <...> Geheimniße: Konxompax.

3                 20ste Geburtsjahr meiner Autorschaft: der Sokratischen Denkwürdigkeiten.

10               Hephästion: J. A. Starck.

15               Kleuker <...> die Fragmente beantwortet: seine Schrift Einige Belehrungen über Toleranz <...> nimmt zu Reimarus Stellung.

18               als Bruder: Logenbruder.

Brief 548

Zu diesem Entwurf siehe I.Manegold, Johann Georg Hamanns Schrift "Konxompax". Heidelberg [Winter] 1963, S.28, 52, 113-122. Datum: nicht vor dem 10.3.1777

61,27          Dum moliantur <…>: Terenz, Heautontom. II,1.

31               Geheimnisse der Ceres: Lukian XI,33.

34               Korn das Jünglinge u. Most der Jungfrauen: Sa 9,17.

62,15f.        Et vecordi locuta est: Aquae <…>: Spr 9,16ff.: und zum Narren spricht sie: Die gestohlenen Wasser sind süß, und das verborgene Brot schmeckt wohl. Er weiß aber nicht, daß daselbst Tote sind und ihre Gäste in der tiefen Grube.

18f.             Magno silentio <…>: unaussprechliches Zeichen einer in großem Schweigen zu hütenden Religion, Apuleius, asinus aureus 11,11.

20               Auch in der Dunkelheit: nach Manegold kombinierte Anspielung auf den häufig zitierten Gellert Liedschluß (Reichthum und Ehre, Auch in der Dunkelheit gibt’s göttliche schöne Pflichten,/ Und unbemerkt sie thun, heißt mehr, als Held, verrichten, II,129,18f.; 135,13) mit C. Meiners Ueber die Mysterien der Alten, S.164.

27ff.           die Wissenschaft κατ' εξοχην [im eigentlichen Sinne]<…> göttl. Dinge nach Plato: Zitate aus Eberhards Von dem Begriffe der Philosophie, S.23,12,50.

32f.             zur gewissen Erkenntnis: Eberhard, S.22.

Brief 549

Überkreuzte sich mit Brief 550; bezieht sich auf 545, 546, 547. Beigelegt für K. Güldenhorn die Kantate beim Kirchgange der regierenden Herzogin (SWS XXVIII,101-104).

63,4f.         beiden Briefe: 545, 547.

5                 Mühe, <...> Simon Dachs wegen: 55f. und Z.11.

12               Krausen: Christian Jakob Kraus.

15               Landsmann: eben Dach

17               Opitz: Martin O.

19f.             Ists also nur ein Traum von mir: in der Tat gab es keine Ausgabe Dachs von Lauson.

64,4            Dank für seine litthauischen Lieder: 41,23.

9                 Ihr Briefchen: 546.

12f.             Du bist gerechter <…>: 1 Sm 24,18.

14               Apollos Leier: wohl Irrtum, nach Ovid Metamorphosen I. 668-719 ist es Merkur, der den Argus mit seiner Hirtenpfeife einschläfert, daß er ihm mit einem krummen Schwerte nicht nur den Hals abhieb, sondern ihn vollends den Felsen hinab stürzete (Hederich).

23               Prinzessin: 59,14.

24               welsche Babelschminke: N III,143,4f.

26               für ächte Töchter Evas erklärt: N III,201,1.

27               daß Sie: sie.

35               Kantate: beim Kirchgange der Herzogin.

65,3            Amtspredigt: SWS XXXI,478-497f.

5f.              non Musarum <…> opus: nicht ein Werk der Musen, sondern der Frömmigkeit.

6                 παρεργον: Nebenwerk.

7                 Semmlers Buch: Beantwortung der Fragmente <...>; College: Gottschalg.

11               von einem Preuß.[ischen] Officier: Johann Peter Eberhard, Anhang zur Beantwortung der Fragmente des Ungenannten <...>.

12               In seinem Briefe: nicht überliefert.

13               Leß <...> nunmehr schreiben würde: Auferstehungs-Geschichte Jesu nach allen vier Evangelien. Nebst einem doppelten Anhange gegen die Wolfenbütteler Fragmente <...>; J. D. Michaelis, Erklärung der Begräbnis-und Auferstehungsgeschichte Christi <...>; Antworten Seilers und Tellers sind nicht erschienen.

16               Antwort u. Glaubensbekenntnis an Götze: Nöthige Antwort auf eine sehr unnöthige Frage.

18               illustria capita voll Mohnsamen: lichtvollere Köpfe, Livius-Anspielung, II,195,11.

21               klaffen: kläffen.

26f.             Leßing <...> Brief geschrieben: am 10.Januar 1779, Lachmann-Muncker, Bd 18, Brief 629.

29               die Gespräche: Ernst und Falk.

30               Kanter <...> gegen Hippel geplaudert: 55,19f.

37               Sal et pax: Mk 9,50; Symbol: Motto; aus Ihrem Briefe: 54,5; 55,20f.

66,7            mit der verwittw.[etten] Herzogin: Anna Amalia.

8f.              in Wielands Merkur <...> Kunstrichter: ewiger Rezensent, die Rezensionen der Jahre 73-88 schätzte Wieland sehr.

10               Bilanz des neuesten Merkur: Ohngefähre Bilanz der Literatur <…>.

15               meine Apokalypse: Maran atha.

16               Apokalyptische Briefe: Konxompax.

16f.             Engel der Gemeine: Off 2,1 u. ö.

22               Anzeige: in den Göttingischen Anzeigen von gelehrten Sachen vom 13.2.1779.

23               Anhang seiner Werke: 10.Band Supplement der Oeuvres.

25f.             seine Aspasie: Louise Eléonore de Warens.

26ff.           Druckfehler etwa so zu heilen: Sie sind aus der intereßantesten Zeit seines Lebens u. auch ein paar Gedichte epitre à Parissot und ein Landgedicht auf ihrem Gut.

27               Parissot: Parisot, ein Wohltäter Rousseaus, Chirurg in Lyon.

29               Memoires seines Lebens: die Confessions.

33               Vorrede: mit der Erklärung Diderots, Holbach habe ihn angeregt.

34               Villoisons Fund: Auszug aus einem Schreiben des Herrn A**D**V***<...>; sie=Sie.

35               Geschichte der HErn Paris: von J. P. Luchet.

37               sie einst intereßirten: Sie.

67,1            Übersetzer: nicht ermittelt.

12               mensis festus: Festmonat, der Geburtstage wegen.

14               vom Frieden: von Teschen, 13.5.1779, als Ende des bayerischen Erbfolgekriegs, 58,16.

16               nahe Anverwandte: ihre Nichte Friederike v. Schardt.

21               the World: von Fitz-Adam [=E. Moore].

23               Landpr.[ediger] von Wakefield <...> ersten Uebersetzung: von J. A. Gellius.

24               Kleukers Fragm.[ente]: Einige Belehrungen über Toleranz.

24f.             Gleim <...> nach seiner Art eingekleidet: die angedeutete Kritik gilt dessen Übersetzung des Hohen Liedes, die er Herder etwa Mitte November zugesandt hatte. Herder aber war ihm zuvorgekommen: hatte er ihm doch bereits unter dem 3. November, einem Brief, der sich über Gleims Schweigen beunruhigt zeigt, seine eigene, lange vorbereitete und etwa zur selben Zeit des Jahres 1778, unter dem Titel Lieder der Liebe-Die ältesten und schönsten aus dem Morgenlande. Nebst vier und vierzig Minneliedern, samt Auslegung, bei Weygand in Leipzig veröffentlichte Hl-Übersetzung, beigelegt (SWS VIII,485-588). Im Brief hieß es: Hier haben Sie Lieder der Liebe: sehen Sie und geniessen Sie sie, ohne Zweifel kennen Sie den Autor (HBGA 4, Nr. 57, S.71,9f.). Und im kurz darauf, am 6.Dezember abgestatteten Dank für Gleims Gabe heißt es: Die Lieder der Liebe haben mich kindisch gefreut; wie sie das werthe Publikum ansehn wird, weiß ich nicht; weiß ichs doch von meiner Uebersetzung des alten Hebräers selbst nicht (HBGA 4, Nr. 59, S.72,13ff.).Kurz darauf, am 22.März 1779, mußte er ihm das Gerücht mitteilen, daß mein Hohelied in den Zeitungen überall jämmerlich mitgenommen werde (HBGA 4, Nr.68, S.82,14f.).

26               Hahns Schriften: Philipp Matthäus H.

30f.             Lav.[ater] <...> Apostol.[isches] Wort.

32               Gesetzbuch der Hindoos: von R. E. Raspe.

35               Kantate: Beim Kirchgange <...>.

36               Briefe meiner Schwester: K. Güldenhorn, nicht überliefert.

Brief 550

68,13          Pathchen: Marianne Sophie.

20               Beylage: Konxompax.

21               Mein Copist Baruch: nach Jer 36,4.

23               so sauer geworden: Gal 3,1ff.

24               Vater der Einfälle und Zweifel: Daedalus, in Vergils Aeneis 6,33.

29               Weder H.[inz] noch H.[artknoch]: 78,17; bey K.[anter].

31               Sie sind im Mittelpunct: Herder hatte erwogen, das Manuscript bei Boie erscheinen zu lassen, 69,2.

34               letzteres: 12./1.April, N III,228,5.

69,2            Museum: Boies Deutsches Museum.

5                 Büffonschen Übersetzung: Über den Stil, September 1778.

7                 nach Wandsbek: für Claudius.

8                 Layenbruder: F. K. v. Moser.

12f.             2ten Theil: Zwey Scherflein.

14              ער וענה: nach Luther: Meister und Schüler, Mal 2,12, der Untertitel der Schürze von Feigenblättern. Eine unenträtselte Stelle, die Hamann zur Formel der Kommunikation zwischen Schöpfer und Schöpfung wählte. Andere Übersetzungen der (verderbten) Stelle sind: Wachender und Erwidrer (Buber), Schloß und Sproß (Illiger). Hier wohl gemeint Meister (Büsching) und Schüler (J .A.Starck); Ihre Lorbeeren: der Preisschriften.

15               das Rauschen Ihres Hains: seine poetischen Hervorbringungen.

16               unsere Ruhe Ehre seyn: Jes 14,18.

18               Freund in Erfurt: v. Dalberg; Nachbar G.[oethe].

23               Firne und Heurige: Hl 7,13.

24               αποκαραδοκια: Harren, sehnsüchtige Erwartung, nach Rö 8,19; Phl 1,20.

25               Apocalypsis: ΜΑΡΑΝ ΑΘΑ.

29               das Mst.: das Manuscript des Konxompax.

30f.             Starks Apol.[ogie] <…> neueste Aufl.[age]: Neue ganz umgearbeitete, und einzige authentische Ausgabe, Berlin 1778.

31               Meiners: Vermischte philosophische Schriften, III. Theil: Über die Mysterien der Alten. Leipzig 1776.

32               Eberhard: Von dem Begriffe der Philosophie <…>; Stelle aus dem Mendelssohn: Briefe über die Empfindungen, 4,25f. u. 97,22f.

34               Postillengloße u Recensentengeberde: N III,227,23f.

35               Recensirung: in den Königsbergschen <...> Zeitungen Nr.103, N III,227,32.

35f.             Freym.[äurer] Gespräche: Lessing, Ernst und Falk.

70,1            wo Falk <...> freundl.[ich] ersucht: im ersten Gespräch: Ernst! Du weißt wohl, wenn ich dich deines Namens erinnere.

5                 physische Factum: N III,218,27; Brief des Seml.[ers]: 54,24f.

7f.              das vorhergängige Wort: zufällige Geschichtswahrheiten, N III,218,26f.: Lessing (XIII,5): Zufällige Geschichtswahrheiten können der Beweis von notwendigen Vernunftwahrheiten nie werden.

8f.              Leßings Schrift <…> Kraft: N III,218,41.

11               mein! Beym Leben Pharaons: N III,219,1; Autoris profligati: Reimarus.

12f.             Opuscula profligata <…>: N III,218,15f.

14               gevierten: verschlagen, N III,221,18.

15               Lausangelrätzel: 51,35; N III,222,5; N VI,222.

17               Vergöttung: N III,224,7.

19               Söge: N III,225,33, Mt 7,6.

29               Sünde und Schande: N III, 225,12.

29ff.           Sie hat den Mann, den Herrn <…> gestorben ist: N III,225,15ff.

32               Weg mit dem Starken <…> Diagoras: (mit Anspielung auf Starck), N III,225,22f.

71,6            Pathchen: Marianne Sophie.

8                 Corporis delicti: Konxompax.

19               Freundin in Morungen: K. Güldenhorn.

23               jene Wittwe im Evangelio: Mk 12,42; Lk 21,2f.

Brief 551

Kraus ist in Berlin, 74,19.

71,32          Sünd und Schand: N III,225,12.

72,2            Bruder: Hippel.

3                 dem Paranymphen: Brautführer; bey Müller: Ernst Egidius und Frau, Pflegeeltern von Kraus.

5                 ausschlagen: anschlagen, wirken.

6                 Galla: 68,18f.

8f.              Homer <...> Catalogo: im 2.Gesang der Ilias, ab Vers 493ff.

14               lieben Kapellmeisters liebste Schwester: Reichardts Schwester Sophie Dorow; lies mit ihrem d[upl]o M[adam]e Aune.

15               Zeichen des Saturn; Mein Gevatter: vielleicht Kanter.

16               Luchte: Luke.

18               Knäblein: Konxompax.

20               Baruch Brahl: 68,21.

21               meinen K.[raus].

22               Jupiters Knie: die, schutzsuchend, zu umfassen sind.

23               weder H.[artknoch] noch H.[intz]: 78,17.

27               Professors M.: des fiktiven Professor Mannah, 19,27.

31               Milleri: Johann Peter M.

35               Bibliothekarstelle: 75,15ff.

73,2            K-x: Konxompax.

2f.              Gout du jour: die Neologie, 34,31f.

4                 2 seiner abstrakten u concreten H.[eiden?].

6f.              Freunde, die sich in fonte caballino [der Roßquelle oder Hippokrene] (wie die Uebersetzung des H.[udibras]) gewaschen u in bicipiti Parnasso [auf dem doppelköpfigen Parnass] geträumt haben: gemeint sind Kreutzfeld, Herder.

9                 dortige Bigam: Zweigespann in Berlin; Landsmann L.[indne]r: Gottlob Immanuel.

13               bis nach Göttingen: wo Kraus sein Studium fortzusetzen plant; Jacobilli: 91,24.

17               Traldo: Toaldo, Joseph Guiseppe.

18               Professor K[an]t.

20               ihn <...> besuchen: 70,25; 74.8.

21               Biester <...> jungen Ehmann: nicht ermittelt.

22               HE Wirth: in Berlin, D. Friedländer? nicht ermittelt.

24               Mit meinem Regno vegetabili u animali: seinem Garten, nach der Affaire Blom.

26               im Minerali: Mineralreich: Körper.

30f.             Fragmente <...> Mysterien: Konxompax.

32               Alexander von Adl.[ersheim]: Starck; Falk: Lessings Ernst und Falk.

33               Crata Repoa: von Karl Friedrich Köppen; Verleger: Stahlbaum.

74,5            drey Ringe: 69,32ff.

12               Forster: Johann Reinhold Forster´s Reise <…>.

13               Durchreisender: nicht ermittelt.

15               den Semler mitgebracht: Beantwortung der Fragmente eines Ungenannten.

20               F.[eder] aus G.[öttingen], 73,13, oder: P.[enzel aus G.[leboka], siehe Brief 532a; Stelle des Mentors: 91,21.

24               2 Gegner: Wieland und Nicolai, wegen der Auseinandersetzung um Amorys Buncle-Roman.

26f.             Unrecht zu haben <...> thut man lieber Unrecht: nach 1 Ko 6,7.

30               Autorschaft: Brahls, 92,8ff.

32f.             keinen von unsern dortigen Chefs: im Kabinett: die Widmung Brahls an v. Zedlitz führt Hamann zur Frage.

75,7            Ihren Gruß: an Mutter Lindner.

9                 engl.[ische] Geist: Handelssinn.

Brief 552

75,24          Ihr letztes: nicht überliefert.

25               über Curland: seinen Bruder Ehregott Friedrich in Mitau.

30               Landsmann: Hamann verschweigt Hippel.

30f.             Feuer und Waßer beschäftigen mich auch: Konxompax mit 2 Makk 1,19-22.

31               Waffen: Eph 6,17.

Brief 552a

Nachträge VII

515,23         drey Postscipte: nicht überliefert.

27f.             drey besten Matronen zu W.W.W.: Wandsbeck, Weimar, Winterthur (Elise Kaufmann, die Patin von Marianne Sophia war).

28f.             mein Brief <…> nicht angekommen: nicht überliefert.

30               Schuld am Boten: an Matthias Claudius?

Brief 553

Kreuzte sich mit Brief 554; beigelegt der Brief Hartknochs vom 6.Mai 1779.

76,2            Ihrer Sibylle: Konxompax.

3                 hiesige Verleger: Hoffmann.

4                 Museum: 69,2.

10f.             Contusion: Quetschung.

13               Lutherischer Einfälle: Beilage zu diesem Brief: Sprüche, die Luther theils mit eigner Hand, theils Creuziger in ein Testament geschrieben, das er selbst gebraucht, u. darinn er die Uebersetzung häufig verändert. Das Ex. ist von 1540, und die Ausgabe 1541 ist darnach gemacht. Es ist in der Universitätsbibl. zu Jena, in Abschriften von Creuziger und Rörer. Es handelt sich dabei um folgende Abschnitte: Et iustificata est Sapientia a filiis suis; Spiritus per Psalterium; Christiani ferre coguntur; anno Domini 1517; Sola fides iustificat. [Herder Briefe 9: Nachträge und Ergänzungen, Nachtrag zu Bd 4, Nr.71].

16               Kammerherrn: Otto Joachim Moritz v. Wedel.

28               wie Ajax: Hom. Il. 3,226ff.

32               die andern <...> nächstens: 82,19f.; Inlage bitte an Hartknoch: Brief vom 6.Mai 1779; HBGA 4, Nr.72.

Brief 554

Antwort auf Brief 549.

77,3            Einlage: Kantate beim Kirchgange.

9                 Pansismum: Neologismus von παν, gemäß Herders Vorliebe für Offenbarung Johannis.

13f.             Sprachspiel mit dem Beginn von Hor. ars: zu unterst wär´s ein häßlicher grauer Fisch, und es war doch oben als ein schönes Weib begonnen (Übers. W. Schöne).

21               2 Theil der Juden: Lessings so betiteltes Lustspiel in einem Aufzuge, 1749.

25               Der deutsche Sprachforscher: von Johann Jakob Nast.

29               Domitor: Bezwinger, Pseudonym des Physikers und Sprachforschers Johann Joachim Hemmer.

33f.             Geschichtsschreiber der deutschen Republick: Klopstock.

35               Grundgesetz der Aussprache: in Klopstocks Die deutsche Gelehrtenrepublik: Für junge Dichter.

78,4            meine Idee: die Zwey Scherflein.

6                 mein Geschmier: Konxompax; da sich 553 und 554 kreuzten, konnte Hamann nicht wissen, daß die Schrift ausgedruckt war.

10               Falk und Ernst: von Lessing.

11               Landsmann: Reichardt.

13               letzter Brief: 549; Jubilate: 3.Sonntag nach Ostern, also 25.April.

14               Möllerin: 63,26.

17               weder H.[inz] noch H.[artknoch]: 68,29.

24               daß meine kleine Chronik <...>: 64,9ff.

26               wie Paulus: 1 Ti 1,15.

26f.             nach Morungen: für K. Güldenhorn.

27               EhrenExemplars: der Kantate beim Kirchgange.

29               wie jener Gläubiger <...> im Evangelio: Lk 7,41ff.

30               Abuzai: Aubert de Versé.

31               großes Eloge: nicht ermittelt.

79,5            Lebensläufe: Hamann ist von Hippels Autorschaft überzeugt.

14               Diderots Essay: 66,31.

15f.             Brief an den Ruß.[ischen] Gesandten: nicht ermittelt; möglicherweise der erst 1813 vollständig veröffentlichte Plan d'une Université pour le gouvernement der Russie ou d'une éducation publique dans toutes les sciences.

23               geseegneten August: 76,29.

Brief 555

Antwort auf Brief 553.

80,3f.         Erbprinzeßin: Luise von Sachsen-Weimar-Eisenach.

4                 alles gedruckt: Konxompax.

12               Dank: 76,6.

13               Adelgunde: in Anspielung auf die andere Sibylle und ihre Entstehungsgeschichte, III,184,5.

20               Brauchs an statt Bauchs: N III,226,30.

26f.             alte Hausvater: Friedrich II.

31               Schluß des pr.[aecedentis]: Ende April.

33               Ministers v. Z.[edlitz].

36               Dachen: Simon Dach.

81,2            Exempl.[ars] nach G.[öttingen]: des Konxompax an Kraus.

5                 Br.[ahl].

11               von Semler <...> Exemplar: Beantwortung der Fragmente eines Ungenannten.

14               daß Leßing dadurch gereitzt werden würde: an Elise Reimarus schreibt L. am 4.Mai 1779: ich <...> ward über die impertinente Professorengans so erbittert, daß ich alle gute Laune, die mir zum Versmachen so nötig ist, darüber verlor, und schon Gefahr lief, den ganzen Nathan darüber zu vergessen <...> ich will es ihm schon indes auf eine andre Weise eintränken, und ihm ein Briefchen aus Bedlam schreiben, daß er an mich denken soll!. Im Nachlass fand sich ein Entwurf Gegen Johann Salomo Semler.

15               Beyl.[age] von Luther: 76,13f.

17f.             den 1ten May <...> geschrieben: nicht überliefert.

25               Klopstocks Grundsatz: in der Gelehrtenrepublik.

36               fördere: Ps 90,17.

37               Mein Bogen <...>: Hi 29,20.

82,2            hiesigen Pathin: Madame Courtan.

3                 Pendant: Hamanns Patenkind August Wilhelm; Mignon: der Liebling Hans Michael.

7                 Ihre Einlage: 76,32f.

Brief 556

Kreuzte sich mit 555.

82,19          Ihrer Sibylle: Konxompax.

83,3            Psalm: Ps 34,21.

8                 Starks Schriften: Hephästion, Apologie des Ordens der FreyMaurer.

9                 Milch <…> Balsam: 2 Mo 3,8, 1 Mo 37,25.

10f.             Im Hesych.[ios] <…>: Lexicon graece cum notis doctorum virorum integris.

11f.             επιφωνημα τετελεσμενοι ς κ[αι] της δικαστικης ψηφου ηχος, ως ο της κλεψυδρας. παρα δε Aττικοις Βλοψ: "Zuruf den Eingeweihten. Und Geräusch des [Gerichts-] Stimmsteins wie das der Wasseruhr. Bei den Athenern aber Blops"; Übersetzung nach Herder Briefe 12, S.77.

13               Κογξ <…> oμπαξ Βομβαξ.

14               Πυππαξ εποποι: Ausdruck der Verwunderung und Naturlaut des Wiedehopfs [Herder Briefe 12, 77].

22               Lavaters Schreiber: nicht ermittelt.

28f.             einen Kaufmanns Sohn: nicht ermittelt.

32f.             2tes Schriftchen: Zwey Scherflein.

35               Buchhändler: Karl Ludolph Hoffmann; 2te Aufl.: von Konxompax.

84,2            Schr.[iftsteller] u. Kunstrichter: recte: Leser und Kunstrichter.

11               Mein Gottfr.[ied]: 82,23ff.

13               Nathan: 77,20.

17               Starke <...> nicht gesehn: Starck; wenn Herder nach dem Wiederlesen seiner Schriften (83,8ff) eine offenbar neu erschienene noch nicht sah, könnte es sich um Starcks Geschichte der christlichen Kirche, 1779/80, handeln. Für Konxompax war Starcks Apologie, neben Meiners' philosophischen Schriften der polemische Augenpunkt, 92,20f., bestätigt in Hamanns Brief an Kraus.

20               Abauzit: 78,30; Herder verwechselt Aubert de Versé mit Firmin Abauzit (Oeuvres de feu M. Abauzit. Bd. I. Genf 1770).

Brief 557

84,28          Einlage: 76,32.

29               Costa: 51,2f.

31               wie die Schaubrodte: 2 Mo 25,30 u.ö.

34               paar Bogen: Konxompax.

85,1            dienstbarer Geist: Herder.

3                 Muhme Jochebed: die Mutter Mosis nach 2 Mo 6,20.

5                 Nachtstück Ihrer Adelgunde: des Versuch einer Sibylle über die Ehe im Konxompax.

6f.              die Kolbe lausen: jem. den Kopf waschen, V,79,32.

7f.              Gottes Finger <...> für die Sphranschen und Saben: N III,228,4.

11               Gérard: Girard.

15               doppelter Gevatter: des M. Claudius, sowohl als Pate wie als Asinus, III,106,3.

17f.             P[farre]r. Reusch <...> Sub.Bibl.[iothekar].

27               med. Febr.: Mitte Februar.

32               drollicht Zeug vom seel. L.[indner] u H.[erder]: 40,31f. und 49,13.

33               in sein Wörterbuch: die Livländische Bibliothek führt im Titel nach alphabetischer Ordnung.

86,1            im Kindbett an Fragmenten: mit Konxompax.

9                 Empf.[angen] den 13.May: alten Stils.

Brief 558

86,28          aus dem Brief vorlas: nicht überliefert.

87,16f.        Daß ich schon glücklich bin <...>: aus einem Gemeindelied?

31               Gräfin: v. Keyserling.

88,30          Wechsel: 91,1ff.

Brief 559

90,19          herrlicher Plaz am Bodensee: 102,6f.

24f.             freien Tonne <...> kunstvolle Tonne: Anspielung auf Diogenes und Swifts Tale of a tub.

27ff.           beseufzen die HE. Schweizerkaufleute <...> Profit entzogen: es geht wohl um den Schweizer Handel mit den Engländern im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg.

29               Merepatrie-marâtre: stiefmütterliches Mutterland.

91,1            K.[aufmann].

13               Geantw den 7 Aug -: nicht überliefert.

Brief 560

91,18          Ihr Briefchen: nicht überliefert.

19               Dom.[enica] VI. p[ost] Tr.[initatem]: 11.Juli.

21               Gefährte: Johann Friedrich Hermes.

24f.             Henr.[ici] Barcellii Bibl.[iotheca] Mundi: wohl Barcellius Agrigentinus, mehrfach erwähnt in Bibliotheca libros et sciptores ferme cunctos ab initio mundi ad annum 1633. Paris 1731, ein fingierter Autor.

26               in der Leine: Bericht vom Baden im Flüßchen bei Göttingen.

92,9f.         Ihrem Mäcen: v. Zedlitz.

14               agnam: gemeint ist wohl weniger das weibliche Lamm als der Halm der Ähre.

19               Gevatter <...> Konxompax: Herder; zur Vorgeschichte, 80,36ff.

20               statt Brauchs=Bauchs: 80,20.

22f.             Nachstück <…> Sibylle: Konxompax und Versuch einer Sibylle.

23f.             Dramaturgen und Orthodoxe: Lessing und Goeze.

24               Kolbe lausen: 85,5ff.

30               Guldens Leben: von J. F. Reichardt.

32               Daß ich <...> anders denke: 95,11.

34               Koppe N.[ovum]T.[estamentum].

36               Ahasverus seyn soll nach Maler Müller: in dessen Fausts Leben, 1778.

93,5            P.[ater] Georgi: Giorgi.

18f.             kalmuckschen Polyhistor oder kleinen Abt des großen Lama: also einem Gelehrten, der sich im Tibetanischen auskennt.

21               Photorinus Pathognomikus: Pseudonym G.Chr. Lichtenbergs, die gräzisierende Form seines Namens, die er in folgenden Publikationen verwendete: Timorus, Patriotischer Beitrag zur Methyologie der Deutschen, Dritte Epistel an Tobias Göbhard, Schreiben Conrad Photorins an einige Journalisten in Deutschland. Mit dem Beinamen Pathognomikus ist seine Entgegnung auf Lavater gemeint: Über Physiognomik, die den (wohl satirischen gemeinten) Begriff der Pathognomik entwickelt, die Möglichkeit, bestimmte seelische Vorgänge aus den unbewußten Bewegungen des menschlichen Gesichts zu erschließen.

27               Breslauscher Banquier: ebenso 94,31; daß das Synonym für reicher Mann ausgerechnet einen Hermes zum Begleiter hat, dient zum Sprachspiel.

33               Genoß: 91,21.

94,6            mathematischen Muse: Arthur Youngs politische Arithmetik.

13f.             Einer des Andern Last: Gal 6,2.

Brief 561

94,25          den 4 Junii alles richtig erhalten: mit 556.

26               Lied vom Bach u das Abendlied: beide im Zweiten Theil der Volkslieder, Leipzig 1779, mit dem Untertitel Deutsch veröffentlichten Lieder (SWS XXV,383 u. 388) standen bereits im Silbernen Buch, "jener interessanten Sammlung von Karolinens Hand, die aus den während ihres Brautstandes ihr zugeschickten Liedern zusammengestellt ist" (Carl Redlich, SWS XXV, S.XVIII).

28               gemeint ist ihren Genuß.

34               Er: Hermes, von Zeile 30.

95,7            Lebensläufe: Hippel, 84,14f.

10               unsern Zeitungen: 92,30f.

14               Surnumeraire: Volontär ohne festes Gehalt.

17               unter Mecänen: einer davon: v. Zedlitz.

31               PfingstEinfall: 84,1ff.

96,1            S.8 ist sondern: N III,

4                 antiquo more Inscriptionum: nach dem alten Brauch der Inschriften.

6                 lies: קוץ: von הקיץ =erwachen, aufwecken; אמפץ (Hamphets): eine falsche Vokalisation, richtig wohl: Ompaz; wird erklärt in: Compendium antiquitatum Graecarum e profanis sacrarum <…>. Frankfurt/Main [Varrentrapp], S.349: Dimissos ab Hierophanta Epoptas narrant his verbis: κογξ oμπαξι, quae Clericus ita interpretatur, ut iis adhortatio: קוץ אמפץ  vigila, esto innocens, quae suo loco relinquimus.

8ff.             Les Hierophantes <...> que la Greque: Die Hierophanten entließen das Volk, indem sie Conx und Ompax riefen, fremdartige Wörter, die zeigen, daß diese Zeremonien von Leuten eingeführt wurden, die eine andere Sprache als griechisch sprachen <...> diese Wörter bedeuten im Phönicischen: wachen und nichts-Böses-tun.

13               επιφωνημα: Ausruf; Congé: Urlaub, Verabschiedung.

15               letzten Buch des Apuleii: wohl der Apologia.

16               Αφεσις λαοις: der Volksmenge Urlaub erteilen.

17               Diaconi: der Diener des Wortes.

17ff.           Morem hunc <...> λαοις αφεσις: Diesen Brauch haben die römischen Christen von den Heiden geborgt: denn ehedem rief der Schreiber nach den Mysterienfeiern der Isis: die Versammlung ist entlassen.

20               im Wäldchen allegiren: 94,22, frei nach Belieben eine Schriftstelle anführen.

24               gewißer Engl. Stuart: John Stewart, `walking Stewart´, der durch Persien, die Türkei, Aethiopien, Abessinien, Frankreich, Spanien, von Calais bis Wien wanderte und daraus seine Moralphilosophie entwickelte; Freund de Quinceys.

33               Uie und Tokuie: 99,33.

97,6            Suchen und Finden: Spr 8,17; Mt 7,7 u. ö.

7                 Phaedr[us] Lib.V.: recte: 4.Buch.

9                 Apologie: von Starck.

12               Göttl.[iche] Sendung: von William Warburton.

16               Hephästion: Starck.

22               Brief des Theokles: Über die Empfindungen.

26               Zacharia: Zaccaria.

98,14          zweiten Auflage: des Konxompax.

19               Hartknochs Antwort: weder Hamanns Anfrage noch diese Antwort sind überliefert.

24f.             hat Gevatter Asmus <...> geschrieben: nicht überliefert.

29               Sohn von Carl Berens: Arend.

33               Koppens Ausgabe: Koppe: Novum Testamentum Graece.

99,1            Moldenhawer's Widerlegung: Genaue Prüfung <...>.

6                 in Morungen: von der Schwester, K. Güldenhorn.

8                 den 18-<...> -den28 zu erleben: die Geburtstage: am 18.August Siegmund August Wolfgang Herder, den 25. Herder [u. Karl Emil Adelbert], den 27. Hamann, den 28. Wilhelm Christian Herder.

12               Tages Last und Hitze: Mt 20,12.

13f.             Antworten nach der Schweitz, Osnabrück u Wandsbeck: an Kaufmann, Ehrmann, Kleuker und Claudius, nicht überliefert.

18               traurigen Umstand: nicht ermittelt.

23f.             Der Vater, der ins Verborgene sieht: Mt 6,4.

27               wie Rahel und Lea: Rut 4,11.

31f.             Im Proclo habe p. m. 293.: in Mitte der Seite 293, siehe 96,33.

35f.             andächtige Mummerey <...>: Zitat aus Konxompax (N III,219,29ff.): Ja selbst >die einzige wahre Religion in jenen finstern Jahrhunderten des Mittelalters und ihren scholastischen Mysterien zu einer andächtigen Mummerey herabgesunken< war eben das unerkannte Vehiculum ihres Triumphs.

100,1          Anspielung: N III,219,26 auf Friedrich II. (den Salomon in Norden), im 13.Gesang von Voltaires Pucelle d'Orleans.

18f.             Eloge auf V.[oltaire]: von Friedrich II.

21ff.           Chaque Monarchie <...>: N III,227,36ff.

Brief 562

100,31         Ihr Brief vom 8.: 561.

33               Offenb.[arung]: Maran atha.

101,1          im Wäldchen geschrieben: 94,22.

8                 Eclogendichter: Vergil, ecl.: der göttliche Knabe in der bukolischen Welt, cara deum suboles 4,49.

15               7 Sterne der Offenb.[arung]: Off 1,20.

30               Pathen: August Wolfgang H.

Brief 563

102,29         Der Herr hats gegeben <...> sein Name sei gelobt: Hi 1,21.

106,8          Amtmann: Hirzel.

10               Malversazion: Veruntreuung.

Brief 564

109,20         Einl.[age]: 110,29.

23               Übersetzers: Penzel.

24f.             Büschings wöchentl.[iche] Nachrichten: 19.St. v. 10.Mai nach einem Brief Penzels. Die Übersetzung, 1.Teil, erschien erst 1786; neue philol.[logische] Bibliothek: hg von J. K. Volborth und D. Tiedemann. Leipzig [Weygand] 1776-78, die Ankündigung darin nicht ermittelt.

32               Hayn Mamre: 111,16, nach 1 Mo 13,18.

33               Görtz: Goertz, Johann Eustachius, Graf v. Schlitz; das Echo dieses Besuchs im Brief Herders an diesen vom 25.Januar 1781 (HBGA 4, Nr.152).

34               Nachrichten aus Weimar, Erfurt u Darmstadt: 111,31ff.

110,1          Landsmanns: Herder; Costa: 51,2f.

2f.              Apocalyps.: Maran atha; Pathen: August Wolfgang H.

5                 Freund B.[udberg].

Brief 565

110,27         mit Ihrem Briefe: 562.

29               zweyte Einl.: ein Brief an Hartknoch v. 29. August ( HBGA 4, Nr. 84).

30               Hayn Mamre: 1 Mo 13,18.

31               Er hat alles wohl gemacht: aus dem gleichnamigen Kirchenlied.

33               apokalyptischen Knäblein: Maran atha.

111,1f.        Geburtstage des verfloßnen Augusts: 99,8.

7                 ad modum Heracliti: nach dessen Ausspruch (Cic. nat. 1,74): introite, nam et hic dii sunt.

8                 schwarzen Grütze: Gerstenbrei.

18               schlechten: schlichten, einfachen.

28f.             nach St. Petersb.[urg] <...> geht: von 1779-1785.

30               Hayn mamre: 1 Mo 13,18.

32               Statthalter <…> Kanzler: v. Dalberg und v. Moser, F.C.

33               Besuch des Virtuosen: Merck.

34               beyden Nachbarn: Goethe und Wieland, 166,20.

36               Briefe eines Prinzenhofmeisters: von Görtz v. Schlitz.

112,3          an unsern Hof: in Berlin.

20               Petersb.[urger] Uebersetzung: des Hudibras, nicht ermittelt.

24               Geburtstag Ihres ältesten Sohns: 28. August.

29               in seinem Pathmos: Off 1,9; Luthers Metonymie der Wartburg.

34               Propagien <...> Origines: etwa: Wirkungen und Quellen.

113,4f.        Betrachtungen über das Universum: von v. Dalberg.

7f.              zweyten Ausgabe des Universums: erschien 1778 in Mannheim.

12               Minister: 112,5f.

23f.             gegen Kl.[opstocks] Orthographie: Über die deutsche Rechtschreibung.

25               I.Band von Mätzchen: Mätzke, Grammatische Abhandlungen.

26               neues Buch: Versuch in deutschen Wörter-Familien.

27               bey K.[anter] <...> bey H.[artung].

29               Semmler: Semler, Beantwortung der Fragmente.

33               Gronovii Antiqu.: Thesaurus antiquitatum Graecarum <...>.

35               Matthias [Claudius] Ehrensprunges <...> mit der Nachricht: beides nicht überliefert.

114,8          Lauberhütten: das Laubhüttenfest.

29               stabulo Augeae: Augiasstall.

32               Briefe über die Liebe des Vaterlandes: von Friedrich II.

34               Eloge auf Voltaire: ebenfalls von Friedrich II., 100,18ff.

115,3          apokalyptisches Knäblein: ΜΑΡΑΝ ΑΘΑ, das Maran atha.

6                 Thibetschen Grammatik: von Giorgi.

17f.             Sohn vom Karl Berens: Arend.

26f.             Και ειρηκε μοι· Αρκει σοι- ἡ γαρ δυναμις μου εν ασϑενεια τελειουται. Ἡδιστα ουν μαλλον καυχησομαι: Und er hat zu mir gesagt: Laß dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Drum will ich mich am liebsten meiner Schwachheit rühmen, 2 Ko 12,9.

30               fahren <...> alle vierspännig: alle haben vier Kinder, 125,28f.

34               gratiosa coeli rosa: gnadensreiche Himmelrose, aus Str. 3 des Liedes von Philipp Nicolai Wie schön leuchtet der Morgenstern.

35               lieber ältester wieder völlig hergestellt: 82,23ff.

36               Zufall: Unfall.

116,4          Mandel: eine Anzahl von fünfzehn oder sechzehn.

5                 wie St. Johannes: 3 Jh 13.

5f.              wie Pfeile: Ps 127,4f.

13               Layenbruder: v. Moser.

Brief 566

116,22         einziges Briefl.[ein]: nicht überliefert.

23               Antwort der meinigen: 560.

23f.             Frau Consistor.[ial] Räthin: Mutter A. A. Lindner.

29f.             mit wem <...> gegangen: Kraus nach Göttingen, 91,21.

117,2f.        Bey K.[anter] <...> bey H.[artung].

3                 Semler: 113,29; physiognomischen Reisen: von Musäus.

7                 vierspännig: 115,30.

12               verwünschte Muse: Konxompax.

16               Schooßdichter: Persius.

Brief 567

117,32         Antwort durch einen Einschluß: nicht überliefert.

118,4          Seit dem 18.May: 557; 2 Aug. u 17 Sept.: nicht überliefert.

5                 jungen Berens: Arend.

6                 Freund Arend: Arndt; der Einschluß ist nicht überliefert.

7                 Einschluß <...> aus Weimar: HBGA 4, Nr. 84, der später ankam als Nr. 86 vom 10. Okt. 1779.

10               Beruhigen Sie mich: 117,32.

15               Fragmente: einer apokryphischen Sibylle über apokalyptische Mysterien, Konxompax.

17               jungen Menschen: Zeile 5.

119,9          Belisaire: von Marmontel.

16               Br.[uinvisch].

32               Paroxysmum: heftiger Anfall.

121,3          booßt: bockt.

28f.             Jothams Fabel: Ri 9,7ff., 130,6.

31               Dornstrauch: 2 Mo 3,2.

122,1          Cassius: 109,22ff.

4                 Lenz: Jakob Michael Reinhold L.

9                 alles von seiner Krankheit: Zeichen von Geisteskrankheit.

11               dort zu Lande: in Riga.

21               sagt die Sibylle: Hamann in Konxompax: Denn diese προληψις [Vorwegnahme] Gott gleich zu seyn hatte aller philosophischen Erkenntniß und gesetzlichen Gerechtigkeit die Bahn gebrochen. Sie war das Ziel des ersten Selbstmörders, der, wie ein schlechter Schütze, den Schatten für den Körper traf, weil der Körper ein bloßes Schattenbild des Dings Selbst ist (N III,224,22ff.).

23               Apologie des <...> Ordens: von Starck.

24               Lessingiana: Zur Geschichte und Litteratur, Beitrag 3, Falk und Ernst, Über den Beweis des Geistes, Nöthige Antwort.

28               Deserteur: Penzel; ciuiliter mortuus: bürgerlich tot.

32               Oncle George: Berens.

Brief 568

123,8          Brief vom 7 Aug.: 560.

9                 liebe Cousine: Buchholtz, verheiratete Schultz.

11               Bräutigamsbesuch: des Johann Ernst Schultz.

14               Ihrem: ihrem.

20               Uebersetzung: des Hudibras.

22ff.           Gesellschaft: 111,9ff.

32               Gefährten: 91,21; Hermes, 134,5.

124,3          so verstehen Sie: 92,8ff.

4                 Ihrer Excell.[enz]: v. Zedlitz.

9                 Hofger.[ichtsrat] Adv.[okat] von Voß.

Brief 569

124,22         Munus: Geschenk des Maran atha.

23               Brief an Claudius: nicht überliefert.

33               Ihr <...> Audiui: ihre Hilfe.

125,1          Surtout u Enveloppe: Hülle und Umschlag.

4                 arme K.[aufmann].

6                 Buchladen: Hartungs.

7                 Wechselsache: 88,30f.

9                 Einl.[age] von Pf.[enninger]: nicht überliefert.

11               Schellinger: Schellenberg.

15f.             Art von Inquisition: 106ff.

16               Polypragmosyne: Vielgeschäftigkeit.

20               Was Pf.[enninger] mir meldet: nicht überliefert.

21               Heß: Vom Reiche Gottes.

22               oder so was von L.[avater]: Jesus Messias.

23               der Erste sind: in der Exegese der Offenbarung, mit Maran atha.

25f.             Rad im Rade: Hes 1,16; Nadler 254f., bei Herder vor allem Kapitel II.

26               Wagenthron: Maran atha S.331.

27               מץשה מרכבה: Thronwagenwerk, Anspielung auf Hes 1,26, ein Terminus jüdischer Mystik: Geheimnisse der Schöpfung, komplizierte Sachverhalte.

28               tollen Scherz: die Vierspännigkeit, 115,30.

30               Aus einem Wink: in Anmerkung zur Stelle: Paulus erklärt sich über die Mühe des schnellen Tags; aber nicht also, daß er ihn ins Endlose fortschickte: conf. Koppii N.T. excurs. II ad h.l.

126,11         Arend: Arndt.

14               seines Herrn Hause: Kenkel.

17               Brief von Hartknoch: nicht überliefert, dazu Brief 567.

18               Fragmente: Konxompax.

31               Verf.[asser] der wahren Lehre: Cleß.

33               Walchs neue Schrift: Ch. W. F. Walch, Kritische Untersuchung <…>.

34f.             unsern Buchläden: Hartung, Kanter.

127,4          Actis Eccl.[esiasticis]: hg v. Ch. W. Schneider.

8                 Verfaßer: nicht ermittelt. Es handelt sich um die Beschreibung im 37.Teil Itziger Zustand der Theologie auf der Universität Königsberg, S.696ff. Über Schultz S.705f.: Daß er ein unansehnliches exterieur und schlechte Kantzelgaben hat, wird ein Kluger ihm nicht zum Vorwurf machen.

9                 zu W.[eimar].

15               Michaelis Einl: Einleitung in die göttlichen Schriften, 2.Teil.

16               neuesten Ausleger: Herder.

19               Hyppolitum <...> ersten Vertheidiger: Hippolyt; in der vierten sehr vermehrten und geänderten Auflage, Göttingen 1788 seiner Einleitung in die göttlichen Schriften des Neuen Bundes schreibt Michaelis auf Seite 1597: Nimmt man hinzu, daß Hippolytus der erste Vertheidiger der Offenbarung, Bischof zu Aden in Arabien gewesen ist <...>, so wird es einem noch weniger unglaublich erscheinen, daß die Manichäer die Offenbahrung Johannis gehabt haben.

20               Melito: verfaßte ein Buch von dem Teufel und der Offenbahrung Johannis, nach Eusebius Hist. eccl. 1,IV, c.26 (Michaelis, S.1581). Zu Melito und Hippolyt besonders § 276.

22               neuen Namen eines St. Hippolyt: Herder selbst.

22f.             Capitel gegen Cajus: sein Buch Von dem Evangelio und der Offenbahrung Johannis enthielt unter dem Titel Die Vertheidigung der Offenbahrung ein Kapitel gegen Cajus. Cajus dürfte ein römischer Presbyter gewesen sein, der die Offenbarung verworfen und sie dem Cerinthus zugeschrieben hat, nach Eusebius Hist. eccl. III,c. 28 u. VII,25. Zu Cajus bei Michaelis § 274: Wer Cajus gewesen ist?

24f.             Schweizer Propheten: Heß.

34               Wassergalle: Regenbogen.

128,5          über die Liebe des Vaterlandes: 114,32.

6                 Kreutz zu Hause: 131,7ff.

7                 Ihrer Uebersetzung: der Apokalypse.

9                 Mit Simonis Judä: 28.Oktober.

11               Melito: als den ersten Vertheidiger der Offenbarung, 127,19f.

24               wie ein blinder Jakob: 1 Mo 48,10.

24f.             armer Job: passim, besonders Hi 17,20.

25               vom Verf.: 127,8.

27f.             Liebe, Leben, Licht: die Leitmotive des Johannes-Evangeliums, Herders Petschaft mit den Zeichen Α und Ω.

29               Pathchen: Marianne Sophie H.

30               Arithmetik im Ernesti: Johann August E., Initia doctrinae solidioris.

31               Engel zu Sardis: Off 3,1.

Brief 570

129,3          Ihre Zuschrift: nicht überliefert.

4                 Verlust von dem Weimarschen Einschluß: 118,5ff., 136,20f. u. 137,25ff.

7                 ins Mittel zu schlagen: vermitteln.

9                 bey dem Mann: Rappolt, 110,29 u. 132,30.

14               Br.[uinvisch].

16               Vaters: Carl Berens.

24               Patron: Kenkel.

30               Blätter: Konxompax.

130,4          George: Berens.

6                 Erklärung einer Anspielung: 121,28ff.

14               Schweben über stolze Gewächse: Ri 9,9, 11 u.13.

22               merkwürdigen Freund: Penzel.

25               Contubernali: Zeltgenosse, Kollege; gemeint ist Kraus.

27               Chronique scandaleuse: Penzels Drama, das in Königsberg kursierte, bevor es eingezogen wurde, III,394,36.

36               Satan im Engel des Lichts: 2 Ko 11,14.

131,4          Weimarschen Einschluß: von Herder.

6f.              heute Antwort erhalten: nicht überliefert; zum Inhalt 136,33-137,11.

12               verwünschtes Dornenfeuer: Ri 9,15.

15               mit einem Briefe von unserem Lenz: nicht überliefert, 141,4f.

22               Bibliothecarii: Reusch oder Kreutzfeld.

26               Oberburggrafen: C. F., Graf v. Dohna.

31f.             wegen seiner <...> Zufälle: Arend Berens' offenbar simulierte Anfälle.

132,10f.      Auslegen gehört Gott zu: 1 Mo 40,8.

13               aus dem Thibetschen: Giorgi.

18f.             Schweitzer Künstler: Schellenberg, mit Stadt-und Landschaftsansichten; Wasserfall: wohl der von Schaffhausen. Hamanns Einladung zur Subskription: N IV, 435.

30               Banco-Dir.[ector]: Rappolt.

133,4f.        mein Freund der Bibliothecar: Kreutzfeld.

7                 Minister: v. Rhode.

8                 das Buch: Passerius, 161,5ff.

18               beantw. d. 26. Dec.: nicht überliefert.

Brief 571

133,22f.      den 10 huj. erhalten: nicht überliefert.

31               Außer einem einzigen Briefe: 116,22, nicht überliefert.

33               Nicht mehr ein Schwimmer: 91,26.

134,7          mit St Paulo sagen: Apg 20,24.

Brief 572

134,19         Eloge: von d'Alembert, Eloge de milord Maréchal, dazu die Zwey Scherflein zur neusten Deutschen Literatur, N III,231,40.

22               Lebensläufe: von Hippel.

23               gelehntes: geliehenes.

32               Universo: von v. Dalberg, Betrachtungen über das Universum.

135,3          doppeltes Andenken der Freundschaft: Herder hatte, im Auftrag v. Dalbergs, ihm ein Exemplar zukommen lassen, III,372,35f.; noch unbeantworteter Brief: weder der v. Dalbergs noch eine Antwort Hamanns ist überliefert.

20f.             auf einer wüsten Insel verödeten Arrestanten: Hamann selbst, weil es für ihn keine Buchläden mit ansprechenden Neuigkeiten gibt, 140,28ff.

21               A.[llgemeine] D.[eutsche] Bibliothek: Hamann interessierte im ersten Stück des 37.Bandes den nach den Kurzen Nachrichten und den Vermischten Nachrichten (als 3.Anhang) die mit Nachricht überschriebene Auseinandersetzung Nicolais mit Wielands Kritik der Übersetzung von Th. Amorys Bunkel-Roman, die Nicolai eingeleitet hatte, 141,10ff.

25               Ende der Welt: seine Isolation in Königsberg.

26               mit Hans Sachsen Gradu ad Parnassum: an die Werkstatt gefesselt, in einsam fortschreitender Produktivität.

Brief 573

Antwort auf einen verlorengegangenen Brief, den Hamann am 12.Dez. erhielt.

136,2          Ich steig hinauf zu Dir: Str. 8 des Kirchenlieds Mein Jesu, den die Seraphinen, von Wolfgang Christoph Dreßler.

16f.             Hartkn.[ochs] Schwager: Rappolt.

33               Ihrer wie im Folgenden Großschreibung des Respekts.

137,12         Sohn von Karl Berens: Arend B.

23               Schrift <…> mich zum Verfaßer: Konxompax.

36               booset: 121,3.

37               Rotomontaden: Rodomontaden, Prahlereien.

138,2f.        eben der D. Tütenhüt: Spitzname für Bruinvisch; Etwas <...>: III,96f.; auch N IV,445ff. und N VI,183f. (Hütenthüt)

5                 Aufsätze: Flüchtige Aufsätze.

8                 Hartkn.[och] in seinem Briefe: nicht überliefert.

10               einen Brief von ihm selbst: erhalten am 8. November, nicht überliefert.

17               gelehrten Articul <...> aufgesagt: die Arbeit an den Königsbergschen <...> Zeitungen gekündigt.

18               Wetzel: Wezel.

23               Oncle George: Berens.

25               Hartkn.[och] u Rapp.[olt] Schwägerin.

31               Banco-Dir.[ector]: Rappolt.

35               Josephum: Josephus Flavius, Bellum Iudaicum und Antiquitates Iudaicae.

139,3          Aufschluß über den Hyppol.[itum]: 127,19.

6                 Gr.[af] G.[örtz].

7                 Universum [v. Dalbergs] an K.[eyserling] lehnen: leihen.

10f.             Auslieferung: 135,4.

13               an meinen Blättern von 1777: Schürze von Feigenblättern.

17               auf seinem feuerspeyenden Berge: dem Ätna, N V 332,4ff., bei Brydone Bd 1, S.216.

19               Der Titul bleibt: 69,14.

22f.             des Asmus Nachwächter: Claudius' Wächter und Burgermeister.

25               Die Brücke ohne Lehne: was Pfenninger aufzuklären helfen könnte, Z.30f.

26               Misverständniße: daß Herder der Verfasser sei.

28               im T[eutschen] M.[erkur]: Hefte Januar, August, September 1776, dazu Nadler, 239.

29               Gideon: Joseph Gedeon, siehe Stoltz, Johann Jakob.

30               Xstl. Mag.: Christliches Magazin <...> Pf.[enninger].

31               Sinneserklärung ausbitten: 173,17; der Brief an Pfenninger ist nicht überliefert; warum er aber Häfeli antworten läßt, deutet auf diesen als Verfasser des Aufsatzes im Teutschen Merkur. Jedenfalls aber scheint Hamann das Bild der Brücke ohne Lehnen als Titel des 3.Teils der Schürze erwogen zu haben -oder für eine spätere, 177,26. Siehe Brief 585.

35               Statthalter: v. Dalberg.

140,4          Bunians Reise: Bunyan's The pilgrim's progress.

5                 Brief an Ihn: wenn geschrieben, nicht überliefert.

6f.              Curialien: Anredeform; Erl.[aucht].

9                 beyden vornehmen Passagiers: offenbar von Herder avisiert; nicht ermittelt.

11               Bickel: Birkel.

16               zugedachten muneribus: 161,26f.

26               Von Pf.[enninger] 2 Briefe: nicht überliefert.

30               Hart.[ung].

141,7          Episcopus portus romani: hier (nach der Etymologie) der Aufseher des römischen Hafens; vielleicht eine Selbstanspielung.

8                 im lezten Quartal des T.[eutschen] M.[erkurs]: der Rezensent von Schlözers Briefwechsel ist Wieland, der im 3.Vierteljahr 1779 Seite 189f. den Prälaten charakterisiert.

9                 Wiel.[and], Unmaasgebliche Gedanken eines Laien <…>.

10               Gedanken über Vernunft und Schrift: nicht ermittelt.

11               allg.[emeine] d.[eutsche] Bibliothek: Bd 37/1 u. Anh. zu 25/36. Abt. 1; Streit des Nicolai u Wiel.[ands]: wegen der Übersetzung von Amorys Roman Das Leben <...> Johann Bunkels, sowie Nicolais Einleitung.

13               der neueste M.[agister] W. über das Genie: von Ernst Carl Wieland, M. Wieland auf dem Deckblatt, da er sehr jung gerade zum Magister der Philosophie promoviert worden war.

14f.             kindischen Briefwechsel über die neueste Orthographie: in der Allgemeinen deutschen Bibliothek 39/1, 1780, S.253-259 sind hintereinander rezensiert: Klopstock, Ueber die deutsche Rechtschreibung, rezensiert von S.J. E. Stosch [Sigle Eg] und Die allerneueste deutsche Orthographie des achtzehnten Jahrhunderts, erfunden von Klopstock, nachgeahmt von den Dessauischen Erziehungsinstituten, ausgezischt von der gelehrten Welt, und übergangen in die Vergangenheit. Frankfurt/Leipzig 1779, rezensiert unter der Sigle Or. Siehe auch Kindleben.

15               Spitzbart: von Schummel.

15f.             Verfaßer der physiognomischen Reisen: Musäus.

16f.             mein Nachbar: I,61,34ff.

18               Freund und Nachbar: G. G. Weber.

21               Dachsche Wünsche: 42,7.

22               Oberhofpr.[ediger] noch meinen Beichtvater: J. E. Schultz, Matthös.

24               Keine Hofnung <...> Leßingschen Gespräche: Fortsetzung von Ernst und Falk. Schon in seinem Brief vom 1.Juni 1779 hatte Herder bei Lessing angefragt des 3.Freimaurergesprächs wegen und ihn um Mittheilung gebeten (Abschrift des Ms. oder Drucks); hinzugefügt hatte er denselben Wunsch Hamanns, der ihn wiederum beauftragt hatte, Lessing ein Exemplar von Konxompax zuzustellen: er hat die beiden ersten mit einer Lust und Wohllust gelesen, daß ihm die Mittheilung des Dritten wahre Wohlthat wäre. Für seine Behutsamkeit, daß das Manuscript oder Gedruckte durchaus in keine andre Hände oder vor andre Augen komme, kann ich bürgen. Er ist der gewissenhafteste, scrupulöseste Mensch unter der Sonne-Uebrigens nimmt er an Ihren neuen Streitigkeiten, in specie an Ihrem Glaubensbekenntniß mit der innigsten Begierde Theil--. Lessing hat offenbar die Bitte nicht erfüllt.

25               Probe meiner Handschrift: dreiteilig geplant (139), blieb sie Fragment. Wenn Hamann den Freund um Urteil und Ermutigung bittet, ist das wohl nur ein schwaches Motiv für die folgende Abschrift der Schürze von Feigenblättern (Z.27 bis 142,26, N III,207-209,7, mit interkalierten Bemerkungen für Herder, etwa Z.9f.). Das stärkere Motiv ist vermutlich, auf Herders ausgedehnte Homilie der Apokalypse am Ende der Zeiten, Maran atha, zu antworten, an die Origines erinnernd, und ihn mit einer Apokalypse der pudenda (141,35f.) zu provozieren, in einer Comoedia, die Dante, Aretino und Ariost überbieten soll (bereits der Brief an Hartknoch, III, 292,5). Zur zitierten Handschrift überhaupt N III,451f., zum (umstrittenen) Verständnisversuch Nadler, S.239ff., der auch das sog. Stellenlose Blatt als Beleg nutzt (mit dem Singular Brücke ohne Lehne). Siehe auch Hamanns Hauptschriften erklärt (HHE) 5, Schürze von Feigenblättern. Kritisch herausgegeben und erklärt von Martin Seils, S.309-372.

28               drey Gratien: Büsching, Voß, Wieland.

28f.             kaltblütige Furien: Anspielung auf Häfelis Wird durch die Bemühungen kaltblütiger Philosophen <…>.

29               die 777: gemeint die Jahreszahl, Entstehungszeit der Schürze und -in Herders apokalyptischer Zahlensymbolik- die dreimal vollkommene Zahl, was Hamann autobiographisch belegt (z.B. die Ernennung zum Licent Packhaus Inspector, 47 Lebensjahre).

30               fernig: vorjährig, 35,23; Hl 7,13.

33f.             Bonifacius: zielt auf Wielands Bonifaz Schleicher.

34               Σεαυτον εν Σεαυτῳ: sich selbst in sich selbst [liebend]: nach Marc Aurels Selbstbetrachtungen; Deut: kleine Münze, Kleinigkeit.

142,1f.        Von seinen Lenden <…>: Hes 1,27.

3f.              Sieh da! Eine Hand <…>: Hes 2,9f.

5                 W!W!W!: weh,weh,weh; Iß es in Deinen Leib <…>: Hes 3,3.

6                 Und brumme <...> vom Honigbaum kommt her: I,266,16ff., der Zweizeiler stammt aus den Fibelversen. Gerade der Vers sub littera B. wurde ebenso häufig zitiert wie -auf den Kritiker bezogen- parodiert (so in Herders Einleitung zum 2.Teil seiner Volksliedersammlung, Leipzig 1779, SWS XXV, S.331 und 676); auch: Meisterstücke der berhümtesten [sic] Männer dieser Zeit. Frankfurt und Leipzig 1756, S.101, auch I,266,18f.

9                 Hochwürden: Büsching.

11               Magazin: für die neue Historie und Geographie; Fastos: fasti sacerdotales, Verzeichnisse der Beamten und Priester.

12               Αυτογραφον: Originalmanuskript.

12f.             ägyptischen Ordens und Glaubens Bruders: Hephästion.

13f.             allotrioepiskopolypragmatischen Eifer: einer, der sich mit ungerufener Geschäftigkeit in fremde Angelegenheiten mischt; 1 Pt 4,15.

16               nomen proprium: Eigennamen; Psevdocophten: Priester, die die Mysterien deuten.

17               Zigeuners: als einziger Erbe des Priestertanzes als Auslegung der Mysterien, den die Zigeuner tanzend nach Europa brachten, nach Voltaire Essay sur les Moeurs et l´Esprit des Nations, N III,221,28ff; zwey heilige Worte: ער וענה; letzten Propheten: Maleachi, einer der sog. Kleineren Propheten.

18               εν εδαφω S-S-: im Grundtext Semler, Starck, N III,208,44f: weil beyden der Soloecismus gemein seyn soll εν εδαφω in secunda zu deklinieren wider alle Analogie des Geschlechtzeichens; Nachhelfe [schweiz. für Nachhilfe] eines Vomitivs: Brechmittels, als Parodie des Vocativs.

19               Heph.[aestions] Theb.[anus].

22               lieber Herr: Voß.

22f.             poetische Blumenlese: im Vossischen Musenalmanach für 1771 (Hamburg) findet sich auf S.151f. Claudius' Gedicht Wächter und Burgermeister.

                   [29 bis 143,24      N III, 209,8-210,4].

24               salvo errore calculi et pudore nominis meo: Rechenfehler vorbehalten und mit Rücksicht auf meinen Namen (da mit Pseudonym unterzeichnet).

30               Watrachomyogigantologomachien: Vebindung von Froschmäusekrieg, der Parodie auf die Ilias, Gigantenschlacht und Wortstreit, also ungefähr Frosch-mäuse-riesen-rede-schlacht (Martin Seils, S.329).

30f.             komischen Erzählungen: wie eben das komische Heldengedicht des Homer.

31f.             Wortkrieg: Logomachia.

32f.             Göttinger Musenallmanach: Irrtum Hamanns, es ist der Hamburger Musenalmanach.

34               Der Wächter: Claudius´Nachtwächter; kaltblütiger Philosoph: 141,28.

143,1          zehntausendsten Theil <…>: aus der Randbemerkung Wielands.

2                 orificio: Mündung; bis auf die kleinste Fragmente aufgelöset: Zitat aus Wieland Nachricht des Herausgebers, ebenso Z.6: reine, harmlose, unpartheyische Absicht; Z.9: in dem weiten Umfange der teutschen Sprache.

4f.              Der Glock <...> das Glock halten: Z.19/20 des Gedichts von Claudius. Weitere Zitierung des Gedichts: Z.7: Wissenschaft und Kunst zu schützen, WB 29; das Schwert <…>: WB 28; Z.8: im Namen seiner guten Stadt, WB 24; hochweisen Raths: WB 22/23; für die Ehre: WB 27; Z.9: Gen´ris masculum: WB 14; Z.10: Brunst: WB 30; das verhunzte Genus: WB 26.

14               Heldendichter in nuce: Claudius, kurz gefaßt; römischen Dactylum: der Rhythmus bei Claudius.

15               Wipp's symbolischen Namen: der Rathausdiener in der 2.Strophe von Claudius' Gedicht, nur sein Name wird genannt, WB 10.

19               Chef d'oeuvre d' un Inconnu: Hyacinthe Cordonnier, unter dem Pseudonym Chrysostomos Mathanasius.

21f.             Wird durch die Bemühungen <...>: von Häfeli.

23               schöne Wörter und bekannte Oerter: zitiert Rosts Gedicht Das Zeisignest: Er griff, wohinn? Die schönen Oerter/ Verlöhren ihren Werth durch die bekannten Wörter.

23f.             Mehr oder Weniger: Zitat aus Häfelis Eines Ungenannten Antwort <…>.

28               Sephirot: die Potenzen und Wirkungsweisen des lebendigen Gottes aus dem Sefer Jezirah, dem Buch der Schöpfung die zehn archetypischen Zahlen als die Grundmächte allen Seins. Die Zahl 10 ist die Grundlage des Weltplans, mit ihrer Hilfe erkennt der Verstand das Sein der Welt und das göttliche Handeln; dazu Herder, ΜΑΡΑΝ ΑΘΑ, SWS IX,281ff.

29               erste Erkenntnis des Guten u Bösen: 1 Mo 3,1-7; Pudenda: das Geschlecht als Ort der Erkenntnis und des göttlichen Bundes durch die Beschneidung.

30               Adam selbige zu einem Fluch u Seegen: 1 Mo 3,1-7.

31f.             von Noah <...> geschah: 1 Mo 9,25-27 u. 1 Mo 17, 9-14 u. 23-27.

35f.             argen und ehebrecherischen Geschlechts: Mt 12, 39.

37               Qui Curios <…>: die von Juvenal zitierten Anhänger des Curius, der als Muster von Sittenstrenge und Genügsamkeit galt.

144,1          dieser Tiefen: der Pudenda.

7                 Historiis selectis: von Fischer, 32,10.

9f.              arme Schwester <...> Gesinnungen: 136,33ff.

11               Salamalecs: morgenländischer Bückling oder Fußfall, I,148,3.

14               Widergabe: Zurückgabe.

16               Beichtvater: Matthös; Brüdern Jesu: von Herder.

17               Lehre des Gesetzes: von Cleß.

18               Buche vom Glauben: Cleß.

19               frostige u tückische Recension: Allgemeine deutsche Bibliothek 39/2, Berlin/Stettin 1780, S.360-365 unter der Chiffre Zw.

20               Schrift <…> noch nicht beurtheilt ist: die Rezension von G. F. Treumann steht in der Allgemeinen deutschen Bibliothek 37/1, 1779, S.432-434 unter der Sigle Wu.

21               Meiner Abigail: Konxompax; für die Feigen: wohl Anspielung auf 1 Mo 3,7 oder Mk 11,13.

24               Obseru.[ationes].

29               Coyonnerien: Foppen, Kujonierereien.

30               nordischen Salomon: Friedrich II.

35               Schreibmeister: Wilhelm Chr. Herder.

145,1          Pathen: August W. Herder.

3                 Unsere 12 Kinder: mit den Claudiusschen.

6                 Cornetten: weibliche Hauben.

Brief 574

145,24         Herr! besänftige mein Herze: Titel des Kirchenlieds von J. C. Schade.

146,6f.        schrieb hinter Ihrem offenen Briefe: nicht überliefert.

16               erhalte einen Brief: nicht überliefert.

21               Ausflucht nach W.[eimar].

26               algebraischen Zerstreuung: bei der Übersetzung von Arthur Youngs Politischer Arithmetik.

27               Kx.: Konxompax.

28               Päckchen: der Giorgi, 161,24ff.

31               Josephi Werke: des Josephus Flavius

33               Grafen Muschepuschin: Musin-Puschkin.

35               Sie: die Gräfin v. Keyserling.

147,1          Beziehung auf die Apokalypse: wie Herder.

3                 Zu Herders Josephus-Korrekturen SWS IX,141 (Anm.); 180 (Anm.); 182 (Anm.).

5                 Uebersetzung: wohl der Josephus-Stellen im Maran atha.

10ff.           Der Kern von Hamanns Kritik.

14               Die jüdische Cabbala: SWS IX, 279ff.

20               Hephästione: Starck und andere.

22f.             Noahs Kasten <...> Loths Weib <...> brennender Busch: 1 Mo 6,14, 1 Mo 19,26 u. 2 Mo 3,2.

24               arithmetische Kannengießer: Schwätzer (mit Anspielung auf die Komödie Holbergs: Den politiske kandestöber?), dazu N II,126,5.

25f.             Daniels Aufmerksamkeit: Dan 9,24f.

28               Franckens: Johann Georg Frank, Novum systema chronologiae <…>.

30f.             die Berl.[iner]: in der Allgemeinen deutschen Bibliothek, 37/1, S.546-550, durch Ub=J.M. Schröckh; die Vorankündigung, ausführlich besprochen, daher jetzt blos mit Lächeln in Allgemeine deutsche Bibliothek 26/1, S.238-243 unter Kr=J.N. Eyring.

32               St. Johannes in Gesichten: Apg 18,9f.; 2 Ko c.12.

36               oneirokritische: traumdeuterisch.

148,4f.        Der Brunn des Lebens <...> aus seinem Herzen: Str.5 des Kirchenlieds von Johann Crüger Lobet den Herrn, denn er ist sehr freundlich.

14f.             Hirtenbrief geschrieben: nicht überliefert.

26               Beichtvater: Matthös.

149,2          pro arrha: als Pfand, Kaufgeld.

6                 wie Sie scherzen: wohl im verschollenen Brief, auf den 573 antwortet.

13               aufgesagt: gekündigt.

28               schrieb so: an Wetzel.

33               dortigen Buchladen: Hartung.

36               Hartungs Schwestertochter: Elisabeth Fischer.

150,1          Pr.[eußische] Tempe: hg von Baczko.

2                 preuß. Blumenlese: hg von J. J. Dörk.

4f.              Eleonore <...>: Leonore. Aus gleichzeitigen Nachrichten gezogen.

8                 afrikanischen Neuigkeiten: Anspielung auf das bekannte Aristoteles-und Plinius-Zitat: ex Africa semper aliquid novi.

9                 Von Ihren irrenden Rittern <...>: 140,9: vornehmen Passagiers.

10               Engl.[änder]: Bentham, 140,10f.

11               Küsten <...> aufnimmt: geographisch.

12               Stallmeister: Birkel.

13               die erste Idee: zur anonymen Verfasserschaft (z.B. Beylage zun Denkwürdigkeiten <...> Von einem Geistlichen in Schwaben).

18f.             mit Rabelais Extra Post <...> Ratzenpulver: 3,12ff.

23               zerstoßnen Rohre: Mt 12,20; glimmenden Tocht: Jes 42,3.

24               damals bei meiner Wallfahrt nach Frankf. am Mayn: im Juni 1764, v. Moser zu besuchen.

27               nach W.[eimar]: wie Herder.

32               in diesem sterquilinio: Anspielung auf Phaedrus 3,2 (sterquilinum).

151,1f.        Quintus Icilius´ Antwortschreiben: Brief 395.

12               franz.[ösische] Hälfte des Msts.[Manuskripts]: Au Salomon de Prusse, die andere Hälfte: Philologische Einfälle und Zweifel.

14               Offenbar denkt Hamann daran, mit Herders Zustimmung doch noch die Philologischen Einfälle und Zweifel in dem geplanten Sammelband zum Druck zu bringen.

15               Layenbruder: F. K. v. Moser; zur Geschichte dieses Manuskripts: Nadler 205.

21f.             Zeichen u Wundern: Apg 2,43 u.ö..

33               Päckchen: 146,28f.

34               habe <...> geantwortet: nicht überliefert, 138,18ff.

36               paar Zeilen: nicht überliefert.

152,2          Herr ExLandCommissair: Claudius.

8f.              letzten Worten Davids: 2 Sm 23,5.

12               wie Luther sagt [WA 54,98,30-99, 18]: Vorrede auff den Psalter: Das der Psalter die weil vnter der banck/ vnd in solchen finsternis lag/ das man nicht wol einen Psalmen recht verstund/ Vnd doch so trefflichen edlen geruch von sich gab/ das alle frome hertzen auch aus den vnbehandelten worten andacht vnd krafft empfunden/ vnd das Büchlein darumb lieb hatten <...> Wir sind arme, dürfftige, dürre Herrn in unserm regiment, aber mein Sohn Messia, derZur Israel, das ist der man, Der hat den Sieg über Sünde, Tod, Teuffel, Helle, Welt und alles erhalten <...> das heißt, gegrünet, geblühet, fruchtbar sein, und das nimmer verdorren kann.

16               Es sollt mir kein alt Weib mehr kommen: 148,35ff.

21               Unterlage meines Kopfküßens: das Maran atha, 138,33f.

22               vertrauten Freundes: nicht ermittelt.

27               Beylage zu besorgen: vermutlich an Kraus im Brief 575.

28f.             M.[agister] Dietrichs aus G.[öttingen].

153,1          Päckchen: 146,28f.

Brief 575

153,8          erhielt <...> Brief: nicht überliefert.

12f.             Ihre Anekdote: nicht ermittelt.

18f.             Thibetsche Alphabet: Giorgi.

19               Weimarschen David: Herder.

21               gelehrten Mann: Chr. W. Büttner, 157,27.

23               Gesellschafters: Hermes.

25               Verf.[asser] der reisenden Sophie: J. Th. Hermes.

26               wie Ihre Milch=und Obst Diät: 146,19.

30               Paauwsche: Pauw.

34               Graf Muschepuschi: Musin-Puschkin.

154,2          Ihro Excellenz: v. Zedlitz.

7                 Auszuge: von Youngs Politischer Arithmetik.

10               poetische Blumenlese: hg von Dörk.

11               Wannow Eleonore: Wannowius' Leonore.

14               Lilien auf dem Felde: u.a. Mt 6,28.

15               sibyll.[inischen] Fragmente: Konxompax.

19               Cousine: Buchholtz.

19f.             Oberhofprediger: J. E. Schultz.

20               peccatum omissionis: eine Unterlassung bei der Adressform, vor allem bei der Titulatur. Darum geht es noch 169,33ff.

23               Höflichkeit au bout de la plume: die einem in die Feder fließt.

24               Entbindung: von Youngs Politischer Arithmetik.

30               D.[octor] B.[iester].

Brief 576

155,4f.        Brief von Ihrer Schwester u Kraus: nicht überliefert.

8                 in den Häll.[ischen] u Gothaischen: Rezensionen, nur in: Gothaische gelehrte Zeitungen, Jahr 1779. Gotha 1779, St.99 (11. Dez), S.817-821, u. später, 1782, in: Allgemeine deutsche Bibliothek, Bd.51/2, S.315-335. Nicht ermittelt in Neue Hallische Gelehrte Zeitungen.

9                 Ochsenpost: wie von Ochsen gezogen.

10               Auslegung der Apok.[alypse]: 167,36; 175,29.

14               Verf.[asser]: Heseler; Beda: Venerabilis.

16               φυλασσω: ich wache, bewache.

30               unser Päckchen: Giorgi, 146,29.

32               K.[anter].

35               Krönungstag: der 18.Januar.

156,3f.        Pensées. <…>: Pensées diverses concernant <…>, bei Goldbeck, Litterarische Nachrichten von Preußen, Bd.1,99 notiert mit der Bemerkung: unter der Presse; auch 160,2.

6                 Benzlers Schicksal: 159,34f.

10               Klopstockschen Fragmente: Ueber die deutsche Rechtschreibung.

11f.             Provinzial Briefen <...> Montaltum: Anspielung auf Pascals Lettres provinciales über die Sittenlehre und Politik der Jesuiten, unter dem Namen Louis de Montalte an einen Provinzial.

15               wie Hiob: Hi 29,20.

16               erste Brief: der Zwey Scherflein, N III,231,20ff.-232,10.

17               Grundgesetz des Gehörs: Klopstock sprach sich für eine auf der Phonologie basierende Orthographie aus.

17f.             Das andere <...> Klopstockschen Darstellung: Ueber die deutsche Rechtschreibung, N III,236ff.

19               Schmierhans: Kindleben.

22               Statth.[alter] zu Erfurt: v. Dalberg.

157,4f.        Walch <...> Leßingische Theorem: Ch.W. F.Walchs Kritische Untersuchung vom Gebrauche der Heiligen Schrift gegen Lessings Ansicht von Schrift und Tradition, mit dem Vorwurf, dessen Aussagen über Glaubensregel und Bibel seien nicht bewiesen. In Lessings Nachlaß fanden sich G. E. Lessings sogenannte Briefe an verschiedene Gottesgelehrte <...> an den Herrn Doktor Walch.

15               Fallhütchen: um den Kopf des Kindes bei einem Sturz zu schützen.

22f.             Ausarbeitung einer deutschen Grammatik: nicht ermittelt.

30               lies: η´ oυ μη= μια κεραια oυ μη παρελϑῃ απo του νομου: <…> wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüttel [Strichlein] vom Gesetz.

31               alle Haare: Mt 10,30.

33               Theopneustie: nach 2 Ti 3,16.

158,2          m[anu]s[cript]tum ad N.[ovum] T.[estamentum]: mit Zitatenanführungen; schon geredt: wohl Irrtum Hamanns.

9                 aus Morungen: von K. Güldenhorn an Herder.

Brief 577

158,23f.      Krönungstages: in Erinnerung an die Krönung des Kurfürsten Friedrich III. am 17.Januar 1701 in Königsberg zum König in Preußen (nicht: von, was erst Friedrich II im Abtretungsvertrag polnischer Landesteile mit dem König von Polen, 1773, aufwertend änderte); mit dem heil.[igen] Abend ist also der 16. gemeint; Ihrem Briefe <...> einem aus Morungen: beide nicht überliefert.

26               Antwort vom 2ten: 575.

28f.             Er <...> Gevatter: Herder.

33               Büttner den Panglotten: vielsprachig, seiner Vergleichungstafeln der Schriftarten wegen.

159,1          Bischoff <...> Cousine: das Ehepaar Schultz (Johann Ernst).

4                 des Mannes: Starck, dessen Nachfolger Schultz war.

5f.              Nachfolger des Z. <...> Mäcenen: v. Zedlitz, auch Z.8.

8                 habe schon gemeldet: 124,4ff.

16               gelehrte Articul: in den Königsbergschen <...> Zeitungen.

17               K.[anter].

18               obigem Esel: Hartung, 158,31.

22               Ihre Gräfin: v. Keyserling.

26               Cr.[iminal] R.[ath] schriftl. mitgetheilt: wohl Hippel, nicht überliefert; Mlle St.[oltz].

28               Labonne: Stoltz.

30               vierspännigen Wagenthron: 125,27.

36f.             Weder P. von Anhalt noch Pr. von Thorn: Sprachspiel mit dem PPP; gemeint ist: weder ein Penzel (der aus dem Anhalt-Dessauischen stammte) noch ein Praetorius (Ephraim Heinrich), etwa des Thornschen Briefwechsels wegen, sondern ein Plessing.

160,1f.        Predigt <...> Abstraction: Die Wahrheit der Vorsehung <…> und Pensées diverses, 156,3f.

3                 Schwangerschaft: die Übersetzung Youngs.

12               erhalte Ihre Einlage: nicht überliefert.

12f.             dem ich die Execution aufgetragen: nicht überliefert.

13f.             Es ist <...> εαυτοντιμωρουμενῳ: Kraus' Brief, bereits 25,32f.

15               keinen Propheten als a.[smus] c.[um puncto]: asinus wie Claudius, 85,15.

18               Dixi <…> liberaui animam meam: nach Hes 3,19.

20               Gevatter A[smus].

22               sesquipedalischen Buchstaben: anderthalb-fußlange, ellenlange: Anspielung auf Horaz, ars 97, auch V,7,5f.

23               Br.[ahl]; Pflegeltern: Ernst Egidius Müller u. Frau.

25               Ex-Cour.[ier] Sch.[legel] <...> junger Graf: nicht ermittelt.

Brief 578

160,32         erhielt Ihren Brief: nicht überliefert;

33               Päckchen Bücher: Titel nicht ermittelt.

161,19         beyden Bibliothecarii: Reusch und Kreutzfeld.

20               kurzen Hände: die nicht tief in die Tasche greifen können.

24               Päckchen von unserem Herder: 145,33f.

33               Schwester: Güldenhorn.

162,5f.        verwaysten Ladens: Kanters.

12               Journals: Petersburger Journal.

13               Xbr.: Dezember.

16f.             Claudius <...> Antwort: 160,12.

19               Engl.[änder]: Bentham.

26               Ihren HErrn Vetter: 165,5, nicht ermittelt.

32               Frau Gevatterin: S. M. Courtan.

36               wie Jonathans: 1 Sm 14,27.

37               2 gl.: zwei-Groschen-Kerze.

163,2          Pölkerlicht: dünnes Talglicht, das eine Polke (Kupfermünze) kostet.

5                 kleiner Extract: aus Claudius' Brief.

7                 Kerl: Claudius.

8                 das Cathol.[icon], 165,2; mit dem Pr.[eußischen] Minister.

11               Herzog Ferdinand: von Braunschweig und Lüneburg.

14               Stephan <...> Kaporis: Estienne machte über seinem Thesaurus graecae linguae Bankrott.

15               Scheißrecensent: nicht ermittelt.

22f.             beyden Gevattern: Hamann und Hartknoch.

24               George: Berens.

25               betrübte Veranlaßung: die Geschichte mit seinem angeblich epileptischen Sohn Arend.

30               Campens Weynachtsgeschenk: möglicherweise der Robinson.

31               ältesten Freunde: J. Ch. Berens.

33               jungen Menschen: Arend Berens.

35               des Kameraden seiner: Hamann und Sohn.

36               Deserteur: Penzel.

164,1          zu seiner Versetzung: 167,32f.

4                 Minister: v. Rhod.

8                 Bogen <...> Litteratur: Zwey Scherflein.

19               Empf. den 22.Jan. 1780: alten Stils; beantw. eodem: nicht überliefert.

Brief 579

164,25         Fräulein Ritterin: Eon de Beaumont. Der hochdekorierte Kriegsheld hatte die Öffentlichkeit mit der Erklärung verblüfft, eine Frau zu sein. Erst bei seiner Aufbahrung wird sich herausstellen, daß er männlichen Geschlechts war; Carons: Beaumarchais.

26               spanischen Ebentheuers: La folle journée.

31f.             mit einem Briefe <...> erfreut wurde: von Hartknoch.

34               langen Brief <...> Asmus: 160,12.

165,1          ausdrücklicher Gruß: 162,22f.

2                 traurigen Umstande: 163,5fff.

5                 Vetter: nicht ermittelt, 162,26.

Brief 580

Zu IV,478 ist zu ergänzen: [Jetzt in der Krakauer Bibliothek aufbewahrt].-Nadler zitiert im Apparat zu den Zwey Scherflein (N III,457ff.) diese Druckanweisung an Herder, seine Lesung enthält zahlreiche Fehler,-was auch für seinen Text der Zwey Scherflein gilt.

165,23         Alemberts Eloge: de Milord Maréchal, kurz darauf bei v. Auerswald aufgetrieben, dem H. das entliehene Exemplar am 3.August zurückgibt, 207,13; zu Beginn der Zwey Scherflein (N III,231,7 wird die Janitscharenmuse berufen (Fußnote) <...> Emeté, die auch in Brief 581 (169,29ff.) erwähnt wird. Die Geschichte der Janitscharentochter Emété ausführlich bei N VI,133; siehe Fontanes Nacherzählung in den Wanderungen durch die Mark Brandenburg.

25               Sobriquet: Spottname.

26               Semper Augusti: Friedrichs II.; Abt oder Pater Prior: wohl der Abt von Olivet und sein Brief an den Präsidenten Bouhier über das Leben des Abts Genest. Die Hamannsche Übersetzung in den Königsbergschen <...> Zeitungen, N IV,331ff.

166,1          Kl.[opstock], der auch Z.12 erscheint.

6                 Pis-aller: N III,238,22.

7f.              Leberreim: (N III,237,1ff: vierzeiliges Scherzgedicht aus dem Stegreif, das über einer Hechtleber gesprochen wurde, wobei die 1.Zeile lautete: Diese Leber ist von einem Hecht und nicht von einem ...; von meinem seel. Oncle: Johann George Hamann in Hamburg; zu den zitierten Zeilen Brockes': N III,237,1f.: Man schreibe, was man denkt, man schreibe, was man spricht; Theil <...> quo anno herausgekommen:, 169,24.

11               Herausgeber: Campe.

17f.             Schluß Motto aus dem Lucan: N III,242,19ff.

20               andern Nachbar: Goethe; nach Erfurt: für v. Dalberg.

20f.             Darmstadt: für F. K. v. Moser.

22f.             verwittwete Frau Verfasserin: H. selbst.

27               sibyll.[inischen] Fragmente: Konxompax.

34               Hebammenschaft der meinigen: der Zwey Scherflein.

167,1          abermal Hebammenstelle: wie schon für Konxompax.

5                 peccatum omissionis: 166,19ff, das Vergehen, Claudius vergessen zu haben.

6                 mitifico à silentiis: in seinem Schweigen zum Mythos geworden.

7                 drolligen Briefe: nicht überliefert, wohl der 160,12ff. erwähnte.

9                 praecaviren: vorsehen.

17               gelehrten Articuln: der Königsbergschen <...> Zeitungen.

20               deutsch=französischen Autorschaft: 160,2.

32               Lenz ein ähnl.[icher] Versuch mislungen: Lenz an Herder, Riga d. 2.10.1779.

35               ander Mst: 155,10ff.; 175,29. In der Königsberger Bibliothek ist ein Manuskript aufgeführt, Liber Distinctionum super Apocalypsin, wie die meisten theologischen Erörterungen heißen.

168,1          p.7. No.2.): der Zwey Scherflein, N III,241,32ff.

12               Barth: Bahrdt.

13               Nösselt: 157,24.

14               Mäcen: v. Zedlitz.

29               Agurs Wunsch: Spr 30.

34               verlornen Päckchen: u.a. 161,24ff.

35               ausgebetnen Exempl.[are]: der Zwey Scherflein.

Brief 581

169,5ff.      Stelle p.6 meines Mst.: Manuskripts der Zwey Scherflein, N III,240,15ff; Kleck: Kladde; Er treibt das Vorurtheil <...>: N III,240,15-18.

10               im Matthäus: Mt 23,23.

15f.             Allgemeine deutsche Bibliothek <...>: N III,240,15-18.

17               Stelle bey Hermes: N III,239,1.

19               leidende Gelehrigkeit <...>: N III,234,22f.

24f.             Memoires Anecdotes: de la Cour et du Clergé de France, N III,239,28f.

28               Mlle Emeté: (Emmetah Uellah) N III,231,41 u. N VI,111f.

30               Liebeserklärung <...> Vater Abt: gemeint ist Georg Keith, Earl Marshall of Scotland, der Freund Friedrichs II.

34               Statthalter: v. Dalberg.

170,1          verlorne Kind in Leipzig: das besagte verirrte Päckchen.

6                 Kananäischen Weiblein: Konxompax.

8                 Last und Hitze: Mt 20,12.

Brief 582

170,21         auf Ihr Leztes: nicht überliefert.

Brief 583

171,16         Billets: nicht überliefert.

21               Band von Miscellaneen <...>: wohl die Thornschen; HE Pr.[aetorius] Hefen: Bodensatz.

30               zween meiner Freunde: wohl Brahl und v. Auerswald; Schlangenbad: von v. Budberg.

31               Predigt: vielleicht die Plessings, 160,1.

32               HE Prof.: Kreutzfeld.

172,1          Vorigen Sonnabend: am 12.Februar; Briefe erhalten: nicht überliefert.

3                 Fuesli: Hans Rudolf Füßli.

6                 am grauen Luftpulver krank: möglicherweise eine Magen-Darmerkrankung, die mit Luftpulver, Magnesium und Weinstein behandelt wird.

8                 heil.[igen] Matthias: am 24. Februar, im Schaltjahr der 25.

9                 morgenden Fest: 16. Februar, Fest der jungfräulichen Märtyrerin Juliane, Patronin der entbindenden Frauen.

Brief 585

172,29         δικαιoσυνη: Gerechtigkeit.

32               die Blinden sehend und die Sehenden blind: Jh 9,39.

173,2f.        Füchse haben Gruben: Mt 8,20; Lk 9,58.

7f.              Deiner Kleider Geruch: Hl 4,11.

11               in Schweiß und Erholung: 1 Mo 3,19;

15               deren Lohn groß ist: Lk 6,23 u. 35.

17               Frage <...> an Pfenninger: nicht überliefert.

18               merkurialische Sünde: im Teutschen Merkur eines Ungenannten Antwort.

23               Wer vorangeht <...> Brüke ohne Lehnen: Selbstzitat Häfelis.

24               Rock des Tapetenwürkers: Paulus, der das Handwerk des Zeltmachers erlernt hatte, Apg 18,3.

24f.             Wer steht <...> falle: 1 Ko 10,12.

29               Vielversprecher wie Waizen: wohl Mt 4,3.

38               Geantw den 30 Junii-2 Julii: 594.

Brief 586

Antwort auf den verlorenen Brief, den Hamann am 24.März erhielt

174,6          meine fünf Briefe: 573, 574, 576, 580, 581.

17               Pause: in der Maran-Atha-Lektüre, SWS IX,120.

18               Bischof von Sardes: Melito, 127,20.

18f.             gestern erhört wurde: Herders Brief ist nicht überliefert.

20               Einladung: Z.32ff.

22               Beylage: Ernst und Falk. Viertes und fünftes Gespräch; Herder sendet sie am 29.April an Lessing zurück, zusammen mit den Zwey Scherflein (Was ich davon verstehe, ist wahr und schön; HBGA 4, Nr.102, S.114,7f.).

27f.             das mir unbekannte Schema: der Freimäurerei, vor allem im Fünften Gespräch.

175,1          glebae adscripti: Landarbeiter, die am Grundstück haften, Grundhörige.

5                 Viuit! Viuit! schrieb Luther einmal: er lebt, der auferstandene Christus. Inschrift und späterer Zusatz auf Luthers Wappen, das dem 1530 auf der Veste Coburg geschenkte Siegelring nachgebildet ist, der sog. Lutherrose.

15               Cramers neue Erscheinung: Klopstock. Er und über ihn; der 1.Teil 1780; es werden weitere 4 Teile bis 1792 erscheinen.

16               Winke aus der Schweiz: vielleicht Lavater; das Praevenire zu spielen: zuvorkommen und eine Absicht vereiteln.

19               spermologischer Styl: eines, der die Samenkörner (auch Abfall) aufliest, Apg 17,18 (Lotterbube), seminiverbius.

24               kleines Jota: 165,22; ana: 19,27; eines Prälaten: wohl d'Alemberts Eloge.

26               letzten Briefes: 562.

29f.             alte Handschrift: 167,36.

36               arabisches Dictionarium: 158,2ff.

176,10         vergebene: vergebliche.

14               Ihren Horatz: Herders Geschenk der Sanadonschen Ausgabe, III,133,10f.

18               Vitas Imp.[eratorum]: De vita Caesarum Libri XII.

19f.             Vergleichung der beyden deutschen Uebersetzungen: der Mendelssohns und vermutlich Kleukers oder Ortlobs.

22               emauntischen Spatzierweg: Lk 24,13f.

36               Walchs Schrift: Kritische Untersuchung <...>, 126,33; Leßings Antwort: nur Entwürfe vorhanden, die 1784 im theologischen Nachlaß (Von den Traditoren, Sogenannte Briefe <...>), bzw 1791 in der Ausgabe der Sämtlichen Werke (Bibliolatrie), veröffentlicht wurden.

177,1          Wielands Oberon: wovon in Herders Brief die Rede gewesen sein muß, Echo in Carolines Brief an Gleim vom 2.Januar 1780 (sein herrliches Gedicht Oberon), HBGA 4, Nr. 97, S.110,18.

4                 für den dritten: H. selbst.

7f.              υποδειγματα, σκιαι und αντιτυπα: Beispiele, Schatten, Gegenbilder nach Heb 8,5.

17f.             zurückkommender Beyl.[age]: Ernst und Falk.

27               Me Hartknoch Schwester: S. M. Courtan.

178,9          Pathchen: Marianne Sophie.

11               Schmackostern: VII,437, ein Osterbrauch, auch: milde körperliche Strafe.

15               Archid.[iakon] Matthes.

17               Großkanzler: seit 1779 Johann Heinrich Kasimir Graf v. Carmer.

18               unsers verfallnen Handels wegen: im Frühjahr 1780 schickte Friedrich II. Gaudi und den Geheimen Finanzrat Tarrach nach Königsberg, um die Gründe für den Rückgang des Handels zu ermitteln. Sie nannten als Ursache: Feuersbrünste, die Unruhen in Polen, die Abtretung Weißrußlands von Polen an Rußland, die hohen preußischen Zölle auf polnische Produkte, das Salzmonopol, und empfahlen, die hohen Zölle abzubauen und den Königsberger Kaufleuten den Handel mit seidenen und wollenen Waren und den Salzhandel nach Litauen freizugeben. Friedrich bedachte diese Vorschläge mit Hohn.

19               Kypkes Nachfolger: Diederich.

21               Deduction über die Galora von Venedig: in der Allgemeinen deutschen Bibliothek 38/2, S.459f. [Chiffre Qb] über Th. Bergers Trauerspiel. Drude (463,16) zeigt eine Abhandlung in den Königsbergschen <…> Zeitungen an, S.67; nicht ermittelt.

23f.             gegen seine muthwilligen Creditoren: das Kadesche Comptoir u. a., 149,17ff.

29               Distel=u. Dornenacker: die Zeitungen nach 1 Mo 3,18 u. ö.

Brief 587

179,5          meines Freundes: nicht ermittelt.

11               neml.[ichen] Angelegenheit: dito.

17f.             sing mit meinem alten Martin [Luther] <...> Vivat: 175,5ff.

Brief 588

179,31f.      wenn die Sache <...> zurückgeht: der Eintritt des Sohnes in den Verlag Hartknochs (indem Hamann dessen Geldgeschenk als Handgeld interpretiert), 181,3f.

180,19         in vsum Delphini verwandelt zu sehen <...>: N III,241,22.

Brief 589

181,8          Marschroute: über Weimar nach Leipzig.

20               ihres Plans: Ihres.

23f.             noch immer mein Kopfküßen: 138,33f.

28               leider incomplet: es fehlte Band III.

33               Königs von Melice: wahrscheinlich (oder Nachfolge) Meilitz, Wenzel Králik (=kleiner König) von Burenice, Patriarch von Antiochia und Bischof von Olmütz, mit dem bischöflichen Gut Melice.

182,3          Spect: in Luthers Tischreden,325 (1568), ernste verman und warnschrift d. M. L. an die studenten von Wittenberg, sich vor den speckt huren zu hüten, die nach der Jenaer Ausgabe am 13.Mai öffentlich an die Kirche geschlagen worden ist: darumb rathe ich euch speckstudenten, dasz jr euch beizeit trollet, ehe es der landesfürst erfahre, was jhr mit den huren treibet, dann s.c.f.g. habens nicht wöllen leiden im lager vor wolfenbeutel, viel weniger wird ers leiden in seinem holtz, statt und land. werdet jr aber solch vermahnung von mir verachten, so haben wir, gott lobeinen solchen löblichen landesfürsten, der züchtig, ehrlich, aller unzucht und untugend feind ist, dazu eine so schwere hand hat, mit dem schwert gewapnet, das er seinen speckt und fischerey, dazu die gantze statt wol wirt wissen zu reinigen; ] DW erläutert dazu: [neben der Bedeutung von leichtfertig] „liegt es darnach näher, in speck, speckt hier die Bezeichnung eines orts zu sehen, wo jene frauenzimmer mit den studenten zusammentrafen. specke heißt heute eine feldflur beim dorfe Labetz in der nähe von Wittenberg, wo ehedem ein gehölz gestanden hat“.

19f.             Leßing zum Druck befördert <...> Verf.: sowohl auf dem Titelblatt wie in der Vorrede bezeichnet sich Lessing nur als Herausgeber, nicht als Verfasser.

21               summus Philosophus, nun summus Paedagogus: N III,310,8f.

22               Schiblemini: über die Herkunft des Scheblimini bei Luther gibt Hilscher die Auskunft: Dieweil nun in dieser verblümten Redensart der Stand der Erhöhung der menschlichen Natur Christi und alle, die daher über seine Kirche, und ein jedwedes wahres Glied derselben abfließende Wohltaten in Zuwendung der ihnen erworbenen Güter, und Beschützung wieder so wohl leiblich, als geistliche Feinde, kurtz, und doch sehr nachdenklich enthalten, so hat der sel. Luther daraus gleichsam ein besonder Kunst-Wort gemacht, und den gantzen Reichtum solcher Gnade mit dieser aufgefundenen Bennenung andeuten, und verstanden haben wollen. Im `abstract´ von Hilschers Buch heißt es: D. Luther soll einen spiritum familiarem gehabt haben, welches eine Erfindung des Ruach Schekers [Lügengeist] ist, und bößliche fortgetragen worden, weil man sich in den glücklichen Fortgang der Reformation, und vernichteten Anschläge wider Luther nicht recht finden können, dem nun abzuhelffen, wird angezeigt, wie Lutherus mit seinem Scheblimini so gewaltig groß getan, und damit dem Teufel, der Welt, Sünde, Tod und allen Feinden getrotzet. Verstehet aber dadurch niemanden anders, als den zur Rechten Gottes sitzenden Heyland der Menschen, darinne ein so vortrefflicher Trost lieget, daß sich Lutherus damit wider alle seine Feinde sowol leibliche als auch geistliche, kräftig aufgerichtet, und zum Genuß solcher Wohlthat eben so wie David ehemals, durch den Glauben gekommen, auch den Namen Scheblimini, seiner guten Art nach, nicht übel ausgesonnen. Siehe auch F. S. Keil: Sein Beystand ist gewesen, sein Scheblimini der Sohn Gottes, der da sitzet zur rechten Hand Gottes, Psalm 110,1, dessen er in seinen Schriften oft gedenket.

25ff.           Dieses Leben <...> fegt sich aber alles: Luther WA 7,337,30-35.

31               beyden Bogen: der Zwey Scherflein.

35               die zu Joppe umgekommenen: In Joppe am Meer kommen 1400 Juden um (ΜΑΡΑΝ ΑΘΑ, Maran atha, SWS IX,150).

183,1          daß sie: Sie.

2                 τεταρτον [poet. statt des üblichen τετρατον] κακον: das vierte Übel; Josephus nennt Simon Gorion den Heuschrecken-König, τεταρτον κακον του εϑνους καταλησιν, ΜΑΡΑΝ ΑΘΑ, SWS IX,154 u. 180f.

21               Ministers: v. Gaudi; Schrift über die Qvinteßenz: 178,18.

22               wie Falk sagt: im Fünften Gespräch.

26               Verfaßer: v. Gaudi.

27               eine Commission: 178,18;

30               OberPräsident: v. Rhode.

31               neue molimina der güldenen Ader: neue Beschwerden, mit doppelter Anspielung: die königlichen Beamten mit und als Hämorrhoiden, die die Bürger weiterhin zur Ader lassen.

34               Briefe eines Frauenzimmers: von Paul v. Stetten.

36               St. Affrenstag: gemeint ist wohl St. Afra, die Märtyrerin unter Diokletian, verehrt besonders in den Bistümern Augsburg und Meißen; ihr Gedenktag ist der 7. August.

37               Catalogs: der Kypkesche.

184,2          Prof.: Kreutzfeld.

5                 seel.[ige] Mann: Kypke.

11f.             Weinstock <...> Ölzweige: Ps 128,3.

14               seit dem 26 Jänner eine Antwort: 160,12ff.

185,7          Patron des jungen Berens: Kenkel.

13               Selbsterfahrung: mit dem Bruder.

14               allergerechteste Breve: Erlass, nicht ermittelt.

16f.             autorl.[ichen] Eingeweide: die Idee zu Golgotha und Scheblimini;

18               unzeitigen Geburt: der Zwey Scherflein.

19               africanische Ebentheuer: Anspielung auf den von Plinius tradierten Ausspruch ex Africa aliquid novi.

21               gewesener Widersacher: in dem Kampf um den Garten der Witwe Blom, z.B. Brief 501.

24               seine Schwester, die jüngste: Maria Sophie ist die ältere der beiden Schwestern, aber jünger als der Bruder; Brief von ihr: 1837 bei Brockhaus durch die Vermittlung Karl v. Raumers gedruckt. Dieser war mit Friederike Reichardt verheiratet, und in Reichardts Nachlaß befand sich eine Abschrift des Briefs. Hamann hatte Penzels gesamte Korrespondenz ersteigert und sich für den Fall, daß die Originale zurückgegeben werden müßten, den Brief abgeschrieben.

27               morbi regii: der königlichen Krankheit, Bluter, Gicht – dafür spricht Z.32 cavalierement, Rachitis?

29               blödes Gesicht: Kurzsichtigkeit.

186,3          Paracletae: ein weiblicher Paraklet, also Beistand, Hilfe.

Brief 590

Hamann erhielt ihn am 31.Mai durch Hartknoch. Er bezieht sich auf 586 u. 589. Drei vorausgegangene, die Hamann am 12.12.1779, am 24.3.1780 und am 19.5.1780 erhielt, sind verschollen.

186,7          sein Pack: Neu eingerichtetes Weimarisches <…> Gesang-Buch, Z.25.

11               Scherflein <...> besorgt: 166,19ff.

22               das Schriftchen: Zwey Scherflein <…>.

24               verschrumpfter Philipp Zesen: Herders medisanter Vergleich Klopstocks mit Zesen folgt dem unhistorischen Klischee der Genie-Aesthetik.

25               Wiel.[and]; Georgi: Giorgi.

187,1f.        Leßings Erzieh.[ung] <...> von ihm selbst: 182,19f.; 192,3.

2f.              Abbts 2.neuen Theilen: hg von F. Nicolai: Thomas Abbts vermischte Werke, Bd IV/V.

3                 wo auch Sie abermals paradieren: Bd V, S.139 [Herder Briefe 10, S.99].

5f.              Briefe hinter herzustoppeln: Abbt bezeichnet den Grafen als Freund, was der Briefwechsel mit Nicolai und Mendelssohn relativiert wird: Bd.V, S.181-186 [Herder Briefe 10, S.99].

7                 Nikkel: Nicolai.

11               an einen Menschen adreßirt: Christian Wilhelm Schneider.

13               Krieg, den ihm Basedow macht: mit der Schrift Eine Urkunde des Jahrs 1780 von der neuen Gefahr des Christenthums, durch die Semmlerische Vertheidigung desselben wider den neuen Fragmentisten.

14               Satanas satanam rodit: Mt 12,26, Mk 3,23.

24               adieu <...> remember me: Hamlet, I,5,91.

29               Geantw. den 11 Junii Dom.[enica] III p.[ost] Trin.[itatem]: 592, 11.6.1780.

Brief 591

187,32f.      einen Br.[ief] mit 1.Ex.[emplar] Ihrer Scherflein: 191,14.

188,1          Pack Allerlei: 186,25f.

4                 von Formei einen Br.[ief]: vom 2.Juni 1780 (Haym II, S.124, Anm.2); papauté: päpstliche Würde.

5                 triple couronne: die drei gekrönten Preisschriften.

5f.              Preis <...> erhalten: in der Sitzung vom 1.Juni zugesprochen.

8                 1780 <...> gebohrnen: Adelbert ist 1779 geboren.

15               Herzog: von Sachsen-Weimar-Eisenach.

22f.             Zellerfelder Propheten: Ziehen.

189,3          Dieterich: Diederichs, 152,28f.

10               Betrachtungen übers Christentum: von Starck.

14               Collega Spiritualis: Gottschalg.

Brief 592

Antwort auf den verlorenen Brief, den Hamann am 19. Mai erhielt, und auf 591.

189,29         erste Tag im Monath May: Hamanns beliebte Anspielung auf das Gedicht Hagedorns, I,69,24.

32               Oberon: von Wieland.

190,2          Briefe u Geschenke <...> Häfeli: 173,37f.

5f.              Ihren und Seinen Gaben: 186,25f.

20               Ihrer Krönung: 188,5f.

32               Zeitungen: Neuigkeiten.

36               Dosin Tartari emetici u Aqua comm.: Brechstein und gewöhnliches Wasser.

37               Biermolkencur: nach Grimm WB, I,1824: „biermolke= molke von solcher milch, die man durch bier zum gerinnen bringt“.

191,1          von dem Hallelujah: in der Vertonung durch G. F. Händel.

2                 Intimation: Ankündigung, Aufforderung.

9                 Alphabetum: von Giorgi.

12               Jener Ausgabe: Jenaer.

16               Dyadik: die zweimalige Korrektur-Lektüre, durch Herder und seine Frau.

17               W.R.I.V.R.W.: was recht ist, von Rechts wegen.

21               arme Schwester: K. Güldenhorn.

22               Frau Pf. Skubich: Nichte von J. G. Lindner.

22f.             Ihrem Kummer: =ihrem.

24               Ihrem Mann: Chr. Güldenhorn.

25               ὑς λουσαμενη εις κυλισμα βορβορου: die Sau wälzt sich nach der Schwemme wieder im Kot, 2 Pt 2,22.

27               Pfarrer Fischer: Carl Gottlob.

192,3f.        Erziehung des menschl.[ichen] Geschlechts: von Lessing.

7                 Briefe: an verschiedene Gottesgelehrte, in: Theologischer Nachlaß.

9                 S.: Semler, 187,9ff.

10               neuesten Basedowsche Händeln: 187,13 und 212,12.

11               Nicolaischen Catalog: Verzeichnis einer Handbibliothek.

19f.             Handel auf Frankfurter Art: die Frankfurter Buchhändler waren bekannt für ihren Geiz.

22               Herculischen Expedition gegen die Chicane: 178,18.

24f.             Hirtenbrief vom 14 Apr: 185,14?.

31               Starks Vorrede: zu seiner Kirchengeschichte.

193,3f.        Fuchshöfen <...> nach Aweiden: südlich von Königsberg, 204,1f.

5f.              heutigen Evangelio: über Petri Fischzug.

7f.              dritter Lorbeer: Dissertation sur l' influence des sciences, 185,14.

20               wie neul.[ich]: in einem der verlorenen Briefe.

26               Minister: v. Gaudi.

27               Vorlesungen über Platon: Versuch einer Methode <…>.

28               Nachricht dem Kraus: 593.

34               Prof.: Kreutzfeld.

35               Hayn Mamre: sein Garten, nach 1 Mo 13,18.

36               einen Brief: 591, auf dessen Details Hamann nun eingeht.

194,2          Jus talionis: Auge um Auge, Zahn um Zahn, nach 2 Mo 21,24 u.a.

7f.              Ernst <...> nicht eifersüchtig seyn: 188,7f.

12               Heautontimorie: nach εαυτοντιμωρουμενος.

18               An Dahlberg: 186,14.

26               Unser Director: Stockmar.

35               Nachfolger: v. Fabecki.

195,6          Sophiens Reise: von Hermes.

8                 die freymüthige Betrachtungen: von Starck.

10               Verleger: Himburg in Berlin.

12               πρωτον ψευδος: die Urlüge.

13               Erziehung des menschl.[ichen] Geschlechts: von Lessing.

17               sub umbra alarum: u.a. Ps 17,8; gemeint ist der modische, vom König beschützte freigeistige Ton.

20               Meßias: den Erlöser.

26               Sie ist mir lieb: im Rigischen Gesangbuch, N II,146,40f. Siehe auch die Neuedition der Geistlichen Lieder und Kirchengesänge Luthers, in Ergänzung zu Band 35 der Weimarer Ausgabe (WA 35,462,7) von Markus Jenny, Köln, Wien 1985.

27               Schürze <... cassirt: entwertet, aufgegeben, 594; Häfeli: 585.

28               Starken: 189,11.

33               Asmus: Ein Lied für Schwindsüchtige, zuerst in der Hamburgischen Neuen Zeitung, 9.Juni 1780, dann im Voßischen Musenalmanach 1781.

34               zum Orden selbst: ebenfalls tuberkulös?

35               zum Podagra: 200,5f.

196,3          Meine Nachtigall: der Kontext ist eines der intimsten Selbstbekenntnisse Hamanns. Dazu: das Hamann-Porträt-Gedicht von Johannes Bobrowski, wozu ihn, nach der Mitteilung eines seiner Freunde, die Einleitung zum vorliegenden Band IV anregte, besonders IV, die Seiten XVIII-XX.

5                 Vogel nach der Uhr: mit Anspielung auf Hippels Lustspiel.

7                 Nachbars: Stockmar; St. Johannis: der 24. Juni.

10f.             in Ansehung des Worts: Konxompax.

13f.             Moral der gesunden Vernunft: gemeint sind wohl die Kritik der reinen Vernunft wie die der praktischen.

16               Daubigné: D' Aubigné; Mornays Leben: übersetzt von Johann Benjamin Berner.

21f.             Jaques le Fataliste: 186,34.

28               um meines Michels: der bei Hartknoch in die Lehre gehen soll.

32               Dietrich: Diederichs.

36               Lindner: Gottlob Immanuel.

35               Bucholtz Physiognomie: B. ist Kraus' Onkel.

36               Lindner: Gotthold Immanuel L.

197,6          unglückl.[ichen] Waser: 236ff.

11               Brief: vom ehrl.[ichen] Hartknoch nicht überliefert; st.v.: sit venia-, um zu zitieren.

15               Michaelis: Johann Benjamin, 189,4.

18               Yoriks u. Elisens Briefe: von J. J. Bode.

20f.             der deutsche Unbekannte: Wendeborn; Engl.[isch].

28f.             Weißagung des Zellerfelder: 188,22; 198,29ff.

36               Auch ich sitz in meinem <...> Winterwams: 188,2f.

198,7f.        des Alphabetums Thibetanums: von Giorgi.

12               erfreulichen Briefe: 197,11.

13               Gestern seine <...> Genauigkeit verliert: 188,4.

15f.             seinen Verlust <...> Väterlichen Siege: 188,5ff.; sein Verlust: daß er entwöhnt werden soll.

18               Reisegefährten: Wilhelm Christian Gottfried Herder, 188,19f.

19               Pathchen: August Wolfgang.

30               Ziegenpropheten: Komarnicki, über den Kant geschrieben hatte.

33               der verwünschte Knebel: 188,29 und Goethe WA 32,502/32ff.

Brief 593

199,13         Ihren Mäcen: v. Zedwitz.

200,3          Vorfall am Lichte: nicht zu ermitteln.

10               ersten Brief: nicht überliefert.

15               Nachfolger: Diederichs.

17               Oberon: Luther lieber als Wieland.

21               Beginn von Paul Gerhardts Lied.

Brief 594

201,3          Ihre merkurialische Auflösung: Brief 585 (173,17)), auch 195,27.

19ff.           vom Ritter Tondalo <…> Auslegung des VII. Kap. Matheus: wohl von enger Pforte/ schmalen Weg und weiter Pforte und breitem Weg, WA 32,502,33 (Tondalus).

25               so sagt Paulus nicht: 173,24f.

30               französischen Uebersetzung: garde-fou.

32               Siehe Er ist <...> in der Kammer: Mt 24,26.

33f.             εις oυς τα τελη των αιωνων κατηντηκεν: [es ist aber geschrieben uns zur Warnung,] auf welche das Ende der Welt gekommen ist, 1 Ko 10,11.

202,9f.        lieber fünf Worte <...> 10000 Worte: 1 Ko 14,19.

14f.             unwahrhaft: N III,239,10.

15               Fraktionen zu lesen: N III,241,37.

16               grade und krumme Grundstriche: N III,240,27.

18f.             den Sie <...> geben: wohl im 2.Band der Predigten.

21               christlichen Magazins: hg von Pfenninger.

32               hiesige Buchladen: Hartung.

33               andre: der ehemalige Kantersche.

33               Verf.[asser] der freimüthigen Nachrichten: Starck.

35               unserer Magnaten: v. Korff, 195,8f.

203,6f.        Verbrechen Ihres Mitbürgers: Waser, 236ff.

7                 vox in deserto und in thalamo: Mt 24,26, 201,32.

12               ungerechten Haushältern: in Umkehrung des Gleichnisses bei Lk 12,42ff.

17               καιρους[καιροι] αναψυξεως απo προσωπου του κυριου: auf daß da komme die Zeit der Erquickung von dem Angesichte des Herrn, Apg 3,20.

Brief 595

203,25         die mir aufgetragene Commission: bei der Kypkeschen Auktion, 206,27.

29               Herder hat <...> gemeldet: 188,4 u. 198,11f.

31               Secretaire perpetuel: Formey.

32               gehen nach Illmenau: 188,20.

204,1ff.      Aweyden <...> Fuchshöfen: südlich von Königsberg gelegen.

5ff.             Nach einer Weißagung <...>: 188,23ff.

15               Briefsteller: Herder.

17               HE Lentz: Jakob Michael Reinhold Lenz.

22               FamilienNeuigkeiten: weil Laval ein Schwager Hartknochs ist.

22f.             bald mit Füeßli durchkommen: auf der Reise nach Zürich.

23               Betrachtungen: Starcks Freimüthige Betrachtungen über das Christentum.

26               aus unserm Scherz Ernst werden: was die Buchhändler-Lehre Johann Michaels angeht, 181,3.

30               HE Wirth: Schenk.

33               Präsidenten: v. Rhod.

33f.             Freund K.[anter].

35f.             Luces naturae et prouidentiae <...> besten Welt: ironisiert die philosophiegestützte (Leibniz) Allmacht des Königs (und seine Lichter der Natur und der Vorsehung).

205,8          beantw den 15 Jul-: nicht überliefert.

Brief 596

205,12f.      Petersb.[urger] Journal: hg von Arndt.

14               zu widerholen meine Bitte: 204,23.

19               Druckfehler: 202,14ff.

28               im Groben fertig: erste Erwähnung.

206,1          als ein fünfzigjähriger Geistl.[icher] in Schwaben: 209,4; zum Besten <...>: Starck-Persiflage.

10               Folgrede: conclusio, bei Luther passim: denn gleiche folgrede könd ir aus Paulo schlieszen; solche folgrede solt ir beweisen etc.

12               Freund H.[erder] in W.[eimar], 218,6f.

16               Werk: David Hume, Dialogues concerning natural religion.

22               Berl.[inische] Preiß: Dissertation sur l' influence des sciences.

23               keinen Wink <...> München: 217,34ff.

26               engl.[ische] Krankheit: Rachitis.

31f.             Herrn Reisegefährten: H. R. Füßli.

207,1f.        den IX Abschn.[itt] <...> 94 Seiten: der Hume-Übersetzung, beendet am 7. August, 209,1.

8                 beantw d 1 Aug-: nicht überliefert.

Brief 597

207,13         dies solange behaltene Eloge: von d'Alembert.

16               Rosaliens Briefe: von Sophie v. La Roche.

17               engl.[ischen] Uebersetzung: des Hume.

18               Kleck: Kladde, Heft der Rohfassung.

20f.             physiognomische Reisen: von Musäus.

21f.             Pütter <...> über die Orthographie: Über die Richtigkeit und Rechtschreibung.

23               wie die gestrige: nicht ermittelt.

29f.             Pere Abbé de S.[ans] S.[ouci]: Friedrich II.

Brief 598

208,7ff.      Prinz v. Pr.[eußen] <...> Tag seiner Abreise: Friedrich Wilhelm II. von Preußen. Sein langer Aufenthalt hat ein Mißverständnis des Königs als Grund. Die Kaiserin hatte nämlich geschrieben, sie erwarte, daß der Prinz am 6.August alten Stils von Berlin abreisen werde, der König verstand aber, am 6. neuen Stils. Nun hat eine Stafette aus Petersburg bestimmt, daß der Prinz so lange in Königsberg bleiben solle. (Aus Des Reichsgrafen E. A. H. Lehndorff Tagebücher nach seiner Kammerherrenzeit <...>. Bd 1, 1921, S.153).

8f.              der Tag seiner Abreise: 22.August; am 28.Oktober kam er zurück.

13               Gr.[oß] Fürst: Paul I. von Rußland.

22f.             von Hartknoch ein paar Zeilen: am 4.August; Hofmeister eines jungen Pr.[inzen] Galliczin: vermutlich Johann Christian Dubois.

25f.             Grafen von Falkenstein: Joseph II. Kaiser von Österreich.

28               H.[artknoch], nicht überliefert.

31               Zeitungen: den Königsbergschen Gelehrten und politischen.

32               Oberon: von Wieland.

209,2          an Hartkn.[och] geschrieben: 596.

8                 wie St. [!] Luther sagt: Von den Konziliis und Kirchen. (WA 50,601,8; freundlicher Hinweis von Martin Seils).

9f.              im siebenten Theil: der Jenaer Ausgabe der Werke Luthers.

11               Mein Baruch: mein Lieblingsgefährte.

20               Göttingschen Magazin: hg von Georg Christoph Lichtenberg und Georg Forster; Lord Monboddo: James Burnett; in den Heften des Jahrgangs 1780 nicht auffindbar.

23               Verf.[asser] der Apologie der Apokalypse: Hartwig.

23               Zeugnis des Caii: etwa des röm. Juristen Caius (110-180 n. Chr.)?

24               Semlers Dialectik: in seinen Theologischen Briefen.

26               Bachmair auch über die Apok[alypse]: A Revelation of St. John.

30               Statthalter <...> zu schreiben : an Freiherrn v. Dalberg, nicht überliefert, 230,22f.; unter jüdischem Couvert: wohl über das Handelshaus Friedländer.

33               Layenbruders Schicksal: F.K. v. Mosers Entlassung, 219,35ff.

35               Schrift in der Bahrdtschen Sachen: Der wahre Charakter des Herrn C.F. Bahrdt.

210,1          Prophezeyung <...> corpusculum delicti: Ziehens Chevilah.

7                 Leßings Briefe: An verschiedene Gottesgelehrte.

8f.              ich habe ihm <...> vorgeschrieben: 199,32.

10               engl.[ische] Krankheit: Rachitis, 206,26.

17               Seine Grammatik: Diederichs'.

20               Chandlers Uebersetzung: Kritische Geschichte des Lebens Davids.

21               OberHofprediger: J. E. Schultz.

22               Eichhorns Einl.[eitung]: ins Alte Testament.

31               Gadebuschschen Blunders: gegen Fehler in seiner Livländischen Bibliothek.

37               Herausgeber B.: der Briefe Rosaliens, Bode, 217,34.

211,2f.        Abreise auf den 15: 208,7ff.

3                 Nachbarinn mit den 3 Kronen: die [Freimaurer]-Loge.

7f.              erhaltenen Preiße zu München: Über den Einfluß der schönen auf die höhern Wissenschaften.

27               Einfall <...> das Berenssche Blatt zu recensiren: 208,24ff.; 212,11.

31               Verf. eines Sendschreibens: Häfeli.

33               Hahns 2 Bände: möglicherweise Philipp Matthäus H., Die heiligen Schriften der guten Bothschaft.

35               Hartknoch: der Brief ist verschollen.

212,10         Recension: von Cleßens Magazin, nicht bei N IV.

12               Urkunde a.[nni] c.[urrentis] Basedow, Eine Urkunde des Jahrs 1780.

16               doppelten Feyer: weil Sohn Adelbert auch am 25. Aug. geboren ist.

24               Stuffenjahr: 31,8, also Herders 35 Lebensjahre.

26               Goldbeck: N IV,449 [450 lies Κoγξoμπαξ].

Brief 599

213,3f.        einem Durchreisenden: Dubois, 208,22f.

7                 das Blatt: von Christoph Berens, zur Chronik von Riga, 208,27f.

9                 gar nicht willens: 208,28ff.

13               des Pr.[inzen] Abreise: 211,26.

14               Donnerstag also vermuthlich erscheinen wird: in N IV nicht abgedruckt.

19               Uebersetzung: des Hume.

27               Ihnen oder Hartung sein Werk: Kritik der reinen Vernunft; Kant entschied sich schließlich für Hartknoch als neuen Verleger.

30               nach Zürich schreibe <...> Lavater u. Pfenninger: Hamann schrieb bloß an diesen, 223,18.

214,2          Nachbarschaft der drei Kronen: der Loge, 211,3.

17               RH. B.[erens]: Ratsherr J. Chr.

23               p f.: porto franco.

Brief 600

Antwort auf Brief 598; beigelegt waren seine Briefe, das Studium der Theologie betreffend, Teil I/II (SWS X,1-268).

214,31         wie ich <...> gemeldet: 188,19f.

215,3f.        Hier ist <...: Mt 14,7; Mk 9,5; Lk 9,33.

19f.             Ihren Bekannten: aus der Hofmeisterzeit.

23               Ottonen: das sächsische Herrscherhaus, Nachkommen Ottos I.

26               Sup.[perintendenten].

31               der Verfaßer der Phys.[iognomischen] Reisen: Musäus, 141,15ff.

33f.             Uebersetzer <…> aus dem Rußischen <…>: Nikolai Rytschkow, Tagebuch einer Reise durch verschiedenen Provinzen des russischen Reiches in den Jahren 1769 bis 1771. Riga 1774.

216,5          2.verheirathete Schwestern: Marie Karoline Wolf und Wilhelmine Buchholz, beide geb. Benda.

11               Lies am meisten Klopstockischer Geist (Mitteilung von Günter Arnold).

14               einige Lieder u. Oden: <...> von Klopstock, Stolberg, Claudius und Hölty, mit Melodieen beym Klavier zu singen. 1.Teil. Von Klopstock sind: An Cidli, Die frühen Gräber, Lyda, Selma und Selmar.

217,2f.        über den dankbaren Samariter: Lk 10,29-37.

8                 Büchlein: Briefe, das Studium der Theologie betreffend.

25               Berens <...> mit einem Brief <...> selbst zugeschickt: nicht überliefert.

26               ungefähr wie Sie: Hamann hatte das Blatt in den Königsbergschen Gelehrten und politischen Zeitungen angezeigt, 211,27, 213,9ff.

29               R.[etif] de la Bret.[onne].

32               Verf.[asser] der Apol.[ogie] <…>: Hartwig.

218,7          nächstens im Merkur <...> angekündigt: Dialogen die natürliche Religion betreffend, im Oktober des Merkur.

17f.             Ueber Goldbecks Plan <…> erklären: der für seine Litterarischen Nachrichten von Preußen sammelte.

19f.             Gelegenheit: Transportmöglichkeit.

21ff.           Abenteuer Ihrer Scherflein: Hamanns Reaktion darauf: Brief 603 an Klopstock.

33               der neuen Republic u. Buchstabenkunst ein Narr: seiner Schriften Die deutsche Gelehrtenrepublik und Ueber die deutsche Rechtschreibung wegen.

35               im D.[eutschen] Museum Andenken an ältere D.[eutsche] Dichter.

36               erste Br.[ief].

219,2          in ältern Br.[iefen] schon geschrieben: 528, 19,6, der von Wiedeburg beschriebene Codex sogenannter Minnelieder; Prophezeiung: Ziehens Chevilah 188,18ff.

3                 Jaques le fataliste: 186,34.

4f.              Prophet <…> gestorben: Ziehen starb 1780.

16               Serenissimor.[um] nostror.[um].

32f.             comme le cas est inoui <…>: wie der Fall unerhört und besonders besonders ist, Z.6: sonderbare Sonderbarkeiten.

35               Moser ist abgegangen: 209,33; dem Landgrafen: von Hessen-Darmstadt.

37f.             sich den Hund vor die Thür werfen zu lassen: sich beschimpfen zu lassen.

220,4          Landgr.[af]: von Hessen-Darmstadt.

8                 der Erbprinz: Ludwig X.

14               HE Schwager: A. P. v. Hesse.

23               Lavat.[er] über Waser entamirt: mit Abschrift der Gerichtsakten bei seinem Prozeß.

25               Goethe <...> auf einer Reise: schreibt am 18.Aug. 1780 an Lavater: Wir werden auf vierzehn Tage verreisen und einige entfernte Ämter besuchen, die der Herzog von seinen Besiztümern noch nicht gesehen hat (WA IV,4, Nr. 997).

29               Herder parodiert das Cicero-Zitat.

31               Jacobische Kinder: Johann Friedrich (*1765) und Georg Arnold (*1768) waren von 1778 bis Sommer 1780 bei Claudius.

32               Schwägerin: Christine Flachsland.

37               Herzogin: Luise von Sachsen-Weimar-Eisenach.

221,4          Statthalter: v. Dalberg.

6                 sein Hofrath: und Geschäftsträger, nicht ermittelt.

8                 Zeitungsbriefe: Zeitung=Neuigkeit.

16               da Sie die Schätze des Landes bewachen: als Packhofverwalter.

29               Von Roußeau <...> Dialogen von u. über ihn selbst: Les Dialogues ou Rousseau juge de Jean-Jacques.

32               Hier ist Mosers Br.[ief] selbst: 479f.; Hamann schrieb ihn ab und sandte ihn mit 604 zurück, 228,23f.

Brief 601

222,3          Uebersetzung: des Hume.

6                 Hofhalsrichter: Hippel.

9f.              H.[erder] in W.[eimar].

10               Ihren Wunsch der Ankündigung: dem Herder im Oktober des Deutschen Museums nachkam: Von Humes Dialogen über die natürliche Religion haben wir eine Uebersetzung von dem berühmten Hamann zu erwarten, welche nächstens in Hartknochs Verlag herauskommen wird.

13               vom <...> Kraus einen Brief erhalten: nicht überliefert.

223,5          Engl.[ische] Exemplar: von Humes Dialogues.

14               Mst. vollenden: das Manuskript der Kritik der reinen Vernunft.

18               an Pfenninger habe geschrieben: nicht überliefert.

20               christl.[ichen] Magazins: hg von Pfenninger.

29f.             dortigen Ankunft: in Zürich.

30ff.           nichts von P.[enze]l <...> ohngeachtet seines dortigen Verdienstes [in Krakau, 33,23] <...> in des Pr.[eußischen] Residenten Haus: nach Sammlung gerichtlicher Gesetze für das Königsreich Polen <…>. 1780 war Carl Friedrich Heinrich Axt preußischer Resident in Warschau, sein Nachfolger Heinrich Ludwig Buchholtz; aus W.[arschau] ausgeführt.

34               würkl.[iche] Druck entschieden: des Hume; einen Aufsatz: Aufstellung.

224,2          Reisegefährten: Fueßli.

Brief 602

224,12         Den 25 pr.[aecedenti] <...> Ihren dicken Brief: nicht überliefert.

13               Ihren HE Bruder: ihren, also Frédéric Toussaint.

14               nach Berl.[in] u Warschau: für Reichardt und Penzel; Hofpr.[ediger] Schultz: Johann Friedrich Schulz.

15               seine Antwort: wegen des Drucks seiner Vorläufige[n] Anzeige des entdeckten Beweises.

16               Kant versprach selbst zu antworten: wegen des Drucks der Kritik der reinen Vernunft.

17               wie ein Gott: deus ex machina.

18               Ihr Grund: Hartknoch hatte in seinem Brief an Kant vom 9.September 1780 neben dem Argument, daß er über bessere Druckereibeziehungen verfüge, auch das der besseren Distribution durch seinen Verlag massiv gebraucht: Die Verteilung Ihrer Werke unter alle Buchhändler, sowohl die zur Messe kommen als die nicht dahin kommen, geschieht auch weit besser durch mich als durch Hartungen; ich habe mit Leuten zu tun, mit denen er in keiner Verbindung stehet. Es ist nicht leicht ein Winkel in Deutschland, dahin ich nicht Geschäfte mache.

21               Gegen Hart.[ung]; meinen Gevatter: Kanter.

23               erhielt <...> Antwort: nicht überliefert.

26               meine Parcen: seine Töchter.

27               Beichtvater: Matthös.

30               am Michelstag: 29.September.

225,13         Bocher: jiddisch für Lehrer.

14               neuen Rector: Snell; Bibl.[iotheca Rabbin.[ica].

15               verschrieben: bestellt.

19               meine Arbeit: an der Hume-Übersetzung.

22               erfüllt hätte: Hamann scheint bereits, nach Kraus' Mitteilung und Ironien, (als zweyter Uebersetzer) vom Plan des Drucks abzurücken und andere Vorhaben zu erwägen.

29               Frau Gevatterin als Verlegerin: Karoline Herder. Zur Ostermesse hatte Hartknoch das Denkmal auf Andreae, Gespräche aus dem Latein <…>, angekündigt; das Manuskript war aber über anderen Arbeiten liegengeblieben. Karoline verhandelte darüber mit Hartknoch zwischen 4.September u. 25.November 1780, wobei, wie immer, die Honorarfrage eine Rolle spielte.

31f.             in seinem <...> Briefe: 600.

37               Kunstschüler: Hartknochs Sohn.

226,2f.        Chronikenschreiber: J. Ch. Berens.

3                 im Merkur angemeldet: durch Herder.

4                 Wezel zu seinem Roman: Wilhelmine Arend.

5                 Scherflein: Zwey Scherflein zur neusten deutschen Litteratur; auf Klopst.[ock] gewirkt zu haben: nach Herders Nachricht, 218,21.

8                 warmes Exemplar: der Kritik der reinen Vernunft; zu meinen Briefen: zu denen die Hume-Übersetzung umgearbeitet werden soll: Dialogen die natürliche Religion betreffend.

Brief 603

226,18         später als am 15.Oktober abgesandt: 228,25ff.

226,20         Mann des Todes: 2 Sm 15,5.

21               Ueberbringer: Claudius; Heimsteller: Neubildung Hamanns für jemanden, der etwas anheimstellt, 287,18.

23               kundbaren Niemanden: die auf das Abenteuer des Odysseus bei Polyphem anspielende Maske Hamanns, die er in seiner letzten Schrift, dem Fliegenden Brief, anlegen wird.

26               Alcibiades Hund: Plut. mor. c.9 berichtet, Alcibiades haben seinem Hund den Schwanz abgeschnitten: Von den Freunden getadelt, daß alle Welt wegen des Hundes erbost sei, lachte Alcibiades darüber und sagte: Mein Zweck ist erreicht, ich wollte, daß die Athener davon schwatzen, damit sie -nichts Schlimmeres von mir sagen.

27               politisches fascinum: listige Beschreibung, Behexung.

29               Eusthatius Cuper: der Erzbischof von Thessalonike (12.Jh.), der unter anderen gelehrten Werken auch Kommentare zu Homers Epen hinterließ, steht im übertragenen Sinn für Kommentator überhaupt.

33               mit Händen greifen: vielleicht Anspielung auf Plautus' asinaria; Schicksal der Einkleidung: seine Schreibart.

227,9          απροσδιονυσα: Plut. mor. 2.671: nicht zu Dionysos und seiner Feier passend, also unschicklich.

14               Herrherrsager: unter den zahlreichen alttestamentlichen Stellen hat Hamann hier möglicherweise Hes 4,14 im Sinn.

16               Exemplar Ihrer Meßiade: ein versprochenes Exemplar, 349,17f.

19               Physiognomie meines lakonischen Schnabels: 218,24ff.

20               weisen Frühprediger: Ps 119,62.

22               Geduld unseres HErrn: Sir 18,9.

Brief 604

228,3          erwünschter Brief: 600.

5                 hatte auch Claudius geschrieben: nicht überliefert; meldete mir ein Päckchen an: 227,31.

8                 Ihr Büchlein: Briefe, das Studium der Theologie betreffend.

15               habe <...> nicht finden können: im Fünften Brief, Anm.2.

15f.             warum sie: Sie.

17               deutl.[icher] Locus vom Meßia: Locus: einzelnes Lehrthema der Dogmatik. Im 8.Brief: Der Prophet war kein Prediger nach unserm Begriff, noch weniger der Erklärer eines einzelnen Locus. Führer des Volks, Sprecher des Willens Gottes über diese Zeit, diese Zeit, diese Verbindung von Umständen, das war er; und das konnte er sein; ohne daß Er eben unmittelbar vom Messias weissagte (SWS X,99). Die Makkabäer werden an dieser Stelle nicht erwähnt.

18               Jerusalems Auslegung von Bileam: er erklärt sie als Orakelbetrug; bei Herder im 2. Brief (SWS X,23ff.).

19               Ihre Widerlegung u Uebersetzung: ebenda.

20               Preisschrift: Vom Einfluß der Regierung auf die Wissenschaft, und der Wisssenschaft auf die Regierung.

21f.             wovon ich läuten gehört: im Christlichen Magazin, Bd 1, St 1, S.197 u. 202 hatte Herder zwei Parabeln von Andreä abgedruckt und diese mit dem Hinweis auf das vom Verfasser der Museumsbriefe zu erwartende Denkmal versehen.

23               Des Layenbruder Brief: von F. K. v. Moser, 221,32.

26               Billet an Klopstock: 603.

30               Mst. des Ziehen: Manuskript, 224f.

31               hamb.[urgischen] Zeitungen: nicht ermittelt, möglicherweise die Staats-und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten.

229,2          im Druck erschienen: was ein Irrtum ist, denn Ziehens Buch erschien erst 1783 und 1786.

3                 Das vom Erdbeben: 188,22ff.

4                 Kant schreibt: nicht ermittelt.

5                 Reccard hält selbige: R. hatte eine Reihe von mathematischen und astronomischen Schriften veröffentlicht und eine Sammlung astronomischer und physikalischer Apparate in seinem Pfarrhaus zusammengestellt (J. Bernouilli´s Reisen durch Brandenburg <…>, III,23-28).

6                 Kindermannsche Grillen: die in seinem Buch Vollständige Astronomie aufgestellten Thesen.

8f.              sonderbare Sonderbarkeiten: 219,6 u. 33f.

16               eine andere: von C. Schreiter.

17               nur einer: Kreutzfeld, 222,5f.

21               Ankündigung der Uebersetzung geschehen: von Herder im Merkur.

31               Alles Gute <...> gethan haben: 216,3ff.

33               unterkötigen Geschwür: von innen heraus eiternd, d.h. gefährlich.

34               Claud.[ius] meldet mir: 224,23ff.

230,2          Beichtvater: Matthös; Me Commere: M. Courtan.

5                 aurum potabile: Trinkgold, eine Art alchemistisches Lebenselixier, energetische Essenz, die angeblich aus Gold gewonnen wird.

10               engl.[ische] Krankheit: Rachitis, 206,26.

13               Briefen: Briefe an verschiedene Gottesgelehrte.

15               Ihrer Autorschaft: Briefe, das Studium der Theologie betreffend.

16               mit Hiob: Hi 29,20.

18               Herr Schwager <...> verloren: 220,32ff.

19               Paar, welches <...> Anlaß gab: F.S. Flachsland hatte 1778 als Hochzeitsgeschenk das Honorar für die Lieder der Liebe erhalten.

20               Leibjäger aus Eutin: Karolines jüngerer Bruder Ferdinand war Jäger in Holstein.

22               erwarte eben keine Antwort vom Statthalter: vom Freiherrn v. Dalberg, 221,7.

23               meinen Brief erhalten: 256,19f., nicht überliefert.

28               dem Cl.[audius] überlaßen: 287,18f.

29               drollichten Frage: 218,24ff.

31               Zu meinen Briefen: Dialogen die natürliche Religion betreffend.

35               Verleger des Kanten: seiner Kritik der reinen Vernunft.

231,3          von dem alten Freunde schreiben: Hase, 215,20ff.

5f.              Habeat sibi cum otio suo pleonectico: möge er bei seiner redseligen Muße verharren.

6                 physiognomische Reisebeschreiber: der andere Hase, 215,32ff.

10               Prof.: Kreutzfeld.

11               mein Nachbar: Stockmar.

13               um zu melden: Penzel beförderte sich selbst zum Abbé: <...> ich kam eben so dazu wie, wie Winkelmann dazu gekommen war; ich ließ mir die Tonsur geben, kaufte einen schwarzen Rock und ein petit collet, und damit war der Abbé fertig. Die Bekanntschaft mit dem Neffen des Krakauer Bischofs, Graf Stanislaus Soltyk, führte dazu, daß Penzel ständige Wohnung und Kost im bischöflichen Palais erhielt, 2.Bibliothekar der Universitätsbibliothek wurde und bald darauf auch Lehrer der deutschen Sprache an dem 1780 eingerichteten Seminar St. Petri für Lehramtskandidaten weltlichen Standes.

23f.             Unser Prinz ist gestern angekommen: die Rückkehr Friedrich Wilhelms von Preußen nach Königsberg.

30               ein Ständchen: Ich vergaß noch zu bemerken, daß die Studenten unter Führung des Herrn v. Gröben, des ältern Sohnes des Großmarschalls, gegen 9 Uhr dem Prinzen ein Ständchen brachten, worauf der junge Gröben mit viel Feuer und vornehmen Anstand eine Ansprache hielt (v. Lehndorff, S.170).

32               Lichtenbergs Deduction: 233,11, Über die Weissagungen des verstorbenen Superintendenten Ziehen <…>.

33               seine Weißagungen: Ziehens.

232,8f.        Billet <...> geschrieben: Fischers, nicht überliefert.

15               Einl.[age] aus Morungen: von K. Güldenhorn.

18               Schild <...> Lohn: 1 Mo 15,1.

Brief 605

232,28         Verlage der Kritik: der reinen Vernunft.

233,4          Both: Gebot.

9                 Fabeln für Kinder: Fabeln und Erzählungen zum Gebrauch für Kinder. Riga 1780; Uebersetzung des Hume: von Schreiter.

11               Lichtenbergs Deduction: 231,32.

13               Propheten: Ziehen; wie <...> D. Reccard: Dieser hatte sich auf eigene Kosten eine Sternwarte an seinem Pfarrhaus gebaut und veröffentlichte seine astronomischen Beobachtungen in deutschen und französischen Fachzeitschriften. Sein Lehrbuch der philosophischen und mathematischen Wissenschaften erlebte viele Auflagen. J. H. Lambert schreibt in einem Brief an Kant vom 12.11.1765, daß Reccard zur Astronomie geboren ist und sein Vergnügen in den Tiefen des Firmamentes findet.

15               Hofr.[at] Ehrenreich versichern will: 228f.

17               neuer Rector: Snell.

18               Gevatter in W.[eimar]: Herder.

21               Nachbar: Stockmar, 231,12.

27f.             wegen des zurückgelegten Päckchens: nicht ermittelt.

30               mit Hofpr[ediger] Schultz auch einig: J. F. Schulz, über den Verlag seines Buchs Vorläufige Anzeige des entdeckten Beweises, 225,17.

32               dortige 3 Freunde: Häfeli, Lavater, Pfenninger, 223,18f.

33               Jung: v. Junck.

234,3f.        Hippel <...> Lauson: 231,27f.

7f.              Gevatter in Weimar <...> angekündigt hätte: im Merkur, 229,19ff.

9                 Exemplar der angekündigten Uebersetzung: von Schreiter.

15               reisender Briefsteller: Andreas Meyer.

Brief 606

234,27         Ihr Brief: 594.

235,5          wunderlichen Ausarbeitung: Schürze von Feigenblättern.

6                 Stüke des Merkur: von Häfeli, Eines Ungenannten Antwort.

12               Brücke ohne Lehne: 201,3ff.

15               Magazins: für Prediger, hg von Pfenninger.

21               wie Paulus: Apg 24,10.

33               Über die Reformation: von Johann Heinrich Ulrich.

34               gustosen: meist gustös: geschmackvoll.

236,1          freimüthigen Nachrichten: gemeint sind Starcks Freimütige Betrachtungen über das Christentum.

6                 Waser: der Skandal-Prozeß wurde in Deutschland mit einer apologetischen Diskussion verfolgt, auch durch den Briefwechsel Lavaters.

7                 nächster Verwandter: sein Vetter, 238,13.

22               ältliches Frauenzimmer: Anna Scheuchzer.

237,18         sein Aufsaz im Schlözerschen Briefwechsel: Waser hatte an Schlözer zum Druck mehrere Schriften geschickt, die an der Zensur wider seine staatsbürgerliche Pflicht vorbeigeschmuggelt waren und Obrigkeit und auch Privatpersonen denunzierten. Von besonderer Bedeutung waren Indiskretionen über den Kriegsfond und angebliche Fehler der Staatsökonomie in seiner Lebensbeschreibung Zürich, wie es ist und nicht wie es seyn sollte. Siehe Final Examen mit dem in Wellenberg inhaftirten, unglücklichen Heinrich Waser. Zürich sub 26 und 27 May 1780, in: Göttingisches Magazin, 1.Jg. 1780, 5.St., S.308-315. In Lichtenberg-Forsters Magazin weiterhin: Hrn. Prof. Schlözers vorläufige zerstreute Anmerkungen, zu Hrn. Beckers Schreiben über Wasern und dessen Proceß oben St.[ück] 2 [des Magazins] 1781, S.153-229, ebendort, im 4.Stück, 1781, S.72-93. Eine angekündigte Fortsetzung erschien nicht mehr.

18f.             in thalamo: Mt 24,26, 203,7.

238,3f.        großes chronologisches Werk <...> bei Orell gedruckt: Historisch diplomatisches Jahrzeitbuch zur Prüfung der Urkunden. <…>. Zürich [Orell] 17879.

239,2          wie Simson: Ri 16,26ff.

6f.              in Iselins Ephemeriden herausgekommenen Nachrichten: 1780/23, S.442-460: Pfarrer Joh. Heinrich Waser. Doktor Dodd, von Iselin verfaßt.

8f.              Unterredung mit seinen zween Knaben: S.452-460.

11ff.           Lavater hat <...> aufgeschrieben und an Göthe gesendet: 220,23.

12               letzte Unterredung mit Wasern: in den Ephemeriden S.461f.

240,5          Röslers: August Johann Rösel von Rosenhof.

10               die Unverschämtheit gehabt: 203,9f.

15               ihre Mutter: Isabella Czartoriyska, geb. Flemming.

19               zu diesem Gedicht: Therese Czartoriska, Zürich 1780.

21               er reißt: reist.

24               seines Königs: Stanislaus III. Poniatowsky.

28f.             kleines Kampfspiel: nicht ermittelt.

241,6          καιρων αναψυξεως: Zeit der Erquickung, Apg 3,20.

Brief 607

Antwort auf Brief 604, kreuzte sich mit 611. Beigelegt war Vom Einfluß der Regierung auf die Wissenschaften <...>,(SWS IX,307-408); 248,3f.

241,18f.      weil Sie eine andre angekündigt gelesen: Schreiters Übersetzung, 229,16.

22f.             Sie sind <...> angekündigt: durch Herder im Oktoberheft des Teutschen Merkur, SWS XV,33.

24               Bändchen Briefe: 229,19ff.

25               Verf.[asser] der Gespräche: Hume und seine Dialogues, meint aber den Übersetzer, also Hamann.

30               meine Briefe: das Studium der Theologie betreffend; Lav.[ater] <...> großen Brief: Haym II, 150: Brief vom 23.Oktober (Aus Herders Nachlaß, Bd.2,191-201). Herders Antwort vom 3. November: HBGA 4, Nr.124.

32               Siebenschläfer zu werden: die Beziehung einzustellen: Illustres Voyageurs: Goethe, Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach und v. Wedel auf ihrer vorjährigen Schweizerreise, Knebel auf seiner diesjährigen, von der er am 11.Oktober zurückgekehrt war. Diese weimarischen Besucher Lavaters verdächtigt Herder, mitschuldig zu sein an Zerwürfnis und Bruch mit Lavater.

242,19         Seine Offenbar.[ung]: Jesus Messias oder Die Zukunft des Herrn.

20               die Kupfer von H. Füßli gestochen: Irrtum Herders, die Kupfervignetten stammen von R. Schellenberg und D. Chodowiecki.

22               Therese Czatoriska: 240,14ff.

25               Mit meinen Br.[iefen]: das Studium der Theologie betreffend.

34f.             bin <...> vom Hebr.[äischen] abgegangen: er übersetzt im 6. Brief: Der Zweig einer fruchtbarn (Mutter) ist Joseph, Der Zweig einer Fruchtbarn über der Quelle, Seine jungen Sprossen schießen die Mauer hinauf, verwirft die Übersetzung fruchtbarer Zweig, in der sich eine Anspielung auf den Namen Joseph (1 Mo 30,24, fortfahren) finden ließe und ersetzt die Lesart des masoretischen Textes durch die samaritanische Überlieferung. Seine Übersetzung ist jedoch grammatisch nicht sicher. (Der Samaritanus ist die Überlieferung des Pentateuch in einer Nebenlinie des Judentums; die Masora ist eine Vielzahl statistischer Beobachtungen und kritischer Bemerkungen zum Text des Alten Testaments in der jüdischen handschriftlichen Überlieferung, im 6.-9.Jahrhundert n. Chr. entstanden. Erst die Masoreten fügten den hebräischen Konsonanten die Vokalzeichen hinzu).

36               den 70.: Septuaginta; Araber: eine nicht anerkannte arabische Übersetzung aus dem 5. Jh., SWS X,61.

37               lies: בגות צץדה.

243,1          Mendelssohn eben so übersetzt hat: in Deutsche Übersetzung des Pentateuch: Sprößlinge schreiten über die Mauer. [Joseph wird wachsen, er wird wachsen wie ein Baum an der Quelle, daß die Zweige emporsteigen über die Mauer].

2                 Masorethischen Text: im Gegensatz zur samaritanischen Überlieferung: textkritisch in der alttestamentlichen Überlieferung.

2f.              sein Buch: Deutsche Übersetzung des Pentateuch.

4                 Stelle aus den Maccab.[äern]: 228,16f., SWS X, S.206.

5f.              Göttinger Weihnachtsprogr.[amm]: nicht ermittelt.

6                 Candidat: Börmel.

7                 Klaglieder: des Jeremia.

14f.             Plan zum seminario für Landschulmeister: Herder war im Dezember 1777 mit der Aufgabe betraut worden, einen Plan zur Errichtung eines solchen Seminars zu erarbeiten. Zum 31. Oktober 1780 reichte er seinen Plan ein, die Verspätung damit entschuldigend, daß er sich erst von Einrichtungen dieser Art in anderen Ländern habe Kenntnis verschaffen müssen: Entwurf eines Seminarii zu Lehrern für Landschulen, SWS XXX,453ff. u. 460ff.

19               Vormundschaft: der Herzogin.

20               jezige Minister: v. Fritsch.

21               frommen Mann: Johann Georg Hertz; Herders Anstellungs-Antrag: SWS XXX,453ff.

22f.             Präsidenten des Ob.[er] Cons.[istoriums] damaligen Vicepräsidenten: Carl Friedrich Ernst Frh. v. Lyncker.

23               commitirt: bevollmächtigt.

34               leichtsinnig: ohne groß darüber nachzudenken.

244,19         Ziehens Mscr. behalten Sie: 229,3.

20               die Fr.[au] Gen.[eral] Sup.[erintendent]: Karoline hatte Ziehens Manuscript abgeschrieben.

21               gottlob seligen Propheten: 1780 gestorben.

21f.             dasselbe Urteil ergangen: 229,4ff.

25f.             Ist die Prophetische Zeit vorbei: 225,5.

28f.             scheint mir Ihre Meinung wahrscheinlicher: 225,7f.

245,7          Erbprinzen: Ludwig X. von Hessen-Darmstadt.

11               für Gelde von den verkauften Amerikanern: für den Krieg verkaufte Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel tausende hessische Untertanen an die Engländer.

29f.             Fürstenberg <...> dessen Anstalten: seine Bildungsreformen, der Schloßbau in Münster, die militärischen und wirtschaftlichen Organisationspläne, die Gründung der Universität (1773).

31               Kaiserl.[ichen] Coadjutors: Erzherzog Maximilian Franz zum Coadjutor des Erzbischofs von Köln am 16.August 1780. Fürstenberg hatte die Wiedergewinnung der Eigenständigkeit des Hochstifts Münster betrieben, das zumeist von einem Wittelsbacher Prinzen regiert wurde, was sich für das Fürstbistum Münster nachteilig auswirkte. Gründe für die Kandidatur des Habsburgers waren eine bessere Versorgung des Erzherzogs und die Absicht der im Münsterischen herrschenden fürstenbergischen Parthey zu vereiteln, welche einzig dahin gerichtet waren, die kurköllnischen und münsterischen Lande in die preußische und hannöverische ausschließende Abhängigkeit zu ziehen. Diese Ausweitung der österreichischen Macht gegenüber den preußischen Besitzungen gelang mit viel Geld und vor allem überraschend; seinen Abschied erhalten: Fürstenberg mußte um Entlassung aus dem Ministeramt nachsuchen, blieb jedoch Generalvikar und behielt die Leitung der Schulaufsicht. [So ist Hamann auf den sog. Kreis von Münster, in dem er sich ab Juli 1787 bewegen wird, bereits vorbereitet].

32               er war Gouverneur: Fürstenberg regierte von 1763 bis 1780.

34               Churfürsten: Clemens Wenzeslaus Prinz von Sachsen.

37f.             den 2ten Theil <…> nicht geschrieben haben: in der Tat war J. K. Riesbeck der Verf.

246,3          Statthalter: v. Dalberg.

4                 Ihren Brief <...> erhalten: 209,30, nicht überliefert.

6                 an sie: Sie.

9f.              aufgebracht über die Frage der Berliner, von den Vorurtheilen: die 1780 gestellte Preisfrage der Berliner Akademie für 17681 S'il est utile de tromper le peuple, 260,10ff., da niemand öffentliche wagen würde dies zu verteidigen.

11               in Geschäften: in Politik und Regierungsgeschäften.

15f.             Parallele der meinigen: der Berliner Preisschrift, SWS IX,307-408. Die Anzeige von Friedrichs II. De la littératur Allemande im Märzheft 1781 des Teutschen Merkur meint Haym (II,41) Herder zuweisen zu können.

16               Hier ist diese: Vom Einfluß der Regierung auf die Wissenschaften und der Wissenschaften auf die Regierung; nach dem Zweck: SWS IX,406ff., ein Plädoyer für die Freiheit und liberal bestimmte Förderung einer praxisbezogenen Wissenschaft.

21               Ende seiner Schrift: Friedrich II. schreibt (übersetzt): Noch sind diese schönen Tage unsrer Litteratur nicht gekommen; aber sie nähern sich und erscheinen gewiß. Ich kündige sie Ihnen an, obgleich mein Alter mir die Hoffnung nimmt, sie noch selbst zu sehen. Ich bin wie Moses, ich sehe das gelobte Land von fern, werde aber nicht selbst hereinkommen. Ich lasse sonst den M o s e s in allen seinen Würden, und will mich auf keine Weise mit ihm in Vergleichung setzen. Auch sind die schönen Tage unsrer Litteratur, denen wir entgegen sehen, gewiß weit mehr wert als die nackten und dürftigen Felsen des unfruchtbaren Idumäa [Landschaft in Palästina; metonymisch auch für das ganze Land].

24               Da die heil.[ige] Theresia todt ist: Maria Theresia starb 1780; der Kaiser: Joseph II. von Österreich.

28               aus der Schatoull besoldet: mit Privatgeldern.

30               Erbietung: Bewerbung.

33               Skiagraphie: Schattenschrift.

36               Ob.[er] C.[onsistorial] Präsident: v. Lyncker.

247,6          Wunsch der 4ten Bitte: Was heißt denn täglich Brot-gute Freunde, Nachbarn und dergleichen.

8                 primus et tertius: der 1. u. 3.Sohn.

8f.              frater secundus et quartus: der 2. und 4.Bruder.

9                 Bruder quintus <...> in seinem unsichtbaren Reich: der noch ungeborene Fünfte, dann aber Luise.

11               meine Schwester: K. Güldenhorn.

12               armen Weibe: ihres trunk-und streitsüchtigen Mannes wegen.

13               An Fischern antworte ich: nicht überliefert.

29               geheime Buch des erreurs et de la verité: von St. Martin.

31               Utopischen K.[irchen] Vereinigung.

32f.             Möser einen gedruckten Brief darüber geschrieben: Schreiben an den P. K. in W., den ersten Schritt zur künftigen Vereinigung der evangelischen und katholischen Kirche betreffend. Frankfurt/Leipzig 1780.

Brief 608

248,11         erhielt Ihr Notificarium: Benachrichtigung, nicht überliefert; Löwen: Samuel Liepmann L.

17               Müllersche Haus: Kraus' Pflegeeltern.

20               Contract: als Nachfolger des Rectors und Professors der Philosophie in Königsberg, Christiani, 199,7ff.

248f.           nach Elbing: 250,2.

Brief 609

249,7          erhalte einen Brief <...> dd 29 pr.[aecedenti; prioris]: nicht überliefert.

9                 wegen H.[artknoch].

16               Einl.[age]: nicht ermittelt.

19               Journals: wohl des Petersburger.

24               Ihr Letztes: nicht überliefert.

25               Kantens Verleger: der Kritik der reinen Vernunft.

27               durch Spener: den Drucker in Berlin, auch von Kants Kritik.

28               zu erwartenden Uebersetzung: von Schreiter.

31f.             abgemacht ist abgemacht: Brief 601.

250,3          seine Preisschrift: Vom Einfluß der Regierung; 2 Casualpredigten: Zwo heilige Reden bey einer besonders wichtigen Veranlassung gehalten, gedruckt gegen Herders Willen.

6                 Trappens Hirtenbrief: Sendschreiben an den Herrn Doktor Semler.

12               unser Salomon über das neml.[iche] Sujet: Friedrich II. De la littérature allemande.

13f.             wie dem Hunde das Grasfreßen: der es frißt, um Unverdauliches wieder loszuwerden.

17               Verf.[asser]: J. Ch. Berens, von Herder im Teutschen Merkur angezeigt, SWS XV, S.31-33.

22               Parasche: Abschnitt.

28               beantw d 24-: nicht überliefert.

Brief 610

250,31         Ihren letzten Brief: nicht überliefert; die Recken: Elisa v. d. Recke.

32f.             Beschreibung vom Prinzen: Besuch Friedrich Wilhelms II. von Preußen, 208,7ff.; 211,26; 214,1ff.; 231,23ff.

251,1          den letzten: Hinz.

10               Untergebenen: v. Firks, dessen Hofmeister er war.

10f.             Ihre beyden Briefe an mich: nicht überliefert.

18               Pathey: Parthey[,].

21               mehr von Ihrem Nachbar zur Rechten wissen: Stockmar, 194,26ff.

23               in allen B.: Besen, d.h. Mägde, die den Besen führen oder allgemein: Mädchen.

26               Besens: fleißige Mädchen, aber keine bösen Weiber.

34               mit seiner Muße: Muse, Fräulein Schimmelpfennig.

Brief 611

252,4f.        Einlage: von K. Güldenhorn, der Kreuzträgerin.

6                 Brief: nicht überliefert.

7ff.             Ihr <…> Sie <…>:=ihr, sie etc.

9                 meines Briefs: nicht überliefert.

10               nicht Jedermanns Ding: 2 Th 3,2.

17               kein Hoherpriester Eli: 1 Sm 1,17.

28               wiedergefundenen Fischer: 232,4.

253,1          Ihrer Briefe: das Studium der Theologie betreffend.

2                 aus dem Buche der Maccabäer: 228,17.

3                 kleine Zurechtweisung: 228,14f.

4                 Preisschrift: Vom Einfluß der Regierung in die Wissenschaften.

8                 Casualpredigten: Zwo heilige Reden, 250,3f.

10f.             Novbr des [Deutschen] Museums: Andenken an einige ältere Dichter, schon im Oktoberheft 1799, II,299ff.; fortgesetzt im November 1780, II,415f., sowie im Dezember 1780,481ff. und Jänner 1781, I,2, siehe SWS XV und XVI.

11               Briefe über Andreä: der zweite Brief der Andenken, SWS XV,14ff. und XVI,232ff.; auch Herders Brief an Lessing vom 15.Januar 1781 (HBGA 4, Nr. 151).

12               seel.[igen] K.: nicht ermittelt; Herder beruft sich nur auf einen Freund, der Andreäs Nachlaß gesammelt habe.

16               W.[ieland].

33               Beichtvater: Matthös.

37               Salomon <...> Nebenbuhler <...> geworden: Friedrichs II. Schrift De la littérature allemande im Vergleich mit Hamanns Zwey Scherflein, 250,12.

254,1f.        Geschichte des trunknen Noah: 1 Mo 9,21.

3                 die Rolle des Chams: der die Blöße seines Vaters aufdeckt und verflucht wird, 1 Mo 9,18-7; wie Raynal: mit seiner in Paris öffentlich wegen Freigeisterei verbrannten Histoire philosophique.

4                 wie Samuels Schatten: 1 Sm 28,15ff.

7                 wie <...> Bileam seine Eselin: 4 Mo 22,27.

9ff.             das neue Gesangbuch: hg von J. Ch. Diterich, J. J. Spalding und W. A. Teller (heil. Dreyeinigkeit), die alle Infinitive zu Endungen (desinentia) auf-a machen wird (gemeint ist wohl: zur Banalität verflachen).

16               Versuch vom Tacitus: Taciti opera.

25               Döderleins [Fragmente und] Antifragmente: besonders S.174. liest Hamann als Antizipation seines Plans einer Kritik der natürlichen Religion; denn jener wolle (O. Bayer, Hamann Acta, IV,48) "in der Frage der Glaubwürdigkeit der biblischen Bücher von ihnen nur als menschlich angesehenen ausgehen, um hieraus die Göttlichkeit ihrer Lehren zu folgern, nicht umgekehrt. Dieses Verfahren Döderleins, vom Menschlichen zum Göttlichen überzugehen und aufzusteigen, harmoniert nach Hamanns zutreffendem Urteil mit der Auffassung Herders, der in einer Analyse des Menschlichen das Göttliche prädiziert. Diese Verkehrung der von der Christologie her anders zu denkenden Vereinigung von Göttlichem und Menschlichem, seit Erscheinen der Abhandlung über den Ursprung der Sprache für ihn unübersehbar geworden, hat Hamann scharf kritisiert".

30               ουσια του σωματος und εξουσια του αξιωματος: die Substanz des Körpers und die Freiheit des Willens.

32               κοινωνια: Gemeinschaft.

255,11         übernahm vor 3. 4 Jahren: 150,1f.

11f.             preuß.[ische] Blumenlese: hg von Dörk.

12               Diercke: Diericke.

34               officia Ciceronis: de officiis.

35               Versifex: Verseschmied.

256,1          Kanzlers Excell.[enz]: v. Carmer.

3                 aufgebürdeten Bon mots: die empfohlene Cicero-Lektüre.

4                 Recensenten: Glawe.

7                 Verf.[asser]: John?

8                 hautement: mit Nachdruck.

11f.             den zeitigen Decanum: Kreutzfeld.

16               Prof. Moralium: Kraus.

19               Statthalter meinen Brief: v. Dalberg, nicht überliefert, 246,3.

22               Einl.[age] an Kl.[opstock]: 603.

26               welsche Deduction: 254,1ff.

30               Durow: Dorow.

257,2f.        Lenz <...> zum zweyten mal geschrieben: nicht überliefert.

5                 Großfürsten: Paul I. von Rußland.

7                 Pfenninger <...> gemeldet: 249,7ff.

8f.              Kaufmann <...> engl. Mariachen: das berichtete Häfeli, 240,32ff.

14f.             der ältesten Urkunde: der Genesis, 250,22.

21               wallen, wandern und weben: auf Apg 17,28 anspielend.

25f.             dirigierender Bürgermeister: Hippel.

33               zu einem ehrlichen Mann geholfen: nicht ermittelt.

258,12         Nicolai's Erzehlung: L. H. Nicolay.

16               Aposteltages: 257,17; Apologie des Semler: seiner Reimarus-Widerlegung Beantwortung der Fragmente eines Ungenannten wegen. Semler war, als Kommilitone von Plessings Vater, P. in prekärer Lage behilflich gewesen. In seinem Lebensbericht charakterisiert S. den Studenten als jungen Mann mit hochfliegenden Plänen, der versagte und in hypochondrische und depressive Zustände verfiel.

17               seines Gegners libellum: die Reimarusschrift, durch Lessing veröffentlicht.

21               Schild und großer Lohn: 1 Mo 15,1.

Brief 612

258,28         Empfang Ihres <...> Briefes: 607.

259,10         Einschluß an Pf. Fischer abzugeben: 247,13.

15               in praesepio: Krippe, Stall.

19               Scipio: hier in der Bedeutung von Stab, Stütze.

21               einzige Freundin: M. Courtan.

24               Beichtvater: Matthös.

30               Dedications Exemplar: der Preisschrift Vom Einfluß der Regierung.

31               mein erkauftes: 253,4.

260,7          sein Brief: nicht überliefert.

9                 zweyköpfige: mit zwei Preisträgern, nämlich Becker und Chastillon jun. Es gab auch eine dritte: Ob und in wie fern eine Art von Täuschung dem großen Haufen zuträglich sein könne? Beantwortet in einer Abhandlung, welcher die Akademie der Wissenschaften zu Berlin im May 1780 das Accessit zuerkannt hat. Von J.G. Gebhard, Prediger zu Berlin. Berlin/Stralsund 1780.

10               ursprüngl.[iche] Aufgabe: der Berliner Akademie. Friedrich II. hatte die ursprüngliche Absicht der Akademie, die Frage nach der primitiven Kraft zu stellen, konterkariert mit seiner Frage: S' il est permis de tromper le peuple?

11               Sic et non: es wurde eine bejahende (Chastillon) wie eine ablehnende (Becker) Beantwortung prämiert.

14               gemachte Anzeige der Druckfehler: 248,6f.

22               Orbil der Litterature Tudesque: Friedrich II. als ironisierter großer Lehrer (wie der Orbil des Horaz, ep.II,1,70-71)), als Zuchtmeister der altfränkischen, altdeutschen Literatur.

23               in der Uebersetzung: durch Ch.W. Dohm.

26               seines Götzens Mäusim: Dan 11,38.

30               ihrer lieben Schwester geantwortet: an K. Güldenhorn, nicht überliefert.

261,4f.        Eine Macht auf dem Haupte: 1 Ko 11,10.

7                 Pfarrerin in Morungen: Frau Skubich.

19               Kreutzfelds Abhandl.[ung]: 253,14ff.

22               Blatt zur Chronik: von J.Ch. Berens, das Herder im Teutschen Merkur, Oktober 1780 angezeigt hatte, SWS XV,32ff.

262,7          sein Werk: die Kritik der reinen Vernunft.

8                 zu Halle: bei Grunert.

12               vom letzten Quartal: 261,22f.; kein Temple: 247,26; kein Buffon: 250,8ff.

12f.             kein Rousseau: 247,27.

15f.             seit Albertinens Stifftungstag: seit Gründung der Königsberger Universität.

17               Autorschaft: die Übersetzung Humes.

18               Ankündigung: durch Herder im Teutschen Merkur.

22f.             Kant hat <...> zurückgeschickt: 205,28f.

25               Nicolai's: Nicolay, 258,12.

26               der Götterbote: der Merkur mit der Ankündigung Herders.

28               beyden Uebersetzungen: die Hamannsche und Schreitersche.

36               Märksche: Merck, J.C.

263,1          im Ebert: Johann Jakob E., seine Naturlehre.

8                 Wenn ich <...> gewußt hätte: 244,22ff.

10               Sic vos non vobis: das Dictum geht auf eine Renaissance-Interpolation in der Vergil-Vita des Donatus Aelius zurück. Vergil soll vier mit diesen Worten beginnende Verse an das Tor des Augustus geschrieben haben, nachdem der Dichter Bathyll ein von Vergil stammendes, aber anonymes Huldigungsepigramm als das seine ausgegeben hatte. Die Verse lauten: Sic vos non vobis nidificatis aves, sic vos non vobis vellera fertis oves, sic vos non vobis mellificatis apes, sic vos non vobis fertis aratra boves: (So baut ihr, Vögel, Nester nicht für euch, so tragt ihr, Schafe, Wolle nicht für euch, so macht ihr Honig, Bienen, nicht für euch, so zieht ihr Pflüge, Rinder, nicht für euch); HE Hofrath: Ehrenreich, 233,15f.

12               Briefe: das Studium der Theologie betreffend.

18               Frage über die Vorurtheile: 260,10ff.

25               Mysterium stupiditatis et iniquitas: das Geheimnis von Dummheit und Unbilligkeit.

32               Wenn <...> Beyfall findet: 261,19f.

264,3          Ende der Prinzeßin Czartor.[iska]: 240,14f.

4                 Präsident: Domhardt.

10               halb Dutzend: an Kindern.

14               Nasendrücker: Sarg mit plattem Deckel.

20               Ein zweyter Theil: von J. K. Riesbeck.

23               Jener erste Theil: von La Roche.

30               Ihren seel.[igen] Bruder: ihren, nämlich v. Medem.

31               Brief <...> widerzuschicken: 251,1.

265,10f.      2te Blatt des Chronikers: J. Ch. Berens, Blatt zur Chronik von Riga, 267,7f.

21               christl.[ichen] Magazins: hg von Pfenninger.

22               ebenso wie Ihnen: 247,35f.

23               Billett doux: an Klopstock, 256,22.

24f.             Verf.[asser] des Universums: v. Dalberg.

35f.             des Verlegers Namen: Hartknoch.

266,1f.        Kants Buch: Kritik der reinen Vernunft.

3                 Litterature allemande: von Friedrich II.

5                 Lies Nicolay; Eberts Naturlehre: Johann Jakob E.

11               Irrthümer u Wahrheit: von St. Martin, 247,29.

15               Seminarium: 243,14f.

16f.             Xαιρομεν γαρ ὁταν ἡμεις ασϑενωμεν, ὑμεις δε δυνατοι ητε· τουτo δε και ευχομεϑα: wir freuen uns aber, wenn wir schwach sind, und ihr mächtig seid. Und dasselbe wünschen wir auch, 2 Ko 13,9.

20               ονησιμος αχρηστος: unnützer, törichter Onesimus.

Brief 613

lag wohl Brief 612 bei.

Brief 614

267,10         Krönungsfeste: der 18.Januar, an dem 1701 Friedrich I., Kurfürst von Brandenburg, Herzog von Preußen, sich die Krone eines Königs in Preußen aufsetzte.

16               Blatts zur Chronick: von J. Ch. Berens.

17f.             für ein zweytes Blatt verstanden: 250,6.

18               Durchreise unseres Prinzen: 208,7ff.; 211,26.

20               Uebersetzer: wohl Berens selbst, 269,35f.

21               Meine Ankündigung: in den Königsbergschen <... > Zeitungen: nicht überliefert.

24               schwäbischen theol.[ogischen] Wörterbuch: von Cleß, wann diese Ankündigung erschien, nicht ermittelt.

27               hat selbige gleichfalls recensiert: Bd 43/2, S.518 unter dem Kürzel Km, wahrscheinlicher Verfasser: Hupel.

28               die beste im deutschen M.[erkur]: Okt. 1780, S.81-84.

30               durchreisenden B-s: Carl Berens.

34               Gevatter in W.[eimar] u W.[andsbeck].

268,4          seel.[igen] Schwagers: Ch. Rappolt.

10f.             Caffe Declaration: 281,35.

12               petite fève âcre: kleine bittere Saubohne; wie Voltaire dieses Edomsgemüse [Edoms-nach 1 Kö 11,1 ausländisches, heidnisches] nennt: z.B. in der Defense de Louis XIV contre l´auteur des Ephémérides in Fragmens sur l´Histoire Article XX.

14               Ihr Lesebüchlein: wohl von S. Heinicke.

15               Sie: sie.

19               über unsern Büchermangel klagte: 250,8f.

31f.             Trappischen Semmler: Trapp, sein Sendschreiben an den Herrn Doktor Semler.

37               Probebogen: der Kritik der reinen Vernunft.

269,8          HE Schwager: Toussaint.

20f.             voller Furcht u Erwartung von Ziegenpropheten: der durch Ziehen geweissagten Flutkatastrophe in diesem Monat; Brut der Projectmacher: des Königs und der französischen Finanzverwaltung, die Beamten zu uniformieren, 282,2ff., was Hamann in der Tat, 269,21ff., besprochen hatte.

26               ziemlich weit vom Ziel: die Ausgabe umfaßte 54 Bände, 278,7.

31               fr.[anzösischen] Uebersetzung: der Berensschen Chronik.

270,9          beantw. 27: nicht überliefert.

Brief 615

Bezieht sich in der langen Phase seiner Abfassung auf die Briefe 611, 612, 619 und kreuzte sich mit 617. Beigelegt (272,13) waren der Bußtagszettel vom 13.April ( SWS XXXI,675) und die Osterkantate (SWS XXVIII,115-121).

270,14         ersten Brief: 611.

22               guter Arzt: Johann Friedrich Hufeland.

26               Queckenkur: Agropyrum repens, von dem man den Saft trinkt; er dient zum Laxans, gegen die Gicht, Blasenentzündung und Mykosen.

28               zweite Heft von Mendelssohn: Anmerkungen zu Thomas Abbts freundschaftlicher Korrespondenz, 404,11ff.

29               Gemälde vom verstorbnen Grafen: als Supplement der Korrespondenz enthalten.

32               Ketzerallmanach: von K. F. Bahrdt, S.74-77, endend mit: Übrigens ist er ein kaum mittelmäßiger Philosoph und in der Sprachkunde, vornemlich im Hebräischen, nahe an der Sphäre der Unwissenden-welches wir ihm auf sein gebührendes Nachsuchen ad oculum zu demonstriren erbötig sind.

271,5          in Hamburg kennengelernt hatte: auf seiner Reise von Paris nach Eutin 1770.

6                 vor seinem Tode: am 15.Februar 1781; noch einen Brief: vom 26.Januar, Lachmann/Muncker XVIII, Nr.708.

13               hiesigen schönen Geister: wohl Goethe, Wieland, Knebel, der Herzog.

15               Vertumnus: der die Pomona liebte wie Wieland seine Pomona, die Zeitschrift der Sophie v. La Roche wie sie selbst; Schweizern: Lavater, Häfeli, Pfenninger.

18               meine Jugendzeiten: in Königsberg 1762-1764..

20               dädalische Bildsäule: eine meisterhafte und vorbildliche, der man nachsagte, sie könne gehen, nach Pausanias 7,5,5 und Diodor 4,76.

22               übermöge: überwältige, bezwinge.

30               Laßen Sie gehen, wie es geht: es gehe wie es gehe- 9.Str. von P. Fleming In allen meinen Thaten.

34               30.Tyrannen: Rebellenführer verschiedener Provinzen des Römischen Reichs zur Zeit des Gallenius, nach Zedler, Triginta Tyranni, und Herders Berliner Preisschrift von 1775, Ursachen des gesunknen Geschmacks <...>, SWS V, bes. 613ff.

272,9          sogleich meldete: in einem verschollenen Brief, dessen Auszug Hamann im Brief 620 an Hartknoch mitteilt.

10               Brief mit den Schattenrißen: 617, auch 277,21f.; die Briefe 615 und 617 kreuzten sich.

16               ersten Ministers: v. Fritsch.

23               zum Dank für Ihre Silhouetten, meine u. meiner Familie: 282ff.

28               Kreuzfeld <...> Lauson: 283,11.

32               Urim und Thummin: Licht und Recht übersetzt Luther: die Losorakel in der Pektorale des Hohepriesters, 2 Mo 28,30; 3 Mo 8,8 u. 5 Mo 33,8, auch VI,340,28f. Bei Herder SWS VI,458: <…> es waren Zeichen zum Fragen, zum Forschen, Hausgötter, Orakel!

33               des erreurs: von St. Martin, 273,32ff..

35               in Ihrem Briefe blind citierte Stelle: 287,1ff.

273,13         dort: in Darmstadt.

5                 jämmerl.[ichen] Lande: das Hessen-Darmstädtische Großherzogtum.

10               heißen Koth in ihr Angesicht schmeißen: Tob 2,11.

13               Vom Zweck des Frei M[aurer]=Ordens.

15               Jesuit: was ihm später besonders von Nicolai vorgeworfen werden wird.

20               Herzog Ferdinand: von Braunschweig-Lüneburg, Bruder des Regierenden Herzogs Karl I. und Schwager Friedrichs II., war seit 1772 Großmeister der Logen der Strikten Observanz. Ihm sind die ersten drei Gespräche von Ernst und Falk gewidmet.

25               Ihr alter Fritz sich neul.[ich] stark erklärt haben: das neulich nicht ermittelt, ältere Frontstellung gegen Aberglaube im Briefwechsel mit Voltaire.

32               Martinez: Joachim Martinez Pasqualis.

33               ein Jünger desselben: St. Martin.

35               Calliostro: Cagliostro.

36               vorigen Sekte: den Martinisten.

36f.             Schwefelblumen der reinen Vernunft: N II,204,40.

274,2          Leß.[ing] 6. u. 5ten Beitrage: von Zur Geschichte und Litteratur <...>.

3                 Mendels.[sohn] schreibt mir: vom 15.März 1781, Bd 5 der Gesammelten Schriften, Leipzig 1844, S.582-587.

4                 daß seine Sachen auf Befehl des Herzogs durch Schmid in Br[aun]schw.[eig] versiegelt sind: Christoph Schmidt-Phiseldek hütete die Schlüssel zur Bibliothek.

4f.              sein Bruder: Karl Gotthelf Lessing.

7                 Meiners: Geschichte des Ursprungs, Fortgangs und Verfalls der Wissenschaften in Griechenland und Rom.

8                 Adlung: Adelung.

9f.              Buchhandl.[ung] der Gelehrten in Deßau: eine genossenschaftliche Buchhandlung unter der Leitung von Karl Christoph Reiche, bei der die Autoren auf eigene Kosten verlegt wurden.

12               ihrer Berichte: Berichte der Buchhandlung der Gelehrten, monatlich hg von Reiche.

13               Chevilah: 277,35.

14               Zeitungsblatt geschickt: Anzeige von G. Gruner, Elmshorn, vom 12.Oct 1780 über Existenz des gedruckten cabalyst. Buchs Chevila, mit 11 Figuren, in 7 Cirkuln etc. Beitrag z. N.[euen] T.[eutschen] M.[erkur] 1780. 82ten Stück vom 29.Oct. 1780, auf der Rückseite des Briefs an Ch. G. Voigt v. 19.Februar 1781 vermerkt, HBGA 4, Nr. 159 und S.337.

16f.             Monboddo [Burnett] <...> sein Werk: Of the origin and progress of language; Herder wird die deutsche Übersetzung, Riga 1784, mit einem Vorwort versehen.

19               Hermes <…> Lehrbuch des Xth.[Christenthums]: Hermann Daniel H., Die Lehre der heiligen Schrift.

19f.             Steinbart ist <...> heruntergesetzt worden: in den Göttingischen Anzeigen von gelehrten Sachen, durch Gottfried Leß [so, nicht Heß, daher auch 21 Heß=Leß], 14., 21.April (Zugabe) 1781.

23               fetiert wird: festlich gefeiert.

24               Uebersetzer des Sophokles: Sophokles verdeutscht. Basel 1781.

25               Goethe <...> genannt haben soll: u.a. schrieb dieser an Lavater am 7.Mai 1781 (WA IV, Nr. 1223): Er erinnert mich in Momenten recht lebhafft an dich, besonders wenn er munter und scherzhafft wird.

27               Oelzweig des Friedens: 256,22, 287,20, 366,3.

28               Anfrage an Bode: 218,28, die er nun für Hamann beilegt, 274,28; 277,35.

275,2          Memoires von Rousseau: Les Confessions.

5                 Statthalter: v. Dalberg.

7                 Bisch.[of] in Würzburg: Franz Ludwig v. Erthal.

10               Magischer Sekte: der Freimaurer, 273,18ff.

12f.             Bondeli <…> in Bern: Julie v. Bondeli.

16               Simon der Lederhändler: ein Freund des Sokrates.

17               Lohgerber in Joppe: Apg 9,43 u. 10,6, Sokratische Denkwürdigkeiten N II,65.

23f.             Zeile 25 lies ein Deutscher; Goethe ein Gespräch <...> geschrieben hat: das er in den ersten Januartagen diktierte (unter 6./7. im Tagebuch notiert) und dessen Veröffentlichung er plante; Er hats mir zu lesen gegeben: siehe Goethes Brief an Herder vom 23. März 1781 (WA IV, 5, 93, wo er sich für Monita bedankt; Es ist wunderbaar daß ich bey mehrmals durchlesen übersehen habe daß hinten der Franzos als deutscher spricht. Man familiarisirt sich mit so einem Dinge daß man zulezt gar nichts mehr drinne sieht. Nicht nur Mösers, 1781 zuerst erschienene, Erwiderung auf die Abrechnung des Königs mit der deutschen Sprache und Literatur, die im Dezember 1780 erschienen war, scheint seine Antwort, und deren geplante Erweiterung, überflüssig gemacht zu haben, sondern auch eine Art historischer Resignation, die sein Brief an Merck vom 14.Nov. 1781 verrät (WA IV,5, bes. 221); Zu der gesamten Auseinandersetzung mit Friedrich II. 340,22.

25f.             des Kön.[igs] Schrift Sur la littérature Allemande.

34               otia liberrima: nach Hor.epist. 1,7,36.

276,2          Hahn: Philipp Matthäus H.

3                 aus der Wolfenb.[ütteler] Bibl.[iothek]: siehe seinen Brief an Lessing vom 9. Febr. 1781 (HBGA 4, Nr.157).

4                 Er ist vors Consistorium in Tübingen gefordert: zu einer sog. Consistorialinquisition.

9                 Claudius <...> Lied auf den Reif: Ein Lied vom Reifen im 4.Teil des Asmus omnia <...>.

16               von einer tödtl.[ichen] Krankheit erlöset: 270,17ff.

17               die Briefe: das Studium der Theologie betreffend.

23f.             Gott gib einen milden Regen: von Moritz Kramer.

26f.             Goldbeck <...> noch gelesen: Litterarische Nachrichten von Preussen. Die Nachricht über Herder steht in Bd. 1, 162-165; Bd 2, 143ff.

28               Eine meiner besten Freundinnen: Sophie v. Schardt.

277,7f.        Antediluviana: Antidiluviana.

9f.              Schrift übers Erkennen u. Empfinden: wohl bei den Vorarbeiten seiner eigenen zur Kenntniß genommen, Das System der Ewigkeit zur Erkenntniß Gottes <...>.

11f.             Stelle über die Orgel: 46.Brief der Briefe das Studium der Theologie betreffend.

14f.             Gottfried <...> erholet: 247,8.

16               Lies Den 14 t Mai.

17               Kirchgang: am Sonntag, den 13.Mai.

18               neuvermehrten Leben: Geburt der Tochter Luise.

19               O. Hoffmann liest willkomm.

21               Ihr Schatten: Silhouette, 282,9.

32               Eben <...> Pindarischen Brief <...>: 617; pindarisch, hier eher pejorativ=sprunghaft zu verstehen.

33f.             mit Wagner fort <…> mit einem sehr höfl.[ichen] Brief: nicht überliefert.

35               Chevilah: 286,35; Klopstocks Zettel: 218,21ff.

Brief 616

278,9          Ihrer beyden Briefe vom 6 u 15 pr[aecedente]: nicht überliefert.

10f.             erhielt den ersten Brief <...> von unserm lieben Collegienassessor: Arndt, nicht überliefert.

279,1f.        Humischen Uebersetzung: von Schreiter.

3                 hatte wenig Hoffnung: Z.11f.

9f.              nicht mehr als 5 baare <...>: von den Subskribenten, 280f. u. 281,25ff.

19               Herder hat mich <...> aufmerksam gemacht: 247,26.

21               deshalb zur Rede stellen: 284,2.

26f.             liefländischer Himmelsstürmer <...>: etwa Moritz, 306,17f.?

32               Schwager: Chr. Rappolt, 268,4.

280,1          beyden Recensionen: 212,9ff.

8                 ist das Berenssche Stück recensirt: durch Herder, im Oktoberheft 1780 (SWS XV,31ff).

9                 in den neuesten Bänden der Allgem.[einen] Bibl.[iothek]: durch Hupel.

14               Termin einer neuen Hausfreude: bei Claudius: 298,27ff. Herders Brief (615), am 11.Mai fortgesetzt, hatte H. noch nicht erreicht, 272,8f.

26               aus dem Handel etwas werden wird: daß Kanter seinen Buchladen verkauft.

31               Le procès de trois Rois: von Ange Goudar.

35               Verf.[asser] des Partage de Pologne: Pansmouser.

37               Die 7 fl.: 268,22ff.

281,1          Vögelgeschichte: von Buffon, 279,14.

2                 Er liegt in Bartenstein: v. Auerswald.

7                 neueste Ausgabe von Beaumarchais: der die in Frankreich verbotenen Werke Voltaires in Kehl drucken ließ, dazu ein Programm; zum Mißverständnis, das sich aus dieser Mitteilung ergab: 297,18ff.

9                 Oberb.[urg] Graf: J. F. v. Rhod.

13               Preisschrift zugeschickt: mit 607: Über den Einfluß der Regierung auf die Wissenschaften.

14               zweites Bändchen: der Briefe das Studium der Theologie betreffend.

22               arme Berens: Arend, Sohn des Carl B.

29f.             Ihre Vergleichung mit Religion: vermutlich Lauwitz, 298,34ff.

32f.             durch einen dritten: ohne Namen des Verfassers und Verlegers erschienen die ersten drei Gespräche zur Michaelismesse 1778 mit der Ortsangabe Wolfenbüttel auf dem Titelblatt. Nach dem Meßkatalog wurden sie von Dieterich in Göttingen verlegt. Über diese Veröffentlichung war Herzog Ferdinand offensichtlich verärgert. Die Fortsetzung, also das 4. u. 5.Gespräch, druckte Brönner in Frankfurt/Main ohne Angabe des Autors, Verlegers und Ortes mit der Vorrede eines Dritten 1780. Daß Lessing, der wegen seiner Streitigkeiten mit Goeze der Zensurpflicht unterlag, am Druck beteiligt war, ist unwahrscheinlich. Hamann fertigte aus der von Herder übersandten Abschrift eine eigene an und veröffentlichte sie im Mai 1781 in den Königsbergschen <...> Zeitungen, ohne die Vorrede der Frankfurter Ausgabe von 1780.

34               wenigstens in Preußen: Friedrich II. kam nie mehr nach Königsberg, wohl weil er der Stadt übelnahm, daß sie der russischen Kaiserin im Jahre 1762 gehuldigt hatte.

35               Privilegium Caffe zu trinken: 268,10f.

36               Esau seine Erstgeburt: 1 Mo 25,29ff.

37               Brennzedeln: wohl keine Lizenz, Schnaps zu brennen, sondern die Möglichkeit, öffentliche Institutionen um Unterstützung zu ersuchen.

282,3          in meinem letzten [Brief]: 614, bes. 269,21ff.

5                 keinen so langen Brief <...> erhalten: 278,11.

5f.              verwünschte Praenumerations-Geschäfte: 281,25ff.

Brief 617

Kreuzte sich mit Brief 615.

282,27         Georgentag: 23./24.April.

29               ersten Brief aus Wandsbeck: nicht überliefert, 278,10.

33               fünften Brief: Andenken an einige ältere Dichter.

283,6          vermeckerte: wohl von mickern: kränklich dahinleben, also eine schüttere Perücke.

9                 Vielleicht schicke ich Ihnen nächstens: wofür sich Karoline Herder am 14.Mai bedankte, 277,21ff.

14               kostbar: kostspielig.

15               Geburtstage des Königs: 24.Januar.

17               Marterwoche: Karwoche.

20               sein letzter Roman: Wilhelmine Arend.

24               Verlegers: Hartknoch.

25               alter Zuhörer: während seiner Königsberger Studienzeit.

26               gelehrten Republik: von Klopstock, 278,18.

31               Uebersetzung des Hume: von Schreiter.

33               meine Arbeit: Dialogen die natürliche Religion betreffend.

37               Tempels Merkwürdigkeiten: 279,16.

284,2          warum sie: Sie, 279,19ff.

5                 Rhenton: Rhinton, N V,355.

7f.              über den welschen, den alten Römer ausgeschwitzt: über der Lektüre Voltaires den Cicero vergessen.

13               Le procès <...>: 280,31.

16               Dramatisten <...> Pologne: 280,35.

18               Leßings Gespräche: Ernst und Falk.

21f.             den Abdruck nach unserer beßern Handschrift: 281,32; 290,32ff.

26f.             weil seine Frau <...> gelitten: 279,23ff.

32               hundertjährige Bouteille: 224,25.

36               Nachrichten aus Weimar und Wandsbeck: über die Geburten.

285,3          Wachteln in der Wüste: 2 Mo 16,13.

11               dirigierenden Bürgermeisters: Hippel.

15f.             Briefe über <...> Freymäurerey: von Lauwitz.

34               Briefen: das Studium der Theologie betreffend.

286,24         zur Revue: zur Parade; Großkanzlers: v. Carmer.

26               langen freundschaftl.[ichen] Brief: 278,11, nicht überliefert.

35               Chevilah: von Ziehen; Monboddo's Werk: 318,5.

287,1          Claudius hat <...> angeführt: in seinem verschollenen Brief, 278,10.

10               sein principium coincidentiae: Irrtum Hamanns, vielmehr der Zentralbegriff der Metaphysik des Cusanus.

18               Einl.[age] an Kl.[opstock]: 603.

24               wie Julius Cäsar beym Rubicon: iacta alea esto, Suet. Caes. 32.

25               Ankündigung: durch Herder im Teutschen Merkur, auf dessen neues Vierteljahr Hamann wartet.

288,9          zu Ihrem Geburtstag: ihrem.

11               Heincens Büchl: S. Heinicke, Neues ABC <...> Buch.

15f.             abzuwarten: die Pflicht eines Wärters zu erfüllen.

33               Asmus beschreibt <...> Haugwitz: im 287,1 erwähnten Brief.

36               Ihre Uebersetzung u Ausgabe des Andreä: von Herder in Andenken an einige ältere deutsche Dichter angekündigt.

289,1          letzten Bande: des Christlichen Magazins.

Brief 618

289,19         K.[ant] erhalten: weitere Bogen der Kritik, 278,33f.

27f.             2 Theile des Lamberts: Anlage zur Architektonik.

29               Druckers: Grunert in Halle.

30               Spener: in Berlin, hatte die Commission der Kritik übernommen

290,3          in seiner Antwort vom 28 pr[aecedentis]: nicht überliefert.

5                 Autor: Kant.

21               meinen Schattenriß: 277,21.

29               habe <...> beyderseits darum ersucht: in Brief 617.

31               Lowitz: Lauwitz.

32               Abdruck des Dritten: Gesprächs.

33               meine Abschrift: 284,21f.

35               Collegien Assessor A.[rndt] geantwortet: nicht überliefert.

291,3          K. Pegasus: der Kant zum Schreiben auf hohem Rosse beflügelt; Lockes Werk: Essay concerning Human Understanding.

6                 keine Kraft da zu gebären: 2 Kö 19,3.

8f.              Altflickereyen: N III, 241,38.

9                 Leimhütte: aus Lehm=Leib, nach 1 Mo 2,7.

19               Hartknochs Antwort ist nicht überliefert.

Brief 619

Antwort auf einen verschollenen Brief Herders, geschrieben kurz nach der Geburt der Tochter Luise Theodora Emilie (272,8f.); Hamann hatte ihn, sogleich nach Empfang, Hartknoch im Auszug mitgeteilt (Brief 620); Herders Nachricht hatte sich mit Hamanns 617 gekreuzt.

291,22f.      Quasimodo-Theodora: das Gottesgeschenk der Tochter in der Montagnacht vom 22. auf den 23.April, nach dem ersten Sonntag nach Ostern, 296,4f.

29               heil.[igen] Georg <...> MaySchein: 282,27.

292,3          transcendentalen Genußes: ob Hamann mit der Sperrung des mißverstandenen Adjektivs (Z.3 und 7) dessen kantische Bedeutung ironisieren will, wie 292,37 die reine Vernunft?

8                 Ihr liebes Buch: Briefe, das Studium der Theologie betreffend; Theodor: ebenfalls ein Gottesgeschenk.

12               Asmus <...> geschrieben: 282,29.

16               Wechsel auch gefallen wird: 31f.

20               Bischoff: Punsch.

22               Der Geist ist willig: u.a. Mt 26,41.

23f.             Der aber Saamen reicht: 2 Ko 9,10.

26               des erreurs: von St. Martin.

31f.             Alphabetum Thibetanum: von Giorgi.

32               unvollendeten Brief: Andenken an einige ältere Dichter.

293,2          ὑστερον προτερον: das spätere früher.

6                 Locke wartet: Essay concerning Human Understanding.

7                 φιλον ητορ: teures Herz: Pindar, Homer, N III,69,27f.

17               einen Schriftsteller sine epitheto: Hamann selbst. Im 33.Brief zitiert Herder ohne Quellenangabe und etwas frei folgende Stellen aus Die Magi aus Morgenlande (N II,139,26ff.): Das menschliche Leben, sagt ein Schriftsteller, scheinet in einer Reihe symbolischer Handlungen zu bestehen, durch welche unsre Seele ihre unsichtbare Natur zu offenbaren fähig ist und gleichsam eine anschauende Erkenntnis eines wirksamen Daseins außer sich mitteilet. Der bloße Körper einer Handlung kann uns ihren Wert niemals entdecken. sondern die Vorstellung ihrer Beweggründe ihrer Folgen sind die Mittelbegriffe, aus welchen unsre Schlüsse mit Beifall oder Unwillen gebildet werden.-Und weiter unten sehr frei: Das System des heutigen Jahres <...> Meisterplan des unbekannten, verborgnen Werkmeisters, der Himmel und Erde gemacht hat--(N II,140,17-32).

21               ein Scherflein meiner armen Muse: Die Magi aus Morgenlande.

22               reichen Gotteskasten: Opferstock, im Blick auf die Briefe das Studium der Theologie betreffend; zu anderen Bedeutungen von Opferstock Grimm WB 8,1264; Matinées royales: im 35.Brief heißt es in einer Anspielung auf die Schrift Friedrichs II.: wo sind die Matinées Royales aus seinem [gemeint ist Christi] Munde? Die muß man uns erst geben.

26f.             ein Gebet im Schlaf und Traum den weisesten Mann <...> hervorgebracht: Salomo, nach 1 Kö 3,5ff.

28f.             den Seinen giebt Ers schlafend: Ps 127,2.

31               die Laute in seiner Hand: im 30. Brief.

32               Tittemann: Tittmann, 33. Brief.

294,3          Deipara: Gebärmutter, N III,239,24. [Zum Folgenden Stefan Majetschak in den Kant-Studien. 80.Jg. Heft 4,457ff.].

4f.              Lockens tabula rasa: in An essay concerning Human Understanding, die Annahme einer Voraussetzungslosigkeit: white paper, void of all characters.

7                 Hume ist immer mein Mann: in den Dialogues concerning natural religion.

12               מקומ: Platz.

15               erste Theil: der Kritik der reinen Vernunft.

24               Ankündigung des teutschen Merkurs: durch Herder.

28               unvollendeter Brief: 272,7f.

29               Nachrichten vom Layenbruder: 273,1ff.

29f.             des erreurs et de la verité: 272,33 u. 277,33.

33f.             Licht, Liebe, Leben: in Herders Petschaft, nach seinem Wahlspruch, Off 1,8.

295,3f.        alles zu seiner Zeit: Pr 3,1 u.ö.

10f.             daß es mir <...> nicht beßer <...> ärger geht: als Antwort auf Herders Klagen 271,10ff.

11               ανεχειν και απεχειν: leiden und meiden, Ausspruch Epictets, überliefert durch Aulus Gellius.

13f.             Rolle eines Bruti <…>: eines mordenden Verräters oder eines Mannes, der sich blöd stellt, aber als Neutrum.

20f.             ist mir theuer zu stehen gekommen: die Streitigkeiten wegen des Nießbrauchs seines Gartens.

22               Capellmeister damals: Reichardt sollte, zuletzt zu Beginn des Jahres 1778, Hamanns Bittschriften und Promemorias ans Kabinett weiterleiten.

30               Staatsfeste: zur Feier des Friedens von Oliva 1660.

32               Claudius hundertjähriger Rhein Bouteille: 284,32.

33               dem rothen Bändchen ausgebracht: wie Lausons Rede auf Hippel, 231,28f. u. 234,3f.

Brief 620

296,3f.        frohe Nachricht: Herders Brief, Weimar nach dem 23.4.1781 (, HBGA 4, Nr.167).

8                 Quasimodogeniti-Geburt: 1.Sonntag nach Ostern, 22.4.1781.

13               Jubilate: 3. Sonntag nach Ostern, 6.5.

19               dem glücklichen Vater geantwortet: 619.

20               Schwester: K. Güldenhorn; Dom.[inica] Cantate: 13.5.

24               transcendental Elementarlehre: Kants Kritik der reinen Vernunft, 1.Teil; 293,3.

32               beantw d 15: nicht überliefert.

Brief 621

297,4f.        Das Dictionnaire: wohl das von Buterne; Gabelles: generell für Steuern, besonders die Salzsteuer.

7                 seel.[igen] Lindner: Johann Gotthelf.

11               alte Consistorialräthin: A. A. Lindner.

13               Ruß.[ische] Bibl.[iothek]: hg von Bacmeister.

18               Werke des Beaumarchais:, 281,7; 297,18.

21               Hupels Miscell.: Nordische Miscellaneen; Moritzens Beytr.: Beyträge zur liefländischen Pädagogik.

34               verschrieben: bestellt.

298,13         dem Preuß.[ischen Hume] zu nahe zu kommen: 293,36; ein Wink Hamanns auf den wirklichen Grund für das Cassiren seiner Hume-Übersetzung.

23               Urkunde u. Fragmenten: es war von beiden Publikationen eine Neuausgabe bzw. Umarbeitung in vier Teilen geplant.

27f.             gestern <...> hat gemeldet: nicht überliefert.

33f.             N.[eues] P.[etersburger] Journal: hg von Arndt.

37               Musenalmanach: hg von Voß.

299,1          Nachricht und Fundationsgesetzen: Berger, 277,6ff.

13               lächerl.[ichen] Articul: in Bd 2, 1777, S.44-52.

16               Nord und Schlag: wohl Nordwind und Hagelsturm, nach Z.28 und 300,23.

17               Artzt: Parisius.

18               alten Reisegefährten Gericke: 1752 nach Kegeln, N II,22,23.

19               jenem unglücklichen Menschen: Arend Berens, der 1781 starb.

20               Augenzeuge:, u.a. 118ff.; 137,12ff.

31               Schnüffelburger: parodiert Johann Schaufelberger?

35               Verlag: auf was ich mich verlege.

300,1          Achitophels: nach 2 Sm 15,31 u. 34: schlechter Ratgeber, böser Geist.

4                 Was Sirach <...> sagt: Sir 38,26.

5                 schrieb mir ein schöner Geist: Wezel, 304,28, nicht überliefert.

Brief 622

Antwort auf Brief 615.

300,20f.      überstandenen Pfingstarbeit: 276,22f.

23               Mercurius: Quecksilber.

30f.             gleich einem Bartholomäus Leisetritt: Name des Storchs im Froschmäuselerkrieg.

34               Antwort von Spener: der Hume-Übersetzung und Kants Kritik wegen, 305,16ff.

301,8          Nachbar Oberon: Wieland.

8f.              Otia liberrima: 275,32f.

10               Pfingstgabe: die Silhouetten.

12               hinter den Stuhl: 278,2.

14               kleine Schütze: August Wolfgang.

16               kleinsten Mannes: Karl Emil.

18               Schmant und Glums: das ostpreußische Gericht, Quark mit Sahne.

24               Sie sorgen <...> für meine Gesundheit: 271,22ff.

25               Artzt hilf Dir selber: Lk 4,23.

30f.             εαυτοντιμωρουμενος: Selbstquäler.

33               Diese Angst in der Welt: Jh 16,33.

35               Transcendentalphilosophen: wie Kant!

37               impertinente Unruhe: im Wortsinne: nicht dazugehörig.

302,3          Moses Tißot: 271,26f.

6                 Kost und Kur: 271,26.

8                 Nächstens darüber ein Mehrers: hatte Herder verheißen, 273,10f.

9ff.             des Mannes Schicksal: F.K. v. Moser; Wenn die Fürsten <...> vermuthen: 273,11f.

16               Hephästion: Starck.

26               Hippel <...> nach Berlin: auf seiner Reise zum Dienstantritt.

30               Baroneße von Bondeli: 275,12.

35               Pension: als Miterbin des Samuel Friedrich von Kanitz.

37               reichen Taugenichts: dessen Sohn, Ludwig Albrecht Leopold v. Kanitz; geizige Erben: Henning Friedrich v. Kanitz, Vetter des Samuel Friedrich v. K.

303,4f.        Anverwandte <…> angeführt gefunden: im Aufsatz Denkwürdigkeiten von Johann Jakob Rousseau, Schriften,1.Samlung, S.129 Anmerkung.

6                 Den 30. May kam endl.[ich] Assmus: nicht überliefert.

19               Niesse: Johanne Henriette v. Hesse.

21               griechischen Schülerin: Sophie v. Schardt, 276,28.

22               Sie haben Recht: 272,35.

23               wie er: Claudius.

25f.             Martinez: 273,32.

27               System de la Nature: von Robinet.

31               III Buch von der Sprache: Of words and language in general.

31f.             Anfang seiner Vorrede: The epistle to the reader: He that hawks at larks and sparrows, has no less sport <...> its searches after truth, are a sort of hawking and hunting, wherein the very pursuit makes a great part of pleasure.

35               4ten Theil Ihrer Briefe: das Studium der Theologie betreffend.

304,5          unserer Collecte: das Stichwort Hippel ist das für die von ihm angeordnete Armenpredigt, 285,10ff.

8                 Wegen der angeführten Stelle: 277,11f.

10               Theorie des paradiesischen Umganges: Untersuchungen von der Beschaffenheit der künftigen Schöpfungen <...>.

12f.             aufgewärmtern Kohl: crambem bis coctam.

16               Hahns theol.[ische] Schriften: Philipp Matthäus H.

18               Ihr Andreä: im Andenken an einige ältere deutsche Dichter, als Briefe, die im Deutschen Museum 1779-1791 erschienen, SWS XV,3ff.; Hemsterhuis: Über das Verlangen, Vorerinnerung des Uebersetzers (SWS XV,55f.).

20               Perihelien: die Punkte einer Planeten-oder Kometenbahn, die der Sonne am nächsten sind.

23               Samml.[ung] Ihrer neul.[ichen] Entdeckungen: Andenken an einige ältere Dichter.

24f.             Plan zur Deßauschen Buchhandl.[ung]: 274,9f.

28               Wezel schreibt: 300,6, nicht überliefert.

30               wie die Spanier: stolz, nach der kommunen Völkerpsychologie.

33               Chevilah: von Ziehen, 274,13ff.

305,7          Kl.[opstock] Billet-doux an B.[ode]: 274,27f.

8                 Autorgeschichte: der Zwey Scherflein; homerischen Schlummers: spielt an auf Horaz' quandoque bonus dormitat Homerus.

12               Mennonisten und Primitiven: Hamanns pfingstliches Interesse an den Mennoniten und ihrer in der täuferischen Tradition stehenden Religiosität rührt wohl auch daher, daß Friedrich II. im Jahre 1780 ihrer Gemeinde ein Privileg zugestanden-und damit die Ausweisungsordre seines Vaters aufgehoben hatte (TRE XXII, 444ff.); Primitiven: wohl nicht pejorativ zu verstehen.

16               Päckchen von Berl.[in]: von Spener.

17               angekündigte Uebersetzung: durch Schreiter.

25               Buchführer: Wagner und Dengel.

27               Ihre Rolle mit der That: das Paket mit der Ankündigung im Teutschen Merkur.

31               vorteilhafte Beurtheilung <...> Christl. Magazin: die Rezension von Starcks Buch durch Pfenninger, 312,35ff.

33               Corpus delicti: Starcks Buch Freimütige Betrachtungen über das Christentum.

36               Ihre Abreise nach Graudenz:=ihre, wegen des Besuchs des Königs, 286,24.

306,5          Unterschleiff: Übervorteilung bei der Gebühr.

8                 Ihren vorigen Brief: 615.

13               Voyengelder: die Biergelder, zur Erklärung V,354,26ff. u. VII,144,13ff.

23               Kur und Kost: 271,26.

24f.             Gott <...> hat alles wol gemacht: aus dem Lied J. Crügers Sei Lob und Ehr, Str.9.

26               den lieben V.: fünf Kindern.

26f.             wie der seel.[ige] Lindner sagte: III,223,15f.

Brief 623

306,32         letzten Beyträge: in den Königsbergschen <...> Zeitungen, 280,1ff.

307,3          Pillet: Pelet, Z.18.

6f.              alte Consistorialräthin: A. A. Lindner.

19               für Sie: sie.

27               Antwort <...> heil. Familie: 615.

32               Pathchen: August Wolfgang.

35               nun auch herausgebracht: was vorher als Manuskript kursierte.

37               שבילי אמונה: Pfade des Glaubens, von Meir ben Isaac Aldabi, geschrieben 1360.

308,2          Tröster: Trester, 305,1.

4                 Ende des Abdrucks: der Kritik der reinen Vernunft.

8                 Beaumarchais: 281,7; 308,8.

9                 nach verrichteter Revue: 286,24.

11f.             Charactere teutscher Dichter: von K. A. Küttner.

Brief 624

308,24         Rest der Bogen: der Kritik der reinen Vernunft.

32f.             Rest <...> defectes Exemplar: 278,32ff.

309,1          Anschreiben: nicht überliefert.

5                 an Weygand: den Verleger in Leipzig.

15               Wegen des Portraits: 307,1ff.

20               Queckenkur: 270,26.

22               Zufall: Anfall.

Brief 625

310,5          lieber Brief: nicht überliefert.

8                 Verkläger unserer Brüder: Off 12,10.

10               bei dem Tausch: nach Königsberg zu kommen.

16f.             Von Ihrer Schrift über die Fragmente: Einige Belehrungen über Toleranz <...>.

17f.             was Döderlein <...> anführt: Fragmente und Antifragmente.

22               oξυπεινια: Heißhunger.

29               letztes Epistolium: nicht überliefert.

311,22         Lebenslauf: Lebenbeschreibung <...>. Zwist mit unserm Lavater: Hrn. Caspar Lavaters <...> Urtheile <...>.

24               Geschmier über den Kanon: Abhandlung von freyer Untersuchung des Canons, III,79,24f.

28               wegen seiner Politik: der Kommentar zu Aristoteles' Politik, c.11 u. 12.

29               der [als] heil. [ironisierte] Helvetius: in De l'homme, 9.Abschnitt, Anmerkungen zu c.22.

32               Geburtstage des Königs: am 24. Januar.

36               neul.[ich] herausgekommenen Briefen: Martin Luthers bisher ungedruckte Briefe <…> aus Handschriften mitgetheilt von D. Gottfried Schütze. Leipzig 1780f.

312,13         an Weygand <...> geschrieben: nicht überliefert.

14               seine versprochenen Uebersetzung: Schreiters.

17               Ankündigung im Mercur: durch Herder.

21               vor: für.

30               fastigia <…> puncta liuidiora: Haupt- und leuchtendere Punkte.

31               mein Gevatter: Herder.

313,9          leimernen Hütte: 291,9.

10               L.[avater] u. P.[fenninger].

12f.             göttlich schönen Pflichten der Dunkelheit: Gellerts von Hamann oft zitierte Verse.

15               εκτρωματι: Fehlgeburt.

18               einzigen H.[äfeli].

21               Apologie der Apokalypse: von Hartwig.

21f.             kritische Geschichte: von Cor(r)odi.

32               Armenpredigt: 285,11ff.

35               Bereschit: das 1. Buch Mose.

314,5          Es ist nicht gut: 1 Mo 2,18.

6                 sinnlicher <...> in Ihrem Prediger Salomo: Pr 4,11; 9,9.

11               Gevatter: Herder.

Brief 626

314,20         la Verité retablie: von Louis-Etienne de La Croix.

25f.             Auslegen u. Urtheilen <...>: 1 Mo 40,8.

31               in fronte angeführte Stelle: N III,140,12ff.; in fronte: meint wohl die dort polemisch zitierte Anmerkung.

315,1f.        wie jener Philosoph von seiner Küche: Heraklit mit dem in lateinischer Form (Gellius) bekannten Zitat: introite nam et hic dii sunt.

3                 das Himmelreich <...>: 1 Th 5,2.

4                 gleich einem Dieb in der Nacht: 2 Pt 3,10.

5                 Lies, wie Roth (VI,199), Arithmetiken.

8                 nicht Jedermanns Ding: 2 Th 3,2.

10               aber mein Herz wacht: Hl 5,2.

Brief 627

315,25         Landsmann: Reichardt.

27               ein gantz neuer do: dito, also auch Lieutenant, Bentivegni.

28f.             letzten Pabsts: Clemens XIV., Papst 1769-1774, aus San Arcangelo bei Rimini.

29               Mylord Marechal: G. v. Keith, so benannt durch d' Alembert.

31               Halbbruder: Hennig.

33               mein Nachbar: Stockmar.

316,1          Geist <...> Fleisch: Rö 8,1.

9                 Lid van het <...> Genoottschap: Leiter der seeländischen und batavischen Gesellschaft.

11               Schrift die Behandl.[ung] der Sclaven betreffend: Kraspoekol <...>.

17               Queckenkur: 270,26.

19               s.[it] v.[enia].

22               Vorschrift: Empfehlung.

28               Apologie der Apokalypse: 313,21.

29               kritische Geschichte: von Cor(r)odi.

30               Apologie der Vernunft: von Bahrdt.

32ff.           S.105 <…> seel.[igen] Schultens: Arnoldi: Durch Simplicität empfiehlt sich einmal diese Erklärung nicht, und hätten die Worte des Originals den Sinn, welchen ihnen der H. Doktor [=Döderlein] beilegt, so müßte Salomon mit der studierten Dunkelheit eines H ****** geschrieben haben. Zuvor werden Deutungen von Michaelis und Schultens zitiert.

34               facundo nepote: von diesem redegewandten Enkel, bzw. Neffen.

35f.             die Einl.[eitung] zu Ende gebracht: zu Jesaias neu übersetzt, von J. B. Koppe.

317,1          Berkly: Berkeley; deßen ersten Theil: der Principles.

3                 gebunden Exemplar: der Kritik der reinen Vernuft.

12               An Weygand habe selbst geschrieben: 312,13; nicht überliefert.

13               angekündigte Uebersetzung: des Hume durch Schreiter.

18               deßen Politik: 311,28ff.

20               la vie privée de Louis XV.: von Mouffle d'Angerville.

20f.             du Theatre ou nouvel Essay: von Mercier.

27               verschrieben für καϑαρτικῳ: zum Reinigungsmittel; a priori u a posteriori: eben nicht wie in der Transcendental Sprache, sondern, höchst körperlich-derb, mictio und Analsphäre.

34               Mösers: Über die deutsche Sprache und Litteratur, 1781.

35               Meiner: J. W. Meiner, Versuch einer an der menschlichen Sprache abgebildeten Vernunftlehre.

318,5ff.      Monboddo's oder wie er heist: Burnett, 286,35; ein Umschlag des Göttingischen Magazins, hg von Lichtenberg und G. Forster, ist nicht nachzuweisen.

10               Nachricht des Gruners: 274,14.

12               Semitis fidei: von Aldabi, Meir ben Israel.

20               vier Bauermargellen: seine drei Töchter und Anna Regina Schumacher, als Silhouetten, samt Hamanns Charakteristik; Erbfehlers: Unbildung.

34               bey unsern Buchhändlern: Dengel und Wagner.

35               Lesarten über den Codex: Codex Juris, 324,13ff.

319,1          à la Silhouette: bloß als Umriß und schwarz als Metapher der knappen Preise.

5                 Silhouetten: die mit Brief 617 übersandten; Pathchen: Marianne Sophie.

8f.              dortigen Silhouetteurs: nicht ermittelt.

13               Kant ist willens <...>: die erste, am 12. August niedergeschriebene Nachricht Hamanns an Herder über die entstehende Schrift Kants, die später den Obertitel Prolegomena erhält; am Tag zuvor (323,16ff.) hatte er Hartknoch eine ähnliche Mitteilung gemacht und dessen Verlagsinteresse zu wecken versucht-wie er das für die Kritik der reinen Vernunft getan hatte. Da Hamann am 9. August beim Reichsgrafen von Keyserling in Gesellschaft des Prof. Kant gespeist hatte, war dabei möglicherweise Hamanns Strategie der erneuten Vermittlung verabredet worden (323,16ff.: Kant redt <...>).

14               gelehnten: geliehenen.

15               seine Theorie des Himmels:-was erstaunlich ist, denn Kants 1755 anonym erschienene Schrift Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels blieb unter Zeitgenossen so gut wie unbekannt. Der Verlag war während des Abdrucks in Konkurs gegangen, sein ganzes Warenlager wurde versiegelt. Selbst Lambert in seinen Kosmologischen Briefen und spätere Forscher haben diese Schrift nicht zur Kenntnis genommen. Erst A. v. Humboldt, Schopenhauer und Helmholtz haben auf ihren Wert hingewiesen. Eine zweite, von Kant besorgte Auflage des Werks ist nicht erschienen, sondern nur ein Auszug derselben, 1791 bei Friedrich Nicolovius.

16f.             Fueßli Waldmann <...> nebst meinem Urteil: 628.

33               histoire priveé: 317,20).

320,4          beyden Gedichte: im 31. Brief Gott!, im 33 .Brief Hymnus.

5                 beyde Abhandl.[ungen]: 316,23f.

11               Nachbar: Stockmar.

15               des Tages Last und Hitze getragen: Mt 20,12.

26f.             wie gut <...> wie wohl wirds thun: Str. 7 des Kirchenlieds von Ch. F. Richter, Es kostet viel, ein Christ zu sein.

Brief 628

320,32f.      Versuch die Sitten <...> zu erforschen: von Füßli.

Brief 629

321,17         letzte Zuschr.[ift]: nicht überliefert; Einl.[age] von Kleuker: 310,4f.

19               den 1 Jul. eine Recension: 317,5f.

20               besorgte: befürchtete.

23               neue Buchhandl.[ung]: Wagner und Dengel als Nachfolger Kanters.

26f.             selbst geschrieben: nicht überliefert.

27               seine Erklärung zu wißen: wegen der Hume-Übersetzung Schreiters.

30               Handschrift und Ausarbeitung: seiner Übersetzung Humes in Dialogen die natürliche Religion betreffend.

322,1          Materie: Kants Kritik der reinen Vernunft.

2                 Ueberbringer: 317,4.

8                 obelisiren: von frz. obèle, latein. obelus, griech. οβελος: Zeichen eines Spießes, mit dem die alexandrinischen Kritiker die der Unechtheit verdächtigen Stellen, besonders bei Versen des Homer, bezeichneten.

10f.             Epoques <...> Histoire des Oiseaux: von Buffon.

13               Frau Cons.[istorial] Räth.[in]: A. A. Lindner.

20               gerechte Momus: von Bodmer, enthält eine Satire auf Herder, Voß, Bürger, Stolberg.

323,7          Samml.[ung] der Sinngedichte: von Ramler.

8                 in ihrem Verlage: Ihrem.

11               Chevilah Emanah: von Aldabi.

13               Greifswalder Zeitungen: vermutlich: Neueste critische Nachrichten, 1775-1807.

14f.             seiner Prophezeyungen: Ziehens Chevila.

16               Kant redt <...> Auszuge seiner Kritik: den Prolegomena, 319,13ff.

24               zu Ihrer Schadloshaltung: des schlechten Absatzes der Kritik wegen.

35               Wetzels Vorschriften: Wezel, Vorschlag zu einer Privatanstalt.

36               Bayerschen Schriften: Abhandlungen der baierischen Akademie über Gegenstände der schönen Wissenschaften, München 1781.

37               Herders Abhandl.[ung]: <...> über den Einfluß der schönen in die höhern Wissenschaften, SWS IX,289ff.

324,4          Seit 8 Tagen <...> angefangen: wohl 633.

6f.              Vacanz Ihrer Superintendentur: in Riga.

13               dem neuen Laden: Dengel und Wagner.

18               Privatleben Ludw.[igs] XV.: 317,20; 319,33.

19               deutsche Uebersetzung: von K. F. Trost, Z.29.

20               unsern Philosophen: Friedrich II.

33               beyde würdigen Halbbrüder: Parisius und Gericke.

36               Einl.[age] <...> nach der Schweitz abgegangen: wohl an Häfeli wegen des Handels mit Schellenbergs Kupferstichen, und an Kaufmann wegen eines Kastens mit Büchern, Aufsätzen u Kleidern, 204,16ff.

325,12         beantw d 11-: nicht überliefert.

Brief 630

325,17         meinem Freunde: Kreutzfeld, Z.24; Ihrem Auftrage: ihn zur Mitarbeit am Musenalmanach zu bewegen.

20               hiesigen Zeitungen: Königsbergsche <...> Zeitungen.

28               in Curl.[and] u. Liefland glücklicher: mit der Werbung für seinen (und Goeckings) Musenalmanach.

32               Ihre Arbeit: die Odyssee-Übersetzung, auch 327,6.

326,2          Sein Verlangen: die Aufforderung zur Mitarbeit in seinem Musenalmanach (Blumenlese).

11               Lucubriren: nächtliches Studium.

24f.             heraklitischen Erfahrungen: daß auch in der Küche Götter sind.

26               beyderseitige Kindelbiere: Voß' Söhne sind, wie die Töchter von Claudius, 1779 u. 1781 geboren.

29f.             wie das alte Griechenland: in Platons Timaios 22b ff. erzählt Kritias, daß Solon auf einer Aegyptenreise von einem Priester belehrt wird, die Griechen seien den Ägyptern gegenüber wie Kinder, da sie kein auf altehrwürdige Überlieferung gegründetes (mythisches) Wissen hätten; N III,309,27.

Brief 631

327,19         Gevatters-Orestes: Herder.

26               Hayn Mamre: 1 Mo 13,18.

28               wie eine ausgeschüttete Salbe: Hl 1,3.

29               Nachtrag des Wandsbeckschen Steckbriefes: nicht überliefert.

31f.             aus Otterndorf gemeldet: von Voß, der dort Rektor ist.

34ff.           weil der Referent <...> Verstoß gegen die Kirchenpolicey: Claudius hatte wohl drastisch (Weidsprache) angedeutet, daß der erste Sohn Voß' vor der amtlichen Eheschließung und also gegen Kirchenordnung, gezeugt war.

36               keine Nachfolger: vier Kinder in einer sog. Gewissensehe zu zeugen.

328,1f.        papistischen und herrnhutischen Süß-und Sauerteig: den strengen Vorschriften katholischer oder gewisser evangelischer Observanz.

2f.              die edelste Fabrik: das Machen, nach 1 Mo 1,26.

3                 Monopolgeist: nach 1 Mo 1,28.

10               wie Ruben <...> verscherzen können: 1 Mo 49,3f.

12               Regale: Königsrecht.

13               Einlage: nicht ermittelt welcher Art.

14               Ueberbringer: G. C. Hogendorp, 322,29.

23               der Sophronisbe eingedenk: ihm den Roman des Vaters (322,31f.) zu schenken.

28               unser Misverständnis: wegen des Bloomschen Gartens.

29f.             Stampen <...> in der Trutenauschen Papiermühle: wohl das Stampfen der Maschinen in Kanters Fabrik, für die dieser nach langer Verhandlung mit Bernouilli vom König 12000 Taler bekam.

36               FreyCorps: gemeint sind wohl die freiberuflichen Zeitungsschreiber.

329,7          großen Mann: v. Zedlitz.

13               gelehrten Schwanz zum Kopf haben: etwa Baczko?

18               Prof. Politices: Kraus.

19f.             bel-esprit surnumeraire: Brahl.

22               Nadelstich: metaphorischen des Nädlers und die entsprechende Antwort des Badersohns, Scheermeßer <...> Badwanne: für: den Kopf waschen.

34f.             Herr Bürgermeister: Hippel bei seinem Aufenthalt in Berlin.

330,1          großen Straße: zum Schloß des Königs, mit Beiklang von Mt 7,13.

5                 neuen Residenz: Reichardts neue Wohnung.

7                 für sie (die Musen und Gratien) und sich Seide spinnen: [nicht nur Salomonis, wie in P. Gerhardts Geh aus, mein Herz 2. Strophe -sondern auch] des Salomo de Prusse gemäß seiner verordneten, nützlichen Seidenraupenzucht.

9                 des prächtigen Lavaterschen Formats wegen: Hamanns Präsentation in der Physiognomik.

17               Hephästione: Starck; das Maul stopft: Kritik der reinen Vernunft, A 631 und N III,279,13 (con amore ausgearbeitete Critik).

18               im Mercur zu spät angekündigte Uebersetzung: durch Herder.

20               eine andere: Schreiters.

21               über die hochtrabende verlogne Freymüthigkeit: also über Starcks Buch Freimütige Betrachtungen über das Christentum.

21f.             prologum galeatum: ein geharnischtes Vorwort, N III,207,30ff: <...> über die zweite mit einem Prologo galeato vermehrte Auflage von des ect. D. Johann August Stark's Büchlein genannt Hephästion; des brachii secularis: des weltliche Arms (angerufen bei Erhaltung oder Wiederherstellung der Kirchendisziplin.

29               Theistisches Kalb: wie das goldene, 2 Mo 32,4.

31               preuß.[ischen] Hume: Kant.

37               Bulimie: Heißhunger, Freßsucht.

331,1f.        Cantoribus inter amicos: den Sängern unter den Freunden.

Brief 632

331,16         mit dem polnischen Reichstage zu thun: volkstümliches Sprachbild größter Unordnung, hier: deren häusliche Beseitigung.

18               Empfehlung: 339,28f.

22               kurzen Auszug: 323,16.

23               hiesigen Anfänger: Dengel und Wagner.

25               Ihren Brief: nicht überliefert.

27               Statthalterschaft Verordnungen: v. Dalberg, Mainzische Verordnungen.

29f.             wegen des Seerechts: übersetzt von Arndt.

31               Prof. v Schwarz: 334,16; 339,20ff. J. G. Schwarz reiste im Auftrag der russischen Freimaurer, die sich aus der schwedischen Patronage lösen wollten, nach Kurland und Deutschland; in Braunschweig unterstellte er sich namens seiner Loge (Harmonie) dem Ordensgroßmeister Herzog Ferdinand und erhielt die Zusage, daß die russischen Wünsche auf dem Konvent durch den Geheimen Rat Friedrich v. Schwartz energisch dargelegt würden. Hamann verwechselt hier die beiden Herren namens Schwar(t)z.

32               beyden Reisegefährten: einer war ein Sohn des Grafen Petr A. Tatiscev.

332,1          Ihnen <...> zu danken: Schwarz konnte Empfehlungsschreiben von Hartknoch an Hamann vorweisen.

7                 seiner Rede, Redekunst: Schwarz, Entwicklung der Grundsätze des deutschen Stils.

10               ruß.[ische] Bibliothek: von Bacmeister.

11               Etatsrath: W. v. Scriver.

17               Post-oder holl.[ändisches] Papier: feines Schreibpapier.

26               Ausgabe des Shakesp.[eare]: 322,16ff.

30               Beide Ueberbringer: Langewitz, Schwarz.

36               langen Brief aus Weimar: nicht überliefert.

333,4f.        Superintendentur: 324,6f., im Zusammenhang mit Hamanns Plan, Herder für Riga zurückzugewinnen.

7                 der jetzige: Dingelstädt.

8                 Abrede mit Weygand: 336,35.

9                 seine Uebersetzung: Schreiters.

10               selbige zu mundiren: die Reinschrift der eigenen.

15               sein Auszug: 323,16.

17               Sturm und Drang: unterstrichen, also wohl anspielend auf Klingers Schauspiel von 1776 (zunächst Wirrwarr betitelt).

22               an Herders Geburtstag: 25. August.

22f.             Brief aus Winterthur <...> von Stendel: Heinrich Steiner, nicht überliefert.

24               sogl[eich]. beantwortet: nicht überliefert.

25               reicher Erbe: 335,26f.; Assignation <...> die Kupfer zu extradiren: Anweisung, wie die Kupferstiche auszuliefern sind.

33               Merciers Tableau de Paris: Exzerpte N V,360ff. und Karlheinz Stierle, Der Mythos von Paris, bes. 105ff.

35               den Lenz schon übersetzt haben soll: Du Theâtre ou nouvel essai sur l' art dramatique, Amsterdam 1773, wurde von H. L. Wagner übersetzt (Neuer Versuch über die Schauspielkunst, Aus dem Französischen. Mit einem Anhang aus Goethes Brieftasche. Leipzig im Schwickertschen Verlage 1776; der Anhang stellte verschiedene prosaische und poetische Stücke eher planlos zusammen; sie bezogen sich nur einleitungsweise auf einige Motive Merciers: die Absage an äußerliche Regeln des Dramas und das Lob der inneren Form).

37               kleine Schriften: nicht als eigener Titel veröffentlicht.

334,1          mit seinem Sohn auf Reisen: mit Samuel Friedrich von Berlin nach Wien und Preßburg, dann über München in die Schweiz; Lüdtke: der Pastor an der Nicolaikirche in Berlin war Redaktionsgehilfe Nicolais und vor allem für die Registrierung der Rezensionen der Allgemeinen deutschen Bibliothek verantwortlich.

2                 gerechten Momus: von Bodmer.

6                 Arzt: Parisius.

Brief 633

Antwort auf zwei verschollene Briefe Herders, 334,13 lieben Brief.

334,16         Prof. von Schwarz: 331,31.

30               glückliche Entbindung: Geburt der Tochter Luise, 296,4ff.

32f.             Myrrthen=und CypreßenZweiglein: 332,37.

335,2          Freundschaft sonderlicher als Frauen=Liebe: 2 Sm 1,26.

3                 neulich: eher Brief 627 als 622; am 21.Mai war St. Martins Des erreurs <...> , durch Wagner schon auf dem Weg nach Königsberg, 277,33.

10               Vielen von den Brüdern: Logenbrüder.

11               Ein Kaufmann zu Lion: Willermoz in Lyon war Nachfolger Martines de Paqually, der 1760 in Lyon den Freimaurerorden “Elus Coëns“ gegründet hatte. Diesem Orden gehörte St. Martin an. "Den Mittelpunkt der esoterischen Lehren Martines´ bildet der Gedanke, die Religion bestehe nach dem Fall Adams darin, mit den heilsamen Kräften des hierarchisch gegliederten Geisterreiches in Verbindung zu treten. Diese Verbindung sollte auf dem Weg theurgischer Verfahren erreicht werden, als deren höchstes Ziel es galt, von einem der höheren Geister ein sicheres Zeichen der erneuten Versöhnung mit Gott zu erhalten. Von Martines und Willermoz sind detaillierte Anleitungen zur Theurgie überliefert, während Saint-Martin in seinen Werken die esoterische Spekulation der „Elus Coëns“ fortentwickelte, auf dem „inneren Weg“ mystischer Versenkung, während er den „Äußeren Weg“ der Theurgie als zu gefährlich beurteilte, da auf ihm Täuschung und Irrwege drohten. In den deutschen Sprachraum konnten die Vorstellungen der „Elus Coëns“ auf zwei Wegen einsickern: Für Straßburg, Frankfurt am Main, Stuttgart, Schleswig und Darmstadt sind zwischen 1778 und den ersten drei Jahrzehnten des 19.Jahrhunderts kleine Gruppen von teils hochadligen Anhängern des durch Willermoz geschaffenen maurerischen Systems der „Chevaliers bienfaisants de la Cité Sainte“ ganz im Zeichen des Martinismus nachgewiesen. Daneben wurde Saint-Martins Theosophie durch Claudius´ deutsche Übersetzung von Des Erreurs <…> bekannt." (diethardt Sawicki, Die Gespenster und ihr Ancien régime, in: M.Neugebauer-Wölk (Hg), Aufklärung und Esoterik. Hamburg 1999, 387f.).

13               Die 3 Buchstaben C-H-R: auch von Claudius in seiner Übersetzung (S. 605) nicht entschlüsselt.

16               des Verf.[assers]: St. Martin; Sekretär des Ordens „Elus Coëns“ in Bordeaux, designierter Nachfolger seines Großmeister Martines de Pasqually. 1773 geht St. Matin nach Lyon, seine Schrift Des erreurs <…> findet als Verkündigung einer neuen Theosophie, die sich aus der freimaurerischen Loge Pasquallys löst, großes Echo: der spirituelle, direkt von Gott kommende Ursprung des Menschen, den seine Inkarnation als Teil der Natur und der materiellen Welt ihn degradiert. Die Rückkehr zu seiner ursprünglichen Spiritualität und moralischen Integrität ist aber durch den Willen zu erreichen, das in ihm selbst angelegte Ideal durch das Verständnis der Offenbarungen vor allem des Neuen Testaments und der von St. Martin verkündeten Wahrheiten zurück zu gewinnen (J. Schlobach, Theosophie und Revolution bei Saint-Martin, in: M. Neugebauer-Wölk (Hg), Aufklärung und Esoterik. Hamburg 19999, S.455-467; hier 456).

19f.             Fragment aus Hemsterhuys: Über das Verlangen.

21               fünften Theil Ihrer Briefe: Andenken an einige ältere deutsche Dichter.

22               Andreä, von dem ich glaubte: das für die Ostermesse angekündigte Buch erschien nie.

25               neuen Laden: Dengel und Wagner.

31               die hiesigen: Königsbergsche gelehrte <...> Zeitungen.

33               ersten Anfänger des zeitigen Recensentenunfugs: die Stücke in N IV.

37               obengenannte Officier: 334,15.

336,1f.        heautontimorumenische Gesellschaft: εαυτοντιμωρουμενος: selbstquälerische.

3                 Oberhofprediger: J. E. Schultz.

4                 Beichtvater: Matthös; Jacobische: Friedrich Conrad J.

7,10,14       p.[ro] t.[empore]: zeitweise.

8                 εν εδαφῳ des Exodi: im Grundtext des 2. Buches Mose, auch 142,18.

11               Berthold Vater u Sohn: nicht ermittelt.

14               Tatler exponirt: die bekannte englische Wochenschrift.

15               Martis Söhne: Bentivegni, Hogendorp.

23               Wink eines andern: vielleicht des Prof. v. Schwarz.

24f.             Eichel <…> zum Studiren appliciren: Isaac Euchel, der von 1782-1786 an der Albertina die morgenländischen Sprachen und bei Kant Philosophie und Anthropologie studieren wird.

28               künftige Autorschaft: wohl die Dialogen die natürliche Religion betreffend.

35               aus Hartknochs Briefe vom 11 Aug: nicht überliefert, 325,12.

337,6          an Weygand geschrieben: 312,13; nicht überliefert.

17               Muse Indignatio: Unmut als Inspiration.

18               langen Briefe an Reichardt: 631.

25               längsten Psalms: Ps 119; Vers 25: Meine Seele liegt im Staub.

26               Bibl.[iotheca] Fr.[atrum] Polonorum.

338,1          seinem langen Briefe: zuletzt 319,25.

3                 Fragment über die Bergpredit: P. Sozzini, Concionis Christi, quae habetur capite quinto, sexto et septimo apud Mathaeum Evangelistam Explicatio, in Bibliotheca Fratrum Polonorum, 1-73; unvollendet, bis Mt 6,21 durchgeführt.

5                 sehr merkwürdige Stelle: in BFP I,75-85: Explicatio Primae Partis primi capitis Evangelistae Iohannis. Die Exegese von Jh 1,1 nimmt fast ein Drittel der gesamten Explicatio ein, es geht um die Deutung von in principio und verbum.

7                 Geschichte des Chil.[iasmus]: von Co(r)rodi.

10               Irwin: Irwing, K. F. v.

12               Verf.[asser] von der Apol.[ogie] der Vernunft: Bahrdt.

14               Tableau de Paris: von Mercier.

17               des Procureurs Auszug: wohl Diderot, der an Passagen der Histoire philosophique et politique <…>, der Geschichte beider Indien beteiligt war, die 1781 von der französischen Zensur verboten wurde. Aufgrund der auch dadurch gestiegenen Nachfrage und angesichts spezifischer Leseinteressen machten sich die Verleger daran, aus den zehn Bänden einzelne oder Teilstücke herauszulösen. Raynal selbst entzog sich einer Arrestierung durch Flucht, u. a. auch zu Friedrich II. und nach Neuchâtel, der preußischen Enklave in der Schweiz. Welcher Auszug hier gemeint ist: nicht ermittelt.

19               was der Antonio von Göthe bedeuten soll in Ihrem Briefe: wenn Herder auf einen 1780/81 entstehenden sog. Ur-Tasso sollte angespielt haben, müßte Goethe die Rolle eines Antonio damals schon erwogen haben, was unwahrscheinlich ist. Denn erst für die Phase der Umarbeitung, die gegen Ende des Italienaufenthalts einsetzte, ist nachweisbar, daß Goethe, in intensivem Studium der 1785 in Rom erschienenen Tasso-Biographie Serassis, die Struktur des Dramas änderte und auf den Kontrapost von Tasso und Antonio setzte. Die neue Fassung des Dramas, deren Beginn sein Eintrag ins Tagebuch vom 30.März 1780 (Gute Erfindung Tasso) markiert, wurde erst 1788/89 vollendet und erschien 1790 im 6.Band der ersten Gesamtausgabe der Schriften, im Verlag Göschen. Es könnte aber sein, daß Goethe bereits in jener Anfangsphase des neuen Tasso den damals noch vertrauten Gesprächspartner Herder mit der fundamentalen Motiv-und Strukturänderung bekannt machte, wie Goethe sich ja auch bei seiner Antwort auf Friedrichs II. Sur la littérature allemande mit Herder beriet, 275,23ff.

20               gerechten Momus: von Bodmer.

27               Ihre Beyträge zum Mercur: wahrscheinlich G. E. Leßing; J. G. Sulzer; F. Hemsterhuis (Über das Verlangen).

29               Hegelmeier über die jesuitische Betrachtungen: Prüfung der Freimüthigen Betrachtungen Starcks.

31               Selbstgespräche: Ich bin ein Christ. <…>.

33ff.           Chevila: Ziehen.

339,1          der Ort: Zellerfeld.

7                 Abdruck des Falk: der handschriftlichen Kopie Hamanns von Lessings Ernst und Falk.

9f.              Köhler <...> beyde Meisterstücke: in seinem Repertorium für Biblische und Morgenländische Litteratur.

11               cum beneficio: als Freundschaftsdienst (d.h. ohne Kosten).

12               Ministers Wort: v. Zedlitz?

16               Großkanzler: v. Carmer.

18               Reise: nach Berlin.

21               Ansatz zum Adepten: zum Eingeweihten.

23               Sect.[ionis] I. Part[is] I: 332,5.

26               Er: Schwarz, 331,31; dem Kayser: Joseph II.?

28               Echantillon: Probe, Probestück; Hartkn.[och]: 331,31ff.

340,1          In der Welt <...>: Jh 16,33; Der Fürst dieser Welt: Jh 14,30.

4                 Sündfluth als Rabe als Taube: 1 Mo 8,7f.

4f.              den Reinen ist alles rein: Tit 1,15.

5                 Des Sancho Pansa Transcendentalphilosophie: mit seinem Wahlspruch: Gott versteht mich.

6                 des Samariters Oel und Wein: Lk 10,33.

9                 abgebrannten Kanonen <...> in den Zeitungen: vollmundige Ankündigungen und Rezensionen der Kritik in den Königsbergschen <...> Zeitungen.

21               Ihr Morunger dort: Ch. Neumann.

22               Möser über die Litteratur: Über die deutsche Sprache und Literatur; der Essay erschien zunächst in der Beilage der Osnabrücker Intelligenzblätter im März und April 1781, wurde im Mai mit zwei Osnabrücker Sonderausgaben und einer folgenden in Hamburg weit verbreitet; er richtete sich gegen Friedrichs II. 1780 in Berlin erschienenen, freilich nur des Autors Jugendaversionen spiegelnden und die aktuelle literarische Kultur in Deutschland nicht zu Kenntnis nehmenden Brief De la littérature allemande; des defauts qu'on peut lui reprocher; quelles en sont les causes, et par quels moyens on peut les corriger, in deutscher Übersetzung von Dohm, ebenfalls 1780. Möser mischt, diplomatisch geschickt, das Herrscherlob mit entschiedener Meinungskorrektur; auch beruft er sich nicht nur auf eine authentische und große Nationalkultur, sondern auch auf den europäischen Horizont und nimmt im Ansatz den Goetheschen Begriff einer Weltliteratur vorweg; Göthe [275,23] ist artig gerechtfertigt: indem Möser nicht nur den Werther besser versteht, sondern auch den vom König verworfenen Götz von Berlichingen mit entschiedenem, passim verteiltem Lob in sein historisches und aesthetisches Recht setzt; u. a. mit Urteilen wie diesem: Das von dem König so sehr heruntergesetzte Stück <...> ist immer ein edles und schönes Produkt unseres Bodens <...>. Zur Wirkung dieser Schrift Mösers siehe die Dissertation Erich Kästners von 1925 (Neudruck Stuttgart 1972 (Kohlhammer) und die kommentierte Ausgabe von Oda May in: J. Möser, Sämtliche Werke, Erste Abteilung: Band 3, Osnabrück 1986.

23               Heyer eines jeden Jahrhunderts: in welcher Ausgabe von Mösers Schrift Hamann dieses aus dem bereits damaligen Wortgebrauch verschwundene Wort gelesen haben will, ist nicht ermittelt. Der Text der Sämtlichen Werke liest Heyne und meint den großen klassischen Philologen in Göttingen, der 1781 in den Göttingischen Gelehrten Anzeigen den Aufsatz Über die deutsche Literatur veröffentlichte; H. könnte an einen Druckfehler und an das im Verb heien gründende Substantiv gedacht haben, das Möser habe wiederbeleben wollen; es meint (nach Grimm WB „Heier/Heyer“) den Schützer, Hort (mit bisweilen allerdings negativer Semantik).

25               doppelte Zweiglein: 332f. u. 334,32f.

27               Klaglieder: des Jeremia, übers. von Börmel, mit Herders Vorrede, Weimar 1791, SWS XII,329ff.

28               doch schon besprochen: bestellt.

29               Meisterstück von Filicaja: in Mösers Essay hatte Hamann gelesen: Wahrscheinlich ist es auch nicht, daß wir uns so ganz in die Empfindungen unserer Nachbarn versetzen werden. <...> Die Spanierin hört eine Serenade mit einer ganz anderen Entzückung als eine Deutsche; die Schönheit des Sonetts, welches der Italiener als das wahre Ebenmaß einer Grazie mit Recht bewundert, ist in Deutschland nie gehörig empfunden, und das Meisterstück von Filicaja würde den meisten unter uns unbekannt geblieben sein, wenn es ihnen Richardson nicht gezeigt hätte. Merkwürdige Koinzidenz: Herder veröffentlichte kurz zuvor in Pfenningers Christlichem Magazin Bd. III. 1780, St.1, 238f. seine Übersetzung je eines Gedichts von Michel Angelo (Im hohen Alter), [Vincens] Filicaja (Die Vorsicht) und der Vittoria Colonna (Sehnsucht nach Gott) (SWS XXVII,356f. und die relevanten Anmerkungen, 407ff.). Das von Herder übersetzte Gedicht aus dem-nach Mösers Urteil-Meisterstück von Filicaja, ist eine Allegorie des Mutter-Bildes als Vorsehung und lautet: Die Vorsicht. Wie die Mutter zärtlich ihre Kinder/ Um sich sammelt, liebevoll sie anblickt,/ Dieses an die Brust drückt, küsset jenes,/ Auf dem Knie dies, jenes an der Hand hält:/ Und indem in Worten, in Geberden,/ Auch im Seufzer nur sie aller/ So verschiedne Kinderbitten höret,/ Giebt sie jedem Etwas, einen Blick dem,/ Dem ein Wort, ein Lächeln diesem, jenem/ Scheint sie zörnend [sic], und hat ihn am liebsten. So für uns die mütterliche Vorsicht;/ Sorget für uns alle, wacht und tröstet,/ Horcht auf alle, schaffet allen Hülfe;/ Und wenn sie zueilen was versaget,/ Lockt sie nur und lohnt uns mit dem Besten. *Die gemeinsame Quelle Herders und Mösers wird wohl Jagemanns Antologia poetica italiana, Weimar 1777, gewesen sein. Die von Möser berufene Vermittlung Richardsons findet sich in Sir Charles Grandisson, Sonnet of Vicenzio Filicaja, Letter XXXII Ende.

30               Wertherfieber: von v. Göchhausen.

33f.             in meiner Autorschaft fort kommen: mit dem neuen Titel: Epistolische Nachlese; die Nutzung im Fliegenden Brief, N III,352,15f.

341,3          Strickerinnen <...> Bruder Polyhistor: die Kinder Hamanns.

Brief 634

341,9          gerechten Momus: von Bodmer, 322,19ff.

15               Christianischen Catalogum: zur Versteigerung der Bibliothek, 344,13.

18               wie der äsopische Fuchs: in den Fabeln, Buch IV,1.

24               von Kleuker: Anhang zum Zend-Avesta.

25               Religion der Perser: von Th. Hyde.

25f.             carta blanca <...> nicht cassirt: die Vollmacht ist noch nicht zurückgezogen, also darf er Bücherwünsche anmelden.

27f.             neuen Handlung: von Wagner und Dengel.

28               Penzel <...> mit 2 Werken: De arte historica, Triga observationum numismaticarum.

30               Kantens Schrift: die Prolegomena.

342,1          eigene Arbeit: die Epistolische Nachlese.

3                 die Werke des Socini enthält: im 1. u. 2. Band der von seinem Enkel A. Wiszowaty herausgegebenen Bibliotheca.

4                 Eberhard <...>: in: Vorbereitung zur natürlichen Theologie.

11f.             Verf.[asser] vom Geist der deutschen Geschichte: nicht ermittelt. Heinsius nennt bloß den Verleger: Lemke in Lüneburg und das Erscheinungsjahr 1781.

13               Gute Nachrichten aus der Schweitz: von Hartknochs Sohn.

14               Scheideweg zum pollnischen: 339,30.

16               vor Krankheit bewahrt: der roten Ruhr.

18               2ten Theil: der Dalbergschen Verordnungen.

18f.             Seerecht von unserm Landsmann: 331,29f., von Arndt.

21               polnischen Brüderschaft: Z.2.

22               Lies aufgetragen (Druckfehler).

23               engl.[ischen] Shakespear: 332,25f.

28f.             freut sich des neuen Oels: 335,26f.

32               kann nicht, was er will <...>: 343,25.

34               Kleiner Hieb auf Leibniz.

343,1          Kleuker geantwortet: Brief 625.

10               Voß <...> Hippel: Christian Friedrich V.

16               Verf.[asser] davon: Hartwig.

17               Wie Sokrates mit seinem Genius scherzte: seinem δαιμoνιoν; scherzen meint wohl den natürlichen Sinn von Ps 104,26, aber auch die muntere Rede; zu Hamanns ersten Quellen die Sokratische[n] Denkwürdigkeiten, z.B. N II,75.

17f.             Schiblemini: hier und 344,34f. Wichtiges zu Hamanns Titel-Adaptation; zur ersten brieflichen Erwähnung des symbolischen Namens bei Luther, II,302,19ff.

23               jesuitischen Betrachtungen: wie er Starcks Schrift qualifiziert.

25               Man kann was man will: aus L. A. Unzers Devisen.

26               über die Uebersetzung: die Schreiters und seine eigene; Die übrigen [Betrachtungen, betreffen] den engl.[ischen] und preuß.[ischen] Hume <...>.

35               vom Geist der deutschen Geschichte: 342,11.

344,2          Ueberläufer: weil der Sohn keine Lust zur Buchhandelslehre zeigt.

Brief 635

344,11         den 2ten Brief: nicht überliefert.

12               meine erste Antwort: nicht überliefert.

17               Von Weygand <...>: nicht überliefert.

18               mein Brief vom 21.Julii: nicht überliefert.

20               Ihr Concipient: Schreibkraft.

23               lumina mundi: ironisch nach Mt 5,14.

24f.             Lies Platnersche; Ausgabe: der Dialoge Humes, eigentlich die Übersetzung Schreiters; als Beigabe dazu Wintergespräche: über den Atheismus von Platner.

27               neue Buchladen: Wagner und Dengel.

28               Kants Auszug: 319,13.

34               neulich <...> Schiblemini: 343,20ff.

345,5          ob W.[eygand].

6                 seinen Fabricanten: Schreiter.

10f.             lang erwünschten Briefe: nicht überliefert.

17               Kleuker erwarte: seinen Anhang zum Zend-Avesta.

18               verlorne Päckchen: 343,1.

20f.             Preis für den Buffon: den Hamann für v. Auerswald besorgen sollte.

35               viele Kritiken: der reinen Vernunft.

346,6          beantw d 9 Dec 1781: nicht überliefert.

Brief 636

346,10         an mich zu schreiben: nicht überliefert, Z.6.

14               Dohms Judenapol.[ogie]: Über die bürgerliche Verbesserung der Juden.

25               Epoques de la Nat.[ure]: von Buffon.

30               den 29 April schrieben Sie mir: nicht überliefert, 348,19.

31f.             Histoire des oiseaux: von Buffon.

33               Moritz Pädagogik: Beiträge zu einer liefländischen Pädagogik.

347,9          den 5 Aug. c.[urrentis] schrieben Sie mir: nicht überliefert.

11               den 11 Aug. widerholten Sie: nicht überliefert.

348,3          certiren: streiten.

7                 nunmehr reiche Erbe: Hartung, 335,26f.

8                 den Anfängern: Dengel und Wagner.

11               jetzt K.[anter] und W.[agner] den alten Hartung spielt: der eine sich großzügig, der andere geizig zeigt.

15               Brief vom 27 Febr.: 270,10, nicht überliefert.

19               den 29 Apr.: nicht überliefert.

24               Brief vom 11 Aug.: 347,11; nicht überliefert.

349,1f.        werde es heute abermals thun: 637.

2                 Meisterstück: im Oktoberheft des Teutschen Merkur, 352f.

9ff.             Asmus [in einem ankündigenden, nicht überlieferten Brief] hat sich ein Haus gekauft: am 5.November 1781-nach freundlicher Mitteilung J. U. Fechners, "und wurde am selben Tag vom Grafen Schimmelmann notariell quittiert"; schickt mir einen ganzen Kasten: von Hamann ungeduldig erwartet.

18               Jacobi: mit dem durch Claudius vermittelten Geschenk (er hatte in Hamburg den Druck besorgt) beginnt eines der bedeutsamsten Freundschaftsverhältnisse, 416,4.

20               Extrafeinen Thé: wohl ein Geschenk Arndts aus St. Petersburg; Läßt uns die Liebe klug?: die Unterstreichung, mit der Hamann einen Satz des Briefpartners emphatisch bestätigt (etwa 383,30f.), könnte ebenso wie der vershafte Rhythmus auf ein Zitat deuten; aber etwa Asmus omnia sua secum portans scheidet als Quelle aus; der Satz oder Vers begegnet in I/II und III nicht (briefl. Mitteilung von J. U. Fechner); so auch wohl, aus logischen Gründen, der verschollene Begleitbrief Claudius'. Daher darf man als Sinn von Hamanns Fragesatz annehmen, daß die üppigen Gaben (bei aller kindischen Freude beym Einpacken) nicht aus blinder Liebe kommen (wie der Topos es behauptet), sondern wohlgewählt für die je Einzelnen bestimmt sind; deshalb war Klugheit am Werke, welche der Liebe ihren Sinn läßt, d.h. so beläßt, wie zahlreiche Schriftstellen es von der Klugheit sagen.

21               Bibl. fratr.[um] polonorum: 342,4.

29               Was Sie <...> sagen wollen: 342,4.

350,8          zu erhaltenden Päckchens: von Kleuker, 343,1f.

12               Hippel [unser Freund H. Z.18] hat mir versichert: 343,10ff.

16               Daß Kant <...> in Anspruch genommen: als Urheber eines Plagiatsvorwurfs; in der Allgemeinen deutschen Bibliothek, Bd 44/1, 1780, S.302 findet sich der Auszug eines Briefes aus Königsberg in Preussen, vom 28sten Dec. 1780: Die Lebensläufe in absteigender Linie haben verschiedene Urtheile erfahren. Ich will hier kein neues darüber fällen. sondern melde Ihnen nur, daß der V. (er sey auch, wer er sey; und mit dem V. des Buches über die Ehe Eine Person, oder nicht) ganz nothwendig ein Zuhörer des Hrn. Prof. Kant hieselbst muß gewesen seyn. Kant ist sehr schwierig im Schreiben und Herausgeben; und so konnte freylich jener V. leicht dessen Sätze in der Philosophie bekannt machen, ohne für einen Abschreiber gehalten zu werden. Gewiß ist es aber, daß er in dem, was von Philosophie in beyden Theilen vorkömmt, gar sehr die Kantischen Vorlesungen benutzt hat, indem er nicht nur einzelne Gedanken daraus gezogen, sondern auch manche vom Hrn. Kant auf besondere Ausdrücke mit Absicht gestellte Definitionen, die nirgend anders her seyn können, gebraucht hat. Vorzüglich findet sich im ersten Theile manches aus den Kantischen Vorlesungen über die Anthropologie, und im zweyten Theile aus den Vorlesungen über die Metaphysik.-Der Verdacht war von einem Dauerfeind Hippels in die Welt gesetzt worden, Carl George Gottfried Glave (J. Kohnen, Th.G. v. Hippel, S.102ff.).

20f.             Kleuker schrieb: 17.April 1781; nicht überliefert; vielleicht identisch mit dem Päckchen <...> nebst einem Brief Z.22.

27               was ich von meinem Schiblemini geschrieben: 343,21ff.

30               seinen Auszug oder Lehrbuch: 319,13.

35               ein paar Officiers: die Brüder v. Hogendorp und Bentivegni.

35f.             jungen Menschen gefischt: Hill, 354,15.

36               wie ein anderer Diogenes: der, nach Diog. Laert. VI,2,41, mit einer Lampe auf die Suche nach Menschen geht.

37               für den einen Officier: 354,13.

351,6          beyde Vorgänger: Hogendorp, Bentivegni.

16               Altst.[ädtischer] Bader.

17               seiner Mutter: Phainarete.

22               Möhsens Münzcab.[inett]: Beschreibung einer berlinischen Medaillen-Sammlung.

24               einige 90 fl. Brandschatzung: mehr als 90 <...> etwa für Reparaturen nach einem Brand?

33               kleiner Conciliator: Johann Michael, gemäß Z.14.

34               der Ex=jesuit Mayer: A. J. Mayer, Pseudonym des A. Freiherrn v. Knigge.

35               Sendschreiben an die Illustres Inconnus: von Stark, 351,35f.-vielleicht aber von Cordonnier.

37               de la Verité <...>: von St. Martin.

352,4          Ihre [ihre] Silhouette <...> entzogen: eine etwas komplizierte Huldigung an Frau Hartknoch, mit dem gewagten Gedankenspiel, man müsse entziehen, um wechselseitige Sympathie nicht zu deutlich auszudrücken?

6                 Asmus beurtheilt mich: in jenem nicht überlieferten Brief, den Hamann im Folgenden paraphrasiert; wie Zopyrus: der die Physiognomie des lieben Sokrates verächtlich machte; auch Cic. fat. 10f. erwähnt diese abfällige Bemerkung.

7                 von sehr verliebter Complexion: Gemütsbeschaffenheit.

Brief 637

Wiederholt eine Reihe von Nachrichten, die Hamann bereits Brief 636 an Hartknoch übermittelt hatte.

352,25         lang erwarteter Brief: nicht überliefert.

27               nach Morungen: an die Schwester K. Güldenhorn.

30               hier herrschenden Seuche: die rote Ruhr.

31               Vorrede: zu Börmels Übersetzung des Jeremia.

33f.             Monument auf Leßing: es handelt sich dabei nicht um die (anonyme) Huldigung (Leßings Tod), die im Märzheft 1781 des Teutschen Merkur erschien (SWS XV,33-35), sondern um den umfangreichen Gedenkaufsatz, der ebenfalls im Merkur, im Rahmen einer dreiteiligen Würdigung (Winkelmann, Leßing, Sulzer), im Oktober 1781 (Weinmond) erschienen war (SWS XV,486ff.).

353,2          Hirzel an Gleim: An Gleim über Sulzer, den Weltweisen, 2 Bde, Winterthur 1780, von Hirzel. Herder hatte sein Gedenken Sulzers mit einem Blick auf Hirzels Würdigung begonnen (SWS XV,51).

9                 meines Schweitzers: Johannes Müller.

17ff.           Claudius <...> geschrieben: der verschollene Brief, 349,9); darin u. a. vom Geschenk der Schriften Jacobis durch Claudius' Vermittlung.

22               was er übersetzt: daß es St. Martin ist, hatte Hamann bereits erfahren, 351,37.

24               Mitgl.[ied] der Brüdergemeine: von Herrnhut.

34               Eberhard in seiner Einl.[eitung]: 342,4.

36               Weygand hat <...> geschrieben <...> nicht erhalten: beide Briefe sind verschollen.

354,3          Freund [Schreiter] des Verlegers [Weygand].

11               2 Officier: Hogendorp, Bentivegni.

31               Möhsen: 351,22.

355,3          des Baders kritische Wanne: 351,17ff.

4                 Sokrates seiner Mutter: 351,17.

21               Wilhelmus Sophonensis: Guilhelmus Saphonensis, Modus epistulandi cum glossis. Leipzig 1499.

33f.             die darinn enthaltene Mystik verwarf: 330,14f.

35               daß L. eine gleichförmige Sprache mit Kant führt: wohl Lambert, 289,27f.

356,6          Hartknoch <...> geschrieben: nicht überliefert.

8                 für andere: v. Auerswald.

14               die Ausarbeitung: der Ältesten Urkunde.

19               Bestuschefsche Tinctur: Tinctura Ferri chlorati aetherea, Tinctura tonico-nervina Bestuscheffi, 1725 vom Grafen Alexei Petrowitsch Bestuschew-Rjumin erfunden.

20               hiesigen Schwäger: Toussaint, Motherby.

24               verzehrt sich auch: 351,28ff.

25               Auf Friedrich II. bezogen!

27               Exjesuit Maier: 351,34.

27f.             abscheul.[iche] Verfaßer des Sendschreibens: 351,35.

33               Nach dem van, van zu urtheilen <...> Adelbertchen: der vierte Sohn der Herders, wegen seines Stotterns.

34               Augustchen: der zweite Sohn.

357,5          unglückl.[ichen] Schwester: K. Güldenhorn.

15               fernern Beyträge zum Mercur: des Dezemberhefts.

17               Steigen des Mercurs: Quecksilbers, zugleich mit ironischer Anspielung auf Wielands Zeitschrift.

18               alten Beyträgen: vom Jahrgang 1781.

27               meiner Uebersetzung: des Hume.

29               Hogendorp: Gijsbert Karl.

33               kleinen Anhang Ihrer Uebersetzung: von Hemsterhuis: Über das Verlangen (SWS XV,55).

35               mich zuerst aufmerksam gemacht: III,31,21ff.

358,1          nachtheilige Recension in der Lemgoer Bibl.: der Auserlesenen Bibliothek, nicht ermittelt.

2                 letzte Stück des Mercurs: im Weinmond (Oktober) 1781, mit Herders Lessing-Gedenken.

6f.              Seeligkeit des Nehmens: Apg 20,35.

15               lieben Schweitzer: J. G. Müller.

18               Kälbersinn: offenbar ein Neologismus, meint die Lust am dauernden Saugen (an Büchern).

20f.             ein Namensvetter: eben Müller, 360,28; 369,1; Men. dulc.: den mensem dulcem [Stamm MEN], das süße Merkur-Heft, das ja im Weinmond erschienen war; oder verschrieben für Merc.[urem] dulcem, ebenfalls süß, als Krankenkost.

Brief 638

359,13         schwimmt noch auf der Ostsee: 353,18.

14               Einlage: ein Brief von Herders Schwester, zu weiteren Beförderung.

15f.             lederne Beinkleider: später wird H. den Gast als St. George, seiner ledernen Rüstung beim Reiten wegen ironisieren, 360,22ff.

19               doch ohne Schmerzen lag: 355,29ff.

22               nicht <...> zufrieden: mit der Schreiterschen Übersetzung.

27               Sir. XLIII: Vers 29.

30               2 Buchladen: Dengel/Wagner und Hartung.

33               Royalformat: ein Papierformat, Klein-Royal, Großroyal und Superroyal, in den Abmessungen 48x64, 50x65, 54x68.

360,3          Guignon: Unglück, Pech.

8                 Zittwersaat: die als Wurmmittel verwendbaren Blütenköpfchen der Artemisia.

11ff.           Hitze und Last <...> getragen: Mt 20,12.

23               vor dem Mann: Georg Berens.

24               in Ihrem Bischofshofe: in Weimar.

27f.             Ihren Gast: J. G. Müller.

28               Beyträge zum Mercur: u.a. Winckelmann, Lessing, Sulzer, Hemsterhuis (Liebe und Selbstheit).

33               will ich ihm: d.h. Georg Berens; Abdruck von Hamanns Abschrift in den Königsbergschen <...> Zeitungen.

34               versprochene Disp.[utation]: 339,8.

Brief 639

Beiliegend Winckelmann, Leßing, Sulzer (SWS XV,35-55; 486-512).

361,10         bei dem Decembr.: mit der Rezension von Hemsterhuis' Ueber das Verlangen und Liebe und Selbstheit (SWS XV,56).

11               warmen herzl.[ichen] Brief: vom 24.November [nicht September] 1781, Moses Mendelssohn Briefwechsel der letzten Lebensjahre, Nr.548.

12f.             Schmid aus Braunschweig: Konrad Arnold Sch.

14               In den Januar u. Febr.[uar]: des Teutschen Merkur (SWS XV,243ff.).

17               Berens: 359,16f.

18f.             Brief meiner Schwester: nicht überliefert.

25f.             Hartknoch <...> was er will: 356,8ff.

34               Bergers Eishimmel: Die Lehre von den drey Grundkräften und Elementen aller Dinge.

362,3          wir gehn dahin: aus Str. 2 des Liedes von P. Gerhardt: Nun laßt uns gehn und treten.

5                 Epistel an mich über Leßing: Gleim, An Herder. Jan. 1782, in: Episteln.

9                 Ihr Brief: 637.

16               junger Doctor: Johann Michael.

Brief 640

362,26         drey geborgten Bücher: nicht ermittelt.

28               Zeitungsblatt: die Königsbergschen <...> Zeitungen.

29               Universum: v. Dalbergs Betrachtungen über das Universum; Josepho: Josephus Flavius.

31               Uebersetzung <...> Marmontels: nicht ermittelt.

32               entre chien <…>: inter canem et lupum.

Brief 641

363,3          Ihre Zuschrift: nicht überliefert; HE T.[oussaint].

4                 seel.[ige] HE Commercienrath: Vater Toussaint.

9                 Christoph B.[erens].

19               Zeisigarbeit, Eselsfutter, <...> seel.[igen] Vorfahren gesagt: Storch, III,291,16.

32               redevables: die Zahlungspflichtigen.

364,15f.      Briefe von Hertel: nicht überliefert.

24               Claudius Kasten schwimmt noch: 353,17f.

26               HE George: Berens.

27               nach Weimar ausgeschüttet: Brief 638.

29f.             Joseph: den alten Freund Johann Christoph Berens; nebst dem zweyten Candidaten: Arend Abraham Berens; ins Philanthropin: nach Dessau, zur berühmtem Erziehungsanstalt Campes und Basedows, wo auch Berens' erster Sohn Johann Heinrich sich mit wenig Erfolg aufgehalten hatte (382,25); J. F. Reichardt war dessen Mitschüler. [Übrigens schätzte auch Kant das dortige Erziehungssystem; siehe seinen Brief vom 19.Juni 1776 an J. B. Basedow (mit der Empfehlung, den begabten Sohn Motherbys aufzunehmen), oder den Brief an J. H. Campe vom 31.Okt. 1777]). Ob die Reise J. Chr. Berens' ein bloßer Plan blieb, war nicht zu ermitteln, 374,34.

30               der erste so entwischt: Johann Heinrich; zu seinem unglücklichen Ende 382,22ff.

31               St. George: zur ironisierten Sanctificatio 359,15.

34f.             Verdienst <...> verloren: 345,24f.

36               Kant <...> Metaphysik: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten; wird erst 1785 bei Hartknoch erscheinen.

Brief 642

365,17         Auslaßung einer poetischen Stelle: siehe auch 462,4; bei Schreiters Übersetzung S.169 fehlt das Zitat aus Miltons Paradise Lost 11 (Hume, Part X), siehe K. H. Patri Aus einer Menschensprache in eine Menschensprache, in: Acta des Siebten Internationalen Hamann-Kolloqiums, Frankfurt/M. 1999, S.354.

20               verhudelt: verdorben.

26               Landsleute in Petersb.[urg]: u. a. Arndt.

35               Claudius Arche angekommen: 353,17f.

366,2          Freundes, der ihn recta <...> erhalten: Arndt, erneutes Teegeschenk, 359,9ff.; Klopstocks Messias <...> Kupfer vom Düßeldorfer Jacobi: 353,19f.

7                 Lord Chesterfield: Philip Dormer Stanhope gab seinem unehelichen Sohn eine schriftliche Unterweisung, in der er ihm die Verstellung als Grundregel gesellschaftlichen Umgangs empfahl. Die Witwe des Sohns veröffentlichte 1773 nach dem Tod ihres Schwiegervaters diese über vierhundert Briefe. Was Hamann an dieser Vater-Sohn-Beziehung fesselte, war wohl weniger die Hohe Schule des Egoismus als die Bezüglichkeiten auf gewisse Korrespondenzen im Hause Hamann selbst: sein eigener pädagogischer Eros; die Sorge, der Sohn könne seine Jugendjahre mit bloßem Zeitvertreib vergeuden; die Krise in der Beziehung Vater/Sohn durch den zu großen Erwartungsdruck; die illegitime Geburt etc.

8                 Uebersetzung: von J. G. Gellius.

14               Woyna Chocimska: von Potocki. Hamann verwechselt den polnischen Dichter mit Krasicki, dem Bischof von Ermland.

15               Nachrichten aus Zürich: vom Sohn.

16               Reichard <...> erwartet: mit weiteren, erwarteten Geschenken von Claudius.

19               neuen Verlage: von Kants Prolegomena und Grundlegung zur Metaphysik der Sitten etc.; Hartknoch hatte mit seinem Angebot an Kant, ihm seine weiteren Publikationen anzuvertrauen (Brief vom 9. September 1780) offenbar Erfolg.

27               Freund George: Berens.

Brief 643

Beigelegt waren 644; Über die Seelenwanderung. Drei Gespräche (SWS XV,244-305); 373,31 und ein Schloßersches Gespräch, Z.13f.

367,4          beiden Stücke des Merk.[ur]: über Winkelmann und Lessing, 361,7.

6                 eignen Romans: Beiträge zur Geschichte deutschen Reichs und deutscher Sitten.

7                 Bibl.[iothek] der Wißenschaften: Neue Bibliothek der schönen Wissenschaften<…>, hg von Ch. F. Weisse.

9                 Uebersetzung der Schriften: Vermischte Schriften des H. Hemsterhuis.

13               Johann Georg Schlosser: Ueber die Seelenwandrung, Basel 1781; [wohl nicht Zweites Gespräch, Basel 1782]; zu dieser Kontroverse überhaupt Haym II,212ff.

17               Ihre Rhapsodie: Aesthetica in nuce, 374,17.

19               etwas über die Poesie der Ebräer: Vom Geist der Ebräischen Poesie. Dessau 1782/83 im Druck (SWS XI,213ff.; XII).

26               Reichart: zu Hamanns Korrektur an Herders Personalskizze 372,18.

31               Herzogin Mutter: von Sachsen-Weimar-Eisenach, Anna Amalia; geschriebnes Journal: das Journal von Tiefurt.

33               einige Beiträge geliefert: Verstand und Herz. Die heilige Cäcilie. Ob Malerei oder Tonkunst größere Wirkung (SWS XV,145-164).

368,1          Osterarbeiten: nicht ermittelt.

5                 maçonnisiren lassen: zum Freimaurer machen.

8                 H.[eiligen] Viereck: die Freimaurerloge.

11               Schneider: Christian Wilhelm Sch.

11f.             actor.[um] ecclesiast.[icorum]: Acta historico ecclesiastica nostri temporis.

14               Remotion: Rücktritt.

18               Kurfürsten: Friedrich Karl Joseph v. Erthal.

20               Salz der Erde <...> dumm zu werden: u.a. Mt 5,13. Mk 9,50, Lk 14,34.

25f.             von Paris aus nach Gotha: vom Baron Grimm.

30               In den Gött.[ingischen] Zeitungen <...> recensirt: von Garve, 376,11ff.

37               Müller: 44.

369,2          junger Medicus: Johann Michael.

8                 Idealisten: Kant, und Herders Schwierigkeiten mit der Transcendentalen Ästhetik.

10               vive, vige, vale: lebe frisch und gesund, lebe wohl.

25               Patchen meiner Mutter: Marianne Sophie.

Brief 644

370,5f.        Königliche Wein meine alten Schläuche zerrissen: Anspielung u. a. auf Mt 9,17.

8f.              Last und Hize: Mt 20,12.

19               Geantw. den 22 April: 647.

Brief 645

370,22         Kaum sind Sie fort: auf einer Reise zur Messe nach Zürich, 372,35.

23               Ihrem Herrn Bruder: ihrem.

29               Kapellmeister: Reichardt.

34               junger Israelite: Isaak Abraham Euchel; V,330; 402.

371,1          naher Anverwandter: sein Verwandtschaftsverhältnis zur Hausmutter ist nicht zu ermitteln, will zur See fahren, als Schiffsjunge beginnend, um Matrose zu werden; 373,9f.

5                 hiesige Buchhandel: Hartung, Wagner, Dengel.

10               halbfr.[anz] oder engl.[isch] gebunden: halbfranz=mit Rücken und Ecken aus Leder; englische Broschur ist eine leichte Einbandart, bei der ein gehefteter oder klebegebundener, dreiseitig beschnittener Buchblock in einen am Rücken gerillten Kartonumschlag geklebt wird (D. E. Petersen, in: Lexikon des gesamten Buchwesens. Bd.II (1989), 467).

11               schreibe nach W.[eimar]: 646.

12               Quelle Ihrer Vermutung: zur getrübten Beziehung Herders zu Hartknoch 375,15ff.

17               jeder: gemeint jener.

20               Buch für das Volk: Lienhard und Gertrud.

21f.             Fahrt nach beyden Indien: von Raynal, Histoire philosophique.

25f.             Seifenblasen der Declamation: ob Hamann auf die im 2.Teil der Histoire ausgesprochene Rühmung Friedrichs II. anspielt? Dort heißt es: <...> er zeigte einen moralischen Mut, für den ihm die Geschichte wohl keine Beispiele lieferte; er zog selbst aus seinen Fehlern mehr Vorteil als andere aus ihren Erfolgen; er hieß die ganze Erde vor Staunen schweigen oder vor Bewunderung reden? (Friedrich der Große im Spiegel seiner Zeit, hg von G. B. Volz. 3 Bde. Berlin 1926/7. Bd 3,149).

Brief 646

Antwort auf Brief 643.

372,6          Elegie: 362,12ff.

7f.              Krönungstag: 18.Januar; 267,10.

11               für meinen lieben Pathen August: 369,13ff.

16               Dom.[enica] Esto mihi: der Sonntag vor Aschermittwoch, 10. Februar 1786.

18               treue gute Geselle: so Herder (zunächst) über Reichardt, 367,27f.

22f.             Fürsprache und Freundschaft <...> zu verdanken habe: die Beförderung zum Packhofverwalter.

27               des ehrl.[ichen]Claudius Hamb.[urger] Pökelfleisch: 353,17f.

33               seiner Schwester: Sophie Dorow.

373,3          K[apell]M.[eister].

8                 liebenswürdiger Jude: I. Euchel, 370,34.

9                 halber Zügling: 371,1f.

11               stille Woche: die Karwoche.

18               Extract. Napelli: Auszug aus Eisenhut, Aconiti flore coeruleo, zur Behandlung von Gicht und Rheumatismus.

19               Gummi Guaian: möglicherweise gummi guarana.

20               Siberische Schneerose: nach dem Buch von Kölpin ein Decoct von Rhododendron Chrysanthum oder Andromeda follis ovatis, das durch Erbrechen, Purgieren und Schweißausbrüche Schmerzen lindern soll.

24               Queckenkur: 270,26.

31               3 Gespräche: 367,11.

32               corpus delicti: Schloßers, 367,14.

33               Hemsterhuis lesen: nämlich im Novemberheft 1781 des Teutschen Merkur, wo Herder seine Übersetzung der Lettres sur les désirs veröffentlicht hatte und im Dezember den Nachtrag zum Briefe des Hr. Hemsterhuis über das Verlangen (SWS XV, 55f.); Hamann bestätigt hier, Z.33ff. in gewisser Weise die 10 Jahre ältere Kritik an Hemsterhuis' Theorie und Aesthetik der Skulptur, wie sie Merck übte und in Goethes Von Deutscher Baukunst erschien; [J.-U. Fechner, <...> du neufranzösischer philosophirender Kenner. In: Frans Hemsterhuis <...>. Symposia in Leiden und Münster zum 200. Todestag des niederländischen Philosophen, hg von M. F. Fresco, L. Geeraedts, K. Hammacher.1995].

374,14         Aufwaßer: Oberwasser.

20               Trias: Über die Seelenwandrung. 3 Gespräche.

21               Lies deciens.

22               Buchbinderverdienst: Caroline Herders, 367,22ff.

30               St. George: Berens, 359,15f.

33f.             Bruder Christoph 364,28ff., die zeitweilige Zentralfigur in Hamanns Jugendfreundschaften.

375,8          Potentaten: z.B. Friedrich II.

9                 Maurers: Pestalozzi.

11               πρωτον ψευδος: Urlüge, Grundirrtum.

12               3 polemische Hefte: die literarische Fehde Wezels mit Platner in Leipzig nach spöttischem Kommentar zu Leibniz´ Theodizee erging sich in einem umfangreichen Schlagabtausch, zu dem Platner 25 andere Autoren hinzuzog, etwa: Papiere von J. K. Wezel wider D. E. Platnern von letzterm nebst einem Vorbericht herausgegeben. Leipzig, den 10.November 1781; Nachricht von J. K. Wezels Aufforderung an Herrn Doktor Platner zu Leipzig. Quis furor. Halle 1781; Unpartheyische Beurtheilung der von J. K. Wezel gegebenen Nachricht <...>. Leipzig 1781, etc.

13               Nicolais gelehrtes Meisterstück: Versuch über die Beschuldigungen: Herders Merkur-Beitrag im März 1782, samt Fortsetzungen im April, Juni: Historische Zweifel über das Buch: "Versuch über die Beschuldigungen, welche dem Tempelherrnorden gemacht von Friedrich Nicolai". (SWS XV,57ff.; 121ff.); Mendelssohns Vorrede: zu Phaedon.

15               alter Verleger: Hartknoch, 361,25ff.

21               Hoffmann p zu Verlegern vorziehen: Hoffmann in Weimar hatte u. a. die Briefe das Studium der Theologie betreffend, Osterkantate, Neu eingerichtetes <...> Gesang-Buch verlegt.

23               seine Nebenbuler mit dem gangbarsten Verlage fördern: der erfolgreichste Titel waren die Briefe das Studium der Theologie betreffend.

376,6          Waßerschöpfen für die Danaiden: die Erzählung des Mythos der fünfzig Danaiden durch Benjamin Hederich.

11ff.           Göttingsche Recension: (368,30) in den Zugaben zu den Göttinger gelehrten Anzeigen vom 19.Jan. 1782, St.3, 40-48; Verf. davon: Garve (anonym); in einem Entschuldigungsbrief vom 13.Juli 1783 an Kant, der sich verärgert gezeigt hatte (Z.14), bezeichnete Garve die Rezension als verstümmelt, deckte gleichwohl die Kürzungen und Zutaten Feders. Hamann las, nach allen sekundären Nachrichten, die Garvesche Rezension (daß dieser der Anonymus sei, war inzwischen bekannt) erst Anfang Dezember 1783 im Druck, von Kant geliehen, samt jenem Brief Garves, V,107,16ff.

24f.             kritischen Elementarbuchs: die Kritik der reinen Vernunft; Theol. betreffend: Des ersten Buchs der Transcendentalen Dialektik dritter Abschnitt. System der transcendentalen Ideen.

26               währender Zeit seine Prolegomena: 1783.

29               Gleims Ode: 362,5; Ihre Fortsetzung im Mercur: Hornung 1782 ein weiteres Gespräch Ueber die Seelenwandrung.

33               August, dem Maler: 369,20f.

377,4          mir Antworten <...> einzugeben: seine Mutter, 369,13-28.

11               Bischoff: Herder.

13               erkohrnen Maler: 362,18ff.

17               mein letzter Versuch: Golgotha und Scheblimini.

18               neuen Kunst: die Buchbinderei, 367,23.

21               schlachten: nacharten, gleichen, ähneln.

28f.             Ueberläufer zur Bruder Gemeine: Kaufmann, 353,23f.

30               Chevila: von Ziehen.

34               gewesenen Hausgenossen: J. G. Müller, 379,15.

36f.             Glimpf: Milde, Nachsicht.

Brief 647

378,3          Zuschrift vom 3 März: 644.

12               Einer Quelle: Herder.

20               Verfaßer <...> Drama für das Landvolk: Pestalozzi.

22               fahrenden Ritter beyde Indien durchstreift: mit Don Quichote-Raynals Histoire philosophique.

31               jeder Tageslast und Hitze: Mt 20,12. H. übernimmt die Zitate aus Müllers Brief, 370,7ff.

32f.             Wie gut <...> Wie wol wird's thun: 7.Str. des Kirchenlieds von Ch. F. Richters Es kostet viel ein Christ zu sein.

34               stillen Landpfarrey zu melden: Müller hatte zween Ihrer Söhne in die Schweiz eingeladen, 370,14.

Brief 648

Kreuzte sich mit Brief 646. Beilagen: Vom Geist der Ebräischen Poesie, 1.Teil, und Historische Zweifel über das Buch <...> [F. Nicolais].

379,11         Reichard, der zu Ihnen ging: 367,26, am 10. Februar 1782.

14               dürren Lande Sela: Jes 16,1.

15               Müller ist <...> weg: am Montag, den 25.März, nach Schaffhausen.

21               in Zürch gebildet <...> Überspannungen: deutliche Lavaterkritik, die sich 381,5ff. fortsetzt.

24               von Kindheit auf <…> genährt war: mit Vorarbeiten wie Aelteste Urkunde und Lieder der Liebe.

27               die Buchhandlung trieb: die der Gelehrten in Dessau.

30               richtiger Besteller: Bertuch, 402,20.

31f.             Blätter aus dem Merkur: Historische Zweifel; zu Hamanns Echo auf die Ankündigung 383,30.

34f.             Die Fortsetzung kommt noch: Briefe über Tempelherrn, Freimäurer und Rosenkreuzer (SWS XV,82ff.).

35               das dickste Ende: der 3. geplante Teil erschien dann nicht mehr.

380,6          Ihr Bild: von v. Moser geschenkte Kopie des Ölgemäldes.

10f.             seel.[iger] Graf u. die Gräfin: zu Schaumburg-Lippe.

13               Herzogin: Luise von Sachsen-Weimar-Eisenach.

31               wollt, daß er reiste: 389,16; seines Buchs: Histoire philosophique et politique.

381,4          ganzen Catalog: der Bücherkatalog zur Ostermesse.

12               Der Mönch von Libanon: von Johann Georg Pfranger.

17               Baffometus: Nicolai und sein Versuch über die Beschuldigungen, der eine gewagte (und falsche) etymologische Erklärung des angeblich griechischen, dann latinisierten Nomen Baffometus enthält, als Taufe der Weisheit, womit der Einfluß gnostischer Lehren auf die templerische Geheimlehre bewiesen werden sollte.

18f.             künftigen Briefe: über Tempelherrn, 379,34.

21               Baphometus: Nicolai; hier: im Teutschen Merkur.

23               mein wehrter Recensent: Irrtum Herders, die Rezension der Aeltesten Urkunde in der Allgemeinen deutschen Bibliothek stammte von Eberhard.

382,4          mit Herz <...>: 2. Zeile von Martin Rinkarts Lied (1648): Nun danket alle Gott.

7                 Müller hat <...> geschrieben: am 17.April 1782 aus Schaffhausen.

Brief 649

382,13         traurigen und schmerzhaften [Anlaß]: Tod des Sohnes Wilhelm.

13f.             Herr Schwager: J. F. Dorow.

18               entspringen gar hoch vom Himmel her: Hamann paraphrasiert das Kirchenlied.

22               Am ersten Pfingstfeyertage: 15.Mai.

24               jungen Berens: Johann Heinrich, Sohn des J.Chr.

27               Sein Herr: Lehrherr.

383,12         wehrt ihnen nicht: Mt 19,14; Mk 10,14; Lk 18,16.

16f.             Vetter Becker: J. Chr. Schmohl.

18               Vom G[ijsbert]: dem mittleren v. Hogendorp; von Hogendorp hier: sein Königsberger Bruder Dirk, Z.21; keine Sylbe von ihm: von Becker.

25               Ihren Jonathan: nicht ermittelt.

Brief 650

Antwort auf Brief 648.

383,30         Sehr große Lust!: ist Hamanns Antwort, in direkter Rede, auf 379,31f.; Herrn Herausgeber: Wieland.

31f.             Anti=nicolaitischen Zweifel: historische Zweifel über das Buch: Versuch über die Beschuldigungen <...>.

34               Seelenschreiben: 648; der Geist war willig: u.a. Mt 26,41.

35               meine Apologie: 373,13ff.

384,2          aber nicht Ihres: 381,18f.

6                 Mortification: Züchtigung.

8                 Esrahiten: der Verfasser der Psalmen 88 und 89.

12               mit der adl.[igen] Dame im Wakefield zu reden, fadennaß zu seyn: in Goldsmith' Vicar of Wakefield; er meint wohl eine Stelle im 9.Kapitel, die in der Übersetzung von L. Buchholz lautet: Ich fand, daß die eine sich dabei ziemlich gewöhnlich ausdrückte, wenn sie sagte, alle Wetter auch, von Schweiß so naß wie Mist; ähnlich V,217,36: faselnaß.

13               Zum besten Zimmer: 380,3ff.

16               am Holtz des verklärten P.[ontius] P.[ilatus]: nämlich Lavaters, 381,5ff.

17               Nicolaus Baffometus: 381,17.

18               hiesiger Vetter: Friedrich Konrad Jacobi.

21               jener Cardinal: Ippolito d'Este, der, als ihm Ariosto den ihm gewidmeten Orlando furioso überreichte, die Dedikation mit der bekannten Frage quittiert haben soll, die Hamann in den Wolken (N II,101,24f.) zitiert.

25               Kindern Enaks: 5 Mo 3,10.

26               gelehrte Reisebeschreibung: F. Nicolais Beschreibung einer Reise durch Deutschland.

385,4          ablactirtes Reiß: Veredelungsmethode von Wildlingen, bei der das Edelreis auf den Wildling gepropft wird.

7                 Offizier: Dirk van Hogendorp.

9                 von beyden bald erlöst: Hogendorp und dem Zelt.

11               Schock Karußen: 60 Karauschen.

13               Vetter Becker: Schmohl.

15               HE von Hogendorp in Haag: Gijsbert.

18               Candidaten: Schmohl.

23               Ihres Fleißes eben nicht würdig: z.B. Herders Übersetzung der Lettre sur les désirs.

25               Schloßers Gesprächen: Ueber Seelenwandrung, 2.Gespräch, als Replik auf Herder; Gesetzt <...> Ihnen antwortet: auf Über die Seelenwandrung. Drei Gespräche.

28               Kirchenboten: 381,8.

31               Kaufmann <...> Herrenhuterey: 353,23f.

32               Vorrede zu seiner Uebersetzung: von St. Martins Des errreurs et de la vérité.

386,1          ein paar Zeilen: 649.

24f.             leider der zweite Berens: wie Arend Berens, der junge Werther.

18               Bild unseres heil.[igen] Anthecopsita [sic]: in des Charles Du Fresne Sieur Du Cange Glossarium mediale et infimae latinitatis steht folgende Erklärung: Praecedens in Letania cum sacratissima imagine Domini Dei et Salvatoris nostri J.C. quae Antheropsita nuncupatus. Sed ibi legendum Acheropita, recte conjectat Editor [vel Acheropoeta, ut in Hierolexico Macri.] intellegitus enim imago J. C.; αχειροποιητος [nicht mit Händen gemacht], de qua copiose Gretzerus lib. de imaginibus non manufactis et Andrea Vitorellus de Capella Borghesia parte 6 cap. 1 et seqq [Adnotae doctissimus Murator, tom. 3.pag 166. col 2 in uno Codice legi Acheroposita, quod favet Cangii conjecturae, et in altero Ancheropsita].

19               Schmidts 1. Theil: Ch. Schmidt gen. Phiseldek, Materialien zu der russischen Geschichte.

25               Verf.[asser] der Apologie der Vernunft: Bahrdt.

26               Geschichte des Chiliasmus: von Cor(r)odi.

28               Sophiesten: Kalauer seines Romans Sophiens Reise von Memel nach Sachsen wegen.

36               den gradum ambiren: sich um einen höheren akademischen Grad bewerben.

387,8          Mäcens: v. Goertz, 373,27ff.

9                 Häfeli hat <...> geschrieben: nicht überliefert.

10               P.P. im Namen des Verf.[assers]: Lavater, Pontius Pilatus, oder die Bibel im kleinen; Hartknoch auch ein gemeines: Exemplar.

11               Tι γαρ· πλην παντι τροπῳ, ειτε προφασει ειτε αληϑεια: was tuts aber? Wenn nur Christus auf jede Weise verkündigt werde, sei es zum Vorwand oder in Wahrheit, Phl 1,18.

15               Probe des Mercur: die Kostproben von Wielands Horaz-Übersetzung.

16               Ihre Beyträge: Historische Zweifel.

19               ihren richtigen Besteller: Ihren, Bertuch, 379,30.

21f.             gestrige Anfang: der 1.Teil von Historische Zweifel.

23               wie Sie bey mir bestellt: 381f.

23f.             letzten <...> Brief: 648.

24               Himmelfahrtsabend: 383,33.

25               Beichtvater: Matthös.

26               liebe D.[octor] bey seinem Morgenseegen: Luthers Morgensegen im Anhang zum Katechismus, wo es nach dem Gebet heißt: Und alsdenn mit Freuden an Dein Werk gegangen; Hemsterhuis und Schloßer: Über das Verlangen; Über Seelenwandrung.

29               kleine Maler: August Herder, 369,20f.

31               Jüngst eine Buchbinderin, nun eine Poetin: 367,23 u. 380,17ff.

388,3          dirigirenden HE Bürgermeister H.[ippel]:.

4                 Mittheilung des Martis o.[ben]: das Märzheft des Teutschen Merkur mit Herders Historische[n] Zweifel[n] am Irrsal der nikolaitischen Misgeburt.

13               kluge Mann: Hippel.

14               niederträchtigen Stadtrath: wohl J. H. Wirth , siehe J. Kohnens Hippelbiographie, S,128ff.

18               Ihrer Zweifel (und Einfälle, hatt ich bald gesagt): Spiel mit dem Titel seiner eigenen Schrift gegen Nicolai, von 1776.

20               Großsprechers: Nicolai; als Bruder und Aeltester: der Freimaurer-Loge.

26               Abdruck dieser Blätter: der Briefe über Tempelherrn, Freimäurer und Rosenkreuzer, im April und Juni des Merkurs.

30               Verfaßer des Mysons: Heinrich Christoph Friedrich Knoll; Mendelssohn Denkmal auf Lessing: 404,12.

31               le Diademe des Sages: von Onésime Henri de Loos.

32               la Verité et Erreurs: von St. Martin.

33f.             in der allgem.[einen] Bibl.[iothek] recensirt worden: in Bd 47/1, Berlin/ Stettin 1781, S.130-144 [Kürzel Vr].

36               neue Aufl.[age]: der Freimüthigen Betrachtungen oder der Apologie des Ordens.

37               Steinbartsche Vertheidigung: in seinem System der reinen Philosophie.

389,1          Schießhause: Vergnügungsort auf dem Haberberg.

7                 mit Ihrem Büchlein: Briefe über Tempelherren oder Vom Geist der ebräischen Poesie, T.1.

12               Freund Müller: Johann Georg M.

22               was oder nichts geschrieben: repliziert auf 382,1.

Brief 651

389,27         S.[ine] T.[itulo] oder salvo titulo: ohne oder mit Vorbehalt des richtigen Titels.

30               HErrn Generals: Victor Amadeus Henckel, Reichsgraf, Frh. v. Donnersmarck; Adjutanten: v. Auerswald, 389,31; 390,27.

390,1ff.      Es geht wohl um eine mißlungene Spiel-Verabredung

4                 meinem Gesicht eclipsirt: sich meinen Augen dunkel, unsichtbar macht, ja verschwindet.

12               Landsmann: Herder.

13f.             Tinctur geschrieben: mit starken Farben, deutlich.

15               Camper: der berühmte niederländische Anatom und Chirurg; Windbruch: Grimm DW: in der Medizin meint der Begriff einen Bruch am menschlichen Körper, der mit Luft gefüllt ist; oder Hodengeschwulst.

23               s.[alva] v.[enia].

Brief 652

390,29         und Sie: Frau Dorow, Reichardts Schwester.

31               Neuigkeit anbot über Nordamerika u Demokratie: Schmohls in Königsberg (mit dem fingierten Druckort Kopenhagen) gedruckte Schrift; sie wurde alsbald verboten; ganz gleichgültig <...>: was er sogleich revidiert, 393,36f.

391,3          erhaltnen Briefes: Reichardts.

5                 Bruders im Haag: Gijsbert K. v. Hogendorp.

7                 letzten Briefe hieher: Schmohls, nicht überliefert.

12               mehr Stärke hat: den Tod des Sohns zu überwinden.

15               Je tiefer sie trinken <…>: Pope, An Essay on criticism, v. 216.

30               Ihnen einzuprägen: ihnen.

32               unglückl.[ichen] Holländers: Dirk van Hogendorp, 357,29f. (Duel, in dem er bis zur Dienstuntauglichkeit verletzt wurde, so daß er im Sommer 1782 seinen Abschied aus der Truppe zu erwarten hatte).

33               Hölle: Schulden beim Pharaospiel; siehe Kants Brief an Johann Erich Biester vom 27.Juni 1782, den er im Auftrag der Gräfin v. Keyserling schrieb: Hogendorp, von dessen unseliger Spielneigung mit hohen Schulden Kant sogleich berichtet, werde sich bei ihm melden, als dem Sekretär des Ministers v. Zedlitz, er habe einen Empfehlungsbrief an den Kronprinzen in der Tasche; Biester möge ihn beaufsichtigen, damit er den Wiedereintritt ins Heer und die Fürsprache der Königl. Hoheit nicht durch unbedachtsame Schritte gefährde.

34               Wo der Vater wirkt: Jh 5,17.

392,1          Industrie: Eifer im Erwerb.

4                 Widerhall der ersten Schaufel: beim Begräbnis.

5                 Schatz <...> geliebt: der tote Sohn.

11f.             lieben Gesichts: des Sohnes Wilhelm.

16               kleinen Kostgänger: Wilhelm Hensler.

17f.             in des Vetters Briefe: zuletzt bezeugt 399,13f.

22               Corpus delicti: Schmohls Über Nordamerika und Demokratie, 390,30ff.

28               Vetter B.[ecker] gesund angekommen: der bedeutende amerikanische Philosophiehistoriker Philip Merlan (zuletzt Scripps College, Claremont, California), gest. 23.Dezember 1968, übersandte freundlicherweise die Aufzeichnungen seiner Recherchen zum Vetter und seinem Aufenthalt in Holland; seine für den Kommentar relevanten Ermittlungen im Allgemeen Rijksarchief in Den Haag (Seelenverkäufer, Audienz, Bestimmung) sind folgende: er fand dort das Familienarchiv der Familie v. Hogendorp und einen dicken Faszikel W. Becker. Darin dessen Korrespondenz mit E.F. van Berckel (1726-1796) und dessen Bruder F.P. van Berckel, sowie mit Gijsbert Karel v. Hogendorps Mutter, die wohl den Weg für Becker öffneten zu der Audienz beim damaligen Repräsentanten (in Holland) der aufständischen nordamerikanischen Kolonien, John Adams, späterem 2. Präsidenten der USA. In Adams' veröffentlichten Tagebüchern, ist diese Audienz wegen einer Lücke für Mai 1782, nicht belegt. Im Faszikel fanden sich -lückenhaft-Briefe Beckers an Hogendorp, demokratischen Inhalts. Auch von seinem Versuch im "Seelenverkäufermilieu" eine freie Überfahrt nach Amerika zu entgelten, mit der Bereitschaft, in Seegefechten mit englischen Schiffen Dienst zu tun, handelt ein Brief, mit drastischer Schilderungen von Bordell, Lockvogel, Gewalt. Obwohl abgeschreckt scheint er das Wagnis dennoch unternommen zu haben. Was wohl alles in dem samt Hamanns Abschrift verschollenen Brief Beckers an Hamann zu lesen war, vor allem aber die Begegnung mit Adams, 399,13ff.

31               Freund H.[erder]: jedoch 398,32.

35               Relation aus Haag: der Brief Schmohls, 396,33f.

36f.             Fragmentisten des Widertäufers: ein Teil der Schmohlschen Sammlung von Aufsätzen trägt den Titel Fragment aus der Lebensgeschichte eines Widertäufers.

37               Urtheil über die Alten: im 1.Teil der Sammlung: Xenophon über die Vermehrung der Staatseinkünfte.

393,1          Uebersetzung: die des Xenophon; Die Urne: von J. J. Mochel (Anagramm von Schmohl); Musäum: mit dessen Beiträgen.

5                 falsche Name: William Becker.

9                 des Haagers: Gijsbert Karel van Hogendorp.

12               wichtigern Hauptsache: dem Glauben.

13               schriftliche Relation: 399,13f.

24               Ihre:=ihre.

35               langen traurigen Brief: 395,33f, nicht überliefert.

36               Die Engl.[änder] thun jetzt auf den 12 April so dick: gegen Ende des sieben Jahre dauernden amerikanischen Unabhängigkeitskriegs, nach der Niederlage der englischen Armee bei Yorktown (19. Oktober 1781) kommt es zu einer Versteifung der Londoner Politik, bevor 1783, im Versailler Frieden, England die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten Nordamerikas anerkennt. Der 12. April 1782 ist der Tag, an dem die Engländer die Schlappe von Yorktown wettmachten.

394,1f.        Raynal: 388,16ff.

3                 das hyperboräische Amazonenreich: nicht nur das nördliche Preußen [Ostpreußen], sondern der europäische Nordosten, als mythische Heimat der sarmatischen Amazonen (B. Hederich); so spielte Hamann wohl an auf die russische "Weiberherrschaft", Katharina die Große, wie schon vorher die Zarin Elisabeth.

4f.              dort: in Berlin, von Herders Nicolai-Kritik.

7                 Ihren Brief: 391,4.

9                 v. Hogendorp Durchreise: Dirk reiste über Berlin nach Holland.

16               vielleicht schon eine andere: 401,32ff.

28f.             ein anderer Nimrod: 1 Mo 10,9.

36               im Heman: Ps 88,11.

37f.             den Phädonen: Plato und Mendelssohn.

395,12         Vivit: dem Lutherschen,  175,5.

18               in Abrahams Schoos: Lk 16,22.

24               Jonathan: nicht ermittelt.

Brief 653

Antwort auf einen verschollenen Brief Reichardts, der sich auf Hamanns Brief 649 bezog.

395,31         Jonathans Beßerung: nicht ermittelt.

32               habe diese Woche geantwortet: wegen Beckers Schicksals, nicht überliefert.

34               Hänschen <...> Ihren Auftrag zu erfüllen: eine Abschrift von Schmohls Brief, 393,14.

396,1          schreibt so schlecht wie er spricht: er stottert und stammelt: 401,10; Des HE Kanzler Excell.: v. Korff.

6ff.             verrathene Autorschaft: jener in Königsberg anonym gedruckten kleinen Schrift von Schmohl, Über Nordamerika und Demokratie. Sie war bereits in der Königsberger Zeitung rezensiert worden, als ihr Verkauf untersagt wurde durch das ungewöhnliche Reskript (Verordnung, Verkaufsverbot); dazu auch 399,17.

18               Einfluß in den Buchladen: bei Dengel/Wagner und Hartung.

28               K.[ant].

35               Freunde H.[erder].

37               Was sagt <...>: Nicolai zu Herders (Homeromastix) Fortsetzung der Historischen Zweifel.

397,2          mercurialische Abt: Raynal war Redakteur des Mercure de France, gehörte bis 1747 dem Jesuitenorden an.

3                 Patienten: Sprachspiel mit dem Doppelsinn von Franzosen.

4                 Unsern Potentaten geht es <...>: Friedrich II. (der Despot!) gewährte Raynal (der gegen Despotismus geschrieben hatte) immerhin Zuflucht; Cavalier in Liefland: nicht ermittelt.

5                 galonnirten Kleides wegen: tressenbesetzt.

6f.              Qualität der Philosophie und Politik in der galonnirten Schreibart: Anspielung auf die gekünstelte Schreibart von Raynals Histoire philosophique et politique.

7                 Abbate assassino: mörderischen Abtes.

11               Hogendorps Vorurtheile, wie der Candidat [Schmohl, 385,18] von diesem Herrn sich ausdrückte <...>.

17               kranken Freunde: der nicht ermittelte Jonathan.

21               Gedruckte Einlage: gemäß 326,29ff wohl keine Schrift Schmohls.

Brief 654

Bezieht sich wohl auch auf einen verschollenen Brief Herders, den Hartknoch im Päckchen (398,6) mitbrachte.

397,33         gleich den Trauben Eskol: 4 Mo 13,24.

32               einem Briefe von unserm Johann Georg Müller: nicht überliefert.

34               heurige und fernige: Hl 7,13.

398,2          Leviten von Ephraim: von J.J. Rousseau.

6                 erwünschtes Päckchen: mit Vom Geist der ebräischen Poesie und Historische Zweifel.

10               andern Buchladen: Dengel/Wagner.

17               Meisterstücks: Vom Geist der ebräischen Poesie.

17               2te Fortsetzung: 400,21, Briefe über Tempelherrn <…>.

23               bloßes Mißverständnis: 375,15ff.

31               Hephästions u Nabals: Starck und Nicolai.

32               reisenden Vetters: Schmohl.

33               unsers Freundes: Reichardt.

34               mein zeitliches Glück zu verdanken haben: die Stelle als Packhofverwalter.

399,13f.      zween Bogen langer Brief in engl.[ischer] <...> Sprache geschrieben: 392,28; 396,3f.

14f.             wenigsten Adams seinem Ideal <...> ähnlich gefunden: dem nachmaligen Präsidenten der USA.

17               Corpus delicti: Über Nordamerika und Demokratie.

18               kleine Reliquien: Sammlung von Aufsätzen.

22               aus einem Gefängniße zu Halle entflohen: was die Allgemeine deutsche Bibliothek, Bd 49/1, 1782 meldete: Die Anhalt Zerbstische Regierung hat die Auslieferung des Hrn. Schmohl, der in Halle lebt, verlangt, welche aber von dem Königl. Preuß. Hofe aus dem Grunde abgeschlagen worden, weil das angebliche Verbrechen des Hrn. Schm. nicht in Zerbstischen Landen begangen worden, und er unter dem Schutze der Preuß. Gesetze gelebt und geschrieben habe, also auch nur nach diesen gerichtet werden müsse. Dagegen ist seine Arretirung auf Verlangen der Anhalt Zerbstischen Regierung sogleich von dem Hallischen Universitäts-gerichten verfolgt, und die Untersuchung gegen ihn angefangen worden. Noch vor Beendigung derselben aber ist Hr. Schmohl aus seinem Gefängniß entwischt, nicht aber, wie in verschiedenen politischen Zeitungen verbreitet worden, losgesprochen und freygelassen. Man will wissen, daß er den Weg nach Italien genommen habe <...>.

23               großmüthige Landsmann: Reichardt.

34               medio pr.[aecedenti; prioris]: also Mitte Juni.

35               Zweites Volksbuch: die Fortsetzung von Lienhard und Gertrud.

37               beyde Laden: Dengel/Wagner und Hartung.

400,18         Metakritik: wohl die erste Erwähnung des Begriffs und Titels.

21               2te Stück: Briefe über Tempelherrn <...>: (SWS XV,82-121).

29               kritischen Wäldchen: Kritische Wälder <…>.

31               das dritte [Wäldchen]: noch über einige Klotzische Schriften (SWS III,365-480.

401,3          ablactirtes Zweig: 385,4.

20f.             wenigstens wie ein stumpfer Stein andere zu wetzen <…>: nach Horaz ars, 304-305: vice cotis <…>.

24               en courier sehr superficiel: etwa: wenn man den übermittelten Nachrichten glauben kann, wenig einläßlich.

32               Anstatt eines großen Buben: Dirk v. Hogendorp, 394,9-17.

Brief 655

Antwort auf Brief 650 (Zeile 15); Beilage: 3.-5. der Briefe über Tempelherrn, Freimäurer und Rosenkreuzer (SWS XV,82-121); überkreuzte sich mit 654.

402,19         Br.[iefe] 1.2. über den Baphometus: gemeint ist auch Nicolai (Z.28).

26               die 3. letzten Br.: im April-und Juniheft des Merkur.

27               den 5ten Br.: den Schlußbrief im Juniheft.

31               an den Herzog von Gotha: Ernst II. vonSachsen-Gotha-Altenburg; Säule des Ordens: war 1775-1777 dessen Großmeister.

33               bekam ich <...> langen Brief: v. 11.April 1782 (bei den Briefen Prinz Augusts im Herdernachlaß der StB Berlin).

403,2          die Heerde sich in der Wüste herumtreibt: Ps 78,52.

5                 Goldmacherkunst: angeblich besaßen die Templer allein das Geheimnis der Goldtinctur, damit die Kunst, reich zu werden (SWS XV,107ff.).

12               sind alle aus Leßing: in Ernst und Falk, Fünftes Gespräch hatte Lessing den Ursprung der Gesellschaft der Freimaurer aus einer Tempelherren-Masoney am Ende des 17.Jahrhunderts behauptet.

20f.             Br.[ief] 4. als Vermuthung vortrage: es geht um die angebliche Anbetung des Kopfes Mohameds, die den Templern vorgeworfen wurde. Herder erklärt den mißverstandenen Brauch, nicht ohne Ironie, so, daß es sich um ein Ordenssymbol handeln mußte: Sie erschienen [zum Kapitel] also nicht in Ritter-sondern in Hauskleidern und wenn ich annehme, daß sie nun eben deßwegen, und um doch als Ritter beisammen zu seyn, etwa eine Ritterrüstung, eine Trophee, einen geharnischten Kopf, etwa, als Ordenssymbol aufgestellt haben, so ist Alles, Alles erklärt <...>, was Herder dann aber ausführlich fortsetzt (SWS XV,95ff.).

22               Spittler: der im 49. Stück der Göttingischen Anzeigen von gelehrten Sachen Nicolais Versuch über die Beschuldigungen rezensierte und die Deutung des Baffometus kritisch beurteilte, wie Herder, dessen Schrift Historischer Zweifel <…> er erst bey dem Schluß dieser Anzeige erhalten haben will.

26               Schloßer <…> Asinus: da er in Ueber die Seelen-Wanderung 2.Gespräch Hamann ironisch zitierte.

28               Brochure: Ueber die Seelen-Wanderung.

28f.             von Göthe in Curs gebracht: nicht belegbar.

29               der auch: Schlosser, nicht Goethe; sein 3.Gespr.[äch]: das nicht erschien.

36               Bertuchs poetas: Subskriptionswerbung für Theater der Spanier und Portugiesen, 413,27.

404,2          wie bist du vom Himmel gefallen: Jes 14,12; der Morgenstern: Rousseau als sittliches Idol des Zeitalters, nun im Eingeständnis seiner frühen Verfehlungen, darunter mancher, die ihn lebenslang mit Schuldgefühlen peinigten.

9                 Gesch.[ichte] mit der Warens: seiner mütterlichen Geliebten.

11f.             beiden neuen Produktionen: Thomas Abbts vermischte Werke. 3.Bd: Freundschaftliche Korrespondenz mit Mendelssohn und Nicolai. Neue und mit Anmerkungen von Mendelssohn vermehrte Auflage, und Manasseh ben Israel.

13f.             Gemälde <…> zu Hause bleiben können: Anmerkungen zu Abbts freundschaftlicher Correspondenz <…>.

15ff.           Leßing im 5.Beitr.[ag] aus der Wolf.[enbütteler] Bibl.: Zur Geschichte und Litteratur; Die Priameln <...> am besten: wohl der Beitrag XXI Ueber die sogenannten Fabeln aus den Zeiten der Minnesinger; schon um die Jahreswende 1778/79 führte Herder mit Lessing ein einschlägiges Briefgespräch; jener hatte, bei der Vorbereitung der Fortsetzung seiner Ausgabe von Volksliedern vom Verleger Weygand erfahren, daß Lessing Ähnliches vorhabe und bei diesem mehrfach angefragt. In seiner Antwort vom 10.1.1779 berichtigt Lessing zunächst, er habe nicht deutsche Volkslieder, sondern deutsche Volksgedichte <...> herausgeben wollen <...> weder Erzählungen noch Fabeln <...> es waren Theils Priameln, Theils Bilderreime <...> Priameln, wovon itzt noch kaum der Name mehr bekannt ist, waren im 13ten und 14ten Jahrhundert eine Art von kurzen Gedichten, die ich gern das ursprünglich deutsche Epigramm nennen möchte; alle moralischen Inhalts, obgleich nicht alle von dem züchtigsten Ausdrucke <...>.

19               über Hume´s Dialogen <…> Urtheil: seiner ganz unwürdig, platteste Atheisterey, Neckerey.

20               Kammerpräsident: v. Kalb.

23               der Göthe: lies den Göthe.

30               Wegbau hinunter: siehe Karolines Zusatz, 483: Director des Bergwerks.

405,12ff.    sind Sie ganz falsch berichtet <...> Hartkn.[och]: 375,15ff., besonders 25f.

16               Schwager Buchholz: Wilhelm Heinrich B., Apotheker in Weimar, war verheiratet mit Wilhelmine Benda.

23               faux frais: Nebenkosten.

25               breiten Wege: Mt 7,13.

31               Gesch.[ichte] des Chiliasm.[us]: von Cor(r)odi; v.[erbi] d.[ivini] M.[inister].

406,1          Journ.[al] zur Beförder.[ung] des Nachdenkens in der Rel.[igion]: Cor(r)odi, Beyträge zum vernünftigen Denken in der Religion.

3                 Apol.[ogie] der Vern.[unft]: von Bahrdt, 386,25.

4                 Schmidts 1. Th.: Schmidt-Phiseldek, 386,19.

5                 Wielands Horaz: die Übersetzung der Briefe, um die H. gebeten hatte und die erstaunlich schnell (Z.25.) in seiner Hand ist.

8f.              Gott helf uns All <...> mit großem Schall: Str.5 des Kirchenlieds von Kaspar Stolzhagen Heut triumphieret Gottes Sohn.

12               sie: Sie.

Brief 656

406,24         Herders Fortsetzung: Über Tempelherren.

407,3          in den andern: Dengel und Wagner.

6                 armen Beichtvater: Matthös.

10               Quasia Trunk: Kassia, ein Abführmittel aus tropischen Hülsenfrüchten, die sog. Sennesblätter.

14               Freund George: Berens.

15               Ratsherr: J. Ch. Berens.

16               im Aschhoff: ein Kaffeehaus in Königsberg.

18               Entreposeur: Aufseher über die Kaffeevorräte (wohl monopolistisch).

20f.             grüßen Sie <...> die Schweitz von mir: Häfeli und Hartknochs Sohn.

32               nicht überliefert.

Brief 657

408,4          Pflegesohn: Wilhelm Hensler.

5                 des Seeligen: Reichardts fünfjähriger im Mai verstorbener Sohn.

6ff.             Die Todten leben Ihrem Herrn; <...> ; Erstlinge ihres Genußes <...> ; Stimme in der Wüsten <...> nicht grauen lassen; <...> Liebe deckt <...>: Cento aus Off 14,13; Off 14,4; Mt 3,3; 5 Mo 1,21 (Jos 1,9); 1 Pt 4,8, wobei Hamann diesen Cento verflicht mit einer mehrgliedrigen Katachrese, Z.11ff.

15               jungen Landsmann: K.F. Wedecke, 412,27ff.

18               Vetter: Schmohl/Becker.

20               vorgeschriebenen Bedingungen des Stillschweigens: als den Verfasser von Über Nordamerika und Demokratie.

25               glühenden Kohlen: Jes 6,6; Hes 10,2.

29f.             ungerechter Haushalter: Lk c.16.

32f.             Reichsgenoßen <...> Cosmopoliten und Colonisten einer neuen Welt: an der Vereisung der Menschenliebe zum allgemeinen Egoismus des monarchisches Selbst ist die herrschende Ungerechtigkeit schuld.

36               überheben <...>: mir ersparen, auf der Saite meiner Laute unharmonisch zu improvisieren.

409,3f.        ὁτι μειζων εστιν ὁ ΘΕΟΣ της καρδιας ἡμων και γινωσκει παντα: daß, so uns unser Herz verdammt, Gott größer ist denn unser Herz und erkennt alle Dinge, 1 Jh 3,20.

4                 von unserem Vetter: nicht nur im Griechischen, sondern wohl auch politisch.

6                 des Orbils unserer Potentaten: Orbilius Pupillus, Lehrer des Horaz (epist. 2,1,71), das Urbild des Schultyrannen, hier appliziert auf Raynal und den König.

7ff.             Hog.[endorp] schrieb: nicht überliefert.

10               die Rede gewesen wäre: G. v. Hogendorp hatte, in der Garnison Potsdam als Hauptmann dienend, Raynal in der Freimaurerloge getroffen und mit ihm über Kant und Hamann gesprochen.

13               Edict von Nantes: 1598 von Heinrich IV. erlassen, brachte den Hugenotten mit der Religions-und Gewissensfreiheit auch den Zugang zu öffentlichen Ämtern. Durch Ludwig XIV. 1685 aufgehoben, wurde es im selben Jahr durch das Edict von Potsdam des Brandenburger Kurfürsten Friedrich Wilhelm beantwortet, der den Hugenotten eine Freistatt im preußischen Staat bot.

14               welschen Declaration von [17]66: wohl das Retablissement Friedrichs II. mit der Finanzreform und der Regie, die den angeworbenen französischen Finanzbeamten die Eintreibung der indirekten Steuern übertrug; Du Bosque <...> Glawens Schicksal: der spätere Geh. Tribunalsrat in Berlin wie der Königsberger Hofgerichtsrat waren nach Berlin zur Rechenschaftsablegung zitiert worden.

16               olim den Russen: mit einem öffentlichen Dankfest am 13. März 1763 war die Kriegs-und Russenzeit beendet.

17f.             unsere Philosophen: philosophes (pejorativ); mit ihrer englischen Beredsamkeit: 1 Ko 13,1.

19               Nicolaiten: Off 2,6.

21               Balhorne: der Drucker, der seine Drucke verballhornte.

23               Metze am Bach Sorek: Ri 16,4.

23ff.           Sagts nicht an <...> die Töchter der Unbeschnittenen: 2 Sam 1,20.

27               weißen Stier: mit Anspielung auf Bodmers Übersetzung von Moschus' Gedicht beginnt hier eine sarkastische Allegorisierung Friedrichs II. als Jupiter, der die Europa entführte, als Jupiter tonans (Erdbeweger) und als Neptun.

28f.             Demagogen <...> einer neuen Welt werden: im etymologischen Sinn gebraucht; gemeint ist Schmohl.

30f.             Stehen muß man <...> können: in Anspielung auf des Archimedes Satz δος μοι που στω: Gib mir einen Standpunkt, und ich werde die Welt aus den Angeln heben.

410,2          quirinalischen Andacht: in einem quasi-römischen Palastkult.

5                 Jonas: Schmohl, im Walfisch des Schiffsbauchs; dieser Jonas wird freilich bei dessen Untergang im Bermudas-Dreieck umkommen.

7                 etwas: die Schrift Über Nordamerika und Demokratie.

11               Abschrift: einen Brief der Schwester A. J. Penzels hatte Hamann eigenhändig kopiert, weil er ihn tief beeindruckt hatte, 185,24ff.

12f.             Kunstmagazin: hg von Reichardt: Musikalisches Kunstmagazin.

15               Uebersetzung: von St. Martins Des Erreurs.

18               Wunsch der Hohen in der Welt: Hamann webt an seiner Legende!

19               Aus Riga: von Hartknoch.

20               Brief von Gevatter K.[aufmann]: vom 18.Februar 1781, als Einschluß eines Briefes von Pfenninger; beide sind verschollen, 415,14f.

20f.             Mercur hat <...> punctum gemacht: im Juniheft des Merkur erschien der Schlußbrief Herders in der Auseinandersetzung mit Nicolai über die Tempelherrn.

21               mehr Ruhe-als Endpunkt: Herder hielt die Fiktion aufrecht, die Briefe an einem anderen Ort fortsetzen zu wollen.

25               Jonathan: nicht ermittelt.

26               ihm zugedachten Stelle: über seinem Bett.

Brief 658

Antwort auf 630. Der Abdruck bei Gildemeister Bd. 2,392,ff. ist nach der Handschrift zu korrigieren:

411,1          Eutin 31 Juli 82.

2f.              HEn Kreuzfeld; Ihre Exemplare: der Odyssee-Übersetzung.

3                 Sie, alter.

4                 zum Geschenke.

5                 lieber Brief: 630.

6                 Zuruf solcher Männer: wie Hamann und Kreutzfeld.

7                 meine Odüssee.

8                 Sokrates.

9                 Homers.

10               lezte; troknete.

11               so dustige Luft.

12               den Eingebornen <...> ward.

14               Jezt.

15               schüzen.

16               zum Prof. [Am Fuß der Seite von anderer Hand: Eckermann]: Jakob Christoph Eckermann.

17               Stolberg.

18               Bischofe: Friedrich August Herzog v. Holstein-Gottorp, Fürstbischof v. Lübeck.

21               Haus u Weide.

22               lebt da als ein.

23               JustizRath.

24               Süderdithmarschen.

25               wieder, und wünscht doch.

31               400 rth.; <...> finde ichs.

33f.             gedekt, und Heinrich <ruf> (der mittelste Bube) ruft, daß die Erdbiren; gemeint wohl: Erdbirnen=Kartoffeln.

Brief 659

Antwort auf 655.

412,3          gedruckte Briefe: Historische Zweifel; Horatz: Wielands Übersetzung der Briefe.

3f.              Einschluß nach Riga: für Hartknoch.

5                 geschriebene Zeilen: 655.

7                 die 3 letzten: 402,26; versprochene Fortsetzung: mit einem solchen Versprechen schloß der 5. Brief, 410,21f.

8                 Buphametus: Nicolai.

9                 ihrenthalben: Ihrenthalben.

10f.             vom Schloßer schreiben: 403,26ff.

11f.             jene große Säule: Ernst II. Herzog von Sachsen-Gotha, 402,31.

12               Briefe über die ersten: 402,33.

14               des Tempelherren Geheimnißes: der Goldtinctur; von Urkunden viel lauten: die von Dupuy veröffentlichten Aktenauszüge aus dem Prozeß, der gegen die Templer angestrengt worden war.

19f.             ein neues Ding <...> angekündigt: von Robin, Recherches sur les initiations anciennes et modernes.

24               Spittler <...> sonderbar begegnet: 403,22f.

26f.             in diesen Zeitungen: Göttingische Anzeigen von gelehrten Sachen.

26               ebenso gelobt als Ihre Meisterhand: gemeint ist die Rezension Eichhorns von Vom Geist der ebräischen Poesie.

28               Kapellmeister: Reichardt.

413,4          Rousseaus Werke: 404,1ff.

5f.              Abhandl.[ung] über die Sprachen: 404,9ff.

10f.             jetzigen Hauptmann v. Hogendorp: Gijsbert.

13f.             Was sagt <...> über das berüchtigte Factum: gemeint sind Wielands Briefe an einen Freund über eine Anekdote aus J.J. Rousseaus geheimer Geschichte seines Lebens, in: Der Teutsche Merkur, April/Mai 1780.

20f.             Urtheil über Humens Broschüre: am Schluß der Anmerkungen zur Abbtschen Correspondenz über Humes Dialogues concerning natural religion.

27               Poetas illustres de España: 403,36.

28               Buchladen: Hartung, Dengel/Wagner.

30               Packhofverwalter: Hamann; Prof Poeseos: Kreutzfeld.

36f.             Landtrauer wegen der Königin von Schweden: Ulrike Luise war eine Schwester Friedrichs II.

414,1f.        Mendelssohn arbeitet <...>: es blieb beim Plan.

5                 Retif de la Bretonne: Restif.

6                 eben wie Mercier: im 2. Band von Tableau de Paris, Chapitre CCLXLI: Le paysan perverti par Rétif de la Bretonne. (K.H.Stierle, Der Mythos von Paris <...>. Wien/München 1993).

7                 deutsche Uebersetzer: wahrscheinlich Engelbrecht.

9                 Die Geschichte meines Vaters: wohl in Mylius' 1780 erschienener Übersetzung La vie de mon père (1778).

12               barmherzige Sage: zum Zusammenhang 405,12-30; mit trockenem Fuße: sicco pede.

21               altem Verleger: Hartknoch, 375,20ff.

26               wie der Weizen, gesichtet: gesiebt, Lk 22,31.

26f.             Erzürne Dich nicht: Ps 37,1.

27               Aßaphs Heiligtum: mit Psalm 74.

415,7          Ihren Wieland: der Übersetzung von Horaz-Briefen.

8f.              Uebersetzung der Sermonen: die erst 1786 erscheinen wird.

10               ungeleimtes Papier: lose, ohne Bindung.

13               erhielt zugl.[eich] einen <...> von Pfenn.[inger] <...> Kaufmann: 410,20; beide Briefe sind nicht überliefert.

15f.             in Barby sein: der herrnhutischen Anstalt.

17               Mochels Urne: anonym, von Schmohl.

20f.             mache mein Pathchen zu einem Ritter Mengs: dem berühmten römischen Hofmaler und Freunde Winckelmanns, Anton Raphael Mengs 369,20f.

24               Bin kein Prophet: 406,13.

25               längst in B.[erlin] oder ich in W.[eimar] gewesen.

Brief 660

Der erste Brief an F.H. Jacobi.

416,21ff.    gleich einem Mann <...> wie er gestalt war: Jak 1,23f., N II,209,26ff. (Aesthetica in nuce), dazu Sven-Aage Jörgensen /Joachim Ringleben, Der "Ekelname" des Narziss, in: Jahrbuch des Freien Deutschen Hochstifts 1997, S.28-63.

36               Väterschule: von Rétif de la Bretonne.

417,1ff.      Verbindung dieser äußersten Ende: Hamann scheint (etwas vage) eine metaphorische Allgemeinheit der coincidentia oppositorum im Sinn zu haben, mit folgender Reihe allegorischer Alternativen.

3ff.             Mauer <...> Thür: Einschränkung oder Freiheit; Stein <...> Tinctur: feste Substanz oder farbige Modalität; trockenes oder feuchtes Menstruum: N III,223,37, HHE 5, Mysterienschriften. Erklärt von evert Jansen Schoonhoven, S.230: "findet sich bei Zedler, Bd. 17(1738), Sp.44f: Leit-Zeug, lateinisch Menstruum, ist in der Distillirkunst ein nasses oder trockenes Wesen, das von einem Cörper abzeucht, wegnimmt und wegführet, was zu distilliren oder zu sublimiren war". Band 20 (1739) Sp.833: >Menstruum heißt bei den Chymicis ein Auflöse-oder Scheide-Safft<.

4f.              Salomone und Buphamete: die kalten oder zynischen Besserwisser als Typus, den Hamann in Friedrich II. und Nicolai verachtet. Im Ganzen also ein distanziertes Urteil über Jacobis Roman, siehe seine Antwort im Brief 703.

Brief 661

417,22         Bruder dort: v. Knebel in Weimar.

24               Clavier: Clavicord; worauf Sie <...> unterrichtet: sie.

25               Beschränkt Ihr Weisen: von Chr. Wegleiter.

33               liebe Schwester: K. Güldenhorn.

34               Zeilen: nicht überliefert

418,5          gedruckten Uebersetzung: von Schreiter.

5f.              von der geschriebenen: Hamanns eigener.

6                 Mendelssohnschen Urtheil: in den Anmerkungen zu Abbts freundschaftlicher Correspondenz, N V,359,2ff.

8                 die hier <...>: am 5. und 12.Juli 1771 in zwei Beilagen zum 53. und 55.Stück der Königsbergschen <...> Zeitungen erschienen.

9                 Nachtgedanken oder <...>: Nachtgedanken eines Zweiflers; Unger, II,903-909; N IV,364.

11               Göttingschen Rec.[ension]: von Garve.

16               W.[edecke].

32               französische Physiognomik: die französische Übersetzung der Lavaterschen; 422,20.

34               Silhouette aus Asmus: dem Wandsbecker Boten, nicht ermittelt.

35               Urkunde Chevilah: von Ziehen.

36               Jordans Buch: Giordano Bruno.

Brief 662

419,10         Einl.[age]: 420,28; Einschluß: 424,28f.

14               Corpore Byzantinae Historiae: von Ph. Labbé. Die bibliographischen Einzelheiten differieren stark, Z.20: auch im Louvre ausgekommen: das 24bändige Original wird auch Byzantine du Louvre genannt, Z.33f.

30               Bandarus: Banduris.

420,5          du Fresne: Du Cange.

Brief 663

Antwort auf einen durch Hartknoch mitgebrachten Brief J.G. Müllers.

420,28         gleich einem Regi de Saba: nach 1 Kö c.10.

29               aus der Schweiz: von Lavater, V,69,29f.

34               Trauben Eskol: 4 Mo 13,23.

35               consummatum est: Jh 19,30.

421,1          Ueberbringer: Hartknoch.

5                 sonderlicher Liebhaber: 2 Sm 1,26, gemeint ist vor allem Lavater.

7                 so wenig als Barsillai: 2 Sm 19,34ff.

19               ersten Theil seiner Geschichte: der Schweiz.

31               wie Moses Stab: u.a. 2 Mo 7,9-29.

37               3 dortigen Freunde: Häfeli, Lavater, Pfenninger.

422,5          Verf.[asser] der Geschichte des Chiliasmus: Cor(r)odi.

5                 Apologie der Vernunft: von Bahrdt.

8                 Journal: Beyträge zum vernünftigen Denken.

10f.             Volksroman: Lienhard und Gertrud.

11f.             Raynal 10 Vol.[umes]: Histoire philosophique et politique <...> dans les deux Indes.

16               kleine Schrift: wohl Ursprünglicher Geister-und Körperzusammenhang <…>.

20               der Physiogn.[omie] im franz.[ösischen]: 418,32.

25               Familiennamen: Ziegler.

29               W.[eimarschen] Erinnerungen.

35               letzte Hälfte des 3ten Theils: seiner Predigten, postum von J.J. Stolz herausgegeben, 203,9f. u. 240,10f. Briefschluß mit Anspielung auf die Hochzeit zu Kana.

Brief 664

423,8          Landsmanns in W.[eimar]: 417,19ff.

10               amerikanischen Vetter: Schmohl.

12               Stillschweigen aus Haag: G. v. Hogendorps.

16               Durchläufer: Wedecke.

17f.             stiehlt wie ein Vogel des Apolls: der Rabe.

20               Empfehlung: angeblich von Kreutzfeld.

22               Ihrem Deipnosophisten: Raynal.

23               Kupfer <…> Aehnlichkeit: Bd.1, S.259.

24               Schlagfluß: 413f.

26               N.[ota] B.[ene).

27               Aus Potsdam: von Gijsbert v. Hogendorp.

29f.             kein anderer wie er: Dirk v. Hogendorp.

31               Aus Riga: von Hartknoch.

424,1f.        des Götzen <...> Geburtstag: Goethes Geburtstag.

2ff.             Virtuosin: 417,23.

6                 Prolegomena: zu einer jeden künftigen Metaphysik. Hamann hielt sie für Erläuterungen, 426,9.

10               aus des Vetters Briefe: Schmohls.

11f.             wegen seines Reisegefährten: Reichardt, der seinen Vetter Schmohl nach Königsberg begleitet hatte.

13               Vorfall: nicht ermittelt.

18               Ihr Freund: Jonathan, nicht ermittelt.

Brief 665

424,28         Stück des deutschen Mercurs: das Märzheft mit Herders Aufsatz: Historische Zweifel, die Kritik an Nicolais Tempelherren-Untersuchung. Einl.[age] aus der Schweiz: in welchem Brief und von wem (an Lenz), ist nicht zu ermitteln.

33               Briefchen: nicht überliefert.

425,6          FreimäurerLiedern: nicht ermittelt, da in diesem Zeitraum mehrere Sammlungen dieses Titels erschienen.

10               2 Buchladen: Hartung und Dengel/Wagner.

14               Schrökh: entweder sein Lehrbuch oder die Allgemeine Weltgeschichte; franz.[ösisches] Buch: wohl Lavaters übersetzte Physiognomik.

15               Auction: die Lilienthalsche.

17               die Erstl.[inge] Ihres neuen Verlags: 424,33.

21               ruß.[ische] Bibl.[iothek]: hg von Bacmeister.

26               Stück seines Magazins: Musikalisches Kunstmagazin.

28f.             in Ansehung der Weimarschen Angelegenheit: 405,15f.; des Vettern: Schmohl.

31               Freund in W.[eimar] ist empfindlicher: 405,18f.

33               mit meinen Schriften: Golgotha und Scheblimini.

35f.             alte verrauchte Grillen: der Hume-Übersetzung und der Kant-Kritik.

37               im 68 Stück der Gothaischen Zeitungen <...> beurtheilt: am 24. August 1782; der Verfasser war (nach Reinold) ein gewisser Ewald, Hofmarschallamtssekretär zu Gotha. (Karl Vorländer in der Einleitung zu seiner Ausgabe der Prolegomena).

426,3          neuen Beyl.[age]: entweder die Prolegomena überhaupt oder der Anhang von dem, was geschehen kann, um Metaphysik als Wissenschaft wirklich zu machen, mit dem Kant auf die Garve-Federsche Rezension der Kritik der reinen Vernunft antwortete, die in den Göttingischen gelehrten Anzeigen, der Zugabe drittem Stück vom 19. Januar 1782, erschienen war. Der Anhang machte dann den Schluß der Prolegomena, die im Frühjahr 1783 im Druck vorlagen.

5                 gedruckten Uebersetzung: von Schreiter.

9                 Erläuterungen: für die Hamann die Prolegomena hielt, 424,6.

13               ersten Jahrgang: des St. Petersburgischen Journals.

21               2 Theile des Shack: Shakespeare.

22               Juge de J.[ean] J.[acques].

30               beantw eod.: nicht überliefert.

Brief 666

426,33         Crüger: Otto Ludwig Krüger.

427,4          Theilen des Sh.[akespeare].

7                 seines Generals: Reichsgraf Henckel, Frh. v. Donnersmarck.

9                 13ten Theil: des Buffon.

10               meine Briefe nachsehen: 636.

19               Nicolais 2ter Theil übertrifft den Schlözerschen: gegen Herders Angriff (Historische Zweifel <...>) auf Nicolais Buch über den Orden der Tempelherren wehrte sich der Autor in einem 2.Teil seines Versuchs, der im Herbst 1782 erschien. Hamann erkennt darin dasselbe polemische Verfahren, dessen sich Schlözer bereits 1773 bedient hatte, um sich an Herder, wegen dessen Verrisses in den Frankfurter Gelehrten Anzeigen, St.60 (1772), zu rächen: nämlich in einer Satz-für-Satz-Analyse der Herderschen Rezension (Haym I,600ff.).

22f.             Stillschweigens aus Berl.[in] u. Holland: inzwischen hatte er Briefe von Reichardt und G. v. Hogendorp erhalten.

24               Er <...> Magazins: Musikalisches Kunstmagazin Reichardts.

26               Rheinberg: wohl Rheinsberg, seit 1736 das Schloß des Kronprinzen, späteren Königs Friedrichs II.; die Nachrichten von Becker und überhaupt aus Amsterdam referiert Hamann wohl aus einem Brief Reichardts.

29               unsern George: Berens.

32               beyden Stücke der Bibl: der Russischen Bibliothek, hg von Bacmeister.

33               Wann.[owski]; zum Unterricht im Polnischen.

428,1          Chozimen Krieg: von Potocki.

12f.             Des Hamb.[urgischen] Correspondenten: Staats- und gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Am Mittewochen, den 25.Junii 1760, Verfasser wahrscheinlich J.J. Bode.

17               auch Last gnug gehabt haben: da eine ungestörte Entwicklung im Haus seines trunksüchtigen Vaters nicht möglich war; Rousseaus Schrift: die Confessions.

18f.             Cramer <...> Freinshemius: die beide in der Hauptsache an Supplemente[n] oder Fragmenten arbeiteten, Karl Friedrich C. an einer Übersetzung Rousseaus, die aber erst ab 1786 erschien.

20f.             Rousseaus Originalporträt von La Tour, das er selbst in seinen Dialogues anführt: <...> ou Rousseau juge de Jean-Jacques (Oeuvres complètes, Bibl. de la Pléiade, Bd.1. Paris 1964, S.781 u. 1665). Auch G. K. Nagler, Neues allgemeines Künstlerlexikon, Bd.7. München 1839, S.325, spricht von einem La Tour zugeschriebenen Rousseau-Porträt, das allerdings in der Sammlung, die Hippels Neffe 1837 der Stadt Königsberg schenkte, fehlte. F. Gause (II,299) schloß daraus, daß Hippel entweder nur eine Kopie oder aber eine Variante des im Genfer Rath-Museum aufbewahrten Originals besaß (J. Kohnen, Th. G. von Hippel, S.235).

21               befindet sich hier: in Hippels Besitz, VI,73,32ff.

22               Mylord Marechal: Georg v. Keith.

23               den gantzen Sh.[akespeare].

26               den 13.: Band des Buffon.

28               hiesigen Buchladen: Hartung, Dengel/Wagner.

30               Petersb.[urger] Journals: hg von Arndt.

33               gute Nachrichten aus der Schweiz: von Hartknochs Sohn.

429,3          beantw d 7 Oct 1782: nicht überliefert.

Brief 667

Daß in dem an Reichardt addresirten <...> Pack aus Holl.[and] (427,25) sich eine Sendung Schmohls an Hamann befand, hatte ihm Reichardt vorweg, am 23.August, mitgeteilt, aber die Übersendung verzögert. So fordert der forciert grobe Brief die Herausgabe, im Stil seiner manieristisch-launigten Briefe. Er ist aber zusammen mit 668 zu lesen, der Reichardts offenbares Befremden in seiner (verschollenen) Antwort auf 667 beschwichtigen will, indem er nicht nur auf die Hintergründe seiner Kritik an Beckers revolutionären Ideen eingeht, sondern auf die Koinzidenz mit der literarischen Affäre Nicolai/Herder verweist.

429,5          Blitz, Donner und Hagel: so beginnt Heinrich Anshelm von Zigler und Kliphausen (1653-1697) seinen Roman Asiatische Banise oder blutiges doch muthiges Pegu; zuerst Leipzig 1688, mit zahlreichen folgenden Ausgaben und einer Fortsetzung durch Hamanns Oheim.

6                 noch sieben Flüche: zu den zahlreichen, die am Beginn von Ziglers Erstem [nicht Zweiten!] Buch ausgestoßen werden: Blitz, donner und hagel, als die rächenden werckzeuge des gerechten himmels, zerschmettere den pracht deiner gold=bedeckten thürme, und die rache der Götter verzehre alle besitzer der stadt: welche den untergang des Königlichen hauses befördert <...> Wolten die Götter! es könten meine augen zu donner-schwangern wolcken, und diese meine thränen zu grausamen sünd=fluthen werden: Ich wolte mit tausend keulen, als ein feuerwerck rechtmäßigen zorns, nach dem hertzen des vermaledeyten blut-hundes werffen <...>.

17               Bogen in folio: ein englischer Brief Beckers (Schmohls), wohl mit Kommentaren zu seiner Schrift Nordamerika und Demokratie.

18               ohne ihren Text <…>: etwa den Lebenslauf des Briefschreibers.

18f.             oder rückwärts wie Junker Asmus <...> sagt: was in der Côteriesprache Claudius' bedeutet: oder umgekehrt, hier auf die Metapher von Schloß und Schlüssel bezogen; dazu vielleicht auch eine Anspielung auf den Rückweis im Titel seiner Saint-Martin-Übersetzung.

21f.             Willkomm von Gold, Silber oder verklärter Erde: Der Weinkeller; die Trinkgefäße aus edlem Metall, sowie aus Steingut oder Porzellan, als transfigurierter Erde, verweisen auf den Rausch, als Medium, zu weißagen.

27               der Jonathan: Hausgenosse Reichardts.

29               Freundschaft ist sonderlicher: 2 Sm 1,26.

30               Abt Jannes oder Jambres: Raynal, mit Anspielung auf 2 Tim 3,8; sowie bijou indiscret auf den Roman Diderots, für den Widerspruch von welsch und deutsch.

430,1          Töchter der Philister:2 Sm 1,20.

2                 Töchter der unbeschnittenen allgemeinen Bibl.[iothek]: der Bezug ist nicht genau zu ermitteln. Einen Wink gibt 431,13ff., wo es nicht nur um die Hilfe für Schmohl, sondern auch um Nicolais Antikritik Herders geht, die Hamann empörte, aber auch für heilsam hielt.

2f.              Ach mein Auserwählter: Spr 31,2

4ff.             Argosbesieger: der sprichwörtlichen Wachsamkeit: Argos, der Scharfblickende, den Hera zum Wächter der in eine Kuh verwandelten Io bestimmt hatte, wurde von Zeus mit Hilfe einer Zauberrute und des Flötenspiels eingeschläfert und getötet, Ov. met. 1,624 u. 677. Zum Folgenden: was kein Gott (wie Zeus im Mythos), kein wahrer Freund (!) das Herz hat zu tun, das hat eine zufällige Gemeinsamkeit von Sch.[mohl?]-und Vetter Nabal=Nicolai fertiggebracht: einen Keil zwischen Reichardt und ihn zu treiben. Und zwar wegen zweier Noli me tangere: 431,25ff.

5f.              Bien Vous fasse <…>: es soll Euch so gehen wie den Hunden, wenn sie Gras fressen.

7                 ohne Deinen Freund: Reichardt, der zur Flucht und Auswanderung riet; Gefahren der Seelenverkäufer: durch untaugliche Segelschiffe.

13               Herr musicalischer Magazinverwalter: ein Anspielungsbündel: Reichardts Zeitschrift und Hamanns Packhof; der magazinierte Brief Beckers; musicalisch konnotiert die Schlamperei, z.B. auch die Handschrift Reichardts wie mit dem Geigenbogen geschrieben (Z.17f.): in geheimer (und später auch eingestandener) Selbstironie, 433,15ff.

14               auf keine Copie: 429,15-17.

17               Ihre Briefe: nicht überliefert.

23               Caliban ab epistolis: die Shakespeare-Figur (ab insulis im Tempest) als Briefmonster!

24               wie meines seeligen Vaters seeliger Bruder: Johann Georg.

28               wie Homer seine Epopeen: ausspeiend, woran andere noch teilhaben, III,19,24f.

Brief 668

431,4          Ihre Antwort: nicht überliefert.

8                 Bemaul einer gr.[iechischen] Maske: verstärkt für Maul; Grimm DW verzeichnet nur “bemaulen“, verweist aber auf die „Pantoffelgosch“ in der Gargantua-Übersetzung (des Gottlob Regis).

9                 offenen Einl.[age]: nicht zu erschließen.

13               Misverständnis über 2 Puncte: Z.25ff.

23f.             wahre Geschichte meiner Empfindungen: 429,15.

25               Hartkn.[ochs] Auftrag nach Weimar: 375,15ff.; 405,12ff.

26               Dor.[ow] <...> Vetters: Schmohl.

26f.             den ersten <...> übernahm: April 1782.

30               gefallnen Helden: Herder und Nicolai.

31               Nicolai's 2ter Theil: seine Entgegnung erschien im Herbst 1782 in Form eines den ersten noch um zwei Bogen übertreffenden zweiten Teil des Versuchs über die Beschuldigungen <...>: Nicolai nannte Herders Namen, tilgte die sachlichen Fehler der 1. Ausgabe.

33               unserm Landsmann: Herder, auch 434,1.

432,3          mit dem lieben geraden [Tadel]: Hamann appliziert moralisch die aesthetische These Hogarths, 434,19ff.

6                 erhielt ich einen deutschen Brief: Brief 667.

7f.              weder dem Patron noch dem Clienten: Hamann-Reichardt.

9f.              Ihre Tolerantzprediger: die Berliner Theologen.

14               dem einen: Schmohl; dem andern: Herder?

23               mit der Untersuchung währt es von Philipp des schönen Zeiten: Philipp IV. von Frankreich, genannt der Schöne, hatte 1310 ohne Gerichtsverfahren 54 Templer verbrennen lassen, 462,11f.

37               über die beyden Brüder: Hogendorp.

433,7f.        künftig zu erfolgenden Abschrift seines engl.[ischen] Briefes: 395f.

10               aber nicht rückwärts: 429,18f.

11               Ersatz durch Ihren Einschluß: wohl ein Brief Schmohls.

14               Scherz wegen der Nachschrift: 430,16ff.

22               Beyde erkennen ihr Unrecht: Hartknoch wie Herder.

27f.             Schicksal dieser ganzen Wallfahrt: Schmohls Übersiedlung nach Amerika.

30               ein solches Schaustück: nicht nur Schmohls Schrift Über Nordamerika und Demokratie, sondern auch seine Lebenskonsequenz.

36f.             Ihren Deipnosophisten: 423,21f.

37               um so viele Zeilen: fünfzehn Bücher enthalten die Deipnosophistes des Athenaios.

434,4          Dem soi-disant Professeur Toupet: dem sogenannten Prof. Toupet, angeblich aus Warschau, den Hamann später Vagabond nennen wird.

10               Abts Pinsel: Raynals Feder.

19               Hogarthschen Schlangenwendungen: 1745 hatte Hogarth das zentrale Motiv seiner späteren Abhandlung Analysis of beauty bereits ins Bild gesetzt: in einer doppelt-programmatischen Spiegelung stellte er sich selbst dar mit der Kopfbedeckung der Gelehrten, in der Hand eine Palette mit einer Schlangenlinie, die mit einer Aufschrift als The Line of Beauty and Grace erläutert wird; dem Maler zur Seite steht sein etwas melancholisch blickender Hund Trump. Die Konfiguration meint offenbar, mit dem Gegensatz von Gerade und Schlangenlinie, auch die Schönheit nicht aus dem traditionellen Expertenwissen heraus und mathematisch zu definieren, sondern im individuellen Blick auf die Kreatürlichkeit zu erkennen.

23               Elegie auf den ersten Jonathan: 1 Sm bis zum Tod, 1 Sm 31,2.

28               ehrliche Knappe: Sancho Pansa.

30               der andere: Dirk van Hogendorp.

33               demokratischen Autorschaft: Über Nordamerika und Demokratie.

34               jugendlichen aristokratischen Kunstrichter: Dirk van Hopendorp, 435,13.

435,17f.      Archikunstrichter mit bleiernen Kugeln auf mercurialische Pillen antworten: Nicolais 2.Teil seines Versuch über die Beschuldigungen gegen Herders Briefe im Teutschen Merkur.

18               Ihre directe Methode: sowohl Nicolais wie Schmohls.

19               zum Menschenfahen, die man im trüben fischen muß <...> Vogelstellen: Lk 5,10 und Pr 9,12.

22f.             und rückwärts: 429,18f.

32               letzten Wallfahrt aus Deutschland gl.[eich] nach Curland gieng: nach Mitau zu Hofrat und Rechtsanwalt Tottien, bei dem er, wohl als Helfer und Sekretär, sich vom 19.Juni 1765 bis zum Januar 1767 aufhielt.

34f.             an ihn deshalb schrieb: nicht überliefert.

436,6          das Fäßchen anzustecken: anzustechen.

11               mein Vorgänger: Blom.

13               wie Johannes Halke die Raupen: der Naturforscher, den F. v. Hagedorn besang, Des Herrn Friedrich von Hagedorns Poetische Werke. Dritter Theil, Oden und Lieder, S.170f. unter dem Titel Leichen-Carmen: <…> Durch Handlung wirst du glücklich seyn/ Verkündigt ihm Herr Halke.//Johannes Halke hatte Recht:/ Wer prophezeyt behender?/ Die ihr mir etwa widersprecht,/ Lest den Naturkalender!

437,7f.        an der bewußten Makulatur sammelt: 445,1,

11               für die engl.[ische] Copie: des Briefes von Schmohl, 449,11.

12               Mlle P.[enzel].

20               Malhommerie: Herder hatte in den Akten des Prozesses gegen die Templer mahommerie gelesen und es auf Mohamed gedeutet, SWS XV,81; Hamann liest lieber machomerie, ein Privatneologismus, der vom Verbum mâcher: kauen, käuen derivieren könnte.

33               bey meiner abscheulichen Hausvisitation: 429,13ff.

Brief 669

437,26         langen Stillschweigen: seit Brief 655.

29               Mädchengesicht: Wedecke, siehe Herders Briefe an Heyne, HBGA 4, Nr.228 u. Nr.230.

438,3          Ihr Brief: 661.

10               Nicolais grobes Buch: 2. Teil des Versuchs über die Beschuldigungen.

18               traurigen Bußzettel: SWS XXXI, 678f.

28               Neum.[ann].

31               Pflaumen=u. Tutenkram: Tuetenkrämer, verächtlich für den Kaufmann, der womit auch immer seine Geschäfte betreibt.

36               Celebrität: Goethe.

37               ein Ölblatt im Schnabel: 1 Mo 8,11.

439,2          Autorschaft: von Golgotha und Scheblimini.

4                 Einlage an meine Schwester: nicht überliefert.

Brief 670

439,20f.      beyden fehlenden Theile: des Buffon.

28               Buch vom Weg zur Weisheit: von J. M. G. Beseke; seine Autorschaft: der erwarteten Prolegomena <...>.

29               à l'anglaise komponiert: Collin hatte sechs Jahre in England die Wedgwoodsche Manufaktur kennengelernt und profitierte davon bei seiner eigenen Steinzeugherstellung. Er entwickelte die englische Methode der Brennung technisch weiter und war berühmt für seinen hart gebrannten Basaltton. Aus ihm schuf er die berühmten Reliefporträts bekannter Königsberger Persönlichkeiten.

32               Theerwaßer Cur: Theerwasser: Theergalle, „der beim Schwelen zuerst übergehende, mit Säuren gemengte Theer“ (Grimm DW), ein Sud davon, von Berkeley angeregt, 446,28.

34               Band dahin gehöriger Schriften: von Berkeley.

440,1          Dimsdale will gern <...> übersetzen: seine Schriften über die Inoculation; zu Hamanns medizinischem Interesse an der Inoculation wie zur metaphorischen Applikation siehe die Lettre néologique <...>; auch Volker Hoffmann in: Johann Georg Hamann und Frankreich (Acta des dritten Internationalen Hamann-Kolloquiums, Marburg 1987, S.25-32).

3                 wie mit Hume: er hatte wegen Schreiters veröffentlichter Übersetzung die seine zurückgezogen.

3f.              was Schlötzer <...> herausgegeben: Von der Unschädlichkeit der Pocken.

9                 Monachom: von Krasicki, Monachomachia, oder der Krieg der Mönche.

9f.              Choczim.[ska] Woyna: von Potocki.

15               alten abgelebten KarrenGaul: wahrscheinlich A l' Administration générale des Accises et Péages.

17               Umbitter: Bote, der Einladungen (z.B. zu Hochzeiten) herumträgt.

23               seel.[igen] Besitzers: Lilienthal; Friedl.[ändersche].

25f.-445      Namen und Titel nur teilweise ermittelt.

27               Mil.[lius].

32               Coniectinus: lies Conjectures [de la Genese] von Astruc, V,12,7ff.

33               Critici Sacri: von E. Leigh.

441,9          --apostol. Gesch.[ichte]: nicht ermittelt.

11               Lavden: wohl William Laud.

16               Flud in Ezech.[iel]: nicht ermittelt; Rob. Fludd: Hamann kannte wenigstens den Namen des englischen Philosophen (1574-1637); von dessen Werken (Historia macro-et microcosmi metaphysica, physica et technica. Oppenheim 1617, Philosophia Mosaica. Gudae 1638, oder die lateinische Gesamtausgabe in 6 Bänden etc.)-erwähnt H. keine. Allerdings legt R. Fludd in Cosmologia seu Breseth/ quae coelestium/terrestrium vires explicat die Schöpfungsgeschichte als wahre Kabbala nach Ezechiel aus.

31               Leo. Hispaniensis: nicht ermittelt.

33               Theophylactus: hg von Meursius.

36               Anselmus: von Canterbury.

442,2          Symbol.: nicht ermittelt.

8                 Theophilus ad Autolycus: die 3 Schriften gegen Autolycus.

11               Reimanni Catalog.[us] cum Access.[ionibus]. mit Anhängen (Zusätzen).

29               alle Acc.[essiones] Vber[rimas] nach Pag.[inas]: alle üppigen Anhänge (Zusätze) nach Pag.[inas].

443,3          sein Sohn: Reimanns.

18               meinen Aufsätzen: Golgotha und Scheblimini.

16               Schleife: Gestell, auf dem Lasten (hier Bücher) transportiert werden.

19               Nicolai's Tempelherren: 2. Teil des Versuchs über die Beschuldigungen.

21               de Puy: Dupuy.

23               Herausgeber der neuen Ausgabe: Jacques Godefroy.

26               Er kommt: Sohn Hans Michael.

35               Phil.Myst.: Weigels Philosophia Mystica, darin im 1.Teil echte und unechte Paracelsica, im 2.Teil Schriften von Weigel wie Von Betrachtung des Lebens Christi´,`Bericht zur Deutschen Theologie´, `Scholasterium christianum´, `Vom himmlischen Jerusalem´, `Einfältiger Unterricht´ sowie die Pseudoweigelschrift Philosophia theologica, sonst auch als `De bonum et malum in homine´bez. `Daß Gott allein gut sei´überliefert . (Freundliche Mitteilung von Horst Pfefferl).

37               C.S.A.: nicht ermittelt; Post.[illa].

444,3          Lux in tenebris: von J.A. Comenius; Ministeri: des Bernhard von Sanden.

9                 Edelm.: nicht ermittelt.

13f.             Grund aller Erkenntnis: nicht ermittelt.

22ff.           N.[eues]P.[etersburger] Journal <...>; SchiffartsOrdnung <...> Policey -u der StadtMagazinOrdnung: von Arndt.

26               vom Journal: Z.22.

34               ursprüng.[licher] G.[eister] u. K.[örper] Zusammenhang: von Obereit.

445,2          Lettres sur la Religion: von Marie Huber.

6                 ascetischen Bücher: in der katholischen Theologie: asketische, z.B. Franz Neumayers wahrer Begriff der ascetischen Theologie, welche die Wissenschaft der Heiligen, das ist die Kunst, heilig zu werden, klar und gründlich vorträgt. Augsburg 1781.

12               Parrish: Samuel Parvish.

13               Condamitae: nicht ermittelt.

16               Clef du Sanct.: La Clef du santuaire [sic], Übersetzung von Spinozas Tractatus.

446,6          HE Friedl.[änder].

Brief 671

446,13         zu ihrer: Ihrer.

15               Brief: vom Sohne Gottlob Immanuel.

20               Patribus libertatis: Pilgerväter.

21               wie Salomo sagt: Pr 9,4.

27               Seidelbastrinde: nach dem Buch von Le Roy, Leibarzt des Grafen von Provence, Über den Gebrauch und die Wirkung der Seidelbastrinde, aus dem Französischen übersetzt v. H. Junker, Prof. der deutschen Sprache zu Paris, Straßburg 1773; dort wird Seidelbastrinde wie Daphne mezerum als ein Zugmittel empfohlen, das den entzündeten Körperstellen Feuchtigkeit entzieht; die Sibirische Schneerose: 373,20.

28               Barclaische Theerwaßer: 439,32.

447,10         mehr als eine Syris und Recipe: nicht ermittelt

11               das wahre Salernum: nach Hor. epist. I,15,1 die Stadt der Ärzte.

11f.             die Waßer Amana und Pharphar: 2 Kö 5,12; unseren Jordan: Pregel.

14               am Bache Kidron: Jer 31,40.

15               siebenmal gehügelten Mutterstadt: wie Rom=Königsberg.

Brief 672

Mit der Beilage über die Voyengelder, 448,18.

448,5          mulier peregrina: die französische Regie.

12               Bettelschrift: 448,14ff.; 451,25ff.

17               poßierl.[iche] Uebersetzung des Ersterbens in Verhungerns: in der Unterschrift, 454,1.

21               wie der Heil.[ige]: St. Martin.

29               Nepoten, Mignons und Vagabonds: Vetternwirtschaft, Lustknaben und Landstreicher.

32               an meinen beyden Nachbarn: Stockmar und Marvilliers, 454,18f.

35               Jerusalem! Jerusalem!: Mt 23,37; Lk 13,34.

449,2f.        wie dem Mundschenken oder wie dem Hofbecker: 1 Mo 40.

4ff.             Heuschrecken <...> nicht zu töten, sondern zu quälen: nach Off 8,3ff.

7                 Verfaßer von dem Buch <...>: Beseke.

10               Brief vom Vetter: Schmohl, 437,11f.

13               letzten Punct wegen meines Freundes: Karsten, 435,27ff.

450,3          Denina: 453,24ff.

4                 Ihre[n] Deipnosophisten: Raynal.

5                 Jonathan und Minchen: Tochter Wilhelmine.

7                 habe endl.[ich] Nachricht: 671.

Brief 673

450,15         Einl.[age] nach Mitau: für G. I. Lindner.

16               jüdischen Schriftstellers: Moses Öttinger.

451,1          ascetischen Büchern: 445,6.

6                 Landsmann: Arndt.

9f.              vermischten Aufsätzen u Urtheilen: von G. Schlegel.

15               wegen des Herderschen Articuls: Bd.2 (1777) der Livländischen Bibliothek.

16               nachbarl.[ichen] Klätschereyen im gelehrten Wesen: in den Beylagen zu den Rigischen gelehrten Anzeigen.

18               Wegen der Dimsdalschen Uebersetzung: 440,1ff.

26               deutschen Aufsatz: offenbar ein Brief an unsere Leute, die in der Sache der Voyengelder an einem gemeinsamen Beschwerdebrief an die Generaladministration, arbeiteten; eine Abschrift des seinen ging dann an Reichardt, 453,14ff.; Hamanns Brief in dieser Sache an den König: Brief 682, V,1ff.

452,23         Apologia: nicht ermittelt.

24               Büdingsche Samml.: vermutlich gemeint: N.L.v. Zinzendorf, Büdingsche Sammlung einiger in die Kirchenhistorie einschlagender sonderlicher neuerer Schrifften. 18 Teile und Suppl. In 3 Bdn. Büdingen 1774/5. Auch andere Schriften Zinzendorfs sind in Büdingen erschienen.

Brief 674

453,4          Ihren Brief: 672.

6                 Beilage: die Voyengelder betreffend, 448,14f.

13               Baschasorder: Befehle nach der Art eines (türkischen) Pascha, 447ff.

21f.             Sache Ihres lieben Freundes: Karsten, 436,26ff.

30               von Dorow: 436,11; 449,10ff.

35               Jonathan: nicht ermittelt.

454,2          poßierlich böse Schluß: 448,17.

Brief 675

454,11         Einlage an D. Biester: als den Sekretär des Ministers v. Zedlitz, einer der Beschwerdebriefe Hamanns; nicht überliefert.

12               Ihrem Jonathan: nicht ermittelt.

15               HE Canzl.8er] Exc.[ellenz]: v. Korff; der ist als Dativ zu lesen, der sich auf Exc.[ellenz] bezieht.

17               Daher ist abgehen als abgeben zu lesen.

20               Etymologie des Worts: Voy, Fooi, 452,6ff.

22               in Riga: bei Carl Berens.

26               welsche Madame: die Regie.

29               ihres Hotels: des Berliner Adelspalastes der Regie; vielleicht auch: Ihres, also Reichardts ironisch nobilitierten Wohnsitzes.

28               Pro memoria: die Einlage an den Minister via Biester.

30               Mein Plan: offenbar ist Hamann auf alles gefaßt, 448,16ff.; 455,3ff.

455,3          Beichtvater: Matthös.

6                 Hirtenbrief an den Chef: de Launay.

9                 Billet doux: 682.

10               Komm ich um: Est 4,16.

11               Seit 77 <...> reif geworden: seit er Packhofverwalter wurde, 467,25.

13               Gott Mäusim: Dan 12,38.

15f.             Die Welt ist <...> was sie thut: aus: Gesangbuch in welchem ein Sammlung geistreicher Lieder befindlich, d281: Ich komme Jesu her zu Dir.

19               Vetter, dem rasenden Demagogen: Vetter Becker=Schmohl.

20               ein anderer: Hamann selbst.

25               Brief aus W[eima]r.: 669.

27 bis 456,5 Zitat aus Herders Brief.

456,6f.        Louisdor <...> wem? lieber gegönnt: Schmohl; diebischen Buben W.[edecke]?; Nichts aus dem Haag: von Hogendorp oder von Schmohls Abreise.

9                 weder Urkunden an noch von mir zu zerreißen: 432,6ff.

12f.             Ihre Elegie auf ein Landmädchen u das Liedchen an die jüngste Schwester: nicht ermittelt; die ich <...> besucht: Sophie Dorow.

14               Berlinschen Monatsschriftsteller: Biester, als dem Mitherausgeber der Berlinischen Monatsschrift, der ihn, in einem verschollenen Brief zur Mitarbeit eingeladen hatte, 460,16ff.

16               entamirt werden: angezettelt.

21f.             schätzbare Freundin: S. M. Courtan.

23               jenes Original des Kunstrichters: Kants Kritik der reinen Vernunft.

24f.             gebundener Paulus oder schnaubender Saulus: Apg 21,13 u. 9,1.

25               die Anlage dazu ist gemacht: Hamann überlegte (wohl halbernst) selbst nach Berlin zu fahren.

27f.             eine dreifache Schnur reißt nicht: Pr 4,12.

Brief 676

Antwort auf Brief 669, lag 675 bei, 460,19f.

457,3f.        von eines Ministers Tafel: bei v. Korff.

6                 Brief von Ihnen: 669.

7                 beßere Nachrichten: 438,22f.

10               Einl.[age] nach Morungen: an K. Güldenhorn.

10f.             an D. Biester u Reichard müde geschrieben: Brief 675.

13               Götting.[ischen] Mädchen[=] oder Sirenengesicht: Wedecke.

458,9f.        seiner Uebersetzung und rückwärts: Claudius Übertragung von St. Martins Irrtümer und Wahrheit, rückwärts ist eine Redewendung, die Claudius liebt, 429,18f.

12               2ten Theil des Berlinschen Philisters:  427,19ff: Nicolais, mit Verbesserungen des 1.Teils fortgesetzten Versuch über die Beschuldigungen <...>.

13f.             zweiten Theil des Schloßers: Über die Seelenwanderung; er enthielt eine kritische Auseinandersetzung mit Herders Rezension, die Schloßers Erstes Gespräch nicht ohne eine gewisse Überheblichkeit vorgeführt hatte.

14f.             Ihre merkurialischen Episteln zu adoptiren: sich als deren Verfaßer auszugeben.

19               Buffam. noch Machomerie: Baffometus, 381,17 und 437,20.

20               meine ganze chinesische Kochkunst: Anspielung auf Hamanns Autormaske Mien Man Hoam.

31               meine Auszüge: aus Dupuys Buch.

459,2          neuesten Herausgebers: J. Godefroy.

8                 tödtenden Buchstabens: 2 Ko 3,6.

10f.             Malhommerie sondern Machommerie: Schlechtigkeit-Mohamedverehrung.

13               Strunk: Kohlstrunk, also Nicolais 2.Teil, die Widerlegung Herders (Z.25).

23               Laune ohne Affecten: eine von Herders Fehlern.

31f.             späteren Stück des Mercurs <...> betraff die gelehrten Verleger: im Litterarischen Briefwechsel, August 1782, 169-192, unter I.: <...> Beide sind wir Liebhaber und keine Richter: unsre Nachrichten und Meinungen werden also aus unbefangner Ueberzeugung, nicht aus kritischem Dünkel noch weniger aus dem Schlunde der Kabale hervorgehn, und am wenigsten von Allem sind sie vom Hrn. Verfasser, Verleger, oder gar Direktor eines Journals-bestellt (SWS XV,121ff.).

35f.             Niemand dem Kundbaren Bunkelianer: mit einer Anspielung auf Hamanns (seit den Sokratischen Denkwürdigkeiten) beliebte Chiffre des Publikums überhaupt ist hier Ch. M. Wieland gemeint, der Th. Amorys Roman, übersetzt von Nicolai, als literarische, theologische und moralische Monstrosität denunziert hatte und von Lessing wegen mangelnder Toleranz angegriffen worden war.

460,6          neue Seeligkeit der Heiden: Untertitel von Eberhards Neue Apologie des Sokrates.

7                 Cassation des AdvocatensOrdens[sic]: wohl der Plan, mit Nicolais spitzfindiger historischen Betrachtungsweise selbst ins Gericht zu gehen, wie die folgenden Zeilen zeigen.

17               tollen Brief geschrieben: 457,10f.

18               babylonsche Misgeburt: das Berlinsche in Hamanns Gleichsetzung von Berlin mit Babel.

19               Gegenwärtiges: das Pro Memoria über die Voyengelder, 682.

29               Lausewenzel: Bezeichnung für billigen Pfeifentabak.

36               mulier peregrina u Lacaena adultera: in Anspielung auf die horatianische Landstreicherin und ehebrecherische Spartanerin -die französischen Beamten der Regie.

461,2          Minister: F. W  v. Schulenburg-Kehnert; Ihre welsche Elegie:=ihre, die französisch abgefaßte Bittschrift der Licent-Angestellten.

12               Uebergang des Rubicons: alea iacta est.

13               als ein gebundener Paulus: 456,24f.

13f.             wie ich unserm Landsmann schrieb: Reichardt, 675.

15               aufnehmen in Ihre Hütten: Lk 16,9.

16               alter u neuer Ordensbrüder: die Tempelherren.

18               das ich seit 77 gefühlt: als Packhofverwalter.

19f.             fast aufgegebnen Wunsch meines Herzens: Herder in Weimar und andere Freunde zu besuchen.

24               der deutsche Mercur: Wieland selbst.

25f.             Unfug u Uebermut: des Streits über die Tempelherren.

27               Wink aus Gotha: 402,31ff.

462,4          wie es <...> Schreiter übersetzt: Schreiter, S.8: Hume, Pamphilus an Hermippus, <…> indem sie <…> das Eigenthümliche eines jeden dieser Beyden mit der starren unbiegsamen Rechthaberey des Demea verglichen, siehe K. H. Patri, Aus einer Menschensprache in eine Menschensprache, in: Acta des Siebten Internationalen Hamann-Kolloquiums zu Marburg/Lahn, Frankfurt/M. 1999, 319-365.

7                 Principium coincidentiae oppositorum: Zentralbegriff der Ontologie des Nikolaus von Cues.

11f.             Philippi Augusti,-und Clemente, die mit Bullen <...>: nachdem 1310 der französische König Philipp IV. (der Schöne) vierundfünfzig Templer hatte verbrennen lassen, drängte er auf dem Konzil zu Vienne 1312 Papst Clemens V., dem Templerorden den Prozeß zu machen. Clemens löste daraufhin den Orden auf. Der andere Clemens ist Papst Clemens XIV., der 1773 den Jesuitenorden aufhob. Nicolai hatte in seinem Templer-Buch einen Zusammenhang mit der Behauptung gestiftet, die Jesuiten verlagerten nach Aufhebung ihres Ordens ihre Tätigkeit in die geheimen Orden.

12               entamirt: angezettelt.

13f.             wie ein Tod den andern fraß: aus Str.4 von Luthers Lied Christ lag in Todesbanden.

18               des frommen Pascals Geist: der, überzeugt, mit seinen Lettres écrites à un Provincial einen gerechten Kampf geführt zu haben, in einer Unterredung, ein Jahr vor seinem Tod bekannte: On m'a demandé <...>, si je ne me repens pas d'avoir fait les Provinciales. J'ai répondu que, bien loin de m'en repentir, si j'étois à les faire, je les ferois plus fortes; Berl.[iner]; Jesuiten: Nicolai und die Allgemeine deutsche Bibliothek.

20               κατα μοιραν: nach Gebühr.

26               kleinen Doctorandum: Hans Michael.

28               einen Catalog bekommen: der Lilienthalschen Auktion.

Brief 677

462,35         am Tage Jonathans: eigentlich der 29. Dezember; auch: der nicht ermittelte Jonathan Reichardts.

463,1f.        Kr.[eutzfelds] Schwanengesang: ein Gedicht aus: Preußische Blumenlese auf das Jahr 1781, S.197-207, auf die Jugendliebe Maria Carolina Buchholtz.

4                 Ihren zärtlichen Brief: wohl 674.

13               Freund in Lübeck: Karsten, 436,26ff. und 453,21.

15               Freund des Göthe u Kr.[iegs]R.[ath] Dohm: an Goethe hatte sich P. nach der Lektüre des Werther in einem langen Brief gewandt, in dem er um Hilfe und Freundschaft bat. Goethe besuchte P. incognito in Wernigerode, Plessing Goethe 1778 in Weimar. Mit Dohm und Frau stand P. seit einiger Zeit in Kontakt, der bis zu seinem Tod währte.

16               Schicksalen seiner unglückl.[ichen] Leidenschaft: die hypochondrische und depressive Veranlagung. Außerdem war er als Vater eines unehelichen Kindes angegeben und mußte, den Zweifeln an dieser Beschuldigung zum Trotz, durch Zahlung einer größeren Summe und die Verpflichtung zu zu regelmäßiger Alimentation eine Klage abwenden, die seiner akademischen Laufbahn hätte gefährlich werden können. (O.Drude, F. V. L.Plessing, <…> Briefe von ihm und an ihn. Duisburg 1970, S.13).Ein Gesprächsthema bei F. V. Plessings Besuch in Königsberg dürfte demnach der von ihm unlängst empfangene Brief Goethes gewesen sein: Mein Betragen gegen Sie will ich nicht für Tugend ausgeben, nothwendig war es. Hätten Sie damals [-bei der Begegnung Ende Dezember 1777, wozu auch die Spiegelung des von Mißbehagen und selbstischer Qual durchdrungenen jungen Mannes-so in einem von Goethes späteren Kommentaren zur Harzreise im Winter gehört] gedacht wie Sie iezt denken so wären wir näher. Doch der Mensch hat viel Häute abzuwerfen, biß er seiner selbst und der weltlichen Dinge nur einigenmaßen sicher wird./ Sie haben mehr erfahren, mehr gedacht, mögten Sie einen Ruhepunckt treffen und einen Würckungskreis finden./ So viel kann ich Sie versichern daß ich mitten im Glück in einem anhaltenden Entsagen lebe, und täglich bey aller Mühe und Arbeit sehe daß nicht mein Wille, sondern der Wille einer höhern Macht geschieht, deren Gedancken nicht meine Gedancken sind./ Leben Sie wohl. Wenn Sie Sich mit mir unterhalten mögen, sollen mir Ihre Briefe willkommen seyn./ Weimar d. 26.Jul. 82. G. Auch VII,220,3ff.

22               gemeinschaftl.[ichen] Zöllner Sache: 451,25; 454,17.

27               Sie haben <...>: die Angestellten des Licent.

29               Suppl.[icanten].

464,4f.        Hauptmann v. Hogendorp: Dirk.

5                 deutschen und französischen Brief: nicht überliefert.

7                 Gräfin: v. Hogendorp; der mittelste: Gijsbert C. v. Hogendorp.

10               Jene setzen mich in 100 Verlegenheiten: auch weil Hamanns Urteil über den ältesten Hogendorp nicht das beste war (374,27ff.), was er nun offenbar bereut.

17               Pflegsohn: W. Hensler.

Brief 678

464,25         letzten Brief: nicht überliefert.

26f.             verwünschte Sache: seine Petition der Voyengelder wegen.

32               Auctions-Bericht: von der Lilienthalschen, 673.

34               Endlers Karte: wahrscheinlich J. F. Endersch, bekannter geographischer Kupferstecher, z.B. Mappa Geographica Borussiam Orientalem aeque Occidentalem exacte exhibens-designata <…>. Elbing 1758.

465,1          pereira: Isaac Peyrerius.

3                 So voll auch meine Stube ist: mit Büchern der Auktion.

12               Ihre Talente: ihre.

19               lateinischen Uebersetzung: der Kritik der reinen Vernunft.

21               Talenten des Uebersetzers: wohl Bobrick, aber mit wenig Erfolg, 427,11.

22f.             Medaillon <...> Künstler: Collin.

34               Ihnen: ihnen, Biester und Gedicke; über das Schicksal der Handschrift ist nichts bekannt.

35f.             Vergl.[eichung] einer geschriebenen u gedruckten Uebersetzung: der eigenen und der Schreiters.

36f.             Seelig sind <…>: Mt 5,3.

466,5          unser liebe Zürcher: Hartknochs Sohn.

17               beantw d 26: nicht überliefert.

Brief 679

466,21         Antwort vom HE Bruder [Gottlob Immanuel]: nicht überliefert.

476,3          Bocher: bachur, Lehrer.

8                 so verbinden Sie <…> mich: bin ich Ihnen zu Dank verpflichtet.

16               Ihren: ihren.

Brief 680

467,31         erhielt Ihren <...> Brief: nicht überliefert.

468,1f.        Ihrer <…>: ihrer.

8                 Was das Ihrige anbetrifft: den Sohn aufzunehmen und zu erziehen.

18               Minister: v. Schulenburg-Kehnert.

469,7          Wetzstein: 401,20f.

11               die alte Mama: Frau [Konsistorialrätin] Auguste Lindner.

13               Ihrem lieben Sohn: Friedrich Ludwig (ihn, Z.20ff., zur Erziehung und Ausbildung durch Hamann).

16f.             obiger Schritt: ins Cabinet zu gehen.

470,7          so oft aufgenommen: während seiner Mitauer Zeit beim Hofrat Tottien.

10               verjährten Freundschaf: gemeint bewährten.

29               Ischwocnik: wohl von russ. Iswotschtschik: Kutscher.

Brief 681

471,6          Denkmal der Stadt Riga: wohl J. Ch. Berens' Blatt zur Chronik von Riga.

8                 3 Hebeopfer: Arndts Neues St. Petersburger Journal; Schlötzers: Von der Unschädlichkeit der Pocken.

10f.             in Ansehung der Schaarwerke: Dienstpflichten, etwa Großreinemachen; Ihre Ankündigung: von Hamanns Dimsdale-Übersetzung.

11               in den Hamb.: Staats-und gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten.

16f.             Da die Urkunden in rußisch geschrieben: wohl schon bei Dimsdale.

20               kleinen Nachlese: Hamannscher Schriften für Reichardt.

23               keine Rechnung <...> erhalten: aus der Auktion.

24               Oberhofprediger: J. E. Schultz.

24f.             gewesenen Hofmeister: J.E. Schultz war von 1760 bis 1767 Hofmeister der Lilienthalschen Söhne.

31               keine Neue von Baal: nichts Neues aus Berlin; Mein Spiel: als Verfasser des Briefs über die Voyengelder, 682.

472,1          469-70.

2                 von unserm Heil.[igen] George: Berens.

3                 verbüstert: wohl verlorengegangen.

4                 wegen der welschen Gäste: der Virtuosen aus Saragossa, 465,10f.

7                 lieben Zürcher: Hartknochs Sohn.